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	<title>Mörtel - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-07T13:39:22Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=M%C3%B6rtel&amp;diff=47888&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Frank Winkelmann: /* Verwendung */</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=M%C3%B6rtel&amp;diff=47888&amp;oldid=prev"/>
		<updated>2026-02-19T18:49:04Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Verwendung&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Begriffsklärungshinweis}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Three old bricks held together with mortar.jpg|mini|hochkant=1.6|Erhärteter Mauermörtel in Sichtmauerwerk]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mörtel&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (von lat. &amp;#039;&amp;#039;mortarium&amp;#039;&amp;#039; „Mörser“, „Mörtelgefäß“; regional auch &amp;#039;&amp;#039;der Speis&amp;#039;&amp;#039;) ist ein [[Baustoff]] mit vielfachen Verwendungen. Die häufigsten Anwendungen sind [[Mauermörtel]], [[Estrich]]mörtel sowie [[Putz (Bauteil)|Putzmörtel]] für [[Wand (Bauteil)|Wände]] und [[Decke (Bauteil)|Decken]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditioneller Mörtel wird aus [[Gesteinskörnung]] mit höchstens 4&amp;amp;nbsp;bzw. 8 mm Korngröße, [[Zugabewasser]] und einem [[Bindemittel]] wie [[Lehmmörtel|Lehm]], [[Baukalk|Kalk]] oder [[Zement]] angemischt. Fertigmischungen enthalten verschiedene [[Betonzusatzstoffe|Zusatzstoffe]] und [[Betonzusatzmittel|-mittel]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Dietmar Grütze |Titel=Bau-Lexikon |Verlag=Carl Hanser Verlag |Ort=München |Datum=2007 |ISBN=3-446-40472-4 |Seiten=181}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Der [[Wasserfeststoffwert]] bezeichnet die Wassermenge, die einem Werkmörtel (Trockenmörtel) zugegeben werden muss.&lt;br /&gt;
Moderne Mörtel können auch ausschließlich [[Kunstharz]]e als Bindemittel enthalten und werden dann nicht mit Wasser angemischt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Traditionelle Mörtel werden meist auf saugfähige Baustoffe aufgetragen, an welche sie Wasser abgeben. Unter anderem dadurch kommt es nach dem Auftrag zu einem ersten &amp;#039;&amp;#039;Ansteifen&amp;#039;&amp;#039; des Mörtels. Die chemische Verfestigung des Mörtels wird als &amp;#039;&amp;#039;Abbinden&amp;#039;&amp;#039; und insbesondere bei Beton auch als [[Erstarren (Baustoff)|&amp;#039;&amp;#039;Erstarren&amp;#039;&amp;#039;]] bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung von Mörtel fällt in die Zeit der Antike. Die Römer entwickelten den Baustoff &amp;#039;&amp;#039;[[opus caementitium]]&amp;#039;&amp;#039;, ein Gemisch aus Bruchstein oder Ziegelschrot (&amp;#039;&amp;#039;Caementum&amp;#039;&amp;#039;; vgl. „[[Zement]]“), Bindemittel &amp;#039;&amp;#039;(Mortar)&amp;#039;&amp;#039; und Wasser, um eine Art künstlichen Stein herzustellen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Fritz Scheidegger |Titel=Aus der Geschichte der Bautechnik |Verlag=Birkhäuser |Ort=Basel |Datum=1994 |ISBN=3-7643-5069-5 |Seiten=75}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;#039;&amp;#039;Opus caementitium&amp;#039;&amp;#039; wird heute als Vorläufer des [[Beton]]s betrachtet, aber auch der heutige Mörtel hat sich aus diesem antiken Baustoff entwickelt. Im Unterschied zum Beton sind die verwendeten Gesteinskörnungen feiner, eine Zugabe von größeren Bruchsteinen fehlt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwendung ==&lt;br /&gt;
Nach seiner Funktion oder Verwendung unterscheidet man:&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=A. Beuth und M. Beuth |Titel=Lexikon Bauwesen |Verlag=Deutsche Verlags-Anstalt |Ort=München |Datum=2001 |ISBN=3-421-03242-4 |Seiten=108}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* [[Mauermörtel]] zur Herstellung von [[Mauerwerk]]&lt;br /&gt;
* [[Putzmörtel]] zum [[Putz (Werkstoff)|Verputzen]] von Wänden und Decken&lt;br /&gt;
* [[#Brandschutzmörtel|Brandschutzmörtel]] für [[Feuerwiderstand|feuerbeständige]] Abschottungen&lt;br /&gt;
