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	<title>Maddale - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T01:06:49Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Bertramz: Änderung 221382526 von InternetArchiveBot rückgängig gemacht; fix</title>
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		<updated>2022-03-22T07:10:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Änderung &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Diff/221382526&quot; title=&quot;Spezial:Diff/221382526&quot;&gt;221382526&lt;/a&gt; von &lt;a href=&quot;/index.php/Spezial:Beitr%C3%A4ge/InternetArchiveBot&quot; title=&quot;Spezial:Beiträge/InternetArchiveBot&quot;&gt;InternetArchiveBot&lt;/a&gt; rückgängig gemacht; fix&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Maddalam.jpg|mini|&amp;#039;&amp;#039;Madhalam&amp;#039;&amp;#039; aus Kerala]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maddale&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ([[kannada]] ಮದ್ದಲೆ &amp;#039;&amp;#039;maddaḷe&amp;#039;&amp;#039;), [[malayalam]] &amp;#039;&amp;#039;madhalam&amp;#039;&amp;#039;, [[tamil]] und [[telugu]] &amp;#039;&amp;#039;maddalam,&amp;#039;&amp;#039; ist eine zweifellige Doppelkonus[[trommel]], die vor allem in der religiösen Volksmusik in den süd[[Indien|indischen]] Bundesstaaten [[Karnataka]], [[Kerala]] und [[Tamil Nadu]] mit den Händen gespielt wird. Die namensverwandten regionalen Varianten unterscheiden sich in der Bauart wenig und entsprechen dem Typ der in klassischen süd[[Indische Musik|indischen Musik]] gespielten &amp;#039;&amp;#039;[[mridangam]]&amp;#039;&amp;#039;. Die Trommeln werden bei einer Vielzahl von Tempelfesten und Prozessionen eingesetzt, die sich nach dem Jahreszyklus richten. Im Süden von Karnataka gehört die &amp;#039;&amp;#039;maddale&amp;#039;&amp;#039; zusammen mit der Zylindertrommel &amp;#039;&amp;#039;[[chande]]&amp;#039;&amp;#039; zur Begleitung des &amp;#039;&amp;#039;[[Yakshagana]]&amp;#039;&amp;#039;-Tanztheaters, in Kerala spielt die &amp;#039;&amp;#039;madhalam&amp;#039;&amp;#039; im zeremoniellen Trommelorchester &amp;#039;&amp;#039;[[Panchavadyam]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bauform ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Kalamandalam Sankara Warrier.jpg|mini|hochkant|Der &amp;#039;&amp;#039;madhalam&amp;#039;&amp;#039;-Spieler K.&amp;amp;nbsp;Sankara Warrier (* 1952) aus Kerala]]&lt;br /&gt;
Der [[Korpus (Musikinstrument)|Korpus]] (kannada &amp;#039;&amp;#039;karusige&amp;#039;&amp;#039;) der &amp;#039;&amp;#039;maddale&amp;#039;&amp;#039; wird in zwei Teilen aus einem Stammabschnitt von &amp;#039;&amp;#039;[[Calophyllum inophyllum]]&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;honne&amp;#039;&amp;#039;), [[Pterocarpus]] massupium (Indische &amp;#039;&amp;#039;kino&amp;#039;&amp;#039;), indische [[Jackfrucht]] (&amp;#039;&amp;#039;Artocarpus integrifolia&amp;#039;&amp;#039;, kannada &amp;#039;&amp;#039;halasu&amp;#039;&amp;#039;), [[Gerber-Akazie]] (&amp;#039;&amp;#039;Acacia catechu&amp;#039;&amp;#039;, kannada &amp;#039;&amp;#039;khadira&amp;#039;&amp;#039;) oder einer [[Röhren-Kassie]] (&amp;#039;&amp;#039;Cassia fistula,&amp;#039;&amp;#039; kannada &amp;#039;&amp;#039;kakke&amp;#039;&amp;#039;) herausgestemmt. Beide konusförmigen Teile