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	<title>Maimi von Mirbach - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<updated>2026-01-07T14:53:33Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maimi von Mirbach&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; {{Audio|De-Maimi von Mirbach.ogg}}, eigentlich &amp;#039;&amp;#039;Maria Celina Gabrielle Antoinette Freiin von Mirbach&amp;#039;&amp;#039; (* [[9. April]] [[1899]] in [[Antwerpen]]; † [[8. Oktober]] [[1984]] in [[Berlin]]), war eine deutsche [[Violoncello|Cellistin]] und Mitglied der [[Bekennende Kirche|Bekennenden Kirche]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Gedenktafel Alleestr 10 (Potsdam) Maimi von Mirbach.jpg|mini|[[Gedenktafel]] am Haus, Alleestraße&amp;amp;nbsp;10, in [[Potsdam]]]]&lt;br /&gt;
Maimi von Mirbach entstammt einem alten [[Mirbach (Adelsgeschlecht)|Adelsgeschlecht]]. Ihr Vater, der Kaufmann Wilhelm Freiherr von Mirbach (1858–1914) war ein Bruder des preußischen Generalleutnants und Hofbeamten [[Ernst von Mirbach]] (1844–1925). Durch ihre Mutter Carmen Laura geb. von Bary (1876–1938) war Maimi von Mirbach direkt mit [[Cornelio Saavedra (Politiker)|Cornelio Saavedra]], dem ersten Präsidenten der [[Vereinigte Provinzen des Río de la Plata|La Plata-Republiken]], verwandt.&amp;lt;ref&amp;gt;Kurt Metschies: &amp;#039;&amp;#039;Mirbach, Maria Celina Gabrielle Antoinette (Maimi) Freiin v .&amp;#039;&amp;#039; In: Friedrich Beck (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Brandenburgisches Biographisches Lexikon.&amp;#039;&amp;#039; Verlag für Berlin-Brandenburg, Potsdam 2002, ISBN 978-3-935035-39-2. S. 284&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In diesem weltoffenen und internationalen Elternhaus genoss sie eine christlich-liberale Erziehung mit starker musischer Ausrichtung. Die Familie musste 1914 nach Beginn des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieges]] innerhalb von 24&amp;amp;nbsp;Stunden [[Belgien]] verlassen und übersiedelte nach Potsdam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geprägt durch ihre Erfahrung als Mitglied einer Minderheit wandte sich Maimi von Mirbach schon früh Menschen zu, die Hilfe brauchten. Bereits in den 1920er Jahren erkannte sie die [[Nationalsozialismus|nationalistische]] und [[Antisemitismus|antisemitische]] Entwicklung in Deutschland. Nach der [[Machtergreifung|Machtübernahme]] der Nationalsozialisten half sie, auch als Mitglied der Bekennenden Kirche, bedrängten Juden. Sie verabscheute die Rassenideologie der Nazis und pflegte als Cellistin weiterhin zahlreiche Kontakte zu jüdischen Musikern, obwohl sie sich damit immer wieder selbst in Gefahr brachte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maimi von Mirbach verhalf 1938 [[Fritz Hirschfeld]], mit dem sie in einem privaten Streichquartett musizierte, zur Flucht. Hirschfeld, ab 1927 sechs Jahre lang Vorsitzender des Potsdamer Arbeitsgerichtes, wurde nach der [[Novemberpogrome 1938|Pogromnacht]] im November 1938 verhaftet und blieb drei Wochen im Potsdamer Polizeigefängnis. Die Entlassung erfolgte nur unter der Bedingung, dass er ausreisen würde. Die deutschen Behörden verlangten von ihm für die Ausreise eine [[Reichsfluchtsteuer]] in Höhe von 35.000 Reichsmark und eine [[Judenvermögensabgabe]] von 38.000 Reichsmark. Um diese Summen aufzubringen, erwarb Maimi von Mirbach das Grundstück mit Zweifamilienhaus der Hirschfelds in [[Klein Glienicke]] für 59.000 Reichsmark. Sie ließ Hirschfelds an Krebs erkrankte „arische“ Frau Grete bis zu ihrem Tod im April 1941 kostenlos in dem Haus wohnen und überließ ihr die Mieteinnahmen der zweiten Wohnung, um ihren Lebensunterhalt zu sichern. Hirschfeld konnte