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	<title>Mambai - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mambai&amp;diff=602722&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;J. Patrick Fischer: /* Kultur */</title>
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		<updated>2026-01-06T21:16:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Kultur&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|beschäftigt sich mit der Ethnie der Mambai. Für ihre Sprache siehe [[Mambai (Sprache)]].}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:District Ermera, Subdistrict Letefoho, Suco Ducurai. Orchestra in front of a church.jpg|mini|Frauen aus [[Ducurai]] beim Musizieren mit Butaki-Gongs und Babadok-Trommeln]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mambai&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Mambae&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Manbae&amp;#039;&amp;#039;) sind nach den [[Tetum]] die zweitgrößte Ethnie in [[Osttimor]]. Ursprünglich wurden sie von den [[Portugal|Portugiesen]] als [[Maubere]] bezeichnet. &amp;#039;&amp;#039;Maubere&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Mau Bere&amp;#039;&amp;#039; ist ein weitverbreiteter männlicher [[Vorname]] unter den Mambai.&amp;lt;ref&amp;gt;Andrew McWilliam, Elizabeth G. Traube: [http://books.google.de/books?id=iVK7xSYvrPMC&amp;amp;pg=PA179&amp;amp;dq=Mambai&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=yJq1UqDpH4mutAapkYDQBg&amp;amp;ved=0CFEQ6AEwBA#v=onepage&amp;amp;q=Mambai&amp;amp;f=false &amp;#039;&amp;#039;Land and Life in Timor-Leste: Ethnographic Essays&amp;#039;&amp;#039;], S. 119, Canberra 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungsraum ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mambai.png|mini|300px|Anteil von Mambai-Muttersprachlern in den Sucos Osttimors.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Mambai leben vom Landesinneren der Gemeinde [[Dili (Gemeinde)|Dili]] bis zur Südküste des Landes, vor allem in den Gemeinden [[Ainaro (Gemeinde)|Ainaro]] und [[Manufahi]]. Ihre Hauptzentren sind [[Ermera]], [[Aileu]], [[Remexio]], [[Turiscai]], [[Maubisse]], [[Ainaro]] und [[Same (Manufahi)|Same]]. Unter den Exiltimoresen in [[Australien]] bilden die Mambai eine der Hauptgruppen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kultur ==&lt;br /&gt;
Die [[Mambai (Sprache)|Sprache Mambai]] ist eine [[Malayo-polynesische Sprachen|Zentral-Malayo-Polynesische Sprache]] des &amp;#039;&amp;#039;Timorzweigs&amp;#039;&amp;#039;. Sie ist mit 195.778 Sprechern die zweithäufigste Muttersprache in Osttimor.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cen2015&amp;quot;&amp;gt;[[Institutu Nasionál Estatístika Timor-Leste|Direcção-Geral de Estatística]]: [http://www.statistics.gov.tl/category/publications/census-publications/2015-census-publications/ &amp;#039;&amp;#039;Ergebnisse der Volkszählung von 2015&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 23. November 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Maubisse, East Timor (312826463).jpg|mini|links|Typische Hütte der Mambai bei [[Maubisse (Verwaltungsamt)|Maubisse]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Markant im Vergleich zu den benachbarten Ethnien sind die traditionellen Rundhütten der Mambai, die noch heute weit verbreitet sind.&amp;lt;ref&amp;gt;Tony Wheeler, &amp;#039;&amp;#039;[http://books.google.com/books?id=SoIjzSgqGscC&amp;amp;pg=PA93 East Timor]&amp;#039;&amp;#039;, Lonely Planet, 2004, S. 93.