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	<title>Magmatische Differentiation - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T17:15:54Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Magmatische_Differentiation&amp;diff=902880&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Lysippos: /* Beispiel: Bushveld-Komplex in Südafrika */ korr</title>
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		<updated>2025-01-25T06:13:39Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Beispiel: Bushveld-Komplex in Südafrika: &lt;/span&gt; korr&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;magmatische Differentiation&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet die Entstehung unterschiedlicher Teilmagmen aus einem so genannten Stamm-[[Magma]] durch Veränderung der chemischen Zusammensetzung. Dieses Konzept entstammt einem Teilgebiet der [[Geologie]], der [[Endogene Dynamik|Endogenen Dynamik]], die sich mit den magmatischen Prozessen im Erdinneren befasst. Es beschreibt das Phänomen, dass aus einer flüssigen Gesteinsschmelze (Magma) mit einer bestimmten chemisch-mineralogischen Zusammensetzung (Stammmagma), nicht einfach ein bestimmtes [[magmatisches Gestein]] mit derselben Zusammensetzung [[auskristallisieren]] muss, wie zu erwarten wäre, sondern dass daraus eine ganze Reihe von unterschiedlichen Gesteinen mit verschiedenen Zusammensetzungen, sprich verschiedenen Mineralkomponenten, entstehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Trennung durch Schwerkraft und Kristallisation ==&lt;br /&gt;
Bereits im schmelzflüssigen Zustand können sich unmischbare Komponenten, wie [[sulfid]]ische und [[oxide|oxidische]] Phasen einer Schmelze, voneinander trennen, ähnlich, wie sich Öl von Essig trennt (Liquidentmischung oder &amp;#039;&amp;#039;[[Liquation]]&amp;#039;&amp;#039;). Häufiger ist jedoch die Trennung von frühzeitig auskristallisierten [[Mineral]]en von der verbliebenen Teilschmelze (auch &amp;#039;&amp;#039;Residuum&amp;#039;&amp;#039; genannt), in dem die Minerale unter dem eigenen [[Spezifisches Gewicht|spezifischen Gewicht]] auf den Boden der [[Magmakammer]] absinken (Schwereseigerung, oder &amp;#039;&amp;#039;Gravitationsdifferentiation&amp;#039;&amp;#039;). Bereits [[Charles Darwin]] hatte 1844 vermutet, dass die so entstandenen Teilmagmen durch [[Tektonik|tektonische]] Bewegungen voneinander abgepresst und getrennt werden können. In den 1920er Jahren entwickelten [[Paul Niggli]] und [[Hans Cloos]] die Vorstellung, dass sich die festen und flüssigen, oder unmischbaren, Bestandteile einer Schmelze besonders beim Aufstieg des Magmas zur Erdoberfläche trennen (&amp;#039;&amp;#039;Bewegungsdifferentiation&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept der magmatischen Differentiation durch &amp;#039;&amp;#039;[[Fraktionierte Kristallisation (Petrologie)|fraktionierte Kristallisation]]&amp;#039;&amp;#039; wurde besonders von [[Norman L. Bowen|Norman Bowen]] entwickelt und beruht auf der Tatsache, dass Gesteinsschmelzen bzw. Magmen Mehrkomponenten- oder [[Mehrstoffsystem]]e sind, deren einzelne Komponenten verschiedene [[Schmelzpunkt]]e besitzen. Beim Abkühlen eines Magmas kristallisiert deshalb zuerst die Komponente mit dem höchsten Schmelzpunkt aus und sinkt in der Magmakammer aufgrund höherer Dichte nach unten. Aus der restlichen Teilschmelze, dem &amp;#039;&amp;#039;Residuum&amp;#039;&amp;#039;, kristallisiert bei weiterem Abkühlen nun jene Komponente mit dem nächsthöheren Schmelzpunkt aus, die wiederum nach unten absinkt; somit ändert die Restschmelze bei kontinuierlicher Abkühlung ständig ihre [[Chemie|chemische]] Zusammensetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bowen’sches Reaktionsprinzip ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Bowen-reactionsprinzip neu.png|mini|400px|Diagramm nach Bowen (1928), welches das theoretische Entwicklungs- und Reaktionsschema der Abkühlung eines subalkalischen Magmas illustriert. Durch die Kristallisation der SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-armen Mineralphasen mit hoher Kristallisationstemperatur verschiebt sich die chemische Zusammensetzung der übrigen fluiden Phase (des „Rest“-Magmas) hin zu einer SiO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Anreicherung.