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	<title>Manfred Messerschmidt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Woldemar1958 am 6. April 2026 um 21:37 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Freiburg Dr. Manfred Messerschmidt; Militärgeschichtliches Forschungsamt - W134Nr.085131g - Willy Pragher.jpg|mini|Manfred Messerschmidt (1969)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Manfred Messerschmidt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[1. Oktober]] [[1926]] in [[Dortmund]]; † [[18. Dezember]] [[2022]] in [[Freiburg im Breisgau]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://trauer.sueddeutsche.de/traueranzeige/manfred-messerschmidt |titel=Traueranzeigen von Manfred Messerschmidt {{!}} SZ-Gedenken.de |abruf=2023-03-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;) war ein deutscher [[Militärhistoriker]] und [[Jurist]]. Er war Autor von Standardwerken zur [[Militärgeschichte]] des 19.&amp;amp;nbsp;und 20. Jahrhunderts, hier insbesondere des [[Nationalsozialismus]]. Messerschmidt gilt als einer der bedeutendsten Militärhistoriker Deutschlands nach 1945 und als Begründer der kritischen Militärgeschichte in Deutschland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Messerschmidt leistete im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] Dienst als [[Flakhelfer]]. Nach dem [[Reichsarbeitsdienst]] wurde er im Mai 1944 zur Pioniertruppe eingezogen und geriet 1945 kurz in [[Kriegsgefangene des Zweiten Weltkrieges|Kriegsgefangenschaft]]. 1947 holte er das Abitur nach, begann ein Studium der Geschichte an der [[Universität Münster]] und wechselte vier Semester später an die [[Albert-Ludwigs-Universität Freiburg|Universität Freiburg]]. Nach dem Abschluss [[Promotion (Doktor)|promovierte]] Messerschmidt 1954 bei [[Gerhard Ritter]] mit einer Arbeit über &amp;#039;&amp;#039;Die Wandlungen des Deutschlandbildes in der englischen Geschichtsschreibung der letzten hundert Jahre&amp;#039;&amp;#039; zum Dr. phil. Anschließend absolvierte Messerschmidt ein Studium der Rechtswissenschaften, das er 1959 mit dem ersten juristischen [[Staatsexamen]] abschloss; 1962 legte er das zweite Staatsexamen ab.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hans-Erich Volkmann]]: [https://zms.bundeswehr.de/de/zmsbw-aktuelles-meldungen-nachruf-messerschmidt-5560692 &amp;#039;&amp;#039;Ein Nachruf. Manfred Messerschmidt (1926–2022)&amp;#039;&amp;#039;.] &amp;#039;&amp;#039;zms.bundeswehr.de&amp;#039;&amp;#039;, 27. Dezember 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1962 war Messerschmidt als Historiker tätig. Von 1970 bis 1988 war er Leitender Historiker am [[Militärgeschichtliches Forschungsamt|Militärgeschichtlichen Forschungsamt]] in [[Freiburg im Breisgau]]. Unter seiner Leitung wurde die zehnbändige Serie &amp;#039;&amp;#039;[[Das Deutsche Reich und der Zweite Weltkrieg]]&amp;#039;&amp;#039; konzipiert, die insofern Abschied von der klassischen Militärgeschichte nahm, als sie kriegerische Konflikte verstärkt unter Einbeziehung der These vom interdependenten Verhältnis zwischen militärischem Geschehen, Wirtschaft und Gesellschaft untersuchte.&amp;lt;ref&amp;gt; [[Hans-Erich Volkmann]]: [https://zms.bundeswehr.de/de/zmsbw-aktuelles-meldungen-nachruf-messerschmidt-5560692 &amp;#039;&amp;#039;Ein Nachruf. Manfred Messerschmidt (1926–2022)&amp;#039;&amp;#039;.] &amp;#039;&amp;#039;zms.bundeswehr.de&amp;#039;&amp;#039;, 27. Dezember 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er war darüber hinaus von 1973 bis 1988 Präsident der „Commission d’Histoire du droit militaire, Société Internationale de Droit Pénal Militaire et de Droit de la Guerre“ (Internationale Gesellschaft für Wehrrecht und Kriegsvölkerrecht) sowie Generalsekretär des „Comité d’Histoire de la Deuxième Guerre Mondiale“ (Deutsches Komitee für die Geschichte des Zweiten Weltkriegs). Im Zusammenhang mit seiner publizistischen Tätigkeit wurde er vom damaligen Vorsitzenden des [[Verband deutscher Soldaten|Verbands deutscher Soldaten]] (VdS), General [[Jürgen Schreiber (General)|Jürgen Schreiber]], mehrfach angefeindet, so beispielsweise als dieser Messerschmidt 1996 zum „Vortragsreisende[n] in Sachen Wehrmachtsverleumdung“ erklärte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fabian Virchow]]: &amp;#039;&amp;#039;Gegen den Zivilismus. Internationale Beziehungen und Militär in den politischen Konzeptionen der extremen Rechten.