<?xml version="1.0"?>
<feed xmlns="http://www.w3.org/2005/Atom" xml:lang="de">
	<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=M-Bahn</id>
	<title>M-Bahn - Versionsgeschichte</title>
	<link rel="self" type="application/atom+xml" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?action=history&amp;feed=atom&amp;title=M-Bahn"/>
	<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=M-Bahn&amp;action=history"/>
	<updated>2026-06-02T00:23:02Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
	<generator>MediaWiki 1.43.8</generator>
	<entry>
		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=M-Bahn&amp;diff=183282&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Emmridet: /* Geschichte */ Kleinkram</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=M-Bahn&amp;diff=183282&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-01-10T22:17:17Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; Kleinkram&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Dieser Artikel|behandelt das Berliner Verkehrsmittel, zur [[Magnetschwebebahn]] siehe dort.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:1990 04 Berlin M Bahn 1.jpg|mini|hochkant=1.3|M-Bahn nahe der Endhaltestelle [[Kemperplatz]], 1990]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin - Karte der M-Bahn.svg|mini|Verlauf der Berliner M-Bahn, eingezeichnet auf einem Stadtplan von 2017]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;M-Bahn&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (Abkürzung für &amp;#039;&amp;#039;Magnetbahn&amp;#039;&amp;#039;) in [[Berlin]] war ein spurgebundenes, führerloses Verkehrssystem auf eigenem Fahrweg, teilweise als [[Hochbahn]] geführt, das ab 1984 im Versuchsbetrieb und von 1989 bis 1991 im Fahrgastbetrieb eingesetzt wurde. Die zugehörige [[Verkehrslinie|Linienbezeichnung]] lautete zunächst &amp;#039;&amp;#039;M&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur|Autor=Alfred Gottwaldt|Titel=Das Berliner U- und S-Bahnnetz|Auflage=1.|Verlag=Argon|Ort=Berlin|Jahr=1994|ISBN=3-87024-284-1|Seiten=59}}&amp;lt;/ref&amp;gt; später &amp;#039;&amp;#039;M1&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.berliner-verkehrsseiten.de/u-bahn/Strecken/Gleisdreieck/Gleisdreieck_1972/gleisdreieck_1972.html &amp;#039;&amp;#039;U-Bahn Berlin – Hochbahnstation Gleisdreieck&amp;#039;&amp;#039; auf berliner-verkehrsseiten.de, abgerufen am 1. Dezember 2023].&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Funktionsprinzip ==&lt;br /&gt;
Als Antrieb benutzte die Bahn einen [[Linearmotor]] in Langstator-Bauweise. Der Fahrweg stellte einerseits die Spur zum Fahren, andererseits auch gleichzeitig einen Teil des Antriebs dar. Die kastenförmigen Doppelkabinen verfügten weder über Motoren noch Bremssysteme: Starke [[Dauermagnet]]e unter der Kabine trugen 85 % des Fahrzeuggewichts. Geführt wurde die M-Bahn sowohl horizontal als auch vertikal von kleinen Rädern. Als Motor wirkten zwischen den Schienen verlegte Wicklungen. Sie erzeugten ein wanderndes Magnetfeld, das die Kabinen vorwärts zog und auch abbremste.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Gewichts- und Triebkräfte der M-Bahn wurden magnetisch übertragen, die Führungskräfte mechanisch. Die überwiegend magnetische Abstützung führte zu einer flächigen und damit sehr günstigen Lasteinleitung in den Fahrweg.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die vollautomatische Berliner M-Bahn war leise, verbrauchte 20&amp;amp;nbsp;Prozent weniger Energie als eine [[U-Bahn]] und kam mit wenig Personal aus. Sie beförderte insgesamt drei Millionen Fahrgäste und war im Juli 1991 nach dem [[Birmingham Maglev]]&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bbc.com/news/uk-england-birmingham-11780663 &amp;#039;&amp;#039;Birmingham Airport’s old Maglev carriage to be sold&amp;#039;&amp;#039;] bei bbc.com, abgerufen am 30. Dezember 2016.