* [[Kunstharzmörtel]], bestehend aus [[Ungesättigte Polyesterharze|ungesättigtem Polyesterharz]], [[Methylmethacrylatklebstoff|Methacrylatharz]] oder [[Epoxidharz]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Hans-Gustav Olshausen |Titel=VDI-Lexikon Bauingenieurwesen |Verlag=Springer-Verlag |Ort=Berlin Heidelberg |Datum=1991 |ISBN=978-3-662-30425-9 |Seiten=652}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Fugenmörtel]] zum nachträglichen Ausfugen von [[Fliese]]n und Platten, [[Verblender]]n, [[Sichtmauerwerk]] und [[Pflaster (Belag)|Pflastersteinen]]&lt;br /&gt;
* [[Estrichmörtel]] bzw. Estrichbeton zur Herstellung eines [[Estrich]]s als [[Fußboden]] oder Grundlage für den Bodenbelag. [[Zementestrich]] ist ein [[Beton]], dessen Zuschlag auf einen Korndurchmesser von 4 bis 8 mm begrenzt ist.&lt;br /&gt;
* [[Vergussmörtel]] bzw. Gießmörtel zum Vergießen von [[Anker (Geotechnik)|Verankerungen]], Löchern und Spalten&lt;br /&gt;
* [[Quellmörtel]] zum [[Formschluss|form-]] bzw. kraftschlüssigen Verfüllen, Ausstopfen und Ausmauern von Hohlräumen bzw. zum Untermauern von Bauteilen&lt;br /&gt;
* [[Injektionsmörtel]] zum Verfüllen von Rissen&lt;br /&gt;
* Ausgleichsmassen zum Nivellieren von Höhenunterschieden und Unebenheiten&lt;br /&gt;
* Wassermörtel mit hohem Widerstand gegenüber aggressiven Wässern und Aushärtung unter Wasser&lt;br /&gt;
* mineralische [[Dichtschlämme]] zum Abdichten von Böden und Wänden&lt;br /&gt;
* [[Wärmedämmmörtel]] zur [[Wärmedämmung]]&lt;br /&gt;
* [[Klebemörtel]]&lt;br /&gt;
** zementhaltig zur Befestigung von Verkleidungselementen wie [[Keramikfliese]]n oder Natursteinplatten, siehe [[Fliesenkleber]]&lt;br /&gt;
** [[gips]]haltiger Ansetzmörtel zum Befestigen von Trockenbauplatten an Mauerwerk&lt;br /&gt;
** Armierungsmörtel ([[Klebe- und Armierungsmörtel]]) zum Einbetten von [[Armierungsgewebe]]&lt;br /&gt;
* Reparatur- und Dichtungsmörtel&lt;br /&gt;
* Beschichtungsmörtel oder Korrosionsschutzmörtel mit Zement und Kunstharzen, etwa zum Beschichten von freiliegender Bewehrung bei der Instandsetzung von Stahlbeton sowie der Auskleidung von Stahlrohren als [[Korrosionsschutz]] gegenüber aggressiven Medien.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;#039;&amp;#039;Mannesmann Forschungsberichte, Nr. 770/1978 von B. Heinrich, H. Hildebrand, M. Schulze, W. Schenk&amp;#039;&amp;#039;, in: 3R international, 17. Jg., Heft 7, Juli 1978, S. 448–459.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Bestandteile ==&lt;br /&gt;
Nahezu jeder Mörtel enthält Füllmittel, welche die Druckfestigkeit erhöhen, das [[Schwinden (Beton)|Schwinden]] reduzieren und das Volumen erhöhen.&lt;br /&gt;
Füllmittel werden traditionell auch als &amp;#039;&amp;#039;[[Zuschlagstoff|Zuschlag]]&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Mineralische Füllmittel heißen &amp;#039;&amp;#039;[[Gesteinskörnung]]&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bindemittel]] verfestigen das Bindemittel und füllen gegebenenfalls die Hohlräume des [[Haufwerk]]s aus.&lt;br /&gt;
Nur wenige Bindemittel können wie [[Baugips|Gips]] auch ganz ohne Zuschläge bzw. Gesteinskörnung verwendet werden, da sie beim Abbinden kaum schwinden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Vielzahl von [[Betonzusatzstoffe|Zusatzstoffen]] und [[Betonzusatzmittel|Zusatzmitteln]] beeinflussen die Eigenschaften des Mörtels.&lt;br /&gt;
In der Regel soll der Mörtel nach dem Anmischen lange verarbeitbar bleiben, aber nach dem Auftrag ausreichend schnell ansteifen und aushärten. ([[Grünstandfestigkeit]] bezeichnet die Eigenschaft von Beton, sein eigenes Gewicht tragen zu können.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Gesteinskörnung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Cementmortar1.jpg|mini|hochkant=1.6|Terrassenplatten in Mörtel mit Feinkies als [[Gesteinskörnung]]]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Gesteinskörnung}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Gesteinskörnung (früher häufig als &amp;#039;&amp;#039;Zuschlag&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet) im Mörtel wird in der Regel Sand bis 4 mm Korngröße verwendet. Estrichmörtel sowie grobem [[Spritzputz]] wird auch Feinkies mit Größtkorn bis 8 mm beigegeben. Traditionell wurden [[Putzmörtel]] mit unterschiedlichen tierischen oder pflanzlichen Fasern bewehrt. Leicht- und Dämmmörtel enthalten auch Styroporkügelchen oder Holzspäne.&lt;br /&gt;
