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	<title>Machine Gun - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;TaxonBot: Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links</title>
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		<updated>2026-04-17T09:47:11Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Bot: Auflösung doppelter toter Links nach https://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Wikipedia:Bots/Anfragen&amp;amp;oldid=266185123#Aufl%C3%B6sung_der_doppelten_Toten_Links&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Musikalbum&lt;br /&gt;
| Typ              = Studio&lt;br /&gt;
| Titel            = Machine Gun&lt;br /&gt;
| Interpret        = [[Peter Brötzmann]]&lt;br /&gt;
| Veröffentlichung = [[1968]]&lt;br /&gt;
| Label            = [[Free Music Production|FMP]], [[Atavistic Records]]&lt;br /&gt;
| Formate          = LP, CD&lt;br /&gt;
| Genres           = [[Free Jazz]]&lt;br /&gt;
| AnzahlTitel      = 3 (LP) / 5 (CD 1990) / 6 (CD 2007)&lt;br /&gt;
| Länge            = &lt;br /&gt;
| Besetzung        = &lt;br /&gt;
* [[Tenorsaxophon]], [[Baritonsaxophon]]: [[Peter Brötzmann]]&lt;br /&gt;
* Tenorsaxophon: [[Evan Parker]]&lt;br /&gt;
* Tenorsaxophon, [[Bassklarinette]]: [[Willem Breuker]]&lt;br /&gt;
* [[Piano]]: [[Fred Van Hove]]&lt;br /&gt;
* [[Kontrabass|Bass]]: [[Peter Kowald]]&lt;br /&gt;
* Bass: [[Buschi Niebergall]]&lt;br /&gt;
* [[Schlagzeug]]: [[Sven-Åke Johansson]]&lt;br /&gt;
* Schlagzeug: [[Han Bennink]]&lt;br /&gt;
| Produzent        = Peter Brötzmann&lt;br /&gt;
| Studio           = [[Lila Eule]], Bremen&lt;br /&gt;
| Vorheriges       = &amp;#039;&amp;#039;For Adolphe Sax&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; (1967)&lt;br /&gt;
| Nächstes         = &amp;#039;&amp;#039;Nipples&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; (1969)&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein [[Jazz]]album des [[Peter Brötzmann]] Oktetts, das im Mai 1968 in der [[Lila Eule]] in [[Bremen]] aufgenommen wurde. Es erschien zunächst im [[Selbstverlag]] und wurde 1972 bei [[Free Music Production]] wiederveröffentlicht. Das Album gilt heute als Meilenstein des europäischen freien Jazz, dessen Intensität kollektiver Ausbrüche den Hörer „gewehrsalvengleich überfällt.“ ([[Jazz Podium]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Reiner Kobe, Jazz Podium 11/2007; zitiert nach [http://www.fmp-label.de/fmplabel/catalog2/fmpcd024.html FMP zum Album, mit Liner Notes von Steve Lake und Rezensionen]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Das Album und seine Vorgeschichte ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039; war das zweite Album von Brötzmann nach &amp;#039;&amp;#039;For Adolphe Sax&amp;#039;&amp;#039; von 1967, das mit [[Peter Kowald]], [[Sven-Åke Johansson]] und [[Fred Van Hove]] „unter einfachsten technischen Bedingungen“ aufgenommen wurde. Wie das Vorgängeralbum erschien es als Eigenproduktion, „denn eine Schallplattenfirma, die sich für diese Musik interessierte, war seinerzeit nicht in Sicht.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ekkhard Jost: &amp;#039;&amp;#039;Europas Jazz. 1960–80&amp;#039;&amp;#039;. Frankfurt am Main 1987, S. 86.&amp;lt;/ref&amp;gt; 1968 versammelte Peter Brötzmann, der zuvor im Trio und 1967 im Quartett aufgetreten war, „die Spitze der europäischen [[Free Jazz|Free-Jazz]]-Avantgarde um sich,“&amp;lt;ref name=&amp;quot;WUPP&amp;quot;&amp;gt;[[E. Dieter Fränzel]], Jazz AGe Wuppertal (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Sounds Like Whoopataal. Wuppertal in der Welt des Jazz.&amp;#039;&amp;#039; Essen 2006, S. 114.&amp;lt;/ref&amp;gt; außer den Genannten waren dies [[Evan Parker]], [[Willem Breuker]], [[Buschi Niebergall]] und [[Han Bennink]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie Brötzmann im Rückblick feststellte, war das [[Musikjahr 1968|Jahr 1968]] „das Jahr der Großen Orchester, wo wir uns unter Freunden trafen, um wie die Verrückten zu spielen.“&amp;lt;ref&amp;gt;E. Jost: &amp;#039;&amp;#039;Europas Jazz. 1960–80.&amp;#039;&amp;#039; S. 112 f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Unterstützt wurde er dabei vom Konzertveranstalter [[Fritz Rau]].