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	<title>Möhra - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-08T05:34:44Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=M%C3%B6hra&amp;diff=1068926&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Magipulus: BKS-Link korrigiert</title>
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		<updated>2026-03-02T20:34:37Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;BKS-Link korrigiert&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;{{Infobox Ortsteil einer Gemeinde in Deutschland&lt;br /&gt;
| Ortsteil                = &lt;br /&gt;
| Alternativname          = &lt;br /&gt;
| Gemeindeart             = Stadt&lt;br /&gt;
| Gemeindename            = Bad Salzungen&lt;br /&gt;
| Alternativanzeige-Gemeindename = &lt;br /&gt;
| Ortswappen              = Wappen Moehra.png&lt;br /&gt;
| Ortswappen-Beschreibung = &lt;br /&gt;
| Breitengrad             = 50/51/39.41/N&lt;br /&gt;
| Längengrad              = 10/15/19.76/E&lt;br /&gt;
| Nebenbox                = &lt;br /&gt;
| Bundesland              = DE-TH&lt;br /&gt;
| Höhe-Präfix             = &lt;br /&gt;
| Höhe                    = 292 &amp;lt;!-- Quelle: Geodatenzentrum --&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Höhe-von                = 270&lt;br /&gt;
| Höhe-bis                = 300&lt;br /&gt;
| Fläche                  = 11.25&lt;br /&gt;
| Fläche-Quelle           = &amp;lt;ref name=&amp;quot;Gindex&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://geoindex.io/gemarkungen/161652 |titel=Gemarkung Möhra, Stadt Bad Salzungen |werk=GEOindex |abruf=2025-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Einwohner               = 520&lt;br /&gt;
| Einwohner-ca            = 1&lt;br /&gt;
| Einwohner-Stand-Datum   = 2022-05-15&lt;br /&gt;
| Einwohner-Quelle        = &amp;amp;nbsp;[[Wohnsitz (Deutschland)|HW]]&amp;lt;ref name=&amp;quot;EZ2022&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.citypopulation.de/de/germany/settlements/thuringen/ |titel=Bad Salzunden-Möhra |titelerg=(Aus 100 Meter-Gitter sowie Geometrien für &amp;quot;Ortslagen&amp;quot; berechnet) |werk=www.citypopulation.de - Population Statistics |hrsg=Online-Dienst für Statistiken |abruf=2025-11}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
| Eingemeindungsdatum     = 1994-11-04&lt;br /&gt;
| Eingemeindet-nach       = [[Moorgrund]]&lt;br /&gt;
| Postleitzahl1           = 36433&lt;br /&gt;
| Postleitzahl2           = &lt;br /&gt;
| Vorwahl1                = 03695&lt;br /&gt;
| Vorwahl2                = &lt;br /&gt;
| Lagekarte               = Bad Salzungen Ortsteile.svg&lt;br /&gt;
| Lagekarte-Beschreibung  = Möhra im Bad Salzunger Stadtgebiet&lt;br /&gt;
| Poskarte                = &lt;br /&gt;
| Bild                    = WAK MÖHRA LUTHER DKM.jpg&lt;br /&gt;
| Bild-Beschreibung       = In der Ortsmitte&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Möhra&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist ein Ortsteil der Kreisstadt [[Bad Salzungen]] im [[Wartburgkreis]] ([[Thüringen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Das Dorf Möhra wurde erstmals im Jahr 1257 urkundlich erwähnt:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Zitat|Text=Im Namen der Heiligen und der unteilbaren [[Dreifaltigkeit]]. Da die menschliche Erinnerung vergänglich und schwach ist und das Vergessen Schaden bewirken kann, sei ihr durch ein schriftliches Zeugnis Dauerhaftigkeit verliehen. Den Gegenwärtigen und Zukünftigen werde also zur Kenntnis gebracht, dass aus Liebe und besonderer Gunst wir, Heinrich von Frankenstein ([[Burg Frankenstein (Bad Salzungen)|Burg Frankenstein]]), auf den Rat unseres Vaters, der edlen Herrn Ludwig, und in Übereinstimmung mit der Rechtslage, dem Kloster von Kreuzberg, in dem unsere Tochter aufgenommen und daheim ist, die Vogtei über dem Gut Thalhausen und zehn Talente reines Wachs, die uns von Rapoldis und Drakenhuve gezahlt wurden, übergeben, und wir