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	<title>Magnus Gäfgen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-23T05:25:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Magnus_G%C3%A4fgen&amp;diff=438311&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Sprachpfleger: Rechtschreibung</title>
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		<updated>2026-04-11T12:42:43Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Rechtschreibung&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Magnus Gäfgen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[11. April]] [[1975]] in [[Frankfurt am Main]], Name später geändert) wurde im Jahr 2003 wegen der [[Entführung]] und [[Ermordung]] des elfjährigen Bankierssohns Jakob von Metzler zu einer [[Lebenslange Freiheitsstrafe#Deutsches Strafrecht|lebenslangen Freiheitsstrafe]] mit Feststellung der [[Lebenslange Freiheitsstrafe#Gesetzliche Regelung|besonderen Schwere der Schuld]] verurteilt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Gäfgen wuchs als Sohn eines Bauingenieurs&amp;lt;ref name=&amp;quot;urteil1&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.handelsblatt.com/archiv/schuechtern-und-verschlossen-neues-gestaendnis-im-metzler-mordprozess/2239904.html |titel=Handelsblatt am 11. April 2003: Neues Geständnis im Metzler-Mordprozess |abruf=2012-09-28}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und einer Erzieherin in einer Arbeitersiedlung im Frankfurter Stadtteil [[Frankfurt-Sachsenhausen|Sachsenhausen]] auf. Er engagierte sich in seiner Heimatgemeinde [[St. Bonifatius (Frankfurt am Main)|St. Bonifatius]] als [[Jugendleiter|Jugendbetreuer]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.berliner-zeitung.de/archiv/magnus-gaefgens-hat-den-mord-an-jakob-von-metzler-gestanden--aber-das-gilt-nicht--sagt-der-richter-schweigen-gehoert-sich-nicht,10810590,10078974.html |titel=Magnus Gäfgens hat den Mord an Jakob von Metzler gestanden. Aber das gilt nicht, sagt der Richter |datum=2015-09-24 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20150924133358/http://www.berliner-zeitung.de/archiv/magnus-gaefgens-hat-den-mord-an-jakob-von-metzler-gestanden--aber-das-gilt-nicht--sagt-der-richter-schweigen-gehoert-sich-nicht,10810590,10078974.html |abruf=2024-04-19}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein seinerzeit von ihm betreuter Junge und dessen Mutter äußerten später, dass Gäfgen die Zurückweisung und das Ende der Freundschaft mit diesem Jungen nicht akzeptieren konnte und sich auffällig verhielt. Jahre später, während der Verhöre zum Verschwinden Jakob von Metzlers, bezichtigte Gäfgen den Jungen und dessen Bruder als Mittäter.&amp;lt;ref&amp;gt;Interviews in der Dokumentation &amp;quot;Jakob von Metzler – Tod eines Bankiersohns&amp;quot;, Staffel 7, Folge 33 der Reihe &amp;quot;[[Die großen Kriminalfälle]]&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er legte 1995 das [[Abitur]] an der [[Carl-Schurz-Schule]] ab. Anschließend leistete er [[Zivildienst in Deutschland|Zivildienst]] in der Altenpflege. 1996 begann er an der [[Johann Wolfgang Goethe-Universität|Goethe-Universität]] in Frankfurt am Main ein Studium der [[Rechtswissenschaft]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dieser Zeit schloss er sich Jugendlichen an, die aus wohlhabenden Elternhäusern stammten. Er gab vor, selbst wohlhabend zu sein, und verbrauchte dafür auch einen [[Rentenfonds]], den sein Vater für ihn angespart hatte. Er begann eine Beziehung zu einer 15-Jährigen und finanzierte ihr einen Urlaub in [[Florida]]; danach waren seine finanziellen Reserven erschöpft. Über seine Freundin lernte er auch die Schwester seines späteren Entführungsopfers kennen. Mindestens einmal fuhr er mit seinem Auto die Kinder der Bankiersfamilie [[Bankhaus Metzler|von Metzler]] nach Hause. Diesen flüchtigen Kontakt nutzte er später, um sich das Vertrauen des elfjährigen Jakob von Metzler zu erschleichen.&amp;lt;!--&lt;br /&gt;
Zur Namensänderung bitte [[Wikipedia:Artikel über lebende Personen#Personen des öffentlichen Lebens]] beachten! Die Indiskretion in der Zeitung ändert auch nichts daran! --&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entführung und Ermordung Jakob von Metzlers ==&lt;br /&gt;
