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	<title>Macrorhabdiose - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-25T20:47:37Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Macrorhabdiose&amp;diff=810730&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Aka: /* Therapie und Prophylaxe */ falschen Punkt entfernt</title>
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		<updated>2023-01-28T09:56:59Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Therapie und Prophylaxe: &lt;/span&gt; falschen Punkt entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;Als &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Macrorhabdiose&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (früher auch &amp;#039;&amp;#039;Megabakteriose&amp;#039;&amp;#039;; {{enS|Going-light-syndrome}}) wird eine [[Infektionskrankheit]] bei [[Wellensittich]]en, [[Unzertrennliche]]n, [[Plattschweifsittiche (Tribus)|Grassittichen (Neophemas)]] und [[Kanarienvogel|Kanarienvögeln]] bezeichnet. Der Erreger ist der [[Hefen|Hefepilz]] &amp;#039;&amp;#039;Macrorhabdus ornithogaster&amp;#039;&amp;#039;. Die Macrorhabdiose ist eine chronische Erkrankung des [[Magen#Magen der Vögel|Magens]] mit Verdauungsstörungen und zumeist Abmagerung. Der Erreger kann auch eine [[Kropfentzündung]] verursachen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ursache und Krankheitsentstehung ==&lt;br /&gt;
Der Erreger der Erkrankung ist &amp;#039;&amp;#039;Macrorhabdus ornithogaster&amp;#039;&amp;#039;, ein [[Gram-Färbung|gram-]] und [[PAS-Färbung|PAS-positiver]] stäbchenförmiger Pilz. Die Pilze sind 40&amp;amp;nbsp;µm lang und 2&amp;amp;nbsp;µm breit und bilden keine [[Spore]]n. Der veraltete Name „Megabakteriose“ sollte nicht mehr verwendet werden, da die Krankheit nicht durch [[Bakterien]] verursacht wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Übertragung von infizierten Elterntieren auf die Jungen geschieht vermutlich durch die Fütterung. Bei erwachsenen Wellensittichen sind hauptsächliche Übertragungswege das Schnäbeln und Füttern, die Aufnahme infizierten Kotes und infizierten Trinkwassers. Es wird jedoch vermutet, dass ausgewachsene gesunde Vögel mit intaktem [[Immunsystem]] nicht oder seltener erkranken. Die Ansteckungsgefahr ist demnach bei jungen und sehr alten Vögeln größer. Besonders empfänglich sind Vögel, die unter [[Stress]]situationen leiden. Stress liegt insbesondere in folgenden Fällen vor: Futterumstellung, Verlust des Partners, Hinzusetzen eines neuen Partners, [[Mauser (Vögel)|Mauser]] oder [[Balz]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Infektion mit Macrorhabdus ornithogaster führt im [[Magen#Magen der Vögel|Drüsenmagen]] zu [[Degeneration|degenerativen]] Veränderungen, welche sich in Form von [[Hypertrophie|Wandverdickung]] des Drüsenmagens, Ablösung der Koilinschicht des Muskelmagens, Bildung von [[Ulzeration|Geschwüren]] und Zunahme des [[pH-Wert]]es äußert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch den Erreger wird die Immunabwehr des Tieres herabgesetzt, wobei vor allem die lokale Immunabwehr des Darmes betroffen ist. Die Folge ist häufig eine bakterielle [[Sekundärinfektion]] des [[Verdauungsapparat]]s und bei Überschreitung der Darmschranke des gesamten Körpers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist bekannt, dass einige Vögel ohne Krankheitsanzeichen mit dem Erreger leben und diesen ausscheiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Klinik ==&lt;br /&gt;
Die Krankheit verläuft unspezifisch und zumeist chronisch.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Infolge einer mangelhaften Verwertung des aufgenommenen Futters ([[Maldigestion]]) kommt es zu einer Abmagerung bei normalem oder gesteigertem Appetit („Going-Light-Syndrom“) und letztlich zum Tod des Vogels. Daneben sind jedoch auch Fälle beschrieben, bei denen kein Untergewicht auftrat und der Vogel dennoch an Macrorhabdiose oder einer Begleiterkrankung verstorben ist. Neben der Abmagerung können erkrankte Vögel einen grauen glasigen Schleim und unverdaute Körner auswürgen. Gelegentlich tritt Blut im Kot auf, so dass dieser eine schwarze Farbe und eine sandige Konsistenz hat. Auch Würgen und Erbrechen von Körnern sowie eine Verschlechterung des Allgemeinzustandes des Vogels sind Hinweise auf Macrorhabdus ornithogaster.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Patientengut der &amp;#039;&amp;#039;Klinik für Vögel und Reptilien&amp;#039;&amp;#039; der [[Universität Leipzig]] konnte bei 48 % der mit Magen-Darm-Symptomen eingelieferten Tiere der Erreger nachgewiesen werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Püstow&amp;quot;&amp;gt;R. Püstow, [[Maria-Elisabeth Krautwald-Junghanns|M. E. Krautwald-Junghanns]]: &amp;#039;&amp;#039;The Incidence and Treatment Outcomes of Macrorhabdus ornithogaster Infection in Budgerigars ( Melopsittacus undulatus) in a Veterinary Clinic.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of avian medicine and surgery.&amp;#039;&amp;#039; Band 31, Nummer 4, Dezember 2017, S.&amp;amp;nbsp;344–350, [[doi:10.1647/2016-181]], PMID 29327956.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Diagnostik ==&lt;br /&gt;