machen öffentlich bekannt, dass wir dem Kloster in Kreuzberg ([[Kloster Kreuzberg]] in der Rhön) den unbeschränkten und freien Rechtsspruch auf den Besitz überlassen und das diese Tatsache auf der vorliegenden Urkunde bestätigt wird durch das Siegel unseres Vaters Ludewig und durch unser Siegel. Unsere Zeugen dieser Festlegung sind: Reinhardus von Salzhungen ([[Bad Salzungen]]), die Brüder Rupertus und Conradus von Willebrectherode ([[Wildprechtroda]]), Bertholdus von [[Leimbach (Wartburgkreis)|Leimbach]], Conradus von More (Möhra) und andere ebenso ehrenhafte Personen. Aktenkundig gemacht im Jahre der Fleischwerdung des Herrn 1257. Ysinwalt von Volcershusen ([[Völkershausen (Vacha)|Völkershausen]]), Ekkehardus von Creinberc ([[Krayenburg]]), Boto Marscalus, Geracus von Cralocke ([[Kranlucken]]), Hartunc von Borsa ([[Borsch]]).&amp;lt;ref&amp;gt;Hessisches Staatsarchiv Marburg&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Wilke: Ortschronist von Möhra&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Ortsgeschichte Möhra ===&lt;br /&gt;
Der Ort war ursprünglich im Besitz des [[Kloster Hersfeld|Klosters Hersfeld]]. Die [[Frankenstein (fränkisches Adelsgeschlecht)|Herren von Frankenstein]], deren Stammsitz die [[Burg Frankenstein (Bad Salzungen)|Burg Frankenstein]] war, erhielten vom Kloster das Gebiet zur Verwaltung übertragen. 1330 kam Möhra an die [[Henneberg (Adelsgeschlecht)|Grafen von Henneberg]] und von diesen 1353 an das [[Haus Wettin]]. 1680 kam Möhra mit dem [[Amt Salzungen]] an das [[Herzogtum Sachsen-Meiningen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1994 schloss sich Möhra mit weiteren Gemeinden zur Gemeinde [[Moorgrund]] zusammen.&amp;lt;ref&amp;gt;Thüringer Verordnung über die Auflösung und Zusammenlegung der Gemeinden Moorgrund, Möhra und Kupfersuhl vom 7. Oktober 1994 (GVBl S. 1169)&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.destatis.de/DE/Themen/Laender-Regionen/Regionales/Gemeindeverzeichnis/Namens-Grenz-Aenderung/1994.html StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahr 2007 wurde die 750-Jahr-Feier begangen.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.moehra.de/m750menu.html |titel=750-Jahr-Feier im Lutherstammort Möhra |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20071008043858/http://www.moehra.de/m750menu.html |archiv-datum=2007-10-08 |abruf=2013-03-26}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 1. Dezember 2020 wurde die Gemeinde Moorgrund inklusive des Ortsteils Möhra nach Bad Salzungen eingemeindet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.parldok.thueringen.de/ParlDok/dokument/70441/thueringer_gesetz_zur_freiwilligen_neugliederung_kreisangehoeriger_gemeinden_im_jahr_2019_und_zur_anpassung_gerichtsorganisatorischer_vorschriften_vor.pdf Zweites Thüringer Gesetz zur freiwilligen Neugliederung kreisangehöriger Gemeinden im Jahr 2019], aufgerufen am 1. Dezember 2020&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Möhra als Lutherstammsitz ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Hans and Magrethe Luther.jpg|mini|Luthers Eltern, Hans und Margarethe Luther von [[Lucas Cranach der Ältere|Lucas Cranach d.&amp;amp;nbsp;Ä.]]]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Lucas Cranach (I) workshop - Martin Luther (Uffizi).jpg|mini|hochkant|Martin Luther, Porträt von [[Lucas Cranach der Ältere|Lucas Cranach d.&amp;amp;nbsp;Ä.]]]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möhra gilt als der thüringische Stammort der Familie von [[Martin Luther]], die Familiensippe ist seit dem 14. Jahrhundert dort nachweisbar. Luthers Eltern waren der Bauer, Bergmann, Mineneigner und spätere Ratsherr [[Hans Luder (Hüttenmeister)|Hans]] (1459–1530), der aus Möhra stammte, und dessen Ehefrau Margarethe, geb. Lindemann (1459–1531), geboren in [[Neustadt an der Saale]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Familie führte ihren Nachnamen in unterschiedlichen Varianten: &amp;#039;&amp;#039;Lüder, Luder, Loder, Ludher, Lotter, Lutter&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;Lauther&amp;#039;&amp;#039;.&lt;br /&gt;
