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	<title>Manfred Ewald - Versionsgeschichte</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-W1214-0016, Berlin, Auszeichnung &amp;#039;DDR-Sportler des Jahres 1980 3.jpg|mini|Manfred Ewald bei der Auszeichnung der „[[Sportler des Jahres (DDR)|Sportler des Jahres 1980]]“]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Manfred Ewald&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[17. Mai]] [[1926]] in [[Podjuchy|Podejuch]], [[Landkreis Randow]], [[Provinz Pommern]]; † [[21. Oktober]] [[2002]] in [[Damsdorf (Kloster Lehnin)|Damsdorf]], Gemeinde [[Kloster Lehnin]]) war Präsident des [[Deutscher Turn- und Sportbund|DTSB]] und der einflussreichste [[Sport in der DDR|Sport]]funktionär der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]. 2000 wurde er wegen Beihilfe zur Körperverletzung im Zusammenhang mit dem [[Staatliches Doping in der DDR|staatlich verordneten Doping im DDR-Leistungssport]] verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Manfred Ewald war Sohn eines [[Schneider]]s.&amp;lt;ref&amp;gt;{{WWW-DDR|id=manfred-ewald|lemma=Ewald, Manfred|autor=Klaus Gallinat, Olaf W. Reimann|band=1|idNum=759}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seine frühen Jahre liegen im Nebel von Ungewissheiten und Kontroversen,&amp;lt;ref&amp;gt;Mike Dennis, Jonathan Grix: &amp;#039;&amp;#039;Sport Under Communism: Behind the East German ‚Miracle‘.&amp;#039;&amp;#039; Palgrave, Basingstoke 2012, S. 40. Wörtlich: „This period is clouded in uncertainty and controversy.“&amp;lt;/ref&amp;gt; da alle Dokumente entweder in den Kriegsereignissen verloren gegangen sind oder bewusst vernichtet wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; Es heißt, er sei Zögling einer [[Nationalpolitische Erziehungsanstalt|Nationalpolitischen Erziehungsanstalt]] gewesen, aber auch, er sei von 1940 bis 1943 in der Stadtverwaltung [[Stettin]] zum Verwaltungsangestellten ausgebildet worden und habe anschließend eine Ausbildung zum Panzergrenadier in [[Kalisz|Kalisch]] erhalten. Ewald soll Leiter des [[HJ-Streifendienst]]es für vier Ortschaften im Umfeld von Stettin gewesen sein. Er beantragte am 23. Januar 1944 die Aufnahme in die [[Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei|NSDAP]] und wurde zum [[Führergeburtstag|20. April]] desselben Jahres aufgenommen ([[Liste der NSDAP-Mitgliedsnummern|Mitgliedsnummer]] 10.030.670).&amp;lt;ref&amp;gt;Bundesarchiv R 9361-IX KARTEI/8190218&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/print-welt/article522699/Vom-Alt-Nazi-zum-fuehrenden-SED-Funktionaer.html |titel=Vom Alt-Nazi zum führenden SED-Funktionär |autor=Giselher Spitzer |werk=[[Die Welt]] |datum=2000-07-12 |abruf=2018-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Später gab er an, es habe sich um ein Täuschungsmanöver gehandelt, da er zum Widerstandskreis um [[Walter Empacher]] und [[Werner Krause (Widerstandskämpfer, 1907)|Werner Krause]] gehört habe, was von [[Giselher Spitzer]] bezweifelt wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.welt.de/print-welt/article522852/Manfred-Ewald-habe-den-richtigen-hitlerischen-Fuehrungstyp-verkoerpert.html |titel=Manfred Ewald habe „den richtigen hitlerischen Führungstyp verkörpert“ |werk=[[Die Welt]] |datum=2000-07-13 |autor=Giselher Spitzer |abruf=2018-04-16}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Munzinger|00000013607|Manfred Ewald}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Herbert Fischer-Solms |url=https://www.bisp-surf.de/Record/PU201301000434 |titel=Manfred Ewald : Ich war der Sport? |werk=bisp-surf.de |datum=2012 |abruf=2019-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1952 wurde Ewalds Rolle im Nationalsozialismus seitens der DDR-Behörden unter die Lupe genommen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; Da keine Dokumente über eine mögliche Tätigkeit Ewalds im Widerstand vorlagen, wurde die Witwe des Widerstandskämpfers Empacher verhört, die gegenüber dem Ministerium für Staatssicherheit aussagte, lediglich ihr Mann, ein ebenfalls hingerichteter Mitstreiter und sie selbst hätten gewusst, dass Ewald Mitglied der Widerstandsgruppe gewesen sei. Spitzer kam zu dem Schluss: „Ewald wurde ohne schriftliche Unterlagen und mit völlig widersprüchlichen Zeugenaussagen formal entlastet.“ In einer Akte des Ministeriums für Staatssicherheit vom 20.