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	<title>Magnesium/Teflon/Viton - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T20:50:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Magnesium/Teflon/Viton&amp;diff=699743&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Schnederpelz: Änderungen von Schnitzelottohbr (Diskussion) auf die letzte Version von Feierfrosch zurückgesetzt</title>
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		<updated>2026-04-30T10:32:01Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderungen von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/Schnitzelottohbr&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/Schnitzelottohbr&quot;&gt;Schnitzelottohbr&lt;/a&gt; (&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer_Diskussion:Schnitzelottohbr&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer Diskussion:Schnitzelottohbr (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Diskussion&lt;/a&gt;) auf die letzte Version von &lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Feierfrosch&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Feierfrosch (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Feierfrosch&lt;/a&gt; zurückgesetzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Magnesium/Teflon/Viton&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;MTV&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;MagTef&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[pyrotechnischer Satz]], welcher vor allem in militärischen [[Täuschkörper]]n verwendet wird. Es ist eine Mischung aus [[Magnesium]], [[Teflon]] und [[Viton]]. Teflon ([[Polytetrafluorethylen]], &amp;lt;math&amp;gt;(C_\mathrm{2}F_\mathrm{4})_\mathrm{n}&amp;lt;/math&amp;gt;) und Viton ([[Vinylidenfluorid]]-[[Hexafluorisopropen]]-[[Copolymer]], &amp;lt;math&amp;gt;(CH_\mathrm{2}CF_\mathrm{2})_\mathrm{n}(CF(CF_\mathrm{3})CF_\mathrm{2})_\mathrm{n}&amp;lt;/math&amp;gt;) sind [[Warenzeichen]] der Firmen [[DuPont de Nemours|DuPont]] und [[Chemours]].&lt;br /&gt;
== Historie ==&lt;br /&gt;
[[Pyrotechnischer Satz|Pyrotechnische Sätze]] auf der Basis von Magnesium/Teflon/Viton, bzw. auch MTV-Sätze genannt, werden seit den 1950er-Jahren in Infrarot-[[Täuschkörper]]munitionen verwendet. Von dem [[Akronym]] MTV leitet sich der insbesondere in der englischsprachigen Literatur verwendete Begriff „MTV-[[Flare (Täuschkörper)|Flare]]“ für pyrotechnische Täuschkörper auf Basis von MTV ab. Eine andere umgangssprachliche Formulierung für MTV lautet im deutsch- wie englischsprachigen Raum „MagTef“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für einen pyrotechnischen Satz, der überwiegend Hitze erzeugt, wird auch der Begriff [[Pyrolant]] verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Chemie ==&lt;br /&gt;
Während herkömmliche, visuelle pyrotechnische [[Leuchtsatz|Leuchtsätze]] z.&amp;amp;nbsp;B. [[Natriumnitrat]], &amp;lt;math&amp;gt; NaNO_\mathrm{3}&amp;lt;/math&amp;gt;, als [[Oxidationsmittel]] enthalten, fungiert bei MTV Sätzen das Polytetrafluorethylen,&amp;lt;math&amp;gt;(C_\mathrm{2}F_\mathrm{4})_\mathrm{n}&amp;lt;/math&amp;gt;, als Fluorquelle. Die sehr hohe [[Reaktionsenthalpie]] &amp;lt;math&amp;gt; \Delta_\mathrm{R}H &amp;lt;/math&amp;gt; bei der Umsetzung von Magnesium mit PTFE beruht auf der Bildung von [[Magnesiumfluorid]], das eine sehr hohe negative [[Standardbildungsenthalpie]] aufweist (&amp;lt;math&amp;gt; \Delta_\mathrm{f}H^o = -1124 kJ mol^{-1} &amp;lt;/math&amp;gt;):&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt; 2n Mg +(C_\mathrm{2}F_\mathrm{4})_\mathrm{n} \longrightarrow 2n MgF_\mathrm{2(s)} + 2n C, \Delta_\mathrm{R}H=-1438 kJ mol^{-1} &amp;lt;/math&amp;gt;	(1)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da beim Abbrand von MTV viel Ruß entsteht und viel Wärme freigesetzt wird, kann die Verbrennungsflamme von MTV als [[Grauer Körper]] mit hoher [[Emissionsgrad|Emission]] beschrieben werden.