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	<title>Magisches Denken - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T07:31:20Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Magisches_Denken&amp;diff=758629&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Jesse Maierhof: /* Annahmen bei magischem Denken */ Grüter hat einen eigenen Artikel, keine Verlinkung auf seine Website</title>
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		<updated>2026-02-21T14:44:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Annahmen bei magischem Denken: &lt;/span&gt; Grüter hat einen eigenen Artikel, keine Verlinkung auf seine Website&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Magisches Denken&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet in der Psychologie eine Erscheinungsform des Denkens, bei der eine Person annimmt, dass ihre Gedanken, Worte oder Handlungen Einfluss auf ursächlich nicht verbundene Ereignisse nehmen, solche hervorrufen oder verhindern können. Herkömmliche Regeln von [[Kausalität|Ursache und Wirkung]] werden ignoriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Magisches Denken wird häufig als normaler Teil der [[Entwicklungspsychologie|kindlichen Entwicklung]] und im Zusammenhang mit psychischen Störungen beobachtet.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. [[Nicolas Hoffmann]], Birgit Hofmann: &amp;#039;&amp;#039;Expositionen bei Ängsten und Zwängen. Praxishandbuch.&amp;#039;&amp;#039; 2., vollständig überarbeitete Auflage. Beltz, Weinheim u .a. 2008, ISBN 978-3-621-27638-2, S.&amp;amp;nbsp;49.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nicolas Hoffmann, Birgit Hofmann |Titel=Zwanghafte Persönlichkeitsstörung und Zwangserkrankungen |Verlag=Springer |Ort=Berlin Heidelberg |Datum=2010-04-14 |ISBN=978-3-642-02514-3 |Seiten=Kapitel 6: Zwangsgedanken und magisches Denken}}&amp;lt;/ref&amp;gt; In der [[Anthropologie]] steht &amp;#039;&amp;#039;magisches Denken&amp;#039;&amp;#039; für [[Magie|magische]] Vorstellungen, die sich mit übernatürlichen Mächten beschäftigen und sich in [[Ritual]]en äußern, die dem Wohl der Gemeinschaft dienen sollen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Levinson, Melvin Ember (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Encyclopedia of Cultural Anthropology.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;M – R.&amp;#039;&amp;#039; Holt, New York NY 1996, ISBN 0-8050-2877-3, S. 723.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
== Magisches Denken in Stammeskulturen ==&lt;br /&gt;
Der Anthropologe [[Edward Burnett Tylor]] prägte den Begriff „assoziatives Denken“ als eine Form des vorrationalen, magischen Denkens, das noch immer in [[Stammesgesellschaft|Stammeskulturen]] zu beobachten ist.&amp;lt;ref&amp;gt;E. E. Evans-Pritchard: &amp;#039;&amp;#039;Theories of Primitive Religion.&amp;#039;&amp;#039; Oxford University Press, 1977, S. 26–7.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Grundannahme besteht darin, dass zwei Gegenstände aufgrund ähnlicher Gestalt aufeinander Einfluss nehmen können. Zum Beispiel reiben die [[Azande (Ethnie)|Azande]], eine afrikanische Ethnie, Bananenstauden mit Krokodilzähnen ab, um ihre Erträge zu sichern. Da Krokodilzähne wie Bananen gekrümmt sind und nachwachsen, sobald sie ausfallen, glauben die Azande, dass die Krokodilzähne ihre positiven Eigenschaften durch Reibung auf die Stauden übertragen können.&amp;lt;ref&amp;gt;E. E. Evans-Pritchard: &amp;#039;&amp;#039;Witchcraft, Magic, and Oracles Among the Azande.&amp;#039;&amp;#039; Clarendon Press, Oxford 1937.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Magisches Denken im Umfeld psychischer Störungen ==&lt;br /&gt;