&amp;#039;&amp;#039; VS Verlag für Sozialwissenschaften, Wiesbaden 2006, ISBN 978-3-531-15007-9, S. 420.&amp;lt;/ref&amp;gt; Von 1987 bis 1988 war er Mitglied der „Waldheim-Kommission“, in der seine Forschungen wesentlich zur Aufklärung der [[Waldheim-Affäre]] um den ehemaligen [[Generalsekretär der Vereinten Nationen|UN-Generalsekretär]] und späteren österreichischen Bundespräsidenten [[Kurt Waldheim]] (1918–2007) beitrugen. Hier wurde Messerschmidt auf der Basis seiner doppelten fachlichen Qualifikation als Jurist und Historiker tätig und legte zudem zum Themenfeld Militärjustiz Fachpublikationen vor, die ihm in diesem Bereich zu internationalem Ansehen verhalfen.&amp;lt;ref&amp;gt; [[Hans-Erich Volkmann]]: [https://zms.bundeswehr.de/de/zmsbw-aktuelles-meldungen-nachruf-messerschmidt-5560692 &amp;#039;&amp;#039;Ein Nachruf. Manfred Messerschmidt (1926–2022)&amp;#039;&amp;#039;.] &amp;#039;&amp;#039;zms.bundeswehr.de&amp;#039;&amp;#039;, 27. Dezember 2022.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Messerschmidt war stellvertretender Vorsitzender der [[Stiftung Deutsches Holocaust-Museum]] und Mitglied des Wissenschaftlichen Beirats für die [[Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stiftung-denkmal.de/stiftung/kuratorium-beirat.html Webseite der Stiftung Denkmal für die ermordeten Juden Europas].&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;In der [http://www.buchenwald.de/fileadmin/buchenwald/download/News/Buchenwald/2013/Pressemappe_Wehrmachtsjustiz.pdf Pressemappe Wehrmachtsjustiz auf der Webseite der Gedenkstätte Buchenwald], S. 15, wird er 2013 als Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates der Stiftung &amp;#039;&amp;#039;Denkmal für die ermordeten Juden Europas&amp;#039;&amp;#039; erwähnt.&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie von 1990 bis 2012 Vorsitzender des wissenschaftlichen Beirats der [[Bundesvereinigung Opfer der NS-Militärjustiz]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://senatspressestelle.bremen.de/detail.php?id=46858 Pressemitteilung] der Pressestelle des Senats der Freien Hansestadt Bremen vom 14. Dezember 2011; [http://www.bv-opfer-ns-militaerjustiz.de/index.php?page=kontakt Kontaktseite der Bundesvereinigung]; {{Webarchiv|url=http://www.bv-opfer-ns-militaerjustiz.de/uploads/Dateien/Stellungnahmen/SpaeteAnerkennung-BeitragGK2011Ngm.pdf |wayback=20160323055839 |text=Tagungsbericht von Günter Knebel}} (Schriftführer der Bundesvereinigung) vom 21. November 2011, S. 2; alle abgerufen am 17. März 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Wehrmacht im NS-Staat. Zeit der Indoktrination&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Truppe und Verwaltung&amp;#039;&amp;#039; Bd. 16). Mit einer Einführung von [[Johann Adolf Graf Kielmansegg]]. Von Decker, Hamburg 1969.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Militärgeschichte. Probleme, Thesen, Wege.&amp;#039;&amp;#039; Im Auftrag des Militärgeschichtlichen Forschungsamtes aus Anlass seines 25-jährigen Bestehens ausgewählt und zusammengestellt von Manfred Messerschmidt. DVA, Stuttgart 1982, ISBN 3-421-06122-X.&lt;br /&gt;
