<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=MG_08</id>
	<title>MG 08 - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=MG_08"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=MG_08&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-03T15:02:12Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=MG_08&amp;diff=76108&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;BlackEyedLion: - unbelegte Behauptung, der Name MG Spandau sei falsch; wenn der Name falsch ist, ist eine Entfernung richtig</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=MG_08&amp;diff=76108&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-15T13:05:23Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;- unbelegte Behauptung, der Name MG Spandau sei falsch; wenn der Name falsch ist, ist eine Entfernung richtig&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Handfeuerwaffe&lt;br /&gt;
|Bild = [[Datei:Maschinengewehr 08 1.jpg|300px|Das MG 08]]&lt;br /&gt;
|Zivile Bezeichnung =&lt;br /&gt;
|Militärische Bezeichnung = MG 08&lt;br /&gt;
|Einsatzland =&lt;br /&gt;
|Entwickler / Hersteller = Waffenfabrik Loewe;&amp;lt;br /&amp;gt;Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken (DWM)&lt;br /&gt;
|Entwicklungsjahr = (ab 1885) speziell 1908&lt;br /&gt;
|Herstellerland = {{DEU-1871}}&lt;br /&gt;
|Produktionsstart =&lt;br /&gt;
|Produktionsende =&lt;br /&gt;
|Modellversionen =&lt;br /&gt;
|Waffenkategorie = MG&lt;br /&gt;
|Gesamtlänge = 1190&lt;br /&gt;
|Gesamthöhe =&lt;br /&gt;
|Gesamtbreite =&lt;br /&gt;
|Gewicht mit leerem Magazin =MG 08: 23 kg&amp;lt;br /&amp;gt;* Schlitten: 37 kg&amp;lt;br /&amp;gt;* Dreifuß: 31 kg&amp;lt;br /&amp;gt;MG 08/15: 19,5 kg&amp;lt;br /&amp;gt;MG 08/18: 16&lt;br /&gt;
|Lauflänge = 721&lt;br /&gt;
|Visierlänge =&lt;br /&gt;
|Kaliber = [[7,92 × 57 mm]]&amp;lt;br /&amp;gt;&amp;lt;small&amp;gt;(8 mm Mauser)&amp;lt;/small&amp;gt;&lt;br /&gt;
|Mögliche Magazinfüllungen = 250&lt;br /&gt;
|Munitionszufuhr = [[Munitionsgurt]] aus [[Hanf]] oder [[Aluminium|Alu]]&lt;br /&gt;
|Kadenz = (Schloss 08)&amp;lt;br /&amp;gt;500 Schuss/[[Minute|min]]&amp;lt;br /&amp;gt;(Schloss 16)&amp;lt;br /&amp;gt;600&lt;br /&gt;
|Feuerarten = Dauerfeuer&lt;br /&gt;
|Drall = Rechtsdrall&lt;br /&gt;
|Visier =&lt;br /&gt;
|Verschluss = [[Kniegelenkverschluss]]&lt;br /&gt;
|Ladeprinzip = Wassergekühlter [[Rückstoßlader#Rückstoßlader mit kurz zurückgleitendem Lauf| Rückstoßlader mit kurz zurückgleitendem Lauf]]&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;MG 08&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, zunächst auch als „Gerät 08“&amp;lt;ref name=&amp;quot;merkatz1917_tit&amp;quot;&amp;gt;Merkatz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Unterrichtsbuch für die Maschinengewehr-Kompagnien. Gerät 08.&amp;#039;&amp;#039; R. Eisenschmidt, Berlin 1917, Titel des Buches&amp;lt;/ref&amp;gt; bezeichnet, war ein [[Maschinengewehr]] aus deutscher Produktion, das insbesondere im [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] verwendet wurde.&lt;br /&gt;
Die Entwicklung geht auf das 1884 von dem US-amerikanisch-britischen Erfinder [[Hiram Maxim|Hiram S. Maxim]] (1840–1916) entwickelte [[Maxim-Maschinengewehr]] zurück.&lt;br /&gt;
Das MG&amp;amp;nbsp;08 gab es in vielen Varianten. Die bekannteste Variante war das &amp;#039;&amp;#039;leichte MG&amp;amp;nbsp;08/15&amp;#039;&amp;#039;, auf das sich die Redewendung „[[08/15 (Redewendung)#Herkunft|nullachtfünfzehn]]“ zurückführen lässt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;#039;&amp;#039;schweres Maschinengewehr&amp;#039;&amp;#039; wurde das MG 08 in seiner Grundform verwendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschinengewehre aus der Familie 08 kamen im [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieg]] noch vereinzelt zum Einsatz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des Ortes ihrer Produktion wurde die Waffe bei den deutschen Streitkräften, insbesondere den [[Luftstreitkräfte (Deutsches Kaiserreich)|Luftstreitkräften]], auch „[[Berlin-Spandau|Spandau]]-MG“ genannt. Spandau stand auf den meisten dieser MGs, jedoch nur, da einer der größten Hersteller, die [[Preußische Gewehrmanufaktur]], sie in [[Berlin-Spandau|Spandau]] produzierte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Modelle ==&lt;br /&gt;
Das Maschinengewehr wurde nach seinem Einführungsjahr 1908 benannt. Die Zusätze &amp;#039;&amp;#039;/15&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;/18&amp;#039;&amp;#039; geben die Modellvariante in Form ihres Erscheinungsjahres an. Zusätzlich stand „l“ für Luftkampf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Vorläufer ===&lt;br /&gt;
