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	<title>Madrasa - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Aka: Tippfehler entfernt, ISBN-Format, geschützte Leerzeichen sichtbar gemacht bzw. entfernt</title>
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		<updated>2025-11-10T18:17:21Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;a href=&quot;/index.php?title=Benutzer:Aka/Tippfehler_entfernt&amp;amp;action=edit&amp;amp;redlink=1&quot; class=&quot;new&quot; title=&quot;Benutzer:Aka/Tippfehler entfernt (Seite nicht vorhanden)&quot;&gt;Tippfehler entfernt&lt;/a&gt;, ISBN-Format, geschützte Leerzeichen sichtbar gemacht bzw. entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Islamische Schule|Siehe auch: [[Madhhab]] für &amp;#039;&amp;#039;islamische Rechtsschule&amp;#039;&amp;#039;.}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Bukhara03.jpg|miniatur|hochkant|[[Mir-i-Arab-Medrese]] in [[Buchara]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Registan - Sherdor madrasa.jpg|mini|Die [[Scherdor-Medrese]] in [[Samarkand]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Medrese&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.duden.de/rechtschreibung/Medrese Duden].&amp;lt;/ref&amp;gt; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Madrasa&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{arS|مدرسة&amp;amp;lrm;|b=Ort des Studiums}}, [[Plural]] &amp;#039;&amp;#039;Madāris&amp;#039;&amp;#039;; {{trS|&amp;#039;&amp;#039;medrese&amp;#039;&amp;#039;}}), im Deutschen auch &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Medresse&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;Plural lt. Duden &amp;#039;&amp;#039;Die deutsche Rechtschreibung&amp;#039;&amp;#039;, S. 678: &amp;#039;&amp;#039;Medressen&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist seit dem 10. Jahrhundert die Bezeichnung für eine Lehreinrichtung, in der den [[Islam|islamischen]] Grundsätzen gemäß das Wissen der Zeit vermittelt werden soll. In heutiger Zeit hingegen wird damit in bestimmten Regionen mit zwei parallelen Schulsystemen (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Bangladesch#Bildung|Bangladesch]] und [[Madrasas in Pakistan|Pakistan]]) eine islamische Schule für Kinder (umgangssprachlich &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Koranschule&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Islamschule&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;) in Abgrenzung zu einer allgemeinbildenden Schule bezeichnet. Hierzu gehört die einführende Koranschule, die als Maktab oder Kuttāb bezeichnet wird. In der [[Arabische Welt|arabischen Welt]] sowie in einigen weiteren Sprachen, die diesen Begriff unmittelbar aus dem Arabischen übernommen haben, z.&amp;amp;nbsp;B. im [[Persische Sprache|Persischen]],&amp;lt;ref&amp;gt;Im persischen Sprachgebrauch ist &amp;#039;&amp;#039;Madrase&amp;#039;&amp;#039; der Allgemeinbegriff für „Schule“ (vgl. Junker/Alavi: &amp;#039;&amp;#039;Persisch-deutsches Wörterbuch&amp;#039;&amp;#039;, Leipzig/Teheran 1970, S. 699). Zur Kennzeichnung der beiden Schulkategorien Grund- und weiterführende Schule werden die Begriffe {{faS|دبستان&amp;amp;lrm;|DMG=dabestān|de=Grundschule}} und {{fa|دبيرستان&amp;amp;lrm;|DMG=dabīrestān|de=weiterführende Schule (Mittelschule, Gymnasium)}} benutzt (vgl. Junker/Alavi, S. 300, 301).