&amp;lt;/ref&amp;gt; Meist leben die Mambai in kleinen Weilern, in denen Reis, Mais und [[Maniok]] angebaut werden. Die Häuser in den Weilern werden in &amp;#039;&amp;#039;Fada&amp;#039;&amp;#039; aufgeteilt, deren Bewohner eng miteinander verwandt sind. Diese gehören zu einem der zahlreichen Clans (&amp;#039;&amp;#039;Lisa&amp;#039;&amp;#039;), die sich ein gemeinsames heiliges Haus (&amp;#039;&amp;#039;Fad lisa&amp;#039;&amp;#039;) teilen. Mehrere Clans gruppieren sich zu einer größeren Kultgruppe, die &amp;#039;&amp;#039;Lis tu&amp;#039;&amp;#039;, die ein gemeinsames Stammhaus besitzt, das Haus des Ursprungs &amp;#039;&amp;#039;Fada ni fun&amp;#039;&amp;#039;. Mehrere dieser Stammhäuser können durchaus gemeinsam auf einen Hügel stehen. Sie stehen dann im Kreis um einen steinernen Altar, mit einem dreiendigen [[Ai To’os]]. Die Beziehung zwischen dem Stamm und seinen Zweigen wird mit Vater und Mutter (&amp;#039;&amp;#039;Aman nor Inan&amp;#039;&amp;#039;) zu ihren Kindern (&amp;#039;&amp;#039;Anan&amp;#039;&amp;#039;) gleichgesetzt. Männer verbleiben innerhalb ihres Stammes ([[patrilineal]]), heiraten aber nur Frauen von außerhalb ([[exogam]]), so dass sich alle Angehörige auf eine männliche Stammlinie beziehen können. Regelmäßig trifft man sich an seinem Ursprungsort (&amp;#039;&amp;#039;Fun&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref name=SatherFox&amp;gt;Clifford Sather and James J. Fox (eds): &amp;#039;&amp;#039;[http://books.google.com/books?id=7i_dwpmAf2UC&amp;amp;pg=PA136 Origins, Ancestry and Alliance: Explorations in Austronesian Ethnography]&amp;#039;&amp;#039;, ANU E Press, 2006, Kapitel 7.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Uma Lulik Hohulu.jpg|mini|In einem heiligen Haus in Hohulu]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes Stammhaus leitet sich wiederum von zwei Stammlinien ab. Diese beiden Urahnen sind das Stamm- oder männliche Haus (&amp;#039;&amp;#039;Umaen fun&amp;#039;&amp;#039;) und das weibliche Haus (&amp;#039;&amp;#039;Nai fun&amp;#039;&amp;#039;) bezeichnet. Man nennt sie auch „Mutter und Vater [[Wasserbüffel]]“ (&amp;#039;&amp;#039;Arabau inan nor arabau aman&amp;#039;&amp;#039;). Die männliche Linie repräsentiert den frühsten Urahn, die weibliche den nachkommenden Urahn. Zusammen bilden sie „jene, die den Fels stützen“ beziehungsweise „jene, die den Baum halten“. Jene Linien, die über weibliche Nachkommen sich ableiten, werden „neue Männer“ (&amp;#039;&amp;#039;Maen heua&amp;#039;&amp;#039;) genannt, also zum Beispiel die Häuser des Ehemanns der Tochter oder des Kindes der Schwester. Will ein Mann eine Frau aus einem nicht verwandten Haus heiraten, muss er erst ihr &amp;#039;&amp;#039;Umaen fun&amp;#039;&amp;#039; rituell um Erlaubnis bitten.&amp;lt;ref name=SatherFox/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hiut Lei Maubisse 2.jpg|[[Hiut Lel]], Maubisse&lt;br /&gt;
Maubisse, Hiut Lel. Uma lulik.jpg|Steinaltar von Hiut Lel&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie die anderen Volksgruppen Osttimors sind die Mambai heute weitgehend Anhänger des [[Römisch-katholische Kirche|katholischen]] Glaubens. Trotzdem lassen sich auch heute noch in den christlichen Riten Spuren der [[Animismus (Religion)|animistischen]], [[Traditionelle Religion Timors|traditionellen Religion]] finden. Besonders mit den [[Kemak#Religion und Sozialstruktur|Riten der benachbarten Kemak]] finden sich einige Parallelen. So werden bei Mambai und bei Kemak Bestattungszeremonien als &amp;#039;&amp;#039;Schwarze Rituale&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Zweitbestattungen (Mambai: &amp;#039;&amp;#039;Maet-keon&amp;#039;&amp;#039;), bei denen die Knochen der Verstorbenen wieder ausgegraben, gereinigt und erneut bestattet werden, waren früher auch bei den Mambai üblich, scheinen aber heute nicht mehr vorzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.seasite.niu.edu/EastTimor/religion.htm Center for Southeast Asian Studies, Northern Illinois University - East Timor People and Culture]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Hiut Lel Maubisse 3.jpg|mini|links|Mann in Hiut Lel]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Market, Maubisse, East Timor (312833929).jpg|mini|Marktfrau in Maubisse]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Kultur der Mambai erhielt während der Kolonialzeit der Kult um die [[Flagge Portugals]] eine zentrale Bedeutung. Als die Portugiesen die Timoresen