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei subalkalischen Schmelzen unterscheidet man die &amp;#039;&amp;#039;kontinuierliche Reihe&amp;#039;&amp;#039; von der &amp;#039;&amp;#039;diskontinuierlichen Reihe&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der kontinuierlichen Reihe beginnt die Differentiation mit der Auskristallisation eines kalziumreichen [[Plagioklas]], dem Endglied des [[Feldspat]]-Mischkristallsystems [[Anorthit]]. Je weiter das Magma abkühlt bzw. je mehr Anorthit abgeschieden wird, desto weiter verschiebt sich das [[Mischkristall]]system zum natriumreichen Endglied [[Albit]]. Am Ende der Differentiation wird nur noch Albit abgeschieden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die diskontinuierliche Reihe bezeichnet die Differentiation verschiedener Minerale nach ihrem Schmelzpunkt. Zunächst wird [[Olivin]] mit dem höchsten Schmelzpunkt, dann [[Pyroxen]]e, anschließend [[Amphibol]]e und zum Schluss [[Biotit]] mit dem niedrigsten Schmelzpunkt abgeschieden.&lt;br /&gt;
Diese beiden Reihen laufen parallel nebeneinander ab und beschreiben die Differentiation von einer [[Mafit|mafischen]] (basischen) Schmelze hin zu einem [[Felsit|felsischen]] (sauren) Residuum, aus dem abschließend die Minerale [[Kalifeldspat]], [[Muskovit]] und [[Quarz]] auskristallisieren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allgemein nehmen im Verlauf der magmatischen Differentiation die Gehalte von [[Magnesium]], [[Eisen]] und [[Calcium]] im Restmagma ab und die von [[Silicium]], [[Natrium]] und [[Kalium]] zu. Das heißt, dass aus basaltischen Schmelzen zunächst die [[Mafit|mafischen]] und intermediären Minerale auskristallisieren und ein [[Felsit|felsisches]] Restmagma erzeugt wird, das letztendlich zu einem [[granit]]ischen Gestein erstarrt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Beispiel: Bushveld-Komplex in Südafrika ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Chromitite Bushveld South Africa.jpg|mini|Aufschluss von lagenförmigem Chromitit und [[Anorthosit]] (magmatische Differentiation) am Dwarsrivier in der Region [[Fetakgomo Tubatse Local Municipality|Steelpoort]]]]&lt;br /&gt;
Das prominenteste Beispiel für Differentiationsvorgänge ist der in [[Südafrika]] gelegene [[Bushveld-Komplex]]. Dieser basaltische [[Intrusion (Geologie)|Intrusivkomplex]] besitzt eine Gesteinsvariation von [[Ultrabasisches Gestein|ultrabasischer]] bis [[granit]]ischer Zusammensetzung und zeichnet sich durch seine sehr gut ausgeprägte [[Textur (Geologie)|Lagentextur]] aus, die der [[Schichtung]] von [[Sedimentgestein]]en verblüffend ähnlich sieht. Sie spiegelt die verschiedenen Differentiationszyklen des Bushveld wider. Die basischen bis ultrabasischen Anteile entstanden durch Differentiation eines [[tholeiit]]ischen Magmas, die Granite werden als aufgeschmolzenes und kontaminiertes Krustenmaterial angesehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Differenzierung (Planetologie)]]&lt;br /&gt;
* [[KREEP]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weiterführende Literatur ==&lt;br /&gt;
* Martin Okrusch, Siegfried Matthes: &amp;#039;&amp;#039;Mineralogie: Eine Einführung in die spezielle Mineralogie, Petrologie und Lagerstättenkunde.&amp;#039;&amp;#039; 7. überarbeitete Auflage, 2005, 522 S., ISBN 978-3-540-23812-6&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://www.rz.uni-karlsruhe.de/~ea19/SA/Exkursionsfuehrer/5_Bushveld_Komplex.html | wayback=20080615031932 | text=&amp;#039;&amp;#039;Der Bushveld Komplex.&amp;#039;&amp;#039;}} Südafrika Exkursion vom 24. Februar bis 12. März 2004, Institut für Mineralogie und Geochemie, [[Universität Karlsruhe]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Petrologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Plutonismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vulkanismus]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Lysippos</name></author>
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