Um seinen aufwendigen Lebensstil weiterhin finanzieren zu können, entschloss sich Gäfgen, Jakob von Metzler zu entführen und von seinen Eltern ein Lösegeld zu erpressen. Am 27. September 2002 lockte Gäfgen Jakob von Metzler unter dem Vorwand, ihm eine von Jakobs Schwester in seinem Auto vergessene Jacke geben zu wollen, in seine Wohnung und tötete ihn dort. Danach ließ er den Eltern des Jungen ein Erpresserschreiben mit der Forderung nach einer Million Euro Lösegeld zukommen. Die Familie informierte umgehend die Polizei, diese zeigte sich von Anfang an sehr besorgt, da sie einen unerfahrenen Täter vermutete, der im Fall von aus seiner Sicht auftretenden Problemen zu einer Überreaktion neigen würde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch am selben Tag versteckte er die Leiche bei einem Weiher in der Nähe der osthessischen Gemeinde [[Birstein]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;daschner-lgfrankfurt&amp;quot;&amp;gt;[http://www.lg-frankfurt.justiz.hessen.de/irj/servlet/prt/portal/prtroot/slimp.CMReader/HMdJ_15/LG_Frankfurt_Internet/med/acb/acb50880-b973-6411-aeb6-df144e9169fc,22222222-2222-2222-2222-222222222222,true.pdf Presseinformation LG Frankfurt: &amp;#039;&amp;#039;Schriftliche Urteilsgründe in der Strafsache gegen Wolfgang Daschner,&amp;#039;&amp;#039; 15. Februar 2005] ([[PDF]]-Datei 196&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Oberschweinstiege.jpg|miniatur|Ort der Geldübergabe im Entführungsfall Metzler: Straßenbahnhaltestelle Oberschweinstiege im [[Frankfurter Stadtwald]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gäfgen nahm das an einer Straßenbahnhaltestelle bereitgestellte Lösegeld an sich. Er wurde dabei anhand seines Autokennzeichens von der Polizei identifiziert und anschließend beschattet. Nachdem er sich mehrere Stunden lang nicht um sein – von der Polizei als noch lebend vermutetes – Opfer gekümmert, sondern stattdessen einen Neuwagen ([[Mercedes-Benz C-Klasse]]) bestellt und einen gemeinsamen Urlaub auf [[Fuerteventura]] mit seiner Freundin gebucht hatte, wurde er schließlich am 30. September 2002 im Parkhaus des [[Frankfurter Flughafen]]s festgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem Gäfgen in der polizeilichen [[Vernehmung]] den Verbleib und Zustand seines Opfers verschleiert und zwei unbeteiligte Bekannte als angebliche [[Mittäter]] beschuldigt hatte, ordnete der damalige [[Polizeipräsident|Polizeivizepräsident]] Wolfgang Daschner an, durch [[Folter|Gewaltandrohung]] die aus seiner Sicht möglicherweise lebensrettende Aussage zum Aufenthaltsort des Elfjährigen zu erzwingen. Gäfgen machte daraufhin zutreffende Angaben, sodass die Polizei die Leiche des Entführungsopfers finden konnte. Für diese Gewaltandrohung musste sich Daschner später im [[Daschner-Prozess]] strafrechtlich verantworten und wurde infolgedessen zu einer [[Verwarnung mit Strafvorbehalt]] verurteilt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LG%20Frankfurt%2FMain&amp;amp;Datum=20.12.2004&amp;amp;Aktenzeichen=27%20KLs%204%2F04 Landgericht Frankfurt archive.org PDF Strafsache gegen Wolfgang Daschner]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Strafprozess und -vollzug ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 28. Juli 2003 verurteilte das [[Landgericht Frankfurt am Main]] Gäfgen wegen [[Mord (Deutschland)|Mordes]] in [[Tateinheit]] mit [[Erpresserischer Menschenraub|erpresserischem Menschenraub]] mit [[Todesfolge]] und wegen [[Falsche Verdächtigung|falscher Verdächtigung]] in Tateinheit mit [[Freiheitsberaubung]] in zwei Fällen zu einer [[Lebenslange Freiheitsstrafe|lebenslangen Freiheitsstrafe]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;urteil1&amp;quot;&amp;gt;[https://openjur.de/u/168232.html LG Frankfurt am Main, Urteil vom 28. Juli 2003 – 5/22 Ks 2/03 3490 Js 230118/02]&amp;lt;/ref&amp;gt; und stellte dabei die besondere Schwere der Schuld fest, die einer [[Strafaussetzung zur Bewährung|Strafrestaussetzung zur Bewährung]] gemäß {{§|57a|stgb|juris}} [[Strafgesetzbuch (Deutschland)|StGB]] nach der Mindestdauer von 15 Jahren entgegensteht. Die Verurteilung beruhte insbesondere auf seinem Geständnis in der Hauptverhandlung. Seine [[Revision (Recht)|Revision]] vor dem [[Bundesgerichtshof]] wurde am 21. Mai 2004 verworfen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://juris.bundesgerichtshof.de/cgi-bin/rechtsprechung/document.py?Gericht=bgh&amp;amp;Art=pm&amp;amp;nr=29251 Pressemitteilung BGH: &amp;#039;&amp;#039;Urteil gegen Magnus Gäfgen im Entführungsfall Jakob von Metzler rechtskräftig&amp;#039;&amp;#039;] vgl. [http://www.hrr-strafrecht.de/hrr/2/04/2-35-04.php BGH 2 StR 35/04 – Beschluss vom 21. Mai 2004]&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch seine [[Verfassungsbeschwerde (Deutschland)|Verfassungsbeschwerde]] hatte keinen Erfolg: Gäfgen habe nicht genügend begründet, warum der Verfahrensverstoß bei der Vernehmung zwingend auch ein Hindernis für das Strafverfahren nach sich ziehen musste.