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	<title>Mainz-Neustadt - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mainz-Neustadt&amp;diff=577468&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mombacher: Einwohnerzahl aktualisiert (inkl. Beleg)</title>
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		<updated>2026-03-29T13:12:34Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einwohnerzahl aktualisiert (inkl. Beleg)&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsgliederung&lt;br /&gt;
|NAME= Neustadt&lt;br /&gt;
|NAME-HAUPTEBENE= [[Mainz]]&lt;br /&gt;
|TYP= Ortsbezirk&lt;br /&gt;
|BILD-WAPPEN-HAUPTEBENE= Coat of arms of Mainz-2008 new.svg&lt;br /&gt;
|KARTE= {{Imagemap Mainz|Maße=300px}}&lt;br /&gt;
|FLÄCHE= 3.661&lt;br /&gt;
|EINWOHNER= 30185&lt;br /&gt;
|EINWOHNER-STAND= 2025-12-31&lt;br /&gt;
|EINWOHNER-QUELLE=&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stadt Mainz |url=https://www.mainz.de/medien/internet/downloads/statistik/Einwohner_nach_Stadtteilen_2025_12_31.pdf |titel=Einwohner der Landeshauptstadt Mainz laut Melderegister am 31.12.2025 (zum Stichtag erstellt am 15.02.2026) |titelerg=Hauptwohnsitz |format=PDF; 34,3 KB |datum=2026-02-15 |abruf=2026-03-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
|AUSLÄNDERANTEIL= 22,7&lt;br /&gt;
|AUSLÄNDERANTEIL-STAND= 2025-12-31&lt;br /&gt;
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|HÖHE= 87&lt;br /&gt;
|HÖHE-BEZUG= DE-NN&lt;br /&gt;
|BÜRGERMEISTER= Christoph Hand ([[Bündnis 90/Die Grünen|Grüne]])&lt;br /&gt;
|BÜRGERMEISTER-TITEL= Ortsvorsteher&lt;br /&gt;
|SITZVERTEILUNG= &lt;br /&gt;
{{!}} LINKE {{!}}{{!}} GRÜNE {{!}}{{!}} ÖDP {{!}}{{!}} SPD {{!}}{{!}} FDP {{!}}{{!}} CDU&lt;br /&gt;
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{{!}} colspan=&amp;quot;6&amp;quot; {{!}}&lt;br /&gt;
{{Sitzverteilung&lt;br /&gt;
| Beschriftung = Sitze&lt;br /&gt;
| Land  = DE&lt;br /&gt;
| Breite= 0.9&lt;br /&gt;
|LINKE|GRÜNE|ÖDP|SPD|FDP|CDU&lt;br /&gt;
|| LINKE = 2&lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
|SITZVERTEILUNG-NAME= Ortsbeirat&lt;br /&gt;
|WEBSITE= [https://www.mainz.de/leben-und-arbeit/stadtteile/neustadt/neustadt.php www.mainz.de]&lt;br /&gt;
|ADRESSE= Leibnizstraße 47&amp;lt;br /&amp;gt;55118 Mainz&lt;br /&gt;
|BUS={{ÖPNV Mainz|28}} {{ÖPNV Mainz|54}} {{ÖPNV Mainz|55}} {{ÖPNV Mainz|56}} {{ÖPNV Mainz|57}} {{ÖPNV Mainz|58}} {{ÖPNV Mainz|60}} {{ÖPNV Mainz|62}} {{ÖPNV Mainz|63}} {{ÖPNV Mainz|67}} {{ÖPNV Mainz|69}} {{ÖPNV Mainz|70}} {{ÖPNV Mainz|71}} {{ÖPNV Mainz|76}} {{ÖPNV Mainz|80}} {{ÖPNV Mainz|81}} {{ÖPNV Mainz|92}}&lt;br /&gt;
|STRASSENBAHN={{ÖPNV Mainz|50}} {{ÖPNV Mainz|51}} {{ÖPNV Mainz|59}}&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Wahldiagramm&lt;br /&gt;
|LAND           = DE&lt;br /&gt;
|TITEL          = Ortsbeiratswahl 2024&lt;br /&gt;
|TITEL2         = &amp;lt;small&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Wahlbeteiligung:&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; 63,0 % (+2,5 %)&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=[[Nino Haase]] (Wahlleiter) |url=https://www.mainz.de/medien/internet/downloads/amtsblatt-2024/Amtsblatt-29_2024__21.06.2024_Sonderamtsblatt.pdf |titel=Ergebnis der Wahl zum Ortsbeirat Mainz – Neustadt am 9. Juni 2024 |werk=Amtsblatt Nr. 29/2024 – Sonderamtsblatt Wahlen 2024 |format=PDF; 1,2 MB |seiten=9 ff. |hrsg=Landeshauptstadt Mainz |datum=2024-06-21 |abruf=2024-07-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|JAHRALT        = 2019&lt;br /&gt;
