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	<title>Magdalenenklause - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Magdalenenklause&amp;diff=395802&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Richard Huber am 24. April 2026 um 21:45 Uhr</title>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Magdalenenklause in Nymphenburg.jpg|mini|Magdalenenklause im Schlosspark Nymphenburg]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Magdalenenklause&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist eine bewohnbare [[künstliche Ruine]] in einem abgeschiedenen Waldteil nördlich der schlossnahen [[Boskett]]e im [[Schlosspark Nymphenburg]] in [[München]]. Sie wurde ab 1725 durch [[Joseph Effner]] im Auftrag des bayerischen Kurfürsten [[Maximilian II. Emanuel (Bayern)|Maximilian II. Emanuel]] errichtet. Das in der Tradition des [[Memento mori]] stehende Gebäude gilt als eine der ersten [[Kunstruine|Ruinenarchitekturen]] der europäischen [[Gartenkunst]]. Die Innenräume sind als [[Grotte]]n gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Nymphenburg Magdalenenklause - F. J. Beich, um 1730.jpg|mini|Schlosspark Nymphenburg: Magdalenenklause. Gemälde von [[Franz Joachim Beich]] (1665–1748), um 1730]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Nymphenburg Magdalenenklause - nach Lebschee, 1830.jpg|mini|Schlosspark Nymphenburg: Magdalenenklause. Nach einer Lithografie von Carl von Lebschée, 1830]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Klause ist [[Maria Magdalena]] geweiht, die in der [[Deckenmalerei]] und einer [[Stuck]]&amp;lt;nowiki&amp;gt;figur&amp;lt;/nowiki&amp;gt; dargestellt wird. Die düstere [[Einsiedelei]] diente dem Herrscher zur Flucht aus dem höfischen [[Zeremonie]]ll und sollte den lebens- und sinnenfrohen Fürsten nach eigenem Willen zur [[Kasteiung|Selbstkasteiung]] im Alter bewegen. Durch den Rückzug in die Einsamkeit wollte er wieder zur religiösen und philosophischen Besinnung kommen, zu Einfachheit und stillem Naturgenuss.&lt;br /&gt;
Als die Klause geweiht wurde, war Max Emanuel aber bereits verstorben. Über dem Eingang weist eine Marmortafel auf die Einweihung der Kapelle durch seinen Sohn, den Erzbischof und Kurfürsten von [[Kurköln|Köln]] [[Clemens August von Bayern|Clemens August]], am 4.&amp;amp;nbsp;April 1728 hin. Der Reiseschriftsteller [[Johann Georg Keyßler]] berichtete von diesem Ereignis, der Kurfürst habe den Altar der Eremitage eingeweiht „und die Gesellschaft machte sich dabei so lustig, daß für zweihundert Thaler Trinkgläser zerbrochen wurden.“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Carl Eduard Vehse |Titel=Geschichte der Höfe der Häuser Baiern, Würtemberg, Baden und Hessen |TitelErg=1. Theil |Reihe=Geschichte der deutschen Höfe seit der Reformation |NummerReihe=23 |Verlag=Hoffmann und Campe |Ort=Hamburg |Datum=1853 |Seiten=264 |Online=[http://bavarica.digitale-sammlungen.de/de/fs1/object/display/bsb10379458_00268.html?zoom=1 Digitalisat] |Abruf=2013-04-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Magdalenentag, dem 22.&amp;amp;nbsp;Juli, wird die Kapelle noch heute von [[Wallfahrt|Wallfahrern]] besucht. Der Besuch der Magdalenenklause soll manchen kranken Menschen Heilung gebracht haben. Freiin Auguste von Pechmann, die als Kind erblindet war, berichtete, dass sie durch Anwendung des dortigen Augenheilwassers ihr Augenlicht wieder erhielt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{BBKL|archiveurl=https://web.archive.org/web/20070629051727/http://www.bautz.de/bbkl/p/pechmann_a_a_k.shtml |band=22|spalten=1060–1066|autor=Manfred Berger|artikel=Pechmann, Auguste Maria Karoline Freiin von (Ps. Martha Friede)}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;In der Sendung des Bayerischen Rundfunks &amp;quot;Wir in Bayern&amp;quot; vom 22.&amp;amp;nbsp;Juli&amp;amp;nbsp;2025 berichtete Dr.&amp;amp;nbsp;Brigitte&amp;amp;nbsp;Köhler von der [[Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen|Bayerischen Schlösser und Seen Verwaltung]], daß aktuelle Untersuchungen ergeben haben, daß das Wasser, das in die Außenschale der Magdalenenklause gepumpt werden konnte aus dem Grundwasser kommt.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den alljährlichen Gedenktagen zum Namenstag entwickelte sich das [[Magdalenenfest]], das inzwischen im [[Hirschgarten (München)|Hirschgarten]] stattfindet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gestaltung ==&lt;br /&gt;
