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	<title>Magdalena Kopp - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-04T20:22:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;SchlurcherBot: Bot: http → https</title>
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		<updated>2025-12-28T00:25:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: http → https&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Magdalena Cäcilia Kopp&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[2. April]] [[1948]] in [[Neu-Ulm]]; † [[15. Juni]] [[2015]] in [[Frankfurt am Main]]) war eine deutsche [[Terrorismus|Terroristin]] der [[Revolutionäre Zellen (Deutschland)|Revolutionären Zellen]]&amp;lt;ref&amp;gt;[[Die Welt]]: [https://www.welt.de/welt_print/article1153209/Die-Frau-des-Terroristen.html Die Frau des Terroristen]&amp;lt;/ref&amp;gt; und die Ehefrau des als „Carlos“ bekannten Terroristen [[Ilich Ramírez Sánchez]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Magdalena Kopp wuchs im bayerisch-schwäbischen Neu-Ulm als Tochter eines [[Beamtentum|Postbeamten]] und einer [[Kellner]]in auf. Als Realschülerin lernte sie Michel Leiner (1942–2014) kennen, der an der [[Hochschule für Gestaltung Ulm|Ulmer Hochschule für Gestaltung]] studierte, als [[Sozialistischer Deutscher Studentenbund|SDS-Mitglied]] in der [[Westdeutsche Studentenbewegung der 1960er Jahre|linken Studentenbewegung]] aktiv war und ihr Lebensgefährte wurde. Nach dem Schulabschluss begann sie eine Fotografenlehre, die sie zunächst abbrach und von 1967 bis 1969 in [[Berlin]] an der [[Lette-Verein#Berufsfachschule für Design|Lette-Schule]] abschloss.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Terrorjahre&amp;#039;&amp;#039; S. 39 f&amp;lt;/ref&amp;gt; 1969 zog sie zu Leiner nach Frankfurt am Main,&amp;lt;ref&amp;gt;Schröm: &amp;#039;&amp;#039;Im Schatten des Schakals&amp;#039;&amp;#039; S. 36&amp;lt;/ref&amp;gt; wo Tochter Anna zur Welt kam&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Terrorjahre&amp;#039;&amp;#039; S. 7&amp;lt;/ref&amp;gt; und Leiner Herstellungsleiter und Art Director beim 1970 gegründeten Verlag [[Stroemfeld Verlag|Roter Stern]] wurde,&amp;lt;ref&amp;gt;Ursula Wenzel: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.form.de/de/news/nachruf-michel-leiner-dot-7-mai-1942-16-marz-2014 Nachruf Michel Leiner.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Form&amp;#039;&amp;#039; vom März 2014, abgerufen am 19. Juni 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; für den in der Folge auch Kopp arbeitete.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie verliebte sich 1972 in den Verlagsmitarbeiter [[Johannes Weinrich (Terrorist)|Johannes Weinrich]], für den sie ihren Mann verließ. Mit Weinrich zog sie zunächst nach Bochum, bevor sie mit ihrer Tochter nach [[Gaiganz]] bei [[Erlangen]] ging, wo sie als Repro-Fotografin arbeitete. Ihr Arbeitgeber war die von [[Gerd-Hinrich Schnepel]] geführte „Politladen Buchhandlung und Verlags GmbH“, die eng mit der linksradikalen Frankfurter Szene verbunden war.&amp;lt;ref&amp;gt;Schröm: &amp;#039;&amp;#039;Im Schatten des Schakals&amp;#039;&amp;#039; S. 37&amp;lt;/ref&amp;gt; Kopp gehörte zu den Mitbegründern der Frankfurter „[[Revolutionäre Zellen (Deutschland)|Revolutionären Zellen]]“ (RZ). Mitglieder dieser Gruppe, der neben Weinrich und Schnepel auch [[Hans-Joachim Klein (Terrorist)|Hans-Joachim Klein]], [[Wilfried Böse]] und [[Brigitte Kuhlmann]] angehörten, waren an dem [[OPEC-Geiselnahme|Überfall auf die OPEC-Konferenz 1975]] und an der [[Operation Entebbe|Entführung einer Air-France-Maschine]] von [[Athen]] nach [[Entebbe]] im Jahr 1976 beteiligt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Weinrich, der 1975 an einem fehlgeschlagenen Anschlag auf ein israelisches Flugzeug auf dem Pariser Flughafen beteiligt war, tauchte sie 1978 im Ausland unter. Ihre Tochter ließ sie bei deren Vater zurück. Weinrich war mit dem international gesuchten Terroristen [[Ilich Ramírez Sánchez]], genannt Carlos, befreundet. Ende 1978 reiste Kopp über Prag nach Bagdad, wo Carlos unter dem Schutz des irakischen Geheimdienstes lebte.