* mit [[Fritz Wüllner]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Wehrmachtjustiz im Dienste des Nationalsozialismus. Zerstörung einer Legende.&amp;#039;&amp;#039; Nomos, Baden-Baden 1987, ISBN 3-7890-1466-4.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Militärgeschichtliche Aspekte der Entwicklung des deutschen Nationalstaates.&amp;#039;&amp;#039; Droste, Düsseldorf 1988, ISBN 3-7700-0775-1.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Was damals Recht war… NS-Militär und Strafjustiz im Vernichtungskrieg.&amp;#039;&amp;#039; Klartext, Essen 1996, ISBN 3-88474-487-9.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Wehrmachtjustiz 1933–1945.&amp;#039;&amp;#039; Schöningh, Paderborn u. a. 2005, ISBN 3-506-71349-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Patrick Bahners]]: &amp;#039;&amp;#039;Legenden zertrümmern. Zum 90. des Historikers Manfred Messerschmidt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 30. September 2016, Nr. 229, S. 15.&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Militarismus, Vernichtungskrieg, Geschichtspolitik. Zur deutschen Militär- und Rechtsgeschichte&amp;#039;&amp;#039;. Im Auftrag des [[Militärgeschichtliches Forschungsamt|Militärgeschichtlichen Forschungsamtes]] hrsg. von [[Hans Ehlert]], Arnim Lang und [[Bernd Wegner (Historiker)|Bernd Wegner]], Schöningh, Paderborn u. a. 2006, ISBN 978-3-506-75658-9.&lt;br /&gt;
* [[Michael Epkenhans]]: &amp;#039;&amp;#039;Zum 85. Geburtstag von Prof. Dr. Manfred Messerschmidt.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Militärgeschichtliche Zeitschrift]].&amp;#039;&amp;#039; Bd. 70 (2011), H. 1, S. 1 f.&lt;br /&gt;
* [[Gaël Eismann]]: &amp;#039;&amp;#039;Manfred Messerschmidt (1926–2022).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Francia (Zeitschrift)|Francia]]&amp;#039;&amp;#039; 50, 2023, S. 613–616.&lt;br /&gt;
* [[Wolfram Wette]], [[Gerd R. Ueberschär]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kriegsverbrechen im 20. Jahrhundert. [Festschrift für Manfred Messerschmidt zum 75. Geburtstag].&amp;#039;&amp;#039; Primus Verlag, Darmstadt 2001, ISBN 3-89678-417-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|118845179}}&lt;br /&gt;
* {{DDB|Person|118845179}}&lt;br /&gt;
* {{Perlentaucher|manfred-messerschmidt}}&lt;br /&gt;
* Manfred Messerschmidt: [https://library.fes.de/pdf-files/historiker/03431.pdf &amp;#039;&amp;#039;„Größte Härte …“. Verbrechen der Wehrmacht in Polen September/Oktober 1939&amp;#039;&amp;#039;], Vortrag (2005) bei der [[Friedrich-Ebert-Stiftung]] (PDF)&lt;br /&gt;
* Gerald Wagner: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.faz.net/aktuell/feuilleton/zum-tod-des-historikers-manfred-messerschmidt-18548004.html Nachruf Manfred Messerschmidt. Die Wahrheit über die Wehrmacht].&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Frankfurter Allgemeine Zeitung#FAZ.NET|FAZ.NET]]&amp;#039;&amp;#039;, 20. Dezember 2022&lt;br /&gt;
* [[Hans-Erich Volkmann]]: [https://web.archive.org/web/20230113065356/https://zms.bundeswehr.de/de/zmsbw-aktuelles-meldungen-nachruf-messerschmidt-5560692 &amp;#039;&amp;#039;Ein Nachruf. Manfred Messerschmidt (1926–2022).&amp;#039;&amp;#039;] Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr, 27. Dezember 2022&lt;br /&gt;
* [https://invenio.bundesarchiv.de/invenio/direktlink/1d717197-ce8b-4d45-aafb-08297655deb3/ BArch N 5057 Nachlass]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118845179|LCCN=n/83/34103|VIAF=27090501}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Messerschmidt, Manfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NS-Forscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärhistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Neuzeithistoriker]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtshistoriker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Rechtshistoriker (21. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1926]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2022]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Messerschmidt, Manfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Militärhistoriker und Jurist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=1. Oktober 1926&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Dortmund]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=18. Dezember 2022&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Freiburg im Breisgau]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Woldemar1958</name></author>
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