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	<title>Mandibeltiere - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-11T16:05:34Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mandibeltiere&amp;diff=1184776&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Florian Blaschke: gr</title>
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		<updated>2025-11-17T22:57:31Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;gr&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;lt;!-- Für Informationen zum Umgang mit dieser Vorlage siehe bitte [[Wikipedia:Taxoboxen]]. --&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Taxobox&lt;br /&gt;
| Taxon_Name       = Mandibeltiere&lt;br /&gt;
| Taxon_WissName   = Mandibulata&lt;br /&gt;
| Taxon_Rang       = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon_Autor      = [[Robert Evans Snodgrass|Snodgrass]], 1938&lt;br /&gt;
| Taxon3_Name      = Gliederfüßer&lt;br /&gt;
| Taxon3_WissName  = Arthropoda&lt;br /&gt;
| Taxon3_Rang      = Stamm&lt;br /&gt;
| Taxon4_Name      = Häutungstiere&lt;br /&gt;
| Taxon4_WissName  = Ecdysozoa&lt;br /&gt;
| Taxon4_Rang      = Überstamm&lt;br /&gt;
| Taxon5_Name      = Urmünder&lt;br /&gt;
| Taxon5_WissName  = Protostomia&lt;br /&gt;
| Taxon5_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Taxon6_WissName  = Bilateria&lt;br /&gt;
| Taxon6_Rang      = ohne Rang&lt;br /&gt;
| Bild             = Ant head closeup.jpg&lt;br /&gt;
| Bildbeschreibung = Mandibeln einer Ameise&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mandibeltiere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Mandibulata) sind eine [[Kladistik#Verwandtschaftsverhältnisse|monophyletische]]&amp;lt;ref&amp;gt;Regier, J. C. J. W. Shultz, A. Zwick, A. Hussey, B. Ball, R. Wetzer, J. W. Martin and C. W. Cunningham; Arthropod relationships revealed by phylogenomic analysis of nuclear protein-coding sequences; Nature, 463, 2010, S. 1079–1083. {{doi|10.1038/nature08742}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gruppe der [[Gliederfüßer]] (Arthropoda), die aufgrund von morphologischen Merkmalen gegen die [[Kieferklauenträger]] (Chelicerata) abgegrenzt wird. Benannt ist die Gruppe nach ihren Mundwerkzeugen, deren erstes Paar als [[Mandibel]]n bezeichnet wird. Die Mandibeltiere umfassen die [[Tausendfüßer]] (Myriapoda) und die [[Pancrustacea]] mit den [[Krebstiere]]n (Crustacea) und den [[Sechsfüßer]]n (Hexapoda), die u.&amp;amp;nbsp;a. die [[Insekten]] (Insecta) beinhalten. Einer älteren systematischen Einordnung nach wurden die Tausendfüßer und Sechsfüßer zu den [[Tracheentiere]]n zusammengefasst und als Schwestertaxon den Krebstieren gegenübergestellt. Diese Tracheata-Hypothese ist jedoch stark umstritten. Molekularbiologische Untersuchungen führen zu der Annahme, dass die Krebstiere und Tracheentiere die Mandibeln unabhängig voneinander konvergent erworben haben.&amp;lt;ref&amp;gt;R. Wehner, W. Gehring: &amp;#039;&amp;#039;Zoologie&amp;#039;&amp;#039;. 24. Aufl. Thieme Verlag KG, Stuttgart, New York, 2007. S. 737ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Andere molekularbiologische Befunde sprechen für eine [[Homologie (Biologie)|homologe]] Entwicklung.&amp;lt;ref&amp;gt;A. Popadić, Grace Panganiban, Douglas Rusch, William A. Shear, Thomas C. Kaufman: &amp;#039;&amp;#039;[https://link.springer.com/article/10.1007/s004270050165#page-1 Molecular evidence for the gnathobasic derivation of arthropod mandibles and for the appendicular origin of the labrum and other structures.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Development Genes and Evolution&amp;#039;&amp;#039; 208, Nr. 3, 1998, S. 142–150.