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	<title>Machbuba - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-05-28T01:04:08Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Machbuba&amp;diff=111748&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Fisches Nachtgesang: /* Leben */</title>
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		<updated>2025-11-12T14:42:55Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Leben&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Daffinger Machbuba.jpg|mini|Moritz Daffinger: Machbuba, 1841, aus dem Album der Fürstin Melanie Metternich. Ehemalige Privatsammlungen Wien.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Schloss Branitz Innen 21.jpg|mini|Machbuba. Posthumes Gemälde um 1840. Erbengemeinschaft nach Fürst Pückler in Branitz bei der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Machbuba Totenmaske Cottbus.jpg|mini|Totenmaske von Machbuba, Nachguss nach der originalen Form von 1841. Erbengemeinschaft nach Fürst Pückler in Branitz bei der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Machbuba&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, Geburtsname wohl &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Bilillee,&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; auch als Mademoiselle Mackbuba, Mac Buba, Nursaba bezeichnet, (* um 1825 in [[Äthiopien]], vermutlich [[Guma (Woreda)|Guumma]]; † [[27. Oktober]] [[1840]] in [[Bad Muskau|Muskau]]), wohl vom Volk der [[Oromo (Ethnie)|Oromo]], war eine der nach heutigen Maßstäben minderjährigen [[Sklaverei|Sklavinnen]], die Fürst [[Hermann von Pückler-Muskau]] 1837 auf seiner Orientreise (1834 bis 1840) begleiteten. Er bezeichnete sie als „Maitresse“&amp;lt;ref&amp;gt;[[Ludmilla Assing]]: &amp;#039;&amp;#039;Fürst Hermann von Pückler-Muskau.&amp;#039;&amp;#039; Eine Biographie. Zweite Hälfte. Wedekind &amp;amp; Schwieger, Berlin 1874 (Nachdruck: Hoffmann und Campe, Hamburg 2004, Band 1 ISBN 3-487-12029-1; Band 2 ISBN 3-487-12030-5). S.&amp;amp;nbsp;118&amp;amp;nbsp;f. Pückler an seine Gattin Lucie: „[…] ich bin ein Türke, leider aber ein Alter, der Maitressen dieser Art braucht, welche die blindeste Folgsamkeit mit dem Attachement der Hunde verbinden, denn daß sie in mich verliebt sein sollen, kann ich nicht mehr prätendiren. Liebe aber dieser Art dauert überhaupt nicht lange.“&amp;lt;/ref&amp;gt;, „Freundin“, Pflegetochter oder „ächtes Naturkind“.&amp;lt;ref&amp;gt;Fürst Pückler an Irene Prokesch von Osten nach Machbubas Tod, 30. Oktober 1840: „Ich könnte ein Buch über mein Verhältniß mit diesem ächten Naturkind, und über hundert liebliche Züge schreiben, durch die ich ihr edles Herz, ihr klarer Geist, und die wunderbare Haltung ihres Charakters bey einem so jungen Geschöpfe, sich trotz ihrer schweren Leiden immer reichliche darzustellen und schöner entwickelten“; beide: in: OeStA / HHStA SB Nl Prokesch-Osten 1-3, Kv 49.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Brief Machbubas an „Mio caro Principe“ Pückler, 1839-40, letzte Seite. Sammlung Varnhagen, Jagiellonen-Bibliothek, Krakau..tif|mini|Brief Machbubas an „Mio caro Principe“ Pückler, 1839/40, letzte Seite. Sammlung Varnhagen, Jagiellonen-Bibliothek, Krakau.]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Muskau-Kirchhof-5.jpg|mini|Machbubas Grab in Bad Muskau mit Gedenkkreuz ]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben ==&lt;br /&gt;
Machbuba oder Bilillee wurde angeblich von einem lokalen Sklavenhändler aus Guumma&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Guumma&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopaedia Aethiopica]]&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, 2005, S. 937f.&amp;lt;/ref&amp;gt; nach [[Khartum]] gebracht, nachdem ihr Vater und ihre Brüder bei einem Kampf getötet worden waren.