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	<title>Maa-cheru - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-02T18:02:55Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<title>imported&gt;Altsprachenfreund am 4. November 2021 um 20:20 Uhr</title>
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		<updated>2021-11-04T20:20:08Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Hieroglyphen Zweispaltig&lt;br /&gt;
|TITEL = Maa-cheru&lt;br /&gt;
|NAME = &amp;lt;hiero&amp;gt;U5:D36-Aa1:D21-P8-G43-A2&amp;lt;/hiero&amp;gt;&lt;br /&gt;
|NAME2 = &amp;lt;hiero&amp;gt;U5:D36-P8-G43&amp;lt;/hiero&amp;gt;&lt;br /&gt;
|NAME3 = &amp;lt;hiero&amp;gt;U1-Aa11:D36-P8-A2&amp;lt;/hiero&amp;gt;&lt;br /&gt;
|NAME4 = &amp;lt;hiero&amp;gt;Aa11:D36-P8-A2&amp;lt;/hiero&amp;gt;&lt;br /&gt;
|NAME5 = &amp;lt;hiero&amp;gt;Aa11:P8-A2&amp;lt;/hiero&amp;gt;&amp;lt;br /&amp;gt;Maa-cheru&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;M3ˁ-ḫrw&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Gerecht an Stimme = Gerechtfertigt&amp;#039;&amp;#039; / &amp;#039;&amp;#039;Wahr an Stimme&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|NAME-ERWEITERT = [[Altes Reich (Ägypten)|Altes Reich]]&lt;br /&gt;
|BILD1 = Osiris bookofthedead.JPG&lt;br /&gt;
|BILD1-BREITE = 200px&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Maa-cheru&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist die [[Altes Ägypten|altägyptische]] Bezeichnung der [[Adelsprädikat|Prädikatstitel]] „Gerecht an Stimme“, „Gerechtfertigter“ und „Wahr an Stimme“. In der Frühzeit der altägyptischen Geschichte bezog sich der Titel &amp;#039;&amp;#039;Maa-cheru&amp;#039;&amp;#039; auf den verstorbenen König. Die noch immer vorhandenen Fehlinterpretationen dieses Prädikattitels beruhen zumeist auf früheren Ausführungen der [[Ägyptologie]], in denen davon ausgegangen wurde, dass der Titel „Maa-cheru“ grundsätzlich an Verstorbene gekoppelt war.&amp;lt;ref&amp;gt;William J. Murnane: &amp;#039;&amp;#039;Ancient Egyptian coregencies&amp;#039;&amp;#039;. The Oriental Institut, Chicago 1977, ISBN 0-918986-03-6, S. 267–269.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Verlauf des [[Mittleres Reich (Ägypten)|Mittleren Reiches]] unterlag der Begriff einem Wandel und konnte sowohl auf einen erweiterten Personenkreis als auch für lebende Personen angewendet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Maa-cheru“ im Totenkult ==&lt;br /&gt;
=== Altes Reich ===&lt;br /&gt;
Im [[Altes Reich (Ägypten)|Alten Reich]] sahen die Ägypter den regierenden König ([[Pharao]]) als „lebenden [[Horus]]“, dem neben seiner königlichen Gefolgschaft das Recht zustand, in das [[Jenseits (Altes Ägypten)|Jenseits]] einzuziehen. Nach positiver Prüfung der Taten auf der Erde sprachen die Himmelsgottheiten das Urteil „Gerechtfertigt an Stimme, [[Seele|selig]]“. Der König durfte anschließend den [[Himmelsaufstieg (Altes Ägypten)|Himmelsaufstieg]] beginnen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Aufkommen der [[Osiris]]-Verehrung in der [[5. Dynastie]] und dem damit verbundenen [[Osirismythos]] sind erste Änderungen in der [[Ägyptische Mythologie|ägyptischen Mythologie]] erkennbar. [[Seth (ägyptische Mythologie)|Seth]] galt nun als Personifizierung des [[Tod]]es, der für den Tod seines Bruders Osiris verantwortlich war. Osiris wurde dagegen als Gleichsetzung der [[Reinkarnation|Wiedergeburt]] verstanden. Der göttliche Richter gab daher dem Verstorbenen das Recht, gegen den Tod (Seth) vorzugehen. Nach dem [[symbol]]ischen Sieg über Seth erfolgte das Urteil „Er (der Verstorbene) ist gerechtfertigt“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;A150&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Mittleres Reich ===&lt;br /&gt;