Zementmörtel unterscheidet sich neben dem Verwendungszweck überwiegend durch die geringere Korngröße von [[Beton]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bindemittel ===&lt;br /&gt;
Mörtel kann mit mineralischen Bindemitteln wie [[Baukalk|Kalk]], [[Zement]], [[Gips]], [[Anhydrit]], [[Magnesit]], [[Mischbinder]] sowie [[Putz- und Mauerbinder]] oder mit organischen Bindemitteln (dispergierte [[Kunstharz]]e) hergestellt werden. [[Puzzolan]]e unterstützen als &amp;#039;&amp;#039;Hydraulefaktoren&amp;#039;&amp;#039; die Beständigkeit. [[Lehm]] ist das einzige Bindemittel, welches nicht chemisch &amp;#039;&amp;#039;abbindet&amp;#039;&amp;#039; und so immer wieder verwendbar ist, ohne dass sich seine Eigenschaften ändern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Bindemittel verfestigt sich entweder durch Trocknung wie Lehm oder durch chemische Vorgänge:&lt;br /&gt;
* Im &amp;#039;&amp;#039;Luftmörtel&amp;#039;&amp;#039; erhärtet das Bindemittel durch den Zutritt von Luft bzw. [[Kohlenstoffdioxid]].&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Wassermörtel&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;[[hydraulischer Mörtel]]&amp;#039;&amp;#039; härtet auch unter Wasser aus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Richtlinien und Normen ==&lt;br /&gt;
=== EN 998 &amp;#039;&amp;#039;Festlegung für Mörtel im Mauerwerksbau&amp;#039;&amp;#039; ===&lt;br /&gt;
Die EN 998-1 gilt für im Werk hergestellte [[Putzmörtel]], die als Außenputz und als Innenputz für Wände, Decken, Pfeiler und Trennwände verwendet werden. Sie enthält Definitionen und Leistungsanforderungen. Sie unterscheidet nach Herstellungskonzept, Herstellungsart und Art der Eigenschaften und/oder Verwendungszweck.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Titel=DIN EN 998-1 |Verlag=Beuth Verlag |Datum=2017-02 |Seiten=6-7}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die EN 998-2 gilt für [[Mauermörtel]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== EN 998-1 &amp;#039;&amp;#039;Putzmörtel – Einteilung nach Verwendungszweck&amp;#039;&amp;#039; ====&lt;br /&gt;
* Normalputzmörtel (GP)&lt;br /&gt;
* Leichtputzmörtel (LW)&lt;br /&gt;
* [[Edelputz]]mörtel (CR)&lt;br /&gt;
* Einlagenputzmörtel für außen (OC)&lt;br /&gt;
* [[Sanierputz]]mörtel (R)&lt;br /&gt;
* [[Wärmedämmputz]]mörtel (T)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Einteilung nach Herstellungsart ===&lt;br /&gt;
Einteilung nach DIN V 18580&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ks-maurerfibel.de/maurerfibel/3-maurermoertel/3-8-lieferformen-von-werkmoertel/ &amp;#039;&amp;#039;3.8 Lieferformen von Werkmörtel&amp;#039;&amp;#039;], Kalksandstein Maurerfibel. In: ks-maurerfibel.de&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* [[Werkmörtel]] (nach EN 998)&lt;br /&gt;
** [[Werk-Trockenmörtel]] – fertiges Gemisch aller trockenen Ausgangsstoffe in Silo oder Säcken. Auf der Baustelle darf nur noch Wasser zugemischt werden.&lt;br /&gt;
** [[Werk-Frischmörtel]] – gebrauchsfertiger Mörtel, der im [[Fahrmischer]] zur Baustelle geliefert und bis zur Verarbeitung meist in Mörtelkübel gefüllt wird. In der Regel 36 Stunden verarbeitbar. Auf der Baustelle darf kein Wasser mehr zugegeben werden.&lt;br /&gt;
* werkmäßig hergestellter Mörtel&lt;br /&gt;
** [[Werk-Vormörtel]] (überwiegend in Norddeutschland erhältlich) – Gemisch aus [[Gesteinskörnung]] (Zuschlag), [[Baukalk|Kalk]] und evtl. weiteren Zusätzen. Auf der Baustelle werden nach Herstellerangabe Zement und Wasser zugegeben.&lt;br /&gt;
** Mehrkammer-Silomörtel – In einem speziellen Silo mit getrennten Kammern gelieferte Mörtelausgangsstoffe, die einschließlich Anmachwasser maschinell dosiert und gemischt werden. Der Mischer ist häufig Bestandteil des Silos und liefert verarbeitungsfähigen Mörtel, dem auf der Baustelle nichts weiter zugesetzt werden darf.&lt;br /&gt;
* Baustellenmörtel (nach DIN 18580)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== DIN 18550 ===&lt;br /&gt;
