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	<title>Manabendra Nath Roy - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T03:09:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Manabendra_Nath_Roy&amp;diff=1177923&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Spyridon am 11. Januar 2026 um 11:38 Uhr</title>
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		<updated>2026-01-11T11:38:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Mn roy2.jpg|miniatur|Manabendra Nath Roy in den 1930er-Jahren]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Manabendra Nath Roy&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;M. N. Roy&amp;#039;&amp;#039;; {{BnS|মানবেন্দ্র নাথ রায়|Mānabendra Nāth Rāẏ}}, * [[21. März]] [[1887]] im Dorf Arbelia, [[Westbengalen]]; † [[25. Januar]] [[1954]] in [[Dehradun]]) war ein bengalischer indischer Revolutionär, Philosoph, Politiktheoretiker und Aktivist. Er gilt als Gründer des radikalen Humanismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Er wuchs unter materiell guten Bedingungen auf. Sein Vater gehörte zur höheren Kaste, den [[Brahmane|Brahmanen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Die Anfänge ===&lt;br /&gt;
Noch unter seinem Geburtsnamen Narendra Nath Bhattacharya trat M. N. Roy mit 18 Jahren der revolutionären Untergrundbewegung zur Befreiung Indiens bei. Er war ein Gefährte des „legendären“ indischen Revolutionärs [[Bagha Jatin]] und war 1915 unter dem Tarnnamen &amp;#039;&amp;#039;Charles A. Martin&amp;#039;&amp;#039; eine der Schlüsselfiguren bei den Plänen zur Befreiung Indiens von der englischen Herrschaft während des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] mithilfe deutscher Waffenlieferungen, die aber nie erfolgten. In diesem Jahr unternahm er verschiedentlich Reisen ins Ausland ([[Niederländisch-Indien]], [[Japanisches Kaiserreich|Japan]], [[Korea]], [[Mexiko]], die [[Philippinen]] und in die [[Vereinigte Staaten|USA]]), um Hilfe für die Befreiung Indiens zu finden, jedoch ohne Erfolg. Nach Eintritt der USA in den Weltkrieg wurde er verhaftet, konnte aber 1917 nach Mexiko fliehen. Dort wandte er sich der Arbeiterbewegung zu und kam in Kontakt mit dem Russen [[Michail Markowitsch Borodin|Michail Borodin]]. Er änderte später den Namen von &amp;#039;&amp;#039;Charles A. Martin&amp;#039;&amp;#039; auf &amp;#039;&amp;#039;Narendra Nath Bhattacharya&amp;#039;&amp;#039;, um dem britischen Geheimdienst zu entgehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kommunistische Tätigkeiten ===&lt;br /&gt;
Wie Marx war auch Roy ein Philosoph und Aktivist, [[Lenin]] nannte ihn einmal „den orientalischen Marx“. Er spielte in den Revolutionen in [[Mexiko]], im [[Mittlerer Osten|Mittleren Osten]], in der [[Sowjetunion]], in [[China]] sowie in [[Indonesien]] eine führende Rolle. 1920 war er in [[Taschkent]] an der Gründung der [[Communist Party of India|Kommunistischen Partei Indiens]] beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Roy knüpfte Kontakte zu mexikanischen und amerikanischen Aktivisten und Intellektuellen, darunter auch der mexikanische Präsident [[Venustiano Carranza]]. Später wurde Roy Generalsekretär der Sozialistischen Partei von Mexiko und nahm 1919 an der Gründung des [[Partido Comunista Mexicano]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Darrin M. McMahon |Titel=Égalité : Histoire d’une idée insaisissable |TitelErg=Traduit par Christophe Jacquet |Verlag=Éditions Flammarion |Ort=Paris |Datum=2025 |ISBN=978-2-0804-5964-0 |Seiten=333}}&amp;lt;/ref&amp;gt; teil.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1920 wurde er von Lenin zum zweiten Kongress des Komintern eingeladen. Dort konnte er auf die Kolonialfrage und seine Theorien aufmerksam machen. 1922 war er Delegierter zum Ersten [[Kongress der kommunistischen und revolutionären Organisationen des Fernen Ostens]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Der Erste Kongreß der kommunistischen und revolutionären Organisationen des Fernen Ostens. Moskau, Januar 1922&amp;#039;&amp;#039;. Hamburg: Verlag der Kommunistischen internationale, 1922; John Sexton (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;Alliance of Adversaries. The Congress of the Toilers of the Far East&amp;#039;&amp;#039; (Historical Materialism, Bd.&amp;amp;nbsp;173). Haymarket, ²2019; ISBN 1642590401.&amp;lt;/ref&amp;gt; Roy besetzte in der kommunistischen Internationale höchste Ämter und führte 1927 die chinesische Delegation der Komintern an.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur gleichen Zeit verfasste er Schriften wie &amp;#039;&amp;#039;India in Transition&amp;#039;&amp;#039; (1922),&amp;#039;&amp;#039; The Future of Indian Politics&amp;#039;&amp;#039; (1926) und &amp;#039;&amp;#039;Revolution and Counter-revolution in China&amp;#039;&amp;#039; (1930). Zudem gründete er das Parteiorgan der Kommunistischen Partei Indiens &amp;#039;&amp;#039;The Vanguard&amp;#039;&amp;#039;, später umbenannt in &amp;#039;&amp;#039;The Masses&amp;#039;&amp;#039;, und leitete dieses sieben Jahre lang von 1922 bis 1928.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1929 wurde er schließlich aus der Kommunistischen Internationale ausgeschlossen, da er bei deren sechstem Kongress die von [[Stalin]] vorgegebene Generallinie der Komintern öffentlich kritisierte. Er trat der [[Internationale Vereinigung der Kommunistischen Opposition|IVKO]] bei und wurde Mitglied des engeren Büros. In dieser Funktion hielt er engen Kontakt zu einer starken Gruppe oppositioneller Kommunisten in Indien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Radikaler Humanismus ===&lt;br /&gt;