Die Entwicklung baute auf [[Maxim-Maschinengewehr|Hiram Maxims Konzept für eine Maschinenwaffe]] auf, welches ab 1884 von [[Hiram Maxim|Maxim]] entwickelt worden war. In Deutschland wurde dieses Konzept vor allem durch die [[Metallpatronen AG|Deutsche Waffen- und Munitionsfabriken]] aufgegriffen. Das erste Modell erhielt die Bezeichnung MG&amp;amp;nbsp;01 und wurde zum MG&amp;amp;nbsp;03 und schließlich hin zum MG&amp;amp;nbsp;08 im Jahre 1908 weiterentwickelt, das in [[Berlin-Spandau|Spandau]] hergestellt wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== MG 08 ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Maschinengewehrkompanie in Frankreich (Erster Weltkrieg).jpg|mini|Deutsche Maschinengewehrkompanie mit auf Gewehrschlitten transportiertem MG 08 (ca. 1918) ]]&lt;br /&gt;
Das MG&amp;amp;nbsp;08 war [[Wasserkühlung|wassergekühlt]] und auf einer höhenverstellbaren [[Lafette]] (sog. Schlitten) montiert. Mit einem Richtaufsatz für indirektes Feuer konnte das MG&amp;amp;nbsp;08 auch aus der Deckung heraus benutzt werden.&lt;br /&gt;
Zu Beginn des Ersten Weltkrieges besaß Deutschland 4.919 Stück MG 08. Die Waffe war zu schwer, um der eigenen [[Infanterie]] zu Fuß zu folgen. Strukturell befanden sich die meisten MG bei den eigens gebildeten MG-Kompanien der Infanterieverbände. Weiterentwicklungen erschienen notwendig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für das MG 08 gab es zwei verschiedene Lafetten:&lt;br /&gt;
* der &amp;#039;&amp;#039;Gewehrschlitten&amp;#039;&amp;#039; und&lt;br /&gt;
* der &amp;#039;&amp;#039;Dreifuß 16&amp;#039;&amp;#039;, der insbesondere zum Transport auf [[Tragtier]]en geeignet war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hube1925_795&amp;quot;&amp;gt;Hube: &amp;#039;&amp;#039;Der Infanterist. Handbuch für Selbstunterricht und Ausbildung des jungen Frontsoldaten der Infanterie.&amp;#039;&amp;#039; Offene Worte, Berlin 1925, S. 795&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beide Lafetten konnten mit einem &amp;#039;&amp;#039;Aufsatzstück&amp;#039;&amp;#039; und einem &amp;#039;&amp;#039;Kreiskorn&amp;#039;&amp;#039; auch zum &amp;#039;&amp;#039;Fliegerbeschuss&amp;#039;&amp;#039; genutzt werden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hube1925_814f&amp;quot;&amp;gt;Hube: &amp;#039;&amp;#039;Der Infanterist. Handbuch für Selbstunterricht und Ausbildung des jungen Frontsoldaten der Infanterie.&amp;#039;&amp;#039; Offene Worte, Berlin 1925, S. 814–815&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Vereinfachung des Füllens der Munitionsgurte wurde der &amp;#039;&amp;#039;Gurtfüller 16&amp;#039;&amp;#039; verwendet, der an einem Tisch oder im Gefecht „am besten“ am Hinterrad des &amp;#039;&amp;#039;Maschinengewehrwagens&amp;#039;&amp;#039; angeschraubt werden konnte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hube1925_797f&amp;quot;&amp;gt;Hube: &amp;#039;&amp;#039;Der Infanterist. Handbuch für Selbstunterricht und Ausbildung des jungen Frontsoldaten der Infanterie.&amp;#039;&amp;#039; Offene Worte, Berlin 1925, S. 797–798&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Militärhistoriker [[George Soldan]] beschrieb 1930 rückblickend die auf dem Schlitten von zwei Soldaten getragene Waffe so:&amp;lt;blockquote&amp;gt;„Die erstrebte Steigerung der Feuergeschwindigkeit hatte man durch Einführung einer Maschinenwaffe erreicht. [...] Neben dem sehr soliden, aber schweren Maschinengewehr 08 gelangte später ein leicht bewegliches Modell zur Einführung.“&amp;lt;ref name=&amp;quot;soldan1926_161&amp;quot;&amp;gt;George Soldan: &amp;#039;&amp;#039;Der Weltkrieg im Bild. Originalaufnahmen des Kriegs-, Bild- und Filmamtes aus der modernen Materialschlacht&amp;#039;&amp;#039; (Band 1). Berlin 1926, S. 161&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;/blockquote&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== MG 08/15 ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|MG 08/15}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Engraving on MG08.jpg|mini|hochkant|Gravur auf der Waffe]]&lt;br /&gt;
Ab 1915 wurde das MG 08/15 auf Basis des MG 08 entwickelt und ab Sommer 1917 als &amp;#039;&amp;#039;leichtes MG 08/15&amp;#039;&amp;#039; an die Truppe ausgegeben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;matuschka1968_232&amp;quot;&amp;gt;Matuschka: &amp;#039;&amp;#039;Organisationsgeschichte des Heeres 1890-1918.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (Band 56). Franz Steiner Verlag 1968, S. 232&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die maßgeblichen Neuerungen gegenüber dem MG 08 waren:&lt;br /&gt;
* Ersatz der schweren Lafette durch ein Zweibein.&lt;br /&gt;