Direkt hinter der Eingangstüre beginnt der von J.&amp;amp;nbsp;B.&amp;amp;nbsp;Koch inkrustierte Grottenteil. Für die Gestaltung der verspielten Phantasiewelt wurden [[Tuff]]stein, Muscheln, bunte Steine und verschiedene andere Materialien verarbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentraler Blickort ist die Grottennische mit der 1726 vollendeten Figur der Maria Magdalena von [[Giuseppe Volpini]], von dem auch eine um 1720 entstandene Figur des [[Herakles|Herkules]] und weitere Werke im Schlosspark stammen. Neben der Figur nimmt der Schädel eines Toten das Memento mori-Motiv wieder auf. Davor sammelt ein kleines Becken Wasser, das dem Volksglauben nach von einer wundertätigen Quelle stammt. In ihm spiegelt sich der Himmel, der durch ein rundes Deckenloch zu sehen ist. Das erzeugt einen wunderbaren Effekt: Es scheint sich im Boden ein weiteres Loch aufzutun, durch das man in die Erde hinein in den Himmel jenseits des Erdbodens sehen kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben der Kapelle gibt es im Gebäude mehrere Wohnräume mit „schlichter“ Eichenholzvertäfelung, an den Wänden hängen Ölbilder, Zeichnungen und [[Kupferstich|Stiche]]. Ein großes Ölbild zeigt die halbnackte Magdalena vor dunklem Hintergrund. Eine &amp;#039;&amp;#039;Eremitenserie&amp;#039;&amp;#039; von [[Jan Sadeler&amp;amp;nbsp;I.]] ist [[Anthropospeläologie|anthropospeläologisch]] erwähnenswert, da sie verschiedene Eremiten und Heilige darstellt, die entweder in hohlen Bäumen oder gleich in einem Felsloch hausen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bildergalerie ==&lt;br /&gt;
Bilder vom Innenraum&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;120&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Magdalenenklause innen 2.jpg|Grottensaal mit Blick auf die Magdalena-Statue&lt;br /&gt;
Magdalenenklause innen.jpg|Grottensaal mit Blick auf den Alar&lt;br /&gt;
Magdalenenklause innen.jpg|Grottensaal mit Blick auf den Alar&lt;br /&gt;
Magdalenenklause Altarraum 4.jpg|Altarraum&lt;br /&gt;
Altar in der Magdalenenklause.jpg|Altar in der Magdalenenklause&lt;br /&gt;
Magdalenenklause Nymphenburg Sakralraum.jpg|Kuppel mit Gemälden&lt;br /&gt;
Fresko Fußwaschung.jpg|Kuppel-Fresko Fußwaschung&lt;br /&gt;
Fresko Magdalena mit auferstandenem Christus.jpg|Kuppel-Fresko Magdalena mit auferstandenem Christus&lt;br /&gt;
Orthodoxes Kreuz und Druckgrafiken.jpg|Nische mit orthodoxem Kreuz&lt;br /&gt;
Statue Büßende Magdalena mit Attributen 1.jpg|Magdalena-Statue&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
Details der &amp;quot;Ruinenarchitektur&amp;quot; von außen&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot; heights=&amp;quot;120&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
München-Nymphenburg Schlosspark Nymphenburg Magdalenenklause 556.jpg|&amp;quot;Ruinenarchitektur&amp;quot;&lt;br /&gt;
München-Nymphenburg Schlosspark Nymphenburg Magdalenenklause 551.jpg|&lt;br /&gt;
Schlosspark Nymphenburg Magdalenenklause Muenchen-4.jpg|Inschrift über dem Eingangsportal&lt;br /&gt;
2023-06-25 MUC-KulturTour Nymphenburg 31.jpg|Fenster mit Einfaßung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Bayerische Verwaltung der staatlichen Schlösser, Gärten und Seen, München (Hrsg.), Luisa Hager (Bearb.): &amp;#039;&amp;#039;Nymphenburg – Schloss, Park und Burgen&amp;#039;&amp;#039;, Amtlicher Führer, München 1960.&lt;br /&gt;
* Kai-Uwe Nielsen: &amp;#039;&amp;#039;Die Magdalenenklause im Schlosspark zu Nymphenburg&amp;#039;&amp;#039;, (Schriften aus dem Institut für Kunstgeschichte der Universität München; 53), tuduv-Verlag, München 1990, ISBN 3-88073-374-0.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Medien ==&lt;br /&gt;
* Sichtbare Vergänglichkeit: Die Magdalenenklause im Schlosspark Nymphenburg. Filmdokumentation von Peter Solfrank, Bayerisches Fernsehen. Erstausstrahlung in der Sendereihe &amp;#039;&amp;#039;[[Zwischen Spessart und Karwendel]]&amp;#039;&amp;#039; am 11. April 2009.[http://br.de/s/2v69wGV]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.lochstein.de/hrp/themen/stadt/magda/magda.htm Die Magdalenenklause im Nymphenburger Schloßpark - ein anthropospeläologisches Schmuckstück] Essay von Franz Lindenmayr&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Coordinate |NS=48/9/36/N |EW=11/30/0/E |type=landmark |region=DE}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Künstliche Ruine]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlosspark Nymphenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bauwerk in Nymphenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Baudenkmal in Nymphenburg]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1720er Jahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Richard Huber</name></author>
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