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	<title>Malawisee - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-28T00:13:26Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Malawisee&amp;diff=77668&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mhandschug: Vorlagenfix</title>
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		<updated>2025-05-15T12:51:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Vorlagenfix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&lt;br /&gt;
{{Infobox See&lt;br /&gt;
|NAME = Malawisee&lt;br /&gt;
|BILD = Lake Malawi seen from orbit.jpg&lt;br /&gt;
|BILDBESCHREIBUNG = Foto des Malawisees aufgenommen in 563 km Höhe aus dem Space Shuttle [[Endeavour (Raumfähre)|Endeavour]] während der Mission [[STS-61]] im Jahr 1993&lt;br /&gt;
|LAGE = {{TZA}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{MOZ}}&amp;lt;br /&amp;gt;{{MWI}}&amp;lt;br /&amp;gt;Ostafrika&lt;br /&gt;
|BREITENGRAD = 12/11//S&lt;br /&gt;
|LÄNGENGRAD = 34/22//E&lt;br /&gt;
|REGION-ISO = MW/MZ/TZ&lt;br /&gt;
|ZUFLUSS = [[Ruhuhu]], [[Bua (Fluss)|Bua]], [[Dwangwa]], [[Linthipe]], [[Lufira (Malawisee)|Lufira]], [[Nördlicher Rukuru]], [[Songwe (Malawisee)|Songwe]], [[Südlicher Rukuru]], [[Kiwira]], [[Mbaka (Fluss)|Mbaka]], [[Lufilyo (Malawisee)|Lufilyo]]&lt;br /&gt;
|ABFLUSS = [[Shire (Fluss)|Shire]]&lt;br /&gt;
|INSELN = [[Chizumulu]], [[Likoma (Insel)|Likoma]]&lt;br /&gt;
|UFERORT = [[Nkhata Bay]], [[Karonga]], [[Nkhotakota]], [[Chipoka]], [[Mbamba Bay]], [[Monkey Bay]]&lt;br /&gt;
|HÖHE = 474&lt;br /&gt;
|FLÄCHE = 29600&lt;br /&gt;
|SEELÄNGE = 570&lt;br /&gt;
|SEEBREITE = 75&lt;br /&gt;
|VOLUMEN = 8400e9&lt;br /&gt;
|MAX-TIEFE = 704&lt;br /&gt;
|MED-TIEFE = 292&lt;br /&gt;
|EINZUGSGEBIET = 126500&lt;br /&gt;
|NACHWEIS-EINZUGSGEBIET = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Shela&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
|BESONDERHEITEN = Fischartenreichster See der Erde&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Malawisee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Njassasee&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (nach &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Nyasa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in Tansania, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Niassa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; in Mosambik; von [[Yao (Sprache)|Yao]] &amp;#039;&amp;#039;nyasa&amp;#039;&amp;#039; „See“) in [[Ostafrika]] ist der [[Liste der größten Seen|neuntgrößte]] [[See]] der Erde. Sein Abfluss ist der [[Shire (Fluss)|Shire]] am südlichen Ende. Die [[Anrainerstaat]]en des Sees sind [[Tansania]], [[Malawi]] und [[Mosambik]], wobei Malawi die längste Uferlinie hat und fast das komplette Westufer umfasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beschreibung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Rift de.svg|mini|links|Lage des Malawisees im Südlichen Rift des Großen Afrikanischen Grabenbruchs]]&lt;br /&gt;
Der Malawisee ist einer der [[Afrikanische Große Seen|Afrikanischen Großen Seen]] im [[Großer Afrikanischer Grabenbruch|Großen Afrikanischen Grabenbruch]]. Mit einer Länge von 560&amp;amp;nbsp;Kilometern, einer Breite bis zu 80&amp;amp;nbsp;Kilometern (durchschnittlich 50&amp;amp;nbsp;Kilometern) und einer Tiefe von bis zu 704&amp;amp;nbsp;Metern ist er der drittgrößte See Afrikas und wird dort hinsichtlich seiner Fläche nur vom [[Tanganjikasee]] und vom [[Viktoriasee]] übertroffen. Da der See seit mehr als einer Million Jahren existiert, gehört er zu den [[Langzeitsee]]n der Erde.&amp;lt;ref&amp;gt;Geoffrey Fryer: &amp;#039;&amp;#039;Evolution in ancient lakes: radiation of Tanganyikan atyid prawns and speciation of pelagic cichlid fishes in Lake Malawi.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Hydrobiologia.&amp;#039;&amp;#039; September 2006, Band 568, Nr. 1 Supplement, 2006, S. 131–142.&amp;lt;/ref&amp;gt; Er ist bekannt für seine Vielzahl an Fischarten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geographie ===&lt;br /&gt;