&amp;lt;/ref&amp;gt; Demnach haben sich die Mandibeln von Krebsen, Tausendfüßlern und Insekten aus der gesamten Extremität des Kopfsegments entwickelt (&amp;#039;&amp;#039;Gnathobasis&amp;#039;&amp;#039;), die Krebse beißen also nicht nur mit der Beinbasis und die Tracheentiere beißen nicht mit der Beinspitze. Die gegliederte Mandibel der Tausendfüßler ist also eine sekundäre Entwicklung.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.spektrum.de/lexikon/biologie/ganzbeinmandibel/26562 &amp;#039;&amp;#039;Ganzbeinmandibel&amp;#039;&amp;#039;], Lexikon der Biologie, 1999&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine der ältesten, mit ca. 20 cm zugleich die größte bekannte Myriapodenart mit ausgeprägter unterkieferartiger Mandibel ist die 1912 zuerst beschriebene &amp;#039;&amp;#039;Odarai alata&amp;#039;&amp;#039; aus dem [[Kambrium]] vor ca. 509 – 505 Millionen Jahren. Der Selektionsvorteil dieser im Meer, aber auch im flachen Wasser lebenden Tiere bestand darin, dass sie mit dem relativ großen und harten Mandibelpaar härtere Nahrung zerkauen oder Schalen öffnen und sich neue Nahrungsquellen erschließen konnten. Der Kopfpanzer war etwa halb so lang wie das gesamte Tier.&amp;lt;ref&amp;gt;Enrico de Lazaro: [https://www.sci.news/paleontology/odaraia-alata-13129.html &amp;#039;&amp;#039;Taco-Shaped Mandibulate Lived in Cambrian Burgess Shale&amp;#039;&amp;#039;] auf sci.news, 25. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dadurch ergaben sich neue Nahrungsketten, die zur [[Kambrische Explosion|kambrischen Radiation]] und zum evolutionären Erfolg und universeller Verbreitung der Mandibulata beitrugen.&amp;lt;ref&amp;gt;Katharina Menne: [https://www.spektrum.de/alias/bilder-der-woche/bizarrer-gliederfuesser-ist-eines-der-ersten-lebewesen-mit-unterkiefer/2225732 &amp;#039;&amp;#039;Bizarrer Gliederfüßer ist eines der ersten Lebewesen mit Unterkiefer&amp;#039;&amp;#039;] auf spektrum.de, 24. Juli 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Merkmale ==&lt;br /&gt;
Die folgenden Merkmale verbinden die Mandibeltiere:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Das Vorhandensein eines Kopfpanzers (Cephalon), der aus den ersten sechs Segmenten des [[Carapax|Körperpanzers]] (Carapax) besteht und an welchem im ursprünglichen Zustand als Extremitäten zwei [[Fühler (Biologie)|Antennen]] und 3 Paar [[Mundwerkzeuge]] ([[Mandibel]], 1. und 2. Maxille) ausgebildet sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# [[Facettenaugen]], deren Einzelaugen (Ommatidien) aus einem Kristallkegel und acht Retinulazellen mit einem zentralen Rhabdom aufgebaut sind.&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
# Als ursprüngliche [[Exkretion|Ausscheidungsorgane]] beschränken sich die [[Nephridien]] ausschließlich auf den Kopfbereich, in dem bei den Krebstieren Antennen- und Maxillardrüsen vorkommen. Bei den Tracheentieren sind Labialdrüsen vorhanden, die allerdings nur als Speicherdrüsen fungieren. Die Exkretionsfunktion übernehmen hier die [[Malpighische Gefäße|Malpighischen Gefäße]] im Verdauungstrakt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Volker Storch]], [[Ulrich Welsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Kurzes Lehrbuch der Zoologie&amp;#039;&amp;#039;. 8. Aufl. Spektrum Akademischer Verlag, 2004, ISBN 3-8274-1399-0&lt;br /&gt;
* [[Rüdiger Wehner]], [[Walter J. Gehring]]: &amp;#039;&amp;#039;Zoologie&amp;#039;&amp;#039;. 24. Aufl. Thieme Verlag KG, Stuttgart New York 2007, ISBN 978-3-13-367424-9&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gliederfüßer]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Florian Blaschke</name></author>
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