|JAHRNEU        = 2024&lt;br /&gt;
|GUV            = ja&lt;br /&gt;
|PARTEI1        = GRÜNE&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS1      = 38.1&lt;br /&gt;
|ERGEBNISALT1   = 40.3&lt;br /&gt;
|PARTEI2        = SPD&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS2      = 21.8&lt;br /&gt;
|ERGEBNISALT2   = 24.7&lt;br /&gt;
|PARTEI3        = Linke&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS3      = 15.8&lt;br /&gt;
|ERGEBNISALT3   = 12.4&lt;br /&gt;
|PARTEI4        = CDU&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS4      = 14.2&lt;br /&gt;
|ERGEBNISALT4   = 11.6&lt;br /&gt;
|PARTEI5        = ÖDP&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS5      = 5.4&lt;br /&gt;
|ERGEBNISALT5   = 6.0&lt;br /&gt;
|PARTEI6        = FDP&lt;br /&gt;
|ERGEBNIS6      = 4.7&lt;br /&gt;
|ERGEBNISALT6   = 5.1&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Neustadt&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Ortsbezirk]] der [[Rheinland-Pfalz|rheinland-pfälzischen]] [[Land (Deutschland)|Landeshauptstadt]] [[Mainz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er liegt nordwestlich der Altstadt, jenseits der breiten [[Kaiserstraße (Mainz)|Kaiserstraße]]. Charakteristisch sind die vielen Plätze und verkehrsberuhigten Straßen, die Kneipen und Cafés, die kleinen Geschäfte, die türkischen Läden und kleinere Handwerksbetriebe. Die Neustadt lebt von ihrer Mischung aus alteingesessenen Mainzern, neu Hinzugezogenen, Einwanderern und jungen Studenten. Die Neustadt ist der einwohnerstärkste und am dichtesten besiedelte Mainzer Ortsbezirk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Idee zu einer Ausdehnung der Stadt Mainz in das mit improvisierten Bauten durchsetzte Gartenfeld hatte es schon lange gegeben. Am 4. April 1866 entschied sich der Stadtrat unter mehreren konkurrierenden Planungen für einen Entwurf von [[Eduard Kreyßig]]. Die Realisierung musste bis nach dem [[Deutsch-Französischer Krieg|Deutsch-Französischen Krieg]] 1870/71 warten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das „Gartenfeld“ genannte Areal lag außerhalb der Festungsmauern von Mainz. Dort, in der [[Festungsrayon|Rayonzone]], durften keine Steinbauten stehen, die anrückenden Truppen Schutz bieten könnten. Die Mauern engten die [[Festung Mainz]] stark ein. Zu diesem Zeitpunkt hatte Mainz bereits die höchste Bevölkerungsdichte im [[Großherzogtum Hessen]]. Eine Statistik des Hofrats [[Alfred Börckel]], Bibliothekar der [[Mainzer Stadtbibliothek]], aus dem Jahre 1869 verdeutlicht die Zwangslage: Die Zahl der Personen, die den Raum eines [[Alte Maße und Gewichte (Preußen)|preußischen Morgens]] bewohnten, betrug in [[Barmen]] 8, in [[Potsdam]] 11, in [[Darmstadt]] 24, in [[Berlin]] 28, in [[Hamburg]] 65 und in [[Köln]] 71 – in Mainz jedoch waren es 89. In anderen Städten wuchs die Bevölkerung in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts immer rascher. In Mainz waren die Wohnungen hoffnungslos überfüllt, Sanitäranlagen fehlten und jederzeit drohte eine [[Cholera]]-[[Epidemie]] auszubrechen. In der wirtschaftlichen Entwicklung blieb Mainz zu einer Zeit, als andernorts überall Fabriken aus dem Boden schossen, zurück. Grund hierfür war auch das Missverhältnis zwischen der zivilen Stadtfläche, die etwa 1,2&amp;amp;nbsp;km² betrug, zur militärisch genutzten bzw. gesperrten Flächen mit rund 7&amp;amp;nbsp;km².&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Mainz Norden Kesselstatt.jpg|mini|Das Gartenfeld zu Lebzeiten von [[Franz von Kesselstatt]]]]&lt;br /&gt;
