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	<title>Man frage nicht - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-20T22:26:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Man_frage_nicht&amp;diff=2541000&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sokrates 399: Typografie.</title>
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		<updated>2026-04-02T09:17:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Typografie.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das Gedicht &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Man frage nicht&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; des österreichischen Schriftstellers [[Karl Kraus]] erschien im Oktober 1933 in der 888. Ausgabe der von ihm herausgegebenen Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[Die Fackel]]&amp;#039;&amp;#039;. Der als Reaktion auf die [[Machtergreifung|Machtübergabe]] an die Nationalsozialisten im Deutschen Reich zu verstehende Text erhielt eine Reihe literarischer Antworten, etwa von [[Wieland Herzfelde]] und [[Bertolt Brecht]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Kraus veröffentlichte das Gedicht anstelle einer umfangreicheren Arbeit, der &amp;#039;&amp;#039;Dritten Walpurgisnacht&amp;#039;&amp;#039;, die scharfe Kritik am Nationalsozialismus enthielt.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Warum die Fackel nicht erscheint&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Die Fackel]]&amp;#039;&amp;#039; Nr. 890–905, Ende Juli 1934, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Fackel erschien in diesem Jahr nur mit einer einzigen dieses Gedicht enthaltenden vierseitigen Ausgabe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Manuskript des Gedichts enthält eine Widmung Kraus’ an seine langjährige Gesprächspartnerin [[Sidonie Nádherná von Borutín]]. Ob es als vor allem an sie gerichtet zu verstehen ist, ist unklar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortlaut ==&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Man frage nicht, was all die Zeit ich machte.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Ich bleibe stumm;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;und sage nicht, warum.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Und Stille gibt es, da die Erde krachte.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Kein Wort, das traf;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;man spricht nur aus dem Schlaf.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Und träumt von einer Sonne, welche lachte.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Es geht vorbei;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;nachher war&amp;#039;s einerlei.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Das Wort entschlief, als jene Welt erwachte.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Band 9 (Gedichte), S. 639. Vgl. Die Fackel Nr. 888, Oktober 1933, S. 4.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Reaktionen ==&lt;br /&gt;
Zahlreiche polemisierende Reaktionen auf das Gedicht finden sich in zeitgenössischen antifaschistischen Exil-Zeitschriften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Gedicht provozierte &amp;#039;&amp;#039;Zwei Grabreden auf Karl Kraus&amp;#039;&amp;#039; (1933), [[Wieland Herzfelde]] warf dem Dichter darin Flucht vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bertolt Brecht]] schrieb noch 1933 ein Gedicht über die „Bedeutung“ dieses Kraus’schen Gedichts, das den Autor zunächst zu verteidigen suchte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Als der Beredte sich entschuldigte&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Daß seine Stimme versage&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Trat das Schweigen vor den Richtertisch&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Nahm das Tuch vom Antlitz und&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
: &amp;#039;&amp;#039;Gab sich zu erkennen als Zeuge.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;Schick, Karl Kraus, S. 129; s.&amp;amp;nbsp;a. Bert Brecht: {{Webarchiv | url=http://www.sozialistische-klassiker.org/Brecht/Brecht21.html | wayback=20050920160130 | text=„Über die Bedeutung des zehnzeiligen Gedichtes in der 888. Nummer der Fackel“}} (Oktober 1933)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1934 nahm Brecht noch einmal im Gedicht &amp;#039;&amp;#039;Über den schnellen Fall des guten Unwissenden&amp;#039;&amp;#039; auf &amp;#039;&amp;#039;Man frage nicht&amp;#039;&amp;#039; Bezug. Darin kündigte er Kraus nach dessen Befürwortung der Unterdrückung des [[Österreichischer Bürgerkrieg|Februaraufstandes]] schließlich die Freundschaft:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
:: &amp;#039;&amp;#039;Als wir den Beredten seines Schweigens wegen entschuldigt hatten&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:: &amp;#039;&amp;#039;verging zwischen der Niederschrift des Lobs und seiner Ankunft&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
:: &amp;#039;&amp;#039;eine kleine Zeit. In der sprach er.&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der &amp;#039;&amp;#039;Fackel&amp;#039;&amp;#039; Nr. 889, die 1934 erschien, erschien eine direkte Stellungnahme zur Veröffentlichung des Gedichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Dritten Reich war Kraus’ Werk auf die „[[Liste verbotener Autoren während des Dritten Reichs|Liste des schädlichen und unerwünschten Schrifttums]]“ gesetzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkung ==&lt;br /&gt;
Das anthologische Standardwerk &amp;#039;&amp;#039;Epochen deutscher Lyrik&amp;#039;&amp;#039; von [[Walther Killy]] sieht das Krausgedicht exemplarisch für die deutsche Lyrik ab 1933 und gibt auch die Reaktionen anderer Dichter wieder.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach wird das Gedicht von Interpreten als Unvermögen des Dichters gedeutet, zum Nationalsozialismus Stellung zu nehmen. Kraus hingegen gab als Grund für sein Schweigen vor allem die Rücksicht auf Dritte in seinem Umfeld an, deren Leben er durch die Nazis provozierende Veröffentlichungen in Gefahr sähe: dass er &amp;#039;&amp;#039;„den schmerzlichsten Verzicht auf den literarischen Effekt geringer achtet als das tragische Opfer des ärmsten anonym verschollenen Menschenlebens“&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Warum die Fackel nicht erscheint&amp;#039;&amp;#039;, in: Die Fackel Nr. 890–905, Ende Juli 1934, S. 10.&amp;lt;/ref&amp;gt;, hieß es von seiner Seite Ende Juli 1934. Die von Kraus zurückgehaltene &amp;#039;&amp;#039;Dritte Walpurgisnacht&amp;#039;&amp;#039;, an deren Stelle er &amp;#039;&amp;#039;Man frage nicht&amp;#039;&amp;#039; publiziert hatte, erschien erst nach 1945 posthum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelbelege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gedicht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Österreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literarisches Werk]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sokrates 399</name></author>
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