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	<title>Luxussteuer - Versionsgeschichte</title>
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	<subtitle>Versionsgeschichte dieser Seite in Wikipedia (Deutsch) – Lokale Kopie</subtitle>
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		<id>https://wiki-de.moshellshocker.dns64.de/index.php?title=Luxussteuer&amp;diff=372891&amp;oldid=prev</id>
		<title>imported&gt;Paragem: /* Geschichte */ + Luxussteuer Schweiz ergänzt</title>
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		<updated>2026-04-23T19:29:51Z</updated>

		<summary type="html">&lt;p&gt;&lt;span class=&quot;autocomment&quot;&gt;Geschichte: &lt;/span&gt; + Luxussteuer Schweiz ergänzt&lt;/p&gt;
&lt;p&gt;&lt;b&gt;Neue Seite&lt;/b&gt;&lt;/p&gt;&lt;div&gt;[[Datei:Luxury Tax - Israel2.jpg|mini|Israelische Luxussteuer-Marke (1949–1952)]]&lt;br /&gt;
Die &amp;#039;&amp;#039;&amp;#039;Luxussteuer&amp;#039;&amp;#039;&amp;#039; ({{enS|luxury tax}}) ist in der [[Finanzwissenschaft]] und in der [[Steuerlehre]] eine [[Aufwandsteuer|Aufwand-]] oder [[Verbrauchsteuer]], deren [[Steuerobjekt]] [[Luxusgüter]] sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Allgemeines ==&lt;br /&gt;
Diese [[Steuerart]] kann als [[Besitzsteuer]] auf den [[Besitz]] von [[Luxusgut|Luxusgütern]] ausgelegt sein oder als [[Verkehrsteuer]] auf die [[Veräußerung]] von Luxusgütern (typischerweise als Luxus[[umsatzsteuer]] oder erhöhten Umsatzsteuersatz auf Luxusgüter). Da die Frage, was als „Luxus“ anzusehen ist, nicht objektiv beantwortet werden kann, ist die ([[Forderung]] nach einer) Luxussteuer manchmal auch ein [[politisches Schlagwort]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vielfach werden Verbrauchsteuern auf entbehrliche Gegenstände wegen ihrer luxuriösen Natur als Luxussteuern bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Die_Wohnungs_und_Luxussteuern_als_Gemein/ztjikiwiY60C?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Aufwandsteuer+luxussteuer&amp;amp;pg=PA70&amp;amp;printsec=frontcover Haruhico Kato, &amp;#039;&amp;#039;Die Wohnungs- und Luxussteuern als Gemeinde-Abgabe&amp;#039;&amp;#039;, 1895, S. 70]&amp;lt;/ref&amp;gt; Luxussteuern sind Aufwand- oder Verbrauchsteuern auf Luxusgüter. Damit würden jedoch lediglich luxuriöse [[Verbrauchsgut|Verbrauchsgüter]] (wie [[Champagner]], [[Kaviar]] oder [[Safran]]) von den Luxusgütern erfasst, obwohl es auch luxuriöse [[Gebrauchsgüter]] gibt ([[Luxusklasse|Luxuswagen]], [[Luxusyacht]]en, [[Luxuswohnung]]en). Zusammenfassend sind Luxusgüter [[Produkt (Wirtschaft)|Produkte]] von hoher [[Produktqualität]] mit [[Hochpreisstrategie]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Kompakt_Lexikon_Marketing/WrUuBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=luxusg%C3%BCter+lexikon&amp;amp;pg=PA240&amp;amp;printsec=frontcover Ludwig G. Poth/Marcus Pradel/Gudrun S. Poth, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Kompakt-Lexikon Marketing&amp;#039;&amp;#039;, 2008, S. 240]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geschichte ==&lt;br /&gt;