Die Militärs stimmten der [[Schleifung]] der alten Mauern erst nach langen, zähen Verhandlungen zwischen der Stadt Mainz und dem [[Preußen|preußischen]] [[Kriegsministerium]] zu, nachdem die [[Festung Metz]] in Lothringen das neue [[Bollwerk]] nach Frankreich bildete. Mit der Freigabe zur Bebauung verdoppelte sich auf einen Schlag das bis dahin existierende Stadtgebiet. Am 21. September 1872 wurde der Stadterweiterungsvertrag endlich unterzeichnet. Diesen Tag kann man als Gründungstag der &amp;#039;&amp;#039;Mainzer Neustadt&amp;#039;&amp;#039; bezeichnen. Anfang Februar 1873 kam dann auch die kaiserliche Genehmigung. Die Stadt begann Mitte März 1873 die Festungswälle im Bereich der heutigen [[Kaiserstraße (Mainz)|Kaiserstraße]] niederzulegen und das Gartenfeld zu bebauen. Sie musste aber auch für vier Millionen Gulden weiter nordwestlich, am [[Rheingauwall]], neue Festungsmauern errichten. Für die Gartengrundstücke wurden 1500 bis 2000 Gulden pro hessischem Morgen gezahlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Festung Mainz ging gemäß Reichsgesetz vom 25. Mai 1873 in das Eigentum des Deutschen Reiches über und wurde Reichsfestung.&lt;br /&gt;
[[Datei:Mainz-Stadtplan1898.jpg|mini|Die Neustadt auf einem Plan von 1898]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Stadtbaumeister Eduard Kreyßig&amp;#039;&amp;#039; (1830–1897) prägte das architektonische und städtebauliche Gesicht der Neustadt. Seine Grundidee war die Erschließung des Gartenfeldes durch ein symmetrisches, gitterförmiges Straßensystem aus Längs- und Querachsen, die durch grüne Alleen und Plätze aufgelockert werden. Seine Planungen orientierten sich an der Umgestaltung von [[Paris]] im 19. Jahrhundert durch [[Georges-Eugène Haussmann|Baron Haussmann]]. Kurz vor seinem Dienstantritt hatte Kreyßig 1867 die [[Weltausstellung 1867|Weltausstellung]] in Paris besucht und die revolutionären Ideen Haussmanns bewundert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Drei große Nordwest-Südost-Achsen (Rheinallee, Bonifaziusstraße [die heutige Hindenburgstraße] und Boppstraße) sollten die Neustadt mit der Altstadt verbinden. Entlang dieser Hauptachsen wurde zuerst gebaut. Anstelle der Festungswälle der &amp;#039;&amp;#039;Gartenfront&amp;#039;&amp;#039;, dem [[Johann Philipp von Schönborn|Schönbornschen]] Bastionsgürtel, entstand ein Pracht[[boulevard]], der dann auch „Boulevard“ hieß – die heutige [[Kaiserstraße (Mainz)|Kaiserstraße]]. Die Bauten aus dieser Ära erkennt man noch heute, obwohl sie der Zweite Weltkrieg mit seinen Zerstörungen schwer traf. Es sind typische [[gründerzeit]]lichen Wohngebäude mit zum Teil prächtigen Fassaden, sowie auch einige Funktionsgebäude wie die weithin sichtbare [[Christuskirche (Mainz)|Christuskirche]], die alte Kommissbrotbäckerei ([[Neues Proviantamt (Mainz)|Neues Proviantamt]]) und der [[Mainz Hauptbahnhof|Hauptbahnhof]]. Im Jahre 1912 wurde in der Hindenburgstraße eine prachtvolle Zentral[[synagoge]] errichtet. Dieser großzügige [[Jugendstil]]bau fiel nur 26 Jahre später in den [[Novemberpogrome 1938|Novemberpogromen 1938]] den Nationalsozialisten zum Opfer. Er wurde in Brand gesteckt und später gesprengt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch heute kann man eines der Hauptprobleme der Bebauung des Gartenfeldes