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	<title>Manfred Grashof - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Manfred_Grashof&amp;diff=949984&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Robbit: /* Leben und Wirken */</title>
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		<updated>2026-02-08T08:37:19Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben und Wirken&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Manfred Grashof&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[3. Oktober]] [[1946]] in [[Kiel]]) ist ein ehemaliger deutscher [[Terrorismus|Terrorist]] der [[Rote Armee Fraktion]] (RAF).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Sven Felix Kellerhoff]], Lars-Broder Keil: [http://books.google.de/books?id=PbsHAQAAQBAJ&amp;amp;pg=PA184&amp;amp;lpg=PA184 &amp;#039;&amp;#039;Gerüchte machen Geschichte: Folgenreiche Falschmeldungen im 20. Jahrhundert&amp;#039;&amp;#039;], Ch. Links Verlag, Berlin 2013, ISBN 978-3861533863, S. 184&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Wolfgang de Boor, Hans-Dieter Schwind: [http://books.google.de/books?id=QtSGvC71wdgC&amp;amp;pg=PA20&amp;amp;lpg=PA20 &amp;#039;&amp;#039;Ursachen des Terrorismus in der Bundesrepublik Deutschland&amp;#039;&amp;#039;], Walter de Gruyter, 1978, ISBN 978-3110077025, S. 20&amp;lt;/ref&amp;gt; Nach seiner Verhaftung 1972 wurde er 1977 wegen [[Mord (Deutschland)|Mordes]] zu [[lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslanger Freiheitsstrafe]] verurteilt und 1988 begnadigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
Manfred Grashof desertierte im Sommer 1969, zusammen mit elf anderen, von der [[Bundeswehr]] nach [[West-Berlin]], worauf sie verhaftet und in die Bundesrepublik Deutschland gebracht wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TuM&amp;quot;&amp;gt;Hoffmann, B.: &amp;#039;&amp;#039;Rote Armee Fraktion - Texte und Materialien zur Geschichte der RAF.&amp;#039;&amp;#039; ID-Verlag, Berlin 1997&amp;lt;/ref&amp;gt; Wenig später kehrte er nach West-Berlin zurück und zog in die [[Kommune 2]] ein. Nach der [[Baader-Befreiung]] schloss er sich der RAF an. Zusammen mit seiner Freundin, dem RAF-Mitglied [[Petra Schelm]] und etwa 20 anderen Gruppenmitgliedern ließ er sich im Sommer 1970 in einem Camp der [[Al Fatah]] in [[Jordanien]] militärisch ausbilden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. Februar 1971 kam es in Frankfurt zum ersten [[Feuergefecht|Schusswechsel]] mit der Polizei, bei dem er und [[Astrid Proll]] entkamen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;TuM&amp;quot; /&amp;gt; Bis 1972 beteiligte sich Grashof am Aufbau der [[Logistik]] der RAF und an mehreren Banküberfällen in Berlin. Grashof war Spezialist für gefälschte Ausweispapiere, die er in so guter Qualität herstellte, dass sie bei Ausweiskontrollen nicht auffielen. Er gehörte zur Kommandoebene und zum harten Kern um [[Andreas Baader]], [[Gudrun Ensslin]], [[Holger Meins]], [[Jan-Carl Raspe]] und [[Ulrike Meinhof]]. Am 2. März 1972 wurde Grashof in einer [[konspirative Wohnung|konspirativen Wohnung]] in Hamburg, in der eine Fälscherwerkstatt untergebracht war, von der Polizei gestellt. Es kam zu einem Schusswechsel, bei dem Grashof den Leiter der [[Sonderkommission|SOKO]] „Baader/Meinhof“, [[Hans Eckhardt (Polizist)|Hans Eckhardt]], mit zwei [[Deformationsgeschoss#Militärische Verwendung (Dum-Dum-Geschoss)|Dum-Dum-Geschossen]] in Schulter und Bauch schoss. Diese Geschosse waren an der Spitze abgefeilt und rissen große Wunden. Eckhardt erlag nach einem zwanzigtägigen Koma mit kurzen Augenblicken des Bewusstseins und großen Schmerzen seinen Verletzungen. Grashof selbst wurde angeschossen und verletzt. Er wurde zusammen mit [[Wolfgang Grundmann]] verhaftet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Verhaftung wurde Grashof auf Weisung des [[Ermittlungsrichter]]s am [[Bundesgerichtshof]], [[Wolfgang Buddenberg]], noch schwer verletzt vom Haftkrankenhaus in die Untersuchungshaftanstalt verlegt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sueddeutsche.de/kultur/aust-grashof-und-die-raf-der-hat-mich-total-uebers-ohr-gehauen-1.596700 &amp;#039;&amp;#039;Der hat mich total übers Ohr gehauen&amp;#039;&amp;#039; von Ruth Schneeberger auf sueddeutsche.de]&amp;lt;/ref&amp;gt; Diese Maßnahme wurde von Grashof als zu früh empfunden. In einem Interview mit der &amp;#039;&amp;#039;[[taz]]&amp;#039;&amp;#039; schilderte er 2008 die hygienischen Bedingungen seiner Gefängniszelle als unzureichend und gab an, die Ärzte hätten gegen den Transport protestiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz&amp;quot;&amp;gt;Gabriele Goettle: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.taz.de/1/archiv/dossiers/dossier-revolte-und-liebe-die-68er/artikel/1/wer-ist-dorothea-ridder/ Wer ist Dorothea Ridder?]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[die tageszeitung|TAZ]]&amp;#039;&amp;#039; v. 28. April 2008; Dies.: &amp;#039;&amp;#039;[https://taz.de/Kleine-Liebesgabe-von-Manfred-an-Dorothea/!5178357/ Die Praxis der Galaxie.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;TAZ&amp;#039;&amp;#039; v. 28. Juli 2008 (mit Hochzeitsfoto Ridder/Grashof 1984); = Dies.: &amp;#039;&amp;#039;Wer ist Dorothea Ridder? Rekonstruktion einer beschädigten Erinnerung.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 2009, S. 7–26, 47–66.