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	<title>Magnesiummangel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T07:55:45Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Magnesiummangel&amp;diff=798218&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Chhelp: /* Prophylaxe und Behandlung */ Beleg 15 mit Aussage, dass Magnesium nicht belegt ist für Muskelkrämpfe.</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Magnesiummangel&amp;diff=798218&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-03-09T13:47:03Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Prophylaxe und Behandlung: &lt;/span&gt; Beleg 15 mit Aussage, dass Magnesium nicht belegt ist für Muskelkrämpfe.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel| behandelt Magnesiummangel bei Menschen. Zu Mangelerscheinungen bei Pflanzen siehe [[Chlorose]]. Zu Mangelerscheinungen beim Rind siehe [[Weidetetanie]].}}&lt;br /&gt;
{{Infobox ICD&lt;br /&gt;
| 01-CODE = &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E61&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 01-BEZEICHNUNG = &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mangel an sonstigen Spurenelementen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 02-CODE = E61.2&lt;br /&gt;
| 02-BEZEICHNUNG = Magnesiummangel&lt;br /&gt;
| 03-CODE = &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;E83&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 03-BEZEICHNUNG = &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Störungen des Mineralstoffwechsels&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
| 04-CODE = E83.4&lt;br /&gt;
| 04-BEZEICHNUNG = Störungen des Magnesiumstoffwechsels&amp;lt;br /&amp;gt;Hypermagnesiämie&amp;lt;br /&amp;gt;Hypomagnesiämie&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
{{Infobox International Classification of Diseases 11&lt;br /&gt;
| Code-01 = 5C64.41&lt;br /&gt;
| Data-01 = Hypomagnesiämie&lt;br /&gt;
| Code-02 = KB61.0&lt;br /&gt;
| Data-02 = Hypomagnesiämie beim Neugeborenen&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Magnesiummangel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet man einen Mangel an [[Magnesium]] im menschlichen Körper, der sich in verminderter Magnesiumkonzentration im Blut äußert (medizinisch: Hypomagnesiämie). Ein Magnesiummangel kann aus verschiedenen Gründen auftreten. Magnesium ist für den Menschen lebenswichtig. Es ist an vielen Stoffwechselvorgängen beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursachen für Magnesiummangel ==&lt;br /&gt;
Magnesiummangel entsteht durch zu geringe Aufnahme mit der Nahrung, durch verminderte Absorption im Darm oder durch zu intensive Ausscheidung über Nieren und Haut.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den möglichen Ursachen eines Magnesiummangels gehören auch&lt;br /&gt;
* einseitige Kostformen (Diäten),&lt;br /&gt;
* zu geringe Nahrungszufuhr (insbesondere im Alter) oder&lt;br /&gt;
* erhöhter Bedarf infolge von Belastungen, Stress, Sport und Schwangerschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenfalls möglich sind genetische Ursachen, die den Aufnahmemechanismus ([[Magnesiumresorption]]) im Darm oder die Magnesium-Wiederaufnahme (Rückresorption) in der Niere beeinträchtigen ([[Familiäre Primäre Hypomagnesiämie]]) wie das [[Meier-Blumberg-Imahorn-Syndrom]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den sekundären Ursachen gehören verschiedene Erkrankungen, die zu einer Verschlechterung der Magnesiumbilanz im Körper beitragen:&lt;br /&gt;
* Alkoholismus,&lt;br /&gt;