sehen: Das Gelände lag sehr tief und wurde daher häufig überschwemmt. Die Planungen des Stadtbaumeisters sahen vor, das gesamte Gebiet aufzuschütten, was auch zum Bau der Kanalisation notwendig war. Infolge der Größe dieses riesigen Gebietes, konnten die Aufschüttungen jedoch nur schrittweise bewältigt werden. Zunächst wurden die Straßen höher gelegt. Die einzelnen Planquadrate wurden dann nach und nach um die bereits errichteten Häuser aufgefüllt. Daher haben viele Häuser in der Neustadt besonders tiefe Kellergeschosse.&lt;br /&gt;
[[Datei:Wallauloch6.jpg|mini|Niedriges Straßenniveau in der Wallaustraße]]&lt;br /&gt;
Die Aufschüttungsarbeiten wurden nicht überall zu Ende geführt. So kann man an einigen Punkten der Neustadt heute Stellen finden, die noch das niedrige Niveau aufweisen. Ein Kuriosum ist das Haus [[Carl Wallau|Wallaustraße]] Nr. 77. Dieses Haus hat eine Torfahrt im ersten Stock, man betritt es über den als Keller geplanten Teil. Zum Zeitpunkt der Errichtung rechnete man fest damit, dass das Gelände noch aufgeschüttet werde, was bis heute nicht erfolgt ist. Das ebenfalls neu aufgeschüttete Rheinufer wurde militärisch befestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von den neuen Grundstückseigentümern wurde eine &amp;#039;&amp;#039;Gartenfeldsteuer&amp;#039;&amp;#039;, eine Art [[Luxussteuer]] wegen des großzügigen Raumangebots, erhoben. Bis zum Zweiten Weltkrieg waren im Bereich des Goetheplatzes und in der nördlichen Neustadt noch immer große Flächen frei. Es gab noch immer zahlreiche Gärten, z.&amp;amp;nbsp;B. am Raupelsweg und entlang der Scheffelstraße. Die Hausfrauen konnten ihre Wäsche auf Wiesen bleichen, Kinder und Jugendliche konnten spielen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Neustadt wurde eine neue Umwallung, der Rheingauwall, errichtet. Er wurde in [[Neupreußische Befestigungsmanier|neupreußischer Befestigungsmanier]] erbaut und bestand unter anderem aus den [[Kavalier (Festungsbau)|Cavalieren]] [[Oldemar von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Augustenburg|Prinz Holstein]] und Hauptstein, [[Judensand]], dem [[Fort Hartenberg]], dem [[Gonsenheimer Tor]] und dem [[Mombach]]er Tor. In der Neustadt selbst fanden wieder viele Kasernen – wie die Alicekaserne (Infanteriekaserne 1903) eine Kavalleriekaserne in der Wallstraße ([[Neue Golden-Ross-Kaserne]]) – ein Garnisonslazarett in der Rheinstraße und Magazinräume der Militärverwaltung Platz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die neue, offenere Stadt verlangte nach einer Verlegung der Eisenbahntrasse vom Rheinufer weg. Kreyßig verlegte sie ab 1880 an die Westseite der Stadt mit der Konsequenz der Untertunnelung der Zitadelle und des Baus eines neuen &amp;#039;&amp;#039;Centralbahnhofs&amp;#039;&amp;#039;. Der Bau dieses Bahnhofs 1884 ging ebenfalls auf die Initiative des Stadtbaumeisters zurück und ermöglichte die Verbindung zu einer weiteren Bahnlinie, der [[Hessische Ludwigsbahn|Hessischen Ludwigsbahn]], die 1871 entlang des Gastellschen Firmengeländes Richtung Gonsenheim bis Alzey geführt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach 1918 wurden sämtliche [[Entfestigung|Befestigungsanlagen beseitigt]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In jüngerer Zeit gelang es, die Neustadt behutsam zu sanieren. Moderne Architekten und Künstler wie [[Dieter Magnus]] mit der [[Grüne Brücke (Mainz)|Grünen Brücke]] und Hugo Becker mit der Josefskirche, haben