besitzen an ihrem größeren Ende, an dem sie zusammengefügt werden, einen flachen Wulst. Ein darüber gespannter Messingring schützt die Verbindungsstelle vor Verrutschen und dient gleichzeitig zur Verzierung. Der Mittendurchmesser beträgt bei zwei typischen, 1980 gemessenen Instrumenten etwa 20&amp;amp;nbsp;Zentimeter; das vom Spieler aus gesehen linke Trommelfell ist etwas größer und hat einen Durchmesser von 17&amp;amp;nbsp;Zentimetern, das rechte Trommelfell von 16&amp;amp;nbsp;Zentimetern. Die Gesamtlänge beträgt 40&amp;amp;nbsp;Zentimeter.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Description,&amp;#039;&amp;#039; Emmert, S. 184&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es gibt kleinere Trommeln aus einem Stück Holz mit 30&amp;amp;nbsp;Zentimetern Länge und Durchmessern von 15&amp;amp;nbsp;Zentimetern, 13,5&amp;amp;nbsp;Zentimetern und 13&amp;amp;nbsp;Zentimeter. Ihr Korpus (&amp;#039;&amp;#039;kalase&amp;#039;&amp;#039;) wird von beiden Seiten mit dem Stemmeisen dünnwandig (bis etwa 1,5 Zentimeter) ausgehöhlt. Größere Trommeln, die noch zu Anfang des 20.&amp;amp;nbsp;Jahrhunderts hergestellt wurden, besaßen bei 66&amp;amp;nbsp;Zentimetern Länge einen Mittendurchmesser von 30&amp;amp;nbsp;Zentimetern, auf der linken Seite etwa 20&amp;amp;nbsp;Zentimeter und rechts 18&amp;amp;nbsp;Zentimeter Durchmesser.&amp;lt;ref&amp;gt;Rao, in: Emmert, S. 190&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fixierung der beiden [[Schwingungsmembran|Membranen]] (&amp;#039;&amp;#039;mucchige&amp;#039;&amp;#039;) aus ungegerbter Kalbshaut benötigt mehrere Arbeitsgänge. Jede Haut sollte eineinhalb Mal so groß sein wie der Korpusdurchmesser und aus drei Lagen bestehen. Die drei Häute werden mit nach oben zunehmender Stärke übereinander gelegt, sie heißen von unten nach oben &amp;#039;&amp;#039;adivattu, jivakavalu&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;melottu&amp;#039;&amp;#039;. Aus den beiden äußeren Schichten schneidet man in der Mitte ein kreisförmiges Loch von vier bzw. fünf Zentimetern heraus, bohrt durch die äußeren Ränder zwölf gleichmäßig verteilte Löcher und steckt kleine Eisenhaken hindurch. Die so vorbereitete Membran wird nun über eine Öffnung der stehenden Trommel ausgebreitet und von den Haken bis zu einem provisorisch über die untere Korpushälfte geschobenen Eisenring mit einer Baumwollschnur verspannt. Holzstücke unter dem Ring sichern dessen Position am Korpus. Als Nächstes werden 32 Löcher in gleichmäßigem Abstand an der äußeren Kante durch die Membran gebohrt. Zwei Hautstreifen in der zweieinhalbfachen Länge des Kreisumfangs werden nun versetzt durch jedes zweite Loch gezogen und zusammen mit einem dicken verdrillten Ring (&amp;#039;&amp;#039;hindige&amp;#039;&amp;#039;) aus fester Haut außen an der Kante festgebunden. Die nass aufgezogenen Häute können nun trocknen, danach sind Haken und Eisenring überflüssig geworden. Für die gegenüberliegende Membran gilt etwa dasselbe Verfahren. Für die Verspannung der Membranen sorgt ein breiter Hautstreifen in ungefähr der 34fachen Länge des Instruments, der durch beide Hautringe um den Korpus durchgeschlauft wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine [[Stimmpaste]] (&amp;#039;&amp;#039;karna&amp;#039;&amp;#039;) auf dem kleineren rechten Trommelfell (&amp;#039;&amp;#039;bala mucchige&amp;#039;&amp;#039;) dient der Feinabstimmung des Klangs. Zu ihrer Herstellung wird feingemahlene Eisenschlacke mit gekochtem Reis im Verhältnis 1&amp;amp;nbsp;:&amp;amp;nbsp;3 vermischt. Zur Vorbereitung bestreicht man eine Kreisfläche in der Mitte des Trommelfells mit dem mit Wasser vermischten Pflanzensaft der wilden [[Paternostererbse]] ein. Nach dem Trocknen wird die Stimmpaste mit dem Daumen aufgerieben. Nicht haftendes Pulver wird weggeblasen und weiter solange Paste aufgetragen, bis eine leichte Erhebung entstanden ist. Diese Paste hält dauerhaft im Unterschied zu einer Paste aus gekochtem Reis und Asche (&amp;#039;&amp;#039;bona&amp;#039;&amp;#039;), die vor jedem Spiel frisch auf das Trommelfell der linken Seite (&amp;#039;&amp;#039;adi mucchige&amp;#039;&amp;#039;) aufgebracht wird. Ein dickerer Auftrag ergibt einen tieferen Ton. Auf etwa dieselbe Weise werden die Felle der meisten indischen Doppelkonustrommeln präpariert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Spielweise ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Drummer plying Madhalam BNC.jpg|mini|hochkant|&amp;#039;&amp;#039;Madhalam&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
Zum Stimmen schiebt der Musiker Holzpflöcke in die richtige Position an der etwas größeren Seite der leicht asymmetrischen Trommel unter die Spannschnüre. Alternativ kann er mit einem Hammer den Hautring am Rand bearbeiten, um einen höheren Ton zu erzielen. Er sollte die &amp;#039;&amp;#039;maddale&amp;#039;&amp;#039; auf die Tonintervalle (&amp;#039;&amp;#039;[[Shruti (Musik)|shrutis]]&amp;#039;&amp;#039;) des vom Melodieinstrument oder dem Sänger intonierten [[Raga]] einstimmen. Bei zwei ähnlich großen, aber unterschiedlich gestimmten Trommeln wurde an der rechten Seite des tieferen Instruments (&amp;#039;&amp;#039;ili maddale&amp;#039;&amp;#039;) die Tonhöhe F3, beim anderen (&amp;#039;&amp;#039;ilu maddale – ilu&amp;#039;&amp;#039; heißt „höher“) eine Oktave höher, also F4, festgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;maddale&amp;#039;&amp;#039;-Spieler (&amp;#039;&amp;#039;maddalegara&amp;#039;&amp;#039;) sitzt mit gekreuzten Beinen am Boden und hält sein Instrument quer vor sich, die rechte Seite ruht erhöht auf dem Oberschenkel, mit der linken Fußsohle stützt er die untere Kante des linken Trommelfells. Bei Prozessionen hängt die &amp;#039;&amp;#039;madhalam&amp;#039;&amp;#039; an einem Schulterriemen vor dem Bauch des Spielers. Die unterschiedlichen Trommelschläge werden mit einer besonderen Silbensprache memoriert, die &amp;#039;&amp;#039;bidtige &amp;#039;&amp;#039;heißt (in Nordindien &amp;#039;&amp;#039;[[Bol (Musik)|bol]]&amp;#039;&amp;#039;). Der Spieler hat über die Fingerkuppen der rechten Hand Hülsen aus einer getrockneten Reismehl-Lehm-Paste gezogen, die für einen harten Schlag sorgen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Einige Spielweisen für die rechte Hand: &amp;#039;&amp;#039;Gumpu&amp;#039;&amp;#039; bedeutet, mit drei oder vier Fingern ohne Daumen zu schlagen. &amp;#039;&amp;#039;Are gumpu&amp;#039;&amp;#039; ergibt leichtere Schläge (&amp;#039;&amp;#039;are&amp;#039;&amp;#039;, „halb“), nur der Zeigefinger schlägt in die Mitte. Bei &amp;#039;&amp;#039;chapu&amp;#039;&amp;#039; schlägt der Zeigefinger, während