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bverfg.de/pressemitteilungen/bvg04-114.html Pressemitteilung BVerfG: &amp;#039;&amp;#039;Verfassungsbeschwerde von Magnus Gaefgen erfolglos&amp;#039;&amp;#039;], [http://www.bverfg.de/entscheidungen/rk20041214_2bvr124904.html BVerfG 2 BvR 1249/04 – Beschluss vom 14. Dezember 2004]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2005 veröffentlichte Gäfgen das Buch &amp;#039;&amp;#039;Allein mit Gott – Der Weg zurück&amp;#039;&amp;#039;. Im September 2006 meldete er [[Verbraucherinsolvenzverfahren|Verbraucherinsolvenz]] an. Seit dem 8. Dezember 2012 ist er schuldenfrei.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://rp-online.de/panorama/deutschland/magnus-gaefgen-werden-die-schulden-erlassen_aid-9417581 |titel=Magnus Gäfgen werden die Schulden erlassen |werk=Rheinische Post |datum=2012-12-17 |abruf=2012-12-17}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit November 2012 verbüßt Gäfgen seine Haftstrafe in [[Justizvollzugsanstalt Kassel I|Kassel]]. In der Haft legte Gäfgen das Erste juristische [[Staatsexamen]] ab. Als verurteilter Schwerverbrecher kann er jedoch nicht zum zweiten juristischen Staatsexamen zugelassen werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Jost Müller-Neuhof: [https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/panorama/magnus-gaefgen-ein-bisschen-folter/1849786.html &amp;#039;&amp;#039;Magnus Gäfgen: Ein bisschen Folter&amp;#039;&amp;#039;], [[Der Tagesspiegel]], abgerufen am 29. September 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 2013 wurde Gäfgen in die [[sozialtherapeutische Anstalt]] der [[Justizvollzugsanstalt Kassel II]] verlegt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Göran Schattauer |url=https://www.focus.de/panorama/welt/bewaehrung-abgelehnt-kindermoerder-magnus-gaefgen-weiter-gefaehrlich_id_8363086.html |titel=Kindermörder Magnus Gäfgen weiter gefährlich |titelerg=Gutachten erstellt |werk=Focus Online |datum=2018-01-26 |abruf=2018-09-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Wirkung zum 30. September 2014 änderte Gäfgen seinen Namen; dies soll der [[Resozialisierung]] dienen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Magnus Gäfgen: Kindsmörder ändert seinen Namen&amp;#039;&amp;#039;, [[Frankfurter Neue Presse]] vom 13. Januar 2015.&amp;lt;!-- Quellenlink ist in der Bearbeitungszeile des Edits, weil sie den neuen Namen enthält --&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2017 beantragte er beim [[Landgericht Kassel]] die Aussetzung des Strafrests zur [[Strafaussetzung zur Bewährung#Aussetzung des Strafrestes zur Bewährung|Bewährung]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.faz.net/agenturmeldungen/dpa/jakob-von-metzlers-moerder-will-auf-bewaehrung-freikommen-15144188.html |wayback=20170809224712 |text=&amp;#039;&amp;#039;Jakob von Metzlers Mörder will auf Bewährung freikommen&amp;#039;&amp;#039;}}. In: &amp;#039;&amp;#039;faz.net&amp;#039;&amp;#039;. 9. August 2017.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im vom Gericht bestellten Prognosegutachten kam [[Psychiater]] Georg Stolpmann zu dem Schluss, dass Gäfgen weiterhin eine Gefahr für die Gesellschaft darstelle, und empfahl daher, dem Antrag nicht stattzugeben. Dieser Ansicht schloss sich die JVA-Leiterin an; die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main empfahl, Gäfgen nicht zu entlassen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.hna.de/kassel/magnus-gaefgen-keine-vorzeitige-entlassung-kindsmoerders-9561381.html |titel=Keine vorzeitige Entlassung von Kindsmörder Magnus Gäfgen |werk=hna.de |datum=2018-01-26 |zugriff=2018-09-21}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Januar 2018 stellte dieser einen [[Befangenheitsantrag]] gegen den Sachverständigen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fnp.de/hessen/kindermoerder-stellt-befangenheitsantrag-gegen-psychiatrischen-gutachter-10417602.html Prozess: Kindermörder stellt Befangenheitsantrag gegen psychiatrischen Gutachter]&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Landgericht Kassel setzte im Mai 2019 eine Mindestverbüßungsdauer von 23 Jahren – bis September 2025 – fest.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.tagesspiegel.de/gesellschaft/entlassung-abgelehnt-morder-des-elfjahrigen-jakob-von-metzler-noch-bis-mindestens-2025-in-haft-8671234.html |titel=Entlassung abgelehnt: Mörder des elfjährigen Jakob von Metzler noch bis mindestens 2025 in Haft |werk=[[Tagesspiegel]] |hrsg= |datum=2022-09-22 |abruf=2022-09-22}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Da Gäfgen seinen Antrag auf Aussetzung des Strafrests zur Bewährung im Oktober 2025 zurückzog, bevor über ihn entschieden worden war, wird eine Entlassung derzeit nicht geprüft.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.faz.net/aktuell/rhein-main/kassel-moerder-von-jakob-von-metzler-bleibt-weiterhin-in-haft-accg-110765960.html |titel=Kassel: Mörder von Jakob von Metzler bleibt weiterhin in Haft |datum=2025-11-05 |sprache=de |abruf=2025-11-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weitere Gerichtsverfahren ==&lt;br /&gt;