&amp;lt;ref&amp;gt;Kisieldu, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit diesem Oktett trat er im Lauf des Jahres mehrfach auf Festivals auf, so auch auf den [[Internationale Essener Songtage|Essener Songtagen]] Ende September 1968, bereits am 24. März 1968 auf dem [[Deutsches Jazzfestival|Deutschen Jazzfestival]] in Frankfurt am Main zusätzlich mit [[Gerd Dudek]];&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.plosin.com/MilesAhead/Tapes.aspx?s=19680324b Hinweise bei Peter Losin]&amp;lt;/ref&amp;gt; in der Woche darauf spielte das Oktett mit [[Manfred Schoof]] bei [[Jazz Ost-West]] in Nürnberg&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.plosin.com/MilesAhead/Tapes.aspx?s=19680330a Hinweise bei Peter Losin]&amp;lt;/ref&amp;gt; und verstärkt um Schoof und [[Paul Rutherford (Posaunist)|Paul Rutherford]] im November 1968 auf dem [[Total Music Meeting]],&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fmp-label.de/freemusicproduction/projekteindex.html zu Total Music Meeting 1968 in Berlin.] FMP.&amp;lt;/ref&amp;gt; das als Gegenveranstaltung zum [[Jazzfest Berlin]] unter anderem von Brötzmann (der aus dem Berliner Jazzfest damals wieder ausgeladen wurde, weil er nicht im Anzug auftreten wollte&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sounds-archiv.at/styled-180/styled-148/styled-141/ Sounds, Nr.8, 1968.] Einen Kompromissvorschlag von Berendt, in der Band von Don Cherry aufzutreten, schlug Brötzmann aus&amp;lt;/ref&amp;gt;) initiiert wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SP&amp;quot;&amp;gt;{{Der Spiegel |ID=45935512 |Autor=[[Siegfried Schmidt-Joos]] |Titel=Wohlklang nein |Jahr=1968 |Nr=39 |Seiten= |Kommentar=Rezension zu &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mai 1968 ließ Brötzmann nachts und morgens in der [[Lila Eule]] in [[Bremen]],&amp;lt;ref&amp;gt;Ein damals legendärer Musikclub, der nach den Worten des damaligen CDU-Fraktionsvorsitzenden in der Bremer Bürgerschaft [[Hans-Hermann Sieling]] ein Ort war, der &amp;#039;&amp;#039;die Jugend für die Revolution sensibilisierte&amp;#039;&amp;#039;, so {{Der Spiegel |ID=45935512 |Autor=[[Siegfried Schmidt-Joos]] |Titel=Wohlklang nein |Jahr=1968 |Nr=39 |Seiten= |Kommentar=Rezension zu &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wo er zuvor häufig gespielt hatte&amp;lt;ref&amp;gt;Noglik: &amp;#039;&amp;#039;Jazz Werkstatt International.&amp;#039;&amp;#039; rororo, S. 207 (Interview)&amp;lt;/ref&amp;gt; und wusste, dass er bei den Aufnahmen nicht gestört wurde,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hartmann&amp;quot;&amp;gt;Damals gab es kaum unkommerzielle Aufnahmemöglichkeiten. Sein erstes Album &amp;#039;&amp;#039;For Adolphe Sax&amp;#039;&amp;#039; hatte Brötzmann in einem Wuppertaler Jugendzentrum aufgenommen, wo allerdings der Hausmeister immer wieder bei den Aufnahmen kam und störte.{{Internetquelle |autor=Rolf Stein |url=https://www.kreiszeitung.de/kultur/peter-broetzmann-octet-bremen-jazzgeschichte-geschrieben-wurde-9882095.html |titel=Als in Bremen Jazzgeschichte geschrieben wurde |werk=Kreiszeitung |datum=2018-05-21 |sprache=de |abruf=2024-09-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sein Oktett die Musik von &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039; aufnehmen. Der Kritiker [[Manfred Miller]] „besorgte“ das Aufnahmeequipment von [[Radio Bremen]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;WUPP&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;SP&amp;quot; /&amp;gt; Da damals in der &amp;#039;&amp;#039;Lila Eula&amp;#039;&amp;#039; jeden Abend eine Veranstaltung stattfand, mussten die Musiker nach diesen Veranstaltungen in den Club gehen, dort aufbauen und spielen. Am nächsten Tag arbeiteten sie dann weiter, bis sie am Abend Platz für die nächste Veranstaltung machen mussten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Hartmann&amp;quot; /&amp;gt; Die Tontechniker mussten die Mikrofone mit geliehenen Decken aus dem Bremer Theaterfundus verhängen, um den [[Lautstärkepegel]] zu dämpfen und eine Aufnahme erst zu ermöglichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SP&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brötzmann sah sich mit seiner kompromisslosen Musik damals als Teil der [[68er-Bewegung]]: „Eine brutale Gesellschaft, die [[Biafra-Krieg|Biafra]] und [[Vietnamkrieg|Vietnam]] zulässt, provoziert natürlich eine brutale Musik.“&amp;lt;ref&amp;gt;Ein Zitat von Brötzmann von 1968, Michael Thiem: [http://www.fmp-publishing.de/freemusicproduction/texte/1978d_thiem.html &amp;#039;&amp;#039;Die Suche nach Alternativen.&amp;#039;&amp;#039;] 1968.&amp;lt;/ref&amp;gt; In einem Interview mit [[Siegfried Schmidt-Joos]] im [[Jazz Podium]] vom April 1968 meinte er hingegen auf die Frage, ob er mit seiner Musik schockieren wolle: „Das nicht. Die Musik kommt aus uns selbst wie sie ist, und wir beabsichtigen in keiner Weise irgendwen zu schockieren. Andererseits muß man wissen, in welcher Zeit man lebt, man muß wissen, dass viele Dinge geändert werden müssen.