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Mai 1972 wurde Buddenbergs Frau durch eine [[Autobombe]] in Buddenbergs PKW [[VW Käfer#VW 1200/1300/1500 (1961–1974)|VW 1300 L]] schwer verletzt. Entgegen ihrer Gewohnheit, hatte sie an diesem Tag das Fahrzeug benutzt. Zu der Tat bekannte sich das [[Mai-Offensive der Rote Armee Fraktion#BGH-Richter in Karlsruhe|„Kommando Manfred Grashof“]] der RAF.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während seines Verfahrens in [[Kaiserslautern]] ließ er sich von bis zu 15 Wahlverteidigern vertreten, was maßgeblich dazu beitrug, dass die [[Strafprozessordnung (Deutschland)|Strafprozessordnung]] geändert wurde. Seitdem stehen einem Angeklagten in allen deutschen Strafverfahren höchstens drei Wahlverteidiger zur Seite. Am 2. Juni 1977 wurde er wegen [[Mord (Deutschland)|Mordes]] zu [[lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslanger Freiheitsstrafe]] verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Haft beklagte sich Grashof über seine Haftbedingungen und bezeichnete sie als Isolation. Die rheinland-pfälzischen Behörden sprachen von „strenger Einzelhaft“. 1975 und 1977 versuchten Mitglieder der zweiten Generation der RAF erfolglos, durch die [[Geiselnahme von Stockholm]] und die [[Schleyer-Entführung]], Grashof und andere freizupressen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1984 heiratete Grashof im Gefängnis die Berliner Ärztin und frühere [[Kommune I|Kommunardin]] [[Dorothea Ridder]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;taz&amp;quot; /&amp;gt; Mitte der 1980er-Jahre sagte sich Grashof von der RAF los und zeigte nichtöffentlich Reue und Distanz zur RAF – allerdings nie direkt oder indirekt gegenüber den Angehörigen des ermordeten Polizisten Eckhardt. Dies wurde im Mai 2007 von der Witwe in einem [[Der Spiegel|Spiegel]]-Interview bestätigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPon0905&amp;quot;&amp;gt;[[Anne Siemens]]: [https://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,druck-481776,00.html &amp;#039;&amp;#039;Wie kann man einen Menschen zum Schwein machen?&amp;#039;&amp;#039;], &amp;#039;&amp;#039;Spiegel online&amp;#039;&amp;#039;, 9. Mai 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Herbst 1988 begnadigte der damalige Ministerpräsident von Rheinland-Pfalz, [[Bernhard Vogel]] (CDU), Manfred Grashof nach 16 Jahren Haft. Vogel hatte Grashof zuvor im Gefängnis besucht. Eine Anhörung oder Unterrichtung der Polizistenwitwe wurde von Vogel – entgegen eigener Behauptung&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Grabenströer: &amp;#039;&amp;#039;Reue spielte für Bernhard Vogel keine Rolle&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Frankfurter Rundschau&amp;#039;&amp;#039;, 27. April 2007&amp;lt;/ref&amp;gt; – nicht veranlasst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPon0905&amp;quot; /&amp;gt; Im März 1989 wurde Grashof nach 17 Jahren Haft freigelassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit 1987 arbeitet Manfred Grashof im [[Grips-Theater]] in Berlin. Der Verurteilte kam als [[Vollzugslockerung|Freigänger]] zum Theater, später wurde er als Techniker eingestellt. Im Erfolgsstück &amp;#039;&amp;#039;Baden gehen&amp;#039;&amp;#039; spielte er 2005 einen Polizisten.&amp;lt;ref&amp;gt;Lars von Törne: [https://www.tagesspiegel.de/berlin/grosses-theater-um-den-ex-terroristen-christian-klar/595230.html Großes Theater um den Ex-Terroristen Christian Klar], &amp;#039;&amp;#039;Tagesspiegel&amp;#039;&amp;#039;, 23. März 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Film &amp;#039;&amp;#039;[[Der Baader Meinhof Komplex]]&amp;#039;&amp;#039; (2008) wurde er von [[Andreas Tobias]] gespielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Butz Peters]]: &amp;#039;&amp;#039;RAF – Terrorismus in Deutschland.&amp;#039;&amp;#039; Droemer Knaur, München 1993, ISBN 3-426-80019-5.&lt;br /&gt;
* Butz Peters: &amp;#039;&amp;#039;Tödlicher Irrtum. Die Geschichte der RAF.&amp;#039;&amp;#039; Argon, Berlin 2004, ISBN 3-87024-673-1.&lt;br /&gt;
* [[Stefan Aust]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Baader-Meinhof-Komplex.&amp;#039;&amp;#039; Hoffmann &amp;amp; Campe, Hamburg 2005, ISBN 3-455-09516-X.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Kraushaar]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die RAF und der linke Terrorismus.&amp;#039;&amp;#039; Edition Hamburg, Hamburg 2006, ISBN 3-936096-65-1.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/politik/deutschland/0,1518,481776,00.html Artikel aus dem Spiegel, 9. Mai 2007]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|LCCN=|NDL=|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2025-02-12|REMARK=Eventuell mit {{GND|106127019X}} identisch.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Grashof, Manfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Rote Armee Fraktion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mordfall)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fälscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bankräuber]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deserteur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1946]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Grashof, Manfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Terrorist der Roten Armee Fraktion&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=3. Oktober 1946&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Kiel]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Robbit</name></author>
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