Die Macrorhabdiose kann durch eine [[mikroskop]]ische [[Koproskopie|Kotuntersuchung]] nachgewiesen werden. Die [[Gramfärbung]] erleichtert das Auffinden der Erreger. Ein negativer Befund ist kein sicheres Ausschlusszeichen, da der Erreger nicht immer ausgeschieden wird. Nur etwa zwei Drittel der Erkrankungen werden durch eine mikroskopische Kotuntersuchung erkannt. Eine höhere diagnostische Sicherheit bietet eine [[Polymerase-Kettenreaktion|PCR]] von Kloakentupfern.&amp;lt;ref&amp;gt;P. J. Sullivan, E. C. Ramsay, C. B. Greenacre, A. C. Cushing, X. Zhu, M. P. Jones: &amp;#039;&amp;#039;Comparison of Two Methods for Determining Prevalence of Macrorhabdus ornithogaster in a Flock of Captive Budgerigars (Melopsittacus undulatus).&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of avian medicine and surgery.&amp;#039;&amp;#039; Band 31, Nummer 2, Juni 2017, S.&amp;amp;nbsp;128–131, [[doi:10.1647/2016-213]], PMID 28644084.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch ein [[Röntgenbild]] kann einen Hinweis auf die Krankheit geben, da sich der Drüsenmagen in diesem Fall vergrößert darstellt. Allerdings ist der Magen bei Wellensittichen aufgrund der geringen Größe röntgenologisch nicht gut darstellbar.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Püstow&amp;quot; /&amp;gt; Bei verstorbenen Vögeln können die Erreger durch Sektion durch einen Abklatsch des Drüsenmagen per [[Nativpräparat]] nachgewiesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Therapie und Prophylaxe ==&lt;br /&gt;
Da die Krankheit kaum erforscht ist, sind die Behandlungsmethoden bislang noch nicht ausgereift.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine orale Gabe von [[Neomycin]] und [[Amphotericin B]] kann über 14 Tage bis 4 Wochen bis zum Verschwinden der Krankheitszeichen versucht werden. Die Behandlung ist nicht unumstritten, da einerseits die Verabreichung Stress auslöst, der ja möglichst verhindert werden soll, und andererseits die Medikamente eine toxische (giftige) Wirkung auf die [[Leber]] haben sollen, was aber wissenschaftlich nicht belegt ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei einer nachgewiesenen Macrorhabdiose sollte möglichst der gesamte Vogelbestand behandelt werden, da auch vermeintlich gesunde Vögel den Erreger aufnehmen und verbreiten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zusätzliche Maßnahmen sind die Gabe magenansäuernder Mittel ([[Ascorbinsäure]], [[Apfelessig]]) ins Trinkwasser. Apfelessig wirkt pilzhemmend und einen positiven Effekt auf die Darmflora. Allerdings sollte dieses Mittel nicht zu häufig angewendet werden, da möglicherweise auch Bakterien der gesunden Darmflora abgetötet werden. Auch verschiedene Heilpflanzen, wie [[Thymian]], [[Echte Kamille|Kamille]] und [[Salbei]] haben vermutlich eine solche Wirkung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Außerdem ist auf unbedingte Hygiene zu achten. Insbesondere der infizierte Kot sollte täglich aus dem Käfig, vom Spielzeug und den Landeplätzen entfernt werden, weil darin die Erreger enthalten sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zucker ist unbedingt zu vermeiden, denn Pilze ernähren sich davon. Eine Umstellung auf Weichfutter und die Entfernung von Grit sorgen für eine mechanische Schonung des Magens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Prognose ist vorsichtig zu stellen. In einer Studie konnte nur ein Drittel der Tiere erfolgreich behandelt werden. Bei 17 % davon traten Rezidive auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Püstow&amp;quot; /&amp;gt; Offenbar führt Amphotericin B zu keiner vollständigen Eliminierung des Erregers, sondern reduziert nur die Zahl der Hefen im Darm.&amp;lt;ref&amp;gt;H. R. Baron et al.: &amp;#039;&amp;#039;Evidence of amphotericin B resistance in Macrorhabdus ornithogaster in Australian cage-birds.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Medical mycology.&amp;#039;&amp;#039; [elektronische Veröffentlichung vor dem Druck] August 2018, [[doi:10.1093/mmy/myy062]], PMID 30085075.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* K. Gabrisch, P. Zwart: &amp;#039;&amp;#039;Krankheiten der Heimtiere.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. Schlütersche, 2005, ISBN 3-89993-010-X.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* Katrin Hanka: [http://geb.uni-giessen.de/geb/volltexte/2009/6721/pdf/HankaKatrin-2008-11-28.pdf &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen zum Nachweis von Macrorhabdus ornithogaster bei Vögeln der Ordnungen Galliformes, Psittaciformes, Passeriformes, Anseriformes und Columbiformes sowie Versuche zur Anzüchtung des Erregers der Macrorhabdiose in vitro.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 3,7&amp;amp;nbsp;MB) [[Inaugural-Dissertation]]. Justus-Liebig-Universität, Gießen 2008.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mykose bei Tieren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Vogelkrankheit]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Kropf]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Aka</name></author>
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