Martin Luther wählte seine Nachnamensform etwa 1512. Er leitete sie vom Herzog [[Leuthari II.]] oder vom griechischen Wort &amp;#039;&amp;#039;ἐλεύθερος&amp;#039;&amp;#039; (frei) ab und benutzte vorübergehend die daraus abgeleitete Form „Eleutherios“ (der Freie).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der Möhraer Flur lag ein Gehöft &amp;#039;&amp;#039;Hof–Luter&amp;#039;&amp;#039; auch Lutera genannt, und ein zweites mit Namen &amp;#039;&amp;#039;Luterbach&amp;#039;&amp;#039;. Heinz Luther besaß diesen Hof noch 1527, ein späterer Heinz Luther kommt in den Erbregistern des Amtes Salzungen als Besitzer der alten &amp;#039;&amp;#039;Teichmühle&amp;#039;&amp;#039; vor.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Luther und seine Frau Margarethe, geb. Lindemann, lebten nachweislich bis zum Sommer 1483 zusammen mit ihrem erstgeborenen Sohn (Name unbekannt) in Möhra.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hans Luther verließ 1483 Möhra zusammen mit seiner Familie in Richtung Eisleben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf der Heimreise vom Reichstag in Worms machte Martin Luther 1521 einen Abstecher von Eisenach nach Möhra und predigte dort am 3. Mai auf dem heutigen Lutherplatz.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.moehra.de/index.php?section=luther Martin Luther&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Dharmazentrum Möhra ===&lt;br /&gt;
Zwei Kilometer außerhalb des Dorfes in Richtung Norden befindet sich seit 2005 Dhagpo Möhra, ein Zentrum für die Lehre des [[Tibetischer Buddhismus|tibetischen Buddhismus]]&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Carsten Dippel |url=https://www.deutschlandfunk.de/moehra-in-thueringen-buddha-trifft-luther-100.html |titel=Möhra in Thüringen: Buddha trifft Luther |werk=Deutschlandfunk |hrsg= |datum=2016-07-14 |abruf=2025-07-12}}&amp;lt;/ref&amp;gt;. Das [[Dharma]]zentrum Möhra ist inzwischen Hauptsitz für die Anhänger des [[Dhagpo Kagyu Mandala]]s innerhalb der [[Karma Kagyü|Karma Kagyü Schule]] im deutschsprachigen Raum. Karma Kagyü ist eine der vier Hauptrichtungen des tibetischen Buddhismus.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Ortsrand von Möhra gibt es seit 2012 ein buddhistisches Wohnprojekt. Der Komplex soll das bereits bestehende buddhistische Zentrum erweitern und als Wohnanlage dienen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;STZ170312&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=https://www.insuedthueringen.de/lokal/bad_salzungen/fwstzslzlokal/Baustart-fuer-buddhistisches-Wohngebiet;art83434,1935632 |titel=Baustart für buddhistisches Wohngebiet |hrsg=Südthüringer Zeitung, Lokalseite Bad Salzungen |datum=2012-03-17 |abruf=2012-03-19 |zitat=&amp;#039;&amp;#039;Am Ortsrand des Lutherstammortes haben die Bauarbeiten begonnen. In den nächsten Jahren sollen hier zirka 30 Wohneinheiten für Anhänger des buddhistischen Glaubens entstehen.&amp;#039;&amp;#039;}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Wilke: Ortschronist von Möhra&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 17. Juli 2023 wurde ein [[Stupa]] von [[Thaye Dorje]], Seine Heiligkeit der 17. Gyalwa Karmapa, im Wohngebiet am Ortsrand von Möhra eingeweiht. Der Stupa wird von Buddhisten rituell im Uhrzeigersinn umkreist.&amp;lt;ref&amp;gt;Ralf Wilke: Ortschronist von Möhra&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |autor=Marie-Luise Otto |url=https://www.insuedthueringen.de/inhalt.buddhismus-moehra-hat-jetzt-einen-stupa.37f34e82-2d12-41a7-b0f6-af5304959498.html |titel=Buddhismus: Möhra hat jetzt einen Stupa |werk=insuedthueringen.de |hrsg=HCS-Content GmbH Germany |sprache=de |abruf=2023-08-05}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sehenswürdigkeiten ==&lt;br /&gt;
=== Lutherkirche ===&lt;br /&gt;
