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	<title>Magnesia am Mäander - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T19:09:35Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Magnesia_am_M%C3%A4ander&amp;diff=160762&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;DerMaxdorfer: Kleine Ergänzung; korrekte Anführungszeichen; Wikilinks aktualisiert</title>
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		<updated>2024-11-19T17:58:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Kleine Ergänzung; korrekte Anführungszeichen; Wikilinks aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Coordinate|map=right|maptype=relief|name=Magnesia|article=/|NS=37.852692|EW=27.527104|type=city|region=TR-09}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Magnesia am Mäander&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{grcS|Μαγνησία ἐπὶ Μαιάνδρῳ|Magnēsía epí Maiándrō}}) war eine [[antike]] Stadt im Westen [[Kleinasien]]s in der heutigen [[Türkei]]. Die Überreste der Stadt sind in der Ebene des [[Großer Mäander|Großen Mäander]] (türkisch &amp;#039;&amp;#039;Büyük Menderes&amp;#039;&amp;#039;) von der Straße von [[Selçuk]] nach [[Söke]] aus zu sehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einst stand hier ein Tempel der [[Leukophryne|Artemis Leukophryne]], den [[Hermogenes (Architekt)|Hermogenes]] um 130 v.&amp;amp;nbsp;Chr. schuf, sowie ein Tempel des [[Zeus]] [[Sosipolis (Beiname)|Sosipolis]]. Im Berliner [[Pergamonmuseum]] sind Kopien eines Säulenjochs des Artemistempels sowie des [[Pronaos]] des Zeustempels (letzterer enthält zwei Originalstücke) nachgebaut worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Stadt Magnesia wurde der Legende nach bereits eine Generation vor dem Trojanischen Krieg von [[Magneten (Volk)|Magneten]] aus [[Thessalien]] gegründet; tatsächlich entstand sie wohl erst während der [[Ionische Wanderung|Ionischen Wanderung]] und gelangte später unter die Herrschaft des [[Lyder|lydischen]] Königs [[Gyges]] (716–678 v.&amp;amp;nbsp;Chr.). Um 657 v.&amp;amp;nbsp;Chr. von [[Kimmerer]]n erobert,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Plinius der Ältere]], &amp;#039;&amp;#039;[[Naturalis historia]]&amp;#039;&amp;#039; 35, 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; später von [[Ephesos]] eingenommen, schlug [[Kyros&amp;amp;nbsp;II.]] Magnesia, geplündert durch [[Mazares]],&amp;lt;ref&amp;gt;[[Josef Wiesehöfer]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte Irans von den Achaimeniden bis in frühislamische Zeit.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Wilfried Seipel]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;7000 Jahre persische Kunst. Meisterwerke aus dem Iranischen Nationalmuseum in Teheran: Eine Ausstellung des Kunsthistorischen Museums Wien und des [[Iranisches Nationalmuseum|Iranischen Nationalmuseums]] in Teheran.&amp;#039;&amp;#039; Kunsthistorisches Museum, Wien 2001, ISBN 3-85497-018-8, S. 54–74, hier: S. 56.&amp;lt;/ref&amp;gt; dem persischen Reich zu. [[Themistokles]] bezog hier seine Residenz.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Albrecht Behmel]]: &amp;#039;&amp;#039;Themistokles, Sieger von Salamis und Herr von Magnesia. Die Anfänge der athenischen Klassik, zwischen Marathon und Salamis.&amp;#039;&amp;#039; 2. erweiterte und verbesserte Auflage, Ibidem-Verlag, Stuttgart 2001, ISBN 3-89821-172-X.&amp;lt;/ref&amp;gt; 400/399 v.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde es durch [[Thibron]] wieder aufgebaut. Durch [[Alexander der Große|Alexander den Großen]] wurde Magnesia makedonisch, fiel verschiedenen Diadochen zu, wurde seleukidisch (221 v.&amp;amp;nbsp;Chr. Epiphanie der &amp;#039;&amp;#039;Artemis Leukophryne&amp;#039;&amp;#039;) und erlebte seine kulturelle Blütezeit mit dem Königreich [[Pergamon]] im 2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. Magnesia wird unter anderem in den Werken von [[Herodot]], [[Diodor]] und [[Pausanias]] erwähnt. Ein Krieg mit Milet wurde 196 v.&amp;amp;nbsp;Chr. durch einen Friedensschluss beendet, nach 190 v.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde die Stadt durch die [[Römisches Reich|Römer]] frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