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Sontheimer: &amp;#039;&amp;#039;[https://www.spiegel.de/spiegel/print/d-52715139.html Die Geliebte des Schakals.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Spiegel&amp;#039;&amp;#039; vom 27. August 2007, abgerufen am 19. Juni 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1979 war Kopp mit Carlos liiert und arbeitete im engsten Führungskreis seiner &amp;#039;&amp;#039;Organisation Internationalistischer Revolutionäre&amp;#039;&amp;#039; mit. Am 16. Februar 1982 wurde sie in [[Paris]] auf den [[Champs-Elysées]] mit dem Mittäter [[Bruno Breguet]] verhaftet, als sie einen Sprengstoffanschlag auf die Botschaft [[Kuwait]]s verüben wollte, mit dem Schutzgeld erpresst werden sollte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Focus&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[http://www.focus.de/politik/deutschland/attentate-lillys-generalbeichte_aid_161955.html Attentate: Lillys Generalbeichte,]&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Focus&amp;#039;&amp;#039; vom 11. November 1996, abgerufen am 16. Juli 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während ihrer Inhaftierung verübte Carlos als Vergeltung mehrere Anschläge auf arabische und französische Einrichtungen mit zahlreichen Todesopfern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bald nach ihrer Haftentlassung 1985 kehrte sie zu Carlos zurück und lebte mit ihm und der 1986 geborenen Tochter in der [[Syrien|syrischen]] Hauptstadt [[Damaskus]]. 1991 ließ Carlos im [[Libanon]] seine Ehe mit Magdalena Kopp amtlich nach [[Schari’a|islamischem Recht]] registrieren. Kopp war bei dem amtlichen Akt nicht anwesend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1991 berichtete die Illustrierte &amp;#039;&amp;#039;[[Stern (Zeitschrift)|Stern]]&amp;#039;&amp;#039; in einem ausführlichen Artikel unter dem Titel „Der Pate des Terrors“, dass Kopp mit ihrer Tochter an der Seite von Carlos in Damaskus lebte.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Wilhelm Dietl]]: &amp;#039;&amp;#039;Der Pate des Terrors&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Stern&amp;#039;&amp;#039; vom 8. Mai 1991, S. 20 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Der syrische Geheimdienst empfahl angesichts der öffentlich gewordenen Informationen, dass Kopp das Land verlassen solle. Kopp gelangte 1992 mit ihrer Tochter in Carlos’ Heimat [[Venezuela]] und lebte dort die folgenden drei Jahre unter der Obhut von Carlos’ wohlhabender und einflussreicher Familie. Im Juni 1995 berichtete das deutsche Nachrichtenmagazin &amp;#039;&amp;#039;[[Focus]]&amp;#039;&amp;#039; über die Enttarnung Kopps in der venezolanischen Stadt [[Valencia (Venezuela)|Valencia]] durch eigene Reporter.&amp;lt;ref&amp;gt;Wilhelm Dietl: &amp;#039;&amp;#039;[http://www.focus.de/politik/deutschland/terrorismus-lilly-im-goldenen-kaefig_aid_153032.html „Lilly“ im goldenen Käfig.]&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Focus&amp;#039;&amp;#039; vom 26. Juni 1995, abgerufen am 18. Juni 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; Carlos wurde 1994 im [[Sudan]] festgenommen und an Frankreich ausgeliefert. Ende 1995 kehrte Magdalena Kopp mit ihrer Tochter nach Neu-Ulm zurück, wo sie seitdem lebte. Sie sagte sich von Carlos los und stellte sich den Ermittlungsbehörden als Zeugin zur Verfügung.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Focus&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als erstem Journalisten vertraute Kopp ihre Erfahrungen und Einblicke [[Oliver Schröm]] an, der sie als wichtigste Quelle für sein 2002 erschienenes Buch &amp;#039;&amp;#039;Im Schatten des Schakals: Carlos und die Wegbereiter des internationalen Terrorismus&amp;#039;&amp;#039; einstufte.&amp;lt;ref&amp;gt;Schröm: &amp;#039;&amp;#039;Im Schatten des Schakals.&amp;#039;&amp;#039; S. 9.&amp;lt;/ref&amp;gt; In den folgenden Jahren verarbeitete sie ihre Erinnerungen an die 13 Jahre mit Carlos in einem autobiographischen Buch mit dem Titel &amp;#039;&amp;#039;Die Terrorjahre: Mein Leben an der Seite von Carlos,&amp;#039;&amp;#039; das 2007 veröffentlicht wurde. In der [[Filmbiographie]] &amp;#039;&amp;#039;[[Carlos – Der Schakal]]&amp;#039;&amp;#039; des Regisseurs [[Olivier Assayas]] (2010) spielte [[Nora von Waldstätten]] die Rolle der Magdalena Kopp.