&amp;amp;nbsp;Oktober 1952 heißt es, „dass praktisch alle Zeugen für eine Antihaltung hingerichtet worden seien oder mit Ewald verwandt seien“. Der Historiker führte Akten der Polizei Rostock auf, in denen ein Beamter Ewald unter anderem vorwirft, einen Saboteur an die Gestapo ausgeliefert zu haben, „‚HJ-Stammführer‘ mit vier Ortschaften gewesen“ zu sein. Ewald sei „von [[Otto Grotewohl]] persönlich beeidigt“ gewesen, deshalb habe man nichts gegen ihn unternehmen können.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Am 2. Dezember 1944 verlor Ewald infolge einer Verwundung zwei Finger der rechten Hand und geriet in sowjetische Kriegsgefangenschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Kriegsende gehörte Ewald bereits im Frühsommer 1945 zu den Mitbegründern der [[Kommunistische Partei Deutschlands|Kommunistischen Partei Deutschlands]] (KPD) in Podejuch, Stettin und in Löcknitz. Nach der [[Vertreibung der Deutschen]] aus Pommern siedelte er sich in [[Greifswald]] an und wurde dort Leiter des antifaschistischen Jugendausschusses. 1946 wurde er als KPD-Mitglied durch die [[Zwangsvereinigung von SPD und KPD zur SED|Zwangsvereinigung von SPD und KPD]] Mitglied der [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands|SED]] und als Mitglied des antifaschistischen Jugendausschusses auch Mitglied der [[Freie Deutsche Jugend|FDJ]]. Von 1946 bis 1948 war er FDJ-Kreissekretär in Greifswald und ab 1947 auch Mitglied des Zentralrats der FDJ in Berlin. Wegen der zunehmenden Konfrontation mit seiner nationalsozialistischen Vergangenheit zog er bald nach Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von 1952 bis 1960 war er Vorsitzender des [[Staatliches Komitee für Körperkultur und Sport|Staatlichen Komitees für Körperkultur und Sport]] (Stako). Am 28. Mai 1961 wurde Ewald auf dem II. Deutschen Turn- und Sporttag zum Präsidenten der 1957 gegründeten zentralen Sportorganisation der DDR, des [[Deutscher Turn- und Sportbund|Deutschen Turn- und Sportbunds]] (DTSB), gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Manfred Ewald DTSB-Präsident&amp;#039;&amp;#039;. In [[Der Neue Weg]] vom 30. Mai 1961, S. 1&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Alter von 38 Jahren wurde ihm der [[Vaterländischer Verdienstorden|Vaterländische Verdienstorden in Gold]] verliehen, er war damit der erste Sportfunktionär, dem diese Ehre zuteilwurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |titel=DDR-Sportführer: Manfred Ewald ist tot |werk=Spiegel Online |datum=2002-10-22 |url=https://www.spiegel.de/sport/sonst/ddr-sportfuehrer-manfred-ewald-ist-tot-a-219360.html |abruf=2019-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; 1973 übernahm er außerdem die Präsidentschaft des [[Nationales Olympisches Komitee der DDR|Nationalen Olympischen Komitees der DDR]]. Ab 1963 war Ewald Mitglied des [[Sozialistische Einheitspartei Deutschlands#Zentralkomitee|Zentralkomitees der SED]]. Nach den [[Olympische Sommerspiele 1976|Olympischen Spielen 1976]] in Montreal wurde er mit dem [[Karl-Marx-Orden]] ausgezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/ddr-presse/ergebnisanzeige/?purl=SNP2532889X-19760910-0-4-0-0 |titel=Hohe staatliche Auszeichnungen verliehen. Karl-Marx-Orden |werk=[[Neues Deutschland]] |datum=1976-09-10 |seiten=4 |abruf=2018-04-10 |kommentar=online bei ZEFYS – Zeitungsportal der [[Staatsbibliothek zu Berlin]], kostenfreie Anmeldung erforderlich |archiv-url=https://web.archive.org/web/20180413125329/http://zefys.staatsbibliothek-berlin.de/ddr-presse/ergebnisanzeige/?purl=SNP2532889X-19760910-0-4-0-0 |archiv-datum=2018-04-13 |offline=1 |archiv-bot=2022-03-22 13:22:59 InternetArchiveBot }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser zentralen Stellung innerhalb des Sportsystems der DDR folgend wird Ewald bis heute als entscheidender Organisator des „DDR-Sportwunders“ angesehen. Nach Einschätzung des Journalisten [[Klaus Huhn]] sei die Geschichte des DDR-Sports ohne Manfred Ewald „nicht denkbar“. Ewald sei „zu einer der erfolgreichsten Persönlichkeiten des Landes“ avanciert, was ihm „nicht nur Freundschaften“ eintragen hätte. Zuweilen habe dieser seine Stellung missbraucht, „aber wer ihn gut kannte, wusste, dass er selten jemanden ‚fallen‘ ließ“, so Huhn, der die kritische Betrachtung Ewalds insbesondere durch westdeutsche Medien als Kampagne gegen den Sportfunktionär einordnete.