&amp;lt;/ref&amp;gt; als Flughafen-Shuttle die weltweit erste im städtischen Personenverkehr kommerziell eingesetzte Magnetbahn. Ihre Erfolgsbilanz rettete die M-Bahn nicht, weil sie nach der [[Deutsche Wiedervereinigung|deutschen Wiedervereinigung]] dem Wiederaufbau der U-Bahn-Linie U2 weichen musste, auf deren Gleiskörper der Fahrweg teilweise lag.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Brnschwg.jpg|mini|hochkant=1.5|Erprobungsanlage in [[Braunschweig]], 1975]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1975 wurde in Braunschweig durch die [[Technische Universität Braunschweig]] eine Teststrecke für eine Bahn errichtet, deren Antriebsprinzip auf der 1973 durch den Physiker [[Götz Heidelberg]] entwickelten &amp;#039;&amp;#039;Wanderfeldtechnik mit permanent-magnetischer Erregung&amp;#039;&amp;#039; basierte. Sie bestand aus drei geschlossenen, über Weichen miteinander verbundenen Trassenschleifen, die Steigungs- und Gefällestrecken aufwiesen. Der Fahrweg war zum Teil aufgeständert, teilweise auch ebenerdig ausgeführt. Die Fahrzeuge des Typs&amp;amp;nbsp;01&amp;lt;ref name=&amp;quot;BVS&amp;quot;&amp;gt;[http://www.berliner-verkehrsseiten.de/m-bahn/Geschichte/geschichte.html &amp;#039;&amp;#039;Die M-Bahn in Berlin – Eine Technologie mit langer Geschichte.&amp;#039;&amp;#039;] Bei: &amp;#039;&amp;#039;berliner-verkehrsseiten.de&amp;#039;&amp;#039;, abgerufen am 31. März 2019.&amp;lt;/ref&amp;gt; waren 6,3&amp;amp;nbsp;m lang, 2,1&amp;amp;nbsp;m breit und 2,1&amp;amp;nbsp;m hoch. Sie wiesen 16 Sitz- und 24 Stehplätze auf, die Höchstgeschwindigkeit betrug 50&amp;amp;nbsp;km/h.&amp;lt;ref name=&amp;quot;S1/79&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Neues Magnetbahnsystem vorgestellt&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Stadtverkehr&amp;#039;&amp;#039; 1/1979, S.&amp;amp;nbsp;25.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 1978 beteiligte sich das Unternehmen [[AEG|AEG-Telefunken]] an Heidelbergs Firma Citybahn GmbH, die daraufhin in Magnetbahn GmbH (mit Sitz in [[Starnberg]]) umbenannt wurde.&amp;lt;ref name=&amp;quot;S1/79&amp;quot; /&amp;gt; Ihre Erfahrungen mit der Bahnautomation und der Energieversorgung erwiesen sich sehr bald als unerlässlich und wertvoll. In engem Zusammenwirken der AEG, der TU Braunschweig und der [[Berliner Verkehrsbetriebe]] (BVG) wurde die M-Bahn entwickelt und geplant. 1982 erhielt die M-Bahn-Firma den Auftrag für eine Demonstrationsanlage in [[West-Berlin]]. Im Frühjahr 1983 erließ das [[Bundesministerium für Bildung und Forschung|Bundesforschungsministerium]] den endgültigen [[Bescheid|Bewilligungsbescheid]]. Von den geplanten Kosten für die Betriebserprobung in Höhe von 50&amp;amp;nbsp;Millionen [[Deutsche Mark|Mark]] wurden 75 % durch den Bund aufgebracht, der Rest durch den [[Senat von Berlin|Berliner Senat]]. Geplant war, den [[Probebetrieb]] zum Jahresende 1984 auf einem 600&amp;amp;nbsp;m langen Teilstück der 1558&amp;amp;nbsp;m langen&amp;lt;ref name=&amp;quot;S2/87&amp;quot;&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Richtfest bei der M-Bahn Berlin&amp;#039;&amp;#039; in: Stadtverkehr 2/87, S.&amp;amp;nbsp;10&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Strecke in Betrieb zu nehmen. Anschließend sollte ein zweijähriger Probebetrieb erfolgen.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Grünes Licht für die M-Bahn&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Eisenbahntechnische Rundschau]]&amp;#039;&amp;#039;, 32, Heft 9/1983&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:M-bahn.jpg|mini|Berliner M-Bahn mit Wartungsfahrzeug im [[U-Bahnhof Gleisdreieck|Bahnhof Gleisdreieck]], 1987]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Berlin M-Bahn Potsdamer Platz 1989.jpg|mini|M-Bahn über dem Gelände des ehemaligen [[Berlin Potsdamer Bahnhof|Potsdamer Bahnhofs]] in [[Berlin]], im Hintergrund die Rampe der stillgelegten U-Bahn-Trasse, 1989]]&lt;br /&gt;