[[Datei:WAK MÖHRA KIRCHE1.jpg|mini|Die Kirche]]&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Lutherkirche (Möhra)}}&lt;br /&gt;
Seit dem 15. Jahrhundert besitzt das Dorf eine kleine Kapelle, die ab 1560 schrittweise zur heutigen &amp;#039;&amp;#039;Lutherkirche&amp;#039;&amp;#039; ausgebaut wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;http://www.moehra.de/index.php?section=kirche Die Kirche zu Möhra&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die kleine Kapelle auf dem Kirchberg war nur so groß wie der jetzige Altarraum. Aus dieser alten Kapelle ist nur die steinerne Tischplatte des Altars mit 5 eingehauenen Weihekreuzen erhalten geblieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Jahre 1560 erfolgte die erste Erweiterung der Kirche. Heute besteht sie aus dem spätgotischen Chor und barocken Langhaus mit einem Holztonnengewölbe (1699–1704). 1724 wurden die Emporenbrüstungen bemalt und 1794 erhielt die Holztonnendecke eine illusionistische Malerei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Kirche gelangt man durch ein steinernes Kirchhofstor, das 1615 errichtet wurde. Noch heute wird es von einem sächsischen Wappen geziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Altarraum befinden sich drei im Jahre 1907 von einem Seitenverwandten Martin Luthers gestiftete bunte Glasfenster. Sie zeigen neben dem predigenden Jesus und den Aposteln Petrus und Johannes Martin Luther und Philipp Melanchthon.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Orgel mit 15 [[Register (Orgel)|Registern]] auf 2 [[Manual (Musik)|Manualen]] und [[Pedal (Orgel)|Pedal]] wurde 1983 durch [[Böhm (Orgelbauer)|Rudolf Böhm]] in [[Gotha]] gebaut. Der prachtvolle barocke Prospekt mit Holzpfeifen, die, belegt mit Silberfolie, Metallpfeifen vortäuschen sollten, wurde im Jahre 1686 von der [[Trinitatiskirche (Ruhla)|Trinitatiskirche]] zu [[Ruhla]] gekauft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Kirchengemeinde Möhra gehört zur Superintendentur Bad Salzungen-Dermbach.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lutherhaus ===&lt;br /&gt;
[[Datei:WAK MÖHRA LUTHER HOUSE.jpg|mini|Das Möhraer Lutherhaus]]&lt;br /&gt;
Das eigentliche Stammhaus der Familie Luther existiert nicht mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Möhra gab es mehrere Lutherhäuser, inzwischen geht man davon aus, dass sich das Stammhaus von Martin Luther in der Nähe der Kirche befunden haben muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Georg Luther, genannt „Georg der Dicke“ (1602–1656) besaß 1656 schon das Haus an der damaligen Sorggasse, das lange irrtümlich als das eigentliche Lutherstammhaus galt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus diesem Haus stammt der Tisch, der im Lutherzimmer auf der Wartburg zu besichtigen ist.&lt;br /&gt;
Laut Amtsregister zu Salzungen ist 1618 das Haus von Georg Luther (einem Urenkel von Klein Hans Luther, dem Onkel des Reformators), wahrscheinlich nach einem Brand, auf den Grundmauern des alten Hauses neu errichtet worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lutherdenkmal ===&lt;br /&gt;
{{Hauptartikel|Lutherdenkmal (Möhra)}}&lt;br /&gt;
Auf dem Lutherplatz&amp;amp;nbsp;– der ehemalige Dorfplatz unweit des Lutherhauses&amp;amp;nbsp;– stand eine Linde, unter der [[Martin Luther]] auf seiner Rückreise von [[Worms]] nach [[Wittenberg]] seine Verwandten in Möhra besuchte und am 4. Mai 1521 gepredigt haben soll.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Anlass der Feierlichkeiten des Lutherjubiläums im Jahre 1846 wurde die Errichtung eines Lutherdenkmals in Möhra beschlossen. Das überlebensgroße Standbild zeigt auf den am Sockel angebrachten Motivtafeln drei Stationen im Leben des Reformators.&lt;br /&gt;
Am 25. Juni 1861 erfolgte die feierliche Einweihung mit zahlreichen Chören und Militärmusikanten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Lietebaum ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lietebaum.jpg|mini|Der Lietebaum]]&lt;br /&gt;
