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	<title>Malignes Lymphom der Katze - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T14:58:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Malignes_Lymphom_der_Katze&amp;diff=558278&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;MaligneRange: Linkfix Anorexie</title>
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		<updated>2024-02-13T13:44:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Linkfix Anorexie&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;maligne Lymphom der Katze&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Syn. &amp;#039;&amp;#039;felines Lymphosarkom&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Malignität|bösartige]] (maligne) [[Tumor]]erkrankung bei [[Katzen]] (Felidae), bei der sich zumeist solide Tumoren in den [[Lymphsystem|lymphatischen Organen]] ([[Lymphosarkom]]e) bilden. Es ist die häufigste Tumorerkrankung bei [[Hauskatze]]n, etwa ein Drittel aller [[Neoplasie]]n sind bei diesen maligne Lymphome. Hauskatzen sind innerhalb der bislang untersuchten Arten am häufigsten von dieser speziellen Tumorform betroffen. Die Erkrankung ist vergleichbar mit den [[Non-Hodgkin-Lymphom]]en des Menschen. Das klinische Bild ist sehr variabel und hängt von der Lokalisation und Größe des Tumors ab. Die Heilungsaussicht mit einer [[Chemotherapie]] ist nicht immer befriedigend, bei malignen Lymphomen des [[Wirbelkanal]]s ist sie schlecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ätiologie ==&lt;br /&gt;
Ein möglicher Auslöser des malignen Lymphoms ist das [[Felines Leukämievirus|feline Leukämievirus]] (FeLV), ein [[Retrovirus]]. Nach einer schottischen Studie sind in Europa aber nur ein Drittel der betroffenen Katzen FeLV-positiv, in Nordamerika dagegen 70 %. Jedoch lässt sich auch bei den meisten der [[Serologie|seronegativen]] Katzen ein für FeLV typisches [[Antigen]], das sogenannte FOCMA (&amp;#039;&amp;#039;feline oncornavirus-associated cell membrane antigen&amp;#039;&amp;#039;), nachweisen. Es wird vermutet, dass bei der Mehrzahl der Fälle der Organismus in der Lage war, das Virus zu eliminieren, allerdings erst nachdem das Virus eine [[maligne Transformation]] der lymphatischen Zellen ausgelöst hat.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abhängigkeit vom Vorhandensein eines FeLV-[[Antikörper]]-[[Titer (Medizin)|Titers]] ergibt sich eine zweigipflige (bimodale) Altershäufigkeit. Während die meisten Erkrankungen bei FeLV-positiven Tieren im Alter von 3 Jahren auftreten, liegt das mittlere Alter bei FeLV-negativen Tieren bei 7 Jahren. Prinzipiell sind alle [[Katzenrasse]]n empfänglich. Mit dem Rückgang der FeLV infolge Impfungen ist das Auftreten maligner Lymphome jedoch nicht zurückgegangen. Vor allem bei älteren Tieren sind nach aktuellen Studien nur noch wenige Tiere mit einem malignen Lymphom auch FeLV-positiv.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meichner&amp;quot;&amp;gt;K. Meichner et al.: &amp;#039;&amp;#039;Inzidenz des Felinen-Leukämievirus-(FeLV-)assoziierten malignen Lymphoms in der süddeutschen Katzenpopulation von 1980 bis 2008.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kleintierpraxis.&amp;#039;&amp;#039; Band 56, 2011, S. 35.&amp;lt;/ref&amp;gt; In jüngerer Zeit treten vor allem Lymphome im Darm auf, Zusammenhänge mit entzündlichen Darmerkrankungen und Katzenfutter&amp;lt;ref&amp;gt;M. Louwerens et al.: &amp;#039;&amp;#039;Feline lymphoma in the post-feline leukemia virus era.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Veterinary Internal Medicine.&amp;#039;&amp;#039; Band 19, Mai/Juni 2005, PMID 15954547, S. 329–335.&amp;lt;/ref&amp;gt; und chronischen Entzündungen&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meichner&amp;quot; /&amp;gt; werden augenblicklich diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein weiteres katzenspezifisches Virus, das [[Felines Immundefizienz-Virus|feline Immundefizienz-Virus]] (FIV) wird in deutlich geringerem Ausmaß ebenfalls mit der Entstehung von malignen Lymphomen in Zusammenhang gebracht. Auch eine kombinierte Wirkung beider Viren wird diskutiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einteilung ==&lt;br /&gt;