“&amp;lt;ref&amp;gt;Zitiert nach Kisiedu in &amp;#039;&amp;#039;Albert Mangelsdorff.&amp;#039;&amp;#039; Wolke Verlag, 2010, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt; In einer Podiumsdiskussion im WDR im Mai 1967 machte er auf eine Frage von [[Siegfried Loch]] als wesentlichen Unterschied von Free Jazz zu traditionellem Jazz (etwa eines [[Klaus Doldinger]]) die „Verantwortung für sich selbst und die Gesellschaft“ aus.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Pop Jazz – Free Jazz.&amp;#039;&amp;#039; WDR, 12. Mai 1967, zitiert nach Kisieldu, siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der gelernte Grafiker Brötzmann schuf auch das Cover des Albums mit einem [[GI (Soldat)|GI]] hinter einem Maschinengewehr. Sein Haus in Wuppertal war damals Anlaufstelle für vor dem Vietnamkrieg desertierende [[GI (Soldat)|GI’s]].&amp;lt;ref&amp;gt;Julian Weber: [https://taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=ku&amp;amp;dig=2011%2F02%2F05%2Fa0033&amp;amp;cHash=c0ed3d8f11 &amp;#039;&amp;#039;Sie nennen ihn Machine Gun&amp;#039;&amp;#039;.] In: &amp;#039;&amp;#039;[[die tageszeitung|taz]]&amp;#039;&amp;#039;, 5. Februar 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Titel des Albums spielte auch auf einen Spitznamen für Brötzmann an, den ihm 1966 [[Don Cherry (Musiker)|Don Cherry]] in Paris gegeben hatte.&amp;lt;ref&amp;gt;Bert Noglik: &amp;#039;&amp;#039;Jazz Werkstatt International.&amp;#039;&amp;#039; Berlin (DDR) 1981, S. 199.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Die Musik des Albums ==&lt;br /&gt;
In der Beurteilung von [[Ekkehard Jost]] lebt die Musik von &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039; „von ihrer emotionalen Hitze und ihrer geradezu atemberaubenden Intensität.“ Dennoch überwinde sie die freie und ungeplante Spielweise des &amp;#039;&amp;#039;Freeform Jazz&amp;#039;&amp;#039;: „Es ist eine äußerst intensive, vielfach bis ins Geräuschhafte gesteigerte Musik, ein vorrangig auf kollektive Energieproduktion gerichteter Spielprozess, der durch die rudimentären kompositorischen Vorgaben Brötzmanns, Van Hoves und Breukers eine gewisse formale Gliederung erfährt und der –&amp;amp;nbsp;anders als bei [[Adolphe Sax]]&amp;amp;nbsp;– in der &amp;#039;&amp;#039;geplanten&amp;#039;&amp;#039; Folge von [[Kollektivimprovisation|Kollektiven]], Soli und [[Thema (Musik)|thematischen]] Einschüben so etwas wie eine [[Dramaturgie]] des Ablaufs erkennbar werden lässt.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;APO&amp;quot;&amp;gt;E. Jost: &amp;#039;&amp;#039;Europas Jazz 1960–80.&amp;#039;&amp;#039; S. 118.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Platte ist trotz der unterschiedlichen Strukturvorgaben der einzelnen Stücke im Wesentlichen „monochrom“, also nicht sehr vielfältig.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Jost: &amp;#039;&amp;#039;Europas Jazz 1960–80.&amp;#039;&amp;#039; S. 119.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Stück &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039; hat nach der Beschreibung von Jost zunächst eine „in [[Tonrepetition]]en stakkatierende Einleitung“, die an „Trommelfeuer“ erinnert,&amp;lt;ref&amp;gt;E. Jost: &amp;#039;&amp;#039;Europas Jazz 1960–80.&amp;#039;&amp;#039; S. 118f.&amp;lt;/ref&amp;gt; weil ihr eine „quasi perkussive“ Spielweise zu Grunde liegt.&amp;lt;ref&amp;gt;E. Jost: &amp;#039;&amp;#039;Europas Jazz 1960–80.&amp;#039;&amp;#039; S. 89.&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Intensität dieses Stücks erreichen die beiden anderen Kompositionen nicht ganz.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MH&amp;quot;&amp;gt;Max Harrison u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;The Essential Jazz Records.&amp;#039;&amp;#039; S. 509.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit &amp;#039;&amp;#039;Responsible&amp;#039;&amp;#039; erinnert Van Hove an den verstorbenen Schlagzeuger Jan Van den Ven, der mit ihm und [[Kris Wanders]] ein Trio gebildet hatte; es endet mit einem [[Kwela]]-Thema. Breukers Titel &amp;#039;&amp;#039;Music for Han Bennink&amp;#039;&amp;#039; baut auf einem einfachen [[Riff (Musik)|Riff]] auf, das immer wiederholt und dabei gesteigert wird.&amp;lt;ref name=&amp;quot;AAJ&amp;quot;&amp;gt;Clifford Allen: {{Toter Link |datum=2019-04 |url=http://www.allaboutjazz.com/php/review_print.php?id=26562 |text=&amp;#039;&amp;#039;Peter Brötzmann: The Complete Machine Gun Sessions.