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	<title>Mainzer Kreis - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mainzer_Kreis&amp;diff=1373690&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;L. aus W.: Kategorie genauer</title>
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		<updated>2025-10-29T20:17:12Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kategorie genauer&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der von 1801 bis etwa 1830 bestehende &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mainzer Kreis&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine im Sprachjargon des [[Kulturkampf]]es als „[[Ultramontanismus|ultramontan]]“ bezeichnete Gruppe. Nicht zuletzt durch ihr Sprachrohr &amp;#039;&amp;#039;Der Katholik&amp;#039;&amp;#039; und die spätere Bekleidung einflussreicher Ämter durch seine ehemaligen Mitglieder blieb die Strömung darüber hinaus bis weit in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts wirksam und mündete schließlich in den [[Politischer Katholizismus|politischen Katholizismus]] ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Der Mainzer Kreis bildete sich in [[Mainz]] aus der Elsässer Gruppe um Bischof [[Joseph Ludwig Colmar]], [[Andreas Räß]], dem späteren Bischof von Straßburg, den [[Regens]] des [[Priesterseminar Mainz|Mainzer Priesterseminars]], [[Bruno Franz Leopold Liebermann]], und deren Freunde [[Nikolaus von Weis]], später Bischof von Speyer, sowie [[Johannes von Geissel]], den nachmaligen Kardinal-Erzbischof von Köln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zirkel der sogenannten „Liebermannianer“ war zu seiner Zeit einer der wenigen, die dezidiert katholische Anschauungen vertraten. Er verstand sich als [[Gegenaufklärung|anti-aufklärerisch]], betont kirchen- und papsttreu und bekämpfte heftigst das [[Staatskirche]]ntum in dem Sinne, dass der Staat quasi letztinstanzlich und aus eigenem Recht heraus selbst in die innersten Angelegenheiten der Kirche hinein – bis in den Unterricht an den Priesterseminaren und die Besetzung der Kirchenämter – Zensur ausübte bzw. eingriff.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mainzer Kreis gründete als sein Sprachrohr die theologisch konservative Monatszeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Der Katholik&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://idb.ub.uni-tuebingen.de/diglit/kath online]&amp;lt;/ref&amp;gt; Vehement begrüßte der Mainzer Kreis die Umwälzungen des Jahres 1848 und führende seiner Vertreter gehörten zum Umfeld des [[Paulskirchenparlament]]s. Aus seinen Reihen kam auch die Anregung zu den [[Piusvereine]]n, welche, nach dem damaligen Papst [[Pius IX.]] benannt, die neu gewährten Rechte untersuchten, sie zum Nutzen der Kirche umsetzten und über deren Einhaltung wachten. Auch hierzu war &amp;#039;&amp;#039;Der Katholik&amp;#039;&amp;#039; eine der Hauptpublikationen im gesamten deutschen Sprachraum, andere, von ihm beeinflusste, folgten nach, wie etwa unter Bischof [[Nikolaus von Weis]], 1848, &amp;#039;&amp;#039;[[Der Pilger]]&amp;#039;&amp;#039;, die älteste noch existierende katholische Zeitung Deutschlands.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mainzer Kreis gewann außerhalb der intellektuellen Kreise Einfluss auf die breite Masse der Katholiken, deren Wirkung lange anhielt. Er gilt als Vorstufe zum [[Politischer Katholizismus|politischen Katholizismus]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Personenkreis ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den schon genannten Personen gehörten zum Mainzer Kreis unter anderem:&lt;br /&gt;
* [[Johann Jakob Humann]], Apostolischer Vikar der Bistümer Mainz und Speyer, später Bischof von Mainz,&lt;br /&gt;
* [[Ernst von Gagern (Geistlicher)|Ernst von Gagern]], Priester und Onkel des Präsidenten des Paulskirchenparlaments,&lt;br /&gt;
* [[Johannes Cronauer]], Domvikar, Bischofssekretär und [[Domkapitular]] in Speyer; Päpstlicher Geheimkämmerer&lt;br /&gt;
