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	<title>Mandapa - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-05T21:46:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mandapa&amp;diff=2864312&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;ArnoldBetten am 30. Januar 2024 um 17:27 Uhr</title>
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		<updated>2024-01-30T17:27:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Kunda(MadhyaPradesh)Gupta-Tempel.jpg|mini|hochkant=1.4|Shankara-Madha-Tempel, [[Kunda (Madhya Pradesh)|Kunda]], [[Madhya Pradesh]] (um 420) – Tempel ohne Fenster, Vorhalle &amp;#039;&amp;#039;(mandapa)&amp;#039;&amp;#039;, Außenwandgliederung oder Turmaufbau (&amp;#039;&amp;#039;[[shikhara]])&amp;#039;&amp;#039;; der Pfeilerstumpf im Vordergrund könnte auf das ehemalige Vorhandensein einer hölzernen Vorhalle hinweisen.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Tigowa 1999 Kankali-Devi-Tempel.jpg|mini|hochkant=1.4|Kankali-Devi-Tempel, [[Tigawa]], [[Madhya Pradesh]] (um 420) – Tempel ohne Außenwandgliederung, Fenster oder Turmaufbau &amp;#039;&amp;#039;([[shikhara]])&amp;#039;&amp;#039; aber mit Vorhalle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Navlakha arial view 02 (cropped).jpg|mini|hochkant=1.4|[[Navlakha-Tempel]] beim Dorf Ghumli, [[Gujarat]] – zweigeschossige Vorhalle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Mantapa (hall) in Hoysaleshvara Temple at Halebidu.jpg|hochkant=1.4|mini|[[Hoysalesvara-Tempel]] in [[Halebidu]], [[Karnataka]] (um 1120) – Tempel mit weiträumiger, seitlich geschlossener Vorhalle]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Open mantapa (hall) in Pattabhirama temple in Hampi.JPG|mini|hochkant=1.4|[[Pattabhirama-Tempel]], [[Hampi]], Karnataka (um 1450) – Tempel mit weiträumiger, seitlich offener Vorhalle]]&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mandapa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[Sanskrit]]: मंडप; auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mantapa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mandapam&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bekannt) bezeichnet in der [[Indische Architektur|indischen Architektur]] eine zumeist seitlich offene Säulenhalle (manchmal auch als [[Portikus]] bezeichnet), die der [[Cella]] &amp;#039;&amp;#039;([[garbhagriha]])&amp;#039;&amp;#039; eines [[Buddhismus|buddhistischen]], [[Hinduismus|hinduistischen]] oder [[Jainismus|jainistischen]] Tempels vorgelagert ist. In der Baukunst [[Odisha]]s werden diese Vorhallen meist als &amp;#039;&amp;#039;jagamohana&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;natamandir&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;boghamandir&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktion ==&lt;br /&gt;
Die Mandapa diente wohl ursprünglich hauptsächlich als überdachter Schutzraum für die Gläubigen, da diese den Sanktumsbereich des Tempels &amp;#039;&amp;#039;(cella&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;garbhagriha)&amp;#039;&amp;#039; auch bei starker Sonneneinstrahlung oder bei Gewitter- oder [[Monsunregen]] nicht betreten durften. In späterer Zeit wird die Mandapa als ein Ort der Meditation betrachtet, in welchem sich der Gläubige geistig sammelt, bevor er – unter der Leitung von [[Brahmane]]n – die Opferzeremonien &amp;#039;&amp;#039;([[Puja (Hinduismus)|puja]])&amp;#039;&amp;#039; im eigentlichen Heiligtum vollzieht. Das Hintereinanderschalten mehrerer, zusätzlich noch in der Bodenhöhe abgestufter, Mandapas verlängerte und steigerte den Weg des Gläubigen von der Außenwelt zum Kultbild oder [[Lingam]] in der &amp;#039;&amp;#039;garbhagriha&amp;#039;&amp;#039;, dem eigentlichen Ziel seines Tempelbesuchs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Obwohl sich keine [[Hindutempel]] aus der Zeit vor Christi Geburt erhalten haben, muss man doch davon ausgehen, dass solche existierten. Es waren wahrscheinlich einräumige und fensterlose Bauten aus vergänglichen Baustoffen wie Schilf, Holz und Lehm – vergleichbar den in vielen ländlichen Gegenden Indiens immer noch anzutreffenden Wohnhütten. Die Belichtung und Belüftung dieser Bauten erfolgte ausschließlich über den stets unverschlossenen und geöffneten Eingang. Eine Vorhalle aus Holzstützen und mit einer Abdeckung aus Zweigen und Blättern sorgte möglicherweise bei vielen dieser Bauten für einen gewissen Wetterschutz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entwicklung ==&lt;br /&gt;
=== Nordindien ===&lt;br /&gt;