* chronische Darmerkrankungen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Zöliakie]], [[Kurzdarmsyndrom]], [[Malabsorptionssyndrom]]),&lt;br /&gt;
* chronische Nierenerkrankungen bzw. Nierenschädigung durch [[Gentamicin]], [[Cisplatin]], [[Ciclosporin]],&lt;br /&gt;
* Diabetes.&amp;lt;ref name=&amp;quot;VierlingKinetik&amp;quot;&amp;gt;[https://doi.org/10.1007/BF03042649 W. Vierling: &amp;#039;&amp;#039;Bemerkungen zur Kinetik und zu extrazellulären Wirkungen von Kalium und Magnesium.&amp;#039;&amp;#039;] In: &amp;#039;&amp;#039;Herz&amp;#039;&amp;#039;. Band 22, Supplement 1, 1997, S. 3–10, [[doi:10.1007/BF03042649]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch verschiedene Medikamente führen zu Magnesiumverlusten (z.&amp;amp;nbsp;B. wassertreibende Mittel (&amp;#039;&amp;#039;[[Diuretikum|Diuretika]]&amp;#039;&amp;#039;), [[Antibiotikum|Antibiotika]], [[Chemotherapie|Chemotherapeutika]], [[Roter Fingerhut|Digitalis]] und [[Protonenpumpenhemmer]]).&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.fda.gov/drugs/drugsafety/ucm245011.htm |titel=FDA Drug Safety Communication: Low magnesium levels can be associated with long-term use of Proton Pump Inhibitor drugs (PPIs) |hrsg=FDA.gov |abruf=2017-11-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;VierlingKinetik&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Magnesium ist zu 99 % intrazellulär lokalisiert. Das bedeutet, dass der gemessene Blutspiegel den Magnesium-Pool des Körpers nur unzureichend widerspiegelt, und erklärt, warum eine isolierte Blutspiegel-Messung einen Magnesiummangel oft weder beweisen noch widerlegen kann (es sei denn, es liegt ein klinisch sofort behandlungsbedürftiger Fall vor, bei dem die Körperspeicher aufgebraucht sind, etwa durch langandauernde extreme Fehlernährung oder Alkoholismus).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine unzureichende [[Vitamin D#Aktivierung von 25(OH)Vitamin D3 zu Calcitriol|Vitamin D]]-Versorgung hemmt die Bildung einer renalen Rückkopplungsschleife zur Aufrechterhaltung der [[Magnesium#Magnesium-Homöostase beim Menschen|Magnesium-Homöostase]] in den Körperzellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auswirkungen von Magnesiummangel ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Magnesiummangel verursacht aufgrund der zahlreichen Körperfunktionen des Magnesiums meist mehrere Symptome gleichzeitig, so dass man von einem Magnesiummangelsyndrom (auch als Hypomagnesiämiesyndrom bezeichnet) spricht. Zu den vielschichtigen Symptomen zählen:&lt;br /&gt;
* [[Krampf|Muskelkrämpfe]] (u.&amp;amp;nbsp;a. [[Wadenkrampf|Wadenkrämpfe]], Krämpfe der Kaumuskulatur)&lt;br /&gt;
* [[Muskelzucken]] ([[Benigne Faszikulation]], z.&amp;amp;nbsp;B. [[Lidzucken]])&lt;br /&gt;
* [[Reizbarkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Müdigkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Unwohlsein und Ermüdung|rasche Erschöpfbarkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Nervosität|innere Unruhe]]&lt;br /&gt;
* kalte [[Fuß|Füße]]&lt;br /&gt;
* [[Kopfschmerz]]en&lt;br /&gt;
* Mattigkeit und Energielosigkeit&lt;br /&gt;
* [[Geräusch#Störwirkung|Geräuschüberempfindlichkeit]]&lt;br /&gt;
* [[Grübeln|Grübeleien]]&lt;br /&gt;
* [[Verworrenheit|Verwirrtheit]]&lt;br /&gt;
* [[Anästhesie (Sensibilitätsstörung)|Taubheitsgefühl]] in den Händen und Füßen&lt;br /&gt;
* übermäßiges [[Schlaf#Physiologie|Schlafbedürfnis]]&lt;br /&gt;
* [[Palpitation|Herzklopfen]], [[Tachykardie|Herzjagen]]&lt;br /&gt;
* [[Asthenie|Schwächegefühl]]&lt;br /&gt;
