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	<title>Mähen - Versionsgeschichte</title>
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	<updated>2026-06-12T17:24:46Z</updated>
	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=M%C3%A4hen&amp;diff=15891&amp;oldid=prev</id>
		<title>~2026-18878-55: Das Gras und nicht „die“ - infolgedessen lautet der Dativ nicht „von der Gras“</title>
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		<updated>2026-03-26T21:01:10Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;Das Gras und nicht „die“ - infolgedessen lautet der Dativ nicht „von der Gras“&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Bundesarchiv Bild 183-H0813-0600-035, bei Oranienburg, Roggenfeld wird mit Sense gemäht.jpg|mini|Getreidemahd mit der Sense]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Reform Metrac G5 Bergmahd.jpg|mini|Hanggeräteträger ([[Traktor|Spezialtraktor]] für die Bewirtschaftung steiler Hanglagen) mit [[Mähtechnik|Mähwerk]] im Front- und [[Heuwender|Kreiselheuer]] im Heckanbau]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Die Ernte – 1. Mähen und Einbringen der Brotfrucht.webm|mini|Video: Mähe von Getreide in [[Ellern (Hunsrück)]], 1966]]&lt;br /&gt;
[[Datei:Berky Böschungsmäher Typ 2200.jpg|mini|Spezial-Böschungsmäher „Dreibein“ zur Grabenmahd]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mähen&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; oder &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Mahd&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ist das Abschneiden und Ablegen von Gras und Kräutern im [[Futterbau]]. Es ist der erste Arbeitsschritt bei der Gewinnung von [[Heu]], [[Silage]] oder [[Heulage]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nicolas Schoof, Rainer Luick, Andreas Zehm, Jörg Morhard, Herbert Nickel, Jonas Renk, Leonie Schaefer, Thomas Fartmann |Titel=Naturverträgliche Mahd von Grünland und Pflege von Straßenbegleitgrün: Technik, Verfahren, Auswirkungen und Empfehlungen für die Praxis |Reihe=Naturschutz-Praxis Landschaftspflege |NummerReihe=4 |Verlag=LUBW Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg |Ort=Karlsruhe |Datum=2024 |ISBN=978-3-88251-411-7 |Online=https://www.researchgate.net/publication/380424987_Naturvertragliche_Mahd_von_Grunland_und_Pflege_von_Strassenbegleitgrun_-_Technik_Verfahren_Auswirkungen_und_Empfehlungen_fur_die_Praxis |Abruf=2026-01-08}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Früher wurde auch [[Getreide]] gemäht. In der modernen Landwirtschaft wird dies mit einem [[Mähdrescher]] erledigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Zum Mähen verwendete ursprünglich der [[Schnitter]] oder &amp;#039;&amp;#039;Mähder&amp;#039;&amp;#039; eine [[Sichel (Werkzeug)|Sichel]] oder die [[Sichte]]. Erst im Mittelalter kam die viel effektivere [[Sense (Werkzeug)|Sense]] auf, mit der unter optimalen Bedingungen 0,5&amp;amp;nbsp;ha pro Tag und Arbeitskraft gemäht werden können. Diesselbe Fläche kann mit modernen landwirtschaftlichen Maschinen in etwa 5 min gemäht werden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nicolas Schoof, Ralf Worm, Kerstin Grant, Eckhard Jedicke, Albert Reif, Lea von Berg, Thomas Fartmann |Titel=Die Mahdhöhe als Einflussfaktor der floristischen Vielfalt: Ein Diskussionsbeitrag zu den Wirkungen gängiger Empfehlungen |Sammelwerk=Naturschutz und Landschaftsplanung |Band=58 |Nummer=1 |Datum=2026-01-02 |ISSN=0940-6808 |Seiten=12–19 |Online=https://www.researchgate.net/publication/399183395_Die_Mahdhohe_als_Einflussfaktor_der_floristischen_Vielfalt_-_ein_Diskussionsbeitrag_zu_den_Wirkungen_gangiger_Empfehlungen |Abruf=2026-01-08 |DOI=10.1399/NuL.193967}}&amp;lt;/ref&amp;gt; Eine Reihe technischer [[Erfindung]]en hat mechanische und [[Kraftmaschine|motorbetriebene]] Mähgeräte hervorgebracht, im Futterbau die [[Mähmaschine]], im Gartenbau den [[Rasenmäher]], sowie die [[Mähbinder]] und [[Mähdrescher]] für Getreide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Manch extensive [[Wiese (Grünland)|Wiesen]] werden nur einmal im Jahr gemäht. [[Golfplatz#Grün|Golfgrüns]] werden bis zu 100-mal pro Jahr, d.&amp;amp;nbsp;h. im Sommer täglich, geschnitten.&lt;br /&gt;