In [[Rom]] gab es 570 eine Luxussteuer auf Luxussklaven, Schmuck und bunte Frauenkleider.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Leon Biliński]], &amp;#039;&amp;#039;Die Luxussteuer als Korrektiv der Einkommensteuer&amp;#039;&amp;#039;, 1875, S. 6&amp;lt;/ref&amp;gt; Um 1500 tauchte in Deutschland erstmals eine [[Hundesteuer]] im Zusammenhang mit Jagdfrondiensten der Bauern auf („Hundekorn“), die später als „Hundsgeld“ auf die allgemeine [[Hundehaltung]] ausgedehnt wurde.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Von_der_Aufruhrsteuer_bis_zum_Zehnten/FM6EBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=luxussteuer&amp;amp;printsec=frontcover Reiner Sahm, &amp;#039;&amp;#039;Von der Aufruhrsteuer bis zum Zehnten&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 37]&amp;lt;/ref&amp;gt; [[Bayern]] führte 1554 eine Steuer auf [[Silbergeschirr]] ein.&amp;lt;ref&amp;gt;Max von Heckel, &amp;#039;&amp;#039;Lehrbuch der Finanzwissenschaft&amp;#039;&amp;#039;, Band 2, 1911, S. 290&amp;lt;/ref&amp;gt; Die [[Krems in Kärnten|Kremser]] Luxussteuer von 1697 besteuerte das Tragen von [[Gold]], [[Silber]] und [[Perücke]]n als ausländischer Luxus. Wer Perücken trug, war reich und konnte deshalb auch eine Luxussteuer verkraften.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Für [[Joseph von Sonnenfels]] galt 1776 die Luxussteuer als „Zins der Eitelkeit“.&amp;lt;ref&amp;gt;Joseph von Sonnenfels, &amp;#039;&amp;#039;Grundsätze der Polizei, Handlung in Finanz&amp;#039;&amp;#039;, Band III, 1776, S. 339&amp;lt;/ref&amp;gt; [[England]] führte ab 1777 nacheinander Luxussteuern ({{enS|assesed taxes}}) auf männliche [[Dienstbote]]n (1777–1885), [[Reitpferd]]e (1784–1874), [[Jagdschein]]e (1784–1885), [[Hunderennen|Rennhunde]] (1796–1885), [[Wanduhr|Wand-]] und [[Taschenuhr]]en (1797–1798) oder [[Adelswappen]] (1798–1885) ein.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Steuern_und_Staatsfinanzen_w%C3%A4hrend_der/PbkkBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=luxussteuer+england+wappen+dienstboten&amp;amp;pg=PA12&amp;amp;printsec=frontcover Eckart Schremmer, &amp;#039;&amp;#039;Steuern und Staatsfinanzen während der Industrialisierung Europas&amp;#039;&amp;#039;, 1994, S. 12]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gablers_Wirtschafts_Lexikon/ue3MBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=luxussteuer+lexikon&amp;amp;pg=RA1-PA189&amp;amp;printsec=frontcover Verlag Th. Gabler (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Gabler Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, 1980, Sp. 188]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In [[Preußen]] war ab 1810 die Hundesteuer auch für Katzen, Enten, Pferde und Stubenvögel zu entrichten.&amp;lt;ref&amp;gt;Reiner Sahm, &amp;#039;&amp;#039;Von der Aufruhrsteuer bis zum Zehnten&amp;#039;&amp;#039;, 2014, S. 38&amp;lt;/ref&amp;gt; In Deutschland wurde bis 1926 eine Luxusumsatzsteuer als erhöhte Umsatzsteuer auf bestimmte Luxusgüter erhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Kompakt_Lexikon_Steuerlehre_und_Wirtscha/d0ElBAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=luxussteuer+lexikon&amp;amp;pg=PA298&amp;amp;printsec=frontcover Springer Fachmedien Wiesbaden (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Kompakt-Lexikon Steuerlehre und Wirtschaftsprüfung&amp;#039;&amp;#039;, 2013, S. 298]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In der [[Schweiz]] wurde zwischen November 1942 und 1958 eine Luxussteuer erhoben. Sie wurde auf die Einfuhr und den Verkauf von Schaumweinen, kosmetischen Artikeln, Teppichen, Schallplatten, Plattenspielern, Radios, Schmuck, Uhren, Fotoapparaten und Filmen erhoben, und zwar nach dem Mechanismus der gleichzeitig geltenden [[Warenumsatzsteuer]].