Für das maligne Lymphom sind mehrere Einteilungsschemata möglich, die auf unterschiedlichen Kriterien beruhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Lokalisation der Tumoren findet ein modifiziertes [[Weltgesundheitsorganisation|WHO]]-Schema Anwendung. Die Häufigkeit der einzelnen Formen ist regional unterschiedlich. Die folgende Liste ist nach der Anzahl der weltweit berichteten Fälle geordnet.&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;Mediastinales malignes Lymphom&amp;#039;&amp;#039;: Hier liegt der Tumor im Mittelfell ([[Mediastinum]]).&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;Gastrointestinales malignes Lymphom&amp;#039;&amp;#039;: Hier sind [[Magen]] ([[Latein|lat.]] &amp;#039;&amp;#039;Gaster&amp;#039;&amp;#039;) und [[Darm]] (&amp;#039;&amp;#039;Intestinum&amp;#039;&amp;#039;) Sitz des Primärtumors.&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;Peripheres malignes Lymphom&amp;#039;&amp;#039;: Bei dieser Form sind die peripheren [[Lymphknoten]] betroffen.&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;Leukämische Leukose&amp;#039;&amp;#039;: Bei dieser Form kommt es zu einer Vermehrung der [[Leukozyt|weißen Blutzellen]] im [[Blut]] ([[Leukämie]]).&lt;br /&gt;
#&amp;#039;&amp;#039;Sonstige maligne Lymphome&amp;#039;&amp;#039;: In diese Gruppe werden Lymphosarkome eingeordnet, die nicht in einem lymphatischen Organ, sondern beispielsweise in der [[Haut]], im [[Zentralnervensystem]] oder der [[Niere]] lokalisiert sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Rappaport-Einteilung unterscheidet man gut oder schlecht differenzierte, knotenförmige (noduläre) oder diffuse sowie großzellig-[[histiozyt]]äre und kleinzellig-[[lymphozyt]]äre maligne Lymphome.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der [[Dignität (Medizin)|Dignität]] werden geringgradig (etwa 10 %), mittelgradig (35 %) und hochgradig maligne (55 %) Lymphome unterschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach den Ausgangszellen werden [[T-Lymphozyt|T-Zell]]-Tumoren, die vermutlich den Hauptteil stellen, und [[B-Lymphozyt|B-Zell]]-Tumoren unterschieden. Letztere sind vor allem bei FIV-assoziierten und gastrointestinalen malignen Lymphomen anzutreffen. Eine genauere Aussage kann hier allerdings noch nicht erfolgen, weil die wenigsten Studien molekulare Marker für diese Lymphozyten-Untertypen verwendeten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinik ==&lt;br /&gt;
=== Klinische Stadien ===&lt;br /&gt;
Nach dem Ausmaß der Erkrankung und der lokalisationsabhängigen [[Prognose]] unterscheidet man 5 Stadien, wobei das Stadium I die beste, das Stadium V die schlechteste Prognose hat.&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- class=&amp;quot;hintergrundfarbe6&amp;quot;&lt;br /&gt;
! Klinisches Stadium&lt;br /&gt;
! Kennzeichen&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|I&lt;br /&gt;
|ein einzelner Tumor eines lymphatischen Organs&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|II&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
mehrere Lymphknoten einer Region&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;oder&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein einzelner Tumor mit Beteiligung des regionalen Lymphknotens&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;oder&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
ein [[Resektion|resezierbarer]] gastrointestinaler Tumor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|III&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
viele Lymphknoten betroffen&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;oder&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
viele Tumoren außerhalb der Lymphknoten&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;oder&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
nicht rezezierbarer gastrointestinaler Tumor&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;oder&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&lt;br /&gt;
am [[Wirbelkanal]] außerhalb des Rückenmarks (paraspinal) oder [[Epiduralraum|epidural]] lokalisierter Tumor&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|IV&lt;br /&gt;
|Beteiligung von Leber und Milz zusätzlich zu einem Merkmal der Stadien I–III&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|V&lt;br /&gt;
|Leukämie oder Beteiligung des [[Knochenmark]]s oder Zentralnervensystems&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mediastinales malignes Lymphom ===&lt;br /&gt;