Im September 2003&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.beuth.de/de/norm/din-en-998-1/264066986 |titel=DIN EN 998-1 Festlegungen für Mörtel im Mauerwerksbau - Teil 1: Putzmörtel Änderungsvermerk |abruf=2021-01-08 |hrsg=beuth.de |datum=2003-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden viele der Festlegungen aus der Reihe der ursprünglichen DIN 18550:1985 &amp;#039;&amp;#039;Festlegungen für Mörtel im Mauerwerksbau&amp;#039;&amp;#039; durch die europäischen Produktnormen EN 998 &amp;#039;&amp;#039;Teil 1: Putzmörtel&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.beuth.de/de/norm/din-en-998-1/264066986 |titel=DIN EN 998-1 Festlegungen für Mörtel im Mauerwerksbau – Teil 1: Putzmörtel |abruf=2021-01-08 |hrsg=beuth.de |datum=2017-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;Teil 2: Mauermörtel&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.beuth.de/de/norm/din-en-998-2/264066751 |titel=DIN EN 998-2 Festlegungen für Mörtel im Mauerwerksbau – Teil 2: Mauermörtel |abruf=2021-01-08 |hrsg=beuth.de |datum=2017-02}}&amp;lt;/ref&amp;gt; sowie die Normen EN 13914 für &amp;#039;&amp;#039;Planung, Zubereitung und Ausführung von Außen- und Innenputzen – Teil 1: Außenputze&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.beuth.de/de/norm/din-en-13914-1/240321140 |titel=DIN EN 13914-1 Planung, Zubereitung und Ausführung von Außen- und Innenputzen – Teil 1: Außenputze |abruf=2021-01-08 |hrsg=beuth.de |datum=2016-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; und &amp;#039;&amp;#039;Teil 2: Innenputze&amp;#039;&amp;#039;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.beuth.de/de/norm/din-en-13914-2/240321171 |titel=DIN EN 13914-2 Planung, Zubereitung und Ausführung von Außen- und Innenputzen – Teil 2: Innenputze |abruf=2021-01-08 |hrsg=beuth.de |datum=2016-09}}&amp;lt;/ref&amp;gt; ersetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Teile 1 und 2 der neuen DIN 18550 (Vornorm ab 2005, Neufassung ab 2014) legen zur Planung, Zubereitung und Ausführung von Außen- und Innenputzen Ergänzungen für den deutschen Markt fest.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.beuth.de/de/norm/din-18550-1/280063660 |titel=DIN 18550-1 Planung, Zubereitung und Ausführung von Außen- und Innenputzen – Teil 1: Ergänzende Festlegungen zu DIN EN 13914-1 |abruf=2021-01-08 |hrsg=beuth.de |datum=2018-01}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es handelt sich dabei also nun um „ergänzende Festlegungen“ zur DIN EN 13914-1 für &amp;#039;&amp;#039;Außenputze&amp;#039;&amp;#039; und DIN EN 13914-2 für &amp;#039;&amp;#039;Innenputze&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Mauermörtelgruppen nach der alten DIN 18550:1985 ====&lt;br /&gt;
* MG 1{{0|a}} – &amp;#039;&amp;#039;[[Kalkmörtel]]&amp;#039;&amp;#039;, Gemisch aus Sand und [[Gelöschter Kalk|gelöschtem Kalk]] ([[Sumpfkalk]], Fettkalk bzw. [[Kalkmilch]]); der gebrannte Kalk wird durch thermische Zersetzung von [[Calciumcarbonat]] hergestellt (siehe [[Technischer Kalkkreislauf]] und [[Kalkbrennen]]), bei Direktverarbeitung spricht man von &amp;#039;&amp;#039;[[Heißkalkmörtel]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* MG 2{{0|a}} – &amp;#039;&amp;#039;Kalkzement / hydraulischer Mörtel&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Kalkzementmörtel&amp;#039;&amp;#039; (Gemisch aus Sand, Kalk/[[Kalkhydrat]] und Zement)&lt;br /&gt;
* MG 2a – &amp;#039;&amp;#039;[[Kalkzementmörtel]]&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* MG 3{{0|a}} – &amp;#039;&amp;#039;[[Zementmörtel]]&amp;#039;&amp;#039; (Gemisch aus Sand und Zement)&lt;br /&gt;
* MG 3a – &amp;#039;&amp;#039;Zementmörtel&amp;#039;&amp;#039;, &amp;lt;math&amp;gt;f_{c}&amp;lt;/math&amp;gt; = 20 N/mm&amp;lt;sup&amp;gt;2&amp;lt;/sup&amp;gt;&lt;br /&gt;
* MG 4{{0|a}} – &amp;#039;&amp;#039;[[Gipsmörtel]]&amp;#039;&amp;#039; (Gemisch aus Sand und Gips)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Putzmörtelgruppen nach DIN 18550-1 und -2 ====&lt;br /&gt;
{{Siehe auch|Putz (Baustoff)}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Prüfverfahren für Mörtel für Mauerwerk ===&lt;br /&gt;