&amp;lt;ref&amp;gt;{{HLS|13770|Warenumsatzsteuer (Wust)|Autor=Conrad Stockar|Abruf=2026-04-23}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Erhebungsform ==&lt;br /&gt;
Die Luxussteuer kann entweder als erhöhte [[Umsatzsteuer]] oder als eigenständige [[Steuerart]] erhoben werden. Im Sachzusammenhang mit Luxussteuern standen oder stehen [[Verbrauchsteuer (Deutschland)|Verbrauchsteuern]] wie [[Hundesteuer]], [[Jagdsteuer]], [[Kaffeesteuer]], [[Leuchtmittelsteuer]], [[Schaumweinsteuer]], [[Spielkartensteuer]] oder [[Vergnügungsteuer (Deutschland)|Vergnügungsteuer]].&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Gabler_Wirtschafts_Lexikon/VmzRBgAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=luxussteuer+lexikon&amp;amp;pg=PA2517&amp;amp;printsec=frontcover Ute Arentzen/Eggert Winter, &amp;#039;&amp;#039;Gabler Wirtschafts-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, Band 4, 1997, S. 2517]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Ziele ==&lt;br /&gt;
Befürworter von Luxussteuern nennen folgende Ziele:&lt;br /&gt;
* Das Primärziel einer Steuer ist stets, [[Steuereinnahme]]n für den [[Staat]] zu erzielen.&lt;br /&gt;
* Mit einer Luxussteuer wird beabsichtigt, die [[Reichtum|Wohlhabenden]] stärker zu besteuern, weil diese eher Luxusgüter wie z.&amp;amp;nbsp;B. Schmuck, teure Automobile oder Yachten erwerben. In vielen Ländern werden/wurden z.&amp;amp;nbsp;B. Autos, Schmuck oder Pelze mit einer Luxussteuer belegt.&lt;br /&gt;
* [[Handelspolitik|Handelspolitische]] Gründe sind vielfach der Versuch einer Verteuerung ausländischer (Luxus-)Produkte. Es handelt sich um eine Form des [[Protektionismus]].&lt;br /&gt;
* Auch eine ethische Begründung wird genannt: In der Geschichte sind eine Vielzahl von Gesetzen gegen Luxus erlassen worden. Meistens sollte der Aufwand für Kleider, Gastmähler und Begräbnisse in Schranken gehalten werden, teils aus ethischen Gründen, teils um die Verarmung zu verhindern oder eine Abgrenzung der Stände voneinander äußerlich zu ermöglichen.&amp;lt;ref name=&amp;quot;Meyers&amp;quot;&amp;gt;[[Bibliographisches Institut]] (Hrsg.), &amp;#039;&amp;#039;Meyers Konversations-Lexikon&amp;#039;&amp;#039;, 1888, Stichwort &amp;quot;Luxus&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Der letzte Punkt ist Gegenstand ökonomischer Literatur. Die [[Streitfrage]], ob Luxuskonsum durch Luxussteuern (erwünschter maßen) in Form eines [[Lenkungssteuer]] reduziert werden kann, ist schwer zu beantworten. Generell führt nach der [[Neoklassische Theorie|Neoklassischen Theorie]] eine [[Besteuerung]] zu einer Preiserhöhung (durch [[Steuerüberwälzung]] auf den Endkunden) und damit zu einem [[Marktgleichgewicht]] bei niedrigerem Umsatz. Während einzelne Autoren&amp;lt;ref&amp;gt;z.