* Pistolengriff mit Schulterstütze anstelle der Spatengriffe.&lt;br /&gt;
* Gurt in Gurttrommel (Patronenkasten 16). Dadurch konnte das MG geladen getragen werden.&lt;br /&gt;
* Verringerte Kühlwassermenge (von 4 auf 2,8 Liter).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch die Modifikationen sollte das Mitführen von Maschinengewehren bei Sturmangriffen erleichtert oder überhaupt erst ermöglicht werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== MG 08/18 ===&lt;br /&gt;
Gegen Kriegsende wurde das MG&amp;amp;nbsp;08/15 zum [[Luftkühlung|luftgekühlten]] MG&amp;amp;nbsp;08/18 weiterentwickelt. Dieses Modell war leicht genug für Sturmangriffe, aber wegen seiner späten Einführung diente es hauptsächlich nur noch zur Absicherung des deutschen Rückzugs.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== lMG 08 und 08/15 ===&lt;br /&gt;
Speziell für [[Militärflugzeug]]e wurden zum starren Gebrauch die luftgekühlten lMG 08 und lMG 08/15 entwickelt. Zum beweglichen Gebrauch wurde das auf das MG 08 basierende luftgekühlte [[Parabellum MG 14]] entwickelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder zur Entwicklung ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
418 - War Museum.JPG|Schweres MG 08 auf Schlitten (mit Schutz für Zylinder und Schild)&lt;br /&gt;
Villiers Faucon-Maxim.JPG|Schweres MG 08 auf Schlitten (ohne Schutzschild)&lt;br /&gt;
MG 08-15 Flugzeugversion.JPG|lMG 08 für Jagdflugzeuge mit Einhandbedienung und Synchronisation mit dem Propeller&lt;br /&gt;
MG 08-15.JPG|Leichtes MG 08/15 mit Schulterstütze, Lauf ist wassergekühlt&lt;br /&gt;
Instruktion MG 08-15.jpg|MG 08/15, korrekte Stellung der Mittelstütze&lt;br /&gt;
Letecké muzeum Kbely (6).jpg|lMG 08/15, in Infanterieausführung&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Daten ==&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Modell&lt;br /&gt;
!Konstruktionsjahr&lt;br /&gt;
!Munitionszuführung&lt;br /&gt;
!Kühlung&lt;br /&gt;
!Kühlwasser&lt;br /&gt;
!Zieloptik&lt;br /&gt;
!Gesamtlänge&lt;br /&gt;
!Gewicht&lt;br /&gt;
!Zusatz&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;08&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|1888–1908&lt;br /&gt;
|250 Patronen&amp;lt;br /&amp;gt;im Leinengurt&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Wasser&lt;br /&gt;
|4 Liter&lt;br /&gt;
|Zielfernrohr ZF12&amp;lt;br /&amp;gt;400 m–2000 m&lt;br /&gt;
|1190 mm&lt;br /&gt;
|23 kg&amp;lt;br /&amp;gt;mit Kühlwasser&lt;br /&gt;
|Schlitten, 37 kg / Dreifuß 31 kg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;08/15&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|1915&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|100 Patronen&amp;lt;br /&amp;gt;im Leinengurt&lt;br /&gt;
|2,8 Liter&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Keine&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|1390 mm&lt;br /&gt;
|19,5 kg&amp;lt;br /&amp;gt;inkl. Kühlwasser &amp;amp; Zweibein&lt;br /&gt;
|rowspan=&amp;quot;2&amp;quot;|Gabelstütze ([[Zweibein]]): 1,2 kg&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;08/18&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
|1918&lt;br /&gt;
|Luft&lt;br /&gt;
| –&lt;br /&gt;
|16 kg&amp;lt;br /&amp;gt;inkl. Zweibein&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
=== Kaiserliches Heer ===&lt;br /&gt;
==== Vorläufer ====&lt;br /&gt;
Zwar hatte das preußische Kriegsministerium schon im Jahr 1889 die Einführung von Maschinengewehren genehmigt, jedoch wurden erst im Jahr 1901 die ersten fünf Maschinengewehr-Abteilungen (mit dem &amp;#039;&amp;#039;MG 01&amp;#039;&amp;#039;) bei der Infanterie aufgestellt. Aber schon drei Jahre später, 1904, gab es 16 Abteilungen (mit &amp;#039;&amp;#039;MG 01&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;MG 03&amp;#039;&amp;#039;), darunter auch je eine sächsische und eine bayerische.&amp;lt;ref name=&amp;quot;matuschka1968_165f&amp;quot;&amp;gt;Matuschka: &amp;#039;&amp;#039;Organisationsgeschichte des Heeres 1890-1918.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (Band 56). Franz Steiner Verlag 1968, S. 165f&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Maschinengewehr-Kompanien/-Abteilungen bestanden aus je drei Zügen, die wiederum jeweils zwei Maschinengewehre besaßen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;merkatz1917_164ff&amp;quot;&amp;gt;Merkatz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Unterrichtsbuch für die Maschinengewehr-Kompagnien. Gerät 08.