* [[Anton Spiehler (Priester)|Anton Spiehler]], Bischofssekretär und Domkapitular in Speyer,&lt;br /&gt;
* [[Franz Xaver Remling]], Domkapitular, Historiker und Schriftsteller in Speyer,&lt;br /&gt;
* [[Adam Franz Lennig]], Domkapitular und Generalvikar in Mainz,&lt;br /&gt;
* [[Christoph Moufang]], Neffe Lennigs, Administrator des Bistums Mainz,&lt;br /&gt;
* [[Johann Martin Foliot]], Domdechant und Generalvikar in Speyer,&lt;br /&gt;
* [[Johannes Peter Busch]], [[Dompropst]] und Generalvikar in Speyer,&lt;br /&gt;
* [[Franz Joseph Weiß]], Seminarregens, Domkapitular und Domdekan in Speyer,&lt;br /&gt;
* [[Bernhard Magel]], Stadtpfarrer in Neustadt an der Weinstraße,&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Klee (Theologe)|Heinrich Klee]], Dogmatikprofessor in Bonn und München,&lt;br /&gt;
* [[Martin Krautheimer]], Dogmatikprofessor und Schriftsteller,&lt;br /&gt;
* [[Kaspar Riffel]], Professor für Kirchenrecht und Kirchengeschichte in Gießen,&lt;br /&gt;
* [[Joseph Kehrein]], Gymnasialprofessor, Pädagoge, und Dichter in Hadamar und Montabaur,&lt;br /&gt;
* [[Philipp H. Külb]], Historiker und Stadtbibliothekar in Mainz,&lt;br /&gt;
* [[Friedrich Lennig]], Bruder des vorgenannten Generalvikars, Rheinhessischer Heimatschriftsteller,&lt;br /&gt;
* [[Johann Baptist Lüft]],&lt;br /&gt;
* [[Heinrich Joseph Himioben]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Joseph Görres]] wirkte, als das Blatt 1823–1827 vor der Zensur nach Straßburg ausgewichen war, als Schriftleiter. Später, von 1827 bis 1844, verlegte &amp;#039;&amp;#039;Der Katholik&amp;#039;&amp;#039; seine Redaktion in das damals bayerische Speyer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Gustav Krüger (Theologe)|Gustav Krüger]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Mainzer Kreis und die katholische Bewegung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Preußische Jahrbücher.&amp;#039;&amp;#039; 148, 1912, {{ISSN|0934-0688}}, S. 395–414.&lt;br /&gt;
* [[Georg May (Theologe)|Georg May]]: &amp;#039;&amp;#039;Seelsorge an Mischehen in der Diözese Mainz unter Bischof Ludwig Colmar. Ein Beitrag zum Kirchenrecht und Staatskirchenrecht im Rheinland unter französischer Herrschaft.&amp;#039;&amp;#039; Grüner, Amsterdam 1974, ISBN 90-6032-019-0 (&amp;#039;&amp;#039;Kanonistische Studien und Texte&amp;#039;&amp;#039; 27).&lt;br /&gt;
* Heidi Ortmann: &amp;#039;&amp;#039;Der Aufstieg des Ultramontanismus bis zum ersten vatikanischen Konzil.&amp;#039;&amp;#039; Grin-Verlag, München 2003, ISBN 3-638-16779-8, {{DOI|10.3239/9783638167796}}.&lt;br /&gt;
* Klaus Schlupp: &amp;#039;&amp;#039;Schule, Kirche und Staat im 19. Jahrhundert. Die katholische Volksschule im Bistum Mainz und Großherzogtum Hessen-Darmstadt 1830–1877.&amp;#039;&amp;#039; Osnabrück 2000 (Osnabrück, Univ., Diss.), darin ein ausführliches Kapitel über den Mainzer Kreis und die Schule.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.kath.de/kurs/kg/kg_kl_15.htm Katholische Erneuerung des 19. Jahrhunderts]&lt;br /&gt;
* [http://idb.ub.uni-tuebingen.de/diglit/kath Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;Der Katholik&amp;#039;&amp;#039;, 1821-1918 komplett online bei der Uni Tübingen] oder [http://www.digizeitschriften.de/dms/toc/?IDDOC=780246 DigiZeitschriften Göttingen]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte des Katholizismus in Deutschland]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christlicher Verein/Verband]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentumsgeschichte (Mainz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Organisation (Mainz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Christentum und Politik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kulturkampf]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gründung einer religiösen Organisation 1801]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Aufgelöst in den 1830er Jahren]]&lt;/div&gt;</summary>
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