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	<title>Manfred Rotsch - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Asperatus: k</title>
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		<updated>2025-08-26T19:12:18Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;k&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Manfred Emil Rotsch&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[19. Juni]] [[1924]] in [[Aussig|Bockau bei Aussig]], [[Tschechoslowakei]]) ist ein deutscher [[Spionage|Spion]]. Während seiner jahrzehntelangen Tätigkeit als Flugzeugkonstrukteur bei [[Messerschmitt-Bölkow-Blohm]] (MBB) verriet er technische und militärische Geheimnisse an den [[KGB]], dem er unter dem Decknamen „Emil“ seit Anfang der 1950er-Jahre als Agent angehört hatte. Als er 1984 enttarnt und verhaftet wurde, war er der wahrscheinlich dienstälteste KGB-Agent in der Bundesrepublik Deutschland.&amp;lt;ref&amp;gt;Jürgen Borchert: &amp;#039;&amp;#039;Die Zusammenarbeit des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS) mit dem sowjetischen KGB in den 70er und 80er-Jahren. Ein Kapitel aus der Geschichte der SED-Herrschaft&amp;#039;&amp;#039;. Berlin, Lit Verlag 2006, ISBN 3-8258-9812-1, S. 163.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Rotsch wuchs im [[Sudetenland]] auf und studierte nach seinem Kriegsdienst im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] ab 1949 Luftfahrzeugbau an der [[Technische Hochschule Dresden|Technischen Hochschule Dresden]], wo er sich bei der [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]] engagierte. Es gilt als wahrscheinlich, dass er bereits während seines Studiums vom sowjetischen Nachrichtendienst als Agent angeworben wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Janusz Piekalkiewicz: &amp;#039;&amp;#039;Weltgeschichte der Spionage&amp;#039;&amp;#039;.  Wien, Komet Verlag, 2002, ISBN 3-933366-31-3, S. 512.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Mai 1954 wurde Rotsch als „Flüchtling“ in die Bundesrepublik eingeschleust und es gelang ihm, sich eine Karriere in der westdeutschen Luftfahrtindustrie aufzubauen. Zunächst bei [[Ernst Heinkel Flugzeugwerke|Heinkel]] in [[Stuttgart]] beschäftigt, leitet er Konstruktionspläne des dort montierten Militärflugzeugs [[Fouga Magister]] nach Ost-Berlin weiter. Über den [[Entwicklungsring Süd]] gelangte er später zu den [[Junkers Flugzeug- und Motorenwerke]]n in München, die 1969 im MBB-Konzern aufgingen. Als Abteilungsleiter bei MBB war er unter anderem an der Konstruktion des Jagdbombers [[Panavia Tornado]] beteiligt, auch zu den Unterlagen des Raumfahrtprogramms des Konzerns hatte Rotsch Zugang. Nach seiner Verhaftung fand man in seinem Schreibtisch auch Papiere über das Projekt [[Eurofighter Typhoon|Jäger 90]] und Studien über unbemannte Drohnen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13510433.html &amp;#039;&amp;#039;Rätsel um den Tornado-Spion&amp;#039;&amp;#039;] Der Spiegel 49/1984.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Agent schrieb seine Berichte mit Geheimtinte auf die Rückseite seiner regelmäßigen Briefe an eine fiktive Verwandte „Tante Ulla“ in Ost-Berlin, benutzte aber auch [[Toter Briefkasten|tote Briefkästen]] in München und [[Speyer]]. Treffen mit seinem [[Führungsoffizier]] fanden regelmäßig in [[Salzburg]] statt. Seine Spionagetätigkeit tarnte Manfred Rotsch durch ein unauffälliges Privatleben und eine nach außen hin konservative Einstellung: So lebte er mit seiner Frau und seinen drei Töchtern in einem Einfamilienhaus in [[Poing]], war passionierter Gärtner und Schachspieler und zog als Aktivist der [[Arbeitnehmer-Union|Christlichsozialen Arbeitnehmerschaft]] 1978 in den Betriebsrat seines Unternehmens ein. Politisch engagierte er sich in seiner Heimatgemeinde bei der [[Christlich-Soziale Union in Bayern|CSU]] und der [[Sudetendeutsche Landsmannschaft|Sudetendeutschen Landsmannschaft]].&amp;lt;ref&amp;gt;Piekalkiewicz (2002), S. 513f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1981 trat der hochrangige KGB-Offizier [[Wladimir Ippolitowitsch Wetrow]] mit dem französischen Geheimdienst [[Direction de la surveillance du territoire|DST]] in Kontakt und übergab diesem unter dem Decknamen „Farewell“ in der Folge mehrere Tausend interne KGB-Dokumente. Die Auswertung ergab deutlich, dass die Sowjets eine hochrangige Quelle bei den Messerschmitt-Werken haben mussten; dies wurde dem MBB-Konzern im Juni 1983 mitgeteilt. Nach langen Nachforschungen wurde Rotsch im Sommer 1984 als Agent identifiziert und nach mehrmonatiger Beschattung am 20.&amp;amp;nbsp;September 1984 – nur zehn Tage vor seiner geplanten Pensionierung – verhaftet. Im Zuge seiner Verhaftung traten gravierende Sicherheitsmängel in der Rüstungsindustrie zu Tage: Rotsch war seit über 16 Jahren nicht mehr überprüft worden.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zeit.de/1984/50/spion-im-nebel/seite-1 &amp;#039;&amp;#039;Spion im Nebel&amp;#039;&amp;#039;] Die Zeit 50/1984&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Juli 1986 wurde Rotsch vom [[Bayerisches Oberstes Landesgericht|Bayerischen Obersten Landesgericht]] wegen „geheimdienstlicher Agententätigkeit in einem besonders schweren Fall“ zu einer Haftstrafe von achteinhalb Jahren verurteilt. Bereits ein Jahr später, am 12.&amp;amp;nbsp;August 1987, wurde er in Berlin gegen die Ärztin Christa-Karin Schumann, die frühere Lebensgefährtin von [[Winfried Baumann (Offizier)|Winfried Baumann]], ausgetauscht. Bereits im November 1987 überquerte Rotsch abermals die Grenze, um als Rentner in der Bundesrepublik zu leben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste deutscher Spione]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2024-06-19}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Rotsch, Manfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Agent (Nachrichtendienst)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (KGB)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person (Spionage)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Tschechoslowake]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1924]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Emigrant aus der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:CSU-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Übersiedler in der DDR]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Rotsch, Manfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Rotsch, Manfred Emil (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher KGB-Spion&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=19. Juni 1924&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Aussig|Bockau bei Aussig]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Asperatus</name></author>
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