&amp;#039;&amp;#039; R. Eisenschmidt, Berlin 1917, S. 164 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Transport der jeweils sechs Maschinengewehre waren sechs vierspännige [[Infanteriefahrzeuge|Maschinengewehrwagen]] und drei Munitionswagen zugestanden worden, auf denen die Bedienungen der Maschinengewehre aufgesessen transportiert wurden. Durch die hohe Beweglichkeit war auch ein Zusammenwirken mit der Kavallerie möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1906 wurden Truppenversuche mit einer Bespannung aus nur noch zwei Pferden durchgeführt. Dabei marschierten die Bedienungen zu Fuß – wie der Rest der Infanterie.&amp;lt;ref name=&amp;quot;matuschka1968_166&amp;quot;&amp;gt;Matuschka: &amp;#039;&amp;#039;Organisationsgeschichte des Heeres 1890-1918.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (Band 56). Franz Steiner Verlag 1968, S. 166&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== MG 08 ====&lt;br /&gt;
Im Jahr 1908 wurde dann das verbesserte MG 08 eingeführt, das um die Hälfte leichter war als sein Vorgänger. In diesem Jahr wurde an der &amp;#039;&amp;#039;Infanterie-Schießschule&amp;#039;&amp;#039; auch eine „Lehr-Maschinengewehr-Kompanie“ aufgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wieder drei Jahre später, 1911, hatte bereits jede Infanterie-Brigade (zu zwei Regimentern) eine zweispännig gefahrene Maschinengewehr-Kompanie.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr vor Kriegsbeginn, 1913, hatte jedes Infanterie[[regiment]] und jedes selbstständige Jägerbataillon (mit Ausnahme der beiden bayerischen)&amp;lt;ref name=&amp;quot;matuschka1968_236&amp;quot;&amp;gt;Matuschka: &amp;#039;&amp;#039;Organisationsgeschichte des Heeres 1890-1918.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (Band 56). Franz Steiner Verlag 1968, S. 236&amp;lt;/ref&amp;gt; eine Maschinengewehr-Kompanie (MG.-Komp.) mit sechs schweren Maschinengewehren, die zweispännig gefahren wurden. Insgesamt gab es damit 233 Maschinengewehr-Kompanien.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allerdings gab es bei der Infanterie von den ursprünglich 16 vierspännigen Maschinengewehr-Abteilungen nur noch elf, darunter auch je eine sächsische und eine bayerische, die für die bei Mobilmachung aufzustellenden elf Kavallerie-Divisionen vorgesehen waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dazu kamen 1913 bei 15 Infanterie-Regimentern, die in Festungen lagen, zusätzlich noch jeweils eine (unbespannte) &amp;#039;&amp;#039;Festungs-Maschinengewehr-Kompanie&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref name=&amp;quot;matuschka1968_166&amp;quot; /&amp;gt; Diese wurden mit den älteren Maschinengewehren &amp;#039;&amp;#039;MG 01&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;MG 03&amp;#039;&amp;#039; ausgerüstet, die so aus der Feldtruppe zurückgezogen wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Erster Weltkrieg ===&lt;br /&gt;
==== MG 08 ====&lt;br /&gt;
Bei der Mobilmachung zu Kriegsbeginn 1914 verfügten über eine Maschinengewehr-Kompanie oder -Abteilung zu je sechs Maschinengewehren:&lt;br /&gt;
* alle 218 Infanterie-Regimenter,&lt;br /&gt;
* 88 (92?) der 113 Reserve-Infanterie-Regimenter,&lt;br /&gt;
* keines der 75 Landwehr-Infanterie-Regimenter&lt;br /&gt;
* 16 der 18 selbstständigen Jäger-Bataillone,&lt;br /&gt;
* keines der 18 Reserve-Jäger-Bataillone,&lt;br /&gt;
* alle 11 Kavalleriedivisionen.&lt;br /&gt;
* Außerdem verfügten alle 42 (43?) mobilgemachten Ersatz-Bataillone (es gab insgesamt 334) über einen Maschinengewehr-Zug mit zwei Maschinengewehren.&lt;br /&gt;
Die noch fehlenden Maschinengewehr-Kompanien wurden erst nach Kriegsbeginn aufgestellt und ins Feld nachgeführt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;matuschka1968_230f&amp;quot;&amp;gt;Matuschka: &amp;#039;&amp;#039;Organisationsgeschichte des Heeres 1890-1918.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (Band 56). Franz Steiner Verlag 1968, S. 230–231&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor und während des Ersten Weltkrieges hatte jedes schwere MG 08 eine Bedienung von 5, später 6, Soldaten, deren Aufgaben wie folgt verteilt waren&amp;lt;ref name=&amp;quot;merkatz1917_187f&amp;quot;&amp;gt;Merkatz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Unterrichtsbuch für die Maschinengewehr-Kompagnien. Gerät 08.&amp;#039;&amp;#039; R. Eisenschmidt, Berlin 1917, S. 187–188&amp;lt;/ref&amp;gt;:&lt;br /&gt;
* Gewehrführer: sorgt für die Befolgung aller Kommandos beim Schießen.&lt;br /&gt;
* Schütze 1: Trägt Munition und gräbt den Dampfschlauch ein. Liegt im Gefecht hinter dem Gewehrführer und dem Richtschützen und hält Verbindung zum Schützen 5 beim [[Zug (Militär)|Zugführer]].&lt;br /&gt;
* Schütze 2: Richtschütze und Gewehrführer. Er trägt das MG&lt;br /&gt;