[[Datei:M-Bahn Bernburger Straße 1988.jpg|mini|M-Bahn Station [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Kreuzberg#Bernburger Straße*|Bernburger Straße]], April 1988]]&lt;br /&gt;
[[Datei:M-Bahn Museum Nürnberg.JPG|mini|Kabine der M-Bahn auf Fahrweg im [[DB-Museum Nürnberg]], 2006]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Birmingham International Maglev.jpg|mini|[[Birmingham Maglev]] nach ähnlichem System, Zubringer des [[Birmingham Airport|Birminghamer Flughafens]], erste kommerziell eingesetzte Magnetbahn (1984–1995)]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bauarbeiten für die Berliner M-Bahn begannen im Dezember 1983, der Probebetrieb&amp;amp;nbsp;– noch ohne Fahrgäste&amp;amp;nbsp;– am 28.&amp;amp;nbsp;Juni 1984. Als Fahrzeuge waren zunächst ein Triebwagen des Typs 70/2 mit der Nummer 706 und das Wartungsfahrzeug 05 mit Dieselantrieb vorhanden. Für den regulären Verkehr wurden bei [[Waggon Union]] vier Fahrzeuge der Bauart 80/2 bestellt, mit Antriebstechnik von AEG Bahntechnik und der Magnetbahn GmbH. Sie waren 11,72&amp;amp;nbsp;m lang, 2,30&amp;amp;nbsp;m breit und 2,14&amp;amp;nbsp;m hoch.&amp;lt;ref name=&amp;quot;S2/87&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das [[Richtfest]] für die Stationen [[Kemperplatz]] und [[Liste der Straßen und Plätze in Berlin-Kreuzberg#Bernburger Straße*|Bernburger Straße]] wurde am 26.&amp;amp;nbsp;September 1986 gefeiert. Der Endbahnhof Kemperplatz erhielt zwei rund 30&amp;amp;nbsp;m lange und 6&amp;amp;nbsp;m breite [[Seitenbahnsteig]]e. Auf einen abschließenden Querbahnsteig wurde verzichtet, um die Strecke ggf. verlängern zu können. Das gesamte Bauwerk war, bei einer Firsthöhe von 12&amp;amp;nbsp;m, rund 45&amp;amp;nbsp;m lang und 18&amp;amp;nbsp;m breit. Der Bahnsteigbereich war von einer verglasten Stahlkonstruktion umschlossen, das Dach bestand aus Holz mit einer [[Bitumen]]&amp;amp;shy;dichtung. Die unteren Geschosse waren verkleidet, das Erdgeschoss nahm die Leitzentrale und ein Zwischengeschoss die betriebstechnischen Räume auf. Zu den beiden Bahnsteigen führten je eine feste Treppe und eine [[Rolltreppe]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;S2/87&amp;quot; /&amp;gt; Die Planer des Bahnhofs Kemperplatz waren der Architekt [[Andreas Brandt (Architekt)|Andreas Brandt]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.bda-bund.de/2014/09/zum-tod-von-andreas-brandt/ |hrsg=Bund Deutscher Architektinnen und Architekten BDA |titel= Zum Tod von Andreas Brandt |sprache=de |abruf=2023-11-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und der Künstler [[Yadegar Asisi]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Ozlem Ozdemir |url=https://journal-a.com/yadegar-asisi-interview-panorama-9-11-panometer-leipzig/ |titel=Yadegar Asisi über sein Panorama „9/11“ und die Art, wie er über die Welt nachdenkt |datum=2023-03-15 |sprache=de |abruf=2023-11-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Jochen Paul |url=https://www.bauwelt.de/themen/Haus-und-Landschaft-in-Asien-Zeichnungen-Andreas-Brandt-2116112.html |titel= Zeichnungen von Andreas Brandt |sprache=de |werk=[[Bauwelt (Zeitschrift)|Bauwelt]]| abruf=2023-11-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die rund 35&amp;amp;nbsp;m lange, 22&amp;amp;nbsp;m breite und 21&amp;amp;nbsp;m hohe Halle der Station Bernburger Straße war rundum vollständig verglast, auch die Dachflächen mit Ausnahme des abgedeckten Gleisbereichs wurden als Stahl-Glas-Konstruktionen ausgeführt. Zu den zwei 30&amp;amp;nbsp;m langen Seitenbahnsteigen führten ebenfalls feste Treppen und Rolltreppen. Das Stahltragwerk wurde im gleichen Silberton wie die Trassenelemente gestrichen, nicht verglaste Außenwände wie die [[Giebel]]&amp;amp;shy;seiten über dem Fahrweg wurden grün lackiert.