Nach Norden hin werden die Ufer steiler. Ganz im Norden ragen auf tansanischer Seite die [[Livingstone-Berge]] mit Steilwänden bis zu fast 2500&amp;amp;nbsp;Metern Höhe direkt aus dem See. Hier können sehr starke Winde mit hohem Wellengang und tückische Fallwinde auftreten. Wer hier segelt oder windsurft, muss diese Gefahren beachten. Die gegenüberliegende malawische Seeseite zwischen [[Karonga]] und Chilumba ist weit weniger schroff als die zwischen Chilumba und Nkhata Bay.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Hydrologie ===&lt;br /&gt;
Er hat ein [[Einzugsgebiet]] von 126.500&amp;amp;nbsp;km². Über den Malawisee entwässern kleinere Teile Tansanias (26.600&amp;amp;nbsp;km²) und Mosambiks (12.370&amp;amp;nbsp;km²). Den größten Teil seines Einzugsgebietes stellt allerdings der gesamte Norden Malawis mit 87.530&amp;amp;nbsp;km².&amp;lt;ref name=&amp;quot;Shela&amp;quot;&amp;gt;[https://floodobservatory.colorado.edu/SiteDisplays/Shire2SHELA.PDF Naturalisation of Lake Malawi Levels and Shire River Flows] (PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Westen sind die Einzugsgebietsgrenzen praktisch identisch mit den malawischen Landesgrenzen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lobina Gertrude Palamuleni, Preksedis Marco Ndomba, Harold John Annegarn |Titel=Evaluating land cover change and its impact on hydrological regime in Upper Shire river catchment, Malawi |Sammelwerk=Regional Environmental Change |Band=11 |Nummer=4 |Datum=2011 |ISSN=1436-378X |Seiten=845–855 |DOI=10.1007/s10113-011-0220-2}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Malawisee entwässert über den [[Shire (Fluss)|Shire]] nach Süden in den [[Sambesi]] zum [[Indischer Ozean|Indischen Ozean]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ökologie ===&lt;br /&gt;
Das Wasser des Sees ist sehr klar. Am Seeufer lässt sich bis auf den Grund schauen. Unzählige Seeadler leben am Malawisee. Zu achten ist vor allem auf [[Flusspferd]]e, die zu Wasser wie zu Lande sehr beweglich und schnell sind. Sie sind zwar [[Pflanzenfresser]], greifen Menschen aber an, wenn sie ihnen den Fluchtweg ins offene Wasser abschneiden. Sie versuchen ihre Opfer unter Wasser zu ziehen und zu ertränken. Es kommen jedes Jahr mehr Menschen durch Nilpferde zu Tode als durch [[Krokodile]], die im fischreichen See genug Nahrung finden. Wer zu kleineren, unbewohnten Inseln fährt, sollte auf Wildtiere gefasst sein, darunter [[Pythons|Seepythons]] und große [[Warane]]. An bewohnten Stellen ist der See vergleichsweise ungefährlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bedrohter See des Jahres 2022 ===&lt;br /&gt;
Der [[Global Nature Fund]] ernannte den See zum [[Bedrohter See des Jahres|Bedrohten See des Jahres]] 2022. Das Bevölkerungswachstum in den angrenzenden Ländern führt zur Überfischung und zu zunehmender Verschmutzung, der Klimawandel zum stetigen Absinken des Wasserstandes (siehe auch unter Weblinks).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fauna ==&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Fauna des Malawisees}}&lt;br /&gt;
Der Malawisee ist für seinen [[Artenvielfalt|Artenreichtum]] an [[Maulbrüter|maulbrütenden]] [[Buntbarsche]]n bekannt. Insgesamt leben fast 450 Fischarten in dem See, die meisten sind Buntbarsche. Fast alle Buntbarschgattungen und -arten sind [[Endemit|endemisch]]. Zu den endemischen Buntbarschgattungen gehören &amp;#039;&amp;#039;[[Aulonocara]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Labeotropheus]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Labidochromis]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Maylandia]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Melanochromis]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Pseudotropheus]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Sciaenochromis]]&amp;#039;&amp;#039;. Sie