=== Verfahren vor dem EGMR ===&lt;br /&gt;
Im Juni 2005 legte Gäfgen Beschwerde beim [[Europäischer Gerichtshof für Menschenrechte|Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte]] (EGMR) ein, um die [[Wiederaufnahme des Verfahrens]] zu erreichen. Er berief sich auf eine Verletzung der {{Art.|3|MRK|dejure}} [[Europäische Menschenrechtskonvention|EMRK]] (Folter- und Misshandlungsverbot) und {{Art.|6|MRK|dejure}} EMRK (faires Verfahren). Nach Auffassung Gäfgens wurde die Folterdrohung im späteren Strafverfahren gegen ihn nicht ausreichend berücksichtigt. Das Verfahren hätte wegen der Folterdrohung eingestellt werden müssen. Er sei ein Folteropfer. Darüber hinaus seien durch sein Geständnis Beweismittel erlangt worden, die nur infolge dieser Aussagen von den Behörden hätten sichergestellt und verwertet werden können (vgl. [[Früchte des vergifteten Baumes]]). Dies verletze seinen [[Recht auf ein faires Verfahren|Anspruch auf ein faires Verfahren]].&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hrr-strafrecht.de/hrr/egmr/05/22978-05.php &amp;#039;&amp;#039;EGMR Nr. 22978/05 (Fünfte Sektion) – Zulässigkeitsentscheidung vom 10. April 2007 (Gäfgen gegen Deutschland)&amp;#039;&amp;#039;, HRRS 2007 Nr. 566, hrr-strafrecht.de] ([http://cmiskp.echr.coe.int/ HUDOC])&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 30. Juni 2008 wies der EGMR die Beschwerde Gäfgens als unbegründet zurück.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.hrr-strafrecht.de/hrr/egmr/05/22978-05-1.php EGMR Nr. 22978/05 – Urteil der 5. Kammer vom 30. Juni 2008 (Gäfgen vs. Deutschland)]&amp;#039;&amp;#039;, HRRS 2008 Nr. 627, hrr-strafrecht.de ([http://cmiskp.echr.coe.int/ HUDOC])&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Gerichtshof urteilte mit 6 zu 1 Stimmen, dass Gäfgen zwar Opfer einer Verletzung von {{Art.|3|MRK|dejure}} EMRK (Verbot der Folter und unmenschlicher oder erniedrigender Behandlung) geworden sei, den Opferstatus bei Einleitung des Verfahrens vor dem EGMR aber verloren habe, weil die deutschen Gerichte – allen voran das Bundesverfassungsgericht – die Vernehmungsmethode als Verstoß gegen {{Art.|3|MRK|dejure}} EMRK anerkannt hätten, die beiden Polizeibeamten strafrechtlich verurteilt worden waren und das durch verbotene Vernehmungsmethoden erlangte Geständnis im Strafverfahren nicht gegen Gäfgen verwertet wurde. Ein Verstoß gegen {{Art.|6|MRK|dejure}} EMRK (Recht auf ein faires Verfahren) wurde nicht festgestellt; denn die Verurteilung stützte sich auf ein späteres Geständnis des Mörders. Er hatte dieses vor Gericht abgegeben, nachdem er darüber belehrt worden war, dass alle früheren Aussagen nicht gegen ihn verwendet werden dürfen. Außerdem hatte Gäfgen bei seinem neuen Geständnis angegeben, er lege dieses freiwillig ab, aus Reue und um Verantwortung für sein Verbrechen zu übernehmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegen diese Entscheidung rief Gäfgens Anwalt die mit 17 Richtern besetzte Große Kammer des EGMR an,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.echr.coe.int/Pages/home.aspx?p=hearings&amp;amp;w=2297805_18032009&amp;amp;language=lang Webcast der Verhandlung vom 18. März 2009 (englisch)]&amp;lt;/ref&amp;gt; die am 1. Juni 2010 den Entscheid fällte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://cmiskp.echr.coe.int/tkp197/view.asp?action=html&amp;amp;documentId=868979&amp;amp;portal=hbkm&amp;amp;source=externalbydocnumber&amp;amp;table=F69A27FD8FB86142BF01C1166DEA398649 Pressemitteilung des Gerichtshofs vom 1. Juni 2010]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie betonte, dass die Drohungen gegen Gäfgen zwar keine Folter, aber eine durch {{Art.|3|MRK|dejure}} EMRK gleichfalls verbotene unmenschliche Behandlung war. Im Gegensatz zur Vorinstanz war aber die Große Kammer der Auffassung, dass Gäfgen weiterhin geltend machen könne, das Opfer eines Verstoßes gegen {{Art.