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	<title>Mana - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mana&amp;diff=270205&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Invisigoth67: form</title>
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		<updated>2025-09-27T06:48:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;form&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mana&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist in verschiedenen [[Austronesische Sprachen|austronesischen Sprachen]] eine [[Transzendenz|transzendente]] Kraft, die – unter anderem durch Leistungen und Taten – auf Menschen, aber auch auf Naturphänomene, übertragbar ist.&amp;lt;ref&amp;gt;David Gibbons: &amp;#039;&amp;#039;Atlas des Glaubens. Die Religionen der Welt.&amp;#039;&amp;#039; Übersetzung aus dem Englischen, Frederking &amp;amp; Thaler, München 2008, ISBN 978-3-89405-719-0, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Markus Porsche-Ludwig, Jürgen Bellers (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Handbuch der Religionen der Welt.&amp;#039;&amp;#039; Bände 1 und 2, Traugott Bautz, Nordhausen 2012, ISBN 978-3-88309-727-5, S. 94f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;vgl. z.&amp;amp;nbsp;B. {{Hawaiian Dictionaries|mana|id=D12710}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Mana spielt eine zentrale Rolle in den traditionellen kulturellen und religiösen Überzeugungen der Völker [[Ozeanien]]s und hier insbesondere in der [[Polynesische Religion|polynesischen Religion]]. Nach [[Robert Ranulph Marett|Robert Marett]] (1866–1943) ist diese Kraft die Grundlage des von ihm geprägten Begriffs des [[Animatismus]].&amp;lt;ref&amp;gt;Marvin Harris: &amp;#039;&amp;#039;Kulturanthropologie – Ein Lehrbuch.&amp;#039;&amp;#039; Aus dem Amerikanischen von Sylvia M. Schomburg-Scherff, Campus, Frankfurt/New York 1989, ISBN 3-593-33976-5, S. 281.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wesentliches Element der aus der [[Hawaiische Religion|Religion Hawaiis]] abgeleiteten [[Huna]]-Lehre hat es Eingang in westlich geprägte Vorstellungen aus [[Esoterik]] und [[Neoschamanismus]] gefunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grundbedeutung ==&lt;br /&gt;
In seiner elementaren Bedeutung bedeutet &amp;#039;&amp;#039;Mana&amp;#039;&amp;#039; einfach [[Macht]], sei diese spiritueller oder weltlicher Natur. Die polynesische Kultur sieht hier keinen grundsätzlichen Unterschied: Ein Mensch, der sich durch große Fähigkeiten, Kraft und [[Selbstvertrauen]] auszeichnet, besitzt ein bedeutendes &amp;#039;&amp;#039;Mana&amp;#039;&amp;#039; und damit – gemäß der polynesischen Überzeugung – zwangsläufig auch große [[spirituell]]e Energie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept dieser spirituellen Energie lässt sich in gewissen Grenzen mit ähnlichen Ideen aus anderen Kulturkreisen vergleichen wie z.&amp;amp;nbsp;B. &amp;#039;&amp;#039;[[Qi]]&amp;#039;&amp;#039; (Ch&amp;#039;i, jap. &amp;#039;&amp;#039;Ki&amp;#039;&amp;#039;), &amp;#039;&amp;#039;[[Prana]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Orgon]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Psi-Phänomen|Psi]]&amp;#039;&amp;#039;-Kraft. Mana beschreibt eine universelle [[Lebenskraft]], die in jeder Erscheinung der weltlichen [[Realität]] fließt und diese mit Leben erfüllt. &amp;#039;&amp;#039;Mana&amp;#039;&amp;#039; im Sinne des polynesischen Denkansatzes muss an eine konkrete Form gebunden sein: Demzufolge hat jeder Stein, jeder Baum und auch jeder Mensch sein ganz persönliches &amp;#039;&amp;#039;Mana&amp;#039;&amp;#039;, ein spirituell-energetisches Kraftpotential, das sich gleichermaßen aus weltlichen und spirituellen Komponenten speist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Mana&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Tapu]]&amp;#039;&amp;#039; – beides Bezeichnungen aus dem pazifischen Kulturraum – sind zwei Bezugsgrößen, die, ähnlich wie Aktion und Reaktion, nicht voneinander zu trennen sind: &amp;#039;&amp;#039;Mana&amp;#039;&amp;#039; ist das sich verselbständigende, ein genau definiertes Verhalten auslösendes [[Stigmatisierung|Stigma]] (eines Lebewesens, eines Objekts, eines Zustandes), &amp;#039;&amp;#039;Tapu&amp;#039;&amp;#039; ist die entsprechende (distanzierende) Vorkehrungsmaßnahme.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kulturelle Einordnung ==&lt;br /&gt;