* Schütze 3: Unterstützt den Richtschützen beim Laden und Laufwechsel, trägt den Schlitten.&lt;br /&gt;
* Schütze 4: Ersatzmann, Beobachter, trägt Munition.&lt;br /&gt;
* Schütze 5: Einer der drei Munitionsschützen vom Munitionswagen und Gehilfe des Zugführers. Ab 1915 als Schütze 5 bezeichnet, trägt er den Panzermantel für Wasserkühlung mit Schutzschild (1915 eingeführt) und führt Munition und Wasser nach. Liegt im Gefecht beim Zugführer und hält Verbindung zum Schützen 1 seines MG.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Transport der MG 08 bei Märschen war je MG ein zweispänniger [[Infanteriefahrzeug|Maschinengewehrwagen]] (MG.W.) vorhanden. Für jeden [[Zug (Militär)|Zug]] zu zwei MG war zusätzlich noch ein zweispänniger Munitionswagen (M.W.) zuständig.&amp;lt;ref name=&amp;quot;merkatz1917_204&amp;quot;&amp;gt;Merkatz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Unterrichtsbuch für die Maschinengewehr-Kompagnien. Gerät 08.&amp;#039;&amp;#039; R. Eisenschmidt, Berlin 1917, S. 204&amp;lt;/ref&amp;gt; Bei der Kavallerie wurden die Wagen wie oben erwähnt vierspännig gefahren, da hier die Bedienungen aufgesessen gefahren wurden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Ersten Weltkrieg erwies sich das MG&amp;amp;nbsp;08 wegen seines hohen Gewichts als nur bedingt für den Bewegungskrieg geeignet: Es konnte der Infanterie zu Fuß nicht schnell genug folgen. Seine Stärken spielte es in gut ausgebauten Stellungen aus: Bei der Abwehr gegnerischer Angriffe zeigte sich sehr schnell die enorme Leistungsfähigkeit von Maxims Konstruktion, auch unter widrigen Bedingungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maschinengewehre wurden in sogenannten „Nestern“ positioniert. Dabei wurde versucht, das Maschinengewehr, wie auch die Bedienmannschaft vor feindlicher Waffenwirkung zu schützen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schon mit seiner gegenüber Gewehren ungleich höheren Feuerkraft allein leitete das Maschinengewehr das Ende der [[Kavallerie]] ein. Ein MG konnte mühelos eine ganze [[Schwadron|Reiter-Schwadron]] bekämpfen und machte diese alte Waffengattung schon kurz nach Anfang des Krieges praktisch bedeutungslos.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im weiteren Kriegsverlauf wurde dann die enorme Wirkung des Maschinengewehrs für die Infanterie erkannt. Das führte dazu, dass die Maschinengewehrkompanien der Regimenter deutlich verstärkt wurden. Im Herbst 1916 wurden die (sehr starken) Maschinengewehr-Kompanien aufgeteilt. Jedes Bataillon eines Infanterieregiments erhielt eine Maschinengewehr-Kompanie zu sechs &amp;#039;&amp;#039;MG 08&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref name=&amp;quot;matuschka1968_232&amp;quot; /&amp;gt;, was die Menge der Maschinengewehr-Kompanien verdreifachte. Die selbstständigen Jägerbataillone hatten schon im Sommer 1916 eine zweite Maschinengewehr-Kompanie erhalten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;matuschka1968_234&amp;quot;&amp;gt;Matuschka: &amp;#039;&amp;#039;Organisationsgeschichte des Heeres 1890-1918.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Vierteljahrschrift für Sozial- und Wirtschaftsgeschichte&amp;#039;&amp;#039; (Band 56). Franz Steiner Verlag 1968, S. 234&amp;lt;/ref&amp;gt; Schließlich wurden die Maschinengewehrkompanien Anfang 1918 auf zwölf Maschinengewehre verstärkt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;matuschka1968_232&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== MG 08/15 ====&lt;br /&gt;
Außerdem musste das Maschinengewehr der Infanterie auch abgesessen folgen können. Zu viele Infanterieangriffe scheiterten wegen mangelnder Maschinengewehrunterstützung, bzw. zu viele Maschinengewehre gingen verloren, weil sie nicht rechtzeitig abgebaut werden konnten. Daher wurde das Maschinengewehr nun als &amp;#039;&amp;#039;leichtes Maschinengewehr&amp;#039;&amp;#039; mit Zweibein und Schulterstütze ausgeführt. Davon erhielt jede (Schützen-)Kompanie zunächst zwei, später vier. Anfang 1918 wurde die Zahl sogar auf sechs erhöht. Zum Transport der MG 08/15 und der zugehörigen Munition wurden den (Schützen-)Kompanien je zwei Feldwagen zugeteilt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;matuschka1968_232&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Maschinengewehre wurden in der Menge mehr und mobiler. Am Ende des Krieges wurde ein luftgekühltes Maschinengewehr herausgebracht, das effektiv von nur noch zwei Soldaten bedient werden musste. Damit hatte praktisch jede Kompanie eine Maschinengewehrgruppe.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Reichswehr ===&lt;br /&gt;
