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	<title>Madeleine Vionnet - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Madeleine_Vionnet&amp;diff=919707&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Josef J. Jarosch am 22. Juni 2025 um 09:50 Uhr</title>
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		<updated>2025-06-22T09:50:30Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:DUNAND Jules John - MADELEINE VIONNET.jpg|alternativtext=Gemälde von DUNAND Jules John - Madeleine VIONNET|mini|[[Jean Dunand|DUNAND Jules John]] - Madeleine VIONNET]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Madeleine Marie Valentine Vionnet&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[22. Juni]] [[1876]] in [[Chilleurs-aux-Bois]], [[Département Loiret]]; † [[2. März]] [[1975]] in [[Paris]])&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://gw.geneanet.org/mounette39?lang=fr&amp;amp;n=vionnet&amp;amp;oc=0&amp;amp;p=madeleine+marie+valentine |titel=Généalogie de Madeleine Marie Valentine VIONNET |sprache=fr |abruf=2021-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Sophie Dalloz-Ramaux |Hrsg= |Titel=Madeleine Vionnet: Créatrice de mode |Verlag=Cabedita |Ort= |Datum=2006}}&amp;lt;/ref&amp;gt; war eine [[Frankreich|französische]] [[Modedesign|Modeschöpferin]] der [[Haute Couture]], die vor allem für ihre Kleiderentwürfe im [[Schrägschnitt|Diagonalschnitt]] berühmt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Madeleine Marie Vionnet wurde als Tochter von Marie Gardembois und dem [[Zoll (Abgabe)|Zollbeamten]] Abel Vionnet in Chilleurs-aux-Bois bei [[Orléans]] geboren, wuchs aber an der [[Grenze zwischen Frankreich und der Schweiz|französisch-schweizerischen Grenze]] in Aubervilliers im [[Département Jura]] auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Julia Kunkelmann |Titel=Designer-ABC: Vionnet, Madeleine |Sammelwerk=FAZ.NET |ISSN=0174-4909 |Online=https://www.faz.net/aktuell/stil/mode-design/mode/designer-abc/madeleine-vionnet-portrait-designer-abc-der-faz-1464904.html |Abruf=2021-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt; Nach der Trennung ihrer Eltern 1879 wurde sie von ihrem Vater erzogen, der sie schon früh bei einer [[Klöppeln|Spitzenklöpplerin]] in die Ausbildung gab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Rebecca Arnold |Hrsg= |Titel=Vionnet, Madeleine |Sammelwerk=The Berg Companion to Fashion |Band= |Nummer= |Verlag=Bloomsbury Publishing (UK) |Ort= |Datum=2010 |ISBN=978-1-4742-6471-6 |Seiten= |Online=https://www.bloomsburyfashioncentral.com/products/berg-fashion-library/encyclopedia/the-berg-companion-to-fashion |Abruf=2021-01-04 |DOI=10.5040/9781474264716.0015672}}&amp;lt;/ref&amp;gt;[[Datei:Museo del Traje - MT106249 - Vestido largo.jpg|mini|Kleid von Madeleine Vionnet, ca. 1921–1930.]]Nach einer kurzen Ehe ging Vionnet nach England und fand eine Anstellung bei der erfolgreichen Londoner Schneiderin [[Kate Reilly|Kate Reily]], die die Damen der englischen Aristokratie einkleidete.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Colin McDowell |url=https://www.businessoffashion.com/articles/news-analysis/madeleine-vionnet-1876-1975 |titel=Madeleine Vionnet (1876–1975) |werk=businessoffashion.com |datum=2015-08-23 |sprache=en-GB |abruf=2021-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Zurück in Paris, arbeitete Vionnet von 1901 bis 1906 als Zuschneiderin von [[Nesseltuch]] und Schnittenwerferin für die lizenzierten Modelle im Modeatelier [[Schwestern Callot|Callot Soeurs]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Ingrid Loschek, Gundula Wolter |Hrsg= |Titel=Reclams Mode- und Kostümlexikon |Auflage=6 |Verlag=Reclam |Ort=Stuttgart |Datum=2011 |ISBN=978-3-15-010818-5 |Seiten=599}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Gegensatz zu den Autodidaktinnen [[Elsa Schiaparelli]] und [[Coco Chanel]] lernte sie somit das Entwerfen und Schneidern von der Pike auf. Im Jahr 1907 wurde sie Designerin bei [[Jacques Doucet (Modedesigner)|Jacques Doucet]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt; der auch schon [[Paul Poiret]] beschäftigt hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit einem Startkapital von 100.000 gesparten und 200.000 geliehenen Francs konnte sie im Jahr 1912 ihren eigenen Salon in der Pariser [[Rue de Rivoli]] eröffnen, den sie wegen des [[Erster Weltkrieg|Kriegsausbruchs]] jedoch 1914 bereits wieder schließen musste. Vionnet zog vorübergehend nach Rom. Ihre dortigen Erfahrungen und Studien des [[Antikes Griechenland|antiken Griechenlands]] beeinflussten ihr Werk nachhaltig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; 1923 eröffnete Vionnet ihren antikisierend eingerichteten Salon erneut, diesmal im Pariser Modeviertel auf der Avenue Montaigne.