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	<title>Madeleine Pelletier - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T13:04:23Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Madeleine_Pelletier&amp;diff=1350817&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Studium und Beginn der Tätigkeit als Medizinerin */ Halbgeviertstrich, Kleinkram</title>
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		<updated>2025-01-24T07:46:44Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Studium und Beginn der Tätigkeit als Medizinerin: &lt;/span&gt; Halbgeviertstrich, Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Madeleine Pelletier.jpg|mini|hochkant|Madeleine Pelletier]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Madeleine Pelletier&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[18. Mai]] [[1874]] in [[Paris]]; † [[19. Dezember]] [[1939]] in [[Épinay-sur-Orge]]) war eine französische [[Arzt|Ärztin]] und [[Psychiater]]in. Sie gilt als eine der einflussreichsten französischen [[Feministin]]nen und [[Sozialist]]innen vor [[Simone de Beauvoir]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kindheit und Jugend ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Pelletier wuchs in Paris auf, wo ihre Mutter Anne Palassy aus der [[Auvergne]] und ihr Vater Louis Pelletier aus dem [[Département Deux-Sèvres]] sich zum ersten Mal begegnet waren. Ihr Vater hatte Arbeit als [[Droschke]]n&amp;amp;shy;kutscher gefunden, ihre Mutter arbeitete als Hausangestellte. Nachdem 1865 ein drittes Kind geboren worden war, machten sich die Eltern als Früchte- und Gemüsehändler selbstständig. Die Geschäfte liefen schlecht, zudem war ihr Vater nach einem Unfall 1878 schwer gelähmt und auf Pflege angewiesen. Pelletiers Mutter war insgesamt 12-mal schwanger, doch nur zwei Kinder überlebten. Sie ließ den Haushalt zunehmend verwahrlosen und zeigte sich ihren Kindern gegenüber gefühlskalt. Innerlich flüchtete sie sich in Frömmigkeit und eine royalistische Einstellung, was sie in der republikanisch und antiklerikal geprägten Nachbarschaft rund um die Pariser Markthallen zudem isolierte. Dies alles entfremdete Madeleine ihrer Mutter.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ripa&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Yannick Ripa |Titel=Femmes d’exception – les raisons de l’oubli |Kapitel=Kapitel &amp;#039;&amp;#039;Madeleine Pelletier, «&amp;amp;nbsp;un individu avant d’être un sexe&amp;amp;nbsp;»&amp;#039;&amp;#039; |Seiten=63–71 |Verlag=Éditions Le Chevalier Bleu |Ort=Paris |Datum=2018 |ISBN=979-10-318-0273-2 |Online=https://shs.cairn.info/femmes-d-exception-les-raisons-de-l-oubli--9791031802732-page-63 |Sprache=fr}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Madeleine Pelletier brach mit 11 Jahren den Schulbesuch ab, verfolgte jedoch auch danach das Ziel, durch Bildung ihrem Milieu zu entfliehen. Sie absolvierte auf sich allein gestellt das &amp;#039;&amp;#039;[[Brevet supérieur]]&amp;#039;&amp;#039; und schließlich 1897 als freie Kandidatin das [[Baccalauréat]] in Philosophie mit Auszeichnung &amp;#039;&amp;#039;(mention très bien).&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Studium und Beginn der Tätigkeit als Medizinerin ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Pariser [[École d’anthropologie]] studierte sie mit [[Charles Letourneau]] und [[Léonce Manouvrier]] das Verhältnis von Schädelgröße und [[Intelligenz]] nach [[Paul Broca]]. Dessen Vorstellung, die Schädelgröße des Menschen stelle ein Maß der Intelligenz dar, und demzufolge seien Frauen Männern generell intellektuell unterlegen, griff sie später an und verließ die Anthropologie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1898 studierte sie Medizin und wurde 1904 als erste Frau in Frankreich [[Medizinalassistent]]in &amp;#039;&amp;#039;(Interne)&amp;#039;&amp;#039; in der Psychiatrie. Dies war auch deshalb besonders schwierig zu erreichen, weil hierfür in der Psychiatrie der Vollbesitz der Bürgerrechte verlangt wurde, die wiederum den Frauen verwehrt waren. Sie erreichte den Zugang schließlich mit Unterstützung der von der Frauenrechtlerin [[Marguerite Durand]] (1864–1936) gegründeten Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;[[La Fronde]].