Einige der frühen buddhistischen Kult- oder Wohnhöhlen verfügten über Vorräume in Gestalt eines etwa 2 m tiefen und bis zu 10 m breiten [[Portikus]] &amp;#039;&amp;#039;(mandapa)&amp;#039;&amp;#039;. Erst in der Zeit des [[Gupta-Reich]]es (ca. 350–550) erhielten auch hinduistische Höhlentempel ([[Udayagiri (Madhya Pradesh)|Udayagiri]]) freistehende Vorhallen aus Stein. Gleichzeitig wurden die ersten (erhaltenen) freistehenden Tempel Nordindiens ([[Gupta-Tempel]]) errichtet, von denen die meisten seitlich geschlossene Vorräume &amp;#039;&amp;#039;([[antarala]]s)&amp;#039;&amp;#039; (z. B. [[Amrol]]) oder seitlich offene oder mit [[Jali (Architektur)|Jali]]-Fenstern ausgestattete halboffene Vorhallen hatten (z. B. [[Tigawa]]), die auch im 5./6. Jahrhundert – vor allem bei überdachten Umgängen – immer noch aus Holz gefertigt sein konnten (z. B. beim [[Dashavatara-Tempel]] in [[Deogarh (Uttar Pradesh)|Deogarh]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Bau des [[Kalika-Mata-Tempel]]s im Fort von [[Chittaurgarh]] begann – nach heutigem Kenntnisstand – eine Entwicklung, die für die späteren nordindischen Tempel wegweisend sein sollte: Vorhalle und Sanktumsbereich wurden in Größe und Form annähernd gleich gestaltet und so miteinander verbunden, dass von außen nur noch anhand der Dachaufbauten erkennbar ist, um welchen Bauteil es sich handelt. Die hier entwickelten baulichen Prinzipien finden ihren Höhepunkt im 10. und 11. Jahrhundert in den Bauten von [[Khajuraho]] (z. B. im [[Lakshmana-Tempel]], im [[Vishvanatha-Tempel]] und im [[Kandariya-Mahadeva-Tempel]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Besonderheit Nordwestindiens ist die wahrscheinlich im 11. oder 12. Jahrhundert von [[Gujarat]] ausgehende Entwicklung hin zur Mehrgeschossigkeit der Mandapas (z. B. [[Navlakha-Tempel]], Gujarat; [[Adinath-Tempel (Ranakpur)|Adinath-Jain-Tenpel]] von [[Ranakpur]], [[Rajasthan]]; [[Jagdish-Tempel]] in [[Udaipur]], Rajasthan; [[Dwarkadhish-Tempel]] in [[Dwarka]], Gujarat).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittel- und Südindien ===&lt;br /&gt;
In den meisten Regionen Mittel- und Südindiens (Ausnahme [[Aihole]]) fand eine Harmonisierung und Verschmelzung der Bauteile wie im Norden nicht statt. Die Mandapas blieben dort architektonisch weitgehend eigenständige Bauteile, die aber riesige Ausmaße annehmen konnten. Die flächenmäßig größten Mandapas finden sich in der südindischen Tempelbaukunst der [[Pallava-Architektur|Pallava]] sowie der [[Chola-Architektur|Chola]] und nachfolgender Dynastien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Platzierung ==&lt;br /&gt;
Ein kleiner Vorraum &amp;#039;&amp;#039;([[antarala]])&amp;#039;&amp;#039; oder eine Vorhalle &amp;#039;&amp;#039;(mandapa)&amp;#039;&amp;#039; befindet sich regelmäßig vor dem Eingang zur &amp;#039;&amp;#039;garbhagriha&amp;#039;&amp;#039; („Mutterschoßkammer“, dem Allerheiligsten eines Tempels).&amp;lt;ref&amp;gt;Volwahsen, Andreas (1993): &amp;#039;&amp;#039;Indien: Bauten der Hindus, Buddhisten und Jains&amp;#039;&amp;#039;, Köln: Taschen, S. 141.&amp;lt;/ref&amp;gt; In der Blütezeit der nordindischen Tempelbaukunst ([[Khajuraho]], [[Bhubaneshwar]]) wurden mehrere Mandapas (&amp;#039;&amp;#039;mukhamandapa&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;ardhamandapa&amp;#039;&amp;#039; = „Eingangshalle“; &amp;#039;&amp;#039;mahamandapa&amp;#039;&amp;#039; = „große Halle“, oft auch als „Tanzhalle“ bezeichnet) hinzugefügt, so dass der größere Teil der Tempelfläche aus Mandapas bestand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Indonesien/Thailand ==&lt;br /&gt;
Die Mandapa unterscheidet sich vom wortverwandten &amp;#039;&amp;#039;[[mondop]]&amp;#039;&amp;#039;, einem würfelförmigen Gebäude innerhalb eines [[Buddhismus|buddhistischen]] [[Wat]]. Von &amp;#039;&amp;#039;mandapa&amp;#039;&amp;#039; leitet sich auch das Wort &amp;#039;&amp;#039;[[pendopo]]&amp;#039;&amp;#039; für Pavillons in der [[Java (Insel)|javanischen]] Architektur ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mandapas}}&lt;br /&gt;
* [https://personal.carthage.edu/jlochtefeld/picturepages/Khajuraho/architecture.html &amp;#039;&amp;#039;Khajuraho-Tempel – Fotos, Begriffe + Infos&amp;#039;&amp;#039;] (engl.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hinduistischer Tempel]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Jainismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Architektur (Indien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;ArnoldBetten</name></author>
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