<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Mail%C3%BCfterl</id>
	<title>Mailüfterl - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=Mail%C3%BCfterl"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mail%C3%BCfterl&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-07T16:45:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mail%C3%BCfterl&amp;diff=74843&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BurghardRichter: Kleinere formale und sprachliche Änderungen (&quot;Gewicht&quot; → &quot;Masse&quot;, &quot;Holland&quot; → &quot;Niederlande&quot;), Formatierung von Einzelnachweisen, eine hochformatige Abbildung verkleinert, 10-stellige Zahl mit Punkten statt &amp;amp;thinsp; als Tausender-Trennzeichen, da dieses nicht umbruchgeschützt ist. Nach einer vier- oder mehrstelligen Zahl besser kein geschütztes Leerzeichen, da sie typographisch eher den Charakter eines Wortes als eines einzelnen Zeichens hat; sonst wird der rechte Rand zu sehr ausgefranst.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mail%C3%BCfterl&amp;diff=74843&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2025-11-07T01:56:28Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleinere formale und sprachliche Änderungen (&amp;quot;Gewicht&amp;quot; → &amp;quot;Masse&amp;quot;, &amp;quot;Holland&amp;quot; → &amp;quot;Niederlande&amp;quot;), Formatierung von Einzelnachweisen, eine hochformatige Abbildung verkleinert, 10-stellige Zahl mit Punkten statt &amp;amp;thinsp; als Tausender-Trennzeichen, da dieses nicht umbruchgeschützt ist. Nach einer vier- oder mehrstelligen Zahl besser kein geschütztes Leerzeichen, da sie typographisch eher den Charakter eines Wortes als eines einzelnen Zeichens hat; sonst wird der rechte Rand zu sehr ausgefranst.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Bild:Mailüfterl Wien.jpg|mini|Das Mailüfterl steht heute im [[Technisches Museum Wien|Technischen Museum Wien]].]]&lt;br /&gt;
[[Bild:Mailüfterl Steuerung.jpg|mini|Kontrollpult des Mailüfterls]]&lt;br /&gt;
[[Bild:mailüfterl wire.jpg|mini|hochkant|Verdrahtungsseite des Rechners]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mailüfterl&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war der erste [[Computer]] auf dem europäischen Festland, der vollständig mit [[Transistor]]en arbeitete. Die offizielle Bezeichnung lautete &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Binär dezimaler Volltransistor-Rechenautomat&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Vorgestellt wurde er im Mai 1958. Die ersten Rechner dieser Art weltweit waren der [[TRADIC]] und der [[TX-0]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mailüfterl wurde ab 1955 an der [[Technische Universität Wien|TU Wien]] von [[Heinz Zemanek]] gebaut. Zu seinem Team gehörten unter anderem Rudolf Bodo, [[Peter Lucas (Informatiker)|Peter Lucas]], Georges J. Leser, Viktor Kudielka, Kurt Walk, [[Ernst Rothauser]], Kurt Bandat und Norbert Teufelhart.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=https://www.ocg.at/sites/ocg.at/files/medien/pdfs/OCG-Journal1501.pdf#page=45 |wayback=20221106134240 |text=&amp;#039;&amp;#039;Nachruf auf Peter Lucas – Mailüfterl-Team&amp;#039;&amp;#039;}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://ocg.at/publikationen/oj/pdfs/oj0702.pdf#page=19 |wayback=20160305042904 |text=&amp;#039;&amp;#039;O. Univ.-Prof. Dr. Heinz Zemanek: 60 Jahre Vorlesungen an der TU Wien&amp;#039;&amp;#039;}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erbauer spielte hinsichtlich der Benennung in einem Zitat auf die in den USA in Betrieb genommenen [[Röhrenrechner]] an: „Wenn es auch nicht die rasante Rechengeschwindigkeit amerikanischer Modelle erreichen kann, die ‚[[Whirlwind|Wirbelwind]]‘ oder ‚Taifun‘ heißen, so wird es doch für ein Wiener ‚Mailüfterl‘ reichen.“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rechner besteht aus 3.000 [[Transistor]]en, 5.000 [[Diode]]n, 1.000 Montageplättchen, 100.000 Lötstellen, 15.000 [[Widerstand (Bauelement)|Widerständen]], 5.000 [[Kondensator (Elektrotechnik)|Kondensatoren]] und 20.000 Metern Schaltdraht. Mit einer Masse von rund 500&amp;amp;nbsp;Kilogramm sowie einer Breite von 4&amp;amp;nbsp;Metern, einer Höhe von 2,5&amp;amp;nbsp;Metern und einer Tiefe von 50&amp;amp;nbsp;Zentimetern war die Anlage gegenüber den zeitgenössischen Röhrenrechnern vergleichsweise klein. Das Mailüfterl hatte eine damals beachtliche Taktfrequenz von 132&amp;amp;nbsp;[[kHz]] und arbeitete im [[BCD-Code|BCD]]-System.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zemanek sagte über sein Projekt später, es sei ein halb illegales Unterfangen eines kleinen Hochschulassistenten gewesen, das er ohne offizielle Genehmigung und somit auch ohne finanzielle Unterstützung der Universität mit einer Gruppe von Studenten realisierte. Er reiste 1954 zu [[Philips]] in die Niederlande, um dort wegen einer Sachspende vorzusprechen. Die Menge von 1.000 Transistoren und deren Einsatzzweck waren nur sieben Jahre nach Erfindung des Transistors schwer zu vermitteln. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zemanek erhielt aber dennoch eine Zusage über 1.000 eher langsame Hörgerät-Transistoren&amp;lt;ref&amp;gt;Interview mit Heinz Zemanek, Telepolis, 8.&amp;amp;nbsp;August 1999 ({{Webarchiv | url=http://www01.heise.de/tp/deutsch/inhalt/co/5163/1.html | wayback=20000122020258 | text=online}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; und bekam schließlich von Philips insgesamt 4.000 hochwertige Transistoren (lediglich vier waren defekt, sie waren vermutlich beim Löten beschädigt worden).&amp;lt;ref&amp;gt;OC 71 [http://www.g-stabe.de/transist.htm Beschreibung von Germanium-Transistoren des verwendeten Typs OC&amp;amp;nbsp;71].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Konstruktion der Hardware widmete sich die Gruppe von 1958 bis 1961 der Programmierung. Am 27.&amp;amp;nbsp;Mai 1958 berechnete das Mailüfterl in 66&amp;amp;nbsp;Minuten die [[Primzahl]] 5.073.548.261.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Rhythmus des Programmablaufes konnte über ein Radio abgehört werden. War nur noch ein Dauerton zu hören, wussten die Techniker, dass etwas nicht mehr stimmt. Das wurde genutzt, um über Telefon von zu Hause aus festzustellen, ob das Gerät aufwendige Rechenarbeiten über Nacht noch bearbeitete.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=lvaiEW-Sm4A &amp;#039;&amp;#039;Mailüfterl: an Austrian star of European computing&amp;#039;&amp;#039;.] Youtube.com, 1. Oktober 2013.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1961 bot [[IBM]] dem Computerpionier an, ein Laboratorium in Wien aufzubauen, woraufhin Zemanek die gesamte Gruppe zu dem Konzern übersiedelte. IBM kaufte dem Staat das Mailüfterl ab, um es dem Labor, dem Zemanek bis 1976 vorstand, zur Verfügung zu stellen. IBM musterte den Rechner 1966 aus und übergab ihn 1973 dem [[Technisches Museum Wien|Technischen Museum Wien]].&amp;lt;ref&amp;gt;Technisches Museum Wien, Text auf der Schautafel des Exponats.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2024 schenkte IBM die bisherige Dauerleihgabe dem Museum.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.derstandard.at/story/3000000246603/computergeschichte-ibm-schenkt-mailuefterl-dem-technischen-museum | titel=Computergeschichte: IBM schenkt „Mailüfterl“ dem Technischen Museum |datum=2024-11-26 |abruf=2024-11-28 |werk=[[DerStandard.at]]/APA}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Oktober 2013 veröffentlichte Google in einem Blog ein Video, um dieses Projekt zu honorieren.&amp;lt;ref&amp;gt;http://googleblog.blogspot.co.uk/2013/10/an-austrian-star-of-european-computing.html&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://wien.orf.at/news/stories/2606777/ Beitrag über die Ehrung des Projektes &amp;#039;&amp;#039;Mailüfterl&amp;#039;&amp;#039; seitens Google.] ORF Online, Wien.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{cite web | url=http://www.museumonline.at/2000/wien-feuerbach/mailueft/mailueft_de.htm  | title=Umfangreiche Seite zum Thema| accessdate=2014-07-21| archiveurl=https://web.archive.org/web/20120224012404/http://www.museumonline.at/2000/wien-feuerbach/mailueft/mailueft_de.htm| archivedate=2012-02-24}}&lt;br /&gt;
* [https://norbertkehrer.github.io/mailuefterl/mailuefterl.html Mailüfterl-Emulator in JavaScript]&lt;br /&gt;
* [http://sendungsarchiv.o94.at/get.php?id=094pr1159 Radiointerview mit Heinz Zemanek (2007)]&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.heise.de/tp/artikel/5/5163/1.html | wayback=20111016053333 | text=Interview mit Heinz Zemanek (1999)}}&lt;br /&gt;
* [http://www.zemanek.at/bio/daten.html Biografie von Heinz Zemanek]&lt;br /&gt;
* [http://www.lugs.ch/vcfe/VCFE2009/Norbert_Kehrer-Ein_frischer_Wind.mp3 Audioaufzeichnung (MP3; 66,1&amp;amp;nbsp;MB) des Vortrages von Norbert Kehrer am Vintage Computing Festival Europe 2009]&lt;br /&gt;
* [http://www.mediathek.at/trefferliste/searchword/czoxMToiTWFpbMO8ZnRlcmwiOw==/ Heinz Zemanek spricht über die Entwicklung des &amp;quot;Mailüfterl&amp;quot;] (Interviews und Vorträge im Onlinearchiv der [[Österreichische Mediathek|Österreichischen Mediathek]])&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mailufterl}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historischer Computer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Einzelner Computer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technische Universität Wien]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BurghardRichter</name></author>
	</entry>
</feed>