* EN 1015-2, &amp;#039;&amp;#039;Teil 2: Probenahme von Mörteln und Herstellung von Prüfmörteln&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* EN 1015-7, &amp;#039;&amp;#039;Teil 7: Bestimmung des Luftgehaltes von Frischmörtel&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* EN 1015-9, &amp;#039;&amp;#039;Teil 9: Bestimmung der Verarbeitbarkeitszeit und der Korrigierbarkeitszeit von Frischmörtel&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* EN 1015-10, &amp;#039;&amp;#039;Teil 10: Bestimmung der Trockenrohdichte von Festmörtel&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* EN 1015-11, &amp;#039;&amp;#039;Teil 11: Bestimmung der Biegezug und Druckfestigkeit von Festmörtel&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* EN 1015-12, &amp;#039;&amp;#039;Teil 12: Bestimmung der Haftfestigkeit von erhärteten Putzmörteln&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* EN 1015-18, &amp;#039;&amp;#039;Teil 18: Bestimmung der kapillaren Wasseraufnahme von erhärtetem Mörtel (Festmörtel)&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* EN 1015-19, &amp;#039;&amp;#039;Teil 19: Bestimmung der Wasserdampfdurchlässigkeit von Festmörteln aus Putzmörteln&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* EN 1015-21, &amp;#039;&amp;#039;Teil 21: Bestimmung der Verträglichkeit von Einlagenputzmörteln mit Untergründen&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Werkmörtel ==&lt;br /&gt;
Die DIN 18 557 regelt die Zulässigkeit bestimmter [[Additiv]]e und [[Bindemittel]] in Werkmörteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lieferform muss im Sortenverzeichnis auf dem Lieferschein angegeben werden:&lt;br /&gt;
* Art des Bindemittels und der Zuschläge&lt;br /&gt;
* die Zuordnung zu einer Mörtelgruppe gemäß DIN 1053 Teil 1 und Teil 2&lt;br /&gt;
* die Anwendungsrichtlinien gemäß DIN 18 550&lt;br /&gt;
* die Sortennummer&lt;br /&gt;
* die Wirkungsart der Zusatzmittel (Verzögerungszeiten etc.)&lt;br /&gt;
* zusätzliche Eigenschaften (z.&amp;amp;nbsp;B. wasserhemmend, wasserabweisend usw.)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Werktrockenmörtel}} Werk-Trockenmörtel ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Sopro auf Baustelle.jpg|mini|Werktrockenmörtel in Säcken auf einer Baustelle]]Werk-Trockenmörtel wird als trockene Mischung in Säcken, Eimern oder [[Wechselsilo]]s an die Baustelle geliefert und dort manuell oder mechanisch mit Wasser angemischt.&lt;br /&gt;
Manche Mörtelsilos enthalten bereits Mischwerke.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Trockenmörtel und [[Trockenbeton]] müssen im Gegensatz zu Frischmörtel und [[Transportbeton]] nicht sofort verarbeitet werden. Die Lagerfähigkeit beträgt drei bis zwölf Monate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkvormörtel ===&lt;br /&gt;
Werkvormörtel (auch &amp;#039;&amp;#039;Werk-Nassmörtel&amp;#039;&amp;#039; genannt) ist ein [[Luftkalk]]mörtel, der (überwiegend in Norddeutschland) von Transportbetonwerken und anderen Herstellern als sofort verwendungsfähige Mischung angeboten wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da hydraulische Mörtel wesentlich schneller abbinden, wird Werkvormörtel zunächst als Kalkmörtel der Mörtelgruppe I angeliefert. Dieser ist auf der Baustelle über mehrere Tage lagerfähig.&lt;br /&gt;
Unter Zugabe von Zement kann der Mörtel vor Ort in einen Mörtel der MG II oder MG IIa angemischt werden, wobei Menge und Art des Zements vom Hersteller des Werkvormörtel auf dem Lieferschein vorgegeben wird. Durch die Zugabe von zusätzlichem Wasser kann die für die Verarbeitung erforderliche Konsistenz &amp;#039;&amp;#039;(Geschmeidigkeit)&amp;#039;&amp;#039; eingestellt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Werkfrischmörtel ===&lt;br /&gt;
Werkfrischmörtel ist ein fertig angemischter Mörtel, der von Transportbetonwerken durch spezielle Fahrzeuge (ähnlich Transportbetonfahrzeugen) auf die Baustellen geliefert wird. Werkfrischmörteln werden Abbindeverzögerer beigemischt, wodurch sie bis zu 16 Stunden verarbeitbar bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== {{Anker|Mörtelarten}} Mörtel-Arten ==&lt;br /&gt;
