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	<title>Made in Germany - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Made_in_Germany&amp;diff=59789&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-20296-57 am 15. April 2026 um 05:19 Uhr</title>
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		<updated>2026-04-15T05:19:57Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Remscheid - Kreuzbergstraße - Wandbild Bollmann 02 ies.jpg|mini|Werbung eines Werkzeugherstellers in [[Remscheid]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:A Good Riddance - George V of the United Kingdom cartoon in Punch, 1917.png|mini|[[Cartoon]] im &amp;#039;&amp;#039;[[Punch (Zeitschrift)|Punch]]&amp;#039;&amp;#039; am 27. Juni 1917 zur Umbenennung des britischen Königshauses von &amp;#039;&amp;#039;[[Haus Sachsen-Coburg und Gotha|Sachsen-Coburg und Gotha]]&amp;#039;&amp;#039; zu &amp;#039;&amp;#039;[[Haus Windsor|Windsor]]&amp;#039;&amp;#039;. Im Bild erkennt man über den Kronen den Schriftzug „MADE IN GERMANY“.]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Made in Germany&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (englisch für &amp;#039;&amp;#039;Hergestellt in [[Deutschland]]&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Herkunftsbezeichnung]]. Ursprünglich Ende des 19. Jahrhunderts als Schutz vor vermeintlich billiger und minderwertiger Importware im  [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland|Vereinigten Königreich Großbritannien und Irland]] eingeführt,&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPON1&amp;quot; /&amp;gt; gilt die Bezeichnung heute in den Augen vieler [[Verbraucher]] als [[Gütesiegel]]. Gemäß einer internationalen Studie von 2017 genießt &amp;#039;&amp;#039;Made in Germany&amp;#039;&amp;#039; ein hohes internationales Ansehen und liegt auf Platz&amp;amp;nbsp;1 von 52 Ländern des &amp;#039;&amp;#039;Made-in-Country-Index&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Olga Scheer |url=https://www.spiegel.de/wirtschaft/unternehmen/made-in-germany-platz-1-unter-den-guetesiegeln-a-1139792.html |titel=Globale Studie: &amp;#039;&amp;#039;Made in Germany&amp;#039;&amp;#039; ist das beliebteste Label der Welt |werk=Spiegel Online |datum=2017-03-26 |abruf=2019-04-15}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Einen Spitzenplatz konnte das Label auch 2025 bei einer internationalen Studie des [[Nürnberg Institut für Marktentscheidungen]] erreichen.&amp;lt;ref&amp;gt;Unfried, M., &amp;amp; Ritter, F. (2025). [https://www.nim.org/studien/detail/made-in-labels „Made In“-Labels: Wie Konsumenten die „Made in“-Kennzeichnungen wahrnehmen.] NIMpulse 12, abgerufen am 18. Oktober 2025&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher (2013) sind „Made in …“-Ursprungsbezeichnungen in der [[Europäische Union|EU]] freiwillig. Auch sind die [[Hersteller]] relativ frei darin, ihre [[Erzeugnis (Technik)|Erzeugnisse]] als „Made in Germany“ zu bezeichnen, obwohl sie zu einem großen Teil im Ausland gefertigt wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Oktober 2013 hat sich der [[Binnenmarktausschuss]] im [[Europäisches Parlament|Europäischen Parlament]] dafür ausgesprochen, Hersteller und Importeure von Produkten zur Angabe des Herkunftslandes zu verpflichten. Sie sollen sich dabei an den [[Zollrecht#Zollrecht in der EU|EU-Zollregeln]] orientieren; dies dürfte es vielen deutschen Unternehmen erschweren oder unmöglich machen, teilweise im Ausland gefertigte Produkte noch als „Made in Germany“ zu verkaufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Europäische Kommission|EU-Kommission]] erwägt, den [[Zollkodex der Union|Zollkodex]] zu ändern. Dann wäre der größte wertsteigernde Teil des Herstellungsprozesses entscheidend – und der liegt bei vielen „Made in Germany“-Produkten zum Beispiel in [[China]]. In Kraft treten kann die geplante Änderung, wenn sich EU-Kommission und das Europäische Parlament auf eine gemeinsame Position geeinigt haben. Ob dies gelingt, bleibt abzuwarten.