&amp;lt;ref name=&amp;quot;S2/87&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Aufnahme des regulären Betriebs wurde durch einen am 18.&amp;amp;nbsp;April 1987 verübten Brandanschlag im [[U-Bahnhof Gleisdreieck|Endbahnhof Gleisdreieck]] verzögert, wobei zwei Wagen zerstört wurden, sowie durch einen Unfall am 19.&amp;amp;nbsp;Dezember 1988: Ein Testzug war an diesem Tag bei einer Testfahrt mit zu hoher Geschwindigkeit in den Endbahnhof Kemperplatz eingefahren und hatte die verglaste Außenwand durchbrochen. Die Fahrrechner waren für diese Fahrt ausgeschaltet worden, um den Zug manuell für einen Test mit einer höheren Geschwindigkeit fahren zu können, als vom System vorgesehen war. Ein Wagen fiel bei diesem Unfall auf den Betonboden des Fahrwegs und wurde zerstört, der zweite hing mehrere Tage in sechs Metern Höhe, bis er nach der Bergung von einem Tieflader abtransportiert wurde.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Versuchsbetrieb wurde deshalb erst am 28.&amp;amp;nbsp;August 1989 für den „erweiterten Probebetrieb mit Fahrgastbeförderung“ freigegeben, nachdem die von der Aufsichtsbehörde geforderten 100.000&amp;amp;nbsp;km ohne Fahrgäste absolviert waren. Die Beförderung erfolgte [[kostenfreier Nahverkehr|kostenfrei]]. Zunächst war nur das Fahrzeug 04 einsetzbar, das 24 Sitzplätze aufwies und insgesamt 80 Fahrgästen Platz bot. Es verkehrte im Zehn-Minuten-[[Taktfahrplan|Takt]] zwischen den Endpunkten mit einer Höchstgeschwindigkeit von 55&amp;amp;nbsp;km/h.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Berlin: Betriebsaufnahme bei der M-Bahn&amp;#039;&amp;#039; in: &amp;#039;&amp;#039;Stadtverkehr&amp;#039;&amp;#039; 10/1989, S.&amp;amp;nbsp;31&amp;amp;nbsp;f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die 1,6&amp;amp;nbsp;Kilometer lange Trasse für die damals als neues Nahverkehrssystem konzipierte Magnetbahn lag teilweise auf der bis zum Bau der [[Berliner Mauer]] am 13.&amp;amp;nbsp;August 1961 von der [[U-Bahn Berlin|U-Bahn]] benutzten [[Kleinprofilstrecke]] vom Gleisdreieck zum [[Potsdamer Platz]], schwenkte dann aber über den Haltepunkt Bernburger Straße zum Kemperplatz an der [[Berliner Philharmonie|Philharmonie]]. Am 18.&amp;amp;nbsp;Juli 1991 erfolgte die endgültige Zulassung als neues Fahrgastbeförderungssystem durch die technische Aufsichtsbehörde. Damit endete offiziell der Versuchsbetrieb und ein fahrplanmäßiger Verkehr zum üblichen BVG-Tarif begann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund des erfolgreichen Probebetriebs auf der Berliner Anlage, der von Verkehrsexperten aus vielen Ländern besichtigt wurde, planten deutsche und andere Städte den Bau von M-Bahn-Strecken, so die Stadt [[Frankfurt am Main]] als Zubringer zum Flughafen. In [[Las Vegas]] begann Anfang 1989 bereits der Bau einer zwei Kilometer langen Strecke, die vier Stationen erhalten sollte. Dafür wurde eigens ein [[Tochterunternehmen]] der AEG gegründet.&amp;lt;ref&amp;gt;Flyer &amp;#039;&amp;#039;M-Bahn – Neue Dimension im öffentlichen Nahverkehr&amp;#039;&amp;#039;. Magnetbahn GmbH, Projekt Berlin, 1989.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits am 31. Juli 1991 wurde der M-Bahn-Betrieb eingestellt, um die Trasse für den durch den [[Mauerfall]] am 9.&amp;amp;nbsp;November 1989 ermöglichten Wiederaufbau des durch den [[Mauerbau]] unterbrochenen Streckenstücks der [[U-Bahn-Linie U2 (Berlin)|U-Bahn-Linie&amp;amp;nbsp;U2]] frei zu machen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://web.archive.org/web/20211019093141/https://unternehmen.bvg.de/wp-content/uploads/2021/01/BVG-PLUS0419.pdf |titel=Die BVG schwebt über den Dingen |titelerg=Neue Serie: Zum 90. Jubiläum der BVG stellt Axel Mauruszat Fundstücke aus dem Archiv vor |hrsg=www.bvg.de |datum=2019-03-22 |format=PDF |sprache=de |zugriff=2024-09-24 |kommentar=Seite 36 [PDF-Seite 19]}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 17.