&amp;lt;/ref&amp;gt; wird heute allgemein jede [[Schule]] als &amp;#039;&amp;#039;Madrasa&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Größe von Madrasas variiert erheblich: Während einige nur aus einem einzigen Unterrichtsraum bestehen, umfassen andere einen ganzen Komplex von Gebäuden mit speziellen Räumlichkeiten für die Lehre, die Bibliothek, die Unterbringung von Schülern und Lehrern sowie für den Gottesdienst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Personen, die eine Madrasa-Ausbildung vollständig durchlaufen haben, erhalten häufig bestimmte Ehrentitel wie [[Mullah]] (in [[Iran]]), [[Mawlawi|Mawlawī]] (in [[Südasien]]) oder [[Hodschatoleslam|Huddschat al-Islām]] (im [[Schiismus]]).&amp;lt;ref&amp;gt; In Iran werden die islamischen [[Zwölfer-Schia#Ausbildung und Autoritätsstufen des Klerus|theologischen Hochschulen]] als {{fa|حوزه&amp;amp;lrm;|DMG=[[Hawza|Ḥauze]]}} (von {{arS|حوزة&amp;amp;lrm;|DMG=Ḥauza}}) bezeichnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Lehrplan und Finanzierung ==&lt;br /&gt;
Zu den Kerndisziplinen der Madrasa gehören [[Fiqh]]-, [[Usūl al-fiqh]]- und [[Hadith]]wissenschaft, [[Arabische Sprache|arabische Sprachlehre]] ([[Arabische Sprache|Klassisches Arabisch]]) und [[Koranwissenschaften]]. Darüber hinaus wurden – insbesondere in den frühen und einflussreichen, [[Nizāmīya]] genannten Madāris (oder Medresen) in [[Bagdad]], [[Nischapur]], [[Isfahan]] und [[Basra]] – auch Naturwissenschaften sowie Logik und Mathematik unterrichtet: Die berühmten Universalgelehrten [[Omar Chayyām]], [[Alhazen|Ibn al-Haytham]] und [[Avicenna|Ibn Sīnā]] entstammen diesen einflussreichen [[Seldschuken|seldschukischen]] Medresen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Madrasa wird üblicherweise durch eine [[Waqf|fromme Stiftung]] finanziert. Dem Stifter steht es dabei zu, das Lehrprogramm sowie die Anzahl der Studenten, Lehrer und anderen Bediensteten festzulegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Etymologie, Anfänge und Verbreitung ===&lt;br /&gt;
Der Ausdruck &amp;#039;&amp;#039;Madrasa&amp;#039;&amp;#039; leitet sich (wie möglicherweise auch der Städtename „[[Madras]]“) vom arabischen Verb {{ar|دَرَسَ|d=darasa|b=lernen, studieren}}, mit Präfix &amp;#039;&amp;#039;ma-&amp;#039;&amp;#039; des Ortes,&amp;lt;ref&amp;gt;[[Karl Lokotsch]]: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der europäischen (germanischen, romanischen und slavischen) Wörter orientalischen Ursprungs.&amp;#039;&amp;#039; Carl Winter, Heidelberg 1927, S. 107, Nr. 1345 (&amp;#039;&amp;#039;madrasa&amp;#039;&amp;#039;, „Hochschule“).&amp;lt;/ref&amp;gt; ab und betraf ursprünglich den Ort, an dem das Studium der islamischen Rechtslehre &amp;#039;&amp;#039;(Fiqh)&amp;#039;&amp;#039; stattfand.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Pedersen/Makdisi 1124b.&amp;lt;/ref&amp;gt; Anfangs waren [[Moschee]]n, insbesondere [[Freitagsmoschee]]n, die wichtigsten Orte für die Vermittlung von Kenntnissen in dieser Disziplin.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Makdisi 1981, 12.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im 10. Jahrhundert wurden im zentralasiatischen [[Chorasan]] mit der Gründung der ersten Madrasas erstmals spezialisierte Lernorte für islamisches Recht geschaffen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Pedersen-Makdisi 1126b.&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine der ältesten erhaltenen Madrasas in [[Zentralasien]] ist [[Chodscha Maschhad]] (11./12. Jahrhundert) im heutigen Südwesten Tadschikistans.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Einführung der Madrasa im Irak erfolgte in der zweiten Hälfte des 11. Jahrhunderts, als zwei Amtsträger des Seldschuken-Reiches, der Wezir [[Nizam al-Mulk]] (1018–1092) und der Finanzminister (&amp;#039;&amp;#039;mustaufī&amp;#039;&amp;#039;) Scharaf al-Mulk, zwei Madrasas in [[Bagdad]] gründeten. Nizam al-Mulk begnügte sich nicht mit der Errichtung seiner Madrasa in Bagdad, sondern gründete solche Schulen noch in mehreren anderen Städten wie [[Nischapur]], [[Mossul]] und [[Balch]]. Mit diesen als [[Nizāmīya]] bezeichneten Schulen erreichte das staatlich geförderte Madrasa-Wesen seinen ersten Höhepunkt. Im frühen 12. Jahrhundert gründeten Sunniten, die zu einflussreichen Positionen im Fatimidenreich gelangt waren, die ersten Madrasas in Ägypten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Berkey 131.