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt; Vionnets Unternehmen wuchs trotz der [[Weltwirtschaftskrise]] an. 1932 umfasste es 21 Ateliers und eine zweite Boutique in [[Biarritz]].&lt;br /&gt;
[[Datei:1925 unlicensed copy of Madeleine Vionnet’s “Little Horses” dress.jpg|mini|Unlizenziertes Plagiat von Vionnets „Little Horses“-Kleid, 1925.]]&lt;br /&gt;
Modellentwürfe für Lizenzen lehnte sie weitgehend ab.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot; /&amp;gt; Trotz anhaltender Versuche, das Plagiieren ihrer Entwürfe in Frankreich und den USA zu unterbinden – darunter ein gewonnener Rechtsstreit – bedeutete dieses weitverbreitete Problem für Vionnet wie für [[Chanel]] und andere Modehäuser hohe Verluste.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:3&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1939 wurde Vionnet mit dem Orden der [[Ehrenlegion|Légion d’Honneur]] ausgezeichnet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot; /&amp;gt; Nach Ausbruch des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] musste das Haus Vionnet im Jahr 1940 endgültig schließen. Vionnet zog sich gänzlich in ihr Bauernhaus in [[Cély]] zurück, von wo sie nach Kriegsende Unterricht im Diagonalschnitt gab. Unter anderem unterrichtete sie [[Marcelle Chaumont]] (1891–1990) und [[Jacques Griffe]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Madeleine Vionnet starb im Jahr 1975 kurz vor Vollendung ihres 99. Lebensjahres.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Privatleben ===&lt;br /&gt;
Mit 18 heiratete Vionnet Emile Dépoutot; das gemeinsame Kind starb im Kindbett 1895. 1898 wurde die Ehe wieder geschieden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:4&amp;quot; /&amp;gt; 1923 heiratete Vionnet erneut, diesmal den 18 Jahre jüngeren russischen Offizier Dimitri Netchvolodoff, dem sie die Verantwortung für ein Schuhgeschäft übertrug, an dem er aber bald das Interesse verlor. Die Ehe blieb kinderlos und wurde 1943 geschieden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:0&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:1&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Stil ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ebenso wie [[Paul Poiret]] verzichtete Vionnet von Beginn ihrer Karriere an auf das Korsett.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Valerie Steele |Titel=Paris Fashion: A Cultural History |Verlag=Bloomsbury Publishing Plc |Datum=2017 |ISBN=978-1-4742-6971-1 |Online=https://www.bloomsburycollections.com/book/paris-fashion-a-cultural-history |Abruf=2021-01-04 |DOI=10.5040/9781474269711.ch-011}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In den 1930er Jahren änderte Vionnet ihre Linie, wobei sie ins Romantische ging: Kleider mit angesetzten weiten Röcken aus [[Tüll]] und [[Gaze]], entfernt inspiriert von den Moden aus der Mitte des 19. Jahrhunderts, mit den langen, weiten und durch [[Krinolinenmode|Krinolinen]] gestützten Röcken, jedoch mit bewegungsfreundlichen Schnitten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Arbeitsweise ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vionnet nahm besondere Rücksicht auf die räumliche Wirkung eines Kleides und fertigte deshalb bereits die erste „Skizze“ als körperhaftes Gebilde im Raum an, nie als zweidimensionale Zeichnung auf dem Papier.