In der polynesischen Sichtweise der Welt gab es keinen Unterschied zwischen „[[Religiosität|religiösen]]“ und „[[weltlich]]en“ Kräften. [[Diesseits]] und [[Jenseits]] waren für die Polynesier (wie auch für viele [[Indianer Nordamerikas]] und andere indigene Kulturen) gleichermaßen real und an der Ausformung der täglich erlebten [[Realität]] beteiligt. Also hatte man im alltäglichen Verhalten diesem Umstand Rechnung zu tragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da &amp;#039;&amp;#039;Mana&amp;#039;&amp;#039; in der polynesischen Sicht als spirituelle Kraft einen sehr pragmatischen Inhalt hatte, wurde grundsätzlich dem Träger einer hohen gesellschaftlichen Stellung (und damit Macht) auch ein hoher spiritueller Status zuerkannt. So erhielten in der polynesischen Gesellschaft ererbte Adelstitel oder familiär weitergegebene Funktionen als Experten auf verschiedenen Fachgebieten einen hohen spirituellen Status. Die daraus entstehende Problematik konnte oftmals nur durch Kämpfe auch nahe verwandter Kontrahenten mit dem Tode eines der Beteiligten gelöst werden. Auch die Praxis vieler polynesischer Gesellschaften, mittels [[Adoption]] talentierte Glieder eines unbedeutenderen Zweiges der Familie näher an die ursprüngliche Abstammungslinie heranzuführen, findet hier ihre Erklärung: Näher an der Macht zu sein bedeutete für den so Geehrten eben auch mehr Mana zu besitzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die polynesische Gesellschaftsordnung zeigt exemplarisch die Schwierigkeit auf, ein derartiges religiös-weltanschauliches Konzept auf die Ordnung einer Gesellschaft zu übertragen. Dennoch hat dieses Konzept der polynesischen Kultur über Jahrtausende erlaubt, in einem der gefährlichsten und am schwierigsten zu haltenden Siedlungsräume unseres Planeten zu überleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Niedergang ==&lt;br /&gt;
Diese Untrennbarkeit spirituellen wie weltlichen Denkens in der polynesischen Kultur hatte allerdings auch verhängnisvolle Folgen, als die Kultur der Polynesier auf die der Europäer traf. Ausgehend von der Idee, dass weltliche Macht zwangsläufig auch spirituelle Macht repräsentierte, unterwarfen sich viele Völker Polynesiens ohne nennenswerten kulturellen [[Widerstand (Politik)|Widerstand]] zu leisten den überlegenen [[Waffe]]n der Europäer: Als z.&amp;amp;nbsp;B. die [[Māori]] auf Neuseeland den britischen Truppen unterlagen, gingen sie wie selbstverständlich davon aus, die Eroberer hätten das bessere oder größere &amp;#039;&amp;#039;Mana&amp;#039;&amp;#039; gehabt. In der Folge fiel es den Briten leicht, ihre vorgebliche kulturelle wie auch religiöse Überlegenheit in den eroberten Gebieten durchzusetzen. Viele Inhalte der polynesischen kulturellen Tradition gingen so unwiderruflich verloren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Aussicht ==&lt;br /&gt;
In den letzten Jahrzehnten erlebte die polynesische Kultur eine entschiedene Renaissance. Auch der Begriff des &amp;#039;&amp;#039;Mana&amp;#039;&amp;#039; im pragmatischen polynesischen Sinn findet neue Anerkennung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Religionswissenschaftliche Verwendung ==&lt;br /&gt;
Als wissenschaftlicher Begriff ist &amp;#039;&amp;#039;Mana&amp;#039;&amp;#039; in erster Linie mit der Theorie des [[Präanimismus]] von [[Robert Ranulph Marett]] verbunden. Dieser vertrat in seinem Buch &amp;#039;&amp;#039;The Threshold of Religion&amp;#039;&amp;#039; (1909) die Theorie, frühe Religionen seien keineswegs durch metaphysische Seelenkonzepte gekennzeichnet, sondern bezögen sich auf nicht-personifizierte außeralltägliche Mächte. Des Weiteren werde in solchen Gemeinschaften intellektuell nicht zwischen profaner Naturbeeinflussung und magischen bzw. religiösen Praktiken differenziert (siehe auch: [[Ethnische Religion#Sackgassen der ethnologischen Religionsforschung|Sackgassen der ethnologischen Religionsforschung]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung in der Populärkultur ==&lt;br /&gt;
Eingang in die [[Populärkultur]] fand der Begriff zuerst durch die Verwendung in [[Larry Niven]]s 1969 erschienener Kurzgeschichte &amp;#039;&amp;#039;Not Long Before the End&amp;#039;&amp;#039;, in der Mana als [[natürliche Ressource]] beschrieben wird, mit deren Hilfe es [[Zauberer]]n möglich ist, Zaubersprüche zu wirken.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diesem Sinne wurde der Begriff in zahlreichen Werken aufgegriffen und popularisiert. So gehört der Begriff &amp;#039;&amp;#039;Mana&amp;#039;&amp;#039; heute als Bezeichnung für eine Form spiritueller Energie zum Standardvokabular insbesondere in [[Computerspiel]]en, aber auch allgemein in [[Fantasy]]medien jeder Art (siehe [[Mana (Spiele)]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Robert Ranulph Marett]]: &amp;#039;&amp;#039;The Threshold of Religion.&amp;#039;&amp;#039; Methuen &amp;amp; Co., London 1909 (2. erweiterte Auflage: Macmillan, New York 1914).&lt;br /&gt;
* Matt Tomlinson, Ty P. Kāwika Tengan (Hrsg.): [https://press.anu.edu.au/publications/series/monographs-anthropology/new-mana &amp;#039;&amp;#039;New Mana. Transformations of a Classic Concept in Pacific Languages and Cultures&amp;#039;&amp;#039;.] The Australian National University, ANU Press, Canberra 2016&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4313900-0}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Polynesien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionsethnologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Esoterik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religion (Hawaii)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mythologie der Māori]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Naturreligion]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Invisigoth67</name></author>
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