bilden einen [[Artenschwarm]], der aus einem &amp;#039;&amp;#039;[[Haplochromis]]&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Pseudocrenilabrus]]&amp;#039;&amp;#039;-artigen Vorfahren hervorgegangen ist. Die ökologisch an die felsigen Küsten des Sees gebundenen Buntbarscharten werden von den Bewohnern des Seeufers [[Mbuna]] genannt, die übrigen [[Utaka]]. Neben den Buntbarschen kommen im Malawisee [[Mormyridae|Nilhechte]], verschiedene [[Welsartige|Welsarten]], [[Karpfenfische]], [[Salmler]], ein [[Stachelaal]] (&amp;#039;&amp;#039;[[Mastacembelus shiranus]]&amp;#039;&amp;#039;) und drei Arten von [[Zahnkärpflinge]]n vor.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Fishbase]] [http://www.fishbase.org/trophiceco/FishEcoList.php?ve_code=12 Fishspecies in Lake Malawi]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Petru Banaescu: &amp;#039;&amp;#039;Zoogeography of Fresh Waters.&amp;#039;&amp;#039; AULA, Wiesbaden 1990, ISBN 3-89104-480-1, S. 1152.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele Buntbarsche sind beliebte [[Süßwasserzierfische|Aquarienfische]]. Für die menschliche Ernährung von Bedeutung sind der „Chambo“, eigentlich vier [[Buntbarsch]]arten der Gattung &amp;#039;&amp;#039;[[Oreochromis]]&amp;#039;&amp;#039;, und der [[Kampango]], eine Welsart (&amp;#039;&amp;#039;Bagrus meridionalis&amp;#039;&amp;#039;), die auch [[export]]iert wurden. Allerdings wird nur der südlichste Teil des Malawisees wirtschaftlich nach ihnen befischt. Auch Fischer in [[Piroge]]n angeln nach ihnen, nicht jedoch in markttauglichen Mengen. Zum Schutz der Brutstätten der Fische wurde 1980 am Südufer des Sees bei [[Monkey Bay]] der [[Malawisee-Nationalpark]] eingerichtet, der seit 1984 auch auf der Liste des [[UNESCO]]-[[Weltnaturerbe]]s steht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ZDF berichtete 2018, dass als Folge der Überfischung „seit einigen Jahren“ die Bestände des „Chambo“ im Malawisee so stark zurückgegangen sind, dass fast keine ausgewachsenen Exemplare mehr gefischt werden können und die hungernde Bevölkerung auf kleinere Fische ausweicht.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.zdf.de/dokumentation/planet-e/planet-e-leer-gefischt---sind-afrikas-seen-noch-zu-retten-100.html Leergefischt - sind Afrikas Seen noch zu retten?], 28-minütige Dokumentation in [[planet e.]], ZDF 8. Juli 2018, online verfühgbar bis 5. Juli 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery widths=&amp;quot;220&amp;quot; heights=&amp;quot;150&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Cichlids in the wild - DSCN1965.jpg|[[Unterwasserfotografie|Unterwasseraufnahme]] von Buntbarschen ([[Mbuna]]) im Malawisee in ihrem Biotop, dem Fels[[litoral]]&lt;br /&gt;
Lake Malawi, view from Likoma Island.jpg|See[[Panoramabild|panorama]] von der Insel [[Likoma (Insel)|Likoma]] aus gesehen&lt;br /&gt;
Monoxylon beach Lake Malawi 1557.jpg|Monkey Bay am Südufer des Malawisees mit ortstypischen Booten&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Tourismus ==&lt;br /&gt;
Auf dem Malawisee findet Passagier- und Frachtverkehr mit der &amp;#039;&amp;#039;MS Ilala&amp;#039;&amp;#039; statt. Die Häfen sind von Süden nach Norden: [[Monkey Bay]], [[Chipoka]], Makanjila, [[Nkhotakota]], [[Nkhata Bay]], Mphandi Port, Ruarwe, Charo, Mlowe, Chilumba, Kambwe bei [[Karonga]]. Die Hin- und Rückfahrt Monkey Bay–Karonga dauert fünf Tage. Von Nkhata Bay werden zweimal wöchentlich die Inseln [[Chizumulu]] und [[Likoma (Insel)|Likoma]] angelaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Fährverkehr zwischen Mbamba Bay und Nkhata Bay ist derzeit (2016) aufgrund von Streitigkeiten zwischen Malawi und Tansania um [[Nutzungsrecht]]e am See eingestellt, doch fahren gelegentlich kleine, private Boote die neben Waren auch eine geringe Anzahl von Personen befördern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Distrikt [[Mangochi]] bietet