dadurch in die Niederlande emigrieren. Nach der [[Überfall auf die Niederlande, Belgien und Luxemburg|deutschen Besetzung der Niederlande]] wurde er im August 1942 in das [[Ghetto Theresienstadt|KZ Theresienstadt]] verschleppt und von dort schließlich nach [[KZ Auschwitz|Auschwitz]] deportiert, wo er am 11. Oktober 1944 vergast wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brunzlow&amp;quot;&amp;gt;Jan Brunzlow: &amp;#039;&amp;#039;{{Webarchiv | url=http://www.pnn.de/potsdam/83660/ | wayback=20150131052051 | text=Fluchthilfe Hauskauf}}&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Potsdamer Neueste Nachrichten]]&amp;#039;&amp;#039;, 21. Juli 2005&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Black&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.journalistinnenbuero-berlin.de/html/recht.html |autor= Rose Black |titel=Was Recht leisten kann … |werk=Mieder &amp;amp; Schwarz – journalistinnenbüro berlin |abruf=2024-04-09}} (PDF, 118 kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Male versteckte von Mirbach in ihrem Haus von der Gestapo gesuchte Juden, um sie vor der Deportation zu bewahren. Ende 1941 nahm sie die ehemalige Musikstudentin Gisela Distler-Brendel, eine Schülerin der Komponistin und Klavierpädagogin [[Ilse Fromm-Michaels]],&amp;lt;ref&amp;gt;Babette Dorn: Art. [https://mugi.hfmt-hamburg.de/receive/mugi_person_00000277?XSL.back=F Ilse Fromm-Michaels]. In: Mugi – Musik und Gender im Internet, abgerufen am 9. April 2024&amp;lt;/ref&amp;gt; als Untermieterin auf. Gisela Distler-Brendel war als „[[Halbjude|Mischling ersten Grades]]“ das Studium an einer Hochschule verwehrt. Außerdem unterhielt sie eine verbotene Beziehung zu einem „Nichtjuden“, von dem sie ein uneheliches Kind erwartete. Maimi von Mirbach hielt diese Verbindung vor den Behörden geheim und machte sich damit nach den [[Nürnberger Gesetze]]n der „Beihilfe zur [[Rassenschande]]“ schuldig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da sie nach 1945 in der Sowjetischen Besatzungszone sowie in den Anfängen der DDR vielfältigen Demütigungen und Einschränkungen ausgesetzt war, verließ Maimi von Mirbach 1956 Potsdam und zog nach [[Berlin-Charlottenburg]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.pnn.de/potsdam-kultur/166525/ | wayback=20110927222233 | text=Erinnern ist Leben}}. In: &amp;#039;&amp;#039;Potsdamer Neueste Nachrichten&amp;#039;&amp;#039;, 28. März 2009&amp;lt;/ref&amp;gt; Über ihre Erfahrungen in der Zeit des Nationalsozialismus berichtete sie bis zu ihrem Tod in Schulen und Jugendeinrichtungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das ehemalige Haus und Grundstück der Hirschfelds wurde später von der DDR enteignet und nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|Wiedervereinigung]] an Hirschfelds Tochter [[Restitution von Vermögenswerten|restituiert]]. Eine Klage der Erben von Mirbachs dagegen lehnte das Verwaltungsgericht Potsdam im Jahre 2005 mit der Begründung ab, dass von Mirbach zwar den marktüblichen Kaufpreis gezahlt hatte, Hirschfeld das Geld aber nicht zur freien Verfügung hatte, da 51.000 Reichsmark auf ein Sperrkonto zur Begleichung der Reichsfluchtsteuer überwiesen werden mussten und er nur 8.000 Reichsmark in bar erhielt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Black&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Brunzlow&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ehrungen ==&lt;br /&gt;