|3|MRK|dejure}} EMRK zu sein, denn die beteiligten Polizeibeamten seien nur zu einer geringen Geldstrafe verurteilt worden. Weiterhin sei das von Gäfgen angestrengte Amtshaftungsverfahren nach über drei Jahren noch immer nicht abgeschlossen. Gäfgen erzielte insofern teilweise einen Erfolg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sein Hauptziel erreichte Gäfgen jedoch nicht, denn die Große Kammer teilte die Einschätzung der Vorinstanz, dass das Recht Gäfgens auf ein faires Verfahren nicht verletzt worden sei. Gäfgen könne kein neues Strafverfahren oder die [[Wiederaufnahme des Verfahrens#Deutschland|Wiederaufnahme]] seines Strafverfahrens fordern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Landgericht Darmstadt]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.lto.de/de/html/nachrichten/4911/lg-darmstadt-fall-gaefgen-wird-nicht-neu-aufgerollt/ Fall Gäfgen wird nicht neu aufgerollt]&amp;lt;/ref&amp;gt; und das [[Oberlandesgericht Frankfurt am Main]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/PANORAMA/Niederlage-fuer-Kindsmoerder-Gaefgen-artikel8035375.php | wayback=20121014115311 | text=Niederlage für Kindsmörder Gäfgen}}&amp;lt;/ref&amp;gt; lehnten die Wiederaufnahme des Prozesses gegen Magnus Gäfgen ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Amtshaftungsprozess gegen das Land Hessen ===&lt;br /&gt;
Im Dezember 2005 verklagte Gäfgen das [[Hessen|Bundesland Hessen]] auf Zahlung einer Entschädigung von mindestens 10.000 Euro. [[Prozesskostenhilfe]] wurde zunächst vom Landgericht wie auch vom Oberlandesgericht Frankfurt mangels ausreichender Erfolgsaussicht der Klage verweigert,&amp;lt;ref&amp;gt;LG Frankfurt/Main, 2-04 O 521/05, Beschluss vom 28. August 2006, [http://www.lg-frankfurt.justiz.hessen.de/irj/servlet/prt/portal/prtroot/slimp.CMReader/HMdJ_15/LG_Frankfurt_Internet/med/987/98770880-b973-6411-aeb6-df144e9169fc,22222222-2222-2222-2222-222222222222,true.pdf Presseinformation] (PDF-Datei; 91&amp;amp;nbsp;kB)&amp;lt;/ref&amp;gt; bis das [[Bundesverfassungsgericht]] mit Beschluss vom 19. Februar 2008 entschied,&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesverfassungsgericht.de/entscheidungen/rk20080219_1bvr180707.html BVerfG 1 BvR 1807/07, Beschluss vom 19. Februar 2008]&amp;lt;/ref&amp;gt; dass sie zu bewilligen sei, weil es um schwierige Rechtsfragen gehe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 4. August 2011 sprach das Landgericht Gäfgen eine [[Entschädigung]] von 3000 Euro zu,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://openjur.de/u/168419.html LG Frankfurt am Main, Urteil vom 4. August 2011 Az. 2-04 O 521/05]&amp;lt;/ref&amp;gt; jedoch kein [[Schmerzensgeld]]. Beamte des Landes hätten die [[Menschenwürde]] des Klägers „in eklatanter Weise schuldhaft verletzt“. Nachdem das beklagte Land Hessen Berufung eingelegt hatte, schlug das Oberlandesgericht Frankfurt einen Vergleich vor. Demnach sollte das Land statt einer Entschädigung an Gäfgen 2000 Euro an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Gäfgen stimmte dem Vorschlag zu. Das Land Hessen lehnte den Vorschlag zwar nicht ausdrücklich ab, ließ aber die Erklärungsfrist verstreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.sueddeutsche.de/panorama/folterdrohung-gegen-metzler-entfuehrer-streit-um-schadenersatz-fuer-gaefgen-geht-in-die-naechste-runde-1.1452886 Streit um Schadenersatz für Gäfgen geht in die nächste Runde (Süddeutsche Zeitung, 29. August 2012)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/panorama/welt/verurteilter-kindsmoerder-neues-verfahren-wegen-entschaedigung-fuer-gaefgen_aid_808457.html Neues Verfahren wegen Entschädigung für Gäfgen (focus.de am 29. August 2012)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Urteil vom 10. Oktober 2012 wies das Oberlandesgericht Frankfurt am Main die Berufung des beklagten Landes Hessen zurück. Die Revision wurde nicht zugelassen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv | url=http://www.olg-frankfurt.justiz.hessen.de/irj/OLG_Frankfurt_am_Main_Internet?rid=HMdJ_15/OLG_Frankfurt_am_Main_Internet/nav/d44/d4471596-ad85-e21d-0648-71e2389e4818,6c24908f-c184-a31f-012f-312b417c0cf4,,,11111111-2222-3333-4444-100000005004%26_ic_uCon_zentral=6c24908f-c184-a31f-012f-312b417c0cf4%26overview=true.htm | wayback=20131202231519 | text=Oberlandesgericht Frankfurt am Main bestätigt Geldentschädigung für Magnus G. wegen verbotener Vernehmungsmethoden}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Obwohl das Urteil ausdrücklich die Zahlung an Gäfgen anordnete, erhob auch der [[Insolvenzverwalter]] Gäfgens für die [[Insolvenzmasse]] Anspruch auf die Entschädigung, um damit eine [[Nachtragsverteilung]] an die Gläubiger Gäfgens durchzuführen. Das Land Hessen [[Hinterlegung (Verzug)|hinterlegte]] die Entschädigung daraufhin bei der Hinterlegungsstelle des [[Amtsgericht Frankfurt am Main|Amtsgerichts Frankfurt/Main]].