&amp;#039;&amp;#039; |archivebot=2019-04-29 00:21:06 InternetArchiveBot}} In: &amp;#039;&amp;#039;[[All About Jazz]].&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Am Ende der Stücke fanden sich „die Spieler in schrulligen [[Rockmusik|Rock]]- oder [[Samba (Musik)|Samba]]-Derivaten wieder,“ die humorvoll zitiert wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOM&amp;quot;&amp;gt;R. Dombrowski: &amp;#039;&amp;#039;Basis Diskothek Jazz.&amp;#039;&amp;#039; S. 31.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Titelliste ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Peter Broetzmann 05N2754.jpg|mini|Peter Brötzmann, [[Moers Festival|mœrs festival]] 2010]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== LP-Ausgabe ===&lt;br /&gt;
* Peter Brötzmann: &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun.&amp;#039;&amp;#039; (BRÖ 2, 1968; FMP 0090, 1972)&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039; (Brötzmann) 17:19&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Responsible&amp;#039;&amp;#039; (Van Hove) 8:20&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Music for Han Bennink&amp;#039;&amp;#039; (Breuker) 11:29&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== CD-Ausgabe 1990 ===&lt;br /&gt;
* Peter Brötzmann: &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun.&amp;#039;&amp;#039; (FMP CD 24, 1990)&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun (Second Take)&amp;#039;&amp;#039; (Brötzmann) 14:57&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun (Third Take)&amp;#039;&amp;#039; (Brötzmann) 17:13&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Responsible (For Jan Van den Ven) (First Take)&amp;#039;&amp;#039; (Van Hove) 10:00&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Responsible (For Jan Van den Ven) (Second Take)&amp;#039;&amp;#039; (Van Hove) 8:12&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Music for Han Bennink&amp;#039;&amp;#039; (Breuker) 11:22&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== The Complete Machine Gun Sessions ===&lt;br /&gt;
* The Peter Brötzmann Octet – &amp;#039;&amp;#039;The Complete Machine Gun Sessions.&amp;#039;&amp;#039; (Atavistic – Unheard Music Series ALP262CD)&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039; (Brötzmann) 17:19&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Responsible / For Jan Van de Ven&amp;#039;&amp;#039; (Van Hove) 8:20&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Music for Han Bennink&amp;#039;&amp;#039; (Breuker) 11:29&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun (Second Take)&amp;#039;&amp;#039; (Brötzmann) 15:01 &amp;lt;small&amp;gt;Alternate Take&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Responsible / For Jan Van de Ven&amp;#039;&amp;#039; (First Take) (Van Hove) 10:08 &amp;lt;small&amp;gt;Alternate Take&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
# &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039; (Brötzmann) 17:40&amp;lt;ref&amp;gt;Aufnahme vom 24. März 1968, live vom Frankfurt Jazz Festival; Besetzung wie oben, zusätzlich Gerd Dudek.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Editionsgeschichte ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039; erschien zunächst in einer Auflage von 300 Exemplaren auf dem privaten BRÖ-Label&amp;lt;ref name=&amp;quot;AAJ&amp;quot; /&amp;gt; und wurde 1972 bei der von Brötzmann mitgegründeten [[Free Music Production]] wiederveröffentlicht. In deren Katalog war es eins der sich am besten verkaufenden Alben.&amp;lt;ref&amp;gt;Steve Lake (1985), in: Brötzmann: &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun.&amp;#039;&amp;#039; FMP CD 024&amp;lt;/ref&amp;gt; Im Jahr 1990 erschien es bei FMP als [[Compact Disc]], ergänzt um zwei bislang unveröffentlichte &amp;#039;&amp;#039;Alternate takes&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fmp-label.de/fmplabel/index.html Archiv FMP]&amp;lt;/ref&amp;gt; 2007 erschien bei dem auf Free Jazz spezialisierten Chicagoer Label [[Atavistic Records]] die CD &amp;#039;&amp;#039;The Complete Machine Gun Sessions&amp;#039;&amp;#039;, die zusätzlich eine frühere Version des Titelstückes enthielt, die im März 1968 auf dem [[Deutsches Jazzfestival|Deutschen Jazzfestival]] in Frankfurt mitgeschnitten wurde und bei der auch der Saxophonist [[Gerd Dudek]] mitwirkte.