der kleine Finger leicht am Rand des &amp;#039;&amp;#039;karna&amp;#039;&amp;#039; aufliegt. Wenn der Zeigefinger an der Rand schlägt und zugleich der kleine Finger in die Mitte, entsteht &amp;#039;&amp;#039;kapal&amp;#039;&amp;#039; („Schlag“) und nur mit dem Zeigefinger an den Rand heißt &amp;#039;&amp;#039;teka&amp;#039;&amp;#039;. Vier Finger knapp außerhalb des &amp;#039;&amp;#039;karna&amp;#039;&amp;#039; ergibt &amp;#039;&amp;#039;ttam&amp;#039;&amp;#039;. Die Finger beider Hände in einer rollenden Bewegung produzieren &amp;#039;&amp;#039;urulike&amp;#039;&amp;#039; („rollend“) mit dem Ergebnis &amp;#039;&amp;#039;ta ri ki ṭa ki ṭa ta ka&amp;#039;&amp;#039;, jeder Ton eine Sprachsilbe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für die linke Hand gibt es andere Bezeichnungen: &amp;#039;&amp;#039;dim,&amp;#039;&amp;#039; an den Rand schlagen und die Finger wegziehen; &amp;#039;&amp;#039;sanna dim&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;sanna,&amp;#039;&amp;#039; „klein“), Mittel- und Ringfinger schlagen, während der Handballen dämpft; und schließlich &amp;#039;&amp;#039;ta&amp;#039;&amp;#039;, mit vier Fingern (ohne den kleinen Finger) in die Mitte schlagen und wegziehen. Ein &amp;#039;&amp;#039;dim&amp;#039;&amp;#039; zusammen mit einem &amp;#039;&amp;#039;ttam&amp;#039;&amp;#039; ist typisch für das Ende eines rhythmischen Musters (&amp;#039;&amp;#039;[[tala (Musik)|tala]]&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bei der Begleitung des &amp;#039;&amp;#039;Yakshagana&amp;#039;&amp;#039;-Theaters verwendeten &amp;#039;&amp;#039;talas&amp;#039;&amp;#039; lauten: &amp;#039;&amp;#039;Eka tala&amp;#039;&amp;#039; mit vier Schlägen, &amp;#039;&amp;#039;rupaka tala&amp;#039;&amp;#039; mit sechs Schlägen, &amp;#039;&amp;#039;jhampe tala&amp;#039;&amp;#039; mit fünf Schlägen, &amp;#039;&amp;#039;trivude tala, ashta tala&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;titti thai&amp;#039;&amp;#039;, unterschiedliche Rhythmusmuster mit jeweils sieben Schlägen sowie &amp;#039;&amp;#039;adi tala&amp;#039;&amp;#039; mit acht Schlägen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Description,&amp;#039;&amp;#039; Emmert, S. 286; Rao, in: Emmert, S. 193, 204&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verbreitung ==&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;maddale&amp;#039;&amp;#039; gehört zu einer Gruppe von Doppelkonustrommeln, einer Form der [[Röhrentrommel]]n, die fast nur im indischen Kulturraum vorkommen und in der klassischen und volkstümlichen Musik gespielt werden. Sie stellen einen von etwa zehn indischen Trommeltypen dar, von denen es unzählige regionale Varianten gibt. Neben der südindischen &amp;#039;&amp;#039;[[mridangam]]&amp;#039;&amp;#039; gehören zu dieser Bauform ihr nordindisches Gegenstück &amp;#039;&amp;#039;[[pakhawaj]]&amp;#039;&amp;#039;, die ähnlich große nepalesische &amp;#039;&amp;#039;[[pashchima]]&amp;#039;&amp;#039; und die schlanke, nahezu symmetrische &amp;#039;&amp;#039;[[Pung (Trommel)|pung]]&amp;#039;&amp;#039; aus Manipur. &amp;#039;&amp;#039;[[Dholak]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet meist eine nordindische, leicht gewölbte Fasstrommel, gelegentlich auch eine Doppelkonustrommel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Woher