Ein mediastinales malignes Lymphom geht von den lymphatischen Organen im Mittelfell aus. Häufig ist es der [[Thymus]], aber auch die Mediastinal- (&amp;#039;&amp;#039;[[Mediastinallymphknoten|Lymphonodi mediastinales]]&amp;#039;&amp;#039;) oder Brustbein[[lymphknoten]] (&amp;#039;&amp;#039;Lymphonodi sternales&amp;#039;&amp;#039;) können Ausgangspunkt sein. Diese Form tritt besonders bei den jüngeren, FeLV-positiven Tieren auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Klinisch äußern sich diese Lymphome in allgemeiner Schwäche und [[Appetitlosigkeit|Anorexie]]. Infolge der Einengung der Lungen und der [[Luftröhre]] in [[Dyspnoe|Atemnot]] oder [[Tachypnoe|erhöhter Atemfrequenz]]. Infolge der Einengung der [[Speiseröhre]] kann [[Regurgitation (Verdauungstrakt)|Regurgitieren]] oder Trinkunlust auftreten. Die [[Schleimhaut|Schleimhäute]] können blass oder aufgrund eines Sauerstoffmangels bläulich verfärbt sein ([[Zyanose]]). Bei der [[Perkussion (Medizin)|Perkussion]] des Brustkorbs können Veränderungen auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Röntgen]]untersuchung zeigt eine Verschattung im präkardialen (vor dem Herz befindlichen) Mittelfell. Differentialdiagnostisch müssen hier Flüssigkeitsansammlungen ([[Hydrothorax|Hydro-]], [[Pyothorax|Pyo-]], [[Chylothorax]], [[Feline infektiöse Peritonitis]]) und [[Zwerchfellhernie]]n ausgeschlossen werden. Eine [[Sonografie|Ultraschalluntersuchung]] kann zur Darstellung des Tumors dienlich sein, vor allem wenn er mit einer Flüssigkeitsansammlung kombiniert ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Diagnose ist anhand einer [[Biopsie]] des Tumors mittels Feinnadelaspiration und anschließender [[Zytodiagnostik|zytologischer]] Untersuchung möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gastrointestinales malignes Lymphom ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In diese Gruppe werden Lymphosarkome des [[Magen-Darm-Kanal]]s oder der dazugehörigen Lymphknoten (&amp;#039;&amp;#039;Lymphocentrum coeliacum&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;mesentericum craniale&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;caudale&amp;#039;&amp;#039;) eingeordnet. Einige Autoren ordnen auch Lymphosarkome der [[Leber]] in diese Gruppe ein. Sie sind bei FeLV-positiven Tieren eher selten (10 % der Fälle), bilden aber die häufigste Lokalisation bei älteren Tieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Erscheinungsbild ist überaus vielfältig. Hochdifferenzierte Formen stammen aus den [[Epithel|intraepithelialen]] [[Lymphozyt]]en der [[Darmschleimhaut]], können diffus im gesamten Darm verteilt sein und lassen sich oft nur schwer von [[Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen|chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen]] unterscheiden (kleinzelliges, low-grade Lymphom). Den gleichen Ursprung haben oft auch von der Zellgröße mittelgroße (intermediäre) Lymphome; beide Formen werden daher auch als epitheliotrop bezeichnet. Dagegen liegt der Ursprung der hochgradigen (high-grade) Formen in den Lymphozyten der [[Tela submucosa|Submukosa]] der Darmschleimhaut und bildet häufiger solide Tumoren aus. Eine weitere Form geht von großen granulierten Lymphozyten der Submukosa aus und wird daher als LGL-Form (large granular lymphocytes) bezeichnet. Etwa 20 % der Fälle betreffen den Magen, die übrigen den Darm. Während high-grade-Lymphome oft B-Zell-Lymphome sind, findet sich unter den intermediären und den low-grade-Lymphomen auch ein hoher Anteil an T-Zell-Typen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kessler&amp;quot;&amp;gt;M. Kessler: &amp;#039;&amp;#039;Tumor des Dünndarms bei der Katze.&amp;#039;&amp;#039; In: M. Kessler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kleintieronkologie.&amp;#039;&amp;#039; Enke Verlag, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-8304-1137-6, S. 291–293.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das klinische Bild hängt von der Lokalisation ab. Neben Fressunlust und Abmagerung kann [[Erbrechen]] (v.&amp;amp;nbsp;a. bei soliden Tumoren), [[Durchfall]] (diffuse) und bei [[Blutung]]en auch [[Anämie]] auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Größere solide Tumoren können unter Umständen bereits durch die Bauchwand ertastet werden. Weitere Hinweise können eine [[Sonografie]], eine [[Endoskop]]ie oder eine [[Laparotomie|Bauchhöhleneröffnung]] geben. Die Diagnose wird wiederum durch Biopsie und Zytologie gestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Small intestine Lymphosarcoma cat.jpg|Von einem Lymphom infiltrierte Darmwand. Die [[Tunica muscularis|Muskularis]] stellt sich verdickt dar. Die Abgrenzung zur [[Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen|IBD]] kann schwierig sein.&lt;br /&gt;