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der von Anfang an praktischen Arbeit mit dem Stoff, den sie an einer Holzpuppe von allen Seiten gestaltete, entstanden so die Vionnet-typischen [[Draperie]]n. Madeleine Vionnet erprobte alle Schnitte immer zuerst mit einfachem [[Nesseltuch]] an einer ca. 80&amp;amp;nbsp;cm hohen Puppe aus Palisanderholz. Sie arbeitete solange an einem Entwurf, bis er ihr gefiel, dann übergab sie das Werk an eine Assistentin, welche für eine Anfertigung des Schnitts in Originalgröße sorgte. Zugunsten eines edlen Faltenwurfs verwendete Vionnet vorrangig sehr elegant fallende Stoffe wie [[Crêpe Romain]], [[Crêpe de Chine]], [[Musselin|Seidenmusselin]] und [[Charmeuse (Wirkware)|Charmeuse]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; Auf diese Art und Weise entwickelte Madeleine Vionnet ein völlig neues Profil für Damenkleidung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Körper und Schnitt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einem klassischen Künstler gleich, ging es ihr um die Realisierung eines zeitenthobenen Schönheitsbegriffs, wozu sie sich der Haute Couture, der „Hohen Schneiderkunst“, im wahrsten Sinne des Wortes bediente. Ihre herausragende Leistung bestand aus ihrem neuartigen Umgang (Diagonalschnitt) mit dem Stoff: Die Kleider wirkten, als hätten sie eine Art Eigenleben, umflossen den Körper ihrer Trägerin und vollzogen dessen Bewegungen nach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sie hatte das Bestreben, eine zeitlose Schönheit zu schaffen, und positionierte sich damit ihrer Meinung nach als außerhalb der Mode agierend:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Si l’on peut dire qu’il existe une école Vionnet, c’est surtout parce que je me suis montrée une ennemie de la mode. Il y a dans les caprices saisonniers, fugitifs, un élément superficiel et instable qui choque mon sens de la beauté.&lt;br /&gt;
 |Sprache=fr&lt;br /&gt;
 |Autor=Madeleine Vionnet&lt;br /&gt;
 |Quelle=29. Mai 1937&lt;br /&gt;
 |Übersetzung=Wenn man sagen kann, dass eine Vionnet-Schule existiert, dann vor allem, weil ich eine Feindin der Mode war. In den saisonalen, flüchtigen Launen steckt ein oberflächliches und instabiles Element, das meinen Schönheitssinn beleidigt.&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[http://excerpts.numilog.com/books/9782908228571.pdf Lydia Kamitsis: &amp;#039;&amp;#039;Madeleine Vionnet.&amp;#039;&amp;#039; Paris 1996, S. 4.]&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Diagonalschnitt ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Madeleine Vionnet gilt als Erfinderin des [[Schrägschnitt|Diagonalschnitts]], bei welchem der Stoff, statt dem Fadenlauf folgend zugeschnitten zu werden, schräg verlaufend verarbeitet wird. Der Diagonalschnitt ist noch heute eine der wichtigsten Techniken der [[Haute Couture]]. Modehistoriker sind sich heute allerdings auch einig darüber, dass bereits vorher einige im Diagonalschnitt gefertigte Teile existierten, sodass Vionnet diesen Schnitt nicht neu entwickelt hat, sondern ihn vielmehr perfektionierte. [[Issey Miyake]] verglich ihre Roben einmal mit der [[Nike von Samothrake]]: „Als ich das erste Mal ein Kleid von Madeleine Vionnet sah, dachte ich an eine Reinkarnation der Nike-Statue. Madame Vionnet hatte den schönsten Aspekt der klassischen griechischen Ästhetik eingefangen, nämlich den Körper und die Bewegung.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Inspiration ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Madeleine Vionnet, puriste de la mode (lesartsdecoratifs).jpg|mini|Thayaht: Logo von Vionnets Salon, ca. 1912–1914.]]&lt;br /&gt;
Nachdem sich Vionnet zu Beginn ihrer Karriere vom [[Kimono]] inspirieren ließ,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Patricia Mears |Hrsg= |Titel=Japonisme |Sammelwerk=The Berg Companion to Fashion |Band= |Nummer= |Verlag=Bloomsbury Publishing (UK) |Ort= |Datum=2010 |ISBN=978-1-4742-6471-6 |Seiten= |Online=https://www.bloomsburyfashioncentral.com/products/berg-fashion-library/encyclopedia/the-berg-companion-to-fashion |Abruf=2021-01-04 |DOI=10.5040/9781474264716.0009729}}&amp;lt;/ref&amp;gt; waren ihre Entwürfe bald überwiegend von einem griechisch-antikisierenden Schönheitsideal geprägt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Annemarie Strassel |Hrsg= |Titel=Designing Women: Feminist Methodologies in American Fashion |Sammelwerk=Women’s Studies Quarterly |Band=41 |Nummer=1/2 |Ort= |Datum=2012 |ISBN= |ISSN=0732-1562 |Seiten=35–59 |JSTOR=23611770}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ihr Interesse daran weckte wahrscheinlich die Tänzerin [[Isadora Duncan]], die den künstlerischen Tanz im Sinne des altgriechischen Chortanzes umgestaltete. Auch Vionnets Aufenthalt in Rom trug dazu bei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre solcherart [[Draperie|drapierten]] Kleider übten wiederum einen großen Einfluss auf junge Designerinnen wie [[Claire McCardell]] und [[Elizabeth Hawes]] aus. Die antike griechische Kleidung bestand v.