Als eine Landmarke bei Möhra gilt die Linde „Lietebaum“. Der Baumveteran steht weithin sichtbar auf dem [[Herzeberg]] und diente ursprünglich als [[Hutebaum]]. Der Name wurde von der Flur „An der Liete“ übernommen. Die markante 200 bis 250 Jahre alte [[Winterlinde]] wurde 1994 als [[Naturdenkmal]] ausgewiesen&amp;lt;ref&amp;gt;Biedermann: Naturdenkmale im Wartburgkreis; Landratsamt Wartburgkreis, 2014, Seite 48 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;, ebenso wie die über dreihundert Jahre alte &amp;#039;&amp;#039;Frühstückseiche&amp;#039;&amp;#039; in der Möhraer Flur&amp;lt;ref&amp;gt;Biedermann: Naturdenkmale im Wartburgkreis; Landratsamt Wartburgkreis, 2014, Seite 46&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geflügelpark ===&lt;br /&gt;
Der Geflügelpark Möhra ist ein touristisch interessantes Ausstellungsgelände für traditionelle thüringische Geflügelrassen.&lt;br /&gt;
Die vom örtlichen Rassegeflügelzüchterverein in Möhra entwickelte Idee wurde mit Fördermitteln als LEADER-Projekt vom Wartburgkreis unterstützt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf dem Gelände einer ehemaligen Kleingartenanlage wurden geeignete Volieren und Freilaufflächen angelegt. Neben Steinbacher Kampfgänsen, Thüringer Barthühnern und den Thüringer Farbentauben werden alle in Thüringen erzüchteten Geflügel- und Kaninchenrassen präsentiert.&lt;br /&gt;
Als weitere Schauanlage wird 2012 ein „veterinärmedizinischer Kräutergarten“ eröffnet. Man möchte den Besuchern die bereits seit Jahrhunderten angesammelten Kenntnisse über Heilkräuter und schonende Behandlungsmethoden in der Tiermedizin vermitteln.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Leader&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.tll.de/ainfo/pdf/jata/jt06_25f.pdf |titel=Partnerschaft im ländlichen Raum. Das Entwicklungsprojekt LEADER im Wartburgkreis |hrsg=Thüringer Ministerium für Landwirtschaft, Naturschutz, Umwelt und Forsten |seiten=15 |datum=2006-02-09 |format=PDF; 1,2&amp;amp;nbsp;MB |offline=1 |archiv-url=https://web.archive.org/web/20110104152234/http://www.tll.de/ainfo/pdf/jata/jt06_25f.pdf |archiv-datum=2011-01-04 |archiv-bot=2019-05-02 21:03:49 InternetArchiveBot |abruf=2012-04-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;Geflhof&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |autor= |url=http://www.gefluegelpark-moehra.de/ |titel=Geflügelpark für Thüringer Heimatrassen im Lutherstammort Möhra |hrsg=Geflügelpark Möhra e.&amp;amp;nbsp;V. |datum=2012-04-06 |abruf=2012-04-06}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;STZ20120515&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.insuedthueringen.de/lokal/bad_salzungen/fwstzslzlokal/Zwergreichshuhn-auf-dem-Siegerpodest;art83434,1995496 |titel=Zwergreichshuhn auf dem Siegerpodest |hrsg=Südthüringer Zeitung (Redaktion Bad Salzungen) |datum=2012-05-14 |abruf=2012-05-15 |zitat=Unermüdlich verschönern die Möhraer Züchter um Vereins- und Kreisvorsitzenden Siegmar Kallenbach die 2005 eröffnete Parkanlage, in der zurzeit rund 250 Gänse, Enten, Hühner, Tauben und auch Kaninchen leben. … ein &amp;quot;veterinärmedizinischen Kräutergarten&amp;quot; (entsteht gerade) inmitten der Anlage … Dazu wurden auf einem Areal von zwölf mal zwölf Metern vier mit Buchsbaum eingefasste Beete mit einem Kreuzgang angelegt. Die Besucher können so die Natur-Apotheke am besten inspizieren, was zur Saisoneröffnung schon rege wahrgenommen wurde … Als Eröffnungsdatum wird der 3. Juni 2012 avisiert.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Regelmäßige Veranstaltungen ==&lt;br /&gt;
* Trachtenkirmes zu Möhra&amp;lt;ref&amp;gt;{{Webarchiv |url=http://www.kirmes-moehra.de/ |text=Webseite der Trachtenkirmes zu Möhra mit Kirmeschronik |wayback=20130103032107 |archiv-bot=2019-05-02 21:03:49 InternetArchiveBot}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Großer Reformationsmarkt / Pummpälzfest zu Möhra am Reformationstag (31. Oktober)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verkehr und Infrastruktur ==&lt;br /&gt;