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Klaus Huhn |url=https://web.archive.org/web/20191207093934/http://sportgeschichte.net/files/pdf/Beitrag16.pdf |titel=Gedenken: Manfred Ewald (17.5.1926 - 21.10.2002) |werk=Beiträge zur Sportgeschichte, Heft 16 / 2003 |datum=2003 |abruf=2019-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Sporthistoriker [[Hans Joachim Teichler]] schätzte Ewalds Stellung im DDR-Sport wie folgt ein: „Er hat die Rückendeckung von Seiten der Partei gehabt, konnte schalten und walten in diesem absolutistischen Staat.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Leistungssport in der DDR: Treue ist gut, totale Kontrolle ist besser |Sammelwerk=Spiegel Online |Datum=2007-08-31 |Online=https://www.spiegel.de/geschichte/leistungssport-in-der-ddr-a-947003.html |Abruf=2019-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ewald erachtete den Sport als Mittel zum Klassenkampf, er wurde kritisiert, im Sport vorrangig an Medaillen, Siegen und Weltrekorden interessiert zu sein und das Sporttreiben um des Sports willen in den Hintergrund gerückt zu haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20231101120545/https://www.abendblatt.de/archive/1988/pdf/19881107.pdf/ASV_HAB_19881107_HA_016.pdf |titel=Ewald geht - das Ende einer Ära |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1988-11-07 |abruf=2021-02-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Vorsitzender der Leistungssportkommission hatte Ewald nach Einschätzung von [[Herbert Fischer-Solms]] „die komplette Entscheidungsgewalt über den Hochleistungssport in der DDR“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt; Die Zeitung &amp;#039;&amp;#039;[[Neues Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039; schrieb anlässlich Ewalds Tod, „dass unter seiner bis zur Perfektion gesteigerten preußisch-strengen Regie der DDR-Leistungssport einen weltweit unglaublichen Aufschwung nahm“. Er sei ein „fähiger Mann“ gewesen, „mit hohem Sportfachwissen, großer Detailkenntnis und enormer Organisationsfähigkeit“, der zugleich aber „zur Selbstherrlichkeit neigte, oft nach Belieben schaltete und waltete“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt; und „der wahrscheinlich in jedem gesellschaftlichen System Karriere gemacht hätte.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Redaktion neues deutschland |url=https://www.nd-aktuell.de/artikel/912583.ich-war-der-sport.html |titel=«Ich war der Sport» |werk=neues deutschland |abruf=2019-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ewald selbst wurde unterstellt, diese Interpretation nach der [[Wende (DDR)|Wende]] etwa in seiner [[Biografie]] mit dem symptomatischen Titel &amp;#039;&amp;#039;Ich war der Sport&amp;#039;&amp;#039; gestützt zu haben. In dem Buch verteidigt Ewald die DDR-Sportmedizin, die seiner Einschätzung nach „nicht nur auf den Hochleistungssport orientiert“ gewesen sei, die „unendlich viel Gutes für viele Menschen geleistet“ habe, jedoch verunglimpft werde, so Ewald.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20230426000157/https://www.abendblatt.de/archive/1994/pdf/19940917.pdf/ASV_HAB_19940917_HA_019.pdf |titel=Die Beichte eines DDR-Mächtigen |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1994-09-17 |abruf=2021-02-18}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die systematische Talentauswahl und -förderung, die Erforschung der trainingswissenschaftlichen Grundlagen des Trainings, die systematische Verwendung des Leistungssports zur internationalen Profilierung der DDR gehören zu den Verdiensten Ewalds.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Arnd Krüger]]: &amp;#039;&amp;#039;Algo mas que dopaje. El deporte de alto rendimiento en la antigua República Democrática Alemana (1950 - 1976).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Materiales para la historia del deporte&amp;#039;&amp;#039; 6 (2008), S. 1, 9 - 29, ISSN 1887-9586, ([https://www.upo.es/revistas/index.php/materiales_historia_deporte/article/viewFile/501/695 online]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Tatsächlich lehnte Ewald den Titel des Buches &amp;#039;&amp;#039;Ich war der Sport&amp;#039;&amp;#039; ab, was mit einem Verweis, dass der Titel nicht den Intentionen Ewalds entspreche, im Buch kenntlich gemacht wurde. Tatsächlich unterstand aber auch Ewald stets dem für die Abteilung Sport zuständigen Sekretär des ZK der SED: [[Erich Honecker]] bis 1971, [[Paul Verner]] 1971–1984 und [[Egon Krenz]] 1984–1989, inhaltlich wurde jedoch das gemacht, was Ewald und sein Stab vorbereitet hatten. Ewald war ein Gegner des Boykotts der [[Olympische Sommerspiele 1984|Olympischen Sommerspiele 1984]], seine Haltung stieß in der SED auf Widerstand.