&amp;amp;nbsp;September 1991 begann die Streckendemontage, die bis Ende Februar 1992 abgeschlossen war. Ursprünglich war an einen Wiederaufbau als Zubringer zum [[Flughafen Berlin-Schönefeld]] gedacht worden. Diese Absicht wurde später jedoch fallen gelassen und die eingelagerten Streckenteile wurden verschrottet. Das Magnetbahnfahrzeug Nr.&amp;amp;nbsp;06 war im [[Verkehrsmuseum Nürnberg]] auf einem Stück des originalen Fahrweges zu besichtigen, bevor es im September 2009 in den Standort Lichtenfels des [[DB-Museum Nürnberg|DB-Museums]] gebracht wurde. Seit Frühjahr 2012 befindet sich das Fahrzeug in der Ausstellung des [[Oldtimer Museum Rügen|Oldtimer Museums Rügen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Fahrzeuge ==&lt;br /&gt;
Die Wagen 401, 402 und 704 wurden in [[Braunschweig]], alle anderen in Berlin eingesetzt. Die Zahl der gebauten Wagen des Typs 01 (Braunschweig) ist nicht bekannt.&amp;lt;ref name=&amp;quot;BVS&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
{| class=&amp;quot;wikitable&amp;quot;&lt;br /&gt;
|----- style=&amp;quot;background:#FFDEAD&amp;quot;&lt;br /&gt;
!Nummer ||Typ ||Baujahr ||Wagenkasten ||Erste Testfahrten ||Anmerkungen&lt;br /&gt;
|-|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; |401 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 01 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1978 ||[[Linke-Hofmann-Busch]], [[AEG]] || ||seit 1987 im [[Deutsches Technikmuseum Berlin|Deutschen Technikmuseum Berlin]] (Monumentenhalle)&lt;br /&gt;
|-|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 402 || || ||Magnetbahn GmbH ||&lt;br /&gt;
|-|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 704 ||M70/2 || ||Magnetbahn GmbH || ||im April 1984 auf der [[Hannover-Messe]] ausgestellt&lt;br /&gt;
|-|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 706 ||M70/2 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1983 ||[[Messerschmitt-Bölkow-Blohm]] || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | Juni 1984 ||im Oktober 1986 zur Magnetbahn GmbH nach [[Starnberg]]&lt;br /&gt;
|-|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 01 ||M80/2 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1985/1986 ||[[Waggon Union]] || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | März 1987 ||ausgebrannt, Ende 1987 verschrottet&lt;br /&gt;
|-|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 02 ||M80/2 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1985/1986 ||Waggon Union || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | März 1987 ||bei Brand beschädigt, funktionslos wiederaufgebaut&lt;br /&gt;
|-|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 03 ||M80/2 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1986/1987 ||Waggon Union || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | Mai 1987 ||Totalschaden nach Unfall am Kemperplatz&lt;br /&gt;
|-|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 04 ||M80/2 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1986 ||Waggon Union || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | Mai 1987 ||Schaden nach Unfall am Kemperplatz, ab Juli 1989 wieder im Einsatz&lt;br /&gt;
|-|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 05 || || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1983 ||Magnetbahn GmbH || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | April 1984 ||Wartungsfahrzeug auf Rollen mit Dieselantrieb&lt;br /&gt;
|-|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 06 ||M80/2 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1988/1989 ||Waggon Union || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | Mai 1991 ||Ersatz für Wagen 02, erhalten beim [[Oldtimer Museum Rügen]]&lt;br /&gt;