&amp;lt;gallery mode=&amp;quot;packed&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Scythe user.png|Mäher mit Sense und um&amp;amp;shy;ge&amp;amp;shy;bun&amp;amp;shy;de&amp;amp;shy;nem [[Wetzstein]] im [[Kumpf (Köcher)|Kumpf]]&lt;br /&gt;
Geschichte AS 26-3.jpg|Die Erfindung des handgeführten Sichelmähers (Allmäher) AS 26 vereinfachte das extensive Mulchen.&lt;br /&gt;
AS-Motor AS 940 Sherpa RC.jpg|Ein Aufsitzmäher, der auch fernsteuerbar ist.&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ökologische Wirkungen ==&lt;br /&gt;
Jedes Mähen und Entfernen des Mähgutes entzieht dem Ökosystem Wiese Nährstoffe. Die Artenzusammensetzung ändert sich abhängig davon, ob und wie viel Mist oder Dünger stattdessen ausgebracht wird. Das unsachgemäße Ausbringen von Stickstoffdünger und Mist führt zu [[Distickstoffmonoxid|Lachgas]]-Emission, einem starken [[Treibhausgas]], und kann das Grundwasser belasten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bewirtschaftung von Wiesen birgt das Risiko, dass bodenbrütende Vogelarten und Wild beeinträchtigt werden. Andererseits sind z.&amp;amp;nbsp;B. Störche und Greifvögel bevorteilt, die Kleintiere besser erbeuten können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Je nach Schnittzeitpunkt und Schnitthäufigkeit können sich Pflanzen durch Samen ([[Generative Vermehrung|generativ]]) oder bei mehr als zweimaligem Schnitt vorwiegend nur noch [[Vegetative Vermehrung|vegetativ]] vermehren. Regelmäßiger Schnitt fördert schnittunempfindliche und bodenkriechende Pflanzen oder Rosettenpflanzen. Schwachwüchsige Arten werden gefördert, indem stark- und hochwüchsige Arten eingedämmt werden. In Gegensatz zur [[Weide (Tierhaltung)|Beweidung]] (Trittschäden, selektive Beweidung) wird durch diese Form der Bewirtschaftung eine einheitliche Struktur erzeugt. Beim Ausbleiben der Mahd werden [[Konkurrenz (Ökologie)|konkurrenzstarke]] und schnittempfindliche Pflanzen gefördert und werden dominant. Die [[Biodiversität]] nimmt ab und die [[Sukzession (Biologie)|Sukzession]] setzt ein, die über Hochstaudenfluren oder artenarme Grasbestände mit aufkommenden Gehölzen zumeist zu waldartigen Beständen führt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ohne regelmäßige Mahd können [[Wiese (Grünland)|Wiesenfluren]] in Mitteleuropa nicht bestehen und werden vom [[Wald]] verdrängt, solange dieser existenzfähig ist: die Niederschläge, Temperaturen und Bodenbedingungen in Mitteleuropa reichen, abgesehen von wenigen Sonderstandorten wie zum Beispiel Felsbereichen, zumindest genügsamen Baumarten wie der [[Waldkiefer]] zum Wachsen.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Heinz Ellenberg]]: &amp;#039;&amp;#039;Vegetation Mitteleuropas mit den Alpen in ökologischer, dynamischer und historischer Sicht.&amp;#039;&amp;#039; 5., stark veränderte und verbesserte Auflage. Ulmer, Stuttgart 1996, ISBN 3-8001-2696-6, S. 26, 115, 116, 152, 153.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungen auf die Gesundheit und die Lebensqualität ==&lt;br /&gt;
