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	<title>Mandatum (Vertrag) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T03:39:21Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mandatum_(Vertrag)&amp;diff=2301955&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-11-02T09:56:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt den Vertrag nach römischem Recht. Für eine weitere Bedeutung siehe: [[Fußwaschung]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;mandatum&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{laS|&amp;#039;&amp;#039;Auftrag&amp;#039;&amp;#039;}}, &amp;#039;&amp;#039;manum dare&amp;#039;&amp;#039; „die Hand geben“) bezeichnet im [[Römisches Recht|römischen Recht]] die vertragliche Übernahme der unentgeltlichen [[Geschäftsbesorgungsvertrag|Geschäftsbesorgung]] für einen Dritten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gaius (Jurist)|Gaius]], &amp;#039;&amp;#039;[[Institutiones Gai|Institutiones]]&amp;#039;&amp;#039; 3, 162.&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Geschäft wirkt nur [[Inter partes und inter omnes|zwischen den Parteien]], hat also keine Außenwirkung, und wird dem Vertragstyp der sogenannten [[Konsensualvertrag|Konsensualverträge]] zugeordnet; später genügte [[Schlüssiges Handeln|stillschweigendes Einvernehmen]] der Parteien. Eine Abgrenzung zum [[Stellvertretung]]srecht ist nicht vorzunehmen, diese Rechtsfigur war dem römischen Recht unbekannt, gleichwohl enthielt das Mandat die Ermächtigung zum Handeln in eigenem Namen (&amp;#039;&amp;#039;iubere&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. die Ausführungen bei [[Artur Steinwenter]], in &amp;#039;&amp;#039;[[Paulys Realencyclopädie der classischen Altertumswissenschaft]]&amp;#039;&amp;#039; 10, 1306 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;).&amp;lt;ref&amp;gt;[[Iulius Paulus]], &amp;#039;&amp;#039;[[Pandekten|Digesten]]&amp;#039;&amp;#039; 12, 6, 6,pr./2; 46, 3, 108.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff und Bedeutung ==&lt;br /&gt;
Anfänglich beruhten Mandate auf der Erfüllung eines vergütungsfreien gesellschaftsorientierten [[Treu und Glauben|Pflichtenprogramms]], wie es im Ordnungssystem der römischen Bürgerschaft üblich und geboten war.&amp;lt;ref&amp;gt;Iulius Paulus, &amp;#039;&amp;#039;Digesten&amp;#039;&amp;#039; 17, 1, 1, 4.&amp;lt;/ref&amp;gt; Da es sich im Laufe der Zeit zu einem unter [[Römisches Bürgerrecht|Mitbürgern]] und [[Peregrinus (Recht)|Peregrinen]] verbindlichen Rechtsgeschäft entwickelte, galten die allgemeinen Grundsätze des [[Guter Glaube|Gutglaubens- und Vertrauensschutzes]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gaius, &amp;#039;&amp;#039;Institutiones&amp;#039;&amp;#039; 4, 84.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Kern des Geschäfts hatte der Mandatar eine vereinbarte Tätigkeit für den Auftraggeber (&amp;#039;&amp;#039;mandator&amp;#039;&amp;#039;) auszuführen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;honsell53&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur | Autor=[[Heinrich Honsell]] | Titel=Römisches Recht | Auflage=6.  | Verlag=Springer | Ort=Berlin/Heidelberg/New York | Jahr=2006 | Kapitel=§ 53}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Gegenstand konnten alle erlaubten –  mindestens bestimmbaren – Tätigkeiten sein, rechtlicher oder faktischer Natur. Im Gegensatz zur &amp;#039;&amp;#039;[[locatio conductio]]&amp;#039;&amp;#039; ist das &amp;#039;&amp;#039;mandatum&amp;#039;&amp;#039; stets unentgeltlich und war somit der Standardvertrag für die &amp;#039;&amp;#039;[[artes liberales]].&amp;#039;&amp;#039; Diese höherstehenden Dienstleistungen konnten allenfalls gegen einen freiwilligen Ehrensold (&amp;#039;&amp;#039;honorarium&amp;#039;&amp;#039;) erbracht werden; die verpflichtend entgeltliche Erbringung galt hingegen in [[Römische Republik|republikanischer Zeit]] als unehrenhaft. Eine Änderung zumindest der Rechtspraxis ergab sich erst in der [[Römische Kaiserzeit|Kaiserzeit]]: Formal blieb zwar ein Entgelt beim &amp;#039;&amp;#039;mandatum&amp;#039;&amp;#039; nicht einklagbar, jedoch gestattete man ein außerordentliches Verfahren, die &amp;#039;&amp;#039;extraordinario cognitio.