 Intestinal lymphoma cat.jpg|Von einem Lymphom veränderter Dünndarm. Der rote Pfeil markiert eine unveränderte Darmwand mit normaler 5-Schichtung. Der gelbe Pfeil markiert das veränderte Gewebe mit Umfangsvermehrung, teilweisem Verlust des normalen Wandaufbaus und verminderter Echogenität.&lt;br /&gt;
 Lymphom Magenwand Katze.jpg|Von einem Lymphom infiltrierte und verdickte Magenwand. Im Bereich der hypoechogenen Struktur kam es zur Auflösung des physiologischen Wandaufbaus, der links distal davon noch andeutungsweise erkennbar ist.&lt;br /&gt;
 Solides Darmwandlymphom.jpg|Vollständig von einem Lymphom infiltrierte Darmwand. Die normale Schichtung ist vollständig verschwunden.&lt;br /&gt;
 High-grade Lymphom Ileum Katze.jpg|Lymphom im terminalen Ileum, das pathohistologisch als high-grade Lymphom klassifiziert wurde.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Peripheres malignes Lymphom ===&lt;br /&gt;
Beim peripheren malignen Lymphom (auch &amp;#039;&amp;#039;multizentrische Leukose&amp;#039;&amp;#039;) sind die Lymphknoten außerhalb der Körperhöhlen betroffen. Diese Lokalisation ist bei Katzen, im Gegensatz zum [[Malignes Lymphom des Hundes|malignen Lymphom bei Hunden]], selten. Klinisch äußert sich die Erkrankung unspezifisch, es treten zumeist schmerzlose Vergrößerungen der Lymphknoten auf. Später können [[Metastase]]n in Leber, Milz und Knochenmark auftreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Diagnose erfolgt durch Biopsie oder Entfernung des ganzen Lymphknotens und anschließender [[Histologie|histologischer]] Untersuchung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Leukämische Leukose ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Feline-Leucosis.jpg|mini|Hochgradig blasse Maulschleimhaut bei einer Katze mit Katzenleukämie]]&lt;br /&gt;
Bei der leukämischen Leukose (oder &amp;#039;&amp;#039;Lymphoid-leukämischen Form&amp;#039;&amp;#039;) ist primär das [[Knochenmark]] betroffen und entartete Lymphozyten zirkulieren im [[Blut]] ([[Leukämie]]). Fieber, Schwäche, Anorexie, [[Gelbsucht]], [[Fieber]], Blutarmut ([[Anämie]]) und blasse Schleimhäute sind häufig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige maligne Lymphome ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Malignes Lymphom Niere Katze Sono.jpg|mini|250px|Ultraschalldarstellung einer befallenen Niere. Der hypoechogene Saum (Pfeil) ist [[pathognomonisch]] für ein malignes Lymphom.]]Maligne Lymphome der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Niere&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; machen etwa 15 % der Fälle aus und treten vor allem bei älteren Tieren auf. Die Blutwerte für [[Harnstoff]] und [[Kreatinin]] sind erhöht. In fortgeschrittenen Fällen kommt es zu einem [[Nierenversagen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maligne Lymphome des &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Zentralnervensystems&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; kommen meist bei FeLV-positiven jüngeren Tieren vor oder in Anschluss an eine Chemotherapie von Nieren-Lymphosarkomen. Die Tumoren treten vor allem im [[Wirbelkanal]] auf und das klinische Bild hängt sehr stark von der Lokalisation und vom Ausmaß der Kompression des [[Rückenmark]]s ab. Die [[Neurologie|neurologischen]] Ausfälle reichen von [[Parese]]n, [[Ataxie]]n bis hin zu [[Hyperästhesie]]n. Röntgenologisch lassen sich zumeist keine Veränderungen der [[Wirbel (Anatomie)|Wirbel]] nachweisen, allenfalls eine [[Myelografie]] kann Hinweise auf einen raumfordernden Prozess bringen. Differentialdiagnostisch sind eine Reihe von anderen zentralnervösen Erkrankungen auszuschließen, wobei man sich am besten am [[VETAMIN D|VETAMIN-D]]-Schema orientiert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maligne Lymphome der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Haut&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; sind selten und treten allenfalls bei sehr alten Katzen (&amp;gt;11 Jahre) auf. In der [[Epidermis (Wirbeltiere)|Oberhaut]] können sogenannte Pseudo-[[Abszess]]e auftreten oder auch tieferliegende und eher diffus verteilte Ansammlungen von Lymphozyten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere mögliche Lokalisationen maligner Lymphome sind die [[Nasenhöhle]], die [[Bindehaut]]&amp;lt;ref&amp;gt;A. Buxbaum et al.: &amp;#039;&amp;#039;Multizentrisches malignes Lymphom mit konjunktivaler Manifestation bei einer Katze.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Kleintierpraxis.&amp;#039;&amp;#039; Band 42, 2000, S. 699–705.&amp;lt;/ref&amp;gt; und das [[Auge]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie ==&lt;br /&gt;
