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	<title>Manfred Kanther - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Gib Senf dazu!: tk kl</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;tk kl&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Manfred Kanther.jpg|mini|Manfred Kanther, Ausschnitt aus einem Wahlplakat Ende der 1990er-Jahre]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Manfred Kanther&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[26. Mai]] [[1939]] in [[Świdnica|Schweidnitz]], [[Provinz Schlesien]]) ist ein ehemaliger deutscher [[Politiker]] der [[Christlich Demokratische Union Deutschlands|CDU]]. Er war von 1970 bis 1987 Landesgeschäftsführer und Generalsekretär der CDU Hessen, von 1991 bis Januar 1998 deren Landesvorsitzender und von 1993 bis 1998 [[Bundesministerium des Innern|Bundesminister des Innern]] im [[Kabinett Kohl IV]] und [[Kabinett Kohl V|V]]. Sein Bundestagsmandat legte er Anfang 2000 im Zusammenhang mit der [[CDU-Spendenaffäre#Spendenaffäre der CDU in Hessen|Spendenaffäre der hessischen CDU]] nieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Beruf ==&lt;br /&gt;
Nach [[Flucht und Vertreibung Deutscher aus Mittel- und Osteuropa 1945–1950|Flucht und Vertreibung]] aus [[Niederschlesien]] lebte Kanthers Familie in [[Thüringen]]. Kanther legte 1957 sein Abitur an der [[Gymnasium Georgianum (Hildburghausen)|Oberschule „Geschwister Scholl“]] in [[Hildburghausen]] ab, [[Flucht aus der Sowjetischen Besatzungszone und der DDR|flüchtete]] aber aus der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]], weil ihm ein Hochschulstudium verweigert wurde. Er begann 1958 ein Studium der [[Rechtswissenschaft]] in [[Philipps-Universität Marburg|Marburg]] und [[Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn|Bonn]], das er 1962 mit dem [[Juristenausbildung in Deutschland#Studium und erstes Staatsexamen|Ersten Staatsexamen]] beendete. Nach dem Referendariat in [[Lüdenscheid]] folgte 1966 das [[Juristenausbildung in Deutschland#Referendariat und zweites Staatsexamen|zweite Staatsexamen]]. Während seines Studiums war er aktiv beim [[Corps Guestphalia et Suevoborussia]] Marburg, dem er heute als [[Alter Herr (Studentenverbindung)|Alter Herr]] angehört. Von 1967 bis 1970 war er Stadtoberrechtsrat von [[Plettenberg]]. Kanther arbeitet seit seinem Ausscheiden aus der Politik als Rechtsanwalt in [[Wiesbaden-Biebrich]] und lebt in [[Wiesbaden-Heßloch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manfred Kanther ist seit mehr als 60 Jahren mit seiner Frau Barbara verheiratet und hat sechs Kinder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Partei ==&lt;br /&gt;
Seit 1958 ist er Mitglied der Christlich Demokratischen Union Deutschlands. 1970 wurde er von [[Alfred Dregger]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt&amp;quot;&amp;gt;Joachim Neander [https://www.welt.de/print-welt/article498525/Das-Doppelleben-des-Manfred-Kanther.html &amp;#039;&amp;#039;Das Doppelleben des Manfred Kanther&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Welt]]&amp;#039;&amp;#039;, 18. Januar 2000.&amp;lt;/ref&amp;gt; zum Landesgeschäftsführer der [[CDU Hessen]] berufen, von 1980 bis 1987 war er [[Generalsekretär]] und von 1991 bis Januar 1998 Landesvorsitzender der hessischen CDU. Von 1992 bis November 1998 gehörte er außerdem dem [[Präsidium]] der CDU Deutschlands an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgeordneter ==&lt;br /&gt;
Von 1974 bis zum 12. Juli 1993 war Kanther [[Mitglied]] des [[Hessischer Landtag|Landtages von Hessen]]. Er wurde im [[Wahlkreis Wiesbaden I]] gewählt. Hier war er bis 1987 Parlamentarischer Geschäftsführer der CDU-[[Fraktion (Politik)|Landtagsfraktion]] und von 1991 bis 1993 – bis zur Ernennung zum Bundesinnenminister – deren [[Vorsitzender]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von [[Bundestagswahl 1994|1994]] bis zum 25. Januar 2000 gehörte er dem [[Deutscher Bundestag|Deutschen Bundestag]] an.&lt;br /&gt;