&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Insolvenzverwalter will Gäfgens Geld&amp;#039;&amp;#039; [https://www.fr.de/politik/insolvenzverwalter-will-gaefgens-geld-11378316.html fr-online.de vom 10. Januar 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem Anfang September 2013 bekannt gewordenen Urteil lehnte das Amtsgericht Frankfurt die Forderung des Insolvenzverwalters ab und sprach die Entschädigung Gäfgen zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.fr.de/politik/kindermoerder-gaefgen-bekommt-geld-11056157.html Mordfall Metzler: Kindermörder Gäfgen bekommt Geld. fr-online vom 3. September 2013]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Gäfgen-Stiftung“ ==&lt;br /&gt;
Eine von Gäfgen geplante [[Stiftung]] „zur Unterstützung von Kindern, die Opfer einer Straftat wurden“, wurde von der zuständigen Aufsichtsbehörde der [[Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion]] [[Trier]] im August 2006 abgelehnt, da die Stiftungsgründung gegen „das Anstandsdenken aller gerecht denkenden Menschen“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.presseportal.de/story.htx?nr=921717&amp;amp;ressort=2 Pressemitteilung des Weißen Rings: &amp;#039;&amp;#039;Aus Opfersicht nicht nachvollziehbar / Weißer Ring kritisiert zynisches Hick-Hack um Gäfgen-Stiftung,&amp;#039;&amp;#039; 2. Januar 2007]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.welt.de/print-welt/article706034/Kindesmoerder-darf-Stiftung-gruenden.html WELT online: &amp;#039;&amp;#039;Kindesmörder darf Stiftung gründen,&amp;#039;&amp;#039; 3. Januar 2007]&amp;lt;/ref&amp;gt; und damit gegen die [[Gute Sitten|guten Sitten]] verstoße.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 2007 ließ die Behörde nach einer Vorabprüfung neu eingereichter Unterlagen, denen zufolge Gäfgen nicht Namensgeber sein werde, die geplante [[Satzung (Privatrecht)|Satzung]] keinen Bezug auf ihn nimmt und er die Stiftung nicht nach außen vertreten soll, verlauten, dass gegen diese Stiftung keine rechtlichen Bedenken mehr bestünden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://www.add.rlp.de/icc/ADD/nav/e70/e70609df-1078-9621-67c9-3921072e13d6%26sel_uCon%3Da7c5c052-fb85-f01b-e592-6a90fb0e2236%26uTem%3Daaaaaaaa-aaaa-aaaa-aaaa-000000000042.htm |wayback=20140313015119 |text=Pressemitteilung der ADD Trier: &amp;#039;&amp;#039;„Magnus-Gäfgen-Stiftung“ durch ADD nicht anerkannt,&amp;#039;&amp;#039; 2. Januar 2007}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Simone Kaiser |Titel=SPIEGEL exklusiv: Behörde verbietet Gäfgen-Stiftung |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2006-08-22 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/panorama/spiegel-exklusiv-behoerde-verbietet-gaefgen-stiftung-a-432978.html |Abruf=2025-07-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=Genehmigung: Kindermörder Gäfgen darf Stiftung gründen |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2007-01-01 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/panorama/justiz/genehmigung-kindermoerder-gaefgen-darf-stiftung-gruenden-a-457292.html |Abruf=2025-07-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der seinerzeit zuständige rheinland-pfälzische Innenminister [[Karl Peter Bruch]] hatte klargestellt, dass die Stiftung nicht genehmigt werde, „wenn die Person Gäfgen irgendeine Rolle dabei spielen“ sollte. [[Der Spiegel]] zitiert in der Ausgabe 2/2007 Bruch mit den Worten: „Ein Engagement Gäfgens verstößt eindeutig gegen die guten Sitten, und eine solche Stiftung akzeptieren wir niemals. Notfalls müssen sie uns vor das Verwaltungsgericht ziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=50109959|Titel=Keine Stiftung mit Gäfgen|Autor=|Jahr=2007|Nr=2|Seiten=15|Datum=2007-01-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Seit Juni 2008 wird das Projekt nach Presseberichten nicht weiterverfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Christian Rath |Titel=Wie sich Magnus Gäfgen als Opfer stilisiert: Ein wehrhafter Mörder |Sammelwerk=Die Tageszeitung: taz |Datum=2008-06-30 |ISSN=0931-9085 |Online=https://taz.de/Wie-sich-Magnus-Gaefgen-als-Opfer-stilisiert/!19502/ |Abruf=2025-07-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verfilmungen, Podcast und Bücher ==&lt;br /&gt;