Insbesondere die Rasenbewirtschaftung im Stadtgebiet und auf Privatgrundstücken hat erhebliche gesundheitliche Auswirkungen. Dazu gehören insbesondere der Lärm und der Schadstoffausstoß der noch mehrheitlich als Antrieb verwendeten Verbrennungsmotoren.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Begrenzung der Lärmbelästigung bestimmen Gemeinden, wann gemäht werden darf. Darüber hinaus gibt es Lärm-Grenzwerte, die auch dann nicht überschritten werden dürfen – für besonders laute Geräte wie [[Freischneider]] (Motorsense) gibt es weitergehende Einschränkungen. Üblich sind Verbote an Sonn- und Feiertagen sowie in den Nachtstunden von 20 bis 7&amp;amp;nbsp;Uhr.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.umweltbundesamt.de/themen/laerm/nachbarschaftslaerm-laerm-von-anlagen/gartengeraete &amp;#039;&amp;#039;Lärm durch Gartengeräte&amp;#039;&amp;#039;], Mitteilung [[Umweltbundesamt (Deutschland)|Umweltbundesamt]] vom 10. Juli 2013, abgerufen am 18. Oktober 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Verstöße werden als [[Ordnungswidrigkeit]] verfolgt. Mit Verbrennungsmotor angetriebene Geräte entsprechen hinsichtlich Lärm nicht mehr dem Stand der Technik. Der [[Blauer Engel|Blaue Engel]] erfasst solche Geräte daher nicht mehr.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.umweltbundesamt.de/themen/blauer-engel-neue-kriterien-fuer-gartengeraete &amp;#039;&amp;#039;Blauer Engel: Neue Kriterien für Gartengeräte und Drucker&amp;#039;&amp;#039;], Mitteilung [[Umweltbundesamt (Deutschland)|Umweltbundesamt]] vom 10. Juli 2017, abgerufen am 18. Okt. 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit Akkumulatoren betriebene, für den Privatgebrauch angebotene Geräte haben jedoch oft noch wegen unausgereifter Technik ein Problem mit geringer Nachhaltigkeit (Lebensdauer)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.test.de/Werkzeugakkus-im-Test-Diese-System-Akkus-halten-besonders-lange-5665195-0/ &amp;#039;&amp;#039;Werkzeugakkus im Test: Diese System-Akkus halten besonders lange&amp;#039;&amp;#039;], Mitteilung der [[Stiftung Warentest]] vom 29. Okt. 2020, abgerufen am 18. Okt. 2023.&amp;lt;/ref&amp;gt; und geringeren Leistungsparametern.&amp;lt;br /&amp;gt;Akkubetriebene Geräte für den professionellen Einsatz sind hingegen teurer, können jedoch Vergleichbares leisten. Elektrogeräte sind 10 bis 20&amp;amp;nbsp;[[Bel (Einheit)|dB]] leiser als benzinbetriebene Geräte, was einem auf die Hälfte bis einem Viertel der empfundenen Lärmbelästigung entspricht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Schadstoffausstoß der Maschinen unterscheidet sich stark nach Antriebsmotor. So emittieren [[Zweitaktmotor]]en zusätzlich aus dem teilverbrannten Zweitaktöl stammende gesundheitsgefährdende Aerosole (blauer Rauch). [[Viertaktmotor]]en emittieren dagegen neben dem ungiftigen Kohlendioxid und Wasser vorrangig [[Kohlenmonoxid]] und [[Stickoxide]]. Das [[Alkylatbenzin]] (Gerätebenzin) ist eine schadstoffarme Alternative zu herkömmlichem, für Automobile verwendetem Ottokraftstoff, es enthält weniger Schadstoffe, hat somit ein geringeres Gesundheitsrisiko beim Betanken, verbrennt schadstoffärmer und ist weniger wassergefährdend.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirkungen auf die Tierwelt ==&lt;br /&gt;
Maschinelles Mähen und die sich daran anschließenden Arbeitsschritte der Wiesenernte sind erhebliche Stressfaktoren für die Fauna einer Wiese. Dies auf zwei unterschiedlichen Wirkungswegen: Zum einen ist die maschinelle Einwirkung für viele Arten direkt tödlich. Das gilt vor allem für Arten, die nicht oder wenig mobil sind, wozu sehr viele Insektenarten gehören (bspw. die meisten Arten der [[Zikaden]] und die Mehrzahl der [[Heuschrecken]]). Speziell für Amphibien können Arbeitsgeräte auch zu nicht-letalen Verletzungen führen. Zum anderen bewirkt die abrupte Kürzung des Wiesenaufwuchses erhebliche Veränderungen des Mikroklimas, des Nahrungsangebots und des Angebots an Versteckoptionen. Auf all dies reagieren viele Arten negativ.