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	<title>Mahala-Problem-Cigarettes - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-24T03:39:07Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Mahala-Problem-Cigarettes&amp;diff=876285&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schibo: Links hinzu</title>
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		<updated>2025-09-02T10:20:06Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Links hinzu&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Erdt Hans Rudi Moslem.jpg|mini|Werbemarke der Berliner Cigarettenfabrik &amp;#039;&amp;#039;Problem&amp;#039;&amp;#039;. Entwurf [[Hans Rudi Erdt|H. R. Erdt]] um 1908]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mahala-Problem&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; war eine der bekannten [[Berlin]]er [[Zigaretten]]fabriken vor und nach dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]], die eng mit der [[Baukultur|Bau-]] und [[Kulturgeschichte]] der aufstrebenden Weltstadt verknüpft war. Gegründet wurde sie 1889 von Szlama Rochmann in Berlin. 1930 kaufte [[Reemtsma Cigarettenfabriken|Reemtsma]] die &amp;#039;&amp;#039;Problem oHG&amp;#039;&amp;#039; auf und stellte den Betrieb ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehungsgeschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Problem Zigarettenfabrik Berlin.jpg|mini|links|Kunstdruck von Wendisch, Berlin (1920)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:problem 1926 blau.jpg|mini|hochkant|links|Blaue Werbeplakette der Cigarettenfabrik &amp;#039;&amp;#039;Problem&amp;#039;&amp;#039; um 1925, Entwurf Willrab]]&lt;br /&gt;
[[Datei:fabrikgebaeude.jpg|mini|Fabrikationsgebäude der Cigarettenfabrik &amp;#039;&amp;#039;Problem&amp;#039;&amp;#039; Greifswalder Str. 212/213 von 1916]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der jüdische Zigarettenfabrikant Szlama Rochmann (* 17. Juni 1857; † 17. Dezember 1925) gründete 1889 die &amp;#039;&amp;#039;Cigarettenmanufaktur Mahala-Problem&amp;#039;&amp;#039; in der Alexanderstraße 13/22 (Alexanderhof) in Berlin, nachdem sein Bruder Baruch Rochmann (* 1863; † 1926) bereits 1881 die Zigarettenfirma &amp;#039;&amp;#039;Namkori-Phänomen&amp;#039;&amp;#039; von seinem Vater Israel Jacob Rochmann (* 22. Juni 1837; † 31. Juli 1881) übernommen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts beauftragte er verschiedene Werbegrafiker wie [[Louis Oppenheim]], [[Ernst Deutsch-Dryden]], [[Hans Lindenstaedt (Grafiker)|Hans Lindenstaedt]], [[Lucian Bernhard]] mit [[Plakat]]entwürfen. Der deutsche Werbegrafiker [[Hans Rudi Erdt]] machte den [[Fes (Kopfbedeckung)|Fes]] tragenden &amp;#039;&amp;#039;[[Muslim|Moslem]]&amp;#039;&amp;#039; mit den aufsteigenden Qualmringen zum Markenzeichen der &amp;#039;&amp;#039;Problem-Cigaretten&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. März 1914 feierte die &amp;#039;&amp;#039;bekannte Cigarattenfabrik Problem&amp;#039;&amp;#039; ihr 25-jähriges Geschäftsjubiläum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1914 erwarb Szlama Rochmann das Grundstück in der [[Greifswalder Straße]] 212/213 vor dem [[Königstor (Berlin)|Königstor]] in [[Berlin-Prenzlauer Berg|Prenzlauer Berg]] von dem Besitzer einer [[Tierkohle|Beinschwarz- und Knochenkohlefabrik]] Gustav Magnus, um es als Produktionsstandort für seine Firma &amp;#039;&amp;#039;Problem-Cigarettes&amp;#039;&amp;#039; auszubauen. Zwischen 1914 und 1929 ließen er und seine Söhne Produktions- und Lagergebäude von den deutschen jüdischen Architekten [[Moritz Ernst Lesser]] und [[Ernst L. Freud|Ernst Ludwig Freud]] (Sohn [[Sigmund Freud]]s) errichten.&lt;br /&gt;
Die Familie Rochmann mit ihren vier Kindern wohnte auch in der Greifswalder Straße 212/213.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Tod Szlama Rochmanns führten seine beiden Söhne Heinrich und Carl den väterlichen Betrieb im Gewerbehof Greifswalder Straße 212/213 weiter. Die Gräber Szlama Rochmanns, seiner Eltern und seines Bruders Baruch befinden sich auf dem [[Jüdischer Friedhof Berlin-Weißensee|jüdischen Friedhof]] in [[Berlin-Weißensee]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Ende der Cigarettenfabrik Problem ==&lt;br /&gt;
