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	<title>Mahrtenehe - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-06T05:07:36Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mahrtenehe&amp;diff=641364&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BurghardRichter: /* Literatur */ Formatierung</title>
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		<updated>2026-02-19T17:54:15Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Literatur: &lt;/span&gt; Formatierung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Das [[Sujet|Motiv]] der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mahrtenehe&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die [[erotisch]]-[[Sexualität des Menschen|sexuell]] motivierte [[Liebesbeziehung]] oder [[Ehe]] einer meist männlichen Person mit einem meist weiblichen überirdischen Wesen, deren Dauer an die Beachtung eines Verbots beziehungsweise [[Tabu]]s gebunden ist.&amp;lt;ref&amp;gt;Janin Pisarek: &amp;#039;&amp;#039;Mehr als nur die Liebe zum Wassergeist. Das Motiv der ‚gestörten Mahrtenehe‘ in europäischen Volkserzählungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Märchenspiegel. Zeitschrift für internationale Märchenforschung und Märchenpflege.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 27, Heft 1, 2016, S. 3–8, hier S. 3.&amp;lt;/ref&amp;gt; Sprachlich leitet sich der Name &amp;#039;&amp;#039;Mahrtenehe&amp;#039;&amp;#039; von der Bezeichnung für einen nächtlichen Druckgeist ab: den Alp, im [[Niederdeutsche Sprache|niederdeutschen Sprachraum]] als &amp;#039;&amp;#039;Mahr&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[Moort|Mahrt]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Begriff ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;Mahrte&amp;#039;&amp;#039; oder einfach &amp;#039;&amp;#039;Mar&amp;#039;&amp;#039; wird entweder vom mittelhochdeutschen Wort &amp;#039;&amp;#039;maere&amp;#039;&amp;#039; („[[Mär]], [[Märchen]]“) hergeleitet und bezieht sich auf die Heirat mit einem Fabelwesen. Es könnte aber auch ein altes Wort für ein überirdisches Wesen in menschlicher oder menschenähnlicher Gestalt sein. Im englischen &amp;#039;&amp;#039;nightmare&amp;#039;&amp;#039; und im altdeutschen &amp;#039;&amp;#039;Nachtmahr&amp;#039;&amp;#039; (veraltete Bezeichnung für „[[Albtraum]]“) findet sich das Wort wieder. Die fachwissenschaftliche Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Mahrtenehe&amp;#039;&amp;#039; geht dagegen auf den Germanisten [[Friedrich Panzer (Germanist)|Friedrich Panzer]] (1870–1956) zurück, der das Wort &amp;#039;&amp;#039;Mahrte&amp;#039;&amp;#039; als gemeingermanische Bezeichnung für dämonische Traumerscheinungen in Alpträumen aufgriff und damit den Märchentypus von der &amp;#039;&amp;#039;gestörten Mahrtenehe&amp;#039;&amp;#039; gegen Ende des 19. Jahrhunderts an [[Albrecht von Scharfenberg]]s &amp;#039;&amp;#039;Seifried von Ardemont&amp;#039;&amp;#039; entwickelte.&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Huber: &amp;#039;&amp;#039;Mythisches Erzählen. Narration und Rationalisierung im Schema der ‚gestörten Mahrtenehe‘.&amp;#039;&amp;#039; In: Udo Friedrich: &amp;#039;&amp;#039;Präsenz des Mythos. Konfigurationen einer Denkform in Mittelalter und Früher Neuzeit.&amp;#039;&amp;#039; De Gruyter, Berlin, New York 2004, S. 247–274, hier S. 248.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Melusinensage ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Brauysegen im Bett.gif|mini|hochkant=1|{{&amp;quot;|&amp;#039;&amp;#039;Wye reymont vnd melusina zusamen wurdent geleit&amp;lt;br /&amp;gt;Vnd vom bischoff gesegenet wurdent in dem bett&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;br /&amp;gt;Hochdeutsch:&amp;lt;br /&amp;gt;„Wie Reymont und Melusina verlobt /&amp;lt;br /&amp;gt;Und vom Bischof gesegnet wurden in ihrem Hochzeitsbett“&amp;lt;br /&amp;gt;(satirischer Holzschnitt aus dem Buch &amp;#039;&amp;#039;Schöne [[Melusine]]&amp;#039;&amp;#039;, [[Johann Bämler]], 