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hendrik Kafsack, Brüssel |Titel=Herkunftsbezeichnungen: Neuer Angriff auf „Made in Germany“ |Sammelwerk=FAZ.NET |Datum=2013-10-17 |ISSN=0174-4909 |Online=https://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/herkunftsbezeichnungen-neuer-angriff-auf-made-in-germany-12622168.html |Abruf=2024-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hersteller begründen die Verwendung des Gütesiegels „Made in Germany“ bei Produkten, die ganz oder teilweise im Ausland gefertigt werden, mit Forschung, Design und Qualitätssicherung, die in Deutschland angesiedelt sind und deutschen Wertvorstellungen entsprechen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Björn Finke |url=https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/made-in-germany-gefaehrliches-guetesiegel-1.1447975 |titel=Made in Germany - Gefährliches Gütesiegel |datum=2012-08-23 |sprache=de |abruf=2024-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Als in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch in anderen [[Liste der Länder Europas|europäischen Ländern]] die [[Industrialisierung]] einsetzte, nahmen die [[Export]]e derselben in das [[Vereinigtes Königreich Großbritannien und Irland|Vereinigte Königreich Großbritannien und Irland]] zu. Diese [[Importe|importierten]] Waren waren von vermeintlich minderwertiger Qualität und bei manchen Produkten handelte es sich um [[Nachahmerprodukt]]e und [[Plagiat]]e. Einige dieser Produkte kamen aus Deutschland, sodass deutsche Waren bald einen schlechten Ruf hatten. Zum Beispiel fällte der deutsche [[Preisrichter]] [[Franz Reuleaux]] auf der [[Centennial Exhibition|Weltausstellung 1876]] in [[Philadelphia]] das Werturteil: &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Waren sind billig und schlecht&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.deutsches-museum.de/museum |titel=Museum - Deutsches Museum |datum=2023-12-18 |sprache=de-DE |abruf=2024-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 23. August 1887 beschloss das [[Parlament des Vereinigten Königreichs]] daher den &amp;#039;&amp;#039;Merchandise Marks Act 1887&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Howard Payn |Titel=The Merchandise Marks Act 1887: With Special Reference to the Importation … |Verlag=Stevens |Datum=1888 |Online=https://archive.org/details/merchandisemark00payngoog |Abruf=2024-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Dieser schrieb vor, dass auf Waren unmissverständlich das [[Herkunftslandprinzip|Herkunftsland]] anzugeben sei. Importierte Ware wurde so für jedermann erkennbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPON1&amp;quot;&amp;gt;{{Literatur |Autor=Johanna Lutteroth |Titel=Made in Germany: Vom Stigma zum Qualitätssiegel |Sammelwerk=Der Spiegel |Datum=2012-08-24 |ISSN=2195-1349 |Online=https://www.spiegel.de/geschichte/made-in-germany-vom-stigma-zum-qualitaetssiegel-a-947688.html |Abruf=2024-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Ein Auslöser für diese Entwicklung waren unter anderem Waren aus [[Chemnitz]] auf der [[Weltausstellung London 1862]]; diese brachen erstmals die britische Dominanz im [[Maschinenbau]]. Beispielsweise bezeichnete das berühmte Jurymitglied Sir [[Joseph Whitworth]] die Maschinen von [[Johann von Zimmermann]] erstmals als „very good indeed“ („tatsächlich sehr gut“).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1891 wurde das „[[Madrider Abkommen über die internationale Registrierung von Marken|Madrider Abkommen über die Unterdrückung falscher Herkunftsangaben auf Waren]]“ vereinbart. Viele andere Staaten übernahmen damit diese Kennzeichnungsvorschrift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Kommentar von Reuleaux löste eine enorme Qualitätsoffensive in Deutschland aus; viele deutsche Waren waren hinsichtlich der Qualität und/oder des [[Preis-Leistungs-Verhältnis]]ses den jeweiligen britischen Produkten zunehmend überlegen. „Made in Germany“ wirkte bald wie ein Gütesiegel; die negativ gedachte [[Warenkennzeichnung]] bewirkte das Gegenteil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SPON1&amp;quot; /&amp;gt; Für die spätere Entwicklung siehe auch [[Buy British]]. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach dem [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] wurde „Made in Germany“ zu einem Synonym für das [[Wirtschaftswunder]]. Durch die Exporterfolge der Bundesrepublik Deutschland (siehe [[Exportweltmeister]]) und im Zuge der [[Globalisierung]] wurde es weltweit bekannt. Produkte aus der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]] wurden wahlweise mit &amp;#039;&amp;#039;Made in GDR&amp;#039;&amp;#039; oder mit &amp;#039;&amp;#039;Made in Germany&amp;#039;&amp;#039; gekennzeichnet. Als Abgrenzung zu letzterem trugen Produkte aus der Bundesrepublik die Aufschrift &amp;#039;&amp;#039;Made in W. Germany&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zeitalter der [[Globalisierung]] enthalten mehr Produkte als früher Teile (zum Beispiel [[Halbfabrikat|Vorprodukte]] oder [[Zwischenprodukt]]e) aus anderen Ländern. Ein bekanntes Beispiel ist die Autoproduktion: Große Hersteller wie Volkswagen erbringen etwa 30 bis 40 % der [[Wertschöpfung (Wirtschaft)|Wertschöpfung]] selbst; die übrigen 60 bis 70 % erbringen die [[Automobilzulieferer|Zulieferer]]; sie liefern zum Beispiel Sitze, Armaturenbretter oder ganze Frontpartien (siehe auch [[Fertigungstiefe]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige große Unternehmen verwenden in [[Marketing]] und Werbung Hinweise wie „Made by [[Mercedes-Benz]]“, „Made by [[Bayerische Motorenwerke|BMW]]“, „designed in Germany“, „designed and developed in Germany“ oder „engineered in Germany“.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.continental.com/en/ |titel=Home {{!}} Continental |sprache=en |abruf=2024-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit weisen sie implizit darauf hin, dass der Ort der Produktion weniger wichtig als früher (geworden) sei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Derzeit können Produkte sogar dann noch mit „Made in Germany“ gekennzeichnet werden, wenn sie zu über 90 % im Ausland gefertigt wurden, solange nur die Endmontage in Deutschland erfolgt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/made-in-germany-die-verwirrung-um-das-guetesiegel/6074142.html |titel=Handelsblatt |abruf=2024-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben Länderhinweisen (z.&amp;amp;nbsp;B. „Made in France“) gibt es auch „[[Made in EU]]“ für &amp;#039;&amp;#039;Hergestellt in der [[Europäische Union|Europäischen Union]]&amp;#039;&amp;#039;. &amp;lt;!--- „Made in Germany“ gilt in Bezug auf Produkte aus Deutschland aus Marketingsicht als wertvoller. ---&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rechtliche Sicht ==&lt;br /&gt;
=== DDR-Herkunftsbezeichnung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Teppich-Museum Oelsnitz 11.jpg|mini|Stempel „Made in GDR“ zur Kennzeichnung von Teppichen des [[Volkseigener Betrieb|VEB]] Halbmond-Werke in [[Oelsnitz/Vogtl.]] (Teppich-Museum Oelsnitz)]]&lt;br /&gt;
Bemühungen aus der Wirtschaft der Bundesrepublik Deutschland, Waren aus der DDR die Kennzeichnung &amp;#039;&amp;#039;Made in Germany&amp;#039;&amp;#039; zu verwehren, scheiterten. Der [[Bundesgerichtshof]] sah darin – in seiner maßgeblichen Entscheidung im Jahr 1973 – keine unzulässige Irreführung. Im Urteil vom 23. März 1973&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wolterskluwer-online.de/de/document/show/0:310069%2C0/ |titel=? |offline=1 |abruf=2024-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; steht:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Von einem deutschen Erzeugnis wird regelmäßig erwartet, dass es von einem deutschen Unternehmen in Deutschland hergestellt wird. Entscheidend ist, dass die Eigenschaften oder Bestandteile der Ware, die in den Augen des Publikums deren Wert ausmachen, auf einer deutschen Leistung beruhen.“ Zwar könne „der Umstand, daß nunmehr in der Bundesrepublik Deutschland sowohl aus der Bundesrepublik als auch aus der DDR stammende Waren mit der Bezeichnung &amp;#039;Made in Germany&amp;#039; oder &amp;#039;Germany&amp;#039; vertrieben werden, dazu führen&amp;amp;nbsp;…, daß der Abnehmer – falls nicht zusätzliche Angaben etwaige Zweifel ausschließen – darüber im Unklaren bleibt, aus welchem der beiden deutschen Staaten die Ware stammt, und er insoweit irrigen Vorstellungen unterliegt. Diese sich aus der politischen Spaltung des früheren Deutschen Reiches ergebende Gefahr fehlsamer Herkunftsvorstellungen ist hinzunehmen.