unterwarfen, übergaben sie den [[Liurai]]s (timoresische Kleinkönige) als Vasallen die portugiesische Flagge, die in den Augen der Timoresen, genauso wie der Flaggenmast, selbst zu heiligen Objekten wurden, welche die Herrschaft der Portugiesen und der ihnen treuen Liurais legitimierte. Nach deren Ursprungsmythos entsteht die Weltordnung durch zwei Brüder. Der ältere Bruder, von dem demnach die Völker Timors abstammen, hat die rituelle Macht über den Kosmos inne. Der jüngere Bruder besitzt die Macht über die gesellschaftliche Ordnung. Von diesem stammen die nicht-timoresischen Völker ab, in diesem Fall die Portugiesen. Der Mythos berichtet vom Verlust, der Suche und der Wiedererlangung eines verlorenen, heiligen Gegenstandes, nämlich der portugiesischen Flagge. Diese heilige Bedeutung der Flagge führte zu einigen Problemen, als die Flagge Portugals 1910 beim Wechsel von der Monarchie zur Republik geändert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://pascal.iseg.utl.pt/~cesa/History_of_Timor.pdf |wayback=20090324213447 |text=History of Timor – Technische Universität Lissabon |archiv-bot=2019-04-29 07:58:57 InternetArchiveBot }} (PDF; 824&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Monika Schlicher: &amp;#039;&amp;#039;Portugal in Osttimor. Eine kritische Untersuchung zur portugiesischen Kolonialgeschichte in Osttimor 1850 bis 1912&amp;#039;&amp;#039;. Abera, Hamburg 1996, ISBN 3-931567-08-7, (&amp;#039;&amp;#039;Abera Network Asia-Pacific&amp;#039;&amp;#039; 4), (Zugleich: Heidelberg, Univ., Diss., 1994).&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;(siehe auch: [[Rebellionen in Portugiesisch-Timor (1860–1912)#Die Rebellion von Manufahi|Rebellion von Manufahi]])&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wichtiges kulturelles Zentrum aller Mambai ist [[Hiut Lel]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://1.bp.blogspot.com/-u0kV_7U-wfU/VoSebcQNv-I/AAAAAAAAAa0/uGgGg-s6IFY/s1600/1.3.JPG Foto des Heiligtums von Hiut Lel], abgerufen am 7. Dezember 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://unesdoc.unesco.org/images/0023/002353/235310M.pdf &amp;#039;&amp;#039;The Living Heritage of Communities in Timor-Leste&amp;#039;&amp;#039;], S. 65, abgerufen am 7. Dezember 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutung in der Politik ==&lt;br /&gt;
Vier der acht Kandidaten bei der [[Präsidentschaftswahlen in Osttimor 2007|Präsidentschaftswahl 2007]] waren Mambai:&lt;br /&gt;
* [[Francisco Xavier do Amaral]], [[Associação Social-Democrata de Timor|ASDT]].&lt;br /&gt;
* [[Fernando de Araújo]], [[Partido Democrático (Osttimor)|PD]].&lt;br /&gt;
* [[Lúcia Lobato]], [[Partido Social Democrata (Osttimor)|PSD]].&lt;br /&gt;
* [[Manuel Tilman (Politiker)|Manuel Tilman]], [[Klibur Oan Timor Asuwain|KOTA]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Elizabeth Gilbert Traube: [http://books.google.com/books?id=0KE7AQAAIAAJ &amp;#039;&amp;#039;Ritual exchange among the Mambai of East Timor: gifts of life and death&amp;#039;&amp;#039;], Harvard University Press, 1977.&lt;br /&gt;
* Elizabeth Gilbert Traube: [http://booksandjournals.brillonline.com/content/journals/10.1163/22134379-90003539 Affines and the Dead: Mambai Rituals of Alliance], Bijdragen tot de Taal-, Land- en Volkenkunde, Deel 136, 1ste Afl., ANTHROPOLOGICA XXII (1980), S. 90–115&lt;br /&gt;
* Elizabeth Gilbert Traube: [http://books.google.com/books?id=Znx2QgAACAAJ &amp;#039;&amp;#039;Cosmology and Social Life: ritual exchange among the Mambai of East Timor&amp;#039;&amp;#039;], University of Chicago Press, 1986.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mambai}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ethnien in Osttimor}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Osttimor]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ethnie in Asien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;J. Patrick Fischer</name></author>
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