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	<title>Magna Graecia - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T04:41:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Magna_Graecia&amp;diff=205951&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Procopius: /* Bedeutende Siedlungen */</title>
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		<updated>2025-11-08T19:35:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Bedeutende Siedlungen&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Magna Graecia ancient colonies and dialects-de.svg|mini|hochkant=1.5|Kolonien und Dialekte der Magna Graecia]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Magna Graecia&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[latein]]isch für „großes [[Griechenland]]“ bzw. „Großgriechenland“; {{grcS|Μεγάλη Ἑλλάς|Megálē Hellás}}) werden die Regionen im [[antike]]n [[Süditalien]], oft einschließlich [[Sizilien]]s, bezeichnet, die von griechischen Siedlern ab dem 8. Jahrhundert v.&amp;amp;nbsp;Chr. kolonisiert wurden ([[griechische Kolonisation]]). Obwohl es hier neben den zahlreichen [[Polis|Poleis]] immer auch viele nichtgriechische Stämme und Städte gab, war die ganze Region dennoch stark von der griechischen Sprache und Kultur geprägt und wurde erst spät und langsam [[Romanisierung|romanisiert]]. Noch heute gibt es kleine griechische [[Sprachinsel]]n in Süditalien ([[Griko]]). Die Griechen Italiens wurden auch als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Italioten&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{lang|grc|Ἰταλιῶται|Italiō͂tai}}) bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Deutschen wird das Gebiet auch &amp;#039;&amp;#039;Großgriechenland&amp;#039;&amp;#039; genannt, seine Einwohner &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Westgriechen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;. Die &amp;#039;&amp;#039;Magna Graecia&amp;#039;&amp;#039; bestand dabei aus vielen volkreichen Städten; diese waren unabhängige Staaten, die oft gegeneinander kämpften.&amp;lt;ref name=&amp;quot;La Magna Grecia&amp;quot;&amp;gt;Lazzarini, 1990, S. 5.&amp;lt;/ref&amp;gt; Teils schlossen sich westgriechische Poleis aber auch zu einem [[Koinon|Koina]] zusammen, so insbesondere zum Italiotenbund unter Führung von [[Tarent]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Erstmals findet sich die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Großgriechenland&amp;#039;&amp;#039; für das Gebiet von Neapel bis Syrakus bei [[Polybios]].&amp;lt;ref&amp;gt;Polybios 2,39,1.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch für [[Strabon]] zählte Sizilien zu Großgriechenland.&amp;lt;ref&amp;gt;Strabon &amp;#039;&amp;#039;Geographika&amp;#039;&amp;#039; 6,1,2.&amp;lt;/ref&amp;gt; Römische Autoren wie Plinius der Ältere und Servius grenzten hingegen das Gebiet der &amp;#039;&amp;#039;Magna Graecia&amp;#039;&amp;#039; von Lokroi bis Tarent bzw. von Cumae/Kyme bis Tarent ein, zählten also Sizilien (das zu ihrer Zeit eine [[römische Provinz]] war) nicht dazu. Betrachtet man die Ausdehnung der hellenischen Besiedlung, Sprache und Kultur, erstreckte sich das Gebiet der Westgriechen von der Umgebung Neapels bis nach Sizilien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursprung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:MagnaGraecia.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Magna Graecia&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
{{Linkbox Völker im Italien der Eisenzeit}}&lt;br /&gt;
