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	<title>Lymphozytentransformationstest - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<summary type="html">&lt;p&gt;def link entfernt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Musterbefund LTT-Umweltschadstoffe.png|mini|Musterbefund von LTT-Umweltschadstoffen]]&lt;br /&gt;
Der &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Lymphozytentransformationstest&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; (LTT) ist ein Laborverfahren zum Nachweis antigen-spezifischer T-[[Lymphozyten]]. Er findet seine Anwendung in der [[Immunfunktionsdiagnostik]] der [[Medizin]]. Seit wenigen Jahren wird er auch in der [[Allergologie]] zum Nachweis bestimmter [[Allergie|allergischer Reaktionen]] des verzögerten Typs (IV) (z.&amp;amp;nbsp;B. Medikamentenallergie, Metallallergie) und in der Erregerdiagnostik (zum Beispiel bei [[Borreliose]]-Verdacht) eingesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mehrere Universitätskliniken und spezialisierte Institute bieten das Verfahren an, standardisiert ist es aber nicht. Für die Medikamentenallergie wurde der Test 2006 in die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Immunologie und Allergologie (DGAI) aufgenommen. Bei einigen allergologischen Fragestellungen wird allerdings die klinische Bedeutung einer nachgewiesenen Sensibilisierung noch kontrovers diskutiert. Daher sollte der LTT bei allergologischen Fragestellungen nur in Ergänzung zum [[Epikutantest]] eingesetzt werden bzw. dann, wenn dieser auf Grund von Kontraindikationen nicht durchführbar ist. Bei systemischen Sensibilisierungen, zum Beispiel solchen auf Medikamente oder über die Schleimhäute erworbene Zahnersatzmaterialsensibilisierungen scheint der LTT allerdings Vorteile hinsichtlich der Sensitivität im Vergleich zum Hauttest zu haben.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rki.de-196980&amp;quot;&amp;gt;[https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/UmweltKommission/Archiv/LTT_Addendum_BGBL.pdf?__blob=publicationFile Qualitätssicherung beim Lymphozytentransformationstest] (PDF; 129&amp;amp;nbsp;KB) Addendum zum LTT-Papier der RKI-Kommission „Methoden und Qualitätssicherung in der Umweltmedizin“ [[Bundesgesundheitsblatt]] 2008;51: 1070–76&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bgb1071-1076&amp;quot;&amp;gt;[[Bundesgesundheitsblatt|Bundesgesundheitsbl – Gesundheitsforsch – Gesundheitsschutz]] 51, 2008, 1071–1076&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Durchführung ==&lt;br /&gt;
In einem ersten Schritt werden die Lymphozyten durch Zentrifugation und mehrere Waschvorgänge von den anderen Blutzellen getrennt. Danach werden eine [[Nährlösung]] und das zu testende [[Antigen]] hinzugegeben und unter optimalen Wachstumsbedingungen wird die [[Lymphozyten]]kultur einige Tage inkubiert. Eine Kontrollprobe ohne Antigenzugabe wird genauso behandelt. 16&amp;amp;nbsp;Stunden vor der Auswertung wird radioaktives [[Thymin]] hinzugegeben. Der [[Desoxyribonukleinsäure|DNA]]-Baustein Thymin ist als Substrat bei der [[Synthese]] von DNA notwendig. Die [[Radioaktivität]] der Lymphozytenkultur wird gemessen und ein Stimulationindex berechnet, der Auskunft darüber gibt, ob in der mit Antigen versehenen [[Blutprobe]] spezifisch sensibilisierte T-Lymphozyten vorhanden sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
Die Entwicklung des Lymphozytentransformationstests (LTT) begann in den 1960er Jahren.&amp;lt;ref&amp;gt;N. Simon, A. Dobozy, J. Hunyadi: &amp;#039;&amp;#039;Die Bedeutung des Lymphozyten-Transformationstests in der Dermatologie&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;[[Berufsdermatosen]]&amp;#039;&amp;#039;. 1970;18: 189–219&amp;lt;/ref&amp;gt; Das Wesen des Lymphozytentransformationstests bildeten die grundlegenden Entdeckungen von Hungerford und Mitarb. im Jahre 1959, von Nowell 1960, von Carstairs 1962 sowie von Marshall u. Roberts im Jahre 1963, die erstmals nachweisen konnten, dass das aus [[Phaseolus vulgaris]] (Gartenbohne) isolierte Phytohämagglutinin die aus dem menschlichen Blut stammenden Lymphozyten auch in vitro in großer Zahl zur Mitose und Blastformation anzuregen vermag. Die im Laufe der Lymphozytenzüchtung auf den Antigenstimulus einsetzende Blastbildung eignet sich zur Untersuchung der in vitro stattfindenden Immunreaktion. Eine Optimierung des Verfahrens erfolgte im Jahr 2000 durch Verwendung von rekombinantem [[Interferon|Interferon-alpha]] im Testansatz.&amp;lt;ref&amp;gt;von Baehr: &amp;#039;&amp;#039;Improving the in vitro antigen specific T cell proliferation assay: the use of interferon-alpha to elicit antigen specific stimulation and decrease bystander proliferation.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;J Immunol Methods&amp;#039;&amp;#039;. Mai 2001,1;251(1–2): Seite 63–71&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kritik ==&lt;br /&gt;