* Schulter-, Nacken- und [[Rückenschmerzen]]&lt;br /&gt;
* [[Durchblutungsstörung]]en&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Magnesiummangel bzw. das tetanische Syndrom (die Magnesiummangeltetanie) ist eine sehr ernstzunehmende Erkrankung. Die Erscheinungsformen des tetanischen Syndroms ändern sich mit dem Alter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Säuglings- und Kleinkindalter ===&lt;br /&gt;
Im Säuglings- und Kleinkindalter finden sich Geburtskomplikationen, leichte Gedeihstörungen, Infektanfälligkeit, erhöhte Krampfbereitschaft (Zahn- und Fieberkrämpfe) sowie eine verspätete Zahnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schulkindalter ===&lt;br /&gt;
Im Schulkindalter sind Konzentrations- und Schlafstörungen, Nervosität, Bauch- und Kopfschmerzen, Kollapszustände, circa ab dem 10.&amp;amp;nbsp;Lebensjahr Muskelkrämpfe, circa ab dem 15.&amp;amp;nbsp;Lebensjahr Beklemmungsgefühle und Luftnot Erscheinungen des Magnesiummangels. Mädchen haben oft eine verspätet einsetzende Regelblutung und Regelschmerzen (Menstruationsbeschwerden); mitunter ist auch die Zyklusdauer verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erwachsenenalter ===&lt;br /&gt;
Im Erwachsenenalter treten rasche Erschöpfbarkeit, erhöhtes Schlafbedürfnis, Ängste, Depressionen, Muskelkrämpfe (in der Wadenmuskulatur, in den Gefäß- und Eingeweidemuskeln), Kopfschmerzen, Migräne (diffuse und/oder migräneartige Kopfschmerzen sind die Regel), unklare Oberbauchbeschwerden und Koliken auf. Ab ungefähr dem 30.&amp;amp;nbsp;Lebensjahr kommen typische tetanische Verkrampfungen (Pfötchenstellung) und ab circa dem 40.&amp;amp;nbsp;Lebensjahr auch neurologische Ausfälle, sogenannte [[transitorische ischämische Attacke]]n (TIAs), die zur zeitweiligen Sauerstoffunterversorgung des Gehirns führen, hinzu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Muskelschwäche ist für die Patienten häufig viel belastender als die Muskelkrämpfe. Der klassische tetanische Anfall, d.&amp;amp;nbsp;h. die anhaltende Verkrampfung des Körpers einschließlich der Lippenmuskulatur („Karpfenmaul“), kommt höchstens bei 20 % der Patienten vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Frauen neigen zu Schwangerschaftskomplikationen wie Erbrechen, Ödemen, Harneiweiß, Bluthochdruck (Präeklampsie und Eklampsie) und Fehlgeburten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== ADS / ADHS und Magnesiummangel ===&lt;br /&gt;
ADS (siehe auch: [[Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung]]) und Magnesiummangel haben teilweise eine überlappende Symptomatik.&amp;lt;ref&amp;gt;D.-H. Liebscher, U. C. Liebscher; Magnesiummangeltetanie - eine angeborene Magnesiumverlusterkrankung;Nieren- und Hochdruckkrankheiten;2010 Mai; 209-219.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Diagnose ADS und einem nachgewiesenen Magnesiummangel kann eine Therapie mit Magnesium die Symptome des ADS verbessern.&amp;lt;ref&amp;gt;Frank Häßler, Alexander Dück, Olaf Reis, Johannes Buchmann: &amp;#039;&amp;#039;&amp;quot;Alternative&amp;quot; pharmakologische Therapien bei ADHS.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Psychopharmakotherapie.&amp;#039;&amp;#039; 14, 2007, S. 229–236.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;D.-H. Liebscher, K. Baerlocher, H.-G. Classen, U. C. Liebscher, G.-W. Ratzmann, W. Vierling, A. Weigert, K. Kisters: &amp;#039;&amp;#039;Magnesiummangel und -therapie bei ADHS.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nieren- und Hochdruckkrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; 40, 3, Mai 2011, S. 123–128.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schlaganfall und Magnesiummangel ===&lt;br /&gt;