Nach einem schlechten [[Erntejahr]] für türkische [[Tabak]]e, der höheren Besteuerung größerer Lagermengen für Tabak, sowie im Zuge der sich verschärfenden Wirtschaftskrise musste die Familie 1930 erst den Namen und 1932 den gesamten Betrieb an die Hamburger Firma Reemtsma verkaufen. Szlamas Frau Hanna und die drei Söhne zogen in den Westen Berlins. Tochter Erna hatte den Juristen H. Stern geheiratet und lebte am [[Prager Platz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während Heinrich Rochmann um 1934 nach England emigrieren konnte, wurden Carl Rochmann und seine Frau Else 1942 nach [[KZ Auschwitz-Birkenau|Auschwitz]] deportiert und ermordet, nachdem der Familienbesitz 1943 zwangsversteigert worden war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Reemtsma vermietete die Fabrikhallen in der Greifswalder Straße ab 1935 an das [[Reichsarbeitsdienst]] Bekleidungsamt. Aus den Fabrikationssälen wurden Nähsäle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery class=&amp;quot;center&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
 Stolperstein Leibnizstr 19 (Charl) Carl Rochmann.jpg|[[Stolpersteine|Stolperstein]] für Carl Rochmann&lt;br /&gt;
 Stolperstein Leibnizstr 19 (Charl) Else Rochmann.jpg|Stolperstein für Else Rochmann&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Textilproduktion in der Greifswalder Straße 212/213 ==&lt;br /&gt;
[[Datei:treffmod.jpg|mini|hochkant|links|Fassadenwerbung des VEB Treffmodelle Greifswalder Straße 212/213 von 1986]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-09061-0002, Berlin, Greifswalder Straße, Feierabend.jpg|mini|Arbeiter vor dem Gebäude Greifswalder Straße 212/213, 22. Dezember 1950]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Treffmodelle inselstrasse band27 1959 1.jpg|mini|Arbeiterinnen am Band 27 im VEB Treffmodelle in der Inselstr. 2 im Jahr 1959]]&lt;br /&gt;
Nachdem die Bekleidungsfirma &amp;#039;&amp;#039;P. Opalla&amp;#039;&amp;#039; bis nach dem Krieg dort [[Uniform|Polizei- und Wehrmachtsuniformen]] genäht hatte, übernahm der &amp;#039;&amp;#039;VVBB&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;Vereinigte [[Volkseigener Betrieb|Volkseigene Betriebe]] Leichtindustrie Berlin&amp;#039;&amp;#039;) nach Gründung der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] 1948 die Immobilie für den &amp;#039;&amp;#039;[[Fortschritt Herrenbekleidung|VEB Textilbetrieb Fortschritt]]&amp;#039;&amp;#039;. Die vorhandenen Ressourcen wurden zur Herstellung von Herrenbekleidung genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1953 wurde dann in der Greifswalder Straße 212/213 der &amp;#039;&amp;#039;VEB Treffmodelle&amp;#039;&amp;#039; zur Herstellung „schwerer Damen-Oberbekleidung“ (DOB) gegründet, der bis zur [[Wende und friedliche Revolution in der DDR|Wende]] an diesem und drei weiteren Standorten in Berlin produzierte (Wallstraße&amp;amp;nbsp;15, Inselstraße&amp;amp;nbsp;2, Möllendorfstraße).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wurden auch Muster für das [[Modeinstitut der DDR]] in der [[Brunnenstraße (Berlin)|Brunnenstraße]] produziert. Jeweils 40 % der Produktion wurden in die SU (sozialistischen Bruderländer) und in das „NSW“ ([[Nichtsozialistisches Wirtschaftsgebiet]]) exportiert, insbesondere an &amp;#039;&amp;#039;[[Neckermann (Versandhandel)|Neckermann]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Quelle]]&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;[[Otto-Versand]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[Schickedanz]]&amp;#039;&amp;#039;. 