Mit dem Ende der [[Erste Zwischenzeit (Ägypten)|ersten Zwischenzeit]] trat eine [[Liturgie|liturgische]] Auslegungsveränderung ein. Den Prädikatstitel „Maa-cheru“ konnte nach dem Tod auch die [[Hem-netjer|Priesterschaft]] in Anspruch nehmen; etwas später folgten wohlhabende Privatleute, die gegen entsprechende [[Opfer (Religion)|finanzielle Opfer]] ebenfalls den Prädikatstitel für ihren Übertritt in die Duat erwarben. In der „[[Die Geschichte von Sinuhe|Geschichte des Sinuhe]]“ wird der Vorgang des Himmelsaufstiegs von [[Amenemhet I.]] beschrieben:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Der Gott stieg auf zu seinem Horizont. Der König von [[Oberägypten|Ober-]] und [[Unterägypten]], Sehetepibre (Amenemhet I.), er entfernte sich zum Himmel, indem er mit der Sonne verbunden wurde, indem sich der Gottesleib zu dem gesellte, der ihn gemacht hat.|Geschichte des Sinuhe&amp;lt;ref&amp;gt;[[Hermann Schlögl]]: &amp;#039;&amp;#039;Das Alte Ägypten. Geschichte und Kultur von der Frühzeit bis zu Kleopatra&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 2006, ISBN 3-406-54988-8, S. 135–136.&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Neues Reich ===&lt;br /&gt;
[[Datei:The judgement of the dead in the presence of Osiris.jpg|mini|300px|Totengericht: Szene des Wiegens des Herzens. ([[Papyrus des Hunefer]] im [[British Museum]])]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit Vereinigung der Totentexte im [[Ägyptisches Totenbuch|Totenbuch]] des [[Neues Reich|Neuen Reiches]] fand eine weitere Lockerung im Umfeld der Personen statt, die in die [[Duat]] übertreten durften. Die alte Tradition des [[Totengericht]]es wurde diesbezüglich reformiert. Das Aufwiegen der guten und der schlechten Taten entsprach dem traditionellen „Kampf vom Leben (Osiris) gegen den Tod (Seth)“.&amp;lt;ref name=&amp;quot;A150&amp;quot;&amp;gt;Jan Assmann: &amp;#039;&amp;#039;Tod und Jenseits im alten Ägypten.&amp;#039;&amp;#039; München 2003, S.&amp;amp;nbsp;150.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit dem Obsiegen der guten Taten sprach das Totengericht das Urteil „Er (der Verstorbene) ist gerecht (wahr) an Stimme“. Somit stand dieser Prädikatstitel nicht allgemein für den Umstand, dass die betreffende Person verstorben war, sondern vielmehr als Zeichen, dass der Verstorbene seine Existenz aufgrund seines guten Lebenswandels in [[Sechet-iaru]] fortsetzen durfte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;A150&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Totenbuchspruch 172 wird ähnlich den [[Sargtexte]]n des [[Mittleres Reich (Ägypten)|Mittleren Reiches]] mit Verleihung des Prädikattitels „Gerecht an Stimme“ der nun beginnende Himmelsaufstieg als „Auszug des Gerechtfertigten“ beschrieben: „Du ziehst aus und erblickst Re über den Himmelspfosten, den Trägern des Himmels, über dem Kopf des [[Iunmutef]], über der Schulter des [[Upuaut]].“&amp;lt;ref&amp;gt;Ute Rummel: &amp;#039;&amp;#039;Pfeiler seiner Mutter – Beistand seines Vaters. Untersuchungen zum Gott Iunmutef vom Alten Reich bis zum Ende des Neuen Reiches.&amp;#039;&amp;#039; Dissertation, Universität Hamburg, Hamburg 2003, S.&amp;amp;nbsp;9.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== „Maa-cheru“ als Prädikatstitel bei Lebenden ==&lt;br /&gt;
=== Königskult ===&lt;br /&gt;
{{Infobox Pharao&lt;br /&gt;
|TITEL = Maa-cheru (Thronname des [[Amenemhet IV.]])&lt;br /&gt;
|THRONNAME = &amp;lt;hiero&amp;gt;ra-U5:a-xrw-w&amp;lt;/hiero&amp;gt;&lt;br /&gt;
|THRONNAME-ERKLÄRUNG = Maa-cheru-Re&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;M3ˁ-ḫrw-Rˁ&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;br /&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;[[Vollmacht|Bevollmächtigter]] des [[Re (ägyptische Mythologie)|Re]]&amp;#039;&amp;#039; /&amp;lt;br /&amp;gt;„Siegreicher des Re“ /&amp;lt;br /&amp;gt;„Triumphierender des Re“&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Seit dem Mittleren Reich war der [[Thronname]] der wichtigste Titel eines Königs. Die Könige erhielten diesen Namen im &amp;#039;&amp;#039;[[Gottesschatten (ägyptische Mythologie)|Seh-netjer]]&amp;#039;&amp;#039; anlässlich der [[Krönung (Pharao)|Krönung]]. In den Anfängen des Alten Reichs hatte diesen wichtigen [[Sozialer Status|Status]] noch der [[Goldname]] inne.