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;honsell53&amp;quot;/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Klageweg wurde mit der &amp;#039;&amp;#039;[[actio mandati]]&amp;#039;&amp;#039; geführt. Anwendbar war sie im Innenverhältnis der Auftragsparteien und konnte für gegenseitig bestehende Ansprüche – beim Mandatar kamen vornehmlich notwendig aufgebrachte Aufwendungen oder erlittene Schäden bei der Auftragsausführung in Betracht – angewandt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ulpian]], &amp;#039;&amp;#039;Digesten&amp;#039;&amp;#039; 17, 1, 12, 9. [Ulpian erläutert dabei auch die aufgelaufene Verzinsung von Ansprüchen].&amp;lt;/ref&amp;gt; Bestanden fällige Gegenforderungen, wurde [[Aufrechnung|aufgerechnet]] und der Beklagte in den Saldo verurteilt. Die Klage ging auf vertragsgemäße Auftragsausführung, auf Herausgabe des aus der Auftragsausführung Erlangten, beziehungsweise Schadenersatz und Treuverstöße (&amp;#039;&amp;#039;dolus&amp;#039;&amp;#039;). Eine Verurteilung wirkte [[Infamie#Römisches Recht|infamierend]].&amp;lt;ref&amp;gt;Gaius, &amp;#039;&amp;#039;Institutiones&amp;#039;&amp;#039; 4, 182.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Abgrenzung ==&lt;br /&gt;
Abzugrenzen ist das [[rechtsgeschäft]]liche &amp;#039;&amp;#039;mandatum&amp;#039;&amp;#039; zu den &amp;#039;&amp;#039;mandata&amp;#039;&amp;#039; der [[Römische Kaiserzeit|römischen Kaiserzeit]]. Dabei handelte es sich um kaiserliche Dienstanweisungen gegenüber den vom Kaiser (und vom Senat) abhängigen Beamten und Provinzstatthaltern &amp;#039;&amp;#039;(mandatum principis)&amp;#039;&amp;#039;. Die Dienstanweisungen bezogen sich regelmäßig auf den Aufgabenbereich des jeweiligen Beamten, waren zwar rechtsstiftend, entfalteten regelmäßig aber keine Außenwirkung, also im Verhältnis zur Bevölkerung.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ulrike Babusiaux]]: &amp;#039;&amp;#039;Römische Rechtsschichten.&amp;#039;&amp;#039; In: Ulrike Babusiaux, [[Christian Baldus]], [[Wolfgang Ernst (Rechtswissenschaftler)|Wolfgang Ernst]], [[Franz-Stefan Meissel]], [[Johannes Platschek]], [[Thomas Rüfner]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch des Römischen Privatrechts]].&amp;#039;&amp;#039; Mohr Siebeck, Tübingen 2023, ISBN 978-3-16-152359-5. Band I, S.&amp;amp;nbsp;114–192, hier S.&amp;amp;nbsp;144 und 148 f. (Rn.&amp;amp;nbsp;100 und 118–120).&amp;lt;/ref&amp;gt; Zumeist ging es um verwaltungsrechtliche Instruktionen zur (städtebaulichen) Ordnung oder Abhaltung von Festen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. zum gesamten Komplex, Valerio Marotta: &amp;#039;&amp;#039;Mandata principium&amp;#039;&amp;#039;, 1991. S.&amp;amp;nbsp;71–96 und 125–182.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Laufe der [[Prinzipat]]szeit entwickelte sich das Mandat allerdings zu einer für jedermann verbindlichen [[Rechtsquelle]]. Dazu trug bei, dass erlassene Mandate gegenüber Amtsnachfolgern der Beamten nicht eigens neu gefasst oder wiederholt wurden, sondern unmittelbar fortgalten.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Gottfried Härtel]], Frank-Michael Kaufmann (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Codex Justinianus.&amp;#039;&amp;#039; Leipzig, Reclam, 1991. ISBN 3-379-00530-4. S.&amp;amp;nbsp;283 (Anmerkung 12).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=[[Heinrich Honsell]]&lt;br /&gt;
 | Titel=Römisches Recht&lt;br /&gt;
 | Auflage=6. &lt;br /&gt;
 | Verlag=Springer&lt;br /&gt;
 | Ort=Berlin/Heidelberg/New York&lt;br /&gt;
 | Jahr=2006&lt;br /&gt;
 | Kapitel=§ 53&lt;br /&gt;
 | ISBN=978-3-540-28118-4&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
* [[Max Kaser]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Römische Privatrecht. Erster Abschnitt: Das altrömische, das vorklassische und klassische Recht&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;[[Handbuch der Altertumswissenschaft]].&amp;#039;&amp;#039; Zehnte Abteilung, Dritter Teil, Dritter Band, Erster Abschnitt). 2. Auflage. C. H. Beck, München 1955, § 134.&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Tobias Rundel&lt;br /&gt;
 | Titel=Mandatum zwischen utilitas und amicitia: Perspektiven zur Mandatarhaftung im klassischen römischen Recht&lt;br /&gt;
 | Verlag=LIT&lt;br /&gt;
 | Ort=Münster&lt;br /&gt;
 | Jahr=2005&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-8258-8997-1&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Römisches Recht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertragsrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Obligationenrecht (Römisches Recht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Privatrechtsgeschichte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vertragstyp]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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