20 % gelangten als „BV“ mit Preisaufschlag für die eigene Bevölkerung in den Ladenverkauf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1985 entstand im Rahmen der &amp;#039;&amp;#039;Rekonstruktion&amp;#039;&amp;#039; an der Straße ein sechsgeschossiges Vorderhaus, das erstmals die Lücke im [[Häuserblock|Blockrand]] an der Greifswalder Straße schloss, sowie ein neuer Seitenflügel im Deckenhubverfahren. Der Maschinenpark wurde ebenfalls modernisiert. Rund 800 Produktionsarbeiterinnen waren in der Greifswalder Straße 212/213 tätig. Treffmodelle produzierte noch als &amp;#039;&amp;#039;Greiber-Classicmoden GmbH&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Greifswalder-Berlin)&amp;#039;&amp;#039; der [[West-Berlin]]er Firma &amp;#039;&amp;#039;Max Schröder&amp;#039;&amp;#039; bis 1992 an diesem Standort.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mitte der 1990er-Jahre übernahm die Treuhandliegenschaftsgesellschaft das Grundstück und vermietete die [[Sanierung (Bauwesen)|sanierungsbedürftigen]] Räume an Künstler und kreative [[Unternehmensgründung|Start-up-Unternehmen]] für günstige Mieten. Eine erste Verkaufsanstrengung der TLG scheiterte Mitte der 1990er-Jahre an dem zu hoch angesetzten [[Immobilie]]nwert, der den riesigen Instandhaltungsrückstau und damit verbundene Aufwendungen für die notwendigen Sanierungsmaßnahmen nicht berücksichtigte. Nach dem Musikclub &amp;#039;&amp;#039;Miles&amp;#039;&amp;#039; mietete sich der überregional bekannte &amp;#039;&amp;#039;Magnet-Club&amp;#039;&amp;#039; im Vorderhaus und Seitenflügel ein. Im ehemaligen Tabakspeicher, dem sogenannten „Glashaus“ etablierte sich das &amp;#039;&amp;#039;Theater Eigenreich&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit der [[Kündigung]] der Gewerbemieter im Oktober 2005 stehen die meisten Räume leer. Die Mieterinitiative Treffmodelle hatte 2006 erfolglos versucht gemeinsam mit dem neuen Eigentümer ein nutzerorientiertes Vermietungsmodell zu etablieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der Sanierung der Gebäude um den ersten Hof von 2007 bis 2008 wird der Gewerbehof unter dem [[Marke (Marketing)|Label]] „[[Fabrik]]“ vermarktet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zigarettensorten ==&lt;br /&gt;
* Element&lt;br /&gt;
* Esquire&lt;br /&gt;
* Ethik&lt;br /&gt;
* Kaiserloge&lt;br /&gt;
* Königsloge (ursprünglich Royal-Box)&lt;br /&gt;
* Mahala&lt;br /&gt;
* Moslem&lt;br /&gt;
* National&lt;br /&gt;
* Passant (En Passant)&lt;br /&gt;
* Sokrates&lt;br /&gt;
* Trans&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Jüdisches Museum Berlin]] Sammlung Rochmann, Schenkung von zwei Enkeln und einer Urenkelin von Szlama Rochmann.&lt;br /&gt;
* DEFA-Film &amp;lt;SIE&amp;gt; über die Arbeiterinnen im VEB Treffmodelle von [[Gitta Nickel]] 1970.&lt;br /&gt;
* Prämierte Fotoserie von 1984 mit 12 Porträts von Arbeiterinnen im VEB Treffmodelle der Berliner Fotografin [[Helga Paris]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Quellen ==&lt;br /&gt;
* Forschungsprojekt in Zusammenarbeit mit der [[Humboldt-Universität zu Berlin|HUB]] &amp;#039;&amp;#039;Die Entstehungsgeschichte des Gewerbehofes Greifswalder Straße 212/213 von 1826 bis 2006&amp;#039;&amp;#039; von D. Eberding, Architekt 2006&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.fabrik-berlin.com/ Die Fabrik], Gewerbehof in der Greifswalder Straße 212/213 in Berlin-Prenzlauer Berg&lt;br /&gt;
* Objekte zu [http://objekte.jmberlin.de/person/jmb-pers-188195 Szlama Rochmann] und [https://objekte.jmberlin.de/Suche?f.personId=140071::Cigarettenfabrik%20%22Mahala%22%20und%20%22Problem%22%20Szlama%20Rochmann der Firma Mahala/Problem] im Bestand des Jüdischen Museums Berlin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Coordinate|type=landmark|NS=52.531970|EW=13.427633|region=DE-BE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Reemtsma (Familie)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Unternehmensgründung 1889]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berlin-Prenzlauer Berg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemaliger Tabakwarenhersteller (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Essen und Trinken (Berlin)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schibo</name></author>
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