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.discogs.com/Peter-Br%C3%B6tzmann-Octet-The-The-Complete-Machine-Gun-Sessions/release/1077786 The Peter Brötzmann Octet – The Complete Machine Gun Sessions bei Discogs]&amp;lt;/ref&amp;gt; 2011 erschien in limitierter Ausgabe von 500 Exemplaren bei Slowboy Records eine Vinyl-Ausgabe des Original-Albums, dessen Cover in dreifarbigen [[Siebdruck]]-Verfahren hergestellt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.discogs.com/Peter-Br%C3%B6tzmann-Octet-Machine-Gun/release/2962803 Peter Brötzmann Octet – Machine Gun bei Discogs]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Rezeption und Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039; erregte „in Fachkreisen Aufsehen“ und wurde „sehr kontrovers diskutiert“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;WUPP&amp;quot; /&amp;gt; Im &amp;#039;&amp;#039;[[Der Spiegel|Spiegel]]&amp;#039;&amp;#039; wurde 1968 eher amüsiert über die „destruktive Akustik“ der Platte mit der „bislang radikalsten Jazz-Absage an den Wohlklang“ berichtet.&amp;lt;ref name=&amp;quot;SP&amp;quot; /&amp;gt; Andere zeitgenössische Kritiker sahen damals Parallelen zur Musik von [[Albert Ayler]], allerdings anders als die US-amerikanischen Vorbilder geprägt durch die Erfahrungen der politischen Geschichte Europas (so [[Barry Miles]] in der Besprechung des Albums in der Londoner &amp;#039;&amp;#039;[[International Times]]&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 39, 1968) Auch der [[Frankfurter Allgemeine Zeitung|FAZ]]-Kritiker [[Ulrich Olshausen]] bezeichnete Brötzmann „als Deutschlands Albert Ayler, eine Imitation von täuschender Ähnlichkeit“.&amp;lt;ref&amp;gt;zit. nach Kisiedu in &amp;#039;&amp;#039;Albert Mangelsdorff&amp;#039;&amp;#039;. Wolke Verlag, 2010; siehe Literatur&amp;lt;/ref&amp;gt; Als Nachwirkung von &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039; wurde Brötzmann „einer der Häuptlinge des europäischen Free Jazz“ und nahm zahlreiche weitere Alben, zunächst für FMP, auf.&amp;lt;ref&amp;gt;Todd S. Jenkins: &amp;#039;&amp;#039;Free Jazz and Free Improvisation. An Encyclopedia&amp;#039;&amp;#039;. Vol. 1. Greenwood Press, Westport CT / London 2004, S. 63.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Rolf-Ulrich Kaiser]] schrieb Anfang 1969, &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039; sei eine der Platten gewesen, die er 1968 am meisten gehört hätte, „weil sich Brötzmann und Leute halt nicht den gewünschten Festival-Anzug anziehen.“&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;[[Sounds (deutsche Zeitschrift)|Sounds]].&amp;#039;&amp;#039; {{Webarchiv |url=http://www.sounds-archiv.at/styled-7/styled-136/ |text=Nr. 10 (1969), S. 19 |wayback=20150620221904}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Steve Lake]], dessen Beitrag für das Magazin &amp;#039;&amp;#039;[[The Wire (Zeitschrift)|The Wire]]&amp;#039;&amp;#039; als [[Liner Notes]] zur CD-Ausgabe abgedruckt wurde, war &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039; die erste authentische Jazzplatte Europas, weil sich die Musiker seiner Ansicht nach nicht darum scherten, was die Amerikaner vorgaben; zudem waren Musiker aus fünf Nationen Europas an dem Album beteiligt, die zur musikalischen Avantgarde gehörten.&amp;lt;ref&amp;gt;Lake weist darauf hin, dass zwar [[Alexander von Schlippenbach|Schlippenbachs]] Album &amp;#039;&amp;#039;Globe Unity&amp;#039;&amp;#039; damals bereits aufgenommen worden war, aber dieses Orchester doch eher als „deutsch plus“ und nicht als gesamteuropäisch verstanden werden könnte.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch für Ekkehard Jost war es „die erste wirklich europäische Plattenproduktion der Jazzgeschichte“. Mit ihrem „Powerplay“ setzte &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039; „mit expansiveren Klangmitteln fort …, was in &amp;#039;&amp;#039;Adolphe Sax&amp;#039;&amp;#039; begonnen wurde“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;APO&amp;quot; /&amp;gt; Für [[Colin Larkin]] ist es „das vielleicht wildeste und brutalste Album der [[Geschichte des Jazz|Jazzgeschichte]], ein Markstein der europäischen Avantgarde.“ Indem es das Unerträgliche einfasse, sei ein Sinn sowohl für emotionale als auch technische Extreme enthalten, was eine seltsamerweise süchtig machende, wenn nicht gar entleerende Erfahrung sei.&amp;lt;ref&amp;gt;Colin Larkin: &amp;#039;&amp;#039;All Times Top 1000 Albums&amp;#039;&amp;#039;. Guinness Publishing, 1994. Im Original: &amp;#039;&amp;#039;perhaps the most savage and brutal recording in jazz history. &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039; is a landmark in the European avant garde. […] Bordering on the unbearable, there is a sense of both the emotional and technical extreme that is a curiously addictive, if draining, experience&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Während [[Ronald Atkins (Autor)|Ronald Atkins]] in Brötzmanns Oktett-Aufnahme „Europas Antwort auf Coltranes &amp;#039;&amp;#039;[[Ascension (John-Coltrane-Album)|Ascension]]&amp;#039;&amp;#039;“ sieht,&amp;lt;ref&amp;gt;Ronald Atkins: &amp;#039;&amp;#039;All That Jazz: The Illustrated Story of Jazz Music&amp;#039;&amp;#039;. Smithmark, 1996, S. 92.