der Name &amp;#039;&amp;#039;maddale&amp;#039;&amp;#039; stammt, ist nicht ganz klar, in Südindien wird auch die &amp;#039;&amp;#039;mridangam&amp;#039;&amp;#039; gelegentlich &amp;#039;&amp;#039;maddalam&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;maddale&amp;#039;&amp;#039; genannt. Ähnliche Schreibweisen wie &amp;#039;&amp;#039;madal, mardal&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;mardala&amp;#039;&amp;#039; stehen in anderen Landesteilen ebenfalls für zweifellige Fass- oder Doppelkonustrommeln: in den zentralindischen [[Adivasi]]-Gebieten besonders bei den [[Santal (Volk)|Santal]], Oraon, Baiga, Ghasia und benachbarten Gruppen. Eine &amp;#039;&amp;#039;madal&amp;#039;&amp;#039; gehört zu den Volkstanzliedern &amp;#039;&amp;#039;dalkhai&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;rasarkali&amp;#039;&amp;#039; in der Gegend von [[Sambalpur]] und kann beim Maskentanz &amp;#039;&amp;#039;[[Chhau|Purulia chhau]]&amp;#039;&amp;#039; gebraucht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Māḍal.&amp;#039;&amp;#039; In: Laurence Libin (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;The Grove Dictionary of Musical Instruments.&amp;#039;&amp;#039; Bd. 3, Oxford University Press, Oxford/New York 2014, S. 357f&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Marda&amp;#039;&amp;#039; führt [[Etymologie|etymologisch]] auf die [[Sanskrit]]-Wurzel &amp;#039;&amp;#039;ṃṛid&amp;#039;&amp;#039; („Erde“, „Boden“, „Lehm“) zurück, folglich hängt &amp;#039;&amp;#039;mardala&amp;#039;&amp;#039; mit der früher aus Ton bestehenden &amp;#039;&amp;#039;mridangam&amp;#039;&amp;#039; zusammen (aus &amp;#039;&amp;#039;ṃṛid&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;anga,&amp;#039;&amp;#039; „Körper“). Die Beziehung zwischen &amp;#039;&amp;#039;marda&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;maddale&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;maddalam&amp;#039;&amp;#039; kann nicht nachgewiesen, nur vermutet werden. Sanskrit &amp;#039;&amp;#039;mādalā&amp;#039;&amp;#039; entspricht [[Pali]] &amp;#039;&amp;#039;maddalo&amp;#039;&amp;#039;, [[Marathi]] &amp;#039;&amp;#039;mādlā&amp;#039;&amp;#039;, [[Telugu]], &amp;#039;&amp;#039;maddeḷa&amp;#039;&amp;#039;, [[Tamil]] &amp;#039;&amp;#039;maṭaḷam&amp;#039;&amp;#039; und [[Hindi]] &amp;#039;&amp;#039;mandal.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Description&amp;#039;&amp;#039;, Emmert, S. 284&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Typisch für die [[nepal]]esische Musik ist die kleine flachgewölbte Fasstrommel &amp;#039;&amp;#039;madal&amp;#039;&amp;#039; (auch &amp;#039;&amp;#039;madel, mader, magdal&amp;#039;&amp;#039;). Das Instrument wurde früher nur von der Magar-Volksgruppe gespielt.&amp;lt;ref&amp;gt;Felix Hoerburger: &amp;#039;&amp;#039;Studien zur Musik in Nepal.