Ab dem 8. Jahrhundert v. Chr. begann die [[griechische Kolonisation]] in Italien. Die geläufige Bezeichnung als &amp;#039;&amp;#039;Kolonisation&amp;#039;&amp;#039; führt dabei ein wenig in die Irre, denn die neu gegründeten Städte waren eigenständige [[Polis|Poleis]] und keine abhängigen Kolonien. Die Abreise der Siedler aus dem antiken Griechenland ging oft auf friedliche Weise vor sich, wenn zum Beispiel die Bevölkerung in einer Stadt für die Nahrungsproduktion zu groß wurde. Oft stellte die eigene Stadt die notwendigen Mittel für das Unternehmen: Schiffe, Waffen, Ackergeräte, Lebensmittelvorräte und Saatgut. Nicht selten gründeten auch mehrere Städte gemeinsam eine neue Siedlung. Die genauen Ursachen und Abläufe sind in der Forschung dabei seit langem umstritten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heimatpolis (Metropolis) gab jedenfalls einem &amp;#039;&amp;#039;[[Oikistes|Oikisten]]&amp;#039;&amp;#039; (Koloniengründer) den Auftrag, die Expedition nach [[Italien]] oder anderen Gegenden des [[Mittelmeer]]es vorzubereiten und zu leiten. Der Oikist war in seinem Heimatort wohl meist sehr bekannt, zumeist stammte er aus einer adeligen Familie. Vor der Expedition musste er den Schutz der Götter garantieren. So begab er sich in ein Heiligtum, normalerweise das des Gottes [[Apollon]] in [[Delphi]], und ließ sich vom Gott das Ziel seiner Reise bestätigen. Durch seine Priester sprach der Gott [[Orakel|Offenbarungen]] aus.&amp;lt;ref name=&amp;quot;La Magna Grecia2&amp;quot;&amp;gt;Lazzarini 1990, S. 17.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine wichtige Aufgabe des Oikisten war auch die Unterteilung des Landes in Parzellen, die dann unter den Siedlern verlost wurden. War die Gründung der [[Apoikie]] erfolgreich, so wurde der Oikist nach seinem Tod zumeist in einem eigenen Heiligtum als [[Oikistes|Heros Ktistes]] verehrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Teils waren mehrere Poleis an einer Neugründung beteiligt; manchmal waren die Oikisten aber auch heimatlose Abenteurer, die Gruppen aus verschiedenen Gebieten in Griechenland vereinten und sie als Navigatoren führten; manchmal gründeten sie so mehr als eine Stadt. Und nicht selten handelte es sich bei den Kolonisten wohl um Männer, die ihre Heimatpolis aufgrund einer [[Stasis (Polis)|Stasis]] verlassen mussten. In der Regel waren die Siedler dabei erwachsene Männer, die sich nach einer Weile einheimische Frauen nahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Apoikien in vorchristlicher Zeit ==&lt;br /&gt;
Die ersten griechischen Niederlassungen in Süditalien entstanden längs der Küsten, in der Nähe von Flüssen oder Quellen, in den heutigen Gebieten von [[Kalabrien]], [[Kampanien]], [[Basilikata]], [[Apulien]] und im Südosten von [[Sizilien]]. Dabei wurden verschiedene Städte gegründet: [[Tarent]], [[Cumae|Kyme]], [[Metapontion]], [[Sybaris]], [[Crotone|Kroton]], [[Reggio Calabria|Rhegion]], [[Paestum]] und [[Neapel]] wurden Hauptzentren der Magna Graecia. Auch auf Sizilien wurden verschiedene griechische Kolonien ([[Naxos (Sizilien)|Naxos]], [[Zankle]] und [[Syrakus]]) gegründet, die aber teils nicht zum eigentlichen Großgriechenland gezählt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MG&amp;quot;&amp;gt;[http://www.goldsmith.it/it/culturale/storia/grecia/greciaart.html MG], 5. Mai 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens ab dem [[Hellenismus]] wurden die [[Apoikie]]n dann als &amp;#039;&amp;#039;Megále Hellás&amp;#039;&amp;#039;, lateinisch &amp;#039;&amp;#039;Magna Graecia&amp;#039;&amp;#039;, bezeichnet&amp;amp;nbsp;– vermutlich, um ihre Größe gegenüber dem [[Antikes Griechenland|griechischen Mutterland]] zu betonen. Die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Magna Graecia&amp;#039;&amp;#039; bezieht sich also eher auf die Bevölkerung und die Kultur und nicht auf ein begrenztes politisches Territorium. Eine Rolle spielte dabei auch der enorme Wohlstand vieler Städte, der vor allem darauf zurückzuführen war, dass die Bedingungen für Getreideanbau hier günstiger waren als im griechischen Mutterland.