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Allein die maschinelle Einwirkung bewirkt, abhängig von der eingesetzten Technik und den vorgenommenen Erntetechniken, einen Verlust von bis zu 80 % der Insekten. Als einfaches, zentrales Werkzeug für eine schonende Mahd wird daher empfohlen, bei jeder Mahd einen kleinen Teilbereich als „Regenerationsstreifen“ auszusparen. Derartige Altgrasstreifen bzw. Refugien oder eine zeitweilige [[Brache]] können dann weiterhin den Tieren als Ausweich-Nahrungsquelle, Versteckmöglichkeit und gegebenenfalls auch als Überwinterungsort dienen. Diese Teilbereiche werden bei der nächsten Mahd mitgemäht und ein anderer Streifen oder Flecken stehengelassen (Staffelmahd). Auch wenn die Staffelmahd eine wesentliche Aufwertungsoption für Wiesen darstellt, sind viele Grünland-Arten auf Wiesen nicht überlebensfähig. Für diese Arten ist eine extensive Beweidung des Grünlands häufig das Mittel der Wahl.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur |Autor=Nicolas Schoof, Rainer Luick, Guy Beaufoy, Gwyn Jones, Peter Einarsson, Jabier Ruiz, Vyara Stefanova, Daniel Fuchs, Tobias Windmaißer, Herman Hötker, Heike Jeromin, Jochen Schumacher, Mariya Ukhanova |Hrsg=Bundesamt für Naturschutz |Titel=Grünlandschutz in Deutschland: Treiber der Biodiversität, Einfluss von Agrarumwelt- und Klimamaßnahmen, Ordnungsrecht, Molkereiwirtschaft und Auswirkungen der Klima- und Energiepolitik |Sammelwerk=BfN-Skript |Band= |Nummer=539 |Auflage= |Verlag=BfN |Ort=Bonn – Bad Godesberg |Datum=2019 |ISBN= |Seiten=257 |Online=https://www.researchgate.net/publication/335577268_Grunlandschutz_in_Deutschland_Treiber_der_Biodiversitat_Einfluss_von_Agrarumwelt-_und_Klimamassnahmen_Ordnungsrecht_Molkereiwirtschaft_und_Auswirkungen_der_Klima-_und_Energiepolitik}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Besonders gefährdet sind auch [[Rehkitz]]e beim ersten Schnitt, da sie im hohen Gras kaum zu erkennen sind und bei Gefahr instinktiv versuchen, sich noch tiefer in das Versteck zu drücken. Oft ist der Maschinenführer nicht mehr in der Lage, noch rechtzeitig anzuhalten, wenn er Jungtiere erkennt. In der Getreide- und Rapsernte besteht zwar ein vergleichbares Gefährdungspotenzial, jedoch sind die Jungtiere dann schon etwas älter und können besser flüchten. Deshalb sind für [[Reh]]wild vorbeugende Maßnahmen zur [[Wildrettung]] erforderlich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wortherkunft von Mahd, Mähder ==&lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;#039;&amp;#039;die&amp;#039;&amp;#039; ([[Femininum|feminin]]), regional auch &amp;#039;&amp;#039;das&amp;#039;&amp;#039; ([[Neutrum]]) &amp;#039;&amp;#039;Mahd&amp;#039;&amp;#039;,&amp;lt;ref name=&amp;quot;Grimm-Mahd&amp;quot;&amp;gt;{{Deutsches Wörterbuch |Lemma=MAHD, n. und fem. mähen und gemähtes |Band=12 |Sp=1449 |lemid=M00357}}&amp;lt;/ref&amp;gt; das [[Substantiv]] zu ‚mähen‘, entstand um das Jahr 1300 und bezeichnet neben einem &amp;#039;&amp;#039;Mähgang&amp;#039;&amp;#039; – dem &amp;#039;&amp;#039;Schnitt&amp;#039;&amp;#039; – oder dem ganzen Erntevorgang vom Schnitt bis zum Einbringen ({{gmhS|kurz=ja|gmh=mâd|de=Arbeit des Mähens}}) auch dessen Ergebnis, die [[Ernte]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Grünland]], welches für die Mahd vorgesehen ist, wird als [[Wiese (Grünland)|Wiese]] bezeichnet; Grünlandflächen, die für das Grasen des Viehs vorgesehen sind, nennt man hingegen &amp;#039;&amp;#039;[[Weide (Tierhaltung)|Weide]]&amp;#039;&amp;#039;.