&amp;lt;/ref&amp;gt; Zum wichtigsten Förderer der Madrasa in der zweiten Hälfte des Jahrhunderts wurde [[Saladin]]. Er gründete Madrasas nicht nur in [[Kairo]], sondern auch in den neu von ihm eroberten Gebieten Syrien, Palästina und im [[Hedschas]]. Die frühen Madrasas waren alle entweder auf den [[Schafiiten|schafiitischen]] oder [[Hanafiten|hanafitischen]] [[Madhhab]] ausgerichtet. In traditionalistischen Kreisen, insbesondere bei den [[Hanbaliten]], gab es noch lange Zeit religiöse Vorbehalte gegenüber der neuen Institution.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Makdisi 1961, 52.&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahre 1234 gründete der abbasidische Kalif [[al-Mustansir (Abbasiden)|al-Mustansir]] mit seiner [[al-Mustansiriyya-Universität|al-Madrasa al-Mustansiriyya]] zum ersten Mal eine Madrasa, die alle vier sunnitischen Madhhabs einbezog. Später wurden solche Vier-Madhhab-Madrasas auch an anderen Orten, zum Beispiel in Kairo und Mekka, errichtet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im 13. Jahrhundert wurde die Madrasa durch die [[Hafsiden]] (1229–1574) und [[Meriniden]] auch im Maghreb eingeführt. Die erste Madrasa auf dem Gebiet des heutigen [[Tunesien]] war die 1258 gegründete Madrasat al-Maʿrad in [[Tunis]]. Auf dem Gebiet Marokkos war die 1285 von [[Abu Yusuf Yaqub]] errichtete Madrasat as-Saffārīn die erste Bildungsinstitution dieser Art.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Pedersen-Makdisi 1127b-1128a.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung in Südasien ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Mohimaganj Madrasa.jpg|miniatur|Die 1939 in der Nähe von [[Rangpur (Stadt)|Rangpur]] in Bangladesch errichtete Mohimaganj-Madrasa]]&lt;br /&gt;
In Indien wurden die ersten Madrasas ebenfalls schon im 13. Jahrhundert gegründet. Um die Mitte des 18. Jahrhunderts wurde hier mit dem &amp;#039;&amp;#039;Dars-i Nizāmī&amp;#039;&amp;#039;, einem Lehrcurriculum, das die Gelehrten von [[Farangi Mahall]] entwickelt hatten, die Madrasa-Ausbildung standardisiert. Sie umfasste neben Traditionswissenschaften (&amp;#039;&amp;#039;manqūlāt&amp;#039;&amp;#039;) auch rationale Wissenschaften (&amp;#039;&amp;#039;maʿqūlāt&amp;#039;&amp;#039;). Zu ersteren gehörten arabische Grammatik und Syntax (&amp;#039;&amp;#039;ṣarf wa-naḥw&amp;#039;&amp;#039;), Rhetorik (&amp;#039;&amp;#039;balāġa&amp;#039;&amp;#039;), Rechtstheorie ([[Usūl al-fiqh]]), Hadith-Wissenschaft und [[Koranexegese]], zu letzteren Logik (&amp;#039;&amp;#039;manṭiq&amp;#039;&amp;#039;), Weisheitslehre (&amp;#039;&amp;#039;ḥikma&amp;#039;&amp;#039;), Theologie ([[Kalām]]) und Mathematik (&amp;#039;&amp;#039;riyāḍīyāt&amp;#039;&amp;#039;).&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Francis Robinson: &amp;#039;&amp;#039;The Ulama of Farangi Mahall and Islamic Culture in South Asia.&amp;#039;&amp;#039; Delhi 2001, S. 48–50.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während der [[Britisch-Indien|britischen Kolonialzeit]] kam es unter den muslimischen Gelehrten zu Diskussionen darüber, wie weit auch die modernen westlichen Wissenschaften in die Madrasa-Ausbildung integriert werden sollten.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. dazu Farhat Hasan: &amp;#039;&amp;#039;Madāris and the challenges of modernity in Colonial India.