In der [[Reichswehr]] wurden überwiegend das &amp;#039;&amp;#039;schwere MG 08&amp;#039;&amp;#039;, als auch die &amp;#039;&amp;#039;leichten Maschinengewehre 08/15 und 08/18&amp;#039;&amp;#039; genutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß [[Friedensvertrag von Versailles|Versailler Vertrag]] waren dem Heer nur 1.926 (+4 % Reserve) Maschinengewehre aller Typen genehmigt. Allerdings existierte im Jahr 1927 ein geheimer Bestand von ca. 12.000 Maschinengewehren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schottelius1978_396&amp;quot;&amp;gt;Schottelius, Caspar: &amp;#039;&amp;#039;Die Organisation des Heeres 1933–1939&amp;#039;&amp;#039;. In: Salewski u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wehrmacht und Nationalsozialismus 1933–1939&amp;#039;&amp;#039;. Herrsching 1978 (Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648–1939 4/7), S. 396&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== MG 08/15 ====&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;leichten Maschinengewehre 08/15 bzw. 08/18&amp;#039;&amp;#039; wurden in den Schützenkompanien (1.–3. Kompanie jedes Bataillons) verwendet.&lt;br /&gt;
Hier wurden jedem der drei Schützenzüge je zwei leichte Maschinengewehre zugewiesen, so dass jeder Zug zwei &amp;#039;&amp;#039;Maschinengewehrgruppen&amp;#039;&amp;#039; (zu je 1 Unteroffizier, 4 MG-Schützen, 1 Zielfernrohrschütze und 2 Gewehrschützen) und zwei bis drei Schützengruppen (zu je 1 Unteroffizier und 7 Gewehrschützen) hatte. Eine Schützenkompanie hatte so insgesamt sechs leichte Maschinengewehre. Diese wurden auf den [[Heeresfeldwagen|Gefechtswagen]] mitgeführt, auf Handwagen gezogen oder von den Bedienungen getragen. Je zwei (leere) Handwagen wurden bei Märschen hinten an einen der drei Gefechtswagen angehängt. Jägerkompanien hatten anstelle der sechs Handwagen insgesamt sechs Tragtiere mit je einem Tragtierführer.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hube1925_430ff&amp;quot;&amp;gt;Hube: &amp;#039;&amp;#039;Der Infanterist. Handbuch für Selbstunterricht und Ausbildung des jungen Frontsoldaten der Infanterie.&amp;#039;&amp;#039; Offene Worte, Berlin 1925, S. 430–437&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1930 wurden die Schützenzüge auf drei starke, sog. &amp;#039;&amp;#039;Einheitsgruppen&amp;#039;&amp;#039; umgegliedert, die aus je einem Schützentrupp (1 Unteroffizier und 7 Schützen (Stärke einer früheren Schützengruppe)) sowie einem leichten Maschinengewehrtrupp (1 Unteroffizier und 4 MG-Schützen, mit einem leichten MG) bestand.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Die Reichswehr&amp;#039;&amp;#039;, Haus Neuerburg, Köln 1933, S. 8&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Zimmermann: &amp;#039;&amp;#039;Die (neue) Gruppe, S. 5&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit stieg die Anzahl der leichten Maschinengewehre in der Schützen-Kompanie auf neun.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schottelius1978_346&amp;quot;&amp;gt;Schottelius, Caspar: &amp;#039;&amp;#039;Die Organisation des Heeres 1933–1939&amp;#039;&amp;#039;. In: Salewski u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wehrmacht und Nationalsozialismus 1933–1939&amp;#039;&amp;#039;. Herrsching 1978 (Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648–1939 4/7), S. 346&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Kavallerie]] waren gemäß Versailler Vertrag keine leichten Maschinengewehre erlaubt. Man behalf sich hier mit „von der Infanterie entliehenen“ &amp;#039;&amp;#039;MG 08/15&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;MG 08/18&amp;#039;&amp;#039;. Jeder Reiterzug führte ein MG auf einem Tragtier mit.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eigene leichte Maschinengewehre erhielt die Kavallerie erst 1931 mit dem neuen [[MG 13]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== MG 08 ====&lt;br /&gt;
Die schweren Maschinengewehre 08 wurden in den Maschinengewehrkompanien (4. Kompanie jedes Bataillons) verwendet. Diese hatte – wie am Ende des Krieges – zwölf schwere Maschinengewehre, jedoch waren diese in vier Zügen zu jeweils drei Maschinengewehren gegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den ersten drei Zügen („zweispännige Züge“ oder auch „Kampfzüge“&amp;lt;ref name=&amp;quot;hube1925_691&amp;quot;&amp;gt;Hube: &amp;#039;&amp;#039;Der Infanterist. Handbuch für Selbstunterricht und Ausbildung des jungen Frontsoldaten der Infanterie.&amp;#039;&amp;#039; Offene Worte, Berlin 1925, S. 691&amp;lt;/ref&amp;gt;) marschierten die Bedienungen zu Fuß, während die Maschinengewehre auf zweispännigen [[Heeresfeldwagen|schweren Maschinengewehrwagen]] (für bis zu zwei schwere Maschinengewehre) mitgeführt wurden.