&amp;lt;ref name=RP2007/&amp;gt; Angeblich von einem französischen Zwischenhändler aufgekauft, wurde sie 1837 als Sklavin auf dem Khartumer Sklavenmarkt angeboten, wo sie von Pückler freigekauft wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Machbuba und weitere Sklaven – Ajame, Aischah, eine unbekannte Sklavin, ein verwaister Shillukjunge und [[Joladour]] (Geburtsname: Aman Te-in Joladour) – begleiteten Pückler-Muskau bei dessen Reisen im [[Sudan]], dann zurück nach Kairo und nach [[Palästina (Region)|Palästina]], wo sie auf Lady [[Hester Stanhope]] trafen, der er die Sklavin Aischah schenkte. Über den [[Libanon]] und die [[Türkei]] kamen sie 1839 nach [[Wien]], wo Pückler sie als äthiopische Prinzessin und seine „angenommene Tochter“&amp;lt;ref&amp;gt;„Als ich vom Orient zurückkehrend, mit meiner braunen Maitresse nach Wien kam, die ich für ein im Krieg geraubtes abyssinisches Fürstenkind, und jetzt von mir angenommene Tochter vorstellte, glaubte kein Mensch dieses Mährchen, aber alle thaten so, um ihre Neugierde befriedigen zu können.“ In: Fürst Pückler an Apollonius von Maltitz, 11. März 1860 (Vgl. &amp;#039;&amp;#039;Briefwechsel und Tagebücher des Fürsten Hermann von Pückler.&amp;#039;&amp;#039; Hg. von Ludmilla Assing, 1873-76, Bd. 8 (Berlin), S. 41).&amp;lt;/ref&amp;gt; vorstellte. Der Wiener [[Orientalist]] [[Joseph von Hammer-Purgstall]] konnte mit ihr Konversation in Arabisch betreiben, [[Moritz Daffinger]] porträtierte sie. Vermutlich war sie an Lungen-Darm-[[Tuberkulose]] erkrankt, so dass Pückler sie zu Ärzten nach [[Marienbad]] und dann auf seinen Besitz in Muskau brachte. Dort kam sie auch mit dem bayrischen Sprachforscher [[Karl Tutschek]] (1815–1843) zusammen, dem sie Gedichte in [[Oromo (Sprache)|Oromo]] vortrug.&amp;lt;ref name=&amp;quot;RP2007&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Muskauer [[Superintendent]] Petzold verfasste – sicherlich in Zusammenarbeit mit Pückler – den Eintrag im Sterberegister: „Am 27. Oktober, mittags gegen 12. Uhr, starb auf dem hiesigen fürstlichen Schlosse eine abyssinische Jungfrau, namens Mackbuba, welche der Fürst Hermann von Pückler-Muskau von seinen Reisen in den Orient mitgebracht hatte. Sie war wohnständig im hohen Gebirge Abyssiniens, an den Quellen des Nils geboren, war die Tochter eines Beamten aus einem königlichen Hofe dieses Landes, und geriet in Sklaverei, als ein Nachbarvolk Krieg mit ihrem Landesfürsten führte, ihre Eltern und sechs ihrer Brüder von Feinden getötet, und sie mit ihrer Schwester fortgeführt wurde. Sie wurde zuerst nach [[Gondar (Äthiopien)|Gondar]] gebracht, wo ihre Schwester verkauft wurde. Von da ward die Mackbuba nach [[Khartum|Chartum]] in [[Sudan]] geführt, wo sie der Fürst in einem Alter von etwa 11 Jahren an sich kaufte und aus Erbarmen sie, als sein Pflegekind, mit sich hierhernahm. Sie verstarb im Alter von 16 Jahren an Auszehrung. Begräbnis den 29. Oktober, abends 7.00 Uhr durch die Knappschaft mit Fackeln und Lampions auf dem Stadtkirchhof durch Superintendenten Petzold.“&amp;lt;ref&amp;gt;Sterberegister der Stadtkirche Muskau, 1840, Nr. 51.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Etymologie ==&lt;br /&gt;
Der Name &amp;#039;&amp;#039;Machbuba&amp;#039;&amp;#039; ({{arF|محبوبة|d=maḥbūba}}) bedeutet auf [[arabische Sprache|Arabisch]] &amp;#039;&amp;#039;Geliebte&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Liebling.&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=RP2007&amp;gt;[[Richard Pankhurst (Historiker)|Richard Pankhurst]]: &amp;#039;&amp;#039;Maḥbūba&amp;#039;&amp;#039;. In: Siegbert Uhlig (Hg.): &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopaedia Aethiopica]]&amp;#039;&amp;#039;, vol. 3, He-N. Wiesbaden: Harrassowitz Verlag 2007. S. 654 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Grabstätte ==&lt;br /&gt;
Machbubas Grab ist auf dem evangelischen Kirchfriedhof in Bad Muskau erhalten geblieben. Am 23. April 2004 besuchte der [[Diplomatische Vertretungen Äthiopiens|äthiopische Botschafter in Deutschland]] Hiruy Amanuel das Grab. Im September 2017 besuchte der Schriftsteller [[Asfa-Wossen Asserate]] das Machbuba-Grab und enthüllte ein äthiopisches Gedenkkreuz.&amp;lt;ref&amp;gt; [https://web.archive.org/web/20210810132035/https://www.lr-online.de/lausitz/weisswasser/machbuba-fasziniert-bis-heute-34287000.html LR-Online Machbuba fasziniert bis heute] (abgerufen von archive.org am 30. Oktober 2022) &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Widmung lautet: „Ad Gloriam Dei et in Memoriam Sinceram Machbubae Compatriotae Asfa-Wossen Asserate Aethiopiae Princeps.“ (Zur Ehre Gottes und zum aufrichtigen Gedenken an die Landsmännin Machbuba von Asfa-Wossen Asserate, Prinz von Äthiopien).&amp;lt;ref&amp;gt;[[:Datei:Muskau-Kirchhof-6.jpg]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gedenken ==&lt;br /&gt;