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Pyrrhischer Krieg|Pyrrhischen Krieg]] wurde das griechische Süditalien bis 272&amp;amp;nbsp;v.&amp;amp;nbsp;Chr. von den Römern erobert und faktisch von der [[Römische Republik|Republik]] [[Annexion|annektiert]], wenngleich die meisten Poleis zunächst &amp;#039;&amp;#039;[[de iure]]&amp;#039;&amp;#039; unabhängig blieben. Nach dem [[Erster Punischer Krieg|Ersten Punischen Krieg]] wurde Sizilien zur ersten römischen Provinz, zunächst noch unter Ausschluss von Syrakus, das seine Freiheit erst 211 verlor. Die griechischsprachige Bevölkerung wurde nach der Annexion der &amp;#039;&amp;#039;Magna Graecia&amp;#039;&amp;#039; im Laufe der Jahrhunderte bis auf geringe Restbestände in abgelegenen Gebieten weitgehend [[Romanisierung|romanisiert]]. Dieser Prozess war allerdings sehr langwierig: In vielen Städten Siziliens wurden noch im [[2.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert]] n.&amp;amp;nbsp;Chr. griechische Inschriften gesetzt. Die Spuren des Griechischen in den heutigen süditalienischen Dialekten gehen allerdings wahrscheinlich auf das frühe Mittelalter zurück, als das Gebiet unter [[Byzantinisches Reich|byzantinischer]] Herrschaft stand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bedeutende Siedlungen ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Colonne Doriche.JPG|mini|Reste eines dorischen Tempels in [[Tarent]] (Apulien)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Metapontum 2013.JPG|mini|[[Hera]]tempel bei [[Metaponto]] (Lukanien)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Temple of Heracles - Agrigento - Italy 2015 (2).JPG|mini|Tempel bei [[Agrigent]] (Sizilien)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Selinunte-pjt2.jpg|mini|[[Selinunt]]: Trümmer des Tempels&amp;amp;nbsp;E (Sizilien)]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Colonie greche e fenicie in Italia.jpg|mini|Kolonien der &amp;#039;&amp;#039;Magna Graecia&amp;#039;&amp;#039; und andere griechische Kolonien in Italien (in rot)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Viele der griechischen Neugründungen wurden schnell mächtig und reich, zum Beispiel [[Tarent]], Neapolis ({{lang|grc|Νεάπολις}}, [[Neapel]]), [[Syrakus]] und [[Sybaris]] ({{lang|grc|Σύβαρις}}). Da der kulturelle Einfluss der Griechen zudem zu einer Hellenisierung der Vorbevölkerung führte, übernahmen auch ursprünglich nichtgriechische Städte wie [[Segesta]] im Laufe der Zeit griechische Sprache und Organisationsformen. Daher ist bei mehreren Orten Unteritaliens und Siziliens unklar, ob es sich um griechische Gründungen oder um [[Hellenisierung|hellenisierte]] einheimische Siedlungen handelte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kalabrien ===&lt;br /&gt;
In [[Kalabrien]] sind insbesondere folgende Städte zu nennen:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Vibo Valentia|Hipponion]] (Vibo Valentia)&lt;br /&gt;
* [[Kaulon]] [[Monasterace]]&lt;br /&gt;
* [[Krimisa]] (Cirò)&lt;br /&gt;
* [[Crotone|Kroton]] ({{lang|grc|Κρότων}}, Crotone)&lt;br /&gt;
* [[Santa Maria del Cedro|Laos]] (Santa Maria del Cedro)&lt;br /&gt;
* [[Lokroi Epizephyrioi|Lokroi]] ({{lang|grc|Λοκροί}}, [[Locri]])&lt;br /&gt;
* [[Rosarno|Medma]] (Rosarno)&lt;br /&gt;
* [[Gioia Tauro|Metauros]] (Gioia Tauro)&lt;br /&gt;
* [[Strongoli|Petelia]] (Strongoli)&lt;br /&gt;
* [[Reggio Calabria|Rhegion]] ({{lang|grc|Ρήγιον}}, Reggio di Calabria)&lt;br /&gt;
* [[Sybaris]] ({{lang|grc|Σύβαρις}}, Sibari)&lt;br /&gt;
* [[Nocera Terinese|Temesa]] (Nocera Terinese)&lt;br /&gt;
* [[Thurii]] ({{lang|grc|Θούριοι|Thourioi}})&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kampanien ===&lt;br /&gt;
In [[Kampanien]] sind das folgende Städte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Pozzuoli|Dikaiarcheia]], römisch Puteoli (Pozzuoli)&lt;br /&gt;