&amp;#039;&amp;#039; (Regensburger Beiträge zur musikalischen Volks- und Völkerkunde, Band 2) Gustav Bosse, Regensburg 1975, S. 16&amp;lt;/ref&amp;gt; Vorwiegend unter der Stammesbevölkerung ([[Adivasi]]s) von Nord- und Ostindien ist die fassförmige oder leicht konische Trommel &amp;#039;&amp;#039;magar&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;madal&amp;#039;&amp;#039;) mit einem [[Tontrommel|Korpus aus Ton]] verbreitet. Wie üblich dient sie an einem Tragegürtel vor dem Körper gehängt als Rhythmusgeber bei Volkstänzen. In Westbengalen spielen sie verschiedene Adivasigruppen unter anderem zusammen mit der Kesseltrommel &amp;#039;&amp;#039;[[dhamsa]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der altindischen [[Gandharva]]-Musiktheorie, wie sie in dem um die Zeitenwende entstandenen Werk &amp;#039;&amp;#039;[[Natyashastra]]&amp;#039;&amp;#039; beschrieben wurde, gab es zur Begleitung religiöser Schauspiele Musikinstrumente wie die zweifellige Fasstrommel &amp;#039;&amp;#039;mridangam&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;pushkara&amp;#039;&amp;#039; bezeichnete wohl Trommeln allgemein und &amp;#039;&amp;#039;[[dundubhi]]&amp;#039;&amp;#039; Kriegstrommeln), die Bogenharfe &amp;#039;&amp;#039;[[vina]]&amp;#039;&amp;#039; und eine Flöte, letztere von Gott [[Krishna]] persönlich geblasen. Ein mittelalterlicher Sanskrit-Autor beschreibt eine Trommel &amp;#039;&amp;#039;mardala&amp;#039;&amp;#039; mit einem 40 Zentimeter langen Holzkorpus in Fassform und Membrandurchmessern von 25 und 20 Zentimetern. Beide Trommelfelle waren mit einer Paste aus Asche und gekochtem Reis eingerieben. Daneben finden sich in der auf Tamil verfassten Literatur der Sangam-Periode (grob zwischen dem 5. Jahrhundert v. Chr. und dem 5. Jahrhundert n. Chr.) mehrere &amp;#039;&amp;#039;muraja&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;murava&amp;#039;&amp;#039; genannte Trommeltypen, die offensichtlich die Form der &amp;#039;&amp;#039;maddale&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;mridangam&amp;#039;&amp;#039;) besaßen.&amp;lt;ref&amp;gt;Bigamudre Chaitanya Deva: &amp;#039;&amp;#039;Musical Instruments.&amp;#039;&amp;#039; National Book Trust, Neu-Delhi 1977, S. 37&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vom klassischen Sanskrittheater bis zu volkstümlichen Aufführungen stehen viele dramatische Stücke und Tänze in der altindischen Tradition, bei der eine rhythmusbetonte Begleitmusik von zweifelligen Röhrentrommeln hervorgebracht wird. Ein Beispiel ist das Krishna gewidmete &amp;#039;&amp;#039;Nataka&amp;#039;&amp;#039;-Volkstheater&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.indianetzone.com/32/prahlada_nataka_indian_theatre.htm &amp;#039;&amp;#039;Prahlada Nataka, Indian Theatre.&amp;#039;&amp;#039;] Indianetzone&amp;lt;/ref&amp;gt; von [[Orissa]], bei dem ein Vorsänger (&amp;#039;&amp;#039;gahaka&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;gayaka&amp;#039;&amp;#039;) mit drei Musikern auftritt, die eine Fasstrommel &amp;#039;&amp;#039;mardal&amp;#039;&amp;#039; (oder &amp;#039;&amp;#039;mardala&amp;#039;&amp;#039;), eine Messing[[zimbel]] (&amp;#039;&amp;#039;gini&amp;#039;&amp;#039;) und [[Harmonium#Das Harmonium in Indien|Harmonium]] spielen.&amp;lt;ref&amp;gt;M.L. Varadpande: &amp;#039;&amp;#039;History of Indian Theatre. Loka Ranga. Panorama of Indian Folk Theatre.