1474)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die berühmteste Erzählung dieses Typus ist die [[Melusine]]nsage – die Geschichte einer [[Fee]], die einen armen Ritter heiratet, mit ihm zahlreiche Söhne zeugt und mit ihrem sagenhaften Reichtum aus jenseitigen Quellen Burgen, Städte und Klöster baut. Sie ist die mächtige [[Stammmutter|Ahnherrin]] des historisch tatsächlich sehr bedeutenden [[Haus Lusignan|Geschlechts der Lusignan]] aus dem [[Poitou]] in Südwest-Frankreich. Die Ehe ist erfolgreich und von großer Liebe gekennzeichnet – nur darf der Ritter seine Frau Melusine niemals an Sonnabenden besuchen. Das tut er eines Tages doch und sieht, wie sich im Bade ihr Unterleib in den Schwanz eines [[Tatzelwurm (Fabeltier)|Tatzelwurms]] (den Unterleib einer Schlange) verwandelt. Nachdem der Ehemann dies öffentlich ausspricht, müssen sie sich trennen – Melusine fliegt zum Fenster hinaus, verwandelt sich in eine geflügelte Schlange und kommt nur nachts, um ihre noch kleinen Kinder zu säugen.&amp;lt;!-- Die Lusignans tragen Melusine in ihrem Wappen.--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere literarische Beispiele sind die Figur der [[Laudine]] für den [[Yvain ou Le Chevalier au lion|Yvain]]/[[Iwein]] von [[Chrétien de Troyes]] oder [[Hartmann von Aue]] sowie die Figur der [[Meliur]] in &amp;#039;&amp;#039;[[Partonopier und Meliur]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Konrad von Würzburg]] (13.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert), aber auch &amp;#039;&amp;#039;[[Undine (Friedrich de la Motte Fouqué)|Undine]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Friedrich de la Motte Fouqué]] (1811).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Claude Lecouteux: &amp;#039;&amp;#039;Das Motiv der gestörten Mahrtenehe als Widerspiegelung der menschlichen Psyche.&amp;#039;&amp;#039; In: Jürgen Janning u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Vom Menschenbild im Märchen.&amp;#039;&amp;#039; Röth, Kassel 1980, S.&amp;amp;nbsp;59–71.&lt;br /&gt;
* [[Astrid Lembke]]: &amp;#039;&amp;#039;Dämonische Allianzen. Jüdische Mahrtenehenerzählungen der europäischen Vormoderne&amp;#039;&amp;#039; (=&amp;amp;nbsp;&amp;#039;&amp;#039;Bibliotheca Germanica.&amp;#039;&amp;#039; Band 60). Francke, Tübingen 2013, ISBN 978-3-7720-8498-0.&lt;br /&gt;
* [[Volker Mertens]]: &amp;#039;&amp;#039;Der deutsche Artusroman.&amp;#039;&amp;#039; Reclam, Stuttgart 2012, ISBN 978-3-15-017609-2, S. 72.&lt;br /&gt;
* [[Janin Pisarek]]: &amp;#039;&amp;#039;Mehr als nur die Liebe zum Wassergeist. Das Motiv der „gestörten Mahrtenehe“ in europäischen Volkserzählungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Märchenspiegel – Zeitschrift für internationale Märchenforschung und Märchenpflege.&amp;#039;&amp;#039; Jahrgang 27, Heft 1. Märchen-Stiftung Walter Kahn, Volkach 2016, {{ISSN|0946-1140}}, S. 3–8.&lt;br /&gt;
* [[Armin Schulz]]: &amp;#039;&amp;#039;Poetik des Hybriden. Schema, Variation und intertextuelle Kombinatorik in der Minne- und Aventiureepik: Willehalm von Orlens – Partonopier und Meliur – Wilhelm von Österreich – Die schöne Magelone.&amp;#039;&amp;#039; Schmidt, Berlin 2000, ISBN 3-503-04964-9, S. 88–90.&lt;br /&gt;
* Armin Schulz: &amp;#039;&amp;#039;Spaltungsphantasmen. Erzählen von der »gestörten Mahrtenehe«.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Wolfram-Studien.&amp;#039;&amp;#039; Band 18. Schmidt, Berlin 2004, ISBN 978-3-503-07918-6, S. 233–262.&lt;br /&gt;
* Wei Tang: &amp;#039;&amp;#039;Mahrtenehen in der westeuropäischen und chinesischen Literatur. Melusine, Undine, Fuchsgeister und irdische Männer – eine komparatistische Studie.&amp;#039;&amp;#039; Ergon, Würzburg 2009, ISBN 978-3-89913-687-6 (=&amp;amp;nbsp;Doktorarbeit Universität Erlangen-Nürnberg 2008).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sage, Legende]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BurghardRichter</name></author>
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