&amp;amp;nbsp;B. {{Literatur |Autor=Norman J. Ireland |Titel=On limiting the market for status signals |Sammelwerk=Journal of Public Economics |Band=53 |Nummer=1 |Datum=1994-01 |Seiten=91–110 |DOI=10.1016/0047-2727(94)90015-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt; diesen Zusammenhang auch für Luxussteuern sehen, erkennen andere Autoren keine Lenkungswirkung: Der [[Nutzen (Wirtschaft)|Nutzen]] des Luxusguts ist es, dass Luxuswaren so teuer sind, dass sie sich nicht jeder leisten kann. Damit führen Preiserhöhungen nicht zwingend zu einer Reduzierung der [[Nachfrage]]: Der Status des Käufers steigt durch den Erwerb, weil das Luxusgut teurer geworden ist, und damit steigt die Nachfrage.&amp;lt;ref&amp;gt;z.&amp;amp;nbsp;B. {{Literatur |Autor=Giacomo Corneo/Olivier Jeanne |Titel=Conspicuous consumption, snobbism and conformism |Sammelwerk=Journal of Public Economics |Band=66 |Nummer=1 |Datum=1997-10 |Seiten=55–71 |DOI=10.1016/S0047-2727(97)00016-9}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== International ==&lt;br /&gt;
=== Deutschland ===&lt;br /&gt;
Als unermüdlicher Erfinder neuer Abgaben galt [[Friedrich I. (Preußen)|Friedrich I. von Preußen]], der im März 1698 eine Perücken- und Karossensteuer einführte,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://books.google.de/books?id=7qlIDgAAQBAJ&amp;amp;pg=PA24&amp;amp;dq=Karossensteuer&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ved=0ahUKEwjxwd_ugLHhAhUBblAKHXjBAP4Q6AEIKDAA#v=onepage&amp;amp;q=Karossensteuer&amp;amp;f=false Karl Braun-Wiesbaden, &amp;#039;&amp;#039;Von Friedrich dem Großen bis zum Fürsten Bismarck&amp;#039;&amp;#039;, 1882, S. 24]&amp;lt;/ref&amp;gt; die im November 1717 wieder abgeschafft wurde. Im Januar 1762 führte [[Preußen]] die Dienstbotensteuer ein. Ebenso wurde die heute noch existente [[Hundesteuer]] in Preußen im Jahre 1810 als Luxussteuer erstmals initiiert. Kaiser [[Wilhelm II. (Deutsches Reich)|Wilhelm II.]] führte im Mai 1902 die Sektsteuer als Luxussteuer ein, sie lebt heute als [[Schaumweinsteuer]] fort. In der [[Weimarer Republik]] bestand 1919 bis 1926 eine Luxusumsatzsteuer. Es handelte sich um einen erhöhten Umsatzsteuersatz (der Aufschlag betrug anfänglich 15 %) für bestimmte Luxusgüter, der in den §§ 15–24 des Umsatzsteuergesetzes vom 24. Dezember 1919&amp;lt;ref&amp;gt;[[Reichsgesetzblatt|RGBl.]] 1919, Seite 2157&amp;lt;/ref&amp;gt; geregelt war. Die Luxussteuer war hoch umstritten. Der liberale [[Reichsministerium der Finanzen|Reichsfinanzminister]] [[Peter Reinhold]] bezeichnete die Luxussteuer als die „gefährlichste und sinnloseste“ Steuer, da diese die deutsche Qualitätsarbeit besteuere.&amp;lt;ref&amp;gt;Karl Dietrich Erdmann/Karl-Heinz Harbeck/Günter Abramowski/Karl-Heinz Minuth, &amp;#039;&amp;#039;Akten der Reichskanzlei: Die Kabinette Marx III und IV: 17. Mai 1926 bis 29. Januar 1927, 29. Januar 1927 bis 29. Juni 1928: (2.) Juni 1927 bis Juni 1928 : Dokumente Nr. 243 bis 476.