mit ihren Bauten und Plastiken zum Erscheinungsbild der Neustadt beigetragen. An der Rheinuferpromenade erinnert der Frauenlob-Brunnen an den Minnesänger Heinrich von Meißen, genannt [[Frauenlob]], der 1318 in Mainz starb. Er soll, nachdem er in seinen Werken voll des Lobes für das weibliche Geschlecht war, von Mainzer Frauen zu Grabe getragen worden sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rheinuferbereich wurde und wird mehr und mehr aufgewertet. Hierzu wurde ein Rheinuferforum gegründet. Die Promenade soll attraktiver gemacht werden und die Mainzer am und mit dem Rhein leben. Seit 2007 gilt am Rheinufer ein Grillverbot. Der [[Zoll- und Binnenhafen Mainz|Zoll- und Binnenhafen]] ist ein wichtiger Güterumschlagplatz im Rhein-Main-Gebiet. Bis zum Jahr 2011 wurde der Containerumschlagplatz rheinabwärts auf die Ingelheimer Aue verlegt, um das attraktive Hafengelände zum Wohngebiet auszubauen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am [[Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2009|21. Juni 2009]] wurde Nico Klomann als erster [[Bündnis 90/Die Grünen|grüner]] Ortsvorsteher in der Geschichte von Mainz bei 19-prozentiger Wahlbeteiligung mit 54 % der Stimmen gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.mainz.de/verwaltung-und-politik/wahlen/ortsvorsteherwahlen.php#SP-iframe-36-1:2 mainz.de] - Wahlarchiv&amp;lt;/ref&amp;gt; Am [[Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2014|25. Mai 2014]] wurde sein jüngerer Bruder Johannes Klomann, SPD, zu seinem Nachfolger gewählt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://wahl.mainz.de/wahlapp/gw2014ov_neustadt_stich.html wahl.mainz.de] - Stichwahl Ortsvorsteher 2014 Neustadt&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei den [[Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2019|Kommunalwahlen 2019]] wurde Christoph Hand von den Grünen in einer [[Stichwahl]] gegen Klomann gewählt. Fünf Jahre später wurde Hand bei den [[Kommunalwahlen in Rheinland-Pfalz 2024|Kommunalwahlen 2024]] erneut in der Stichwahl mit einem Stimmenanteil von 53,9 % in seinem Amt bestätigt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://rlp-wahlen.de/M213/StOVWahlenMz//ergebnisse_ortsbezirk_3150000016.html |titel=Gewählter Direktbewerber Neustadt |werk=Stichwahl der Ortsvorsteherinnen und Ortsvorsteher |hrsg=Landeshauptstadt Mainz |datum=2024-06-23 |abruf=2024-07-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lage und Grenzen ==&lt;br /&gt;
=== Nachbarstadtteile und -gemeinden ===&lt;br /&gt;
Folgende [[Wiesbaden]]er und Mainzer Stadtteile grenzen im Uhrzeigersinn an die Neustadt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
über dem Rhein im Norden [[Wiesbaden-Biebrich]], im Nordosten [[Mainz-Amöneburg]] und im Osten [[Mainz-Kastel]],&amp;lt;br /&amp;gt;unmittelbar im Südosten [[Mainz-Altstadt]], im Süden (mit einem kleinen Teil) [[Mainz-Oberstadt]], im Südwesten [[Mainz-Hartenberg-Münchfeld]] und im Nordwesten [[Mainz-Mombach]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grenzverlauf ===&lt;br /&gt;
