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	<title>Mühlenzwang - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-09T17:37:57Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=M%C3%BChlenzwang&amp;diff=414562&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;R2Dine: Einleitung, Kat.</title>
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		<updated>2024-01-28T09:18:48Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Einleitung, Kat.&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Weiterleitungshinweis|Bannmühle}}&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mühlenzwang&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Mühlenbann&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;Mahlzwang&amp;#039;&amp;#039; war ein im 12. Jahrhundert entstandenes grundherrliches Gewerbe[[bannrecht]]. Es sicherte den [[Grundherr]]en das alleinige Recht zum Bau und Betreiben einer [[Mühle]] zu ([[Mühlregal]]) und zwang die Bauern der anliegenden Gemeinden, dort ihr Getreide mahlen zu lassen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Hintergrund und Geschichte ==&lt;br /&gt;
[[Friedrich I. (HRR)|Friedrich Barbarossa]] erließ das Gesetz 1158. Der Mühlenzwang verpflichtete alle Untertanen eines Grundherrn, ihr [[Getreide]] ausschließlich in der Kameralmühle, Zwangmühle oder Bannmühle&amp;lt;ref name=&amp;quot;böhm2000&amp;quot; /&amp;gt; mahlen zu lassen und sicherte somit dem [[Müller (Berufsbezeichnung)|Müller]] das über Jahrhunderte gleichbleibende Mahlgeld, das ihm von den Bauern für die Nutzung der Mühle zu entrichten war.&amp;lt;ref name=&amp;quot;böhm2000&amp;quot;&amp;gt;Böhm (2000), S. 8.&amp;lt;/ref&amp;gt; Verstöße gegen das Bannrecht wurden mit Strafen belegt. Damit wurde ein [[Wettbewerb (Wirtschaft)|Wettbewerb]] zwischen den Mühlen verhindert. Davon hatten allerdings viele Mühlenbetreiber nur wenig, da die Abgaben für das [[Regalien|Regallehn]] an den Grundherrn häufig sehr hoch waren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Mühlenzwang wird in der rechtshistorischen Literatur häufig so behandelt, als hätte es ihn im gesamten [[Heiliges Römisches Reich|Heiligen Römischen Reich]] oder sogar darüber hinaus verbindlich gegeben. Das ist jedoch keineswegs der Fall. Häufig wurden Gesetze, die Mühlen betrafen, erst mit der Einführung des [[Rezeption des römischen Rechts|römischen Rechts]] erlassen. Solche Vorschriften standen regelmäßig in Zusammenhang mit einer obrigkeitlich gewollten und geplanten [[Wirtschaftspolitik]], die häufig jedoch erst im 18. Jahrhundert oder noch später einsetzte (Amtsmühle). Ein Beispiel ist der im Kurfürstentum Sachsen im Jahre 1766 eingeführte [[Mahlgroschen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im beginnenden 19. Jahrhundert wurde mit Einführung der [[Gewerbefreiheit]] durch die [[Preußische Reformen|Stein-Hardenbergschen Reformen]] 1810 in [[Preußen]] und bis 1866 im gesamten deutschen Gebiet dieses Bannrecht abgeschafft.&amp;lt;ref name=&amp;quot;böhm2000&amp;quot; /&amp;gt; In [[Kaisertum Österreich|Österreich]] wurde der Mühlenbann bereits unter [[Joseph II.]] 1789 abgeschafft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=zgVCAAAAcAAJ&amp;amp;pg=PA297&amp;amp;lpg=PA297&amp;amp;dq=m%C3%BChlenzwang++Joseph+II.+1789&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=uEt7lcpkl4&amp;amp;sig=1yN_RX4r8_nvrr1mncHXjxBZ-2E&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=5zgRUrTdDM-LhQe67IDwCg#v=onepage&amp;amp;q=m%C3%BChlenzwang%20%20Joseph%20II.%201789&amp;amp;f=false Archiv für die neueste Gesetzgebung aller deutschen Staaten, Band 2 von Alexander Müller] bei &amp;#039;&amp;#039;google.books&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ähnliche Rechtsinstitute ==&lt;br /&gt;
* Der [[Anfailzwang]] räumte dem Grundherrn ein Vorkaufsrecht für Produkte seiner Bauern ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Jutta Böhm: &amp;#039;&amp;#039;Mühlen-Radwanderung. Routen: Kleinziegenfelder Tal und Bärental&amp;#039;&amp;#039;, Umweltstation Weismain des Landkreises Lichtenfels, Weismain/Lichtenfels (Landkreis Lichtenfels), 2000, 52 S. (zahlr. Ill., Kt.)&lt;br /&gt;
* [https://drw-www.adw.uni-heidelberg.de/drw-cgi/zeige?index=lemmata&amp;amp;term=Muehlzwang&amp;amp;bd9_953=F Artikel „Mühlzwang“] im [[Deutsches Rechtswörterbuch|Deutschen Rechtswörterbuch]]&lt;br /&gt;
* Daniel Schneider: &amp;#039;&amp;#039;Das Mühlengewerbe in der Grafschaft Sayn-Altenkirchen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Heimat-Jahrbuch des Kreises Altenkirchen 59.&amp;#039;&amp;#039; (2016), S. 219–237 (mit Erklärung der Entwicklung des Mühlenzwangs).&lt;br /&gt;
* Sabine Stürmer: &amp;#039;&amp;#039;Mühlenrecht im Herzogtum Pfalz-Zweibrücken während des 18. Jahrhunderts: ein Beitrag zum Wirtschaftsrecht eines deutschen Kleinstaates im alten Reich.&amp;#039;&amp;#039; ISBN 3-631-32322-0, Peter Lang Verlag, Frankfurt 1998, Bd. 173 „Rechtshistorische Reihe“.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=7782847-1}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Muhlenrecht}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lehnswesen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mühlenrecht]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Friedrich I. (HRR)]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;R2Dine</name></author>
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