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.focus.de/kultur/kino_tv/film-nora-von-waldstaetten-muss-mit-der-filmfigur-traeumen_aid_510509.html Focus vom 20. Mai 2010: Nora von Waldstätten muss mit der Filmfigur träumen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der Dokumentarfilm &amp;#039;&amp;#039;[[In The Darkroom]]&amp;#039;&amp;#039; (2013) von Nadav Schirman beleuchtet mit Interviews der Beteiligten aus der RZ, Magdalena Kopp und der gemeinsamen Tochter Rosa die Beziehung zu Carlos und ihren Weg an der Seite des Top-Terroristen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 15. Juni 2015 starb Magdalena Kopp in Frankfurt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.augsburger-allgemeine.de/neu-ulm/Magdalena-Kopp-war-mehr-als-nur-die-Terroristen-Braut-id34605502.html |titel=Magdalena Kopp war mehr als nur die Terroristen-Braut |werk=Augsburger Allgemeine  |datum=2015-09-25 |zugriff=2015-09-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Veröffentlichungen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Die Terrorjahre. Mein Leben an der Seite von Carlos&amp;#039;&amp;#039;. DVA, München 2007, ISBN 978-3-421-04269-9.&lt;br /&gt;
* mit [[Jochem Hendricks]]: Revolutionäres Archiv, Buchhandlung König, Köln 2015, ISBN 978-3-86335-506-7.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Dokumentarfilm ==&lt;br /&gt;
* Nadav Schirman: &amp;#039;&amp;#039;Die Frau des Schakals&amp;#039;&amp;#039; (englischer Originaltitel: &amp;#039;&amp;#039;In the Darkroom&amp;#039;&amp;#039;), Deutschland/Israel/Finnland/Rumänien/Italien 2012, 90 Minuten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Adrian Hänni: &amp;#039;&amp;#039;Terrorist und CIA-Agent. Die unglaubliche Geschichte des Schweizers Bruno Breguet&amp;#039;&amp;#039;. NZZ Libro, Basel 2023, ISBN 978-3-907291-87-0&lt;br /&gt;
* [[Oliver Schröm]]: &amp;#039;&amp;#039;Im Schatten des Schakals: Carlos und die Wegbereiter des internationalen Terrorismus.&amp;#039;&amp;#039; Christoph Links Verlag, Berlin 2002, ISBN 978-3-86153-245-3.&lt;br /&gt;
* [[Peter Zadek]]: &amp;#039;&amp;#039;Die heißen Jahre. 1970–1980&amp;#039;&amp;#039;. Kiepenheuer &amp;amp; Witsch, Köln 2006, ISBN 3-462-03694-7, S. 171 f.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|133582310}}&lt;br /&gt;
* [[Michael Sontheimer]]: [https://www.spiegel.de/einestages/die-frau-des-terroristen-a-949271.html &amp;#039;&amp;#039;Die Frau des Terroristen: „Ich bin kein Mensch, der andere töten kann“&amp;#039;&amp;#039;.] Interview mit Magdalena Kopp auf [[einestages]], [[Spiegel Online]], 29. August 2007.&lt;br /&gt;
* Karsten Kammholz: [https://www.welt.de/welt_print/article1153209/Die-Frau-des-Terroristen.html &amp;#039;&amp;#039;Die Frau des Terroristen&amp;#039;&amp;#039;.] [[Die Welt]], 3. September 2007.&lt;br /&gt;
* [[Wilhelm Dietl]]: [http://www.focus.de/politik/deutschland/attentate-lillys-generalbeichte_aid_161955.html &amp;#039;&amp;#039;Attentate: Lillys Generalbeichte&amp;#039;&amp;#039;.] [[Focus]] 46/1996 vom 11. November 1996&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=133582310|LCCN=n/2007/86843|VIAF=77507541}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Kopp, Magdalena}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Revolutionären Zellen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person des Antizionismus]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Attentäter]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1948]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 2015]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Kopp, Magdalena&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Kopp, Magdalena Cäcilia (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsche Ehefrau des Terroristen „Carlos“&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=2. April 1948&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Neu-Ulm]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=15. Juni 2015&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Frankfurt am Main]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;SchlurcherBot</name></author>
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