&amp;lt;/ref&amp;gt; ist für David Borgo &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039; –&amp;amp;nbsp;das erste Album, das viele aus der ersten Generation europäischer Free-Jazz-Musiker zusammenbrachte&amp;amp;nbsp;– aus dem Bedürfnis zu verstehen, so viel wie möglich an Grenzen zugunsten musikalischer Ausdrucksweisen einzureißen.&amp;lt;ref&amp;gt;David Borgo: &amp;#039;&amp;#039;Sync or Swarm: Improvising Music in a Complex Age.&amp;#039;&amp;#039; S. 87.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch für [[Max Harrison]], Eric Thacker und [[Stuart Nicholson (Autor)|Stuart Nicholson]] ist das Album ein wichtiges Zeugnis der gesamteuropäischen Free-Jazz-Bewegung der späten 1960er Jahre, da es einen musikalischen Zugang ankündigte, der sich extrem von der amerikanischen Herangehensweise unterschied und später von Kowald „Kaputtspielen“ genannt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Max Harrison u.&amp;amp;nbsp;a.: &amp;#039;&amp;#039;The Essential Jazz Records&amp;#039;&amp;#039;. S. 508 f. Ähnlich sieht dies auch E. Jost (&amp;#039;&amp;#039;The European Jazz Avantgarde of the Late 1960s and Early 1970s Where Did Emancipation Lead?&amp;#039;&amp;#039; In: Luca Cerchiari, [[Laurent Cugny]] und [[Franz Kerschbaumer]] &amp;#039;&amp;#039;Eurojazzland: Jazz and European Sources, Dynamics, and Contexts&amp;#039;&amp;#039;. Boston 2012, S. 281 f.), der in dieser Spielabsicht Ähnlichkeiten mit den großformatigen Bands von Schlippenbach und Schoof aus dieser Zeit sieht.&amp;lt;/ref&amp;gt; Es sei ein Album, das anstoße, abstoße und wieder anstoße.&amp;lt;ref name=&amp;quot;MH&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Thurston Moore]] ist das Album ein „zerschmetterndes, dröhnendes Wunderland des [[Noise (Musik)|Noise]].“&amp;lt;ref&amp;gt;zit. n. [http://www.atavistic.com/albums.php?id=175 Atavistic]&amp;lt;/ref&amp;gt; Hingegen hält [[Ralf Dombrowski]] fest, erst im Nachhinein könne man verstehen, was die Musiker mit der Bemerkung gemeint haben könnten, &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039; enthalte eigentlich humorvolle Musik. „Denn im Vergleich zu afroamerikanischen Free-Aufnahmen, etwa von Albert Ayler, [[John Coltrane]] oder [[Pharoah Sanders]], die immer entweder einem politischen oder spirituellen Impetus folgten, waren die Sessions aus der Bremer »Lila Eule« einfach nur frech.“ Dombrowski ist der Ansicht, dass die Musiker sich kein ästhetisches Ziel gesetzt hätten, sondern „mit der gleichen Unbedarftheit drauflos“ gelärmt hätten, „wie sich andernorts Kommunarden in natürlicher Schönheit ablichten ließen.“ Er betont die „Kraft“, mit der das Oktett spielte: An Stelle von dynamischen Nuancierungen waren „Lärmsalven vom [[überblasen]]en Saxophon, Donnerschlagzeug, Klavier[[Cluster (Musik)|cluster]] und Bassgewummer“ zu hören. „Fest steht, dass die dieses Album vieles weggeblasen hat, was zuvor an halbseidenen freien [[Improvisation (Musik)|Improvisationen]] den Anspruch auf künstlerische Freiheit erhob.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;DOM&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gegensätzlich bewertet Ekkehard Jost &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039; als „eine energiegetriebene, freie [[Kollektivimprovisation]], welche das Regelwerk und die Klangideale des traditionellen [[Modern Jazz]] auf radikale Weise in Frage stellt.“&amp;lt;ref&amp;gt;E. Jost: &amp;#039;&amp;#039;Jazzgeschichten aus Europa.&amp;#039;&amp;#039; S. 241.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jost untersucht, was das Album mit den politischen Ereignissen des [[Mai 1968]] zu tun hat, und kommt zu dem Ergebnis, dass es sich dabei um ein symbolisches Datum handelt, dessen Wurzeln weit zuvor liegen. Ähnlich sei auch das Album „eine symbolträchtige Plattenproduktion, die – wie kaum eine andere – den stilistischen Umbruch im europäischen Jazz der späten 1960er Jahre zu markieren scheint.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Postbeamter&amp;quot;&amp;gt;E. Jost: &amp;#039;&amp;#039;Jazzgeschichten aus Europa.&amp;#039;&amp;#039; S. 242.&amp;lt;/ref&amp;gt; Dabei spiele auch der Titel der Aufnahme eine erhebliche Rolle: „Welcher Jazzmusiker hatte schon bis dahin eines seiner Stücke mit [[Maschinengewehr]] betitelt?