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hube1925_828x&amp;quot;&amp;gt;Hube: &amp;#039;&amp;#039;Der Infanterist. Handbuch für Selbstunterricht und Ausbildung des jungen Frontsoldaten der Infanterie.&amp;#039;&amp;#039; Offene Worte, Berlin 1925, S. 828 und 833-834&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Beim jeweils vierten Zug („Begleitzug“) mussten die Bedienungen nicht zu Fuß marschieren, sondern wurden auf vierspännigen [[Heeresfeldwagen|leichten Maschinengewehrwagen]] (für je ein schweres Maschinengewehr) gefahren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;hube1925_831x&amp;quot;&amp;gt;Hube: &amp;#039;&amp;#039;Der Infanterist. Handbuch für Selbstunterricht und Ausbildung des jungen Frontsoldaten der Infanterie.&amp;#039;&amp;#039; Offene Worte, Berlin 1925, S. 831 und 834-838&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um 1930 wurde jeweils einer der vier Züge aufgelöst, die verbleibenden drei Züge dafür auf je vier schwere Maschinengewehre gebracht. Die Maschinengewehrzüge gliederten sich nun entweder in&lt;br /&gt;
* zwei Halbzüge mit je einem zweispännigen [[Heeresfeldwagen|schweren Maschinengewehrwagen]] oder in&lt;br /&gt;
* zwei Halbzüge mit je zwei vierspännigen [[Heeresfeldwagen|leichten Maschinengewehrwagen]].&lt;br /&gt;
Insgesamt blieb die Maschinengewehrkompanien also bei 12 Maschinengewehren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schottelius1978_346&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der [[Kavallerie]] waren gemäß Versailler Vertrag zwar 24 MG je Kavalleriedivision zugestanden worden – das entspricht vier MG je Reiterregiment, jedoch waren diese MG „ohne Etat“, d.&amp;amp;nbsp;h., es gab für diese MG kein Personal. 1923 erreichte die Reichswehr hier Zugeständnisse der [[Alliierte]]n, so dass bei jedem Reiterregiment ein Maschinengewehrzug aus Personal aufgestellt werden konnte, das aus anderen Bereichen abgestellt („abkommandiert“) wurde. Diese Maschinengewehrzüge mussten allerdings in zwei &amp;#039;&amp;#039;Halbzügen&amp;#039;&amp;#039; zu je zwei MG aufgestellt werden, die in unterschiedlichen [[Garnison]]en lagen (damals waren alle Reiterregimenter auf zwei Standorte aufgeteilt). Zur Beweglichmachung der Maschinengewehre und der Bedienungen wurden vierspännige [[Heeresfeldwagen|leichte Maschinengewehrwagen]] benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Zuge der verdeckten Aufrüstung der Reichswehr wurde 1932 die Anzahl der Maschinengewehre von vier auf acht verdoppelt und diese in vier &amp;#039;&amp;#039;Halbzüge&amp;#039;&amp;#039; zu je zwei MG gegliedert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Wehrmacht ===&lt;br /&gt;
Auch bei der [[Wehrmacht]] bildeten die &amp;#039;&amp;#039;MG 08&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;MG 08/15&amp;#039;&amp;#039; zunächst das Rückgrat bei den Maschinenwaffen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei den neu gebildeten Gebirgsjägerregimentern erhielten die je drei Bataillone in der jeweils 5. Kompanie einen Zug mit vier schweren Maschinengewehren.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schottelius1978_346&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1935 wurden auch reine &amp;#039;&amp;#039;Maschinengewehr-Bataillone&amp;#039;&amp;#039; (motorisiert) aufgestellt, die über drei Maschinengewehr-Kompanien zu je 16 schweren Maschinengewehren verfügten.&amp;lt;ref name=&amp;quot;schottelius1978_347&amp;quot;&amp;gt;Schottelius, Caspar: &amp;#039;&amp;#039;Die Organisation des Heeres 1933–1939&amp;#039;&amp;#039;. In: Salewski u.&amp;amp;nbsp;a. (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Wehrmacht und Nationalsozialismus 1933–1939&amp;#039;&amp;#039;. Herrsching 1978 (Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648–1939 4/7), S. 347&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ab 1936 beginnend wurden die MG 08 und MG 08/15 bei den aktiven Infanteriedivisionen durch das &amp;#039;&amp;#039;[[MG 34]]&amp;#039;&amp;#039; abgelöst. Die &amp;#039;&amp;#039;MG 08/15&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;MG 08/18&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;MG 08&amp;#039;&amp;#039; sowie ihre Maschinengewehrwagen und -handwagen wurden an die im Mobilmachungsfall mit Reservisten aufzufüllenden Reserve- bzw. [[Landwehr (Militär)|Landwehr]]-Infanterie-Divisionen abgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bilder ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
MG08 and armored gunner display 1.JPG|Gepanzerte Maschinengewehrstellung&lt;br /&gt;
Leichtes MG 08 15.jpg|Leichtes MG 08/15 beim Transport&lt;br /&gt;