&amp;#039;&amp;#039; Abhinav Publications, Neu-Delhi 1992, S. 234, 291&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An der Küste Karnatakas führen während der Trockenzeit im Winterhalbjahr professionelle Tanzgruppen das &amp;#039;&amp;#039;[[Yakshagana]]&amp;#039;&amp;#039;-Tanztheater auf. Dessen Begleitorchester besteht aus einer &amp;#039;&amp;#039;maddale&amp;#039;&amp;#039; und einer senkrecht stehenden, einseitig geschlagenen Zylindertrommel &amp;#039;&amp;#039;[[chande]]&amp;#039;&amp;#039;. Der Sänger (&amp;#039;&amp;#039;bhagavata&amp;#039;&amp;#039;) fungiert zugleich als Regisseur und gibt im nördlichen Stil (&amp;#039;&amp;#039;badagatittu&amp;#039;&amp;#039;) mit seinen Zimbeln (&amp;#039;&amp;#039;tala&amp;#039;&amp;#039;) den Takt, im südlichen Stil (&amp;#039;&amp;#039;tenkutittu&amp;#039;&amp;#039;) schlägt er einen Messing[[gong]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:പഞ്ചവാദ്യം.jpg|miniatur|&amp;#039;&amp;#039;Panchavadyam&amp;#039;&amp;#039;-Trommelorchester in Kerala. Links außen: Sanduhrtrommel &amp;#039;&amp;#039;[[idakka]]&amp;#039;&amp;#039;, Mitte: zwei &amp;#039;&amp;#039;madhalam&amp;#039;&amp;#039;, links oben: Trompeten &amp;#039;&amp;#039;[[Kombu (Trompete)|kombu]]&amp;#039;&amp;#039;, rechts: Paarbecken &amp;#039;&amp;#039;elatham&amp;#039;&amp;#039;, Mitte vorn: Sanduhrtrommel &amp;#039;&amp;#039;timila&amp;#039;&amp;#039;]]&lt;br /&gt;
In Kerala spielt die &amp;#039;&amp;#039;madhalam&amp;#039;&amp;#039; im zeremoniellen Trommelorchester &amp;#039;&amp;#039;[[Panchavadyam]]&amp;#039;&amp;#039; („Fünf Musikinstrumente“) zusammen mit den [[Sanduhrtrommel]]n &amp;#039;&amp;#039;[[idakka]]&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;[[timila]]&amp;#039;&amp;#039;, den kleinen Bronze[[paarbecken]] &amp;#039;&amp;#039;[[elathalam]]&amp;#039;&amp;#039; und dem einzigen Blasinstrument, der gebogenen [[Naturtrompete]] &amp;#039;&amp;#039;[[Kombu (Trompete)|kombu]]&amp;#039;&amp;#039;. Große &amp;#039;&amp;#039;Panchavadyam&amp;#039;&amp;#039;-Orchester verfügen meist über ein bis zwei &amp;#039;&amp;#039;idakka&amp;#039;&amp;#039;-Spieler, ein paar mehr &amp;#039;&amp;#039;madhalam-&amp;#039;&amp;#039;Spieler und doppelt soviele von den übrigen Instrumenten als &amp;#039;&amp;#039;madhalams&amp;#039;&amp;#039; vorhanden sind. Bei Tempelfesten dauert eine am Vormittag beginnende &amp;#039;&amp;#039;Panchavadyam&amp;#039;&amp;#039;-Aufführung acht Stunden, weitere Stunden folgen abends und nachts.&amp;lt;ref&amp;gt;Suganthy Krishnamachari: [https://www.thehindu.com/features/friday-review/music/Leading-an-unrehearsed-symphony/article15771965.ece &amp;#039;&amp;#039;Leading an unrehearsed symphony&amp;#039;&amp;#039;.] The Hindu, 8. Oktober 2010&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Madhalam, idakka&amp;#039;&amp;#039; und die Zylindertrommel &amp;#039;&amp;#039;[[chenda]]&amp;#039;&amp;#039; (ähnlich der &amp;#039;&amp;#039;chande&amp;#039;&amp;#039; in Karnataka) spielen in Kerala auch im Tanztheater &amp;#039;&amp;#039;[[Kathakali]]&amp;#039;&amp;#039; zusammen. Einer der führenden &amp;#039;&amp;#039;madhalam-&amp;#039;&amp;#039;Spieler beim &amp;#039;&amp;#039;Kathakali&amp;#039;&amp;#039; war der 2008 verstorbene K.K. Gopalakrishnan.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hindu.com/fr/2008/02/01/stories/2008020150560300.htm &amp;#039;&amp;#039;Master of the Maddalam. K.K. Gopalakrishnan.