&amp;#039;&amp;#039; Band 10; Band 12, 1988, ISBN 3-7646-1861-2, S. 189 ({{Google Buch|BuchID=UsORMRvAx7gC|Seite=192}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Steuerpflicht beim Verkauf von Kunstwerken wurde als schädlich für den Kunstbetrieb angesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;Kristina Kratz-Kessemeier: &amp;#039;&amp;#039;Kunst für die Republik: Die Kunstpolitik des preußischen Kultusministeriums 1918 bis 1932.&amp;#039;&amp;#039; 2008, ISBN 3-05-004371-7, S. 466 ({{Google Buch|BuchID=Hi0qTyTj2nAC|Seite=466}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Am 1. Oktober 1922 wurde der Katalog der betroffenen Luxusgüter verringert. Der Steuersatz wurde zum 1. Januar 1925 auf 10 % und zum 1. April 1925 auf 7,5 % gesenkt.&amp;lt;ref&amp;gt;Georg Jäger/Dieter Langewiesche/Wolfram Siemann, &amp;#039;&amp;#039;Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. Und 20. Jahrhundert: Die Weimarer Republik 1918–1933; Teil 1&amp;#039;&amp;#039;, 2007, ISBN 3-598-24808-3, S. 465 ({{Google Buch|BuchID=xV29PGcOOWAC|Seite=465}}).&amp;lt;/ref&amp;gt; Mit dem Gesetz über die Steuermilderungen zur Erleichterung der Wirtschaftslage vom 31. März 1926&amp;lt;ref&amp;gt;RGBl. I, Seite 185&amp;lt;/ref&amp;gt; wurden neben der Luxussteuer die [[Salzsteuer]] und die [[Weinsteuer]] abgeschafft und die Fusionssteuer sowie der Mehrwertsteuersatz gesenkt. Der Grund war auch ein rein fiskalischer: Die Kosten der Eintreibung überstiegen den Steuerertrag erheblich.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Der Spiegel|ID=44447667|Jahr=1950|Nr=10|Titel=Luxus|Seiten=4}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Österreich ===&lt;br /&gt;
==== Luxussteuer der Stadt Wien in der Zwischenkriegszeit ====&lt;br /&gt;
Mit der Trennung [[Wien]]s von [[Niederösterreich]] bekam die [[Rotes Wien|Gemeinde Wien]], wie sich die Stadt bis 1934 stets nannte, als eigenes [[Land (Österreich)|Bundesland]] die [[Finanzhoheit]]. Finanzstadtrat [[Hugo Breitner]] führte ein Landes[[steuer]]system ein, das rechnerisch extrem progressiv angelegt war. Zu diesen Steuern gehörte die [[Wohnbausteuer]], eine [[Abgabe]], die pro [[Arbeitsplatz]] leisten musste, wer Angestellte in seinem privaten Haushalt beschäftigte („Hausgehilfinnensteuer“), eine Luxuswarenabgabe als Sonderumsatzsteuer (z.&amp;amp;nbsp;B. [[Sekt]], [[Kaviar]], [[Schmuckstein|Edelsteine]], [[Antiquität]]en) und auf Vergnügungen wie Bälle („Vergnügungssteuer“).&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Die_Sozialdemokratie/UkRqEAAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=Hausgehilfinnensteuer&amp;amp;pg=PT284&amp;amp;printsec=frontcover Karl Glanz, &amp;#039;&amp;#039;Die Sozialdemokratie&amp;#039;&amp;#039;, 2020, o. S.]&amp;lt;/ref&amp;gt; Interessenvertreter der Wirtschaft wie [[Ludwig von Mises]] argumentierten gegen die Luxuswarenabgabe, dass diese besonders den [[Export]] und die [[Wettbewerbsfähigkeit]] der Wiener Wirtschaft im Ausland und bei den Touristen schädigen würde.&amp;lt;ref&amp;gt;Ludwig von Mises, &amp;#039;&amp;#039;Die Wiener Industrie und die Luxuswarenabgabe&amp;#039;&amp;#039;, in: &amp;#039;&amp;#039;Neues 8 Uhr Blatt&amp;#039;&amp;#039; vom 13. Mai 1921&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Luxussteuer 1978–1992 ====&lt;br /&gt;