“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Postbeamter&amp;quot; /&amp;gt; Brötzmann wehrte sich Ende der 1970er Jahre im Gespräch mit [[Bert Noglik]] ausdrücklich dagegen, das Album politisch misszuverstehen. „Weder der Titel noch die gesamte Musik waren in einem vordergründigen Sinne programmatisch gemeint. Alles, was darum gedichtet wurde, ist unsinnig.“&amp;lt;ref&amp;gt;zit. n. Bert Noglik &amp;#039;&amp;#039;Jazz Werkstatt International&amp;#039;&amp;#039; Berlin (DDR) 1981, S. 198.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch wenn Brötzmann selber darauf hinweise, dass der Titel nicht mit Politik zu tun habe, sondern privater Natur sei und daran erinnere, dass Don Cherry ihn wegen seiner [[stakkato]]haften Spielweise so genannt habe, vermittelte der Titel „ohne Zweifel politische Assoziationen. Immerhin blickt uns vom Cover der Platte ein Soldat hinter seinem Maschinengewehr entgegen.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Postbeamter&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Album wurde 2006 in die Liste der [[The 100 Jazz Albums That Shook the World|100 Jazz Albums That Shook the World]] (#60) aufgenommen; Duncan Heining schrieb:&lt;br /&gt;
{{Zitat&lt;br /&gt;
 |Text=Political statement, [[samizdat]] reflection on events or [[Arthur Janov|Janovian]] [[Der Urschrei|primal scream]]? Surely one of the most extreme albums ever recorded it’s a musical manifesto from the European free jazz underground, an answering call to like-minds across the Atlantic and rallying cry for those at home. The title track features “solos” by the three horn players and pianist Van Hove, each as ferocious as the other. ‘Responsible’, for all its atonal howling, ends with a fabulous latin [[Vamp (Jazz)|vamp]] while ‘Music For Han Bennink’ squeals and yelps with joy. Machine Gun leaves you shaken to the core.&lt;br /&gt;
 |Sprache=en&lt;br /&gt;
 |ref=&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.jazzwise.com/features/article/the-100-jazz-albums-that-shook-the-world &amp;#039;&amp;#039;The 100 Jazz Albums That Shook the World.&amp;#039;&amp;#039;] [[Jazzwise]], abgerufen am 19. Januar 2025.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch [[Ian Carr]] hob im &amp;#039;&amp;#039;Jazz – Rough Guide&amp;#039;&amp;#039; das Album als eines der bedeutendsten in Brötzmanns Diskographie hervor und schrieb, dessen Versammlung führender Free-Jazz-Musiker wende das Aufnahmestudio „in eine Brennkammer mit einem gewaltigen Frei-für-alle“. Es sei erstaunlich, dass alle Beteiligten nach diesem Ausflippen noch genügend Energie hatten, zwei Alternate Takes einzuspielen, was das Album zu „einem faszinierenden Dokument dieser aufregenden Zeit“ mache.&amp;lt;ref&amp;gt;Ian Carr: &amp;#039;&amp;#039;Peter Brötzmann&amp;#039;&amp;#039;. In: Ian Carr, [[Brian Priestley]], [[Digby Fairweather]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Rough Guide Jazz&amp;#039;&amp;#039;, ISBN 1-85828-137-7, S. 78.&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Scott Yanow]] stellt das Album ebenfalls heraus; es sei nicht nur eines der wenigen Alben, wo Brötzmann seine Mitspieler nicht dominiere, sondern den Freeform-Alben von [[ESP-Disk|ESP]] durchweg ebenbürtig, aber mit der dreifachen Intensität eingespielt.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Scott Yanow]]: &amp;#039;&amp;#039;Jazz On Records. The First Sixty Years&amp;#039;&amp;#039;. San Francisco 2003, S. 810.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Richard Cook]] und [[Brian Morton]] zeichnen das Album in &amp;#039;&amp;#039;[[The Penguin Guide to Jazz]]&amp;#039;&amp;#039; mit der Höchstnote von vier Sternen und der zusätzlichen Krone &amp;#039;&amp;#039;(a special token of merit)&amp;#039;&amp;#039; aus. Während Brötzmanns erstes Album ihrer Ansicht nach noch Ähnlichkeiten mit amerikanischen Vorbildern, wie etwa Albert Aylers &amp;#039;&amp;#039;[[Spiritual Unity]]&amp;#039;&amp;#039; hatte, „ein roher, grausamer, dreiseitiger Anschlag“, werde dies durch &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039; überboten, das auch Cook/Morton zu den „bedeutendsten Dokumenten des europäischen Free-Jazz-Untergrunds“ zählen. „Die drei Saxophonisten feuern eine endlose Runde von Sprengsätzen, überblasenen Geräuschen ab, die auf dem fortgesetzten [[Dynamik (Musik)|Crescendo]] aufbaut, das Bennink und Johansson zustande bringen“, so die Autoren, „und so chaotisch es klingt, ist die Musik von fester Absicht und Kontrolle geprägt. Auch wenn die Aufnahme unbearbeitet ist, passt das körnige Timbre zu dieser Musik.