&amp;#039;&amp;#039; Die anschließende Etappe einer Stelle als [[Assistenzarzt]] war ebenfalls Männern vorbehalten. Pelletier erwirkte zwar auch hier eine Ausnahmegenehmigung, scheiterte jedoch an Überlastung. So zerschlugen sich ihre Hoffnungen auf eine wissenschaftliche Karriere, und sie musste sich mit der Stelle einer Vertretungsärztin der Postverwaltung &amp;#039;&amp;#039;(Médecin remplaçant des PTT)&amp;#039;&amp;#039; begnügen. In dieser Funktion war sie in den Armenvierteln tätig. Das Elend, dem sie dort begegnete, bestärkte sie in ihren politischen Überzeugungen, insbesondere auch in der Forderung nach [[Sexuelle Aufklärung|sexueller Aufklärung]] und Legalisierung des [[Schwangerschaftsabbruch]]s, wozu sie bereits 1911 publizierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ripa&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Politisches Engagement ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zeitlebens Aktivistin in der [[Frauenbewegung]], stand sie schon in ihrer frühen Jugend in Kontakt zu feministischen und [[Anarchismus|anarchistischen]] Gruppen. 1906 wurde sie Sekretärin von &amp;#039;&amp;#039;La Solidarité des femmes&amp;#039;&amp;#039; und etablierte diese als eine der radikalsten feministischen Organisationen ihrer Zeit. 1908 vertrat sie sie auf den Demonstrationen für das [[Frauenwahlrecht]] im [[Hyde Park]]. Sie gab deren Zeitschrift &amp;#039;&amp;#039;La suffragiste&amp;#039;&amp;#039; heraus. In dieser Zeit war sie auch an der [[Section française de l’Internationale ouvrière|Französischen Sektion der Arbeiter-Internationale]] (SFIO) beteiligt, gehörte in der Folge bis zum Ausbruch des Weltkrieges deren Leitungsgremium an und vertrat die SFIO wiederholt auf internationalen Sozialistenkongressen. 1904 unterbrach sie ein Bankett zur Einhundertjahrfeier des [[Code civil]], und sowohl sie als auch [[Hubertine Auclert]] demonstrierten 1908 vor Wahllokalen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Adams295&amp;quot;/&amp;gt; Doch ihre militante Taktik hatte weder bei ihren Mitstreiterinnen noch in der Öffentlichkeit Erfolg.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Adams295&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Jad Adams |Titel=Women and the Vote. A World History |Verlag=Oxford University Press |Ort=Oxford |Datum=2014 |ISBN=978-0-19-870684-7 |Seiten=295 |Sprache=en}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schließlich verließ sie die SFIO und trat 1920 der [[Parti communiste français|Kommunistischen Partei]] bei. 1921 bereiste sie [[Sowjetrussland]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ripa&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zudem war sie seit 1904 [[Liberale Freimaurerei|Freimaurerin]] in der gemischt-geschlechtlichen [[Freimaurerloge|Loge]] &amp;#039;&amp;#039;La Nouvelle Jérusalem&amp;#039;&amp;#039;. Sie stand dem Neo-Malthusianismus (&amp;#039;&amp;#039;siehe: [[Thomas Robert Malthus]]&amp;#039;&amp;#039;) nahe, schrieb für &amp;#039;&amp;#039;Le Néo-Malthusian&amp;#039;&amp;#039; und propagierte Geburtenkontrolle und das Recht auf [[Schwangerschaftsabbruch]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Haltung zur Weiblichkeit ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um zur Überwindung geschlechtsbedingter Diskriminierung und der ihr zugrunde liegenden bürgerlichen Moralvorstellungen sowie der tradierten [[Geschlechterordnung]] beizutragen, ging Madeleine Pelletier im Erwachsenenalter so weit, sich häufig als Mann zu kleiden – mit Hosen, [[Gehrock]], [[Melone (Hut)|Melone]] und [[Spazierstock]]. Ebenso grenzte sie sich von gemäßigteren Frauenrechtlerinnen, die eine für die Zeit konventionelle weibliche Erscheinung pflegten, ab. Sie pflegte auch keinerlei [[Liebesbeziehung]]en oder [[Partnerschaft]]. Durch ihre Erscheinung wurde sie häufig das Ziel von Hohn und Spott in der Presse.