In Österreich wurde 1978 ein neuer, dritter Steuersatz der [[Umsatzsteuer (Österreich)|Umsatzsteuer]] mit 30 % festgesetzt. Diese (umgangssprachliche) Luxussteuer wurde auf Autos, Schmuck, Uhren, Pelze und Konsumelektronik erhoben. Die „Luxussteuer“ entfiel 1987 teilweise und 1992 gänzlich und wurde bei Autos durch die [[Normverbrauchsabgabe]] (NoVA), die zusätzlich zur Umsatzsteuer eingehoben wird, abgelöst.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.meinbezirk.at/oberoesterreich/c-motor/von-der-luxussteuer-zur-nova_a4490291 MeinBezirk.at vom 24. Februar 2021, &amp;#039;&amp;#039;Von der Luxussteuer zur NoVA&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Schweiz 1942–1958 ===&lt;br /&gt;
Die Luxussteuer wurde von 1942 bis 1958 erhoben auf Champagner, Filme, Parfümerie- und Kosmetikmittel, handgeknüpfte Bodenteppiche, Felle, Pelzwerke und Kleidungsstücke mit Pelzbesatz oder mit Pelzfutter, Perlen, Edelsteine, echte Bijouterie, Gold- und Silberschmiedwaren, Uhren mit Gehäusen aus Platin, Uhren in Gold, Platin oder Silberwaren gefasst oder mit Edelsteinen besetzt, photographische und Projektionsapparate, Grammophone und Schallplatten, Radioapparate und deren Bestandteile. &amp;lt;!--Heutige Aufwandsteuern sind dort die [[Biersteuer]] und [[Billettsteuer]].--&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Italien ===&lt;br /&gt;
Zur Bewältigung der [[Eurokrise#Italien|Schuldenkrise]] wurde 2012 in Italien eine Luxussteuer eingeführt, die Autos mit einer Motorleistung von mehr als 184 kW (250 PS), Schiffe und Boote mit einer Länge von mehr als 10 m und Privatflugzeuge betrifft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.handelszeitung.ch/konjunktur/europa/monti-italien-im-wirtschaftlichen-notstand &amp;#039;&amp;#039;Monti: Italien im «wirtschaftlichen Notstand»&amp;#039;&amp;#039;]. In: &amp;#039;&amp;#039;[[Handelszeitung]]&amp;#039;&amp;#039;, 14. Dezember 2011. Abgerufen am 17. Dezember 2011.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.lexitalia.it/leggi/2011-214.pdf Legge di conversione del decreto “salva-Italia”] (PDF; 520&amp;amp;nbsp;kB) LexItalia.it&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Niederlande ===&lt;br /&gt;
Zusätzlich zur Umsatzsteuer (von 21 %) gibt es die BPM-Steuer ({{nlS|Belasting van Personenauto’s en Motorrijwielen}}) beim Kauf eines Autos oder Motorrads. Diese Luxussteuer basiert auf dem Wert und den CO&amp;lt;sub&amp;gt;2&amp;lt;/sub&amp;gt;-Emissionen eines Kfz.&amp;lt;ref&amp;gt;Overheid.nl, &amp;#039;&amp;#039;Wet op de belasting van personenauto&amp;#039;s en motorrijwielen&amp;#039;&amp;#039;, 1992&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== USA ===&lt;br /&gt;
In den USA wurde die Luxussteuer im August 1993 nur zwei Jahre nach ihrer Einführung wieder abgeschafft.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.thebalancemoney.com/what-is-a-luxury-tax-5208103 The Balance vom 28. November 2022, &amp;#039;&amp;#039;What Is a Luxury Tax?&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Weitere Staaten ===&lt;br /&gt;
Für bestimmte Luxusgüter werden in [[Dänemark]] und [[Finnland]] Luxussteuern erhoben.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.capital.de/karriere/warum-skandinavier-gerne-steuern-zahlen Capital vom 9. Mai 2015, Maike van den Boom, &amp;#039;&amp;#039;Warum Skandinavier gerne Steuern zahlen&amp;#039;&amp;#039;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Wirtschaftliche Aspekte ==&lt;br /&gt;