&amp;#039;&amp;#039; In: Hartung/Reifeld 56-72.&amp;lt;/ref&amp;gt; Während es in Farangi Mahall selbst diesbezüglich eine große Offenheit gab, waren die Gelehrten des 1866 neu gegründeten [[Dar ul-Ulum Deoband]] erheblich zurückhaltender. Insbesondere [[Rashid Ahmad Gangohi]], einer der Mitbegründer der Schule, lehnte die modernen westlichen Wissenschaften ab.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Barbara Daly Metcalf: &amp;#039;&amp;#039;Islamic Revival in British India. Deoband, 1860–1900.&amp;#039;&amp;#039; Princeton 1982, S. 101.&amp;lt;/ref&amp;gt; Keine Vorbehalte gab es dagegen hinsichtlich der Verwendung der modernen Drucktechnik zur Verbreitung der eigenen Bücher.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Hasan 67-69.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Entwicklung in Westafrika ===&lt;br /&gt;
In Mali ist die Madrasa noch eine relativ junge Erscheinung. Die ersten beiden Einrichtungen wurden 1946 in [[Kayes]] und [[Ségou]] gegründet. Zwar standen sowohl die französische Kolonialmacht als auch später das Regime von [[Modibo Keïta]] den Madrasas ablehnend gegenüber,&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Brenner 164f.&amp;lt;/ref&amp;gt; doch hatten diese großen Zulauf. Im Jahre 1983 besuchten insgesamt 60.000 Schüler eine solche Einrichtung. 1985 wurden die Madrasas von der Regierung als Erziehungseinrichtungen anerkannt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Brenner 168f.&amp;lt;/ref&amp;gt; In dem Dekret, das die Madrasas gleichzeitig dem Erziehungsministerium unterstellte, wurde die „Malische Organisation für Einheit und Fortschritt“ (&amp;#039;&amp;#039;Association malienne pour l&amp;#039;unité et le progrès de l&amp;#039;islam&amp;#039;&amp;#039; – AMUPI) als Repräsentant der Madrasas in den Verhandlungen mit den staatlichen Stellen bestimmt.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Brenner 172f.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1986 verabschiedete das Erziehungsministerium ohne Konsultation der Madrasa-Leiter ein neues Unterrichtsprogramm für die Madrasas, das neue einheitliche Prüfungen für das „Grundlegende Lehrdiplom“ (&amp;#039;&amp;#039;Diplôme d’enseignement fondamental&amp;#039;&amp;#039; – DEF) vorsah. Für das Unterrichtsjahr 1987/88 waren diese Prüfungen erstmals obligatorisch. Schüler, die sich weigerten, an den Prüfungen teilzunehmen, wurden ab 1988 von Stipendien für Studienaufenthalte im Ausland ausgeschlossen. Die Madrasa-Leiter protestierten gegen die staatliche Bevormundung und legten im September 1988 dem neuen Erziehungsminister einen eigenen Entwurf für das Lehrprogramm vor. Das Erziehungsministerium nahm diesen Entwurf an und richtete im selben Jahr für die Madrasa-Lehrer zwei Ausbildungsprogramme ein, die auch eine praktische Ausbildung vorsahen. Das eine Programm wurde von der [[Islamische Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur|Islamischen Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur]] betreut und finanziert, das andere von dem [[Internationale Universität Afrikas|Islamisch-Afrikanischen Zentrum in Khartum]].&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Brenner 169-171, 175.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1989 wurde die Kontrolle der Madrasas dem „Zentrum für die Förderung der arabischen Sprache“ (&amp;#039;&amp;#039;Centre pour la promotion de la langue arabe&amp;#039;&amp;#039; – CPLA), einer Abteilung des Malischen Erziehungsministeriums, übertragen.&amp;lt;ref&amp;gt;Vgl. Brenner 178f.