Durch den Ort verläuft die Landesstraße 1023 von Waldfisch über Möhra – Ettenhausen – [[Marksuhl]] nach [[Berka/Werra]]. Nach Süden zweigt von dieser die Landesstraße 2895 nach Bad Salzungen sowie eine Kreisstraße in Richtung [[Tiefenort]] ab. Bei Waldfisch besteht Anschluss an die [[Bundesstraße 19]] im Abschnitt [[Eisenach]] – [[Breitungen/Werra]] – [[Meiningen]]. Eine Ortsverbindungsstraße führt in nördliche Richtung nach Kupfersuhl. Die nächstgelegenen Anschlussstellen der [[Bundesautobahn 4|A&amp;amp;nbsp;4]] befinden sich jeweils etwa 20 Kilometer entfernt bei Eisenach und [[Gerstungen]]. Anschluss an den Schienenverkehr besteht im zwei Kilometer entfernten Ettenhausen/Suhl mit einem Haltepunkt der [[Süd-Thüringen-Bahn]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;TK WAK&amp;quot;&amp;gt;Thüringer Landesvermessungsamt &amp;#039;&amp;#039;Wartburgkreis und Kreisfreie Stadt Eisenach&amp;#039;&amp;#039;, Erfurt 2002, ISBN 3-86140-250-5&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Linie 191 des [[Verkehrsunternehmen Wartburgmobil]] verbindet den Ort mit der Kreisstadt [[Bad Salzungen]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wappen ==&lt;br /&gt;
Beschreibung: In Gold eine ausgerissene blaue belaubte [[Baum (Heraldik)|Linde]] mit aufgelegter [[Lutherrose]]. Das Wappen wurde vom [[Wappenkünstler|Heraldiker]] Uwe Reipert gestaltet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Töchter und Söhne ==&lt;br /&gt;
* [[Hans Luder (Hüttenmeister)|Hans Luder]] (1459–1530), Unternehmer, Hüttenmeister, Ratsherr und Vater des Reformators &amp;#039;&amp;#039;Martin Luther&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
* [[Johann Wolfgang Trier]] (1686–1750), Jurist und Hochschullehrer&lt;br /&gt;
* [[Ferdinand Senft]] (1810–1893), Geologe, Bodenkundler und Botaniker&lt;br /&gt;
* Paul Friedrich Richard Türk (1846–1886), Lehrer in Möhra (1865–1886), Grabplatte als Gedenkstein auf dem Friedhof in Möhra&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Personen, die vor Ort gewirkt haben ==&lt;br /&gt;
* [[Martin Luther]] (1483–1546), theologischer Urheber und einer der Lehrer der Reformation&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sonstiges ==&lt;br /&gt;
* Der Märchendichter [[Ludwig Bechstein]] schrieb ein Gedicht über Möhra:&lt;br /&gt;
:&amp;lt;poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
:: „O Möhra, so beglückt und so verlassen.&lt;br /&gt;
:: Du hast ein Recht zu jubeln wie zu klagen.&lt;br /&gt;
:: Der arme Bergmann ist davongezogen.&lt;br /&gt;
:: Im fremden Land vielleicht das Glück zu fassen.&lt;br /&gt;
:: Dir - ward dein Stern im Mutterschoß enttragen.“&amp;lt;/poem&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Möhra (Bad Salzungen)|audio=0|video=0}}&lt;br /&gt;
* [https://dharmazentrum-moehra.de/ Homepage vom Dharmazentrum Möhra]&lt;br /&gt;
* [https://www.mdr.de/mediathek/suche/index.html?q=Wie+buddhas+lehre „Wie Buddhas Lehre in ein thüringisches Dorf fand“ (MDR 2015)]&lt;br /&gt;
* [http://www.gefluegelpark-moehra.de/ Homepage vom Gefluegelpark Möhra]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Navigationsleiste Stadtteile von Bad Salzungen}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=g|GND=7581440-7}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mohra}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ort im Wartburgkreis]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Wartburgkreis)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geographie (Bad Salzungen)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Lutherstätte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ersterwähnung 1257]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gemeindeauflösung 1994]]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Magipulus</name></author>
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