Im Erwachsenenalter kann magisches Denken Teil mehrerer abgeschwächter [[Psychose|psychotischer]] Symptome sein, jedoch ist nicht jede Form von magischem Denken psychotisch. In den [[DSM-IV]]-Kriterien der [[Schizotypische Persönlichkeitsstörung|schizotypischen Persönlichkeitsstörung]] werden Beziehungsideen, eigentümliche Vorstellungen oder magisches Denken sowie ungewöhnliche Wahrnehmungserlebnisse, eine eigenartige Denk- und Sprechweise sowie paranoide Ideen genannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Bechdolf, Stephan Ruhrmann, Birgit Janssen, Ronald Bottlender, Michael Wagner, Kurt Maurer, [[Heinz Häfner]], Wolfgang Maier, Joachim Klosterkötter: &amp;#039;&amp;#039;Prävention der Schizophrenie – Früherkennung und -intervention bei Personen mit erhöhtem Psychoserisiko.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Psychoneuro.&amp;#039;&amp;#039; Band 30, Nr. 11, 2004, {{ISSN|1611-9991}}, S. 606–614, [[doi:10.1055/s-2004-837066]].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Rahmen von [[Zwangsstörung]]en ist magisches Denken häufig zu beobachten und Auslöser für starke Ängste und Spannungszustände, die zu Zwangshandlungen führen. Im Unterschied zur paranoiden Überzeugtheit steht bei Zwangsstörungen der Zweifel im Vordergrund.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Magisches Denken in der Kindheitsentwicklung ==&lt;br /&gt;
Ein Teil der [[Entwicklungspsychologie|Entwicklungspsychologen]] sieht in Anlehnung an [[Jean Piaget]] („[[Egozentrismus]]“) magisches Denken als eine archaische [[Denken|Denkform]] der [[Animismus (Psychologie)|animistisch]]-magischen Entwicklungsphase des zwei- bis fünfjährigen Kindes. Piaget spricht auch vom [[Theorie der kognitiven Entwicklung nach Piaget#Stadium der präoperationalen Intelligenz|präoperationalen Denken]] des [[Kleinkind]]es.&amp;lt;ref&amp;gt;Franz Resch u. a.: &amp;#039;&amp;#039;Entwicklungspsychopathologie des Kindes- und Jugendalters. Ein Lehrbuch.&amp;#039;&amp;#039; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage. Beltz – Psychologie Verlags-Union, Weinheim 1999, ISBN 3-621-27319-0, S.&amp;amp;nbsp;163, 176.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Vorstufe des [[Rationalität|rationalen]] Denkens tritt bei Kindern magisches Denken etwa in Form des Glaubens an Wirkungen von Zauberei, [[Beschwörung]]en oder Wunschdenken auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Sabine Schrader, Anke Fischer (Red.): &amp;#039;&amp;#039;Psychologie. Allgemeine Psychologie, Entwicklungspsychologie, Sozialpsychologie.&amp;#039;&amp;#039; Compact-Verlag, München 2008, ISBN 978-3-8174-7811-8, S.&amp;amp;nbsp;212. [https://books.google.de/books?id=PlLuQUqt0KYC&amp;amp;pg=PA212&amp;amp;dq=Magisches+Denken&amp;amp;hl=de&amp;amp;ei=ttXTTcaLCYqg-AbKyazhCg&amp;amp;sa=X&amp;amp;oi=book_result&amp;amp;ct=result#v=onepage&amp;amp;q=Magisches%20Denken&amp;amp;f=false (online)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Annahmen bei magischem Denken ==&lt;br /&gt;
[[Thomas Grüter (Autor)|Thomas Grüter]] nennt als Charakteristika magischen Denkens die (hier vereinfacht wiedergegebenen) Annahmen&amp;lt;ref&amp;gt;Thomas Grüter: &amp;#039;&amp;#039;Magisches Denken. Wie es entsteht und wie es uns beeinflusst.&amp;#039;&amp;#039; Scherz, Frankfurt am Main 2010, ISBN 978-3-502-15158-6, S. 31 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;,&lt;br /&gt;
* es gebe übernatürliche Fernwirkung;&lt;br /&gt;
* Gegenstände könnten Eigenschaften ihrer Besitzer übertragen;&lt;br /&gt;
* Dinge, die eine Eigenschaft gemeinsam haben, seien auch in anderem ähnlich (vgl. beispielsweise [[Homöopathie]],  [[Signaturenlehre]] oder [[Analogiezauber]]);&lt;br /&gt;
* man könne die Außenwelt durch Worte, Formeln, [[Zauberspruch|Sprüche]] oder bloße [[Gedanken]] beeinflussen;&lt;br /&gt;
* die Zukunft sei vorhersehbar, bestimmte Dinge oder Vorgänge hätten eine Vorbedeutung, auch ohne Verbindung mit künftigen Ereignissen;&lt;br /&gt;
* Symbole, zum Beispiel [[Amulett]]e, hätten eine Wirkung;&lt;br /&gt;
* bestimmte Menschen hätten [[übernatürlich]]e Kräfte oder könnten Wesen mit solchen Kräften in ihren Dienst zwingen;&lt;br /&gt;
* Geister, Götter oder Geheimgesellschaften könnten voneinander getrennte Ereignisse oder Phänomene verbinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychopathologisches Symptom]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Entwicklungspsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Religionspsychologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Magie]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Jesse Maierhof</name></author>
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