Bei FeLV-positiven Tieren ist ein [[Therapie]]&amp;lt;nowiki /&amp;gt;versuch nur sinnvoll, wenn eine von anderen Katzen getrennte Haltung möglich ist (einzeln lebende Wohnungskatze), da diese Tiere ansonsten eine Gefahr für die Katzenpopulation darstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Mittel der Wahl hat sich die [[Chemotherapie]] erwiesen. Im Gegensatz zur Humanmedizin zeigt diese Behandlung nur geringe Nebenwirkungen und wird von den Katzen gut vertragen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ettinger&amp;quot;&amp;gt;S. N. Ettinger: &amp;#039;&amp;#039;Principles of treatment for feline lymphoma.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Clinical Techniques in Small Animal Practice.&amp;#039;&amp;#039; Band 18, Mai 2003, PMID 12831069, S. 98–102.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bislang wurden verschiedene Protokolle für die Chemotherapie vorgeschlagen, umfassende klinische Studien zur Vergleichbarkeit stehen aber noch aus. Ein verbreitetes Behandlungsschema ist die Kombination aus [[Vincristin]], [[Cyclophosphamid]] und [[Prednisolon]]. Mit diesem sogenannten COP-Protokoll konnten [[Remission (Medizin)|Remissionsraten]] von bis zu 80 % erreicht werden, besonders erfolgversprechend ist es bei mediastinalen und peripheren malignen Lymphomen. Nach Remission wird zumeist eine monatliche Behandlung mit [[Doxorubicin]] oder [[Idarubicin]] zur Verhinderung von Rezidiven durchgeführt. Beim intermediär-großzelligen gastrointestinalen Lymphom erwies sich in 50 % der Fälle auch [[Lomustin]] als wirksam, bei guter Verträglichkeit.&amp;lt;ref&amp;gt;S. E. Rau, K. E. Burgess: &amp;#039;&amp;#039;A retrospective evaluation of lomustine (CeeNU) in 32 treatment naïve cats with intermediate to large cell gastrointestinal lymphoma (2006–2013).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Veterinary and comparative oncology.&amp;#039;&amp;#039; Band 15, Nummer 3, September 2017, [[doi:10.1111/vco.12243]], PMID 27277825, S.&amp;amp;nbsp;1019–1028.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Erfolg einer Chemotherapie ist aber nicht vorhersehbar und die Remissionsraten sind geringer als bei Hunden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ettinger&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die Therapie kleinzelliger Lymphome des Magen-Darm-Traktes hat eine weniger aggressive Therapie mittels [[Chlorambucil]] und Prednisolon eine vergleichsweise günstige Prognose.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Kessler&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Lokale Therapien (chirurgische Entfernung, [[Strahlentherapie|Bestrahlung]]) können bei einzelnen Tumoren angezeigt sein, aber auch hier ist anschließend eine Chemotherapie zur Rezidivverhinderung angebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Behandlung maligner Lymphome des Wirbelkanals ist bislang wenig erfolgreich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* K. P. Richter: &amp;#039;&amp;#039;Feline gastrointestinal lymphoma.&amp;#039;&amp;#039; Veterinary Clinics of North America: &amp;#039;&amp;#039;Small Animal Practice.&amp;#039;&amp;#039; Band 33, September 2003, S. 1083–1098. PMID 14552162.&lt;br /&gt;
* G. H. Shelton: &amp;#039;&amp;#039;Feline immunodeficiency virus and feline leukemia virus infections and their relationships to lymphoid malignancies in cats: a retrospective study (1968–1988).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Journal of Acquired Immune Deficiency Syndromes]].&amp;#039;&amp;#039; Band 3, Nr. 6, 1990, PMID 2159993, S. 623–630.&lt;br /&gt;
* E. Teske: &amp;#039;&amp;#039;Hämatopoietische Tumoren.&amp;#039;&amp;#039; In: M. Kessler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Kleintieronkologie.&amp;#039;&amp;#039; Enke Verlag, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-8304-1137-6, S. 502–510.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Katzenkrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bösartige Tumorbildung]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;MaligneRange</name></author>
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