Der Fall Gäfgen diente als Vorlage für zwei Fernsehfilme. Die [[ARD]] sendete am 29. März 2006 das Kriminaldrama &amp;#039;&amp;#039;Eine Frage des Gewissens&amp;#039;&amp;#039; des Regisseurs [[Thomas Bohn (Regisseur)|Thomas Bohn]]. Knapp einen Monat später folgte das [[ZDF]] am 22. April 2006 mit der vierten Folge der Krimiserie &amp;#039;&amp;#039;[[Kommissarin Lucas]]&amp;#039;&amp;#039;. Gegen die Ausstrahlung des letztgenannten, stärker am Tatgeschehen orientierten Films, wehrte sich Gäfgen erfolglos vor dem [[Landgericht Koblenz]].&amp;lt;ref&amp;gt;LG Koblenz, Urteil vom 2. Juni 2006 – Az.: 13 O 4/06, NJW 2007, 695, [https://www.telemedicus.info/urteile/Allgemeines-Persoenlichkeitsrecht/Personen-der-Zeitgeschichte/Straftaeter/434-LG-Koblenz-Az-13-O-406-Ausstrahlung-eines-Films-ueber-einen-Straftaeter.html online]&amp;lt;/ref&amp;gt; Darüber hinaus war der Fall mehrfach Thema von Dokumentationen. So sendete das ZDF am 26. Juli 2007 &amp;#039;&amp;#039;Der Mordfall Jakob von Metzler. Ein Verbrechen und seine Folgen&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.presseportal.de/pm/7840/837843 |titel=ZDF-Programmhinweis / Mittwoch, 26. Juli 2006, 22.45 Uhr / Der Mordfall Jakob von Metzler / Ein Verbrechen und seine Folgen |datum=2006-06-20 |sprache=de |abruf=2025-07-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie am 24. September 2012 den „halb-dokumentarischen Spielfilm“&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.handelsblatt.com/unternehmen/banken/mordfall-jakob-von-metzler-die-verdrehte-frage-nach-der-schuld/7164860.html Die verdrehte Frage nach der Schuld.] Handelsblatt Online am 24. September 2012&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;[[Der Fall Jakob von Metzler]]&amp;#039;&amp;#039; mit [[Johannes Allmayer]] in der Rolle des Magnus Gäfgen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fr.de/frankfurt/dilemma-mordfall-metzler-11332307.html |titel=Das Dilemma im Mordfall Metzler |datum=2019-01-19 |sprache=de |abruf=2025-07-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der ARD wurde der Fall am 1. Dezember 2008 in einer Folge der Serie &amp;#039;&amp;#039;[[Die großen Kriminalfälle]]&amp;#039;&amp;#039; thematisiert.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.daserste.de/information/reportage-dokumentation/die-grossen-kriminalfaelle/sendung/2008/jakob-von-metzler-tod-eines-bankiersohns-100.html |titel=Jakob von Metzler - Sendungs A bis Z - ARD {{!}} Das Erste |sprache=de |abruf=2025-07-29}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch die 2005 erstmals ausgestrahlte [[Tatort (Fernsehreihe)|Tatort]]-Folge [[Tatort: Leerstand|&amp;#039;&amp;#039;Leerstand&amp;#039;&amp;#039;]] weist Parallelen zu dem Fall auf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im August 2010 wurde ein Buchprojekt von Ortwin Ennigkeit, einem der am Verhör Gäfgens beteiligten Polizeibeamten, gestoppt. Der Frankfurter Polizeipräsident [[Achim Thiel (Jurist)|Achim Thiel]] begründete dies mit einem möglichen Verrat von [[Dienstgeheimnis]]sen. Der herausgebende [[Heyne Verlag]] wartete den Ausgang des Amtshaftungsprozesses ab.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=http://www.fr-online.de/politik/gaefgen-prozess-falsche-aussagen-vor-gericht-,1472596,8718672.html| titel=Frankfurter Rundschau am 28. Juli 2011: Falsche Aussagen vor Gericht?| abruf=2013-02-14| archiv-url=https://web.archive.org/web/20140312213641/http://www.fr-online.de/politik/gaefgen-prozess-falsche-aussagen-vor-gericht-,1472596,8718672.html| archiv-datum=2014-03-12 }}&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Buch erschien am 12. September 2011.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.randomhouse.de/ebook/Um-Leben-und-Tod/Ortwin-Ennigkeit/e353494.rhd|titel=Bucherscheinung im Heyne Verlag|abruf=2016-09-20}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
2019 wurde der Mordfall in der Folge &amp;#039;&amp;#039;Der Kindsmörder&amp;#039;&amp;#039; des Podcasts &amp;#039;&amp;#039;Verurteilt!&amp;#039;&amp;#039; vom [[Hessischer Rundfunk|Hessischen Rundfunk]] thematisiert, der auch als Video auf [[YouTube]] veröffentlicht wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.hessenschau.de/panorama/gerichtspodcast-im-video-10-der-kindsmoerder,10folge-verurteilt-100.html &amp;#039;&amp;#039; Gerichtspodcast im Video (10) Verurteilt! Der Kindsmörder&amp;#039;&amp;#039;], [[hessenschau.de]], 26. September 2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=45_YU8ipe2E &amp;#039;&amp;#039;Der Kindsmörder | Verurteilt! - Der Gerichtspodcast&amp;#039;&amp;#039;], YouTube-Kanal [[hr-fernsehen]]&amp;lt;!