&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Datei:Muhammad-Amin-Khan Madrasa-Khiva2.jpg|miniatur|Muhammed-Amin-Khan-Madrasa in [[Chiwa]]]]In den Ländern des [[Maghreb]] ist die Madrasa eine der drei Ausbildungsstufen der traditionellen islamischen Bildung, die zusammenfassend als &amp;#039;&amp;#039;Mahadra&amp;#039;&amp;#039; (arabisch: maḥḍara, Pl.: maḥāḍir = ‚Sitzung‘, ‚Anwesenheit‘ – beim Lehrer, Gastgeber u.&amp;amp;nbsp;a.)&amp;lt;ref&amp;gt;Das Wort „maḥaḍra“ ist die nordafrikanische Variante des arabischen Wortes &amp;#039;&amp;#039;maḥḍara&amp;#039;&amp;#039; durch die dort gepflegte Öffnung der geschlossenen und mit der anschließenden Schließung der offenen Silbe im Auslaut. Zu maḥḍara siehe: R. Dozy: &amp;#039;&amp;#039;Supplément aux dictionnaires arabes&amp;#039;&amp;#039;; Paris, Leiden 1967&amp;lt;sup&amp;gt;3&amp;lt;/sup&amp;gt;; Bd. 1, S. 299a: &amp;#039;&amp;#039;assemblée, réunion de personnes en société. Ecole&amp;#039;&amp;#039; (mit Belegen). Eine weitere Bedeutung des Wortes ist: ‚Protokoll der Beweisaufnahme‘ in der islamischen Gerichtsbarkeit. Siehe: Christian Müller: &amp;#039;&amp;#039;Gerichtspraxis im Stadtstaat Córdoba. Zum Recht der Gesellschaft in einer mālikitisch-islamischen Rechtstradition des 5./11. Jahrhunderts&amp;#039;&amp;#039;; Brill: Leiden 1999; S. 149 und Anm. 269&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet werden. Hierzu gehört die einführende Koranschule, die als Maktab oder Kuttāb bezeichnet wird. Sie beschränkt sich zunächst ausschließlich auf das [[Auswendiglernen]] (ḥifẓ) des Korantextes und die Schreibung desselben. Zur Mahadra gehören ferner die vertiefende Ausbildung an der Madrasa (auch &amp;#039;&amp;#039;Mahadra&amp;#039;&amp;#039; im engeren Sinn) und die religiöse Spezialisierung, die in der [[Tekke|Zāwiya]] erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;Michael Hirth: &amp;#039;&amp;#039;Traditionelle Bildung und Erziehung in Mauretanien. Zum entwicklungspolitischen Potential der maurischen mahadra.&amp;#039;&amp;#039; (Europäische Hochschulschriften, Bd. 175, Reihe XXXI Politikwissenschaft) Peter Lang, Frankfurt u.&amp;amp;nbsp;a. 1991, S. 34&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Chouki El Hamel: {{Webarchiv|url=http://www.public.asu.edu/~hel01/transmission.PDF |wayback=20100803104104 |text=&amp;#039;&amp;#039;The Transmission of Islamic Knowledge in Moorish Society  from the Rise of the Almoravids to the 19th Century.&amp;#039;&amp;#039;}} (PDF; 1,4&amp;amp;nbsp;MB) In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Religion in Africa&amp;#039;&amp;#039; XXIX, 3, 1999, S. 62–87&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Erziehungssystem [[Senegal]]s spielt die [[Daara]] als traditionelle islamische Bildungsinstitution eine wichtige Rolle.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Liste traditioneller islamischer Bildungseinrichtungen]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jonathan Berkey: &amp;#039;&amp;#039;The Transmission of Knowledge in Medieval Cairo. A Social History of Islamic Education.&amp;#039;&amp;#039; New Jersey 1989.&lt;br /&gt;
* Jonathan P. Berkey: &amp;#039;&amp;#039;Madrasas Medieval and Modern: Politics, Education and the Problem of Muslim Identity.&amp;#039;&amp;#039; In: Robert W. Hefner, Muhammad Qasim Zaman (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Schooling Islam: The Culture and Politics of Modern Muslim Education.&amp;#039;&amp;#039; Princeton University Press, Princeton (New Jersey) 2006, S. 40–60 ([https://citeseerx.ist.psu.edu/viewdoc/download?doi=10.1.1.492.1981&amp;amp;rep=rep1&amp;amp;type=pdf Draft], PDF; 127&amp;amp;nbsp;kB).&lt;br /&gt;
* Louis Brenner: &amp;#039;&amp;#039;La culture arabo-islamique au Mali&amp;#039;&amp;#039; in René Otayek: &amp;#039;&amp;#039;Le radicalisme islamique au sud du Sahara. &amp;#039;&amp;#039;Da&amp;#039;wa&amp;#039;&amp;#039;, arabisation et critique de l&amp;#039;Occident&amp;#039;&amp;#039;. Karthala, Paris, 1993. S. 161–188.&lt;br /&gt;