&amp;#039;&amp;#039;] The Hindu, 1. Februar 2008&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Keli&amp;#039;&amp;#039; ist ein Musikstil, mit dem eine &amp;#039;&amp;#039;Kathakali&amp;#039;&amp;#039;-Aufführung oder eine religiöse Festveranstaltung eingeleitet wird. Bei diesem &amp;#039;&amp;#039;maddalam keli&amp;#039;&amp;#039; spielen mehrere &amp;#039;&amp;#039;maddalams&amp;#039;&amp;#039; mit Perkussionsinstrumenten zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=IMgUewjfrTc &amp;#039;&amp;#039;Maddalam Keli.&amp;#039;&amp;#039;] Youtube-Video. (Aufnahme vom Musikproduzenten Rolf Killius)&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Kuzhal pattu&amp;#039;&amp;#039; gehört zu einem Tempelfest, bei diesem Stil wird der Trommler vom Doppelrohrblattinstrument &amp;#039;&amp;#039;[[kuzhal]]&amp;#039;&amp;#039; (ähnlich einer &amp;#039;&amp;#039;[[shehnai]]&amp;#039;&amp;#039;) begleitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Tamilen brachten die &amp;#039;&amp;#039;maddalam&amp;#039;&amp;#039; nach [[Sri Lanka]], wo sie in die Tradition der [[Singhalesen]] einging und praktisch baugleich unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;[[Bera (Trommel)#Demala bera|demala bera]]&amp;#039;&amp;#039; als rhythmische Begleitung von Liedern und Tänzen zusammen mit dem kleinen Doppelrohrblattinstrument &amp;#039;&amp;#039;[[horanewa]]&amp;#039;&amp;#039; im Volkstheater &amp;#039;&amp;#039;Nadagam&amp;#039;&amp;#039; eingesetzt wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diskografie ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Ritual Percussion of Kerala.&amp;#039;&amp;#039; Vol. 1: &amp;#039;&amp;#039;kshetram vadyam&amp;#039;&amp;#039;, vol. 2: &amp;#039;&amp;#039;tayambaka.&amp;#039;&amp;#039; Aufnahmen von Rolf Killius. 2 CDs von VDE Gallo 971-2, 1998&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Richard Emmert u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;Description of Musical Instruments.&amp;#039;&amp;#039; In: Ders. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Dance and Music in South Asian Drama. Chhau, Mahākāli pyākhan and Yakshagāna. Report of Asian Traditional Performing Arts 1981.&amp;#039;&amp;#039; Academia Music Ltd., Tokyo 1983, S. 283–286&lt;br /&gt;
* Hiriyadka Gopala Rao: &amp;#039;&amp;#039;Rhythm and Drums in Badagatittu Yakshagāna Dance-Drama.&amp;#039;&amp;#039; In: Emmert, S. 188–204&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Madhalam}}&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=mfuvv-d4g1o&amp;amp;feature=relmfu &amp;#039;&amp;#039;Yakshagana Taala Maddale#4 - Gopal Bhat, Jogi Mane.&amp;#039;&amp;#039;] Youtube-Video (&amp;#039;&amp;#039;Yakshagana&amp;#039;&amp;#039;-Begleitmusik in Karnataka mit &amp;#039;&amp;#039;maddale&amp;#039;&amp;#039;, Harmonium, Zimbeln und Gesang)&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=0YcB0TVhAVQ &amp;#039;&amp;#039;Panchavadyam – Maddalam vayana.&amp;#039;&amp;#039;] Youtube-Video (&amp;#039;&amp;#039;Panchavadyam&amp;#039;&amp;#039;-Aufführung in Kerala: mehrere &amp;#039;&amp;#039;maddalams&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;kombus&amp;#039;&amp;#039;)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Musik (Indien)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Traditionelles indisches Musikinstrument]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schlagtrommel]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Bertramz</name></author>
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