&amp;amp;nbsp;a. aus Drapierungen und wurde nicht genäht, daher konnte der Faltenwurf schlicht und gerade aber bei Bewegung auch außerordentlich reich und bewegt sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vionnet interessierte sich aber auch für zeitgenössische Kunst, insbesondere den [[Futurismus]]; so entwarf etwa der Künstler [[Thayaht]] ihr Logo.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:5&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Suzy Menkes |url=http://www.nytimes.com/1995/01/17/style/17iht-flyon.html |titel=A Harbinger of the Modern Look |werk=NY Times |datum=1995-01-17 |sprache=en |abruf=2021-01-05 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20160308081607/http://www.nytimes.com/1995/01/17/style/17iht-flyon.html |archiv-datum=2016-03-08   }}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schönheitsideal ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ihre Kleider verlangten einen schlanken, straffen Körper – allerdings einen Körper, der durch Bewegung in Form gehalten wird und nicht durch ein Korsett. Ihre Kundinnen sollten hochgewachsen, schlank, blond und attraktiv sein: „Wenn ich eine hässliche, untersetzte oder fettleibige Frau bei mir im Salon sähe, würde ich sie hinauswerfen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einfluss ===&lt;br /&gt;
Vionnet beeinflusste unter anderem [[Azzedine Alaïa]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt; [[Comme des Garçons]], Issey Miyake, [[John Galliano]],&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt; [[Yōji Yamamoto|Yohji Yamamoto]] und [[Claire McCardell]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Marke Vionnet heute ==&lt;br /&gt;
Nachdem Madeleine Vionnet im August 1939 ihre Abschiedskollektion gezeigt hatte und im Jahr 1952 ihre Entwürfe der &amp;#039;&amp;#039;Union Française des Arts du Costume&amp;#039;&amp;#039; (UFAC) (heute [[Les Arts Décoratifs]]) vermachte, lag die Marke Vionnet jahrzehntelang still.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1988 kaufte der französische Unternehmer Guy de Lummen, damals ein [[Balmain (Unternehmen)|Balmain-Manager]], die Rechte an der Marke Vionnet. Er eröffnete 1996 an der Pariser [[Place Vendôme]] ein Vionnet-Ladengeschäft mit Accessoires und einem Damenparfüm namens &amp;#039;&amp;#039;Haute Couture&amp;#039;&amp;#039;. Es folgten die Parfüms &amp;#039;&amp;#039;MV&amp;#039;&amp;#039; (1998) und &amp;#039;&amp;#039;MV Green&amp;#039;&amp;#039; (2000). Mitte 2006 ernannte de Lummens Sohn Arnaud die Designerin Sophia Kokosalaki (* 1974) zur Kreativdirektorin von Vionnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nytimes.com/2006/08/27/style/tmagazine/t_w_1551_1554_1555_talk_vionne_.html?pagewanted=print&amp;amp;_r=0 &amp;#039;&amp;#039;Revival of the Fittest&amp;#039;&amp;#039;], nytimes.com, 27. August 2006.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Modekollektion wurde exklusiv über die amerikanische Modekette [[Barneys New York]] und das Ladengeschäft an der Place Vendôme verkauft. Kokosalaki wurde 2007 für eine Saison von Marc Audibet (* 1955) abgelöst. Im Anschluss engagierte de Lummen für Vionnet Designer, deren Namen er nicht öffentlich machte, um die Marke in den Vordergrund zu stellen. Als Investor konnte de Lummen [[Matteo Marzotto]] gewinnen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;:2&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
2009 kaufte Matteo Marzotto zusammen mit Gianni Castiglioni, dem Ehemann von [[Consuelo Castiglioni]], das Unternehmen&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv|url=http://en.vogue.fr/vogue-list/thevoguelist/vionnet-/1097 |wayback=20151008053044 |text=&amp;#039;&amp;#039;Vionnet&amp;#039;&amp;#039;   }}, vogue.fr, abgerufen: 5. Oktober 2015.&amp;lt;/ref&amp;gt; und etabliert die &amp;#039;&amp;#039;Vionnet SpA&amp;#039;&amp;#039; mit Sitz in [[Mailand]]. Rodolfo Paglialunga benannte er zum Chefdesigner. Ende 2011 wurden die Zwillingsschwestern Barbara und Lucia Croce mit dem Design der Vionnet-Mode betraut und ein [[Flagshipstore]] in Mailand eröffnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anfang 2012 übernahm die [[Kasachstan|kasachische]] Unternehmerin Goga Ashkenazi die Marke Vionnet. Seit 2013 ist Vionnet bei den Prêt-à-porter-[[Modenschau]]en der [[Paris Fashion Week]] vertreten. 