133 v.&amp;amp;nbsp;Chr. wurde Magnesia gemeinsam mit Pergamon dem römischen Imperium vererbt. Als Belohnung für den Widerstand gegen den König [[Mithridates VI. (Pontos)|Mithridates&amp;amp;nbsp;VI. von Pontos]] erhielt es von [[Lucius Cornelius Sulla Felix|Sulla]] den Status einer freien Stadt. 17 n.&amp;amp;nbsp;Chr. von einem Erdbeben zerstört, wurde die Stadt vom römischen Kaiser [[Tiberius]] innerhalb von zwölf Jahren aus eigenen Mitteln wieder aufgebaut. Schon 114 n.&amp;amp;nbsp;Chr. gab es dort eine frühchristliche Gemeinde, die in den folgenden Jahrhunderten regelmäßig ihre Bischöfe zu den Konzilien schickte. Von der Eroberung und Plünderung durch die [[Goten]] im Jahre 262 n.&amp;amp;nbsp;Chr. konnte sich Magnesia wie die benachbarten Orte Ephesos und [[Milet]] nie mehr ganz erholen. Zwar wurde es noch spätantike Bischofsstadt und erhielt eine Ringmauer gegen den Ansturm von Persern und [[Seldschuken]], war aber im Mittelalter wenig mehr als eine byzantinische Grenzfestung. Um 1300 übernahm die Fürstenfamilie der [[Beylik von Aydın|Aydınoğulları]] die Herrschaft. Infolge von Überschwemmungen, Seuchen und anderen Plagen wurde Magnesia nach und nach von seinen letzten Bewohnern verlassen und fiel dem Verfall anheim.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Münzprägung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Magnesia ad Maeandrum.JPG|mini|Hemiobol aus Magnesia mit Stier über Mäanderband, 4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr.]]&lt;br /&gt;
Seit mindestens der Mitte des 5.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts prägte Magnesia eigene Silbermünzen, später auch Bronzemünzen als Kleingeld. Häufig wird ein Stier abgebildet. Als Beizeichen mit Bezug auf die Landschaft finden sich häufig auch ein Mäanderband im Abschnitt oder ein Mäanderkreis als Umrandung auf der Münzrückseite.&amp;lt;ref&amp;gt;Eva Szaivert, Wolfgang Szaivert, David R. Sear: &amp;#039;&amp;#039;Griechischer Münzkatalog.&amp;#039;&amp;#039; Band 2: &amp;#039;&amp;#039;Asien und Afrika.&amp;#039;&amp;#039; Battenberg, Munchen 1983, ISBN 3-87045-187-4, S. 139–140.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausgrabungen ==&lt;br /&gt;
Im Zuge der großen Ausgrabungskampagnen in Kleinasien durch französische, deutsche und britische Wissenschaftler wurde auch Magnesia wiederentdeckt. Dabei wurde 1886 der [[Gadatas-Brief]] gefunden. In den Jahren 1891–1893 wurden durch die Berliner Museen unter Leitung von [[Carl Humann]] Grabungen durchgeführt, bei denen unter anderem die Reste des Zeustempels sowie des Artemistempels des Hermogenes freigelegt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die meisten der erhaltenen Funde&amp;amp;nbsp;– Tempelfriese, Altarreliefs und anderes&amp;amp;nbsp;– sind heute auf die Museen in London, Paris, Berlin und Istanbul verteilt. Dass am Ort selbst nur wenig mehr als Steinbrocken und Mauerreste übrig geblieben sind, ist auf die vor allem im 19.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert im Osmanischen Reich weit verbreitete Praxis der Kalkbrennerei ([[Marmor]] ist ein kristalliner Kalkstein) durch die lokale Bevölkerung zurückzuführen. Ihr fielen im Zeitraum zwischen 1893 und 1895 auch die Reste des Zeustempels zum Opfer, der noch durch Humann in gutem Zustand vorgefunden und dokumentiert wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Volker Kästner]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Tempel des Zeus Sosipolis von Magnesia am Mäander,&amp;#039;&amp;#039; In: Brigitte Knittlmayer, [[Wolf-Dieter Heilmeyer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Antikensammlung.&amp;#039;&amp;#039; 2. Auflage, von Zabern, Mainz 1998, ISBN 3-8053-2449-9, S. 230f. Siehe auch: Johannes Althoff: &amp;#039;&amp;#039;Ein Meister des Verwirklichens. Der Archäologe Theodor Wiegand.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Klaus Rheidt]], Barbara A. Lutz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Peter Behrens, Theodor Wiegand und die Villa in Dahlem.&amp;#039;&amp;#039; von Zabern, Mainz 2004, ISBN 3-8053-3374-9, S. 151.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die vor 1893 erstellte Bauaufnahme dieses Tempels diente als Grundlage für die Rekonstruktion der Pronaos-Fassade im Berliner Pergamonmuseum.