* Jamal Malik (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[https://books.google.de/books/about/Madrasas_in_South_Asia.html?id=NVnVOGluM3UC&amp;amp;redir_esc=y Madrasas in South Asia: Teaching Terror?]&amp;#039;&amp;#039;. London / New York 2008.&lt;br /&gt;
* Jamal Malik: &amp;#039;&amp;#039;Colonialization of Islam: Dissolution of Traditional Institutions in Pakistan.&amp;#039;&amp;#039; New Delhi / Lahore 1996.&lt;br /&gt;
* Jan-Peter Hartung, Helmut Reifeld (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Islamic Education, Diversity, and National Identity. Dīnī Madāris in India Post 9/11.&amp;#039;&amp;#039; New Delhi / London 2006.&lt;br /&gt;
* [[Peter Heine (Islamwissenschaftler)|Peter Heine]]: &amp;#039;&amp;#039;Koranschulen für afghanische Flüchtlinge.&amp;#039;&amp;#039; In: Peter Heine: &amp;#039;&amp;#039;Terror in Allahs Namen. Extremistische Kräfte im Islam.&amp;#039;&amp;#039; Herder, Freiburg 2001, ISBN 3-451-05240-7, S. 113–116 (zu Medresen in Pakistan ab 1945).&lt;br /&gt;
* George Makdisi: &amp;#039;&amp;#039;Muslim institutions of learning in eleventh-century Baghdad.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Bulletin of the Schoo of Oriental and African Studies.&amp;#039;&amp;#039; Band 24, 1961, S.&amp;amp;nbsp;1–56. – Erneut abgedruckt in George Makdisi: &amp;#039;&amp;#039;Religion, Law and Learning in Classical Islam.&amp;#039;&amp;#039; Hampshire 1991.&lt;br /&gt;
* George Makdisi: &amp;#039;&amp;#039;The Rise of Colleges. Institutions of Learning in Islam and the West.&amp;#039;&amp;#039; Edinburgh 1981.&lt;br /&gt;
* Farish A. Noor, Yoginder Sikand und Martin van Bruinessen (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;[https://www.oapen.org/search?identifier=340086 The Madrasa in Asia: Political Activism and Transnational Linkages]&amp;#039;&amp;#039;. Amsterdam University Press, Amsterdam 2008, ISBN 978-90-5356-710-4.&lt;br /&gt;
* Johannes Pedersen, George Makdisi: &amp;#039;&amp;#039;Madrasa. 1. The Institution in the Arabic, Persian and Turkish Lands&amp;#039;&amp;#039;. In &amp;#039;&amp;#039;[[The Encyclopaedia of Islam. New Edition]]&amp;#039;&amp;#039; Bd. V, London 1986, S. 1123a-1134b ([[doi:10.1163/1573-3912_islam_COM_0610]]).&lt;br /&gt;
* Munibur Rahman: Art. &amp;#039;&amp;#039;Madrasa. 2. In Muslim India&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[The Encyclopaedia of Islam. New Edition]]&amp;#039;&amp;#039; Bd. V, London 1986, S. 1134b-1136a.&lt;br /&gt;
* Mareike J. Winkelmann: &amp;#039;&amp;#039;From Behind the Curtain: A Study of a Girls’ Madrasa in India.&amp;#039;&amp;#039; Amsterdam University Press, Amsterdam 2005, [https://openaccess.leidenuniv.nl/bitstream/handle/1887/10064/Dissertation_Winkelmann.pdf Online bei ISIM Review, Leiden University Libraries] (PDF; 1,3&amp;amp;nbsp;MB).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Koranschule}}&lt;br /&gt;
* Sebastian Günther: [https://www.youtube.com/watch?v=NxWTIbs4MU8 &amp;#039;&amp;#039;Die Madrasa als Bildungseinrichtung im mittelalterlichen Islam&amp;#039;&amp;#039;].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4169230-5|LCCN=sh96009872|NDL=|VIAF=|REMARK=Ansetzungsform GND: „Medrese“.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Islamische Theologie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Islamische Architektur]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Stadtbaugeschichte (Islam)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Madrasa| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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