&amp;lt;ref&amp;gt;E.-C. Koch, A. Dochnahl: &amp;#039;&amp;#039;IR Emission Behaviour of Magnesium/Teflon/Viton (MTV) Compositions.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Prop., Expl., Pyrotech. 25&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2000&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 37. {{doi|10.1002/(SICI)1521-4087(200001)25:1&amp;lt;37::AID-PREP37&amp;gt;3.0.CO;2-#}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Abhängigkeit von der [[Stöchiometrie]], also dem Verhältnis der Stoffmengen der eingesetzten Stoffe, zeigt MTV unterschiedliche [[Abbrandgeschwindigkeit]]en und liefert auch unterschiedliche Reaktionsprodukte. Bei konstantem Viton-Gehalt nimmt die Abbrandgeschwindigkeit mit steigendem Magnesiumgehalt zu.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ernst-Christian Koch]]: &amp;#039;&amp;#039;Metal-Fluorocarbon-Pyrolants: III. Development and Application of Magnesium/Teflon/Viton (MTV).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Propellants, Explosives, Pyrotechnics.&amp;#039;&amp;#039; 27, S.&amp;amp;nbsp;262, {{DOI|10.1002/1521-4087(200211)27:5&amp;lt;262::AID-PREP262&amp;gt;3.0.CO;2-8}}.&amp;lt;/ref&amp;gt; Allerdings wird die Abbrandgeschwindigkeit von MTV wie auch die anderer metallisierter pyrotechnischer Sätze stark von der spezifischen Oberfläche, also von Korngröße und -form des Magnesiums, bestimmt. Grundsätzlich liefert ein Magnesiumpulver mit hoher spezifischer Oberfläche eine höhere Abbrandgeschwindigkeit.&lt;br /&gt;
Die Hauptreaktionsprodukte für MTV umfassen 30–65 % [[Magnesiumfluorid]], [[Ruß]] und gasförmiges Magnesium.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für Täuschkörper werden magnesiumreiche Zusammensetzungen mit einem Anteil von 55–65 % Magnesium verwendet. Bei diesen Zusammensetzungen reagiert nur ein Teil des eingesetzten Magnesiums mit dem PTFE. Der überwiegende Teil wird verdampft und reagiert mit dem Luftsauerstoff ebenso wie der [[Kohlenstoff]] gemäß nachstehender Reaktionsfolge.&amp;lt;ref&amp;gt;Ernst-Christian Koch: &amp;#039;&amp;#039;Metal-Fluorocarbon-Pyrolants IV: Thermochemical and Combustion Behaviour of Magnesium/Teflon/Viton (MTV).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Propellants, Explosives, Pyrotechnics.&amp;#039;&amp;#039; 27, S.&amp;amp;nbsp;340, {{DOI|10.1002/prep.200290004}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt; m Mg +(C_\mathrm{2}F_\mathrm{4})_\mathrm{n} \longrightarrow 2n MgF_\mathrm{2(s)} + (m-2n) Mg_\mathrm{(g)}+2n C, m \ge 2n &amp;lt;/math&amp;gt;	(2)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;math&amp;gt;(m-2n) Mg_\mathrm{(g)} + 2n C + (m/2+n)O_\mathrm{2} \longrightarrow (m-2n) MgO_\mathrm{(s)} + 2n CO_\mathrm{2}&amp;lt;/math&amp;gt;(3)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sicherheit ==&lt;br /&gt;