Die Nordspitze wird von der nordwestlich im Industriegebiet liegenden [[Ingelheimer Aue]] gebildet. Die Stadtteilgrenze (die seit 1945 zugleich [[AKK-Konflikt|Stadtgrenze]] zu den zu Wiesbaden gehörenden Ortsteilen Amöneburg und Kastel ist) verläuft durch den Rhein zwischen dieser und der [[Rettbergsaue]] nach Osten, dann nach Südosten gegenüber der [[Petersaue]], unter der [[Kaiserbrücke (Mainz)|Kaiserbrücke]], vorbei am [[Zoll- und Binnenhafen Mainz|Zollhafen]] bis zum Kaisertor. Weiter im Südosten liegt die Mainzer Altstadt; die Grenze zu dieser wird durch die [[Kaiserstraße (Mainz)|Kaiserstraße]] gebildet. Auf ihrer Verlängerung, der Parcusstraße geht es zum Alicenplatz, wo von Süden her die Oberstadt angrenzt. Über die Alicenbrücke am [[Mainz Hauptbahnhof|Hauptbahnhof]], die die Neustadt von der Oberstadt trennt, geht es unmittelbar am westlichen Rand des Bahnhofsgeländes entlang der bereits zu Hartenberg-Münchfeld zählenden Mombacher Straße bis zur im Norden des Bahnhofs gelegenen Unterführung, dann auf der anderen Seite der Gleise auf der Hattenbergstraße am in der Neustadt gelegenen [[Schott AG|Glaswerk]] vorbei bis zur Grenze von [[Mainz-Mombach|Mombach]], die Zwerchallee nach Norden, über die Rheinallee hinweg durch das Industriegebiet und den Industriehafen zurück zur Nordwestspitze der Ingelheimer Aue.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schulen ==&lt;br /&gt;
Die Schullandschaft ist in der Mainzer Neustadt entsprechend der sozialen Struktur und der Größe des Stadtteils sehr heterogen. Es gibt mit der Feldbergschule, der Goetheschule (als [[Ganztagsschule]]) und der Leibnizschule alleine drei Grundschulen. Die Goetheschule war früher (vor der landesweiten Integration der Hauptschulen in die neuen Realschulen Plus) die Hauptschule Mainz-Neustadt I und Schwerpunktschule. Seit 2015 ist sie zudem eine Zweigstelle der Sophie-Scholl-Schule, in der nun hauptsächlich die Fächer der Sozialpädagogik gelehrt werden. Die Schillerschule ist die Hauptschule Mainz-Neustadt II. Mit dem [[Frauenlob-Gymnasium]] und dem [[Rabanus-Maurus-Gymnasium]] sind gleich zwei Gymnasien vertreten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An Fach- und Berufsschulen findet sich in der Neustadt die Sophie-Scholl-Schule als Berufsbildende Schule II – Hauswirtschaft und Sozialpädagogik sowie die Katholische Fachschule für Altenpflege [[Bilhildis von Altmünster|St. Bilhildis]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kirchen, Klöster und nichtchristliche Gemeinden ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mainz Pfarrkirche St. Bonifaz 20100624.jpg|mini|Dominikanerkirche Sankt Bonifaz]]&lt;br /&gt;
=== Römisch-katholisch ===&lt;br /&gt;
* [[St. Bonifaz (Mainz)|St. Bonifaz]]&lt;br /&gt;
:* [[Dominikaner]]kloster&lt;br /&gt;
* [[Liebfrauen (Mainz)|Liebfrauen]]&lt;br /&gt;
* [[St. Joseph (Mainz)|St. Joseph]]&lt;br /&gt;
* St. Bilhildis-Kloster der [[Armen-Schwestern vom heiligen Franziskus]]&amp;lt;ref&amp;gt;[https://bistummainz.de/glaube/orden/index.html#Anchor-Armen-Schwestern-49575 Frauenorden im Bistum Mainz], abgerufen am 22. Juli 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Das Caritas-Zentrum in der Neustadt wurde nach [[Madeleine Delbrêl]] benannt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Evangelisch ===&lt;br /&gt;
* [[Christuskirche (Mainz)|Christuskirche]]&lt;br /&gt;
* Paulusgemeinde&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sonstige ===&lt;br /&gt;
* [[Freireligiöse Gemeinde Mainz|Freireligiöse Gemeinde]]&lt;br /&gt;
* Kirche Jesu Christi der Heiligen der letzten Tage&lt;br /&gt;
* Neuapostolische Kirche&lt;br /&gt;
* [[Neue Synagoge Mainz|Neue Synagoge]] der Jüdischen Gemeinde&lt;br /&gt;
* Selimiye-Moschee&lt;br /&gt;
* [[Die Christengemeinschaft]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Feste, Veranstaltungen, Traditionen ==&lt;br /&gt;