* [[Elea]], römisch Velia ({{lang|grc|Ελαία|Elaia}}, Ascea)&lt;br /&gt;
* [[Cumae|Kyme]] (Cuma)&lt;br /&gt;
* [[Neapolis (Neapel)|Neapolis]] ({{lang|grc|Νεάπολις}}, Neapel)&lt;br /&gt;
* [[Ischia (Kampanien)|Pithecusae]] (Ischia)&lt;br /&gt;
* [[Paestum|Poseidonia]] (Paestum)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lukanien ===&lt;br /&gt;
In [[Lukanien]] sind folgende Städte eindeutig griechischen Ursprungs:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Herakleia (Basilikata)|Herakleia]], römisch Heraclea (Policoro)&lt;br /&gt;
* [[Metapont]]ion, römisch Metapontum ({{lang|grc|Μεταπόντιον}}, Metaponto)&lt;br /&gt;
* [[Pisticci|Pistoicos]] (Pisticci)&lt;br /&gt;
* [[Pyxous]], römisch [[Buxentum]] (heute Policastro Bussentino, Ortsteil von Santa Marina)&lt;br /&gt;
* [[Nova Siri|Siris]] (Nova Siris)&lt;br /&gt;
* [[Troilia]], [[Obelanon]] (Ferrandina)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Apulien ===&lt;br /&gt;
In [[Apulien]] sind das folgende Städte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Gallipoli (Apulien)|Kallipolis]] (Gallipoli)&lt;br /&gt;
* [[Tarent|Taras]], römisch Tarentum (Taranto)&lt;br /&gt;
* Kanousion, römisch [[Canusium]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Sizilien ===&lt;br /&gt;
In [[Sizilien]] sind die folgenden griechischen Städte besonders erwähnenswert:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Agrigent|Akragas]] ({{lang|grc|Ἀκραγας}}, Agrigento)&lt;br /&gt;
* [[Palazzolo Acreide|Akrai]] (Palazzolo Acreide)&lt;br /&gt;
* [[Gela]]s (Gela)&lt;br /&gt;
* [[Herakleia Minoa]]&lt;br /&gt;
* [[Himera]] (Termini Imerese)&lt;br /&gt;
* [[Kamarina]]&lt;br /&gt;
* [[Comiso|Kasmenai]] (Comiso)&lt;br /&gt;
* [[Catania|Katane]] (Catania)&lt;br /&gt;
* [[Lentini|Leontinoi]] (Lentini)&lt;br /&gt;
* [[Lipari]]&lt;br /&gt;
* [[Megara Hyblaea|Mègara Hyblaea]]&lt;br /&gt;
* [[Milazzo|Mylae]] (Milazzo)&lt;br /&gt;
* [[Giardini-Naxos|Naxos]]&lt;br /&gt;
* Panhormos ([[Palermo]])&lt;br /&gt;
* [[Selinunt|Selinus]] (Selinunte)&lt;br /&gt;
* [[Syrakus]]ai ({{lang|grc|Συράκουσαι}}, Syrakus)&lt;br /&gt;
* [[Messina|Zankle]] (Messina)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Regionen ===&lt;br /&gt;
* [[Adria (Venetien)|Adria]] (Adria)&lt;br /&gt;
* [[Ancona|Ankon]] (Ancona)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siedlungen in der Spätantike und Mittelalter ==&lt;br /&gt;
Mit Beginn der Christianisierung Süditaliens (im 3./4.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert) gewann Griechisch als Sprache der Kirche wieder an Bedeutung. Seit dem 6.&amp;amp;nbsp;Jahrhundert, als [[Ostrom]] die Insel kontrollierte, kamen dann Griechen aus dem östlichen Mittelmeerraum, vom Balkan, aus Kleinasien, dem Vorderen Orient und Nordafrika nach [[Unteritalien]], so dass es zu einer erneuten Gräzisierung kam.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Später waren es dann [[Basilianer]]mönche, die sich auf der Flucht vor den [[Ikonoklasmus|ikonoklastischen]] Gesetzen der byzantinischen Kaiser befanden. Der so genannte [[Byzantinischer Bilderstreit|Bilderstreit]] verbot ihnen die [[Ikonenmalerei]], die wirtschaftliche Basis des Ordens. In Apulien versteckten sich die vertriebenen griechischen Mönche in den Schluchten der [[Murgia]] und gründeten dort Höhlensiedlungen und Kirchen. Die über 500 Höhlen- und Grottenkirchen gehören zu den Sehenswürdigkeiten des Hinterlandes von Tarent und der Hoch-Murgia. Die größten besitzen sogar einen fünfschiffigen Grundriss. Die [[Felsenkirche]]n befinden sich noch in einem relativ guten Erhaltungszustand und sind zum Teil mit farbenprächtigen Fresken verziert, die zum Bilderkreis des [[Byzantinischer Ritus|byzantinischen Ritus]] gehören. Das Mönchsleben in den Höhlensiedlungen hat nicht selten zur Gründung von Schluchtenstädten geführt, die unmittelbar darüber entstanden. Zu den wichtigsten und sehenswertesten gehören [[Massafra]], Gravina, [[Grottaglie]] und vor allem [[Matera]] in der [[Basilikata]]. Erst 1071 kam die [[Byzantinisches Reich|byzantinische]] Präsenz in Italien an ihr Ende.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Griko ==&lt;br /&gt;