Pyrotechnische Sätze auf Basis Magnesium/Polytetrafluorethylen mit einem Gehalt von 25–90 % Magnesium sind gemäß dem [[Stahlhülsentest]] nach Ziffer II und [[Schlagempfindlichkeit|Fallhammerprüfung]] gemäß Ziffer III Anlage III zum [[SprengG]] explosionsgefährliche Stoffe. Aufgrund ihrer Empfindlichkeit und ihres Reaktionsverhalten werden diese Stoffe unter der Ziffer 1.1.2 der BGV B5 eingeordnet.&amp;lt;ref&amp;gt; BGV B5 (VBG 55a) Explosivstoffe - Allgemeine Vorschrift, Jedermann-Verlag, 69021 Heidelberg, 2001.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zitat: Sätze dieser Gruppe explodieren bei [[Verdämmte Ladung|Verdämmung]] (auch Eigenverdämmung) schon in geringer Masse. Ihre Abbrandgeschwindigkeit ist stark masseabhängig. Diese Sätze sind mechanisch oder thermisch sehr empfindlich.&lt;br /&gt;
MTV-Sätze sind weiterhin außerordentlich empfindlich gegenüber [[Elektrostatische Aufladung|elektrostatischer Entladung]], weshalb bei deren Herstellung und Verarbeitung Maßnahmen gegen statische Aufladung getroffen werden müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Täuschkörperanwendungen ==&lt;br /&gt;
Aufgrund der hohen Verbrennungstemperatur von MTV von 2000 K&amp;lt;ref&amp;gt;V. Weiser, E. Roth, E.-C. Koch, Investigation of Magnesium-Fluorohydrocarbon Flames using Emission Spectroscopy, &amp;#039;&amp;#039;37th International Annual Conference of ICT&amp;#039;&amp;#039;, June 27-30, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2006&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Karlsruhe S. 161.&amp;lt;/ref&amp;gt; und der hohen [[Emissivität]] des intermediär gebildeten Kohlenstoffs sind MTV-Flammen sehr gute [[Infrarotstrahler]]. Aus diesem Grund können sich Flugzeuge und Hubschrauber wirkungsvoll mit MTV-Flares gegen [[Boden-Luft-Rakete|Boden-Luft]]- und [[Luft-Luft-Rakete|Luft-Luft]]-Flugkörper der 1. und 2. Generation, wie z.&amp;amp;nbsp;B. die [[AIM-9 Sidewinder]], verteidigen. Aus demselben Grund wurde auch bis zu Beginn der 1980er Jahre nur sporadisch über MTV und dessen Leistung publiziert. Erst 1997 wurde das zugrundeliegende US-Patent, US 5 679 921, Anmeldejahr 1958, welches bis dahin als geheim eingestuft war, von der US-Regierung freigegeben und veröffentlicht.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Patent| Land=US| V-Nr=5679921| Code=A| Titel=Infra-red tracking flare| A-Datum=1958-08-27| V-Datum=1997-10-21| Anmelder=US Army| Erfinder=George T. Hahn, Paul G. Rivette, Rodney G. Weldon}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Trotz der mittlerweile starken weltweiten Verbreitung von Flugkörpern mit Suchköpfen, die MTV-basierte Täuschkörper überwinden können, gehören MTV-Flares immer noch zur Standardbeladung von Gegenmaßnahmenanlagen. Zusammen mit spektral angepassten Täuschkörpern helfen sie, als Teil der sogenannten „Cocktail-Solution“ bei der Abwehr nicht identifizierter Bedrohungen.&amp;lt;ref&amp;gt;S. I. Erwin: [http://www.nationaldefensemagazine.org/ &amp;quot;Smart&amp;quot; Flares Being Designed to Defeat Heat-Seeking Missiles], &amp;#039;&amp;#039;National Defense Magazine&amp;#039;&amp;#039;, December &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2003&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;88&amp;#039;&amp;#039;, 14.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* E.-C. Koch: &amp;#039;&amp;#039;Metal-Fluorocarbon Based Energetic Materials&amp;#039;&amp;#039;, Wiley-VCH, &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;2012&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, 360 Seiten. {{doi|10.1002/9783527644186}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Militärtechnik]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Pyrotechnischer Satz]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Schnederpelz</name></author>
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