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem Abschluss der ersten Grabungskampagne 1893 haben die Grabungen bis 1984 geruht. Die angeschwemmten Sedimente und die durch Regenwasser abgetragenen Lehmschichten, teils 4–5&amp;amp;nbsp;m dick, bedeckten die ausgegrabenen Flächen und Bauwerke wieder mit Erde. Magnesia wurde für nahezu hundert Jahre vergessen, obwohl gerade während dieser Zeit wichtige Forschungsarbeiten über Hermogenes verfasst wurden. Seit 1984 unternimmt die [[Universität Ankara]] neue Grabungen, die bis 2020 unter der Leitung von [[Orhan Bingöl]] standen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Magnesia, Stadion.jpg|mini|Stadion]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders hervorzuheben ist das Stadion, das in die Berghänge hinein gebaut durch seine Größe und den guten Zustand beeindruckt. Es befindet sich im Südwesten der Stadt und hat eine Länge von 185,90 Metern.&amp;lt;ref&amp;gt;Zum Stadion siehe Orhan Bingöl: &amp;#039;&amp;#039;Das Stadion von Magnesia am Mäander.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Henning Börm]], [[Norbert Ehrhardt]], [[Josef Wiesehöfer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Monumentum et instrumentum inscriptum. Beschriftete Objekte aus Kaiserzeit und Spätantike als historische Zeugnisse.&amp;#039;&amp;#039; Franz Steiner, Stuttgart 2008, ISBN 978-3-515-09239-5, S. 21–30.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Otto Kern (Philologe)|Otto Kern]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Inschriften von Magnesia am Maeander.&amp;#039;&amp;#039; Spemann, Berlin 1900 ([http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/kern1900 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Emil Herkenrath]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Fries des Artemisions von Magnesia a. M.&amp;#039;&amp;#039; Berlin 1902.&lt;br /&gt;
* [[Carl Humann]], [[Julius Kohte]] und [[Carl Watzinger]]: &amp;#039;&amp;#039;Magnesia am Maeander. Bericht über die Ergebnisse der Ausgrabungen der Jahre 1891–1893.&amp;#039;&amp;#039; Reimer, Berlin 1904 ([http://digi.ub.uni-heidelberg.de/diglit/humann1904 Digitalisat]).&lt;br /&gt;
* [[Sabine Schultz]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Münzprägung von Magnesia am Mäander in der römischen Kaiserzeit.&amp;#039;&amp;#039; Olms, Hildesheim 1975, ISBN 3-487-05750-6.&lt;br /&gt;
* Abdullah Yaylalı: &amp;#039;&amp;#039;Der Fries des Artemisions von Magnesia am Maeander&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Istanbuler Mitteilungen.&amp;#039;&amp;#039; Beiheft 15). Wasmuth, Tübingen 1976, ISBN 3-8030-1713-0.&lt;br /&gt;
* [[Orhan Bingöl]]: &amp;#039;&amp;#039;Magnesia am Mäander = Magnesia ad Maeandrum.&amp;#039;&amp;#039; Ankara 1998, ISBN 975-387-068-X.&lt;br /&gt;
* Orhan Bingöl: &amp;#039;&amp;#039;Magnesia am Mäander / Magnesia ad Maeandrum. Die Stadt von Artemis mit „weißen Augenbrauen“.&amp;#039;&amp;#039; Homer Kitabevi, Istanbul 2007, ISBN 978-9944-483-01-8. (weitere Ausgaben auch in Türkisch und Englisch).&lt;br /&gt;
* Orhan Bingöl: &amp;#039;&amp;#039;Magnesia am Mäander, Magnesia ad Meandrum 1984–2020.&amp;#039;&amp;#039; Ankara 2020, ISBN 978-625-7799-07-2 ([https://www.academia.edu/50456957/ Digitalisat]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Magnesia on the Maeander|Magnesia am Mäander}}&lt;br /&gt;
* [http://www.magnesia.org/ Homepage der Ausgrabung]&lt;br /&gt;
* [http://epigraphy.packhum.org/inscriptions/book?region=8&amp;amp;subregion=27&amp;amp;bookid=509 Inschriften von Magnesia]&lt;br /&gt;
* [http://snible.org/coins/hn/ionia.html Münzen von Magnesia] (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Magnesia Am Maander}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Archäologischer Fundplatz in der Türkei]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike griechische Stadt]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Provinz Aydın)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Magnesia am Mäander| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;DerMaxdorfer</name></author>
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