mit zahlreichen Hotels, Lodges und Camps für Touristen die beste Infrastruktur. Weiter nördlich befindet sich der Badeort [[Senga]] mit ähnlich gutem, doch weit weniger umfassendem Angebot. Bei Rucksacktouristen haben sich Nkhata Bay und [[Cape MacLear]] als Ziele etabliert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Malawisee ist nur teilweise frei von [[Schistosomiasis|Bilharziose]]. Als Grund für das im Vergleich zu anderen afrikanischen Seen geringere Vorkommen von &amp;#039;&amp;#039;[[Schistosoma]]&amp;#039;&amp;#039;-Larven im Wasser wird ein hoher [[Magnesium]]gehalt des Wassers vermutet, aber auch, weil [[Buntbarsche]] Schnecken, also das Wirtstier des Schistosomiasis-Erregers, fressen. Es handelt sich um Spekulationen. Mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit kommen &amp;#039;&amp;#039;Schistosoma&amp;#039;&amp;#039; allgemein in seichtem Wasser und an Flussmündungen zahlreicher vor als an Sandstränden, in bewegtem und in tiefem Wasser. Für den Malawisee wurden bei Wasseruntersuchungen regional, abhängig von der Ufervegetation, Wassertiefe und anderen Faktoren unterschiedliche Konzentrationen des Erregers festgestellt. Jährlich werden zahlreiche Einheimische und Touristen von &amp;#039;&amp;#039;Schistosoma&amp;#039;&amp;#039; infiziert, wobei das höchste Risiko einer Erkrankung um [[Cape MacLear]] besteht.&amp;lt;ref&amp;gt;Martin J. Genner und Ellinor Michel: &amp;#039;&amp;#039;Fine-scale habitat associations of soft-sediment gastropods at Cape MacLear, Lake Malawi.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Molluscan Studies.&amp;#039;&amp;#039; London 2003 ([https://www.malawicichlids.com/genner_michel_2003.pdf malawicichlids.com], PDF; 102&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor 1985 waren die offenen Teile des Sees frei von Schistosomiasis-Erregern, seitdem hat deren Vorkommen, vor allem im Süden, stark zugenommen. Möglicherweise ist die [[Überfischung]] der Buntbarsche eine Ursache.&amp;lt;ref&amp;gt;J. R. Stauffer, H. Madsen, K. McKaye u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Schistosomiasis in Lake Malawi: Relationship of Fish and Intermediate Host Density to Prevalence of Human Infection.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;EcoHealth Journal&amp;#039;&amp;#039;, Vol. 3 (2006), Ausgabe 1, S. 22–27 ([https://ecosystems.psu.edu/research/labs/stauffer/publications/2000s/stauffer_etal_2006.pdf/view &amp;#039;&amp;#039;ecosystems.psu.edu&amp;#039;&amp;#039;] PDF).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die älteste Spur menschlicher Besiedlung am Malawisee findet sich in [[Karonga]], wo das älteste zur [[Gattung (Biologie)|Gattung]] &amp;#039;&amp;#039;[[Homo]]&amp;#039;&amp;#039; gestellte [[Fossil]] gefunden wurde, das bisher von [[Paläoanthropologie|Paläoanthropologen]] entdeckt werden konnte. Der mehr als zwei Millionen Jahre alte, bezahnte Unterkiefer erhielt die Sammlungsnummer [[UR 501]] und wurde von seinem Entdecker, [[Friedemann Schrenk]], als &amp;#039;&amp;#039;[[Homo rudolfensis]]&amp;#039;&amp;#039; eingeordnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Nkhotakota]] ist einer der ältesten Marktplätze Afrikas [[Subsahara-Afrika|südlich der Sahara]]. Seine Geschichte ist wenig erforscht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschichte der europäischen [[Kolonialismus|kolonialen Eroberung]] am Malawisee begann mit dem englischen Forschungsreisenden [[David Livingstone]], der zwischen 1858 und 1863 auf vier Reisen mit weiteren Begleitern die Region am und um den von ihm benannten &amp;#039;&amp;#039;Nyassasee&amp;#039;&amp;#039; erkundete und ihn auf diese Weise für die europäische Wahrnehmung „entdeckte“.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Cay Lienau]]: &amp;#039;&amp;#039;Malawi. Geographie eines unterwentwickelten Landes&amp;#039;&amp;#039;. (= Wissenschaftliche Länderkunden; 20), Wiss. Buchgesellschaft Darmstadt, Darmstadt 1981, S. 23.