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	<title>Mandat (Recht) - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T08:39:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mandat_(Recht)&amp;diff=500018&amp;oldid=prev</id>
		<title>2A00:6020:A700:3A00:9943:DDC0:C69C:7EC2 am 11. Februar 2025 um 13:06 Uhr</title>
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		<updated>2025-02-11T13:06:00Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Unter einem &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mandat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von {{laS|mandare|de=anvertrauen}}&amp;lt;ref&amp;gt;[[Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache]], 22. Auflage. De Gruyter, Berlin 1989, ISBN 3-11-012922-1, Seite 537&amp;lt;/ref&amp;gt;, ‚beauftragen‘) versteht man im [[Rechtswesen]] den Vertretungsauftrag, den ein Mandant einem [[Rechtsanwalt]], [[Steuerberater]], [[Wirtschaftsprüfer|Wirtschaftsprüfer oder Vermögensverwalter]] erteilt. Der Rechtsanwalt ist grundsätzlich frei, ein Mandat anzunehmen oder nicht. Will er den Auftrag nicht annehmen, muss er die Ablehnung unverzüglich erklären ({{§|44|brao|juris}} der [[Bundesrechtsanwaltsordnung]] BRAO). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ausnahmsweise muss ein Rechtsanwalt gem. {{§|48|brao|juris}} BRAO im gerichtlichen Verfahren die Vertretung einer Partei oder die Beistandschaft übernehmen,&lt;br /&gt;
# wenn er der Partei auf Grund des {{§|121|zpo|juris}} ZPO, des {{§|4a|inso|juris}} Abs. 2 der [[Insolvenzordnung (Deutschland)|InsO]] oder auf Grund anderer gesetzlicher Vorschriften zur vorläufig unentgeltlichen Wahrnehmung ihrer Rechte beigeordnet ist;&lt;br /&gt;
# wenn er der Partei auf Grund der {{§|78b|zpo|juris}}, {{§|78c|zpo|juris}} ZPO in einem [[Anwaltsprozess]] als sog. [[Notanwalt]] beigeordnet ist;&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. zu den Voraussetzungen z.&amp;amp;nbsp;B. [https://www.gesetze-bayern.de/Content/Document/Y-300-Z-BECKRS-B-2023-N-675?view=Print OLG Nürnberg, Beschluss vom 30. Januar 2023 – 8 W 3449/22]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
# wenn er dem Antragsgegner auf Grund des {{§|138|famfg|juris}} des [[Gesetz über das Verfahren in Familiensachen und in den Angelegenheiten der freiwilligen Gerichtsbarkeit|FamFG]] in einer [[Scheidung]]ssache als Beistand beigeordnet ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesen Fällen kann der Rechtsanwalt beantragen, die [[Beiordnung (Recht)|Beiordnung]] aufzuheben, wenn hierfür [[Wichtiger Grund|wichtige Gründe]] vorliegen.&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. [https://anwaltsblatt.anwaltverein.de/de/themen/kanzlei-praxis/mandat-ablehnen &amp;#039;&amp;#039;Haftpflichtfragen: Mandat ablehnen – nein danke?&amp;#039;&amp;#039;] [[Anwaltsblatt]], 24. Februar 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Annahme des Mandats kommt ein [[Geschäftsbesorgungsvertrag]] ({{§|675|bgb|juris}}, {{§|611|bgb|juris}} BGB) zustande,&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 10. Juli 2003 - IX ZR 5/00&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Gregor Samimi: [https://www.haufe.de/recht/deutsches-anwalt-office-premium/5-anwaltsvertrag-iii-anwaltsvertrag-auftragserteilung-und-vollmacht_idesk_PI17574_HI13594562.html &amp;#039;&amp;#039;§ 5 Anwaltsvertrag. III. Anwaltsvertrag, Auftragserteilung und Vollmacht.&amp;#039;&amp;#039;] Haufe.de, abgerufen am 16. September 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; den sowohl der Rechtsanwalt als auch der Mandant jederzeit wieder [[Kündigung|kündigen]] können. Der Anwalt darf das Mandat jedoch nicht zur &amp;#039;&amp;#039;Unzeit&amp;#039;&amp;#039; beenden ({{§|627|bgb|juris}} Abs. 2 BGB).