2014 stellte sie den Designer [[Hussein Chalayan]] ein, um eine Demi-Couture-Kollektion für Vionnet zu entwerfen. Ab 2015 übernahm Chalayan für die Saison 2016 auch die Kreation der [[Prêt-à-porter|Prêt-à-porter-Kollektion]]. 2018 löste Ashkenazi die Marke auf mit dem Plan, das Label mit einem Fokus auf Nachhaltigkeit nach ein bis zwei Jahren wiederzueröffnen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Alessandra Turra |url=https://wwd.com/business-news/business-features/vionnet-to-return-as-eco-friendly-brand-ashkenazi-says-1202882763/ |titel=Vionnet to Return as Eco-Friendly Brand, Ashkenazi Says |werk=WWD |datum=2018-10-17 |sprache=en-US |abruf=2021-01-04}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungen ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* 1973/74: &amp;#039;&amp;#039;[https://libmma.contentdm.oclc.org/digital/collection/p15324coll10/id/185594/ The 10&amp;#039;s, the 20&amp;#039;s, the 30&amp;#039;s : Inventive clothes, 1909–1939].&amp;#039;&amp;#039; New York, [[Metropolitan Museum of Art]]&lt;br /&gt;
* 1995: &amp;#039;&amp;#039;Madeleine Vionnet: Les Années d&amp;#039;Innovation 1919–1939.&amp;#039;&amp;#039; Lyon, [[Musée des Tissus|Musee des Tissus]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:6&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* 2010: &amp;#039;&amp;#039;Madeleine Vionnet: puriste de la mode.&amp;#039;&amp;#039; Paris, [[Musée des Arts décoratifs (Paris)|Musée des Arts Décoratifs]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;:02&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Stefanie Schütte: &amp;#039;&amp;#039;Die großen Modedesignerinnen. Von Coco Chanel bis Miuccia Prada&amp;#039;&amp;#039;. C. H. Beck Verlag, München 2005, ISBN 3-406-54820-2.&lt;br /&gt;
* Ingrid Loschek: &amp;#039;&amp;#039;Reclams Mode- und Kostümlexikon.&amp;#039;&amp;#039; 5. Auflage. Reclam, Stuttgart 2005, ISBN 3-15-010577-3, S. 578.&lt;br /&gt;
* N. J. Stevenson: &amp;#039;&amp;#039;Die Geschichte der Mode. Stile, Trends und Stars.&amp;#039;&amp;#039; Haupt, Bern u. a. 2011, ISBN 978-3-258-60032-1, S. 104f.&lt;br /&gt;
* Harold Koda, Richard Martin, Laura Sinderbrand: &amp;#039;&amp;#039;Three Women: Madeleine Vionnet, Claire McCardell, and Rei Kawakubo.&amp;#039;&amp;#039; Fashion Institute of Technology, New York 1987, {{OCLC|16474862}}.&lt;br /&gt;
* Pamela Golbin: &amp;#039;&amp;#039;Madeleine Vionnet.&amp;#039;&amp;#039; New York 2009, ISBN 978-2-916914-13-8.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Madeleine Vionnet}}&lt;br /&gt;
* [https://www.vogue.de/mode/galerie/vogue-lexikon-modenschau-geschichte?image=5f3fc4d424d51e721d6d9c89 Fotos von Vionnets Entwürfen], Vogue.de&lt;br /&gt;
* [http://www.vionnet.com/ Offizielle Website des Modehauses]&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;[https://www.franceculture.fr/emissions/une-vie-une-oeuvre/madeleine-vionnet-1876-1975-sculpter-les-apparences Madeleine Vionnet, sculpter les apparances]&amp;#039;&amp;#039;, Franceculture.fr, Podcast und Fotos (französisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118969900|LCCN=n91010303|NDL=00621612|VIAF=74653068}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Vionnet, Madeleine}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Modedesigner (19. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Modedesigner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1876]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1975]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Vionnet, Madeleine&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=Vionnet, Madeleine Marie Valentine (vollständiger Name)&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französische Modedesignerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=22. Juni 1876&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Chilleurs-aux-Bois]], [[Département Loiret]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=2. März 1975&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Josef J. Jarosch</name></author>
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