1930 kehrte er nach Indien zurück. Dort verbrachte er wegen seiner „politisch antikolonialen Agitation“ fünf Jahre in verschiedenen Gefängnissen und verfasste während dieser Zeit ein 6000-seitiges Manuskript, das er provisorisch &amp;#039;&amp;#039;The Philosophical Consequence of Modern Science&amp;#039;&amp;#039; nannte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach seiner Entlassung engagierte er sich gegen Autoritarismus, unterstützte den antifaschistischen Krieg und gab die Wochenzeitung &amp;#039;&amp;#039;Independent India&amp;#039;&amp;#039; heraus, die später in &amp;#039;&amp;#039;Radical Humanist&amp;#039;&amp;#039; umbenannt wurde. Er brachte später noch eine weitere Wochenzeitung mit dem Namen &amp;#039;&amp;#039;Humanist Way&amp;#039;&amp;#039; heraus. Er setzte sich für ein solidarisches Miteinander und die Wahrung der Individualität ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Roy und der Zweite Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
Im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] rief er seine Landsleute auf, die [[British Indian Army|britische Armee]] zu unterstützen und den Faschismus und Nationalsozialismus zu bekämpfen. Darin unterschied er sich von [[Mohandas Karamchand Gandhi|M. K. Gandhi]] und dem Großteil der indischen Freiheitsbewegung. Nach Roys Meinung würde ein Sieg Deutschlands und der [[Achsenmächte]] das Ende der Demokratie weltweit bedeuten und Indien würde niemals befreit werden. Indien könne nur die Freiheit in einer freien Welt erlangen. Roy gründete eine radikale demokratische Partei und eine eigene Gewerkschaftsbewegung. Nach der Niederlage bei den ersten Wahlen nach der Unabhängigkeit löste er die RDP wieder auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er starb am 25. Januar 1954 auf dem Weg von seinem Wohnort [[Dehradun]] nach [[Kalkutta]]. Seine Witwe Ellen, geb. Gottschalk aus [[Berlin]], ehemaliges Mitglied der [[KPD-O]], fiel 1960 in Dehradun einem ungeklärten Mordanschlag zum Opfer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Theodor Bergmann (Agrarwissenschaftler)|Theodor Bergmann]]: &amp;#039;&amp;#039;„Gegen den Strom“. Die Geschichte der KPD(-Opposition)&amp;#039;&amp;#039;. VSA-Verlag, Hamburg 2004 (mit einer Kurzbiographie von Manabendra Nath Roy).&lt;br /&gt;
* [[Brigitte Studer]]: &amp;#039;&amp;#039;Reisende der Weltrevolution. Eine Globalgeschichte der Kommunistischen Internationale&amp;#039;&amp;#039;. Suhrkamp, Berlin 2020, ISBN 978-3-518-29929-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|12125058X}}&lt;br /&gt;
* {{IEP|https://iep.utm.edu/roy_mn/|M. N. Roy (1887-1954)|Ramendra Nath}}&lt;br /&gt;
* [https://en.banglapedia.org/index.php?title=Roy,_Manabendra_Nath umfangreiche Biografie] bei banglapedia.com&lt;br /&gt;
* [https://www.marxists.org/archive/roy/index.htm Texte von M.N. Roy] im [[Marxists Internet Archive]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=12125058X|LCCN=n/50/25968|VIAF=34499216}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Roy, Manabendra Nath}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Philosoph (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Arbeiterbewegung (Mexiko)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Funktionär der Kommunistischen Internationale]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Revolutionär]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Inder]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bengale]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1887]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1954]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Roy, Manabendra Nath&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Roy, M. N.; Martin, Charles A. (Tarnname); Bhattacharya, Narendra Nath (Geburtsname)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=bengalisch-indischer Revolutionär, Philosoph, Politiktheoretiker und Aktivist&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=21. März 1887&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=Arbelia, Distrikt 24 Parganas, [[Westbengalen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=25. Januar 1954&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Dehradun]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Spyridon</name></author>
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