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://anwaltsblatt.anwaltverein.de/de/themen/kanzlei-praxis/mandatskuendigung-pflichten-haftungsfallen &amp;#039;&amp;#039;Mandatskündigung: Welche Pflichten bestehen, welche Haftungsfallen drohen?&amp;#039;&amp;#039;] [[Anwaltsblatt]], 29. März 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rechtsanwalt ist gewillkürter Vertreter der Partei und bedarf als solcher der [[Vollmacht|Prozessvollmacht]] ({{§|80|zpo|juris}}, {{§|81|zpo|juris}} ZPO).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.brak.de/newsroom/zugang-ueber-bea-anwalt-legte-kein-bea-nachrichtenjournal-vor-berufung-verworfen/anwaltsvollmacht-wie-vollmachten-nicht-eingereicht-werden-sollten/ &amp;#039;&amp;#039;Wie Vollmachten (nicht) eingereicht werden sollten.&amp;#039;&amp;#039;] [[Bundesrechtsanwaltskammer]], 7. Februar 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Bevollmächtigung wird im Innenverhältnis grundsätzlich bereits durch den Anwaltsvertrag erteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;Jochen Schatz: [https://www.haufe.de/recht/deutsches-anwalt-office-premium/2-das-mandatsverhaeltnis-und-die-vorbereitung-des-zivil-ii-die-vollmacht-des-rechtsanwaltes_idesk_PI17574_HI12575169.html &amp;#039;&amp;#039;Das Mandatsverhältnis und die Vorbereitung des Zivilprozesses. II. Die Vollmacht des Rechtsanwaltes.&amp;#039;&amp;#039;] Haufe.de, abgerufen am 16. September 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rechtsanwalt ist verpflichtet, ausschließlich die Interessen seines Mandanten zu vertreten und begeht im Fall des sog. [[Parteiverrat]]s eine Straftat. Auch das Berufsrecht schließt die Wahrnehmung widerstreitender Interessen aus ({{§|43a|brao|juris}} BRAO). Besondere Berufspflichten bei der Annahme, Wahrnehmung und Beendigung des Mandats ergeben sich zudem aus dem Dritten Abschnitt der [[Berufsordnung für Rechtsanwälte]] (§§ 11 ff. BORA).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.haufe.de/personal/haufe-personal-office-platin/berufsordnung-der-rechtsanwaelte-11-18-dritter-abschnitt-besondere-berufspflichten-bei-der-annahme-wahrnehmung-und-beendigung-des-mandats_idesk_PI42323_HI745147.html &amp;#039;&amp;#039;Berufsordnung der Rechtsanwälte / §§ 11 - 18 Dritter Abschnitt Besondere Berufspflichten bei der Annahme, Wahrnehmung und Beendigung des Mandats.&amp;#039;&amp;#039;] Haufe.de, abgerufen am 16. September 2024.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Auftraggeber wird als Mandant, der Auftragnehmer (im tatsächlichen Sprachgebrauch allerdings selten) als [[Mandatar]] bezeichnet. Die von dem Mandaten geschuldete Vergütung  für anwaltliche Tätigkeiten bemisst sich nach dem [[Rechtsanwaltsvergütungsgesetz]]. Nur bestimmte Mandate werden [[pro bono]] übernommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Heike Matzkat, Jörn Wohlgehagen: &amp;#039;&amp;#039;Mandatsannahme, Mandatsführung und Rechtsanwaltshaftung.&amp;#039;&amp;#039; 2007 [https://www.rak-sh.de/wp-content/uploads/2015/05/skript_mandatsannahmeFuehrungRechtsanwaltshaftung.pdf PDF.] &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schuldrecht (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berufsrecht der Rechtsanwälte (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berufsrecht der Steuerberater (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Prozessrecht (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
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