* Gaadefelder Kerb&lt;br /&gt;
* [[Mainzer Rosenmontagszug]], [[Mainzer Jugendmaskenzug|Jugendmaskenzug]] und Kappenfahrt starten in der Neustadt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswerte Gebäude ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kunsthalle-Mainz.jpg|mini|hochkant|Kunsthalle am Zollhafen]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;float:right;&amp;quot;&amp;gt;[[Datei:Kapponiere Feldbergplatz.jpg|mini|Kaponniere am Feldbergplatz]]&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Ehemalige [[Neue Golden-Ross-Kaserne]] an der Mombacher Straße&lt;br /&gt;
* [[Neues Proviantamt (Mainz)|Alte Kommissbrotbäckerei]] in der Rheinallee&lt;br /&gt;
* Maschinen- und Kesselhaus am Hafen erbaut 1887 (heute Kunsthalle)&lt;br /&gt;
* [[Kaponniere]] V am [[Feldbergplatz]]&lt;br /&gt;
* [[Neue Synagoge Mainz|Neue Synagoge]] am Synagogenplatz&lt;br /&gt;
* Feldbergtor der Rheinuferbefestigung&lt;br /&gt;
* [[Mainz Hauptbahnhof|Hauptbahnhof]]&lt;br /&gt;
* die höchsten Gebäude der Stadt, die [[Bonifazius-Türme]]&lt;br /&gt;
* Wohnhäuser im Stil des [[Backsteinexpressionismus]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Kulturdenkmäler in Mainz-Neustadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaft ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Mainz harbour 2006.jpg|mini|Weinlagerhaus im ehemaligen Hafen]]&lt;br /&gt;
* ehemalige [[Hakle]], seit dem 1. April 2006 [[Wepa Papierfabrik|WEPA Mainz]]&lt;br /&gt;
* [[Werner &amp;amp; Mertz]] GmbH ([[Erdal]], [[Frosch (Marke)|Frosch]])&lt;br /&gt;
* [[Schott AG]]&lt;br /&gt;
* [[Zoll- und Binnenhafen Mainz|Zoll- und Binnenhafen]]&lt;br /&gt;
* [[Mainzer Stadtwerke]]&lt;br /&gt;
* [[Mainzer Verkehrsgesellschaft]]&lt;br /&gt;
* [[Kraftwerke Mainz-Wiesbaden]]&lt;br /&gt;
* Speditionen: [[Schenker (Unternehmen)|Schenker]], [[Stinnes AG|Stinnes]]&lt;br /&gt;
* Mogat Werke, Dach- und Abdichtungssysteme&lt;br /&gt;
* Polycasa, Hersteller von Kunststoffplatten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Geschichte der Stadt Mainz]]&lt;br /&gt;
* [[Liste der Straßennamen von Mainz-Neustadt]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Hedwig Brüchert]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Neustadt gestern und heute. 125 Jahre Mainzer Stadterweiterung (Festschrift).&amp;#039;&amp;#039; Sonderheft der Mainzer Geschichtsblätter, Veröffentlichungen des Vereins für Sozialgeschichte Mainz; Mainz 1997, {{ISSN|0178-5761}}.&lt;br /&gt;
* Claus Wolff: &amp;#039;&amp;#039;Die Mainzer Stadtteile.&amp;#039;&amp;#039; Emons Verlag, Köln 2004, ISBN 3-89705-361-6.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commons|Mainz-Neustadt}}&lt;br /&gt;
* [https://www.mainz.de/leben-und-arbeit/stadtteile/neustadt/neustadt.php Informationen der Stadt Mainz zum Stadtteil Neustadt]&lt;br /&gt;
* [https://www.mainz-neustadt.de/ Private Website des Stadtteils Neustadt]&lt;br /&gt;
* [https://www.mainz-neustadt.de/geschichte.html mainz-neustadt.de] - Hedwig Brüchert: Vom Gartenfeld zur Neustadt - Entstehung eines Stadtteils&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Ortsbezirke Mainz}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtteil von Mainz|Neustadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ortsbezirk von Mainz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mombacher</name></author>
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