|ref=&amp;lt;ref&amp;gt;BGH, Urteil vom 23. März 1973, Az. I ZR 33/72, [[Gewerblicher Rechtsschutz und Urheberrecht|GRUR]] 1974, 665, 666.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Spätestens nach diesem Urteil setzte sich für Waren aus der Bundesrepublik die Kennzeichnung &amp;#039;&amp;#039;Made in West Germany&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Made in Western Germany&amp;#039;&amp;#039; &amp;#039;&amp;#039;(Hergestellt in [[Westdeutschland]])&amp;#039;&amp;#039; allgemein durch. Für den Export bestimmte Waren aus der DDR wurden vermehrt &amp;#039;&amp;#039;Made in GDR&amp;#039;&amp;#039; (Abkürzung von &amp;#039;&amp;#039;German Democratic Republic&amp;#039;&amp;#039;, also &amp;#039;&amp;#039;Hergestellt in der [[Deutsche Demokratische Republik|DDR]]&amp;#039;&amp;#039;) gekennzeichnet, wie es bereits die &amp;#039;&amp;#039;Verordnung über die Kennzeichnung der Herkunft der Waren&amp;#039;&amp;#039; vom 7.&amp;amp;nbsp;Mai 1970 vorgesehen hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Irreführende Werbeaussage ===&lt;br /&gt;
Eine als Werbeversprechen gemachte Aussage muss einer gerichtlichen Überprüfung standhalten können. Dazu reicht es nach Ansicht mancher Experten bereits, wenn Einzelteile aus der ganzen Welt in Deutschland zusammengebaut werden. Andere Ansichten gehen dahin, dass mindestens 51 Prozent der verwendeten Teile aus Deutschland stammen müssen. Ein weiteres Kriterium ist, dass mindestens 45 Prozent der Wertschöpfung in Deutschland erbracht werden müssen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.br.de/wissen/made-in-germany-100.html Wie aus einem Warnzeichen ein Qualitätssiegel wurde], Mitteilung des [[Bayerischer Rundfunk|Bayerischen Rundfunks]] vom 21. August 2020, abgerufen am 25. November 2021&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 10. November 1995 entschied das [[Oberlandesgericht Stuttgart]], dass …&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|die Angabe von &amp;#039;&amp;#039;Germany&amp;#039;&amp;#039; im Sinne von &amp;#039;&amp;#039;Made in Germany&amp;#039;&amp;#039; irreführend ist, wenn zahlreiche wesentliche Teile eines Geräts aus dem Ausland stammen. Auch wenn einzelne Teile oder ganze Baugruppen eines industriellen Erzeugnisses im Ausland zugekauft wurden, darf das Erzeugnis die Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Made in Germany&amp;#039;&amp;#039; tragen, sofern die Leistungen in Deutschland erbracht worden sind, die für jene Eigenschaft der Ware ausschlaggebend sind, die für die Wertschätzung des Verkehrs im Vordergrund stehen.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anhaltspunkte sind:&lt;br /&gt;
# maßgebliche Herstellung der Ware in Deutschland&lt;br /&gt;
# entscheidender Wertschöpfungsanteil durch Zusammenbau in Deutschland&lt;br /&gt;
# maßgebliche Veredelung des Produkts in Deutschland&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Urteil des [[Landgericht Stuttgart|Landgerichts Stuttgart]] aus dem Jahre 2002&amp;lt;ref&amp;gt;LG Stuttgart, Urteil vom 27. Februar 2003, Az. 35 O 170/02, https://dejure.org/dienste/vernetzung/rechtsprechung?Gericht=LG%20Stuttgart&amp;amp;Datum=27.02.2003&amp;amp;Aktenzeichen=35%20O%20170%2F02&amp;lt;/ref&amp;gt; zeigt eine Konkretisierung im [[Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb|UWG]], dass eine Irreführung im Sinne des {{§|3|uwg_2004|juris}} UWG in der Fassung 2004 vorliegt, wenn ein Multimedia-PC, &amp;#039;&amp;#039;wesentliche Bestandteile&amp;#039;&amp;#039;, wie zum Beispiel eine Grafikkarte, die Festplatte, das DVD-ROM-Laufwerk, der Brenner und das Mainboard im Ausland gefertigt wurden und mit dem Hinweis geworben wird, es handele sich bei der Qualität um „Made in Germany“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Andere Länder ===&lt;br /&gt;
Einige Länder wie beispielsweise die [[Vereinigte Staaten|Vereinigten Staaten]] mit ihrem 19 U.S.C.A. §&amp;amp;nbsp;1304 „{{lang|en|Marking of imported articles and containers}}“&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.law.cornell.edu/uscode/text/19/1304 |titel=19 U.S. Code § 1304 - Marking of imported articles and containers |sprache=en |abruf=2024-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt; verwenden sehr viel genauere und engere [[Legaldefinition]]en.&lt;br /&gt;