Manfred Kanther wurde 1994 direkt gewählter Abgeordneter des [[Bundestagswahlkreis Hanau|Bundestagswahlkreises Hanau]] und zog [[Bundestagswahl 1998|1998]] über die [[Landesliste]] Hessen in den Bundestag ein. Dieses Mandat gab er im Januar 2000 wegen der Vorwürfe im Zusammenhang mit der Spendenaffäre der hessischen CDU ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kandidatur zum Hessischen Ministerpräsidenten ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Plakat CDU Hessen Kanther Aufschwung schafft Arbeit.jpg|mini|hochkant|Wahlplakat der CDU Hessen 1995]]&lt;br /&gt;
Im Wahlkampf für die [[Landtagswahl in Hessen 1995]] setzte die CDU auf Kanther und klare, prägnante Aussagen. Kanther hatte sich als Bundesinnenminister den Ruf eines konsequenten Konservativen erworben. Schwerpunktthemen des Wahlkampfs waren (neben der Schulpolitik) daher die „harten“ Themen Kriminalität und Wirtschaft. Nach den erfolgreichen Wahlen zum Europaparlament am 12. Juni 1994 (bei der die Union mit 37 Prozent stärkste Partei geworden war) und der Bundestagswahl 1994 (bei der die CDU 40,7 Prozent erreicht hatte), hoffte man, bei der Landtagswahl wieder eine Regierungsmehrheit zu erreichen. Zwar wurde die CDU mit 39,2 Prozent (−1,0) stärkste Fraktion, die Verluste der SPD wurden jedoch durch Gewinne der Grünen mehr als kompensiert, so dass die CDU weitere vier Jahre in der Opposition blieb. Neuer Fraktionsvorsitzender und Oppositionsführer wurde [[Roland Koch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Öffentliche Ämter ==&lt;br /&gt;
In der von [[Ministerpräsident]] [[Walter Wallmann]] geführten [[Hessische Landesregierung|Hessischen Landesregierung]] ([[Kabinett Wallmann]]) amtierte er vom 5.&amp;amp;nbsp;April 1987 bis zum 4.&amp;amp;nbsp;April 1991 als [[Hessisches Ministerium der Finanzen|Hessischer Finanzminister]]. Am 7.&amp;amp;nbsp;Juli 1993 wurde er dann als [[Bundesministerium des Innern|Bundesminister des Innern]] in die von [[Bundeskanzler (Deutschland)|Bundeskanzler]] [[Helmut Kohl]] geführte [[Bundesregierung (Deutschland)|Bundesregierung]] berufen. Kanther war während seiner Zeit als Bundesinnenminister im [[Kabinett Kohl IV]]/[[Kabinett Kohl V|V]] stets als „[[Law and Order (Politik)|Law and Order]]“-Minister bekannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Bundestagswahl 1998]] schied er am 26. Oktober 1998 aus der Bundesregierung aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwicklung in die CDU-Spendenaffäre und Verurteilung ==&lt;br /&gt;
Im Jahr 2000 wurde Kanther im Zusammenhang mit der Spendenaffäre der hessischen CDU beschuldigt, gegen das Parteispendengesetz verstoßen zu haben, indem er 1983 als Generalsekretär der hessischen CDU Schwarzgelder in Höhe von 20,8 Millionen&amp;amp;nbsp;[[Deutsche Mark|DM]] (10,6 Millionen Euro) heimlich erst in die Schweiz und dann nach Liechtenstein geschafft hatte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;welt&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er legte deshalb am 25. Januar 2000 sein Bundestagsmandat nieder. Kanther sagte im Prozess (2004), er habe sich nicht persönlich bereichert, sondern seine Partei unterstützen wollen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Folge wurde Manfred Kanther am 18. April 2005 erstinstanzlich vom [[Landgericht Wiesbaden]] zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten auf Bewährung verurteilt, weil Kanther sich der [[Untreue (Deutschland)|Untreue]] gemäß {{§|266|stgb|juris}} des [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|Strafgesetzbuches]] schuldig gemacht habe.