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während der britischen Protektoratszeit (1891–1953) wurde eine Eisenbahnlinie von [[Mtwara]] (heute in [[Tansania]]) am Indischen Ozean nach [[Mbamba Bay]] am tansanischen Ufer des Malawisee geplant, doch wurde der Plan nicht verwirklicht. Dieses Vorhaben wurde unter Präsident Hastings nach 1964 erneut diskutiert und als Anschlussstrecke zur &amp;#039;&amp;#039;[[Southern Province Railway|Mtwara-Nachingwea Railway]]&amp;#039;&amp;#039; in Aussicht genommen, die auf dem Gebiet von Tansania bereits zeitweilig in Betrieb war.&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph W. Musole: [https://www.sahistory.org.za/sites/default/files/archive-files/Acn1764.0001.9976.000.017.Apr1964.5.pdf &amp;#039;&amp;#039;Central Africa after Federation&amp;#039;&amp;#039;]. In: Mervyn E. Bennun: &amp;#039;&amp;#039;The African Communist 1959 – 1988: Index and contents&amp;#039;&amp;#039;. Nr. 17 (1964, 2. Quartal), S. 37, online auf &amp;#039;&amp;#039;www.sahistory.org.za&amp;#039;&amp;#039; (englisch, PDF) PDF-Dokument S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Heute gibt es noch immer Pläne, die Eisenbahnstrecke, die sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Mtwara Development Corridor&amp;#039;&amp;#039; zu bauen, um [[Kohle]]vorkommen im Mchuchuma-Katewake-Gebiet zu erschließen sowie eine alternative Weltmeerverbindung für Malawi zu schaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Anonymus: [https://unitedrepublicoftanzania.com/economy-of-tanzania/infrastructure-in-tanzania/sea-ports-in-tanzania/mtwara-port-operations-development-corridor-agreement-extended-authority-contacts-expansion-china-shelter-upgrade-vessel-schedule/ &amp;#039;&amp;#039;Mtwara Port – Operations and Development Corridor&amp;#039;&amp;#039;]. Überblick zum Hafen Mtwara und dem Verkehrskorridor, auf &amp;#039;&amp;#039;www.unitedrepublicoftanzania.com&amp;#039;&amp;#039; (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Erlangen der Unabhängigkeit Malawis in 1964 entwickelte sich in der frühen Regierungszeit von [[Hastings Kamuzu Banda]] (seit 1966 Präsident) eine enge Zusammenarbeit mit [[Südafrika]]. Malawi war zu dieser Zeit der offenkundig einzige afrikanische Staat, der sich gegenüber dem [[Apartheid]]regime kooperationsbereit zeigte. Das war die Grundlage für die Gründung der [[Marine]] von Malawi mit südafrikanischer Unterstützung. Der Hafen in der südlich gelegenen [[Monkey Bay]] sollte ein erster Flottenstützpunkt werden. Eine kleine Gruppe malawischer Militärs war in den 1970er Jahren nach Südafrika zur Marineausbildung in [[Langebaan]] in der [[Saldanha Bay]] gekommen. Es war sogar geplant, ein ehemaliges Schulschiff von Südafrika auf dem Wasser- und Landweg hierher zu verlegen. Dieser Plan scheiterte 1975 nach erheblichen Vorbereitungen, weil das benachbarte Mosambik nach der [[Nelkenrevolution]] in [[Portugal]] unabhängig wurde und die neuen Verhältnisse einen solchen Transport unwahrscheinlich werden ließen. Die vorgesehene Crew kehrte nach Malawi zurück. Südafrika ließ später einen [[Attaché]] seiner [[South African Navy|Marine]] in Malawi [[Akkreditierung (Diplomatie)|akkreditieren]].&amp;lt;ref&amp;gt;Ivor C. Little: &amp;#039;&amp;#039;Project Dobbin. The story of a South African patrol boat – P1558.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Military History Journal.&amp;#039;&amp;#039; South African Military History Society, Band 14, Nr. 5, 2009, (englisch, [http://samilitaryhistory.org/vol145il.html samilitaryhistory.org]).