In einer [[Metaanalyse]], in die sieben [[prospektiv]]e Studien mit insgesamt 241.378 Teilnehmern einbezogen wurden, zeigte sich ein knapp statistisch signifikanter Zusammenhang zwischen Magnesium-Aufnahme und [[Ischämischer Schlaganfall|ischämischem Schlaganfall]]. Das [[Relatives Risiko|relative Risiko]] sank bei täglicher Aufnahme von 100 mg Magnesium um 8 Prozent. Bei [[Hirnblutung]]en ([[intrazerebrale Blutung]] und [[Subarachnoidalblutung]]) bestand dieser Zusammenhang nicht.&amp;lt;ref&amp;gt;S. C. Larsson, N. Orsini, A. Wolk: &amp;#039;&amp;#039;Dietary magnesium intake and risk of stroke: a meta-analysis of prospective studies.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The American journal of clinical nutrition.&amp;#039;&amp;#039; Band 95, Nummer 2, Februar 2012, S.&amp;amp;nbsp;362–366, {{ISSN|1938-3207}}. [[doi:10.3945/ajcn.111.022376]]. PMID 22205313.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Häufigkeit von Magnesiummangel ==&lt;br /&gt;
Ernährungsstudien zufolge ist bei 10 bis 20 % der Bevölkerung von &amp;#039;&amp;#039;[[Latenz (Medizin)|latentem]]&amp;#039;&amp;#039; Magnesiummangel&amp;lt;ref&amp;gt;J. Durlach: &amp;#039;&amp;#039;Recommended dietary amounts of magnesium: Mg RDA.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Magnes Res.&amp;#039;&amp;#039; 2, 1989, S. 195–203.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Waldemar Bobkowski, Agnieszka Nowak, Jean Durlach: &amp;#039;&amp;#039;The importance of magnesium status in the pathophysiology of mitral valve prolapse.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Magnesium Research.&amp;#039;&amp;#039; Volume 18, Number 1, March 2005, S. 35–52.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;D.-H. Liebscher, U. C. Liebscher: &amp;#039;&amp;#039;Magnesiummangeltetanie - eine angeborene Magnesiumverlusterkrankung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Nieren- und Hochdruckkrankheiten.&amp;#039;&amp;#039; 39, 5, Mai 2010, S. 214/215.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;S. B. Eaton, S. B. Eaton III: &amp;#039;&amp;#039;Paleolithic vs. modern diets - selected pathophysiological implications.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Eur J Nutr.&amp;#039;&amp;#039; 39, 2000, S. 67–70.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;D.-H. Liebscher, D. E. Liebscher: &amp;#039;&amp;#039;Unter- und Fehlversorgung von Patienten mit Magnesiummangel.&amp;#039;&amp;#039; In: M. Anke u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Mengen- und Spurenelemente. 23. Arbeitstagung Jena 2006.&amp;#039;&amp;#039; Schubert Verlag, 2006, S. 661–667.&amp;lt;/ref&amp;gt; auszugehen. Stehen dem gesunden Körper seine Regulationsmechanismen voll zur Verfügung, kann der Darm sehr effektiv Magnesium absorbieren und die Niere extrem effektiv Magnesium resorbieren, sodass die Magnesiumbilanz gerade noch ausbalanciert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Unterschied hierzu haben ca. 20 % der Patienten auf Intensivstationen einen zu geringen Magnesiumwert im Blutspiegel (eine sogenannte Hypomagnesiämie). Auch bei Jugendlichen findet sich in 11 % der Fälle eine Hypomagnesiämie.&amp;lt;ref&amp;gt;H. F. Schimatschek, H. G. Classen: &amp;#039;&amp;#039;Ernährungsstudie der Universität Hohenheim.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Magnesium-Bulletin.&amp;#039;&amp;#039; 15, 1993, S. 85–104.