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ripa&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Verurteilung und Tod ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nachdem sie bereits zuvor einmal beschuldigt worden war, Abtreibungen durchgeführt zu haben, wurde Madeleine Pelletier 1939 wegen der Durchführung eines Schwangerschaftsabbruchs verurteilt. Gemeinsam mit zwei anderen Frauen hatte sie den Eingriff bei einer jungen Frau vorgenommen, die von ihrem eigenen Bruder schwanger geworden war. Die Hilfe der „Komplizinnen“ hatte Pelletier in Anspruch nehmen müssen, weil sie die Operation wegen der Folgen eines [[Schlaganfall]]s nicht mehr alleine vornehmen konnte. Nach der Untersuchung durch einen Psychiater wurde sie als nicht schuldfähig beurteilt und in der Psychiatrie interniert. Nach ihrem Tod noch in demselben Jahr wurde sie im Gemeinschaftsgrab der Psychiatrieklinik von Perray-Vaucluse beerdigt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Ripa&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Schriften (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La femme en lutte pour ses droits&amp;#039;&amp;#039;, 1908&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Idéologie d&amp;#039;hier: Dieu, la morale, la patrie&amp;#039;&amp;#039;, 1910&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;émancipation sexuelle de la femme&amp;#039;&amp;#039;, 1911&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Le Droit à l&amp;#039;avortement&amp;#039;&amp;#039;, 1913&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;L&amp;#039;éducation féministe des filles&amp;#039;&amp;#039;, 1914&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Mon voyage aventureux en Russie communiste&amp;#039;&amp;#039;, 1922 (zuerst Ende 1921 in &amp;#039;&amp;#039;La Voix de la Femme&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La femme vierge&amp;#039;&amp;#039; (Autobiographie), 1933&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[The Mismeasure of Man#Broca und fehlerhafte Methoden]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* C. S. Allen: &amp;#039;&amp;#039;Sisters of Another Sort: Freemason Women in Modern France, 1725–1940&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;The Journal of Modern History&amp;#039;&amp;#039;, 2003, 75: 783–835&lt;br /&gt;
* F. Gordon: &amp;#039;&amp;#039;The Integral Feminist, Madeleine Pelletier, 1874 - 1939, Feminism, Socialism and Medicine&amp;#039;&amp;#039;. 1990, Polity Press&lt;br /&gt;
* C. Sowerwine: &amp;#039;&amp;#039;Activism and Sexual Identity - the Life and Words of Pelletier, Madeleine (1874-1939)&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Mouvement Social&amp;#039;&amp;#039;. 1991, 157: 9–32&lt;br /&gt;
* C. Sowerwine: &amp;#039;&amp;#039;Woman’s Brain, Man’s Brain: feminism and anthropology in late nineteenth-century France&amp;#039;&amp;#039;. &amp;#039;&amp;#039;Women’s History Review&amp;#039;&amp;#039;. 2003, 12:289-307&lt;br /&gt;
* [[Christine Bard]]: &amp;#039;&amp;#039;Les Filles de Marianne: Histoire des féminismes. 1914–1940&amp;#039;&amp;#039;. Paris : Fayard, 1995&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* Claudine Mitchell: [http://www.jstor.org/pss/1395215  Madeleine Pelletier (1874-1939): The Politics of Sexual Oppression] Feminist Review, No. 33, D. 72–92 (englisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=118969013|LCCN=n79024943|VIAF=167459498}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Pelletier, Madeleine}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mediziner (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Psychiater]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frauenrechtler (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Sozialismus)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geschichte der Psychiatrie]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:SFIO-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:PCF-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verurteilte Person]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Freimaurer (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Paris)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1874]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1939]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Pelletier, Madeleine&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=französische Frauenrechtlerin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=18. Mai 1874&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Paris]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=19. Dezember 1939&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Épinay-sur-Orge]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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