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	<title>Médard Brogly - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-27T11:28:42Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=M%C3%A9dard_Brogly&amp;diff=2081760&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Mogelzahn: /* Im Deutschen Kaiserreich */</title>
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		<updated>2025-12-29T18:04:29Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Im Deutschen Kaiserreich&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Médard Brogly.jpg|mini|Médard Brogly, 1932]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Jules Médard Brogly&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (* [[29. April]] [[1878]] in [[Rixheim]]; † [[5. Dezember]] [[1959]] in [[Riedisheim]]) war ein [[Elsass|elsässischer]] Politiker, der unter deutscher und französischer Herrschaft aktiv war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Leben und Wirken ==&lt;br /&gt;
=== Im Deutschen Kaiserreich ===&lt;br /&gt;
Seine Eltern waren Fridolin Brogly, von Beruf [[Sattler]], und Marie, geb. Koerber. Die Eltern verstarben schon während seiner Kindheit, so dass er von dem Lehrer Kraehling aus [[Kingersheim]], dessen Schüler er war, aufgezogen wurde. Von 1892 bis 1894 besuchte er die Lehreranwärter-Vorbereitungsschule in [[Colmar]] und trat anschließend in die Lehrerbildungsanstalt ein. Von 1897 bis 1904 war er nacheinander Lehrer in [[Mülhausen]] und [[Soultzmatt|Sultzmatt]], dann Hilfslehrer an der Lehrerbildungsanstalt in Colmar. Nach einer zweijährigen Ausbildung an der [[Universität Straßburg]] (1904 bis 1906) wurde er zum Lehrer an der Mittelschule in Colmar und anschließend an der Oberrealschule in Mülhausen ernannt. Im Jahr 1907 war er Mitglied des Vorstands des [[Deutsche Zentrumspartei|Zentrumsvereins]] in Colmar. Außerdem war er Bezirksleiter des [[Volksverein für das katholische Deutschland|Volksvereins für das Katholische Deutschland]] und Vorsitzender des [[Katholischer Lehrerverband des Deutschen Reiches|Katholischen Lehrerverbands]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;alsace-histoire.org&amp;quot;&amp;gt;{{Internetquelle|url=https://www.alsace-histoire.org/netdba/brogly-jules-medard/|titel=BROGLY Jules Médard|hrsg=Fédération des Sociétés d’Histoire et d’Archéologie d’Alsace (alsace-histoire.org)|sprache=fr|abruf=2025-12-25}}&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am 25. Mai 1909 heiratete er in [[Schirrhein]] die aus [[Bilwisheim]] stammende Marie Rosalie Philomène Meyer,&amp;lt;ref name=&amp;quot;alsace-histoire.org&amp;quot; /&amp;gt; mit der er zwei Söhne und zwei Töchter hatte.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der [[Landtagswahl in Elsaß-Lothringen 1911]] wurde er as Kandidat des [[Elsaß-Lothringische Zentrumspartei|Elsaß-Lothringischen Zentrums]] im Wahlkreis Habsheim-Landser in den [[Landtag des Reichslandes Elsaß-Lothringen|Landtag Elsaß-Lothringens]] gewählt. Bei der [[Reichstagswahl 1912|Reichstagswahl im Folgejahr]] kandidierte er im Wahlkreis Mülhausen, unterlag aber dem sozialdemokratischen Gegenkandidaten [[Leopold Emmel]].&amp;lt;ref name=&amp;quot;alsace-histoire.org&amp;quot; /&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aufgrund seiner pro-französischen Überzeugungen wurde er nach Ausbruch des [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkriegs]] am 11. August 1914 verhaftet und später wieder freigelassen. Am 13. April 1915 wurde er erneut verhaftet und am 13. Juli 1915 wegen Spionage für Frankreich von einem deutschen [[Kriegsgericht]] zu zehn Jahren Zuchthaus und Verlust der bürgerlichen Rechte verurteilt. Ihm wurde vorgeworfen, den französischen Truppen bei ihrem [[Schlacht bei Mülhausen (1914)|Einmarsch in Mülhausen 1914]] Hinweise gegeben zu haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;alsace-histoire.org&amp;quot; /&amp;gt; Erst am 9. November 1918 kam er infolge der [[Novemberrevolution]] aus dem Gefängnis in [[Saargemünd]] frei.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== In der Dritten Französischen Republik ===&lt;br /&gt;
Er beteiligte sich aktiv am Wiederaufbau der Elsass-Lothringischen Zentrumspartei, die nunmehr unter dem Namen &amp;#039;&amp;#039;[[Union populaire républicaine]]&amp;#039;&amp;#039; (UPR) fungierte.&amp;lt;ref name=&amp;quot;alsace-histoire.org&amp;quot; /&amp;gt; Im August 1919 wurde er UPR-Parteivorsitzender im [[Département Haut-Rhin]] und hatte dieses Amt bis zur Auflösung der Partei im Jahr 1940 inne. Von 1919 bis 1922 war er außerdem [[Départementrat|Generalrat]] (&amp;#039;&amp;#039;conseiller général&amp;#039;&amp;#039;) von [[Habsheim]] und 1928 bis 1940 dann von [[Huningue]]. Bei der [[Parlamentswahl in Frankreich 1919|Parlamentswahl 1919]] wurde er als Abgeordneter des Départements Haut-Rhin auf einer Liste der &amp;#039;&amp;#039;Union nationale&amp;#039;&amp;#039; gewählt und schloss sich in der [[Abgeordnetenkammer (Frankreich)|Abgeordnetenkammer]] der Fraktion der &amp;#039;&amp;#039;Républicains du Centre&amp;#039;&amp;#039; an. Bei der Wahl 1924 kandidierte er aus persönlichen Gründen nicht erneut. Von 1928 bis 1936 war er Abgeordneter von &amp;#039;&amp;#039;Mulhouse-Campagne&amp;#039;&amp;#039; (Mülhausen-Land), zunächst als Parteiloser und ab 1932 als Abgeordneter in der Fraktion der &amp;#039;&amp;#039;Républicains du Centre&amp;#039;&amp;#039;. Er beschäftigte sich vor allem mit Fragen des Schulwesens und der Sprache. 