&amp;lt;/ref&amp;gt; Monkey Bay entwickelte sich später zum Heimathafen der &amp;#039;&amp;#039;Malawi Defence Force – Marine Unit&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Guy Martin, Oscar Nkala: [http://www.defenceweb.co.za/index.php?option=com_content&amp;amp;view=article&amp;amp;id=32638:malawi-defence-force-marine-unit-takes-delivery-of-br850-interceptors&amp;amp;catid=51:Sea&amp;amp;Itemid=106 &amp;#039;&amp;#039;Malawi Defence Force Marine Unit takes delivery of BR850 interceptors&amp;#039;&amp;#039;]. Meldung vom 12. November 2013 auf &amp;#039;&amp;#039;www.defenceweb.co.za&amp;#039;&amp;#039; (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Enelless Nyale: [https://mg.co.za/article/2016-01-29-00-malawis-banda-arms-firm-rock-the-boat &amp;#039;&amp;#039;Malawi’s Banda, arms firm rock the boat&amp;#039;&amp;#039;]. Mail &amp;amp; Guardian, Meldung vom 29. Januar 2016 auf &amp;#039;&amp;#039;www.mg.co.za&amp;#039;&amp;#039; (englisch).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grenzstreitigkeiten zwischen Malawi und Tansania ==&lt;br /&gt;
Es gibt Grenzstreitigkeiten zwischen Malawi und Tansania. Deren Ursprung liegt im [[Vertrag zwischen dem Deutschen Reich und dem Vereinigten Königreich über die Kolonien und Helgoland|Helgoland-Sansibar-Vertrag]] von 1890. Damals wurden die kolonialen Grenzen zwischen dem britischen [[Njassaland]] (heute Malawi) und [[Deutsch-Ostafrika]] (heute Tansania) so festgelegt, dass der gesamte See zum britischen Kolonialgebiet gehört. Diese Grenzen wurden nach der Dekolonisation auch von den beiden ersten Staatspräsidenten Malawis und Tansanias anerkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Benno Müchler: [https://www.deutschlandfunk.de/erdoel-und-sardinen-100.html &amp;#039;&amp;#039;Erdöl und Sardinen&amp;#039;&amp;#039;]. Bericht im [[Deutschlandfunk]] vom 14. September 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt; Später jedoch beanspruchte Tansania die Gebiete, die nach aktuellem internationalem Recht auf seiner Hälfte des Sees liegen. Der Konflikt verschärfte sich, als 2012 auf tansanischer Seite Öl- und Gasvorkommen entdeckt wurden, die Malawi ökonomisch nutzen will.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hanns-Seidel-Stiftung]]: [https://www.hss.de/fileadmin/media/downloads/QB/Tansania_QB_2012_IV.pdf Quartalsbericht, Projektland: Tansania, IV/2012] (PDF; 553&amp;amp;nbsp;kB).&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*  David H. Eccles: &amp;#039;&amp;#039;An outline of the physical limnology of Lake Malawi.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Limnology and Oceanography]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 19, Nr. 5, September 1974, S. 730–742 ([https://aslopubs.onlinelibrary.wiley.com/doi/pdf/10.4319/lo.1974.19.5.0730 PDF], 1,21&amp;amp;nbsp;MB), {{doi|10.4319/lo.1974.19.5.0730}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Lake Malawi|Malawisee}}&lt;br /&gt;
* Thies Geertz: [https://www.globalnature.org/de/living-lakes/bedrohter-see-2022 &amp;#039;&amp;#039;Bedrohter See des Jahres 2022: Malawisee&amp;#039;&amp;#039;]. bei &amp;#039;&amp;#039;Global Nature Fund&amp;#039;&amp;#039; (deutsch, englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Belege ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4037201-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Flusssystem Shire|SMalawisee]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer in der Provinz Niassa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer in der Region Mbeya]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Njombe (Region)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ruvuma (Region)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Meromiktisches Gewässer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer in der Southern Region (Malawi)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer in der Northern Region (Malawi)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gewässer in der Central Region (Malawi)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bedrohter See des Jahres]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Malawisee| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mhandschug</name></author>
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