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	<title>Mahnmal Lüsekamp - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T15:19:27Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mahnmal_L%C3%BCsekamp&amp;diff=1586234&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Graph Pixel: /* Nach der Hinrichtung */ Ergänzung Bahntransport.</title>
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		<updated>2025-01-19T11:24:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Nach der Hinrichtung: &lt;/span&gt; Ergänzung Bahntransport.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:MahnmalLüsekamp.JPG|hochkant|mini|Das Lüsekamp-Mahnmal, 20 Jahre nach der Errichtung]]&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mahnmal Lüsekamp&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Mahnmal]] im Lüsekamp-Bereich des Elmpter Waldes. Es wurde im September 1996 von Bürgern [[Niederkrüchten]]s errichtet und befindet sich im Grenzwald zwischen der deutschen Ortschaft [[Elmpt]] und der niederländischen Stadt [[Roermond]], in unmittelbarer Nähe der [[Bundesautobahn 52]] und des ehemaligen Flugplatzes der [[Royal Air Force]]. Es erinnert an 14 Männer im Alter zwischen 16 und 48 Jahren, die am 26./27. Dezember 1944 von einem [[Erschießung|Exekutionskommando]] der deutschen [[Wehrmacht]] erschossen wurden. Unter ihnen waren 12 [[Niederlande|niederländische]] Bürger der Stadt Roermond, ein Deutscher und ein [[Polen|Pole]], die sich zuvor versteckt hatten, um nicht [[NS-Zwangsarbeit#Niederlande|zur Zwangsarbeit]] nach Deutschland verschleppt zu werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.liberationroute.com/de/pois/817/monument-for-executed-residents-of-roermond |hrsg=(liberationroute.com) |titel=Denkmal für die Hingerichteten von Roermond |titelerg=Oude Kerkhof in Roermond |zugriff=2025-01-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Mahnmal erinnert auch an 3000 Roermonder, die am 30. Dezember 1944 bei eisiger Kälte in einem Gewaltmarsch von Roermond nach Dülken getrieben wurden und von dort zur Zwangsarbeit deportiert wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zur damaligen Situation ==&lt;br /&gt;
Roermond war seit dem [[Westfeldzug|10. Mai 1940]] von Truppen der Wehrmacht besetzt. Am 21. Oktober 1944 [[Schlacht um Aachen|kapitulierten die Verteidiger von Aachen]]; die Westalliierten hatten nun einen Brückenkopf auf dem rechten [[Maas]]ufer und die [[Kriegsfront|Front]] war nicht mehr weit von Roermond entfernt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. Dezember 1944 rief [[Major]] Ulrich Matthaeas, Kommandant des 1. Bataillons der [[Fallschirmjäger-Regiment Hübner|Kampfgruppe Hübner]] und Orts- oder Abschnittskommandant von Roermond, die männliche Bevölkerung dazu auf, sich bis zum 18. Dezember 17 Uhr zur Ausweiskontrolle zu melden. Er befürchtete, wehrfähige Niederländer könnten seine Truppe rücklings angreifen.  Den Meldepflichtigen war klar, dass sie zum Arbeitseinsatz nach Deutschland deportiert werden sollten. Nur 40 meldeten sich;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.liberationroute.com/de/pois/597/raids-and-betrayal |hrsg=Liberation Route Europe |titel=Razzien und Verrat |zugriff=2025-01-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; es kam zu Razzien und Verhaftungen.&lt;br /&gt;