&amp;lt;ref&amp;gt;Brockhaus in 15 Bd., Leipzig/Mannheim, 1999, Artikel Weide und Wiese; Dietl / Lehmann: &amp;#039;&amp;#039;Ökologischer Wiesenbau&amp;#039;&amp;#039;, avbuch, Leopoldsdorf 2006, ISBN 3-7040-1919-4, S. 11 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt; Lässt man das Vieh auf einer gemähten Wiese nachweiden, so wird die Fläche als &amp;#039;&amp;#039;Mähweide&amp;#039;&amp;#039; bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;Dietl / Lehmann, &amp;#039;&amp;#039;Ökologischer Wiesenbau&amp;#039;&amp;#039;, avbuch, Leopoldsdorf 2006, ISBN 3-7040-1919-4, S. 11 ff.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Gemäht&amp;#039;&amp;#039;, auch &amp;#039;&amp;#039;geschnitten&amp;#039;&amp;#039;, werden allgemein [[Gras]], aber auch [[Getreide]] und andere Kulturpflanzen im [[Feldwirtschaft|Feldbau]]. Das frisch gemähte Gras, allgemein auch &amp;#039;&amp;#039;Futter&amp;#039;&amp;#039; genannt, heißt etwa tirolisch &amp;#039;&amp;#039;Schwade&amp;#039;&amp;#039;; erst wenn es getrocknet und reif zum Einbringen ist, &amp;#039;&amp;#039;[[Heu]]&amp;#039;&amp;#039; (wobei in Fachkreisen nur der erste Schnitt &amp;#039;&amp;#039;Heu&amp;#039;&amp;#039; genannt wird, der zweite allgemeindeutsch &amp;#039;&amp;#039;[[Heu#Differenzierung und Benennung nach Erntezeitpunkt|Grummet]]&amp;#039;&amp;#039;, in Süddeutschland und in der Schweiz &amp;#039;&amp;#039;[[Heu#Zweiter Schnitt: Grummet, Emde, Ettgrön|Öhmd]]&amp;#039;&amp;#039; bzw. Emd – siehe dort zu Details). Bei Getreiden heißt es &amp;#039;&amp;#039;[[Stroh]].&amp;#039;&amp;#039;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine mehrmalige Mahd pro Jahr wird als „mehrmahdig“ oder auch „mehrschürig“ bezeichnet. Ebenso werden die gemähten Flächen entsprechend als „ein-“ „zwei-“ oder „dreimahdig“ bzw. „ein-“, „zwei-“ oder „dreischürig“ bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=https://www.wissen.de/rechtschreibung/schuerig |titel=…schürig {{!}} wissen.de |sprache=de |abruf=2023-07-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;{{Internetquelle |url=http://www.bergwiesen-osterzgebirge.de/massnahmen/mehrschuerige-mahd/ |titel=Bergwiesen im Osterzgebirge – Mehrschürige Mahd |abruf=2023-07-30}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Verb &amp;#039;&amp;#039;mähen&amp;#039;&amp;#039; gehört sprachhistorisch zum ältesten Bestand des Wortschatzes der [[Anatolische Sprachen|urindoanatolischen]] Sprachfamilie. Die zugrundeliegende Wurzel h&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;meh&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt; liegt bereits in der [[Hethitische Sprache|hethitischen]] Verbalbildung &amp;#039;&amp;#039;ḫane/išš-zi&amp;#039;&amp;#039; ‚er wischt‘ aus *h&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;ḿ̥h&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;-s-ti vor, ebenso in [[Altgriechische Sprache|griechisch]] &amp;#039;&amp;#039;ἀμάω&amp;#039;&amp;#039; ‚ich schneide, mähe, ernte‘ wohl aus *h&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;ḿ̥h&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;-o-. Die germanischen Bildungen [[altenglisch]] &amp;#039;&amp;#039;māwan&amp;#039;&amp;#039; (neuenglisch &amp;#039;&amp;#039;to mow&amp;#039;&amp;#039;) und [[Althochdeutsche Sprache|althochdeutsch]] &amp;#039;&amp;#039;māen&amp;#039;&amp;#039; beruhen auf einer [[Ablaut|dehnstufigen]] Verbalbildung *h&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;mḗh&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;-o-.&amp;lt;ref&amp;gt;Alwin Kloekhorst: &amp;#039;&amp;#039;Etymological Dictionary of the Hittite Inherited Lexicon.&amp;#039;&amp;#039; Brill, Leiden 2008, ISBN 90-04-16092-2, S. 285 f.