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;H. F. Schimatschek, H. G. Classen, K. Baerlocher, H. P. Thöni: &amp;#039;&amp;#039;Der Kinderarzt.&amp;#039;&amp;#039; 28, 1997, S. 196–203.&amp;lt;/ref&amp;gt; Bezogen auf die Besucher einer Allgemeinarztpraxis liegt die Quote bei ca. 7 %.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein genetisch bedingter Magnesiummangel kommt schätzungsweise bei 0,1 bis 1 % der Bevölkerung vor. In diesen Fällen sind die körpereigenen Regulationsmechanismen nicht mehr oder nur unzureichend in der Lage, ausgleichend zu wirken. Daher muss die Magnesiumzufuhr erheblich gesteigert werden, wozu magnesiumhaltige Nahrungsergänzungsmittel oder magnesiumhaltige Arzneimittel (600 bis 1200 mg pro Tag) Anwendung finden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Prophylaxe und Behandlung ==&lt;br /&gt;
In der Regel wird das Magnesiummangelsyndrom, das tetanische Syndrom beziehungsweise der Magnesiummangel durch einen Arzt festgestellt. Magnesiummangel kann durch eine ausgewogene Ernährung vorgebeugt werden. Da jedoch zum Beispiel Leistungssportler Magnesium verstärkt ausscheiden, kann eine zusätzliche Zufuhr „über die regulär empfohlenen 350 mg pro Tag hinaus“ sinnvoll sein. Muskelkrämpfe sind jedoch nicht zwangsläufig auf Elektrolytmangel (siehe auch [[Hypokaliämie|Kaliummangel]]) zurückzuführen; sie können ebenso die Folge einer Fehlbelastung sein&amp;lt;ref&amp;gt;Christoph Raschka, Stephanie Rufs: &amp;#039;&amp;#039;Sportlerernährung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Aktuelle Ernährungsmedizin.&amp;#039;&amp;#039; Band 38, Nr. 5, 2013, S. 362–378, (hier: S. 370), [[doi:10.1055/s-0033-1349460]], [http://praxis-raschka.de/wp-content/uploads/980_10-1055-s-0033-1349460.pdf (Volltext)] (PDF) &amp;lt;/ref&amp;gt;, zumal auch [[Taurin#Funktion|Taurin]] in funktioneller [[Magnesium#Magnesium-Substitution|Synergie mit Magnesium]] eine Rolle spielt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Laut Stiftung Warentest gibt es bisher keine Studien (Stand 2026), die den Vorteil der Einnahme von Magnesiumpräparaten als Vorbeugung gegen Muskelkrämpfe belegen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Stiftung Warentest |url=https://www.test.de/Magnesium-gegen-Kraempfe-Wirken-die-Mineralstoffe-auch-vorbeugend-5116279-0/ |titel=Nahrungsergänzung mit Magnesium: Hilft Magnesium bei Muskelkrämpfen? |hrsg=Stiftung Warentest |datum=2026-02-27 |sprache=de |abruf=2026-03-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veterinärmedizin ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim [[Hausrind|Rind]] führt fütterungsbedingter Magnesiummangel zum Krankheitsbild der [[Weidetetanie]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Botanik ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei Pflanzen kommt es durch einen Magnesiummangel zur [[Chlorose]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* H.-G. Classen, W. Achilles, M. G. Bachem u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Magnesium: Indikationen zur Diagnostik und Therapie in der Humanmedizin.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Magnes. Bulletin&amp;#039;&amp;#039;, 8, 1986, S. 127–135.&lt;br /&gt;
* K. Dörner: &amp;#039;&amp;#039;Magnesium.&amp;#039;&amp;#039; In: L. Thomas (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Labor und Diagnose&amp;#039;&amp;#039;, 5/2000, S. 348–350.&lt;br /&gt;
* J. Durlach: &amp;#039;&amp;#039;Magnesium in der klinischen Praxis.&amp;#039;&amp;#039; Fischer-Verlag, Jena / Stuttgart 1992.&lt;br /&gt;