Bei mangelhafter Durchführung des komplexen Verfahrens sind falsch positive und falsch negative Ergebnisse möglich. Dieses ist durch aufwendige Vorarbeiten für jedes zu testende Antigen allerdings weitestgehend auszuschließen. An mehreren Universitätskliniken und spezialisierten Instituten ist das Verfahren nach [[DIN]] 15189 akkreditiert. Mit fehlerhaften Ergebnissen ist zu rechnen, wenn im durchführenden Labor keine ausreichende Erfahrung mit der Zellkultur vorliegt. Dies ist noch häufig der Fall, weshalb der Test bisher in nur wenigen Instituten eine Routinediagnostik darstellt. Der Test ist methodisch sehr anspruchsvoll und damit teuer. Die [[Gesetzliche Krankenversicherung|gesetzlichen Krankenkassen]] übernehmen die Kosten bisher nur für die Fragestellungen Immunfunktion und Medikamentenallergie sowie unter strenger Indikationsstellung bei Kontaktallergenen (z.&amp;amp;nbsp;B. wenn der Hauttest auf Grund von Kontraindikationen nicht durchführbar ist). Seit 2009 stellt der LTT im Rahmen der [[Borreliose]]-Diagnostik keine Leistung der gesetzlichen Krankenversicherung mehr dar. Der Lymphozyten-Transformationstest nach Ziffer 32532 kann laut Leistungslegende des [[Einheitlicher Bewertungsmaßstab|EBM]] nicht zur Erregerdiagnostik abgerechnet werden. Vom [[Robert Koch-Institut]] (RKI) wird der Einsatz des LTT bisher ohne Einschränkungen nur für die Immunfunktionsdiagnostik, zum Nachweis von Medikamentenallergien und der Berylliumsensibilisierung empfohlen. In einer 2008 aktualisierten Bewertung des LTT-Verfahrens werden dem LTT allerdings Vorteile hinsichtlich der Sensitivität und Spezifität im Vergleich zum Epikutantest zuerkannt. Zudem kommt die Expertenkommission des Robert Koch-Institutes in Berlin zu dem Schluss, dass die Gefahr einer Sensibilisierung durch den Test selbst beim Epikutantest besteht, aber nicht beim LTT.&amp;lt;ref name=&amp;quot;rki.de-196980&amp;quot; /&amp;gt;&amp;lt;ref name=&amp;quot;bgb1071-1076&amp;quot; /&amp;gt; Nur an wenigen Instituten ist der Test für typische Umweltallergene validiert worden.&amp;lt;ref&amp;gt;H. Renz: &amp;#039;&amp;#039;Kurzfassung des Positionspapiers der DGAI - In-vitro-Diagnostik allergischer Erkrankungen.&amp;#039;&amp;#039; In: &amp;#039;&amp;#039;Der Klinikarzt.&amp;#039;&amp;#039; 32, 2003, S.&amp;amp;nbsp;119, {{DOI|10.1055/s-2003-39218}}.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* C. Schuett: &amp;#039;&amp;#039;Lymphocyte Transformation Test LTT&amp;#039;&amp;#039;. In: H. Friemel (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Immunologische Arbeitsmethoden&amp;#039;&amp;#039;. 4. Auflage. Gustav Fischer, Jena 1991, S. 349–356.&lt;br /&gt;
* S. Bussa, C. Rumi, G. Leone, B. Bizzi: &amp;#039;&amp;#039;Evaluation of a new whole blood cytometric lymphocyte transformation test for immunological screening&amp;#039;&amp;#039;. In: &amp;#039;&amp;#039;Journal of Clinical and Laboratory Immunology&amp;#039;&amp;#039;, 1993, 40 (1), S. 39–46.&lt;br /&gt;
* P.A. Berg, P.T. Daniel, N. Brattig: &amp;#039;&amp;#039;Immunologie und Nachweis medikamentöser Allergien&amp;#039;&amp;#039;. In: E. Fuchs, K.-H. Schulz (Hrsg.): &amp;#039;&amp;#039;Manuale allergologicum&amp;#039;&amp;#039;, 1996, IV,11: 1–13, Dustri, Deisenhofen. Beyer, K., Niggemann, B.; Nasert, S.; Renz, H.; Wahn, U.: Severe allergic reactions to foods are predicted by increases of CD4+CD45RO+T cells and loss of L-selectin expression. [[Journal of Allergy and Clinical Immunology]], 1997; 99 (4): 522–529&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Pricktest]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Weblinks ==&lt;br /&gt;
* [https://www.rki.de/DE/Content/Kommissionen/UmweltKommission/Archiv/LTT_Addendum_BGBL.pdf?__blob=publicationFile Stellungnahme des Robert Koch-Instituts zum LTT]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Gesundheitshinweis}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Kategorie:Allergologie]]&lt;/div&gt;</summary>
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