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nomen &amp;#039;&amp;#039;Mahd&amp;#039;&amp;#039; (ursprünglich Neutrum) ist, als *h&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;mḗh&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;-to-m, eine -to-Ableitung vom Verb.&amp;lt;ref&amp;gt;Kluge-Seebold: &amp;#039;&amp;#039;Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache.&amp;#039;&amp;#039; 25. Auflage. De Gruyter, Berlin/Boston 2011, ISBN 978-3-11-022364-4, S. 592f.&amp;lt;/ref&amp;gt; Solche (meist -é-vollstufigen) -to-Ableitungen tragen die Bedeutung „versehen mit“; „Mahd“ bezeichnet also eigentlich den Zustand &amp;#039;&amp;#039;mit Mähung versehen&amp;#039;&amp;#039; bzw. &amp;#039;&amp;#039;das mit Mähung Versehene&amp;#039;&amp;#039;. In griechisch &amp;#039;&amp;#039;ἄμητος&amp;#039;&amp;#039; (&amp;#039;&amp;#039;ᾱ́-&amp;#039;&amp;#039;) ‚Mähen, Ernte, Ertrag‘ findet sich eine genaue Entsprechung (*h&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;mḗh&amp;lt;sub&amp;gt;1&amp;lt;/sub&amp;gt;-to-s [[Maskulinum|maskulin]]; Vorziehen des Akzents; wahrscheinlich metrische Dehnung im anlautenden &amp;#039;&amp;#039;ᾱ́-&amp;#039;&amp;#039;).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Mahdarten ==&lt;br /&gt;
=== Rasenmähen ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Lawn 16l07.JPG|mini|Rasenfläche nach zweimaligem Mähen (links) und ungemäht (rechts)]]&lt;br /&gt;
&amp;#039;&amp;#039;Rasenmähen&amp;#039;&amp;#039; (der &amp;#039;&amp;#039;Grünschnitt&amp;#039;&amp;#039;) ist eine [[Schnitt (Gartenbau)|Schnittmaßnahme]] im [[Gartenbau]] und dient dazu, Gras zu dichtem Wuchs anzuregen. Bestandteil des Rasenmähens kann auch eine Aufnahme des Mähgutes sein. Liegt das Mähgut zu dick, wird die Rasenfläche darunter geschädigt und es kommt zu Kahlstellen. Bei häufigen Mähgängen mit kurzem Schnitt ist eine Aufnahme des Mähgutes nicht notwendig ([[Mulchen]]).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Staffelmahd ===&lt;br /&gt;
Bei der Staffelmahd werden für eine Fläche mehrere Termine für die Mahd angesetzt, um für verschiedene Tierarten Rückzugsräume oder ein durchgängiges Nahrungsangebot sicherzustellen. Bei diesem parzellierten Mähen entstehen [[Mosaik]]e von gemähten und ungemähten Flächen, welche in puncto Rückzugsräume ein Springen der Arten ermöglichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für den [[Störche|Storch]] ist es beispielsweise in der Brutzeit wichtig, jederzeit Nahrung für die [[Brut]] heranschaffen zu können, welche er auf der gemähten Teilfläche gewinnen kann. Ebenfalls können Bienen von der Staffelmahd profitieren, um nicht auf einen Schlag neue ungemähte Wiesen erschließen zu müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
{{Commonscat|Mowing|Mähen}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Mahd}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|mähen}}&lt;br /&gt;
{{Wiktionary|Mähder}}&lt;br /&gt;
* [https://www.anl.bayern.de/publikationen/anliegen/doc/an36208van_de_poel_et_al_2014_mahd.pdf &amp;#039;&amp;#039;Literaturreview zu tierschonender Mahd&amp;#039;&amp;#039;:] Van de Poel, D. &amp;amp; Zehm, A. (2014): Die Wirkung des Mähens auf die Fauna der Wiesen – Eine Literaturauswertung für den Naturschutz. – ANLiegen Natur 36(2): 36–51, Laufen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4233890-6}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{SORTIERUNG:Mahen}}&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Ernte]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Methode im Gartenbau]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Form der Landwirtschaft]]&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Wikipedia:Artikel mit Video]]&lt;/div&gt;</summary>
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