“ Die beiden &amp;#039;&amp;#039;Alternate Takes&amp;#039;&amp;#039; der CD-Version von 1990 entsprächen den Originalversionen in „ihrer fürchterlichen Gewalt.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;Cook/Morton&amp;quot;&amp;gt;[[Richard Cook]], [[Brian Morton]]: &amp;#039;&amp;#039;The Penguin Guide to Jazz.&amp;#039;&amp;#039; 6. Auflage. London 2003, S. 199.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Magazin &amp;#039;&amp;#039;[[Rolling Stone]]&amp;#039;&amp;#039; wählte das Album&amp;amp;nbsp;2013 in seiner Liste &amp;#039;&amp;#039;Die 100 besten Jazz-Alben&amp;#039;&amp;#039; auf Platz&amp;amp;nbsp;33.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.rollingstone.de/die-100-besten-jazz-alben-platz-50-bis-1-614498/ &amp;#039;&amp;#039;Die 100 besten Jazz-Alben&amp;#039;&amp;#039;.] Rolling Stone; abgerufen am 16. November 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; 2018 wurde in Bremen unter dem Motto &amp;#039;&amp;#039;50 Jahre Peter Brötzmann Machine Gun&amp;#039;&amp;#039; eine mehrtägige Gedenkveranstaltung durchgeführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.jazzthing.de/news/2018-5-11-bremen-50-jahre-machine-gun/ Bremen 50 Jahre Machine Gun] ([[Jazz thing]]) Abgerufen am 30. Mai 2018.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[John Corbett (Journalist)|John Corbett]]: &amp;#039;&amp;#039;Peter Brötzmann: Machine Gun Etiquette.&amp;#039;&amp;#039; In: Derselbe: &amp;#039;&amp;#039;Extended Play: Sounding off from John Cage to Dr. Funkenstein.&amp;#039;&amp;#039; Duke University Press, Durham 1994, ISBN 0-8223-1473-8.&lt;br /&gt;
* [[Ralf Dombrowski]]: &amp;#039;&amp;#039;Basis-Diskothek Jazz&amp;#039;&amp;#039;. Reclam, Stuttgart 2005, ISBN 3-15-018372-3 (= &amp;#039;&amp;#039;Reclams Universal-Bibliothek&amp;#039;&amp;#039;, Nr. 18372).&lt;br /&gt;
* Ekkehard Jost: &amp;#039;&amp;#039;Jazzgeschichten aus Europa.&amp;#039;&amp;#039; Wolke, Hofheim am Taunus 2012, ISBN 978-3-936000-96-2.&lt;br /&gt;
* Ekkehard Jost: &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Barry Kernfeld]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Die Enzyklopädie des Jazz.&amp;#039;&amp;#039; Scherz, 1993, ISBN 3-502-15370-1.&lt;br /&gt;
* Max Harrison, Eric Thacker, Stuart Nicholson: &amp;#039;&amp;#039;The Essential Jazz Records&amp;#039;&amp;#039;. Vol. 2: &amp;#039;&amp;#039;Modernism to Postmodernism.&amp;#039;&amp;#039; Mansell, London / New York 2000, ISBN 0-7201-1822-0.&lt;br /&gt;
* Harald Kisiedu: [http://baresmusic.com/wp-content/uploads/2011/03/European-Freedom-English-Version.pdf &amp;#039;&amp;#039;European Freedom: Peter Brötzmann and the intersection between Music and Politics.&amp;#039;&amp;#039;] (PDF; 173&amp;amp;nbsp;kB) In: [[Wolfram Knauer]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Albert Mangelsdorff: Tension/Spannung.&amp;#039;&amp;#039; Wolke, Hofheim 2010, ISBN 978-3-936000-05-4 (englisch, Übersetzung; &amp;#039;&amp;#039;Darmstädter Beiträge zur Jazzforschung&amp;#039;&amp;#039;, 11).&lt;br /&gt;
* Wolfram Knauer: &amp;#039;&amp;#039;1968 – Bremen – Brötzmann. Eine Reflektion über das ungewollt Revolutionäre eines Jazzalbums.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Martin Pfleiderer]], Wolf-Georg Zaddach (Hrsg.): [https://e-pub.uni-weimar.de/opus4/frontdoor/index/index/docId/3868 &amp;#039;&amp;#039;Jazzforschung heute. Themen, Methoden, Perspektiven&amp;#039;&amp;#039;.] Edition Emvas, Berlin 2019, S. 79–102&lt;br /&gt;
* {{Der Spiegel |ID=45935512 |Autor=[[Siegfried Schmidt-Joos]] |Titel=Wohlklang nein |Jahr=1968 |Nr=39 |Seiten= |Kommentar=Rezension zu &amp;#039;&amp;#039;Machine Gun&amp;#039;&amp;#039;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.fmp-label.de/fmplabel/catalog2/fmpcd024.html Machine Gun.] FMP; mit Liner Notes von Steve Lake und Rezensionen&lt;br /&gt;
* Joslyn Layne: {{Allmusic |Rubrik=album |ID=mw0000368018 |Linktext=Besprechung des Albums |Abruf=2012-11-03}}&lt;br /&gt;
* [http://www.50jahremachinegun.de/ 50 Jahre Machine Gun. Veranstaltungsreihe und Konzert in der Lila Eule]&lt;br /&gt;
* [http://www.discogs.com/Peter-Br%C3%B6tzmann-Octet-Machine-Gun/master/21897 Eintrag des Albums.] Discogs&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Album (Jazz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Album 1968]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Peter Brötzmann]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;TaxonBot</name></author>
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