MG-Nest2 retouched.jpg|Maschinengewehrnest an der Front&lt;br /&gt;
Maschinengewehrkompanie.jpg|MGK III des Infanterie-Regiments Nr. 401 (9 × 08, 3 × [[PM 1910]])&lt;br /&gt;
2014-06 BLM Braunschweig WMDE (10).jpg|MG 08/15&lt;br /&gt;
MG08 Ausbildung 1937 05.jpg|Ausbildung am MG 08. 1937 bei Regensburg (wahrscheinlich bei einer Einheit der 10. Infanterie-Division)&lt;br /&gt;
MG08 Ausbildung 1937 01.jpg|Ausbildung am schweren MG 08 bei einer Wehrmachts-Einheit, 1937&lt;br /&gt;
MG08 Ausbildung 1937 04.jpg&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ausstellungsstücke ==&lt;br /&gt;
Maschinengewehre der Reihe 08 sind im [[Deutsches Historisches Museum Berlin|Deutschen Historischen Museum Berlin]], im [[Waffenmuseum Suhl]], im [[Militärhistorisches Museum Dresden|Militärhistorischen Museum]] zu [[Dresden]] und in zahlreichen zur Besichtigung freigegebenen Festungen und Museen Frankreichs – wie z.&amp;amp;nbsp;B. dem [[Mémorial de Verdun]], der [[Citadelle de Verdun]], im [[Musée de l’artillerie]] in [[Draguignan]], im [[Musée de l’air et de l’espace]] am [[Flughafen Le Bourget]] bei [[Paris]], im [[Panzermuseum Munster]] und im [[Festung Reuenthal|Festungsmuseum Reuenthal]] ausgestellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Peter Berz: &amp;#039;&amp;#039;08/15. Ein Standard des 20. Jahrhunderts.&amp;#039;&amp;#039; München 2001.&lt;br /&gt;
* [[Hans-Valentin Hube]] (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Der Infanterist. Handbuch für Selbstunterricht und Ausbildung des jungen Frontsoldaten der Infanterie.&amp;#039;&amp;#039; Verlag „Offene Worte“, Charlottenburg 1925.&lt;br /&gt;
* Reiner Lidschun, Günter Wollert: &amp;#039;&amp;#039;Illustrierte Enzyklopädie der Infanteriewaffen&amp;#039;&amp;#039;. Siegler, Königswinter 2008, ISBN 978-3-87748-668-9.&lt;br /&gt;
* Edgar Graf von Matuschka: &amp;#039;&amp;#039;Organisationsgeschichte des Heeres 1890-1918.&amp;#039;&amp;#039; In: [[Militärgeschichtliches Forschungsamt]] (Hrsg.): Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939, Pawlak Verlagsgesellschaft mbH, Herrsching 1983, ISBN 3-88199-112-3, Band 3, Abschnitt V (1968).&lt;br /&gt;
* Edgar Graf von Matuschka: &amp;#039;&amp;#039;Organisation des Reichsheeres.&amp;#039;&amp;#039; In: Militärgeschichtlichen Forschungsamt (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648-1939.&amp;#039;&amp;#039; Pawlak Verlagsgesellschaft mbH, Herrsching 1983, ISBN 3-88199-112-3, Band 3, Abschnitt VI (1970).&lt;br /&gt;
* Friedrich von Merkatz (Hrsg.):&lt;br /&gt;
** &amp;#039;&amp;#039;Unterrichtsbuch für die Maschinengewehr-Kompagnien. Gerät 08.&amp;#039;&amp;#039; Verlag von R. Eisenschmidt, 19. Auflage, Berlin 1917.&lt;br /&gt;
** New methods of machine-gun fire (1916) ([https://archive.org/details/newmethodsofmach00merkrich Volltext] auf [[Archive.org]])&lt;br /&gt;
* [[Herbert Schottelius]]: &amp;#039;&amp;#039;Die Organisation des Heeres 1933–1939.&amp;#039;&amp;#039; In: Militärgeschichtlichen Forschungsamt (Hrsg.): Deutsche Militärgeschichte in sechs Bänden 1648–1939, Pawlak Verlagsgesellschaft mbH, Herrsching 1983, ISBN 3-88199-112-3, Band 4, Abschnitt VII (1978).&lt;br /&gt;
* Bodo von Zimmermann, Major a.&amp;amp;nbsp;D.: &amp;#039;&amp;#039;Die (neue) Gruppe.&amp;#039;&amp;#039; Verlag „Offene Worte“, Berlin W 35, 7. Auflage (ohne Jahresangabe).&lt;br /&gt;
* Vorschrift des Deutschen Kaiserreichs: &amp;#039;&amp;#039;D.V.E. Nr. 89 – Ausrüstungsnachweisung für das Reserve-Maschinengewehr einer Maschinengewehrkompanie 08 oder einer Reserve-Maschinengewehrkompanie 08 – 1908&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|MG 08|MG 08}}&lt;br /&gt;
* [http://www.oocities.org/augusta/8172/panzerfaust5.htm Übersicht, Bilder und Daten deutscher Maschinengewehre] (englisch)&lt;br /&gt;
* [http://digital.wlb-stuttgart.de/purl/bsz382848896 Leitfaden für das Maschinengewehr 08/15]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fußnoten ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Handwaffen der Wehrmacht im Zweiten Weltkrieg}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:MG 008}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Museumsbestand (Wehrtechnische Studiensammlung Koblenz)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maschinengewehr (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Maschinengewehr (Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweres Maschinengewehr (Wehrmacht)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schweres Maschinengewehr (Deutsches Kaiserreich)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;BlackEyedLion</name></author>
	</entry>
</feed>