* Auf der Ebene der Europäischen Union ist die Verwendung von Herkunftsbezeichnungen (Stand 2005) nicht umfassend durch [[Richtlinie (EU)|Richtlinien]] geregelt.&amp;lt;ref&amp;gt;{{EU-Richtlinie|2005|29|format=PDF}} des Europäischen Parlaments und des Rates vom 11. Mai 2005 über unlautere Geschäftspraktiken im binnenmarktinternen Geschäftsverkehr zwischen Unternehmen und Verbrauchern&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Europäischer Gerichtshof|EuGH]] urteilte 1985, dass ein Gesetz des [[Vereinigtes Königreich|Vereinigten Königreichs]], das Waren ohne ausreichende Herkunftsangabe von der Einfuhr ausschließt, geeignet ist, den Handel in der Gemeinschaft ungerechtfertigt zu behindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Eine nationale Regelung, nach der der Einzelhandelsverkauf von bestimmten aus anderen Mitgliedsstaaten eingeführten Waren verboten ist, wenn diese nicht mit einer Ursprungskennzeichnung versehen sind oder diese ihnen nicht beigefügt ist, bewirkt eine Erhöhung der Herstellungskosten der eingeführten Waren und erschwert deren Absatz. Auch wenn sie unterschiedslos für einheimische wie für eingeführte Waren gilt, soll sie tatsächlich und ihrer Natur nach dem Verbraucher ermöglichen, zwischen diesen beiden Arten von Waren zu unterscheiden, was ihn veranlassen kann, den einheimischen Waren den Vorzug zu geben. Sie ist nicht wegen zwingender Erfordernisse des [[Verbraucherschutz]]es gerechtfertigt.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Swiss Made]]&lt;br /&gt;
* [[Austria#Made in Austria|Made in Austria]]&lt;br /&gt;
* [[Deutsche Wertarbeit]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Lothar Groß: &amp;#039;&amp;#039;Deutschlands Wirtschaftsgeschichte von der Industrialisierung bis heute Band 1: 1800–1945.&amp;#039;&amp;#039; 2012, ISBN 978-3-8482-1042-8.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Lothar Groß |Titel=MADE IN GERMANY: Deutschlands Wirtschaftsgeschichte von der Industralisierung bis heute Band 1: 1800 - 1945 |Verlag=L. Groß |Datum=2013 |ISBN=978-3-8482-1042-8 |Online=https://books.google.de/books?id=S9QkLJLfj-wC&amp;amp;pg=PA5&amp;amp;lpg=PA5&amp;amp;dq=Franzosenzeit+%22Halle+an+der+Saale%22&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=VYKx0q4kmZ&amp;amp;sig=H9JMbfmcA5UYpsFaLOLU9GjaFM8&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=902LUf7KBoiYO7_cgeAJ |Abruf=2024-02-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/made-in-germany-wie-deutsche-produkte-die-welt-eroberten-a-549197.html Artikel &amp;#039;&amp;#039;„Made in Germany“ – Wie deutsche Produkte die Welt eroberten&amp;#039;&amp;#039;], Spiegel Online&lt;br /&gt;
* [https://gewerblicherrechtsschutz.pro/made-in-germany Rechtliche Situation zur Kennzeichnungen „Made in Germany“]&lt;br /&gt;
* [https://www.spiegel.de/geschichte/wie-wir-export-weltmeister-wurden-a-947857.html Janko Tietz, „Eigentor fürs Empire“]&lt;br /&gt;
* Industrie und Handelskammer (IHK) Osnabrück Emsland. Zeitschrift: Wirtschaft Osnabrück-Emsland 2/05, S. 16, 17.&lt;br /&gt;
* sueddeutsche.de (2012, Kommentar): [https://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/made-in-germany-gefaehrliches-guetesiegel-1.1447975 Gefährliches Gütesiegel]&lt;br /&gt;
* [https://www.german-ma.de Initiative für eine Gemeinschaft von deutschen Herstellern und Informationsseite über die Bedeutung und Anforderungen von Made in Germany]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Rechtshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4120689-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gütesiegel (Deutschland)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Nationales Symbol (Deutschland)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>~2026-20296-57</name></author>
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