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.stern.de/politik/deutschland/cdu-schwarzgeldprozess-hartes-urteil-gegen-hardliner-kanther-3551820.html stern.de, 18. April 2005] abgerufen am 26. Mai 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Bundesgerichtshof]] hob das Urteil des Landgerichts Wiesbaden mit Urteil vom 18. Oktober 2006 teilweise auf und verwies das Verfahren im Umfang der Aufhebung an das Landgericht Wiesbaden zurück. Das Landgericht Wiesbaden habe zu Recht angenommen, dass die Verbringung der Parteigelder auf Schweizer Konten im Jahr 1983, ihre Überführung in das Vermögen der Zaunkönig-Stiftung und ihre fortlaufende Verheimlichung gegenüber der CDU Hessen eine Untreue zum Nachteil des Landesverbandes Hessen darstelle, die erst mit der Rückführung der Gelder im Jahr 2000 beendet gewesen sei. Allerdings sei seine Verurteilung wegen der Mitwirkung an falschen Rechenschaftsberichten der hessischen CDU rechtlich nicht haltbar. Kanther sei in diesem Punkt keine vorsätzliche Schädigung des Vermögens seiner Partei vorzuwerfen, weil er zwar das Risiko von Rückforderungen erkannt habe, dessen Realisierung aber vermeiden wollte. Dieser Sachverhalt könne jedoch einen [[Betrug (Deutschland)|Betrug]] (§&amp;amp;nbsp;263 StGB) zum Nachteil der Bundesrepublik Deutschland darstellen. In der Vorinstanz wurde dies aus strafprozessualen Gründen nicht geprüft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. September 2007 wurde das Verfahren vor dem Landgericht Wiesbaden erneut eröffnet und Kanther am 27. September 2007 wegen Untreue zu einer Geldstrafe in Höhe von 300 [[Tagessatz|Tagessätzen]] à 180 Euro (insgesamt 54.000 Euro) verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.stern.de/politik/deutschland/schwarzgeldprozess-kanther-muss-54000-euro-zahlen-598969.html |text=stern.de, 27. September 2007 |wayback=20111118150654}} abgerufen am 26. Mai 2014.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* 1984: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Verdienstkreuz am Bande]] der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
* 1996: [[Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland|Großes Verdienstkreuz]] der Bundesrepublik Deutschland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kabinette ==&lt;br /&gt;
* [[Kabinett Kohl IV]] – [[Kabinett Kohl V]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Hessen-Parlament 1946–1986 |Seite=292}}&lt;br /&gt;
* Jochen Lengemann: &amp;#039;&amp;#039;MdL Hessen. 1808–1996. Biographischer Index&amp;#039;&amp;#039;. Elwert, Marburg 1996, ISBN 3-7708-1071-6, S. 205–206 (= &amp;#039;&amp;#039;Politische und parlamentarische Geschichte des Landes Hessen&amp;#039;&amp;#039;, Band 14 = &amp;#039;&amp;#039;Veröffentlichungen der Historischen Kommission für Hessen&amp;#039;&amp;#039;, Band 48, 7).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Biographie beim Deutschen Bundestag|Manfred Kanther}}&lt;br /&gt;
* [https://www.kas.de/de/web/geschichte-der-cdu/personen/biogramm-detail/-/content/manfred-kanther &amp;#039;&amp;#039;Manfred Kanther. Jurist, Bundesminister, *26. Mai 1939 Schweidnitz/Schlesien&amp;#039;&amp;#039;.] [[Konrad-Adenauer-Stiftung]].&lt;br /&gt;
* {{Parlamente in Hessen|Thema=Abgeordnete|Ident=171402898|Titel=Manfred Kanther|Datum=2023-11-28|Abruf=2024-05-26}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kanther, Manfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Innenminister (Bundesrepublik Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bundestagsabgeordneter (Hessen)]]&lt;br /&gt;
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[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kanther, Manfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Politiker (CDU), MdL, MdB&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=26. Mai 1939&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Świdnica|Schweidnitz]], Provinz Schlesien&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Gib Senf dazu!</name></author>
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