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	<title>Maioten - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T18:41:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Maioten&amp;diff=356361&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;YMS: Sprache</title>
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		<updated>2025-04-29T19:04:53Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Sprache&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Roman Empire 125 de.svg|mini|Römisches Reich und Nachbarstämme 125 n. Chr. mit den „Maeotae“ östlich des Asowschen Meeres (hier als iranischer Stammesverband).]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maioten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; waren ein antiker Nachbar-Stammesverband der [[Sarmaten]], die im Gegensatz zu den zumeist [[Nomaden|nomadisierenden]] Nachbarstämmen sesshafte Ackerbauern waren. In antiken Quellen werden sie etwa vom 5. Jahrhundert v. Chr.–3. Jahrhundert n. Chr. erwähnt. Funde gab es unter anderem im Gebiet auf der [[Taman-Halbinsel]] sowie im Gebiet des [[Kaukasus]]. Hier zeigte sich auch, dass dieses Gebiet von der griechischen Kultur bereits stark beeinflusst wurde. Einige Maiotenstämme gehörten zeitweilig zum griechisch dominierten [[Bosporanisches Reich|Bosporanischen Reich]] oder waren mit ihm verbündet. Auf den Namen der Maioten geht die altgriechische Bezeichnung des [[Asowsches Meer|Asowschen Meeres]] &amp;#039;&amp;#039;Maiōtis&amp;#039;&amp;#039; und ihre lateinische Abwandlung &amp;#039;&amp;#039;Maeotius&amp;#039;&amp;#039; zurück, an dessen Ufern, besonders den östlichen, sie bis in den westlichen Kaukasus hinein lebten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stämme ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ethnic Caucasia-en.png|mini|Kaukasische Stämme (hellgrün), griechische Städte (orange), [[Sindi (Stamm)|Sindi]] (dunkelgrün, [[Taman (Halbinsel)|Taman-Halbinsel]]), Maioten (nördlicher), Sarmaten und Skythen (Norden), 5.–4. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
Die Maioten werden in mehreren antiken Quellen, insbesondere in [[Strabon]]s &amp;#039;&amp;#039;Geographika&amp;#039;&amp;#039;, Buch XI.2 beschrieben. Dabei werden die Stämme der [[Sindi (Stamm)|Sindi]], Dandarii, Torreatae, Agri, Arechi, Tarpetes, Obidiaceni, Sittaceni, Dosci und Aspurgiani (latinisierte Namensformen) erwähnt, es soll noch mehr gegeben haben.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.perseus.tufts.edu/hopper/text?doc=Perseus%3Atext%3A1999.01.0198%3Abook%3D11%3Achapter%3D2%3Asection%3D11 Geographika XI 2.11 (engl. Übersetzung)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders oft wurden in Quellen die Sindi erwähnt. Ob es sich um einen politischen Stammesverband handelte, oder der Begriff Maioten eher ein Oberbegriff war, ist eine offene Frage.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sprache, Herkunft und Archäologie ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Grave from Farm of Lenin&amp;#039;s Name.JPG|mini|links|Maiotisches Grabmal in der [[Region Krasnodar]] zwischen 4. und 2. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Crimea 2nd century BC map.png|mini|M: Maioten; Sr: Siraken; B: Bosporanisches Reich (später größer); T: [[Taurer]]; S: Skythisches Restreich; R: [[Roxolanen]]; J: [[Jazygen]] im 2. Jahrhundert v. Chr.]]&lt;br /&gt;
Die Sprache der Maioten ist nicht erhalten und unbekannt. Antike Autoren charakterisieren sie als [[Skythen|skythischen]] oder [[Sarmaten|sarmatischen]] Stammesverband, was bedeuten könnte, dass sich hier [[Iranische Sprachen#Altiranische Sprachen|altiranisch-sprachige]], ursprünglich nomadische Gruppen angesiedelt haben könnten. Dafür sprächen auch archäologisch feststellbare Ähnlichkeiten der materiellen Kultur mit nördlicheren Nomaden in der Bestattungskultur (Gesicht und Knie nach Osten), Keramik oder Kleidungsstilen, weshalb diese Hypothese in älterer und westlicher Forschung relativ weit verbreitet ist. Ursprünglich von [[Karl Eichwald]] ausgehend, war zeitweilig auch die Hypothese populär, es könnte sich um andere Gruppen [[Indoiranische Sprachen|indoiranischer Sprachen]], speziell eine nach Westen versprengte Gruppe [[Indoarische Sprachen|indoarischer Sprachen]] gehandelt haben (ähnlich einem Teil der Bevölkerung des antiken Reiches [[Mitanni]]). Diese Hypothese wurde aber vor einigen Jahrzehnten von [[Wilhelm Eilers (Orientalist)|Wilhelm Eilers]] und [[Manfred Mayrhofer]] als Spekulation zurückgewiesen, dessen einzige Basis die wahrscheinlich zufällige Namensähnlichkeit des Stammes der Sindi mit Indien (&amp;#039;&amp;#039;Hind&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Sind&amp;#039;&amp;#039;) ist, und wird deshalb heute in Fachliteratur nicht mehr vertreten.