Unter den Bodendielen in der Wohnung einer Mädchenschule versteckten sich Jungen und Männer; die Einstiegsluke lag unter einem Kleiderschrank. Das Versteck wurde aber verraten; die dort Versteckten wurden verhaftet und kamen vor ein [[Standgericht]] unter Vorsitz des Abschnittskommandanten und wurden allesamt in einem nur 75 Minuten dauernden &amp;#039;&amp;#039;kurzen Prozess&amp;#039;&amp;#039; zum „Tod durch die Kugel“ verurteilt. Sie hatten keinen anwaltlichen Beistand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Matthaeas (1911–1994) geriet am 12. Mai 1945 in US-Kriegsgefangenschaft.  Er wurde am 7. Februar 1947 an die Niederlande [[Auslieferung (Recht)|ausgeliefert]]. Die Niederländer, die ihn in die Niederlande bringen sollten, misshandelten ihn und ließen ihn in Wiesbaden in einem Raum zum Sterben liegen.  Matthaeas überlebte und gelangte so in die Freiheit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1971 fand ein Roermonder Hobby-Historiker heraus, dass Matthaeas noch lebte. Die Staatsanwaltschaft Braunschweig stellte Ermittlungen an. Diese zogen sich bis August 1976 hin; inzwischen waren seine Taten verjährt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.kreis-viersen.de/system/files/dokumente/marcus_klaus_hbv_58_2007_der_tod_im_luesekamp.pdf |titel=Der Tod im Lüsekamp |titelerg=Die standrechtlichen Erschießungen im Grenzwald der Gemeinde Niederkrüchten am 26. und 27. Dezember 1944 |hrsg=Heimatbuch des Kreises Viersen |autor=Klaus Marcus |format=PDF |datum=2007 |zugriff=2025-01-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Hinrichtung der 14 Männer blieb ungesühnt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nach der Hinrichtung ==&lt;br /&gt;
Am 28. Dezember machte der Ortskommandant die Urteile bekannt und rief zugleich die männlichen Einwohner zwischen 16 und 60 Jahren auf, sich zu melden. Wer der Meldepflicht nicht nachkomme und nach dem 30. Dezember ohne gültigen Ausweis in Roermond angetroffen werde, werde sofort erschossen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Daraufhin meldeten sich rund 3000 Roermonder. Sie wurden am 30. Dezember in eisiger Kälte in einem Gewaltmarsch nach [[Dülken]] getrieben, wo sie die Nacht unter freiem Himmel verbringen mussten. Am nächsten Tag wurden sie per Bahntransport zur Zwangsarbeit nach Wuppertal-Vohwinkel gebracht.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Rheinische Post]] 27. Dezember 2016 (Seite C6): &amp;#039;&amp;#039;Erinnerung an die Toten vom Lüsekamp&amp;#039;&amp;#039; ([https://rp-online.de/nrw/staedte/viersen/erinnerung-an-die-toten-vom-luesekamp_aid-21186079 online]). Siehe auch Artikel von Klaus Marcus im &amp;#039;Heimatbuch des Kreises Viersen 2007&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Ingrid Schupetta / [[Villa Merländer|NS-Dokumentationsstelle der Stadt Krefeld]]: [https://villamerlaender.de/2021/06/30/das-mahnmal-im-grenzwald-luesekamp/ &amp;#039;&amp;#039;Das Mahnmal im Grenzwald von Niederkrüchten&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* Rheinische Post: [https://rp-online.de/nrw/staedte/viersen/gedenken-an-krieg-als-mahnung-fuer-zukunft_aid-19084167 &amp;#039;&amp;#039;Online-Bericht vom 2. Januar 2017&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [[Naturpark Schwalm-Nette]] (Homepage): [http://www.npsn.de/index/lang/de/artikel/1360 &amp;#039;&amp;#039;Lüsekamp und Boschbeektal&amp;#039;&amp;#039;] (mit Karte)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
*  Klaus Marcus: &amp;#039;&amp;#039;Der Tod im Lüsekamp – Die standrechtliche Erschießung im Grenzwald der Gemeinde Niederkrüchten am 26. und 27. Dezember 1944&amp;#039;&amp;#039;, in: Heimatbuch des Kreises Viersen 2007, S. 202–221.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gedenkstätte für NS-Opfer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kultur (Niederkrüchten)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Roermond]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Denkmal in Nordrhein-Westfalen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gedenkstein]]&lt;/div&gt;</summary>
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