Nur [[Gipsmörtel]] und manche Quellmörtel für spezielle Anwendungen vergrößern beim Abbinden ihr Volumen. Gips nimmt beim Abbinden generell um ca. 1 % zu und eignet sich somit gut zum nachträglichen Einmörteln von Bauteilen wie [[Installationsdose]]n und Mauerankern. Da [[Gips]] nicht feuchtebeständig ist, sollte er jedoch nur im Innenbereich und in dauerhaft trockenen Wänden eingesetzt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Quellmörtel|Stopfmörtel|Unterstopfmörtel}} Stopf- und Quellmörtel ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Quellmörtel&amp;#039;&amp;#039; werden traditionell eingesetzt, um Öffnungen in bestehenden Wänden kraftschlüssig zu schließen, etwa wenn in der Altbausanierung Mauersteine in bestehendes [[Mauerwerk]] eingesetzt werden sollen. Auch können Befestigungsmittel und andere Bauteile in bestehenden Wänden, Decken und anderen Bauteilen verankert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Unterstopf-&amp;#039;&amp;#039;, &amp;#039;&amp;#039;Stopfmörtel&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Quellmörtel&amp;#039;&amp;#039; werden heute auch eingesetzt, um eine Wand setzungsfrei und maßhaltig zu errichten. Im [[Holzbau]] werden sie dazu verwendet, um Unebenheiten zwischen Mauerwerk, Bodenplatten oder Kellerdecken und darauf aufgesetzten [[Fußschwelle]]n und [[Holztafelbau|Holztafel]]-Elementen auszugleichen, indem die horizontal ausgerichtete Schwelle mit dem Mörtel unterfüttert wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Notwendigkeit, Unterstopf- oder Quellmörtel als Standard und im Neubau einzusetzen, ist umstritten. In den meisten Fällen kann auch gewöhnlicher Kalk- oder Zementmörtel eingesetzt werden, ohne dass sich dadurch Ausführungsunterschiede ergäben. [[Setzung (Bauwesen)|Setzungsschäden]] entstehen in der Regel nicht durch die Verwendung von üblichem Kalk- und Zementmörtel (mit einem Schwindmaß von ca. 1 %), sondern durch Mängel in der Ausführung oder unzureichende [[Fundament]]ierung von historischen Gebäuden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bezeichnung Quellmörtel ist irreführend, da die meisten handelsüblichen zementhaltigen Quellmörtel nicht tatsächlich quellen, sondern lediglich mehr oder weniger [[Schwinden (Beton)|schwindfrei]] abbinden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.fachwerk.de/fachwerkhaus/wissen/moertel-quellmoertel-138843.html Diskussion] über nicht quellenden Quellmörtel im Fachwerk.de-Forum, abgerufen im Mai 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Eine Ausnahme scheint der Quellmörtel der Firma Baumit zu sein, in dessen {{Webarchiv |url=http://www.baumit-selbermachen.de/chameleon/outbox/public/a4e40121-3cce-cfa1-99c4-14d5d719b147/Quellmoertel_06-04-13.pdf |wayback=20150621063052 |text=Datenblatt}} eine Volumenvergrößerung von 10 % angegeben wird, abgerufen im Mai 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch schwindfreie &amp;#039;&amp;#039;Vergussmörtel&amp;#039;&amp;#039; werden teilweise unter der Bezeichnung &amp;#039;&amp;#039;Quellmörtel&amp;#039;&amp;#039; angeboten. Vergussmörtel sind in der Regel zu flüssig, um sie mit der Kelle verarbeiten zu können. Deswegen sollte zwischen gewöhnlichem und fließfähigen Quellmörtel unterschieden werden.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://bautagebuch-marcelundanja.blogspot.de/2013/01/quellmortel-und-der-wintereinbruch.html Bericht] über die Verwechslung von Quellmörtel und Vergußmörtel durch Baustoffhändler, privates Bautagebuch, abgerufen im Mai 2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== {{Anker|Verfüllmörtel|Vergußmörtel|Vergussmörtel}} Verfüll- und Injektionsmörtel ===&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Verfüllmörtel&amp;#039;&amp;#039; werden unter einer Vielzahl von Bezeichnungen angeboten, etwa &amp;#039;&amp;#039;Vergussmörtel&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Verpressmörtel&amp;#039;&amp;#039;, sowie jeweils auch in Kombination mit &amp;#039;&amp;#039;-Masse&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;-Suspension&amp;#039;&amp;#039; anstelle von &amp;#039;&amp;#039;-Mörtel&amp;#039;&amp;#039;. Verfüll-, Verguß- und Injektionsmörtel für größere Hohlräume werden meist zusätzlich als &amp;#039;&amp;#039;[[#Quellmörtel|Quellmörtel]]&amp;#039;&amp;#039; formuliert, um ein [[Schwinden (Beton)|Schwinden]] (Schrumpfen) während des Aushärtens zu vermeiden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Bohrloch|Bohrlöcher]] von [[Brunnenbohrung]]en oder [[Erdwärmesonde]]n werden nach dem Einführen der Verrohrung meist mit einer feinen Mörtelsuspension ausgefüllt, die neben Zement überwiegend [[Bentonit]] und teilweise [[Gesteinsmehl]] und [[Feinsand]] enthält.