|-|&lt;br /&gt;
| style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 07 ||M80/2 || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | 1988/1989 ||Waggon Union || style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot; | Oktober 1989 ||Ersatz für Wagen 01, ab 1995 Einsatz in Braunschweig&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Technische Daten (Auswahl) ==&lt;br /&gt;
[[Datei:M-Bahn Berlijn 1990 7.jpg|mini|Innenaufnahme der M-Bahn]]&lt;br /&gt;
* Typenbezeichnung eines Wagens: M 80&lt;br /&gt;
* Eigengewicht eines Wagens: 10 Tonnen&lt;br /&gt;
* Anzahl der Fahrgäste pro Wagen: 80&lt;br /&gt;
* Höchstgeschwindigkeit für den Einsatz in Berlin: 80&amp;amp;nbsp;km/h&lt;br /&gt;
* führerloser Betrieb&lt;br /&gt;
* gefahrene Kilometer auf der Berliner Teststrecke: mehr als 100.000&amp;amp;nbsp;km bis Ende 1989&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
Im Film &amp;#039;&amp;#039;[[Der Himmel über Berlin]]&amp;#039;&amp;#039; von [[Wim Wenders]] ist das Streckenstück der M-Bahn zwischen der Endstation Kemperplatz (in der Nähe des [[Potsdamer Platz]]es) und dem alten Streckenteil der früheren U-Bahn zum Gleisdreieck im Hintergrund zu sehen – und auch, wie auf dem Fahrweg Menschen gehen (ab Minute 41).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[ZDF]]-Fernsehserie &amp;#039;&amp;#039;[[Die Spezialisten – Im Namen der Opfer|Die Spezialisten]]&amp;#039;&amp;#039; (Staffel 1, Folge 1) wird die Magnetbahn thematisiert sowie ihr Verlauf auf einem Stadtplan von 1990 gezeigt (ab Minute 22).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Flyer &amp;#039;&amp;#039;M-Bahn – Neue Dimension im öffentlichen Nahverkehr&amp;#039;&amp;#039;. Magnetbahn GmbH, Projekt Berlin, 1989&lt;br /&gt;
* Peter Neumann: [http://www.berliner-zeitung.de/archiv/niemand-hatte-eine-neue-aufgabe-fuer-die-m-bahn---mehr-als-hundert-millionen-mark-subventionen-verschlungen-berlins-mini-transrapid-kam-in-die-schrottpresse,10810590,9148366.html &amp;#039;&amp;#039;Berlins Mini-Transrapid kam in die Schrottpresse&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berliner Zeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 5. Juli 1996&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [http://www.berliner-verkehrsseiten.de/m-bahn/Geschichte/geschichte.html Die M-Bahn in Berlin – Eine Technologie mit langer Geschichte] bei: Berliner Verkehrsseiten, mit zahlreichen Fotos&lt;br /&gt;
* {{Webarchiv | url=http://de.geocities.com/dghubl/m-bahn.html | wayback=20070922111246 | text=Die Berliner M-Bahn}} bei dghubl&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Video-Dokumente&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=U9mF4FK2io0 Dokumentation: Die M-Bahn in Berlin] auf &amp;#039;&amp;#039;youtube.com&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [https://www.youtube.com/watch?v=PcaZcSGSReM M-Bahn Berlin April 1990] auf &amp;#039;&amp;#039;youtube.com&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mbahn}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schienenverkehr (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Berliner Verkehrsbetriebe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Öffentlicher Personennahverkehr (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Verkehrsgeschichte (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Technikgeschichte (Berlin)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Fahrerloser Transport]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Schienenfahrzeug mit Elektroantrieb]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Erbaut in den 1980er Jahren]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zerstört in den 1990er Jahren]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Emmridet</name></author>
	</entry>
</feed>