1932 veröffentlichte er die auf Deutsch geschriebene Abhandlung „Zur Schul- und Sprachen-Frage in Elsass und Lothringen“. Am 14. Januar 1936 wurde er als Parteiloser Mitglied des [[Senat (Frankreich)|Senats]]. An der [[Verfassungsgesetz vom 10. Juli 1940|Abstimmung der Nationalversammlung am 10. Juli 1940]], in der [[Philippe Pétain]] unbeschränkte Vollmachten übertragen wurden, nahm er nicht teil.&amp;lt;ref name=&amp;quot;alsace-histoire.org&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Während der deutschen Besetzung und in der Nachkriegszeit ===&lt;br /&gt;
Während der deutschen Besetzung von 1940 bis 1945 lebte er in [[Riedisheim]]. Ab Ende 1940 war er Vorsitzender des neuen Verwaltungsrats der katholischen Pressegruppe &amp;#039;&amp;#039;Alsatia&amp;#039;&amp;#039;. Als Mitglied der „Colmarer Gruppe“ stand er in Verbindung mit dem deutschen Widerstand, insbesondere mit dem [[Stauffenbergs Anschlag auf Hitler|Gördeler-Stauffenberg-Komplott gegen Hitler]]. 1945 veröffentlichte er &amp;#039;&amp;#039;La grande épreuve : l’Alsace sous l’occupation allemande&amp;#039;&amp;#039; („Die große Prüfung: Das Elsass unter deutscher Besatzung“). Bei den Prozessen gegen vermeintliche elsässische Kollaborateure 1947 trat er als Entlastungszeuge auf.&amp;lt;ref name=&amp;quot;alsace-histoire.org&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Auszeichnungen ==&lt;br /&gt;
Brogly erhielt folgende Auszeichnungen:&amp;lt;ref name=&amp;quot;alsace-histoire.org&amp;quot; /&amp;gt;&lt;br /&gt;
* Ritter der [[Ehrenlegion]]&lt;br /&gt;
* Ritter des [[Gregoriusorden]]&lt;br /&gt;
* [[Médaille de la Fidélité Française]] mit drei Sternen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Publikationen ==&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;Zur Schul- und Sprachen-Frage in Elsass und Lothringen&amp;#039;&amp;#039; (1932)&lt;br /&gt;
* &amp;#039;&amp;#039;La grande épreuve: l’Alsace sous l’occupation allemande&amp;#039;&amp;#039; (1945)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Mayeur, &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire du monde religieux, 2. L&amp;#039;Alsace&amp;#039;&amp;#039;, 1987&lt;br /&gt;
* Henry Coston, &amp;#039;&amp;#039;Dictionnaire de la politique francaise&amp;#039;&amp;#039;, 1972&lt;br /&gt;
* [[Fritz Wertheimer]]: &amp;#039;&amp;#039;Von deutschen Parteien und Parteiführern im Ausland&amp;#039;&amp;#039;. 2. Auflage. Zentral-Verlag, Berlin 1930, S. 282.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat}}&lt;br /&gt;
* [https://www.senat.fr/senateur-3eme-republique/brogly_medard1116r3.html Zusammenfassung der Aktivitäten als Senator auf der Website des französischen Senats] (französisch)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=p|LCCN=no2017091957|VIAF=306252550|GNDfehlt=ja|GNDCheck=2023-04-22}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Brogly, Medard}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Zweiten Kammer des Landtags des Reichslandes Elsaß-Lothringen]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Politiker (20. Jahrhundert)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Abgeordnetenkammer (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Senator (Frankreich)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mitglied der Ehrenlegion (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Träger des Gregoriusordens (Ritter)]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Zentrum-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:UPR-Mitglied]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Deutscher]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Franzose]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Geboren 1878]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Gestorben 1959]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Mann]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Personendaten&lt;br /&gt;
|NAME=Brogly, Médard&lt;br /&gt;
|ALTERNATIVNAMEN=&lt;br /&gt;
|KURZBESCHREIBUNG=deutsch-französischer Politiker&lt;br /&gt;
|GEBURTSDATUM=29. April 1878&lt;br /&gt;
|GEBURTSORT=[[Rixheim]]&lt;br /&gt;
|STERBEDATUM=5. Dezember 1959&lt;br /&gt;
|STERBEORT=[[Riedisheim]]&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>imported&gt;Mogelzahn</name></author>
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