&amp;lt;ref&amp;gt;Andreas Ebert: &amp;#039;&amp;#039;Bericht «Hinterfüllbaustoffe von Erdwärmesonden» - Analyse und Statistik von Markt, Anforderungen, Merkmalen und Qualität der in der Schweiz eingesetzten Hinterfüllbaustoffe&amp;#039;&amp;#039; ([https://pubdb.bfe.admin.ch/de/publication/download/9463 PDF-Datei]), Schlussbericht, 1. April 2018, energieschweiz. In: https://pubdb.bfe.admin.ch&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== {{Anker|Injektionsmörtel|Einpressmörtel|Verpressmörtel}} Verpress- und Injektionsmörtel ====&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Injektionsmörtel&amp;#039;&amp;#039; werden auch als &amp;#039;&amp;#039;Verpressmörtel&amp;#039;&amp;#039; und &amp;#039;&amp;#039;Einpressmörtel&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet. Sie werden in der Bauwerks- und Denkmalsanierung eingesetzt, um bestehende Wände durch Mauerwerksinjektion zu ertüchtigen oder zum Zweck der [[Mauerwerkstrockenlegung]] wasserundurchlässiger zu machen. Sie werden häufig mit einer [[Membranpumpe]] durch in die Wand eingesetzte „[[Packer (Bohrung)|Packer]]“ (Röhrchen mit Dichtung und Anschlussnippel) in die Hohlräume zwischen den Steinen gepresst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Herstellung von [[Spannbeton]] dient Einpressmörtel zum Verfüllen der Hüllwellrohre, in denen die [[Spannstahl|Spanndrähte]] oder Litzen verlegt sind.&lt;br /&gt;
Die unter hohen Zugspannungen stehenden Spannglieder sind [[korrosion]]sempfindlich und müssen komplett vom Einpressmörtel umschlossen sein.&amp;lt;ref&amp;gt;Walter Albrecht, Hermann Schmidt: &amp;#039;&amp;#039;Versuche mit Einpressmörtel für [[Spannbeton]]&amp;#039;&amp;#039;, Beuth Verlag, 1960, ISBN 3-410-65342-2&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Injektionsmörtel enthalten unterschiedliche [[Bindemittel]]&lt;br /&gt;
* [[Zement]] oder andere hydraulische Bindemittel&lt;br /&gt;
* [[Kieselsäureester]]&lt;br /&gt;
* [[Baukalk|Kalk]], häufig in [[kolloid]]aler Form&lt;br /&gt;
* Kunstharze, die sehr gut haften, aber kaum feuchtigkeits- und dampfdurchlässig sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mineralische Injektionsmörtel enthalten Hilfsmittel, die den Mörtel pump- und fließfähig machen sowie [[Dispergiermittel]] wie [[Bentonit]] und [[Zellulose]], welche die [[Suspension (Chemie)|Suspension]] stabilisieren, indem sie das Absetzen der festen Bestandteile verzögern.&lt;br /&gt;
Auch die Anmischung im [[Kolloid]]mischer verbessert die Eigenschaften der Suspension.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Füll- bzw. [[Zuschlagstoff]]e werden neben [[Bentonit]] auch [[Gesteinsmehl]]e und [[Feinsand]]e eingesetzt, teilweise auch quellfähige [[Tonmineral]]e (Dreischichtsilikate der [[Smektit]]-Gruppe wie [[Montmorillonit]], Zweischichtsilikate wie [[Halloysit]] oder sogenannte &amp;#039;&amp;#039;Mixed-layer Minerale&amp;#039;&amp;#039;, aus verschiedenen Schichtsilikaten).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fertigmischungen als Einpresshilfe werden unter Handelsnamen wie &amp;#039;&amp;#039;Daragrout&amp;#039;&amp;#039; (früher &amp;#039;&amp;#039;Tricosal&amp;#039;&amp;#039;) angeboten. Sie verbessern das Fließvermögen und zögern das Erstarren hinaus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Handhabung zu verbessern und Druckfestigkeit, Dichte und Elastizität des Injektionsmörtels besser an die vorhandenen Baumaterialien anzupassen, werden neuerdings Injektionsschaummörtel verwendet.&amp;lt;ref&amp;gt;Sylvia Stürmer: &amp;#039;&amp;#039;Injektionsschaummörtel für die Sanierung historischen Mauerwerkes unter besonderer Berücksichtigung bauschädlicher Salze&amp;#039;&amp;#039;. 1997, {{URN|nbn:de:gbv:wim2-20040311-761}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Kanal- und Schachtbaumörtel ===&lt;br /&gt;