In Cottbus erinnert seit dem 9. Juli 2025 am Zentralcampus der [[Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg|Brandenburgischen Technischen Universität Cottbus-Senftenberg]] eine Gedenktafel an Machbuba, eingerichtet vom Projekt [[Frauenorte]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle| url=https://www.rbb24.de/content/rbb/r24/panorama/beitrag/2025/07/bilillee-machbuba-fuerst-pueckler-gedenktafel-cottbus-frauenorte.html| titel=Gedenktafel erinnert an Kindersklavin von Fürst Pückler| abruf=2025-07-09| abruf-verborgen=1| werk=[[rbb24]]| datum=2025-07-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Christian Friedrich, Simone Neuhäuser: &amp;#039;&amp;#039;„… und wie interessant ist es von daher zurückzukommen!“. Die Orientreise des Hermann von Pückler-Muskau und seine Rückkehr in Begleitung.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Sehnsucht nach Konstantinopel. Fürst Pückler und der Orient&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;edition branitz,&amp;#039;&amp;#039; 14. Hg. von der Stiftung Fürst-Pückler-Museum Park und Schloss Branitz). Cottbus 2018, S. 11–31.&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Eckart Kleßmann]] |Titel=Fürst Pückler und Machbuba |Verlag=Rowohlt |Ort=Berlin |Jahr=1998 |ISBN=3-87134-270-X}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Johannes Paul (Forschungsreisender)|Johannes Paul]] |Titel= Machbuba|Sammelwerk=Abenteuerliche Lebensreise: Sieben biographische Essays |Seiten=237–240 |Verlag=Köhler |Ort=Minden |Jahr=1954 |DNB=453715508}}&lt;br /&gt;
* {{Literatur |Autor=[[Ernst Probst]] |Titel=Machbuba. Die Sklavin und der Fürst |Verlag=GRIN |Ort=München |Jahr=2010 |ISBN=3-640-62297-9}}&lt;br /&gt;
* [[Richard Pankhurst (Historiker)|Richard Pankhurst]]: &amp;#039;&amp;#039;Maḥbūba.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Encyclopaedia Aethiopica]],&amp;#039;&amp;#039; Band 3, 2005, S. 654f.&lt;br /&gt;
* Kerstin Volker-Saad, &amp;#039;&amp;#039;Die Abessinierin im Gefolge Fürst Pücklers. Das Rätsel der Machbuba.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Tagesspiegel]]&amp;#039;&amp;#039;, 27. Dezember 2017 ([https://www.tagesspiegel.de/wissen/das-ratsel-der-machbuba-3910243.html online])&lt;br /&gt;
* Kerstin Volker-Saad: &amp;#039;&amp;#039;Mythen um Machbuba. Ein Tagungsbericht.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Museum aktuell,&amp;#039;&amp;#039; Nr. 286 (2023), S. 9-13, 9.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* {{DNB-Portal|120092166}}&lt;br /&gt;
* Die Geschichte der Afrikanerin Machbuba im [https://magazin.wienmuseum.at/die-geschichte-der-afrikanerin-machbuba Magazin des Wien Museum]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|GND=120092166|LCCN=no2014133869|VIAF=59906013}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Sklave]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Hermann von Pückler-Muskau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Person (Bad Muskau)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren im 19. Jahrhundert]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1840]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Frau]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Machbuba&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=äthiopische Sklavin&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=um 1825&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Äthiopien]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=27. Oktober 1840&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Bad Muskau|Muskau]] in der Oberlausitz&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Fisches Nachtgesang</name></author>
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