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Im November 1988 wurde Ewald entmachtet und musste sein Amt als Präsident des DTSB abgeben. Offiziell wurde er auf eigenen Wunsch abgelöst.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; Es wurden gesundheitliche Gründe angegeben. Ewald war alkoholkrank, unter anderem hatte es auf der Rückreise von den Olympischen Winterspielen 1988 einen alkoholbezogenen Vorfall gegeben,&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jürgen Holz |url=https://www.nd-aktuell.de/artikel/25423.organisator-des-aufstiegs.html |titel=Organisator des Aufstiegs |werk=Neues Deutschland |datum= |abruf=2019-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; zudem verlor er laut &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel|Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; auch das Vertrauen der SED, da er „mit zunehmenden Erfolgen immer selbstherrlicher auftrat“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Ende Januar 1990 wurde Ewald aus dem DTSB ausgeschlossen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20221125164212/https://www.abendblatt.de/archive/1990/pdf/19900129.pdf/ASV_HAB_19900129_HA_014.pdf |titel=Der DDR-Sport sorgt sich ums Geld |werk=Hamburger Abendblatt |datum=1990-01-29 |abruf=2022-10-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verurteilung ==&lt;br /&gt;
Zehn Jahre nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|Deutschen Wiedervereinigung]] wurde Ewald im Juli 2000 vom [[Landgericht Berlin]] wegen „[[Beihilfe (Strafrecht Deutschlands)|Beihilfe]] zur [[Körperverletzung (Deutschland)|Körperverletzung]] zum Nachteil von 20 Hochleistungssportlerinnen, denen ohne ihre Kenntnis mit der Folge von Gesundheitsschäden und -gefährdungen [[Anabolika]] verabreicht worden waren“, zu einer [[Freiheitsstrafe]] zur [[Strafaussetzung zur Bewährung|Bewährung]] von 22&amp;amp;nbsp;Monaten verurteilt. Er legte [[Revision (Recht)|Revision]] beim [[Bundesgerichtshof]] ein, die dessen [[5. Strafsenat des Bundesgerichtshofes|5. Strafsenat]] mit Beschluss vom 5.&amp;amp;nbsp;September 2001 als unbegründet verwarf. Damit erlangte das Urteil [[Rechtskraft (Deutschland)|Rechtskraft]].&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Beschluss vom 5. September 2001, Az. 5 StR 330/01, [http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;amp;Art=en&amp;amp;nr=22421&amp;amp;pos=0&amp;amp;anz=1 Volltext]. BGH-Pressemitteilung Nr. 66/2001, [http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;amp;Art=en&amp;amp;Datum=Aktuell&amp;amp;anz=1&amp;amp;pos=0&amp;amp;nr=13402&amp;amp;linked=pm&amp;amp;Blank=1 Volltext]. Eva A. Richter: &amp;#039;&amp;#039;Doping in der DDR: Nur die Medaillen zählten&amp;#039;&amp;#039;, Deutsches Ärzteblatt 97, Ausgabe 30, 28. Juli 2000, S.A-2014 / B-1702 / C-1598. [https://www.aerzteblatt.de/archiv/23761/Doping-in-der-DDR-Nur-die-Medaillen-zaehlten online]. Doping-Prozess: „Es ist erst mal gut.“ In: &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; vom 18. Juli 2000, [https://www.spiegel.de/sport/sonst/doping-prozess-es-ist-erst-mal-gut-a-85745.html online].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Damit wurde die entscheidende Mitschuld Ewalds am [[Doping]]system der DDR juristisch festgestellt, das unter der Bezeichnung [[Staatsplanthema 14.25]] organisiert und systematisch auch den Sportlern größtenteils verheimlicht worden war. Nach Angaben von [[Thomas Köhler (Rennrodler)|Thomas Köhler]], dem ehemaligen Vizepräsidenten des Deutschen Turn- und Sportbunds, sei Ewald Mitwisser der Gabe unerlaubter Dopingmittel an Minderjährige gewesen: „Die Verantwortung war so verteilt, dass bis auf den Präsidenten des DTSB jeder nur so viel wusste, wie für seinen Bereich erforderlich war“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Autobiografie: Ex-DDR-Sportfunktionär bestätigt flächendeckendes Doping |Sammelwerk=Spiegel Online |Datum=2010-09-14 |Online=https://www.spiegel.de/sport/sonst/autobiografie-ex-ddr-sportfunktionaer-bestaetigt-flaechendeckendes-doping-a-717453.html |Abruf=2019-12-07}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Buch &amp;#039;&amp;#039;Ich war der Sport&amp;#039;&amp;#039; verteidigte sich Ewald mit den Worten: „Es stellt sich heute leider heraus, dass der Doping-Missbrauch im Sport der DDR verbreiteter war, als unsere Leitung wusste bzw. unter Berücksichtigung einer Dunkelziffer annahm“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* [[Reinhold Andert]], Manfred Ewald: &amp;#039;&amp;#039;Manfred Ewald – ich war der Sport. Wahrheiten und Legenden aus dem Wunderland der Sieger.&amp;#039;&amp;#039; Elefanten Press, Berlin 1994, ISBN 3-88520-526-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Klaus Ullrich]]: Momentaufnahmen. Zeitzeugen zum DDR-Sport befragt von Klaus Ullrich., [[Sportverlag Berlin]], Berlin, 1989, S. 114–116&lt;br /&gt;
* {{WWW-DDR|id=manfred-ewald|lemma=Ewald, Manfred|autor=Klaus Gallinat, Olaf W. Reimann|band=1|idNum=759}}&lt;br /&gt;
* Eva A. Richter: [http://www.aerzteblatt.de/treffer?mode=s&amp;amp;wo=17&amp;amp;typ=16&amp;amp;aid=23761&amp;amp;s=DDR%2E&amp;amp;s=Doping&amp;amp;s=Medaillen&amp;amp;s=Nur&amp;amp;s=der&amp;amp;s=die&amp;amp;s=z%E4hlten%2E &amp;#039;&amp;#039;Doping in der DDR. Nur die Medaillen zählten.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Deutsches Ärzteblatt&amp;#039;&amp;#039; 97, Ausgabe 30, 28. Juli 2000, Seite A-2014 / B-1702 / C-1598.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|11922724X}}&lt;br /&gt;
* [[Giselher Spitzer]]: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.welt.de/print-welt/article523068/Auch-IAAF-Praesident-Paulen-stuetzte-DDR-Staatsdoping.html Auch IAAF-Präsident Paulen stützte DDR-Staatsdoping]&amp;#039;&amp;#039;, [[Die Welt]], 14. Juli 2000&lt;br /&gt;
* [https://www.tagesspiegel.de/sport/manfred-ewald-ist-tot/357266.html Manfred Ewald ist tot], [[Der Tagesspiegel]], 23. Oktober 2002&lt;br /&gt;
* [[Lothar Pickenhain]]: [http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13681833.html Mit erbarmungsloser Härte. Professor Lothar Pickenhain über die Befehlsstruktur des DDR-Sports], [[Der Spiegel]], 9. März 1992&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{NaviBlock&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Vorsitzende DTSB&lt;br /&gt;
|Navigationsleiste Präsidenten des NOK der DDR&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=11922724X|LCCN=n95103331|VIAF=57420060}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Ewald, Manfred}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sportfunktionär (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:NSDAP-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:KPD-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionär der Freien Deutschen Jugend (DDR)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Hitlerjugend]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Doping in der DDR]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied des ZK der SED]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Abgeordneter der Volkskammer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Karl-Marx-Ordens]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Vaterländischen Verdienstordens (Ehrenspange)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher Kriegsgefangener der Sowjetunion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landgericht Berlin]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Kloster Lehnin, Gemeinde)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Stettin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1926]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2002]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:DDR-Bürger]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Ewald, Manfred&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Sportfunktionär der DDR&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=17. Mai 1926&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Podjuchy|Podejuch]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=21. Oktober 2002&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Kloster Lehnin (Gemeinde)|Damsdorf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
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