&amp;lt;ref&amp;gt;Roland Bielmeier: &amp;#039;&amp;#039;Sprachkontakte nördlich und südlich des Kaukasus&amp;#039;&amp;#039; in: Roland Bielmeier, Reinhard Stempel (Hrsg.) &amp;#039;&amp;#039;Indogermanica et Caucasica: Festschrift für Karl Horst Schmidt zum 65. Geburtstag&amp;#039;&amp;#039; Berlin/New York 1994, S. 427–446.&amp;lt;/ref&amp;gt; Einige Autoren halten auch Bezüge zu den im 8. Jahrhundert v. Chr. vor den Skythen aus der heutigen Ukraine über den Westkaukasus nach Anatolien geflüchteten [[Kimmerer]]n für denkbar.&amp;lt;ref&amp;gt;Z. B. &amp;#039;&amp;#039;The Cambridge Ancient History.&amp;#039;&amp;#039; Bd. III., Teil II. Cambridge 1991, S. 572. Dort wird unter Berufung auf mehrere Autoren vermutet, dass es eine kimmerische Herkunft und eine herrschende iranische Schicht gab.&amp;lt;/ref&amp;gt; Besonders die iranische Hypothese wird bis heute von einigen Autoren vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In eine vollkommen andere Richtung weisen sowjetische und russische Forschungen. Untersuchungen von [[Hydronym|Gewässernamen]], Bergnamen und anderer [[Toponym|geographischer Namen]] – in vielen Gebieten oft sehr alte Bezeichnungen – wiesen im Gebiet östlich des Asowschen Meeres bis in den Westkaukasus auf einen sehr dominanten Einfluss der [[Nordwestkaukasische Sprachen|nordwestkaukasischen Sprachfamilie]] und einen nur geringen der iranischen/indoiranischen Sprachen. Auch die in Quellen überlieferten Namen maiotischer Stammeskönige und ihrer Angehörigen wiesen eher in Richtung kaukasischer, speziell nordwestkaukasischer Sprachen, als iranischer Sprachen. Demnach wären die maiotischen Stämme eher sprachliche Vorläufer der späteren [[Kerketen]] und der noch späteren [[Tscherkessen]] gewesen, eventuell im Gegensatz zum östlichen Nachbarstammesverband der [[Siraken]], die vielleicht wirklich sesshaft gewordene Sarmaten waren. Dabei wurde darauf hingewiesen, dass es zwischen dem Westkaukasus und der Steppenregion einen kulturellen Annäherungsprozess gab, der bei der Ersterwähnung der Maioten bereits ca. 3000 Jahre angedauert hatte. Die archäologische Ähnlichkeit der Maioten könnte also nicht Indiz einer sarmatischen Ansiedlung, sondern Ergebnis dieser langen Prozesse sein. Weiter ist bekannt, dass die Charakterisierung als „Skythen“ oder „Sarmaten“ bei vielen antiken Autoren keine historischen Zusammenhänge aufzeigt, sondern eher eine unklare geografische Sammelbezeichnung ist. Auch die in antiken Quellen angedeutete starke politische Zersplitterung in zahlreiche Stämme spräche eher für seit langem im zerklüfteten Gebirge und der Umgebung sesshafte Bevölkerungsgruppen, als für gerade erst angesiedelte mobile Nomadenstämme. Diese Hypothese hat sich in sowjetischer und russischer Forschung so weithin durchgesetzt, dass sie auch in der [[Große Sowjetische Enzyklopädie|Großen Sowjetischen Enzyklopädie]] erwähnt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://gatchina3000.ru/big/002/515_bolshaya-sovetskaya.htm Artikel über die Tscherkessen] (russ.) mit Hinweis auf die Maioten (4. link) als Vorläufer.&amp;lt;/ref&amp;gt; International gibt es aber weiterhin Debatten. Die Zugehörigkeit zu einem Stammesverband muss auch nicht bedeuten, dass alle Stämme dieselbe Herkunft und Sprache hatten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Darstellungen der Maioten, die Kaiser [[Mark Aurel]] um Frieden bitten, finden sich auf der [[Mark-Aurel-Säule]] in Rom.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bildindex.de/obj08115032.html#|home Ältere Rekonstruktionszeichnungen aus dem 17. Jahrhundert] von [[Giovanni Pietro Bellori]], deutsche Beschreibungen von [[Conrad Cichorius]]. Maioten sind auf der vorletzten und drittletzten Reliefzeichnung zu sehen.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literaturauswahl ==&lt;br /&gt;
*[[Boris Piotrowski]] u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Меоты - предки адыгов.&amp;#039;&amp;#039; Maikop 1989. (&amp;#039;&amp;#039;Die Maioten – Vorfahren der Tscherkessen.&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Iranischsprachige Ethnie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Kaukasus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sarmaten]]&lt;/div&gt;</summary>
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