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Verbindung mit der Nennung von &amp;#039;&amp;#039;Maa-cheru&amp;#039;&amp;#039; wird die Übersetzung unter den [[Ägyptologe]]n [[Kontroverse|kontrovers]] diskutiert. Im Umfeld der Ägyptologen, die sich mit dieser Problematik auseinandersetzen, wird es als wahrscheinlich angesehen, dass &amp;#039;&amp;#039;Maa-cheru&amp;#039;&amp;#039; einen [[militär]]ischen Bezug hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So fand sich der Prädikatstitel &amp;#039;&amp;#039;Maa-cheru&amp;#039;&amp;#039; häufig auf [[Inschrift|Felsinschriften]] in Verbindung mit [[Expedition]]en.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Anderweitige Verwendung ===&lt;br /&gt;
Seit dem Mittleren Reich taucht &amp;#039;&amp;#039;Maa-cheru&amp;#039;&amp;#039; als [[Epitheton]] innerhalb der Priesterschaft als [[Berufstitel|Erweiterung des Titels]] auf. Hier könnte es sich um die Bedeutung der göttlichen [[Designation]] vom König handeln, da die Priesterschaft Tätigkeiten in den [[Totentempel]]n versah. Bei Privatleuten besteht die Möglichkeit, dass &amp;#039;&amp;#039;Maa-cheru&amp;#039;&amp;#039; als „[[Ehrentitel|Ehrenbezeichnung]]“ im Sinne von „Legitimierter“ benutzt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;Cornelius von Pilgrim: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen in der Stadt des Mittleren Reich und der 2. Zwischenzeit.&amp;#039;&amp;#039; Mainz 1996, S.&amp;amp;nbsp;252.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* [[Jan Assmann]]: &amp;#039;&amp;#039;Tod und Jenseits im alten Ägypten&amp;#039;&amp;#039;. Beck, München 2003, ISBN 3-406-49707-1, S.&amp;amp;nbsp;150–155.&lt;br /&gt;
* Julia Budka: &amp;#039;&amp;#039;Der König an der Haustür. Die Rolle des ägyptischen Herrschers an dekorierten Türgewänden von Beamten im Neuen Reich&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Beiträge zur Ägyptologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 19). Afro-Pub, Wien 2001, ISBN 3-85043-094-4, S.&amp;amp;nbsp;50–54.&lt;br /&gt;
* [[Rainer Hannig]]: &amp;#039;&amp;#039;Großes Handwörterbuch Ägyptisch – Deutsch. Die Sprache der Pharaonen (2800–950 v. Chr.)&amp;#039;&amp;#039;. von Zabern, Mainz 2001, ISBN 3-8053-1771-9, S.&amp;amp;nbsp;316.&lt;br /&gt;
* [[Wolfgang Helck]]: &amp;#039;&amp;#039;Maa-cheru&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Lexikon der Ägyptologie.&amp;#039;&amp;#039; Band 3: &amp;#039;&amp;#039;Horhekenu – Megeb.&amp;#039;&amp;#039; Harrassowitz, Wiesbaden 1980, ISBN 3-447-02100-4, Sp.&amp;amp;nbsp;1107–1110.&lt;br /&gt;
* Claude Obsomer: &amp;#039;&amp;#039;Sésostris Ier: Etude chronologique et historique du règne.&amp;#039;&amp;#039; Connaissance de l’Égypte Ancienne, Brüssel 1995, ISBN 2-87268-004-7.&lt;br /&gt;
* Cornelius von Pilgrim: &amp;#039;&amp;#039;Untersuchungen in der Stadt des Mittleren Reich und der 2. Zwischenzeit&amp;#039;&amp;#039; (= &amp;#039;&amp;#039;Elephantine.&amp;#039;&amp;#039; Band 18 / &amp;#039;&amp;#039;Archäologische Veröffentlichungen.&amp;#039;&amp;#039; Band 91). von Zabern, Mainz 1996, ISBN 3-8053-1746-8, S.&amp;amp;nbsp;250–253.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [http://www.sesch-projekt.de/webseite/171_Worte_U5.php Ägyptologische Datenbank Aha Berlin: Hieroglyphen für &amp;#039;&amp;#039;Maa&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
* [http://www.sesch-projekt.de/webseite/171_Worte_P8.php Ägyptologische Datenbank Aha Berlin: Hieroglyphen für &amp;#039;&amp;#039;cheru&amp;#039;&amp;#039;]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Feste und Brauchtum (Altägypten)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Altsprachenfreund</name></author>
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