Noch heute existiert in [[Kalabrien]] und vor allem im [[Salento]] in [[Apulien]] eine kleine Minderheit, die [[Griko]] spricht&amp;amp;nbsp;– eine Sprache mit [[Altgriechische Sprache|altgriechischen]], [[Mittelgriechische Sprache|byzantinisch-griechischen]] und [[Italienische Sprache|italienischen]] Elementen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Archäologisches Nationalmuseum Tarent]]&lt;br /&gt;
* [[Geschichte von Tarent]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Luca Cerchiai u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Die Griechen in Süditalien. Auf Spurensuche zwischen Neapel und Syrakus.&amp;#039;&amp;#039; Theiss, Stuttgart 2004, ISBN 3-8062-1845-5.&lt;br /&gt;
* [[Martin Dreher]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Westgriechen: andere Griechen?&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Gymnasium (Zeitschrift)|Gymnasium]].&amp;#039;&amp;#039; Band 116, 2009, S. 519–546.&lt;br /&gt;
* Furio Durando u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Magna Graecia. Kunst und Kultur der Griechen in Italien.&amp;#039;&amp;#039; Hirmer, München 2004, ISBN 3-7774-2045-X.&lt;br /&gt;
* [[Peter Funke (Historiker)|Peter Funke]]: &amp;#039;&amp;#039;Western Greece (Magna Graecia).&amp;#039;&amp;#039; In: Konrad Kinzl (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;A Companion to the Classical Greek World.&amp;#039;&amp;#039; Blackwell, Oxford 2006, S. 153–173.&lt;br /&gt;
* Hansgerd Hellenkemper (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die neue Welt der Griechen. Antike Kunst aus Unteritalien und Sizilien.&amp;#039;&amp;#039; Zabern, Mainz 1998, ISBN 3-8053-2498-7.&lt;br /&gt;
* Mario Lazzarini: &amp;#039;&amp;#039;La Magna Grecia.&amp;#039;&amp;#039; Scorpione Editrice, Taranto 1990, 1995, ISBN 88-8099-027-6.&lt;br /&gt;
* Kathryn Lomas (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The World of the Western Greeks.&amp;#039;&amp;#039; Routledge, London 2015, ISBN 978-1-138-34785-4.&lt;br /&gt;
* [[Dieter Mertens (Bauforscher)|Dieter Mertens]]: &amp;#039;&amp;#039;Städte und Bauten der Westgriechen. Von der Kolonisationszeit bis zur Krise um 400 vor Christus.&amp;#039;&amp;#039; Hirmer, München 2006, ISBN 3-7774-2755-1.&lt;br /&gt;
* Norbert A. Przesang: &amp;#039;&amp;#039;Magna Graecia. Die Griechen in Unteritalien und Sizilien. Handbuch für Studienreisende und Studierende.&amp;#039;&amp;#039; Projekte-Verlag Cornelius, Halle 2009, ISBN 978-3-86634-832-5.&lt;br /&gt;
* {{RE|VII,2|1690|1691|Graecia magna|Moses Jakob Weiss|RE:Graecia magna}}&lt;br /&gt;
* Hermann Wentker: &amp;#039;&amp;#039;Sizilien und Athen. Die Begegnung der attischen Macht mit den Westgriechen.&amp;#039;&amp;#039; Quelle &amp;amp; Meyer, Heidelberg 1956.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Anmerkungen ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=4074449-8|VIAF=246532659}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Historische Landschaft oder Region in Europa]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Landschaft in Italien]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sizilien in der Antike]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Territorium (Antikes Griechenland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Magna Graecia| ]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Antike Geographie (Italien)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Procopius</name></author>
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