* Der Staat [[Israel]] ehrte Maimi von Mirbach am 2. April 1981 mit dem Titel [[Gerechte unter den Völkern]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Hrsg=[[Israel Gutman]] |Titel=Lexikon der Gerechten unter den Völkern. Deutsche und Österreicher |Auflage=2. |Verlag=Wallstein Verlag |Ort=Göttingen |Datum=2005 |ISBN=3-89244-900-7 |Online={{Google Buch |BuchID=UQK4-L64zfgC |Seite=PA199 | Linktext=Volltext/Vorschau}}}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Im Potsdamer Stadtteil [[Drewitz (Potsdam)#Kirchsteigfeld|Kirchsteigfeld]] wurde im Jahr 1995 eine Straße nach ihr benannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Klaus Arlt: &amp;#039;&amp;#039;Die Straßennamen der Stadt Potsdam. Geschichte und Bedeutung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Mitteilungen der Studiengemeinschaft Sanssouci.&amp;#039;&amp;#039; Verein für Kultur und Geschichte Potsdams e.&amp;amp;nbsp;V., 4. Jahrgang (1999), Heft 2, S. 47&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* In der Alleestraße 10 in Potsdam wurde anlässlich ihres 10. Todestages 1994 eine Gedenktafel angebracht, die daran erinnert, dass sie hier von 1915 bis 1953 lebte.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.pnn.de/22263854.html |titel=Erinnern ist Leben |hrsg=[[Potsdamer Neueste Nachrichten]] |abruf=2021-04-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Autor=Dagmar Hoßfeld, Renate Wullenstein&lt;br /&gt;
   |Titel=Das weibliche Potsdam. Kurzbiographien aus drei Jahrhunderten&lt;br /&gt;
   |Verlag=Verlag Schwarzdruck&lt;br /&gt;
   |Ort=Potsdam&lt;br /&gt;
   |Datum=1998&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-933297-00-1}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur&lt;br /&gt;
   |Hrsg=Gabriele Schnell&lt;br /&gt;
   |Titel=Potsdamer Frauen. 10 Frauenschicksale vom Kaiserreich bis heute&lt;br /&gt;
   |Verlag=Argo&lt;br /&gt;
   |Ort=Potsdam&lt;br /&gt;
   |Datum=1993&lt;br /&gt;
   |ISBN=3-910196-17-9}}&lt;br /&gt;
* Christiane Kruse: &amp;#039;&amp;#039;Maimi Baronesse von Mirbach&amp;#039;&amp;#039;. In: Dies.: &amp;#039;&amp;#039;Frauen gegen Hitler. Weiblicher Widerstand im „Dritten Reich“.&amp;#039;&amp;#039; BeBra Verlag, Berlin 2024, ISBN 978-3-89809-252-4, S. 141f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.familie-von-mirbach.de/Angehoerige2.htm &amp;#039;&amp;#039;Herausragende Angehörige der Familie von Mirbach&amp;#039;&amp;#039;], abgerufen am 5. März 2013.&lt;br /&gt;
* [https://potsdamerinnen-ins-licht.podigee.io/s2e7-neue-episode Maimi von Mirbach], in: &amp;#039;&amp;#039;Potsdamerinnen ins Licht!&amp;#039;&amp;#039;, 18. November 2024.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=1285586824|VIAF=3092168109542043630004}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mirbach, Maimi von}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Klassischer Cellist]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person der Bekennenden Kirche]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gerechter unter den Völkern (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Familienmitglied des Adelsgeschlechts Mirbach|Maimi]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freiherr]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1899]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1984]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Mirbach, Maimi von&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Mirbach, Maria Celina Gabrielle Antoinette Freiin von (wirklicher Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Cellistin und Mitglied der Bekennenden Kirche&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=9. April 1899&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Antwerpen]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=8. Oktober 1984&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Berlin]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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