Diese Mörtelart ist für die hohen Anforderungen bei Kanal-, Schacht- und Sielarbeiten notwendig und wird mit hochwertigen Bindemitteln und mineralischen Zuschlagstoffen der Mörtelgruppe III vergütet. Einsetzbar ist er aber auch für alle anderen Mauer- und Putzarbeiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dachdeckermörtel ===&lt;br /&gt;
[[Dachdecker]] verwenden teilweise spezielle Kalkzementmörtel zum Verlegen von Grat-, Ortgang- und Traufziegeln sowie zum Anschluss der Dachdeckung an aufgehende Wände. Auch [[Dachfirst|Firstziegel]] wurden früher häufig in Mörtel verlegt, soweit unterhalb der Ziegel kein Luftaustritt erforderlich war (Lüfterfirst beim [[Kaltdach]]). Alternativ werden exponierte Ziegel durch Edelstahl-Klammern, Draht, Nägel oder Schrauben befestigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Dachdeckermörtel gehört zur Mörtelgruppe II. Er muss gut haften und darf nicht zu starr aushärten, um trotz wechselnder Feuchte- und Temperaturbelastung nicht zu reißen. Dachdeckermörteln werden häufig alkalibeständige Fasern zugesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Brandschutzmörtel ===&lt;br /&gt;
{{Belege}}&lt;br /&gt;
[[Datei:Ulc prueflingsaufbau.jpg|mini|Aufbau eines Prüfkörpers für eine [[Brandprüfung]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brandschutzmörtel sind in Deutschland zulassungspflichtig durch das [[Deutsches Institut für Bautechnik|Deutsche Institut für Bautechnik]]. Es handelt sich um besondere Baustoffe, die einer bauamtlichen Fremdüberwachung unterzogen werden, weil sie zur Herstellung von Ab[[schott]]ungen benutzt werden, die nachweislich eine bestimmte [[Feuerwiderstandsklasse]] aufweisen müssen. Das Brandschutzgewerk ist ein Teil des „WKSB“ (Wärme-, Kälte-, [[Schallschutz|Schall-]] und [[Brandschutz]]), also des Isolierungshandwerkes. Die einschlägigen Branchenverbände hierfür sind in Deutschland die Gütegemeinschaft Brandschutz im Ausbau und in den USA und Kanada die &amp;#039;&amp;#039;Firestop Contractors International Association&amp;#039;&amp;#039; und der &amp;#039;&amp;#039;International Firestop Council&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brandschutzmörtel enthalten meist [[Baugips|Gips]], [[Baukalk|Kalk]] oder [[Zement]] als Bindemittel. Gips gibt beim Erhitzen [[Kristallwasser]] ab und kühlt dadurch das Bauteil. Brandschutzmörtel mit steif aushärtenden Bindemitteln wie Zement enthalten meist leichte Füllstoffe wie [[Perlite]], [[Vermiculite]] und Fasern. [[Leichtzuschlag|Leichtzuschläge]] begrenzen die durch [[Wärmedehnung]] auftretenden Materialspannungen und vermeiden die Rissbildung im Mörtel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Brandschutzmassen, die zum elastischen Verfüllen von Fugen und [[Brandschutzschott]]s gedacht sind, werden meist nicht als Brandschutzmörtel bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Grobkornmörtel ===&lt;br /&gt;
Grobkornmörtel sind Mörtel ohne Feinanteile in der Gesteinskörnung. Viele dieser Mörtel sind drainagefähig. Sie finden unter anderem Anwendung in der Dickbettverlegung im Innen- und Außenbereich.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.euro-fen.de/wp-content/uploads/2025/02/euroFEN%20Merkblaetter%202025%20MBGrobkorn%20v03-WEB.pdf euroFEN Merkblatt Nr. 5 „Grobkornmörtel Verlegung von Natur- und Betonwerkstein sowie keramischen Fliesen und Platten auf Grobkornmörtel“, Stand Dezember 2024]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mortar (masonry)|Mörtel}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary}}&lt;br /&gt;
* [https://www.atlas-alltagssprache.de/r8-f2b-2/?child=runde Atlas zur deutschen Alltagssprache: Mörtel]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4131237-5}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mortel}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Bindemittel für Feststoffe]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mörtel| ]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Frank Winkelmann</name></author>
	</entry>
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