* R. Fehlinger: &amp;#039;&amp;#039;Magnesium und tetanisches Syndrom.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Magnes. Bulletin&amp;#039;&amp;#039;, 2, 1980, S. 40–47.&lt;br /&gt;
* R. Fehlinger: &amp;#039;&amp;#039;Therapy with magnesium salts in neurological diseases.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Magnes. Bulletin&amp;#039;&amp;#039;, 12, 1990, S. 35–42.&lt;br /&gt;
* R. Fehlinger: &amp;#039;&amp;#039;Zur Familiarität des tetanischen Syndroms – Ein kasuistischer Beitrag.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Magnes. Bulletin&amp;#039;&amp;#039;, 13, 1991, S. 53–57.&lt;br /&gt;
* M. Härter: &amp;#039;&amp;#039;Partizipative Entscheidungsfindung (Shared Decision Making) – ein von Patienten, Ärzten und der Gesundheitspolitik geforderter Ansatz setzt sich durch.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Z. ärztl. Fortbild. Qual. Gesundh.wes.&amp;#039;&amp;#039;, 98, 2004, S. 89–92.&lt;br /&gt;
* D.-H. Liebscher: &amp;#039;&amp;#039;Selbstmedikation mit hochdosiertem Magnesium.&amp;#039;&amp;#039; In: Y. Schmitt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Ernährung und Selbstmedikation mit Spurenelementen&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Schriftenreihe der Ges. Mineralstoffe Spurenelemente e.&amp;amp;nbsp;V.&amp;#039;&amp;#039;). WVG, Stuttgart 2003, S. 75–86.&lt;br /&gt;
* D.-H. Liebscher: &amp;#039;&amp;#039;Hereditary magnesium-deficiency tetany – a magnesium losing disorder.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Trace Elem. Elec.&amp;#039;&amp;#039;, 22, 2005, S. 164.&lt;br /&gt;
* D.-H. Liebscher, D. Fauk: &amp;#039;&amp;#039;Fallbericht: Späte hochdosierte orale Magnesiumtherapie bei einer 83-jährigen Frau mit Magnesiummangeltetanie.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Magnes. Bulletin&amp;#039;&amp;#039;, 22, 2000, S. 100–102.&lt;br /&gt;
* D.-H. Liebscher, D. E. Liebscher: &amp;#039;&amp;#039;About the difficulties in diagnosis of magnesium-deficiency tetany by practitioners from the view of patients.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Magnes. Res.&amp;#039;&amp;#039;, 14, 2001, S. 147–148.&lt;br /&gt;
* D.-H. Liebscher, DE Liebscher: &amp;#039;&amp;#039;Zum individuellen Bedarf an essentiellen Stoffen – am Beispiel des Magnesiums.&amp;#039;&amp;#039; In: M. Anke, R. Müller, U. Schäfer, M. Stoeppler (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mengen- und Spurenelemente. 21. Arbeitstagung Jena 2002.&amp;#039;&amp;#039; Schubert-Verlag, Leipzig 2002, S. 1309–1316.&lt;br /&gt;
* D.-H. Liebscher, D. E. Liebscher: &amp;#039;&amp;#039;About the misdiagnosis of magnesium deficiency.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J Am Coll Nutr.&amp;#039;&amp;#039;, 23, 2004, S. 730S-731S.&lt;br /&gt;
* D.-H. Liebscher, D. E. Liebscher: &amp;#039;&amp;#039;Zur Genetik der Magnesiummangeltetanie des Erwachsenen als spät erkannte Form angeborener Magnesiumverlusterkrankungen.&amp;#039;&amp;#039; In: M. Anke, G. Flachowsky, K. Kisters u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Mengen- und Spurenelemente. 22. Arbeitstagung Jena 2004.&amp;#039;&amp;#039; Schubert-Verlag, Leipzig 2004, S. 718–724.&lt;br /&gt;
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== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Hypomagnesemia|Magnesiummangel}}&lt;br /&gt;
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== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Chhelp</name></author>
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