Die Luxussteuer kann entweder eine [[Aufwandsteuer]] sein wie beispielsweise die [[Hundesteuer]], welche die [[Hundehaltung]] zu privaten Zwecken besteuert, oder eine [[Verkehrsteuer]], wenn bei der [[Veräußerung]] von Luxusgütern eine erhöhte [[Umsatzsteuer]] fällig wird.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Luxussteuern sollen die Reichen stärker belasten, weil sie Luxuskonsum betreiben. Dabei ist zu berücksichtigen, dass die Reichen wegen der [[Steuerprogression]] bereits bei ihrem hohen [[Einkommen]] durch einen höheren [[Steuersatz (Steuerrecht)|Steuersatz]] stärker belastet werden. Zudem gibt es die Möglichkeit einer [[Vermögensteuer]]. Luxuskonsum ist gekennzeichnet durch eine hohe [[Preiselastizität]] der [[Nachfrage]], die für Luxusgüter mithin als sehr elastisch einzustufen ist.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Die_%C3%B6ffentliche_Wirtschaft/vHZm9_b5N9kC?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=luxussteuer+elastizit%C3%A4t&amp;amp;pg=PA346&amp;amp;printsec=frontcover Anton Tautscher, &amp;#039;&amp;#039;Die öffentliche Wirtschaft&amp;#039;&amp;#039;, 1953, S. 346]&amp;lt;/ref&amp;gt; Werden Luxussteuern eingeführt oder erhöht, wirkt sich dies wegen steigender [[Güterpreis]]e sofort durch eine rückläufige [[Güternachfrage]] aus. Luxussteuern sollen deshalb nicht den Luxuskonsum bekämpfen, sondern hohe [[Steuereinnahme]]n generieren. Da jedoch die Nachfrage nach Luxusgütern elastisch reagiert, versprechen sie keine hohen Steuereinnahmen,&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.google.de/books/edition/Mikro%C3%B6konomie_f%C3%BCr_Dummies/7kn9DwAAQBAJ?hl=de&amp;amp;gbpv=1&amp;amp;dq=luxussteuer+elastizit%C3%A4t&amp;amp;pg=PT103&amp;amp;printsec=frontcover Wilhelm Lorenz, Mikroökonomie für Dummies, 2021, o. S.]&amp;lt;/ref&amp;gt; sondern gehören zu den [[Bagatellsteuer]]n. Als [[Lenkungssteuer]] funktionieren sie mithin nicht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Siehe auch ==&lt;br /&gt;
* [[Aufwandgesetz]]&lt;br /&gt;
* [[Salary Cap (NBA)#Luxussteuer]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Literatur ==&lt;br /&gt;
* Nicholas Gregory Mankiw: &amp;#039;&amp;#039;Grundzüge der Volkswirtschaftslehre.&amp;#039;&amp;#039; 3. Auflage, Schäffer-Poeschel, Stuttgart 2004, ISBN 3-7910-2163-X.&lt;br /&gt;
* Heinz-J. Bontrup, Mit noch mehr indirekten Steuern zurück zum wohlfahrtsorientierten Staat? Nur Luxussteuern wären ein richtiger Weg, in: DIW-Vierteljahrshefte zur Wirtschaftsforschung, Ungleichheitsentwicklungen und Verteilungsspielräume, 80. Jahrg., Heft 4/2011, S. 189–208, ISBN 978-3-428-13846-3.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Einzelnachweise ==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references /&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Normdaten|TYP=s|GND=4168356-0}}&lt;br /&gt;
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		<author><name>imported&gt;Paragem</name></author>
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