-- sic! --&amp;gt;, 26. September 2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 3. Januar 2021 wurde der Fernsehfilm-Zweiteiler &amp;#039;&amp;#039;[[Ferdinand von Schirach: Feinde]]&amp;#039;&amp;#039; nach &amp;#039;&amp;#039;Der Feind&amp;#039;&amp;#039; von [[Ferdinand von Schirach]] als Fernsehevent im [[Das Erste|Ersten]] und zeitgleich in allen [[Drittes Fernsehprogramm|Dritten Fernsehprogrammen]] aus zwei Perspektiven ausgestrahlt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.degeto.de/film/ferdinand-von-schirach-feinde-das-gestaendnis/ Fernseh-Event 20:15 Uhr] degeto.de, abgerufen am 4. Januar 2021&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Fernsehprojekt beruht auf dem realen Entführungsfall &amp;#039;&amp;#039;Jakob von Metzler&amp;#039;&amp;#039; und der Auseinandersetzung mit Folter.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ndr.de/kultur/film/Feinde-in-der-ARD-Ein-Fall-zwei-Perspektiven,feinde124.html &amp;quot;Feinde&amp;quot; in der ARD: Ein Fall - zwei Perspektiven] ndr.de, abgerufen am 4. Januar 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der 18. Folge des Business-Insider Podcast &amp;#039;&amp;#039;Macht und Millionen&amp;#039;&amp;#039; erschien die Folge &amp;#039;&amp;#039;Der Fall Jakob von Metzler&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://macht-und-millionen.podigee.io/18-jakob-von-metzler &amp;quot;Macht und Millionen - #18 Der Fall Jakob von Metzler&amp;quot;] podigee.io, abgerufen am 5. April 2023&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im [[SWR]] [[True Crime (Genre)|True Crime]] Podcast &amp;#039;&amp;#039;Sprechen wir über Mord?!&amp;#039;&amp;#039; erschien am 15. August 2022 die Folge &amp;#039;&amp;#039;Ein bisschen Folter – Der Fall Gäfgen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle | url=https://www.ardaudiothek.de/episode/sprechen-wir-ueber-mord/ein-bisschen-folter-true-crime-der-fall-gaefgen/swr-kultur/10737891/ |titel=Sprechen wir über Mord?! - Ein bisschen Folter - True Crime: Der Fall Gäfgen |abruf=2024-07-24}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dort bespricht der Journalist [[Holger Schmidt (Journalist, 1971)|Holger Schmidt]] den Fall mit Richter [[Thomas Fischer (Jurist)|Thomas Fischer]], der am Bundesgerichtshof mit dessen Revision befasst war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften ==&lt;br /&gt;
* Magnus Gäfgen: &amp;#039;&amp;#039;Allein mit Gott – Der Weg zurück.&amp;#039;&amp;#039; Atlantic-Millenium-Press&amp;lt;!--auch im Katalog der Deutschen Bibliothek &amp;quot;Millenium&amp;quot; geschrieben anstatt richtig &amp;quot;Millennium&amp;quot;, anscheinend schreibt sich der Verlag so--&amp;gt;, Bendorf 2005, ISBN 3-00-017114-2.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* {{Literatur|Autor=Adrienne Lochte|Titel=Sie werden dich nicht finden. Der Fall Jakob von Metzler| Verlag=Droemer/Knaur|Ort=München|Jahr=2004|ISBN=3-426-27345-4}}&lt;br /&gt;
* {{cite web|author=Alexander Martin Pfleger|url=http://www.literaturkritik.de/public/rezension.php?rez_id=10733&amp;amp;ausgabe=200706|title=Das Eriwan-Dilemma · Magnus Gäfgens Aufzeichnungen „Allein mit Gott. Der Weg zurück“|publisher=[[literaturkritik.de]]|date=2007-06|accessdate=2009-09-05}}&lt;br /&gt;
* {{cite web|title=Zurück zur Schuld|publisher=[[Tagesspiegel]], Berlin|date=2008-12-01|url=http://www.tagesspiegel.de/zeitung/magnus-gaefgen-zurueck-zur-schuld/1829714.html|author=Bernhard von Becker|accessdate=2009-09-05}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur | Autor=Ortwin Ennigkeit, Barbara Höhn | Titel=Um Leben und Tod : Wie weit darf man gehen, um das Leben eines Kindes zu retten? Der Fall Jakob von Metzler – Protokoll eines Verbrechens | Verlag=Heyne | Ort=München | Jahr=2011 | ISBN=978-3-453-17216-6 }}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|130843571}}&lt;br /&gt;
* {{IMDb|nm7952069}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references responsive /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=130843571|LCCN=no2008049284|VIAF=62663752}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Gafgen, Magnus}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entführer]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kriminalfall 2002]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erpressungsfall]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Mordfall)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Literatur (Deutsch)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1975]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Gäfgen, Magnus&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutscher Mörder&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=11. April 1975&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=&lt;br /&gt;
|STERBEORT=&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Sprachpfleger</name></author>
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